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Mich interessiert nicht, was die KI dazu sagt...!

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29398

Ich wollte das Thema ja zunächst in den Smalltalk stellen, ich habe dann aber gemerkt dass der Hintergrund womöglich doch etwas ernsthafter ist, also schreibe ich das mal hier rein.

Mir fällt auf, dass immer häufiger Beiträge hier durch KI-generierte Antworten ergänzt werden. Die meisten User achten zumindest darauf, das auch dazu zu schreiben und zu kennzeichnen, immerhin. Und ich bin auch nicht generell gegen KI als solche, manchmal gibt es da schon interessante Antworten und Anwendungsmöglichkeiten - wenn man das schon mal hat, klar, kann man dann auch nutzen. 

Wenn also die KI etwa eine diskussionswürdige Antwort zum Sinn des Lebens liefert und jemand darüber diskutieren möchte... bitte sehr, könnte interessant sein.

Mir fällt aber auf, dass KI-Antworten immer häufiger auch für sachliche Informationen verwendet werden, im Sinne einer Quelle wie Wikipedia oder anderen Informationsquellen. Vor allem dann, wenn es sich um komplexere Themen handelt. Und das halte ich für bedenklich. Denn KI sucht sich die Informationen aus anderen Quellen zusammen, ohne diese zu nennen. Man weiss also gar nicht genau, woher das ganze jetzt kommt... und inwieweit die KI selbst etwas dazu erfunden hat, denn nachvollziehbar ist das nicht.

Ich selber ignoriere inzwischen alles, was hier als KI-generierte Antwort geschrieben wird - vor allem dann, wenn es anstelle einer eigenen Antwort präsentiert wird. Ich finde, dass das auch dem Sinn des Forums als Diskussionsplattform entgegensteht.

Wie gesagt, ich lehne KI nicht grundsätzlich ab, es ist ein nützliches Werkzeug. Aber ich denke, man sollte es in einer Diskussion nur sehr begrenzt einsetzen, wenn überhaupt.

Denn auf Dauer, davon gehe ich aus, wird KI die sozialen Medien praktisch zerstören. Über kurz oder lang wird alles unglaubwürdig werden, und wenn ein erheblicher Teil aller Beiträge auf KI zurückgeht (Und auch der Konsum durch Bots nur vorgetäuscht wird), dann wird das auch für Werbekunden uninteressant. Soziale Medien werden sicher immer bedeutsam bleiben, aber sie werden in den nächsten Jahren aufgrund KI-generierter Beiträge an Bedeutung verlieren, zumindest vermute ich das.

Und ich denke, dass auch ein Forum (Was eh schon eine völlig veraltete Form sozialer Medien darstellt) dadurch weiter an Bedeutung verlieren wird.

 

Wie seht ihr das? Etwas zu übertrieben vielleicht?

 

Antwort
125 Antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @lucan-7

Deshalb mache ich mir auch wenig Sorgen über eine KI, die die Welt beherrscht.

Meine Sorge ist auch nicht die KI, die die Welt beherrscht, sondern diejenigen, die über die KI herrschen. 

 

Veröffentlicht von: @lucan-7

die leider einer üblichen Verschwörungserzählung gleicht, deshalb muss man da sehr aufpassen, dass man sich nicht zu sehr in einer Blase verliert.

Das ist so ein Reflex, der mich auch fasziniert. Es geht um Dinge, die passieren, die nachweisbar, nachlesbar sind. Die zu einem großen Problem werden können - und die Antwort: Ach heidenei, mal keine Verschwörungserzählung draus machen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sowas hats ja noch nie gegeben! 

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nur haben Kommunismus und Planwirtschaft, die ja in der Theorie gar nicht so schlecht klingen, in der Realität überhaupt nicht funktioniert. 

Das ist ein ähnlicher Reflex, der mich ebenso fasziniert. Niemand sprach über Kommunismus und Planwirtschaft. Niemand. Und statt zu sagen: Okay, der Kapitalismus, vor allem in seiner extremen Form, hat unendlich viel Leid über Mensch und Natur gebracht, dieses System wird kollabieren, wir brauchen etwas anderes, das wir kollektiv entwickeln und gestalten möchten und bitte nicht Feudalgesellschaft - wie könnte es aussehen? Werden Systeme als Totschlagargument ins Feld geführt, über die niemand gesprochen hat. So entwickelt man keine Zukunftsbilder sondern schafft Schreckensszenarien und erhält den Status Quo. 

 

 

 

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1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@ina_4321 

Meine Sorge ist auch nicht die KI, die die Welt beherrscht, sondern diejenigen, die über die KI herrschen.

Eben.

Das ist so ein Reflex, der mich auch fasziniert. Es geht um Dinge, die passieren, die nachweisbar, nachlesbar sind. Die zu einem großen Problem werden können - und die Antwort: Ach heidenei, mal keine Verschwörungserzählung draus machen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sowas hats ja noch nie gegeben!

Ich habe nicht die Sorge, dass ich eine Verschwörungserzählung erzeuge - sondern mich aus den falschen Quellen informiere.

Denn wenn ich schon sage, dass es sein könnte, dass Peter Thiel nichts Gutes will und der Mann gefährlich ist - dann bin ich eher dazu geneigt, entsprechend negativen Berichten über ihn Glauben zu schenken.

Und genau so funktionieren ja die Mechanismen einer Verschwörungserzählung. Ich habe schon erlebt, dass da Leute drauf reingefallen sind, die ich eigentlich für sehr intelligent halte. Ich würde also nicht behaupten, dass ich gegen solche Erzählungen immun wäre. Grade dann nicht, wenn es so gut zu meinem Weltbild passt.

 

Das ist ein ähnlicher Reflex, der mich ebenso fasziniert. Niemand sprach über Kommunismus und Planwirtschaft. Niemand.

Wenn es doch so ein "Reflex" ist, dann sollte auch rechtzeitig darüber gesprochen werden. Denn irgendwer wird es garantiert erwähnen.

Für mich sind Kommunismus und Planwirtschaft aber nicht deshalb interessant, weil es so "böse" Ideologien wären, eher im Gegenteil. Beides sind eigentlich prinzipiell gute Ideen - sie sind aber daran gescheitert, dass die Menschen selbst nicht dazu passen. Menschen sind in erster Linie egoistisch und nur um ihr näheres Umfeld besorgt. Menschen arbeiten für sich selbst und für ihre Angehörigen - nicht für ein "Kollektiv". 

Genau deshalb funktioniert ja auch der Kapitalismus so gut. Und deshalb ist es auch so schwer, ein alternatives System zu etablieren. Denn das würde ja in mancher Hinsicht einen Verzicht erfordern. 

Ein neues System müsste erst einmal die Grundversorgung aller Menschen garantieren. Und es muss die Menschen für ihre Tätigkeiten individuell belohnen, wenn sie mehr haben wollen - aber ohne dass es so ausartet wie im Kapitalismus.

Und das Ganze auch noch so, dass die notwendigen Regelungen nicht als Beschränkung der Freiheit empfunden werden und keine Repressionen erforderlich sind... tja. 

Nicht ganz einfach, würde ich sagen.

lucan-7 antworten


Meriadoc
Beiträge : 990

@lucan-7 

 

Es gibt nichts gutes als die gute alte Weisheit und die Liebe.

 

Das hat und wird die KI niemals haben 🙂

meriadoc antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 5779

@lucan-7  Am Wochenende bekam ich den "Bad Rappenauer Heimatbote"  eine jährlich erscheinende Broschüre des örtlichen Heimat- und Museumsvereins in Zusammenarbeit mit der  Stadt Bad Rappenau im nördlichen Baden-Württemberg. Unterschiedliche ehrenamtliche Autoren schreiben ganz unterschiedliche Artikel zur Heimatgeschichte.

Hauptthema in den Artikel ist Max Ulrich Graf von Drechsel.  Er wurde  von Roland Freisler (Volksgerichtshof) im Rahmen den 20 Juli 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tag in Plötzensee erhängt.

 

Warum schreibe ich das?,  Am Ende des Artikels  steht fettgedruckt. 

Dieser Bericht ist ohne Zuhilfenahme von KI entstanden!

jigal antworten
1 Antwort
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

Nachtrag. Mir war Graf von Drechsel unbekannt, eine Schule in Regenstauf im Kreis Regensburg wurde nach ihm benannt. Der Autor des Artikels hat die Bilder auch nicht aus dem Internet, er war dort im Archiv und hatte Gespräche mit Pater Eberhard von Gemmingen-Hornberg SJ. Er war zu Zeiten von Papst Johannes Paull II und Papst Benedikt XVI  Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan.

Es geht mir jetzt auch nicht um eine Diskussion über den 20. Juli, den Volksgerichtshof, der Umgang mit Familien des 20 Juli wäre auch ein ganz neues Thema.

 

jigal antworten


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