Merz
Nachdem Spahn erst mit dem Kopf geschüttelt hat und dann doch zackig mit einer fadenscheinigen Ausrede als Fraktionsvorsitzender zurück getreten ist, ist Kanzler Merz der nächste der beharrlich auf dem Schleudersitz sitzen bleibt. Man möchte ihm fast wünschen, dass er einen fadenscheinigen privaten Grund findet, um zurückzutreten und alle halbwegs ohne Gesichtsverlust und Neuwahlen aus der Nummer rauskommen.
Wie bei Spahn stellt sich allerdings die Frage, ist Merz unglaublich dreist oder unglaublich merkbefreit? Liest der seine reden mal, bevor sie öffentlich werden? Wer berät den Mann und wie sind die an ihren Job gekommen?
Macht schlechte Politik, bringt der der AfD 20% und stellt sich dann hin und tut schockiert angesichts von 44% AfD, will aber an seiner schlechten Politik festhalten und tut so, als müsse man alles nur besser erklären. Dabei verstehen die meisten schon, wenn man ihnen in die Tasche greift.
Man darf gespannt sein, wieviele Kommunal- und Landtagswahlen er das noch durchziehen kann und ob die CDU-Basis auch mal aufwacht und dem Mann Dampf macht. Dass Lindner und Kubicki die FDP zu Grabe getragen haben lässt sich noch verschmerzen, eine CDU, die untergeht ist eine Katastrophe. Auch wenn es nicht mehr meine Partei ist, brauchen wir den Laden noch. Zumindestens so lange, bis sich dort die Kräfte durchsetzen, die eine AfD im Bett nicht so tragisch finden.
Meinungen? Prognosen? Wettangebote?
ps. Übrigens ist Spahn zur Vordertür raus und zur Hintertür schon wieder rein. Der weiss schon wie.
Weil ich gerade im Netz einen Kommentar gelesen hatte, der auf das Grundverständnis der parlamentarischen Demokratie hinweist, den ich gerne hierher bringen will.
In Deutschland scheint es eine völlig Unkenntnis unserer Demokratie zu geben.
Klassisch hatten wir Parteien mit einem klaren Profil (liberal, konservativ, progressiv, ökologisch usw usf), Wahlplakate dienten dazu, mit konkreten Themen das Profil der Partei nach Außen hin sichtbar zu machen, um Wählerinnen eine Entscheidung zu ermöglichen.
Irgendwann setzte sich in Deutschland dieser Irrglaube durch, dass eine Partei gewählt wird, damit sie exakt ein Thema genau so durchsetzt. So eine Art Diktatur durch eine Partei, die die Interessen ihrer Wähler durchsetzt und zwar genau so und nicht anders. Die AfD setzt genau auf diesem Missverständnis von parlamentarischer Demokratie auf. Die Logik, sie müssten die Sachen so durchsetzen, die sie angegeben haben, weil sie dafür von 44% gewählt wurde, könnte ja auch der Einsicht weichen: 66% haben uns nicht gewählt, deshalb will die Mehrheit, dass wir es anders machen.
Was übersehen wird:
In Deutschland werden Beschlüsse über ein Parlament entschieden. Diese entstehen durch gemeinsame Arbeit der verschiedenen Fraktionen, durch Austausch von Argumenten, um zu einer angemessenen Entscheidung zu kommen. Diese Entscheidung soll aber immer die Interessenslage der ganzen Bevölkerung spiegeln. D.h. die Bürger entscheiden über die Gewichtung des Parlaments, die sich entsprechend auf die Richtung der Politik auswirken wird. Haben die Bürger einen liberalen Schwerpunkt und keinen ökologischen gewählt, werden die Entscheidungen im Parlament entsprechend der Sitzverteilungen schwerpunktmäßig eher wirtschaftlich als ökologisch orientiert ausfallen.
Die Leute verstehen gar nicht mehr, dass wir eine Parlamentszusammensetzung wählen, deren Gewichtung die Entscheidungen bestimmt, und nicht, dass wir unsere Parteien wählen, die dann genau so unsere Interessen durchsetzen und keine anderen.
Es ist nur noch zum Schreien.
Weil ich gerade im Netz einen Kommentar gelesen hatte, der auf das Grundverständnis der parlamentarischen Demokratie hinweist, den ich gerne hierher bringen will.
Woher ist der Kommentar?
In Deutschland werden Beschlüsse über ein Parlament entschieden.
Schön wäre es. Dem ist aber tatsächlich nicht so.
Die Leute verstehen gar nicht mehr, dass wir eine Parlamentszusammensetzung wählen, deren Gewichtung die Entscheidungen bestimmt, und nicht, dass wir unsere Parteien wählen, die dann genau so unsere Interessen durchsetzen und keine anderen.
Keine Ahnung wie du darauf kommst. Wenn es so wäre, hätten sie sachbezogene Politik mit wechselnden Mehrheiten. Haben wir aber nicht.
Seit Jahrzehnten geht es darum, das eine Partei oder eine Koalition von mehreren Parteien die absolute Mehrheit der Sitze bekommt und dann entweder Parteipolitik einer oder die Kompromisse mehrerer Koalitionsparteien in Gesetze und Verordnungen gepresst wird. Durch die Praxis des Fraktionszwangs wird das Parlament im Allgemeinen und die Opposition im Besonderen weitgehend zur Makulatur. Wir haben in Deutschland keine vollständige Gewaltenteilung, sondern eine Gewaltenverschränkung zwischen Legislative und Exekutive, wobei in Tat und Wahrheit leider die Exekutive der Taktgeber in der ganzen Sache ist. Das ist ein massiver Nachteil unseres Systems. Die Stimme eines Parlamentsmitgliedes ist nämlich weder seinem Gewissen, noch dem Wähler untergeordnet, sondern seiner Partei.
In Deutschland werden Beschlüsse über ein Parlament entschieden. Diese entstehen durch gemeinsame Arbeit der verschiedenen Fraktionen, durch Austausch von Argumenten, um zu einer angemessenen Entscheidung zu kommen.
Genau diese Entscheidungsprozesse werden von etlichen Medien inzwischen als "chaotischer Zustand" beschrieben, nicht als notwendige Kompromissfindung.
Eine Unsitte dabei ist es, dass ständig irgendwelche Details aus laufenden Verhandlungen durchgestochen werden. Das erschwert die Prozesse, weil damit außerhalb des Parlamentes bereits Diskussionen stattfinden, die zwar nur Teilkenntnisse der Inhalte vorweisen können, aber trotzdem die Politiker unter Druck setzen. Ein Austausch von Argumenten wird damit verhindert, am Ende geht es nur noch darum, sich "durchzusetzen" - genau so, wie du es zu Recht kritisierst.
Zusätzlich bemerke ich passend dazu immer wieder, was Leute aus dem rechten Spektrum unter "Demokratie" verstehen... für die bedeutet "Demokratie" schlicht: "Unsere Meinung ist richtig, daher muss sich diese durchsetzen! Wer das verhindern will ist unser Feind!"
Also genau das Gegenteil dessen, was Demokratie bedeuten soll... aber das ist ja leider auch nichts Neues.
Dazu passt, was Benjamin Höhne gesagt hat.
"Der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne von der Universität Chemnitz erklärt im öff.-rechtl. Fernsehen ohne Umschweife, wie eben diese Medien, die eigentlich Bollwerke der Demokratie sein sollten, der AfD massiv geholfen haben."
@derelch Meinungen?
Ja. Aber keine, die jemanden interessieren.
Prognosen?
Da sich am System nichts ändern wird, geht die Fahrt in den Abgrund weiter. So wird weiter über Spahn oder Merz, AfD oder BSW, Reform oder Reform der Reform disktuiert, während echte Probleme, beispielsweide Klimawandel, KI-Disruption und beschleunigte Akkumulation von Reichtum bei den immer Wenigeren und damit Verarmung der immer Mehreren ausgeblendet werden. Alle reden über Sachsen-Anhalt, weil sich da angeblich etwas Grundlegendes ereignet habe. Dass aus dem VW-Werk in Osnabrück gerade eine Tötungsgeräte-Fabrik gemacht wird, weil der einstige Exportweltmeister Deutschland im Verlauf des globalen Kapitalismus leider als ideeller Gesamtkapitalist seine Privilegien verliert und sich - huch, Überraschung! - mit dem Verkauf von Verbrennern die ökonomische Herrschaft über Schwächere nicht mehr gesichert werden kann... - Das juckt scheinbar niemanden. In den Nachrichten hört man höchstens, dass die von der Kündigung bedrohten Angestellten wenigstens aufatmen könnten und es für "die Wirtschaft" so einen Hoffnungsschimmer gäbe.
Meine Prognose: "die deutsche Wirtschaft" nimmt die Kapitalrenditen, die sich bei der Umstrukturierung der deutschen Ökonomie weg von zivilen Konsumprodukten hin zu Zerstörungs- und -Tötungsprodukten sicherlich abschöpfen lassen, mit und sieht dann zu, wie sie mit denen sich noch ein kleines Bunkerle irgendwo in Nachbarschaft der US-Wirtschaft drunten im Schatten Neuseeländischer Berge gebaut kriegt. Und sobald es mit der globalen kaufkräftigen Nachfrage hapern sollte (immer nur verschenken Richtung Ukraine ist ja auch scheiße für die Bilanzen...), wird beim Sondervermögen eine Schippe drauf gelegt, sodaß der Staat per Verschuldung die Nachfrage nach Mordwerkzeugen stützt.
Ab der nächsten verdächtigen Flugdrohne an irgendeinem Flughafen wird dann - in Ermangelung weiterer Kulturinstitute und Botschaften, die man noch als Sanktionsmaßnahme schließen könnte - zurückgeschossen, um die Pute in die Schranken zu weisen und weil man ja auch irgendwann mal das Material unter realen Bedingungen testen muss, wenn man's höherpreisig auf dem hart umkämpften Markt etablieren möchte.
Währenddessen schert sich die Physik nicht weiter um das Gemaule von sachsen-anhaltinischen Rentnern (die geschlagene vier Jahre auf eine neue Hüfte warten müssen und mit ihren knappen 1000 Euro monatlich keine Bananen mehr auf den Frühstückstisch gezaubert kriegen, was das Nostalgieniveau in interessante Höhen schraubt) oder von Lobbyisten, denen die knallharten Reformen hinsichtlich der Rente mit 85 zu langsam in die Pötte kommen und die das Fehlen von Technologieoffenheit beklagen, weil die AgD-Eiheitspartei-Regierung die Windkrafträder nur mit dieselbetriebenen Bulldozern niederzuwalzen bereit ist... Sie, die Physik, macht also ihr Ding, Milliarden Leute krepieren, an den EU-Aussengrenzen türmen sich die Wasserleichen, bis man trockenen Fußes über das eh inzwischen leicht köchelnde, in Pfützen diversifizierte Mittelmeer wandern kann. Kurz hinter Palermo biegen dann aber die meisten illegalen Wirtschaftsflüchtlinge nach rechts ab, um über die Ukraine-Route ihr Glück zu versuchen, bis nach Sibirien zu kommen, wo es angeblich noch möglich sein soll, ohne Klimaanlage zurecht zu kommen, ja sogar noch im Freien auf dem getauten Ex-Permafrostboden auf Rote Bete-Beeten Unkraut zu jäten.
Bei "hart aber fair" herrscht zum ersten Mal Einigkeit: Das ist nicht fair, das hat Deutschland nicht verdient!
Wettangebote?
O-Ton mein Opa: Kinderwetten sind beschetten!
p.s.: Dein neues Avatar-Bild - hat das eher einen Bezug zu Köln oder zu Kaiserslautern? Welcher Fußballclub ist gemeint?
Ab der nächsten verdächtigen Flugdrohne an irgendeinem Flughafen wird dann - in Ermangelung weiterer Kulturinstitute und Botschaften, die man noch als Sanktionsmaßnahme schließen könnte - zurückgeschossen, um die Pute in die Schranken zu weisen und weil man ja auch irgendwann mal das Material unter realen Bedingungen testen muss, wenn man's höherpreisig auf dem hart umkämpften Markt etablieren möchte.
Putin zeigt ja gerade, dass selber Krieg führen ziemlich schlecht fürs Geschäft ist... klar, ein paar Rüstungsfirmen profitieren davon, aber unterm Strich schwimmen auch den russischen Oligarchen gerade die Felle davon.
Rüstungsindustrie als Geschäft lohnt sich nur, so lange andere Leute dafür bezahlen. Und wenn das Zeug schon angeschafft wird, dann ist es besser ein altes VW Werk dafür zu verwenden als irgendwo anders was völlig Neues zu bauen.
Dabei erwarte ich trotz aller strammen Worte jetzt gar keine übermäßige Aufrüstung. Die Bundeswehr braucht keine Fähigkeit, bis nach Moskau marschieren zu können - was sollten wir auch da?
Die Nato muss in ihrer Gesamtheit stark genug sein, um Russland im Fall der Fälle eine Zeitlang aufzuhalten, und die Industrie muss in der Lage sein, in so einem Fall kurzfristig in großen Mengen das zu produzieren, was immer auch gerade nötig sein wird. Denn was heute an Drohnen herumfliegt ist nächstes Jahr schon längst veraltet. Es wäre also Blödsinn, jetzt Drohnen auf Vorrat zu kaufen (Und es bleibt zu hoffen, dass Jens Spahn da nie in Verantwortung kommt...).
Soll heissen: Es kann jetzt nicht darum gehen, eine wie auch immer geartete Kriegsmaschinerie anzuwerfen, sondern lediglich darum, die Bundeswehr so zu modernisieren, dass sie die ihr zugedachte Aufgabe - die Verteidigung Deutschlands im Rahmen der Nato - erfüllen kann. Und das ist viel weniger, als die meisten Leute jetzt denken. Modernisierung der hoffnungslos veralteten Gerätschaften, etwas Aufstockung, damit keine Lücken entstehen... damit ist die Aufgabe auch schon erfüllt. Billig wird das trotzdem nicht, trotzdem gibt es in der Tat Wichtigeres. Wie beispielsweise damit aufzuhören, ständig Öl und Gas zu verbrennen.
Und ich warte ja immer noch darauf, dass das mal ein Politiker deutlich sagt. Jetzt hat man bei den Falklandinseln wohl ein großes Ölfeld gefunden... und schon streitet man sich politisch darum. Ich habe mir nur gedacht: "Na und? Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ihr das jetzt auch noch verbrennen könnt...? Das Zeug bleibt da, wo es ist, fertig!"
Immerhin hat Merz anerkannt, dass es den Klimawandel gibt. Aber so weit anzuerkennen, was wir deshalb tun müssen... so weit ist er offenbar noch nicht. Dafür braucht es dann wohl erst den nächsten und den übernächsten Sommer, bis ihm da etwas dämmert.
Irgendwo habe ich jetzt einen interessanten Kommentar gelesen... eigentlich steht Merz mit einer großen politischen Stärke da. er hat eine Mehrheit, er ist Kanzler... und er braucht sich nicht darum zu kümmern, wiedergewählt zu werden, denn das schafft er eh nicht. Ganz abgesehen davon, dass er sowieso zu alt wird.
Also hätte er jetzt die Freiheit, auch ungeliebte Dinge anzupacken. Er müsste nicht auf alles und jeden Rücksicht nehmen, sondern könnte das tun, was jetzt richtig ist - auch wenn da irgendwer drüber heulen mag. Er könnte als der Kanzler in die Geschichte eingehen, der das Richtige getan hat, als es wirklich nötig war.
Aber dafür ist er wohl nicht der Typ... und leider auch sonst niemand, der mir bekannt wäre...
@lucan-7 … wenn ich mal kurz reinrufen darf: Ist - all über all - Egozentrik unser Problem? Und wenn Egozentrik und Macht überwiegend Hand in Hand gehen, dann wird sich langfristig nichts Notwendiges ausreichend positiv ändern - befürchte ich.
Ist - all über all - Egozentrik unser Problem?
Ich denke, ich weiß was du meinst, aber ich bin da gar nicht sicher...
Ein Egozentriker wie Trump will ja auch geliebt und verehrt werden, und das geht nur, wenn er auch Erfolge vorzuweisen hat. Also muss er auch etwas für das Volk tun.
Auch Merz würde mit Sicherheit lieber als der Kanzler in die Geschichte eingehen, der die dringenden Probleme der Zeit gelöst hat - und nicht als der nächste ungeliebte Versager, der glücklos aus dem Amt gekickt wird.
"Egozentrik" und "guter Politiker" schließen sich also nicht notwendigerweise aus... so lange die persönlichen Ziele den politischen Erfolg benötigen.
Wenn das Ziel lediglich darin besteht, Geld zu scheffeln und diversen Freunden lukrative Aufträge zuzuschanzen... dann geht politisch natürlich nichts mehr.
@lucan-7 Egozentrik fängt viel früher an - da du Trump ins Spiel gebracht hast. Und ja, ich befürchte, dass Macht und Egozentrik gerne Hand in Hand gehen - sich wechselseitig befruchten. Macht macht leider gerne blind und - wie ich vermute- verstärkt egozentrische Anteile.
Worum wird es Merz gehen? Um die Sache oder um sein Ansehen? Warum hat er sich zum Kanzler aufstellen lassen? Mag sein, dass ich mich täusche - lautere Absichten kann ich mir keine vorstellen. Eher das Motto: Ich zeig's euch allen.
Auch Merz würde mit Sicherheit lieber als der Kanzler in die Geschichte eingehen, der die dringenden Probleme der Zeit gelöst hat - und nicht als der nächste ungeliebte Versager, der glücklos aus dem Amt gekickt wird.
Klar. Aber warum? Weil er dann besser da steht? Oder weil ihm die Lösung der Probleme so am Herzen liegt? Mir ist schon klar, dass sich das nicht so klar trennen lässt. Ich habe nur den Eindruck, es ging ihm meist mehr um seine Person (Wie steh ich da? Wie komme ich an?) als um die Sache und um die Auswirkungen seiner Politik auf die Bevölkerung.
Worum wird es Merz gehen? Um die Sache oder um sein Ansehen?
Es wird ihm ja jetzt unterstellt, dass er einfach nur beleidigt war, weil Merkel ihn abgesägt hat, und er diese Schmach nicht überwunden hat... und deshalb jetzt selber Kanzler werden wollte.
Das passt natürlich super ins Bild und irgendwie kann man das gut glauben... aber das heisst ja nicht, dass es auch stimmt. Die Wahrheit werden wir hier wohl nie erfahren.
Klar. Aber warum? Weil er dann besser da steht? Oder weil ihm die Lösung der Probleme so am Herzen liegt?
Das ist mir eigentlich egal, solange das Ergebnis stimmt. Ob Merz die Probleme löst, weil er sich aufrichtig um das Land sorgt, oder weil er unbedingt als der bester Kanzler in den Geschichtsbüchern stehen will, das ist mir so lange egal wie das Ergebnis passt.
Aber es passt halt nicht, und es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass Merz einfach der falsche Mann auf dem Posten ist... und zwar unabhängig davon, was seine Motivation ist.
Es nützt ja nichts, wenn er aufrichtig um Deutschland besorgt ist, wenn er dabei nichts zustandebringt... dann lieber einen eitlen Gecken, der sich gerne in den Nachrichten sieht... und dabei das Richtige tut.
Genau da unterscheiden wir uns in der Einschätzung.
einfach der falsche Mann auf dem Posten ist... und zwar unabhängig davon, was seine Motivation ist.
Denn das halte ich für das Entscheidende. Und das erlebe ich auch in den Bereichen, in denen ich mich „Zuhause bin“ und mich auskenne. Wenn die Motivation nicht stimmt, kommt oft auch nichts Vernünftiges bei raus. Andersrum erlebe ich das schon - Motivation kann Wunder wirken.
Denn das halte ich für das Entscheidende. Und das erlebe ich auch in den Bereichen, in denen ich mich „Zuhause bin“ und mich auskenne. Wenn die Motivation nicht stimmt, kommt oft auch nichts Vernünftiges bei raus.
Das stimmt, in der Regel ist das so. Ein unmotivierter Lehrer etwa wird Schülern nicht viel beibringen können.
In der Politik sehe ich das aber etwas anders. Ich denke, dass da auch eitle Selbstdarsteller Erfolg haben können - wenn sie durch entsprechende Strukturen eingehegt werden, also nicht einfach machen können was sie wollen.
Ein unmotivierter Lehrer etwa wird Schülern nicht viel beibringen können.
Das Hauptproblem der Lehrer ist nicht die Motivation, sondern ihre Bubble. Keine Ahnung zu haben ist ok, aber nichts dagegen zu tun ist nicht ok.
Das Hauptproblem der Lehrer ist nicht die Motivation, sondern ihre Bubble. Keine Ahnung zu haben ist ok, aber nichts dagegen zu tun ist nicht ok.
Da stimme ich dir zu... ganz grob würde ich sagen, dass etwa die Hälfte der Lehrer wenig bis gar nicht für ihren Job geeignet ist, weil die nie aus der Schule herausgekommen sind und keine Ahnung vom Leben haben (Und auch nicht davon, wie sie Schüler erreichen und ihnen was beibringen können).
Aber was soll man machen, es gibt ja eh schon zu wenig...
Für die andere Hälfte der Lehrer habe ich jede Menge Respekt... sich in dem Job reinzuknien und wirklich etwas erreichen zu wollen, dazu gehört schon was.
Veröffentlicht von: @lucan-7Das Hauptproblem der Lehrer ist nicht die Motivation, sondern ihre Bubble. Keine Ahnung zu haben ist ok, aber nichts dagegen zu tun ist nicht ok.
Da stimme ich dir zu... ganz grob würde ich sagen, dass etwa die Hälfte der Lehrer wenig bis gar nicht für ihren Job geeignet ist, weil die nie aus der Schule herausgekommen sind und keine Ahnung vom Leben haben (Und auch nicht davon, wie sie Schüler erreichen und ihnen was beibringen können).
Aber was soll man machen, es gibt ja eh schon zu wenig...
Für die andere Hälfte der Lehrer habe ich jede Menge Respekt... sich in dem Job reinzuknien und wirklich etwas erreichen zu wollen, dazu gehört schon was.
Ersetze 'Lehrer' durch 'Politiker'
Ersetze 'Lehrer' durch 'Politiker'
"Fähige Politiker" - also solche, die im besten Interesse des Volkes handeln wollen, nicht nur eines bestimmten Klientels - halte ich für noch viel seltener als fähige Lehrer.
Auch Jens Spahn ist ja als Politiker ausgesprochen "fähig"... aber in erster Linie für seine eigenen Interessen...
@lucan-7 Egozentrik fängt viel früher an - da du Trump ins Spiel gebracht hast. Und ja, ich befürchte, dass Macht und Egozentrik gerne Hand in Hand gehen - sich wechselseitig befruchten. Macht macht leider gerne blind und - wie ich vermute- verstärkt egozentrische Anteile.
Worum wird es Merz gehen? Um die Sache oder um sein Ansehen? Warum hat er sich zum Kanzler aufstellen lassen? Mag sein, dass ich mich täusche - lautere Absichten kann ich mir keine vorstellen. Eher das Motto: Ich zeig's euch allen.
Auch Merz würde mit Sicherheit lieber als der Kanzler in die Geschichte eingehen, der die dringenden Probleme der Zeit gelöst hat - und nicht als der nächste ungeliebte Versager, der glücklos aus dem Amt gekickt wird.
Klar. Aber warum? Weil er dann besser da steht? Oder weil ihm die Lösung der Probleme so am Herzen liegt? Mir ist schon klar, dass sich das nicht so klar trennen lässt. Ich habe nur den Eindruck, es ging ihm meist mehr um seine Person (Wie steh ich da? Wie komme ich an?) als um die Sache und um die Auswirkungen seiner Politik auf die Bevölkerung.
Ja. Aber keine, die jemanden interessieren.
Du machst es einem aber auch nicht leicht mit deinen Endlostexten.
So wird weiter über Spahn oder Merz, AfD oder BSW, Reform oder Reform der Reform disktuiert, während echte Probleme, beispielsweide Klimawandel, KI-Disruption und beschleunigte Akkumulation von Reichtum bei den immer Wenigeren und damit Verarmung der immer Mehreren ausgeblendet werden.
Die AfD hat durchaus etwas mit dem Klimawandel zu tun. Aber wenn dir irgendwelche Themen fehlen kannst du die selbst jederzeit zur Diskussion stellen.
Alle reden über Sachsen-Anhalt, weil sich da angeblich etwas Grundlegendes ereignet habe. Dass aus dem VW-Werk in Osnabrück gerade eine Tötungsgeräte-Fabrik gemacht wird, weil der einstige Exportweltmeister Deutschland im Verlauf des globalen Kapitalismus leider als ideeller Gesamtkapitalist seine Privilegien verliert und sich - huch, Überraschung! - mit dem Verkauf von Verbrennern die ökonomische Herrschaft über Schwächere nicht mehr gesichert werden kann... - Das juckt scheinbar niemanden.
Mich zumindestens nicht. Sachsen-Anhalt ist mir tatsächlich näher als Osnabrück. VW-Kunde bin ich auch nicht, werde ich auch nicht. Das Werk in Osnabrück wird nicht geschlossen, weil VW technologisch den Anschluss verpasst hätte oder noch auf Verbrenner setzt. Das Werk in Osnabrück ist das alte Karmannwerk, dort werden mit Cabrios Produkte hergestellt, mit denen man kein Geld verdient und die als Autotyp für den Massenmarkt leider tot sind.
Dass es niemanden interessiert ist unwahr. Gewerkschaften und Politiker haben sich engagiert. Wenn KI meinen Job frisst, wird keiner von beiden aktiv und du wirst auch kein Wutposting schreiben.
Für einen grossen Teil der Belegschaft wird es einen Arbeitsplatz geben, wenn der Verkauf an den israelischen Tötungsmaschinenhersteller zu Stande kommt. Der Tötungsmaschinenhersteller will dort Teile für den Iron Dome produzieren. Das wäre noch nicht mal moralisch fragwürdig.
Ab der nächsten verdächtigen Flugdrohne an irgendeinem Flughafen wird dann - in Ermangelung weiterer Kulturinstitute und Botschaften, die man noch als Sanktionsmaßnahme schließen könnte - zurückgeschossen, um die Pute in die Schranken zu weisen und weil man ja auch irgendwann mal das Material unter realen Bedingungen testen muss, wenn man's höherpreisig auf dem hart umkämpften Markt etablieren möchte.
Unsinn. Die Rüstungsindustrie braucht keine Tests unter Realbedingungen. Alles was sie herstellen können, kauft Deutschland sowieso.
Dein neues Avatar-Bild - hat das eher einen Bezug zu Köln oder zu Kaiserslautern? Welcher Fußballclub ist gemeint?
FC Kneipe.
Veröffentlicht von: @derelchWoher ist der Kommentar?
Beiläufig aus einem Socialmedia Post, nichts großes, aber ich fand es wert, mal darüber nachzudenken.
Veröffentlicht von: @derelchSchön wäre es. Dem ist aber tatsächlich nicht so.
Landesparlament und Bundestag. Bei bestimmten Gesetzen muss der Bundesrat noch abstimmen.
Veröffentlicht von: @derelchSeit Jahrzehnten geht es darum, das eine Partei oder eine Koalition von mehreren Parteien die absolute Mehrheit der Sitze bekommt und dann entweder Parteipolitik einer oder die Kompromisse mehrerer Koalitionsparteien in Gesetze und Verordnungen gepresst wird.
Genau das ist der Punkt. Ob das in der Praxis gut funktioniert, ist ein anderes Thema, das aber wesentlich etwas anderes ist als die Position, die die AfD hat.
Veröffentlicht von: @derelchDurch die Praxis des Fraktionszwangs wird das Parlament im Allgemeinen und die Opposition im Besonderen weitgehend zur Makulatur.
Das Grundgesetz sieht keinen Fraktionszwang vor. Andererseits ist es für mich nachvollziehbar, wenn Bundestagsmitglieder über eine Partei in den Bundestag kommen, dann auch die Ausrichtung der Fraktion stützen, weil sonst genau das passiert: die Parteien bilden im Verhältnis nicht mehr das Wahlverhältnis ab. Stell Dir vor, Du wählst die SPD und gewählte SPD Abgeordnete stimmen auf einmal für die AfD, würde das die Wahlentscheidung der Wähler abbilden? Aber das ist mehr ein praktischer Gedanke.
Veröffentlicht von: @derelchDie Stimme eines Parlamentsmitgliedes ist nämlich weder seinem Gewissen, noch dem Wähler untergeordnet, sondern seiner Partei.
Rechtlich ist das nicht so. Ansonsten ist jeder Bürger frei, sich unabhängig als Einzelperson über ein Direktmandat in den Bundestag wählen zu lassen. Dann wäre derjenige wirklich völlig frei.
Ich denke die Basis wacht allmählich auf. Neulich war ich auf einem Parteitag und der MdB hat da schon ordentlich Feuer bekommen und Merz auch nicht einmal verteidigt, sondern sich eher entschuldigt. Merz und sein Regenschirmhalter Amthor werden von jedem bestenfalls ausgelacht.
Merz wird keine Wahl mehr gewinnen.
Merz weiß das. Er will aber ohnehin nur Dienstwagenschlüssel und als Bundeskanzler gebauchpinselt werden. Diese Befindlichkeiten sind ihm sicherlich wesentlich wichtiger als das Land oder die Partei, die immer weiter davon entfernt ist unterhalb der Rentnergeneration eine Volkspartei zu sein.
Veröffentlicht von: @kerygmaweil sie dafür von 44% gewählt wurde, könnte ja auch der Einsicht weichen: 66% haben uns nicht gewählt
😅😂🤣
100 minus 44 = ?
Veröffentlicht von: @johnnydMerz weiß das. Er will aber ohnehin nur Dienstwagenschlüssel und als Bundeskanzler gebauchpinselt werden.
Das glaube ich nicht!
Den Dienstwagen kann sich Herr Merz locker selber finanzieren und jeder vernünftige Mensch - und damit auch Merz - weiß, dass das Kanzler-Sein ein Knochenjob ist, der höchst selten mit Bauchpinseleien einher geht…