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Neulich im Aldi

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Orangsaya
Themenstarter
Beiträge : 2924

 

Die Tage war ich fernab von Zuhause und ohne Auto einkaufen, Ich stand an der Kasse und brauchte eine Plastiktüte. Geärgert hatte ich mich schon, denn ich dachte mir, „jetzt muss du die großen Tüten kaufen, die du überhaupt nicht brauchst.“ Wenn dir mal auf der Straße eine Papiertüte gerissen ist und dein Essen auf der Straße liegt, weißt du warum Plastiktüten einfach besser sind. Das will man nicht haben.

Also schaute ich an der Kasse nach den Tüten und wunderte mich sehr. Die ganz normale Plastiktüte ist wieder da. Es ist tatsächlich die alte Tüte mit einem unauffälligen Unterschied. Auf dem Totenboden steht geschrieben Mehrzwecktragetasche zum mehrfachen Gebrauch. Ansonsten ist es die ganz normale Einkaufstüte, die eigentlich verboten sein sollte. Noch im Aldi erinnerte ich mich an die damaligen Threads bezüglich der Plastiktüten. Die waren ja sehr lang. Antiliberalisten wollten, mit Todschlagargumenten bestückt, unbedingt die Plastiktüte verboten wissen.

Mein Verhältnis zu den Plastiktüten war ungefähr so. Ich habe samstags eingekauft uns immer Leinentaschen mitgenommen. Das war keine Frage für mich. Reichten die Leinentaschen nicht, dann habe ich einen Karton genommen. Nachhause transportiert habe ich die Sachen mit dem Auto. Wahrscheinlich war das so, wie es der Durchschnitt machte. Das Plastiktütenverbot traf mich im Grunde nicht. Allerdings wunderte ich mich, was verboten werden sollte. Ich überlegte mir, welche Gesetze gemacht wurden, die für die Katz waren, weil sich die Menschen ihr Leben nicht diktieren lassen wollten. Da fiel mir der Kassenbon ein. Vom Gesetz her, muss ich unaufgefordert einen Bon bekommen, wenn ich mir ein Brötchen kaufen will, dass ich sofort essen will. Die Folge des Gesetz war anfänglich, die Bons floge in der Bäckerei auf dem Boden herum, weil niemand den Beleg haben wollte. Mittlerweile kaufe ich ein Brötchen wie zuvor. Ich sage meinen Wunsch, die Verkäuferin gibt mir das Brötchen. Ich zahle das Brötchen und fertig. Genauso ist es am Kiosk, an der Tankstelle, wenn ich nur eine Coffee to go hole, in der Imbissstube, usw. Das war ein Gesetz, dass keiner haben wollte und nur ein Störfaktor für den Alltag ist.

 

Nun hört man immer wieder mal Gesetze würden eine Moral schaffen. Das stimmt auch bedingt. Die Wirklichkeit ist aber, dass man vielleicht Gesetze hinnimmt, auch wenn man sie komisch findet, aber Gesetze schaffen auch einen Widerstand. Keinen offenen Protest, die Menschen ignorieren einfach das Gesetz und machen ihr Ding. Wie bei den Kassenbons.

Es wurden ja in den letzten Jahren Gesetze gemacht, die beim Bürger gegen die Moral waren, aber in einem gewissen Rahmen werden sie hingenommen, weil es ohnehin zwar nicht gut gefunden wurden, aber trotzdem toleriert. Habt ihr da Beispiele, wie seht ihr das?

Auch ja, vor dem Posten fällt mir gerade das Strohhalmverbot ein. Strohhalme werden im Alltag kaum verwendet. Ich hatte zwar immer ein Päckchen in der Schublade. Sie fanden aber kaum Anwendung. Vielleicht mal, wenn Kinder im Haus sind. Sonst benutzte ich Strohalme nur, wenn ich mir unterwegs gekauft habe. Meisten war es eine Tüte in der ein Getränk war und an der Tüte vom Werk her, schon ein Strohhalm an der Tüte war. Es war hier im Forum mal kurz Thema. Da spürbar wohl der Konsens mit einigen. Es trifft mich nicht, dass Verbot ist allerdings komisch. Der Konsens war also ein tolerieren des Gesetz. Natürlich gab es auch die Ansicht, das die Strohhalme tonnenweise ins Meer gespült werden und deswegen unbedingt verboten gehören. Aber eine breite Einsicht über die Notwendigkeit konnte ich nicht erkennen.

Wie weit darf/sollte der Staat bei ihrer Gesetzgebung gehen.

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17 Antworten
Queequeg
Beiträge : 3368

@orangsaya 

Wenn die Menschen sich schlicht vernünftig verhalten würden, brauchte es solche Gesetze nicht.

queequeg antworten


Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 1160

@orangsaya

Veröffentlicht von: @orangsaya

Antiliberalisten wollten, mit Todschlagargumenten bestückt, unbedingt die Plastiktüte verboten wissen.

 

Du kannst nicht alle in eine Schublade stecken. Nur weil jemand in der Frage der Plastiktüten gegen jene ist, heisst das ja noch lange nicht, dass es sich deswegen um einen Antiliberalisten handelt.

 

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wenn dir mal auf der Straße eine Papiertüte gerissen ist und dein Essen auf der Straße liegt, weißt du warum Plastiktüten einfach besser sind.

 

Mir ist einmal im Leben eine Papiertüte gerissen. Ich war mit dem Fahrrad einkaufen und es regnete. Das war vor 30 Jahren. Ja, es war äusserst unangenehm, aber trotzdem ein einmaliges Ereignis.

Seither ist die Qualität der Papiertüten zumindest hier in der Schweiz deutlich besser geworden. Sie machen mir nicht den Eindruck, als dass sie heute noch reissen würden, selbst bei einem - aktuell ziemlich rar gewordenen - Regenguss nicht.

 

Veröffentlicht von: @orangsaya

Die ganz normale Plastiktüte ist wieder da.

 

Bei uns in der CH ist es so, dass Tüten seit einigen Jahren etwas kosten. Ich weiss es nicht genau, aber ich meine, die ganz kleinen Plastiktüten kosten nur 5 Rappen und je nach Grösse und Material bis zu 50 Rappen. ME klappt das ganz gut.

Ich kaufe immer mit Rucksack ein und habe ein, zwei Tüten dabei, falls der Platz nicht ausreichen sollte. Diese Tüten habe ich sehr lange in Gebrauch.

 

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wie weit darf/sollte der Staat bei ihrer Gesetzgebung gehen.

Kannst du wohl kaum generalisieren. In Bezug auf die Plastiktüten finde ich die Regelung wie wir sie hier in der CH haben gut.

Es kommt immer auch darauf an, wie ein Gesetz in der Praxis umgesetzt wird, resp. wie es umsetzbar ist. Das Gesetz oder die Idee, die dahinter steckt, kann ja sehr angebracht sein.

 

tamaro antworten
1 Antwort
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@tamaro Ökologisch schneidet eine Papiertüte nicht deutlich besser ab als eine Plastiktüte.

Ich sehe ein Hauptproblem der Plastiktüte oder überhaupt von Plastikabfall besonders dort, wo Tiere sich darin verfangen können, weil es Schlaufen gibt, die sich um den Hals oder um die Schnauze/den Schnabel legen können und so das Tier vom lebensnotwendigen Dingen abschneiden.

goodfruit antworten
Jack-Black
Beiträge : 2176

@orangsaya Antiliberalisten wollten, mit Todschlagargumenten bestückt, unbedingt die Plastiktüte verboten wissen.

 

Antiliberalisten? Also Abtreibungs- und Homoehen-Gegner, oder wer jetzt? Und deren Argumente bezogen sich auf das Schlagen des Todes? Was man so alles nicht mitbekommt dieser Tage, es ist gar zu verwirrend!

Am Popo Totschlagargument, hier haben wir eins: Klick me!

jack-black antworten
3 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@jack-black Bei dem vielen Plastik im Meer frage ich mich, wie das dahinkommt.

Ich bin an der Küste aufgewachsen und auch früher gab es schön vereinzelnt Plastikteile im Treibgut. Der Menge nach dürfte das Zeugs sein, was von Schiffsverkehr einfach über Bord gegangen ist (was natürlich auch nicht sein darf).

Irgendwo müssen diese Mengen ja herkommen - und da kann ich mir einfach nur vorstellen, dass diese unter Brechen von Gesetzen und Regeln ins Meer gelang sind - also verklappt wurde oder ohne hinreichende Ladungssicherung verschifft wurden.

So etwas ist dann ja aber eigntlich nicht das Problem des Produktes sondern ein verbrecherischer Umgang mit dem Produkt. Die Lösung wären hier bessere Überwachung und drakonische Strafen für Straftäter, die überführt werden konnten.

 

Im übrigen gibt es Punkte im Meer, wo durch die Strömung sich Plastik ansammelt. Das ist dann kein repräsentatives Bild des Zustands des Meeres sondern es ist einfach ein Ort, wo die Strömung akummuliert - und wo entsprechend die Chance gut wäre, das Zeugs dem System wieder zu entziehen (ähnlich eines zusammgefegten Haufens, den man mit einem Kehrblech und nem kleinen Besen aufnimmt, um es dann der geordneten Entsorgung zu übergeben).

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@goodfruit 

Bei dem vielen Plastik im Meer frage ich mich, wie das dahinkommt.

Ich bin an der Küste aufgewachsen und auch früher gab es schön vereinzelnt Plastikteile im Treibgut. Der Menge nach dürfte das Zeugs sein, was von Schiffsverkehr einfach über Bord gegangen ist (was natürlich auch nicht sein darf).

Irgendwo müssen diese Mengen ja herkommen - und da kann ich mir einfach nur vorstellen, dass diese unter Brechen von Gesetzen und Regeln ins Meer gelang sind - also verklappt wurde oder ohne hinreichende Ladungssicherung verschifft wurden.

Nein... wäre ja schön, wenn es so einfach wäre. Aber das meiste Plastik im Meer stammt ursprünglich vom Land:

 

Wie kommt das Plastik ins Meer?

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@lucan-7 Danke, Lucan,

Das ist eine interessante Veröffentlichung.

Ich habe auch noch was gefunden:

https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/global-plastic-navigator

Wenn man da mal schaut, wo wir Quellen von wirklich gravierendem Ausmaß haben, dann ist da in Europa grad mal einmal die Rheinmündung mit ca. 1 Tonne je Jahr - was sicher zu viel ist.

Allerdings relativiert sich die Sache, wenn man global schaut.

Auf der einen Seite wäre es falsch, aufzuhören, nach dem Müllproblem zu schauen und Lösungen zu suchen - andererseits sollte uns bewußt sein, dass selbst eine massive Verbesserung bei uns global sie Situation so gut wie überhaupt nicht verändern würde (was für sehr viele Bemühungen, eine umweltfreundlichere Wirtschaft zu etablieren, genauso gilt).

Einen wirklich massiven Durchbruch können wir nur erwarten, wenn uns die Entwicklung einer Verpackungstechnologie gelingen würde, die disruptiv alles davor gewesene ersetzt. Das könnte sich dann auch schnell global durchsetzen.

Die großen Lösungen wird es nie durch Vermeiden sondern immer nur durch innovatives Ersetzes geben. Die Voraussetzung hierfür sind: Freiheit, Bildung, Förderung von Innovationen, was nicht nur bedeutet, dass neue Technologien nicht nur nicht sabotiert sondern darüber hinaus auch noch gefödert werden.

An sich hätte Deutschland hier die Chance, gute Beiträge zu liefern. Aber offenbar sind wir bürokratisch so blockiert und außerdem unfähig, Sabotage von disruptiven Ansätzen zu unterbinden, so dass wir unsere Vorbildfunktion nicht wahrnehmen werden und aus diesem Land keine neuen technolgischen Impulse zu erwarten sind. Dabei wäre genau dies in der aktuellen politischen wie wirtschaftlichen Situation unsere einzige Überlebenschance!

goodfruit antworten


mmieks
 mmieks
Beiträge : 1003

@orangsaya 

Ich trinke grundsätzlich nur mit Plastikhalm. Es geht gar nicht anders als Spastiker und es sicher mehr Leute, denen es ähnlich geht.  In Lokalen muss ich sie schon selber mitnehmen. Die Alternativen sind alles so steifes Zeug, für hohe Gläser viel zu kurz und brechen sehr leicht. Das absolute Verbot finde ich doof - denn die Schnabelhäferl sind - auch aus Plastik

Für Plastiktaschen gibt es genügend Alternativen. Mir ist allerdings in Kleidergeschäften schon passiert, auch in Schuhgeschäften, dass ich die dazu gehörende Plastiktasche mitnehmen musste, obwohl ich sichtbar einen Rucksack mithatte.

 

mmieks antworten
Orangsaya
Themenstarter
Beiträge : 2924
Veröffentlicht von: @queequeg

Wenn die Menschen sich schlicht vernünftig verhalten würden, brauchte es solche Gesetze nicht

Da hast du durchaus Recht. Die andere Frage ist, inwiefern staatliche Regulierungen greifen. Vereinfacht gesagt, wer Müll in den Wald wirft, der wird sich durch ein Plastiktütenverbot auch nicht davon abhalten lassen, seinen Müll einfach weg zu werfen. Ist es von der Relation her gerechtfertigt hunderten Millionen von Bürgern Dinge die im großen und kleinen nützlich sind, zu verbieten? Die Unverbesserlichen erreicht man nicht mit Verboten. 

Innerhalb der EU gab und gibt es wohlmöglich Länder, bei denen die Müllentsorgung schlecht ist. Die Ländern wurde allerdings mit EU Hilfen unterstützt. Das ist sinnvoll und eine ganze andere Liga. Wir in Deutschland hatten vor etwas dreißig Jahren strengere Gesetze für die Müllentsorgung. Die Folge war, dass in kürzester Zeit sich die Müllgebühren verdoppelten, aber auch die alten Müll kippen sind weg. Der Müll in unserem Land wird jetzt getrennt, sortiert und verbrannt. Der kleine Rest wird heute geschützt gelagert.

Veröffentlicht von: @tamaro

Du kannst nicht alle in eine Schublade stecken. Nur weil jemand in der Frage der Plastiktüten gegen jene ist, heisst das ja noch lange nicht, dass es sich deswegen um einen Antiliberalisten handelt.

Das ist ein Missverständnis. Ich teile nicht die Gesellschaft in Liberale und Antiliberale auf. Als ich den Thread aufmachte, hatte ich so manchen Beitrag in Erinnerung. Gar nicht mal den User, der es schrieb. Ja und so mancher Beitrag, was alles Verboten werden müsste, ist schon mächtig antiliberal. Auch wenn er es nicht gerne hört, weil es vielleicht nicht sein Anspruch ist.  Im virtuellen Leben nimmt man auch die Menschen anders wahr als im analogen Leben. 

Veröffentlicht von: @tamaro

Mir ist einmal im Leben eine Papiertüte gerissen. Ich war mit dem Fahrrad einkaufen und es regnete. Das war vor 30 Jahren. Ja, es war äusserst unangenehm, aber trotzdem ein einmaliges Ereignis.

Seither ist die Qualität der Papiertüten zumindest hier in der Schweiz deutlich besser geworden. Sie machen mir nicht den Eindruck, als dass sie heute noch reissen würden, selbst bei einem - aktuell ziemlich rar gewordenen - Regenguss nicht.

Schon vor dem Verbot gab es ja vermehrt Papiertüten. In Deutschland ist es ebenso, dass sich die Tüten verbessert haben. Das Problem bei Regen ist wohl noch geblieben. Ich bin kein großer Einkaufstaschennutzer. Ich nehme seit ungefähr den Achtziger Jahren meine Tüten beim Einkaufen mit. Zuerst waren es Baumwolltaschen, dann Leinentaschen, weil diese länger hielten und jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass es vorwiegend sehr stabile Plastiktaschen sind. Das habe ich bis eben gar nicht gemerkt. 

Nur mal am Rande. Papiertüten haben auch ein Problem mit Mikroplastik gerade die stabileren könnten mehr Plastik inne haben. 

Veröffentlicht von: @tamaro

Kannst du wohl kaum generalisieren. In Bezug auf die Plastiktüten finde ich die Regelung wie wir sie hier in der CH haben gut.

Es kommt immer auch darauf an, wie ein Gesetz in der Praxis umgesetzt wird, resp. wie es umsetzbar ist. Das Gesetz oder die Idee, die dahinter steckt, kann ja sehr angebracht sein.

 

Ich kenne das Gesetz in der Schweiz nicht. Das Plastiktütenverbot ist eine EU Richtlinie und möglicherweise muss sich die Schweiz dem ungefragt anpassen. Es ist ja so, dass die Schweiz offene wirtschaftliche Beziehung mit der EU haben will. Das ging auch, aber nicht bedingungslos. 

Das sehe ich völlig anders. Die erste Frage muss immer sein, was für eine Wirkung hat meine Reglung für eine freie Gesellschaft. Das wir auch unterschiedlich gemacht. Solche Verbote, wie Menthol in den Zigaretten, Verbot von Strohhalmen, Plastiktüten usw., sind noch Peanuts. Wenn sich das fortsetzt und nicht nur zu Themen, die dir wichtig sind, sieht unsere freie Demokratie anders aus. Ich denke im Ernst. Reglungen sind wichtig, aber genauso wichtig ist es zu hinterfragen, ob es nötig ist. Es ist nicht so, dass ich unser System gefährdet sehe, oder dagegen irgendein Aktivismus nötig ist. Die gelben Westen können ruhig im Baumarkt bleiben. 😉 

 

Veröffentlicht von: @jack-black

 

Antiliberalisten? Also Abtreibungs- und Homoehen-Gegner, oder wer jetzt?

Mir ist es ein Rätsel, wie du von Plastiktüten auf Abtreibung kommst. Selbst, wenn man wohlwollend denkt und eine Abtreibung mit dem Thema Entsorgung verknüpft, ist es schwer dir da zu folgen. Es gibt keine Kausalität zwischen Plastiktüte und Abtreibung. 

Nur ganz kurz, hierzu gibt es ja einen anderen Thread. Die Frage der Abtreibung ist keine, oder wenig eine Frage der Liberalität. Es ist vielmehr eine Frage, ab wann man ein Leben für nicht mehr erhaltenswert sieht, dass man es auf Wunsch töten kann.

Veröffentlicht von: @jack-black

Und deren Argumente bezogen sich auf das Schlagen des Todes? Was man so alles nicht mitbekommt dieser Tage, es ist gar zu verwirrend!

Am Popo Totschlagargument, hier haben wir eins: Klick me!

Bist du im falschen Thread, oder kennst du nicht den Begriff Todschlagargument. Das hat nicht mit jemanden Tod schlagen zu tun. Totschlagargument ist etwas, wie dein Bild. Der Zusammenhang zwischen deinem Bild und meiner Tüte aus dem Aldimarkt ist äußerst bescheiden. In der Werbung nennt man solche Methoden, wie deine Schockwerbung. Da wird ein Bild gezeigt, dass kaum, oder keinen Zusammenhang zum Werbeziel hat, aber es löst was aus. Natürlich will keiner solche Probleme. Das Problem, warum es solche Flächen im Meer noch gibt, liegt kaum an Europa. Es liegt ehr an Afrika und Fernost, aber da wird mittlerweile auch immer weniger im Meer verklappt. 

 

Das eigentliche Thema ist eigentlich der Punkt, dass Gesetze geschaffen werden, die vom Volk nicht angenommen werden. Die Menschen machen dann einfach ihr eigenes Ding. Wie zum Beispiel die Pflicht eines Kassenzettels. Die Dinger flogen einfach nur im Laden, oder sonst wo herum, weil sie für eine Bagatelle keinen Kassenzettel wollten. Jetzt ist es so, dass in den Läden kein Kassenzettel herausgegeben werden. Aber zurück zu deinem Bild. 

 

Ist dir eigentlich aufgefallen, dass dein Bild schockt, aber dass Plastik im Meer nichts damit zu tun hat. Auch nicht in dem Artikel der auf das Bild folgte. Hier ging es vielmehr um die Meeresströmung und warum sich Müll an bestimmten stellen sammelt. Das Plastik im Meer setzt sich ganz anders zusammen und nicht so, wie auf deinem Foto.

 

Es setzt sich wie folgt zusammen:

35% Textilen 

28% Reifen 

24% Stadtschmutz

Der Rest setzt sich im einstelligen Bereich zusammen. 

7% Straßenmarkierung, 3,7 Prozent Schiffslack, 2% Kosmetik. 

Es zeigt, dass das Problem wenig mit deinem Foto zu tun hat. 

Du spülst mit deinem Abwasser vermutlich  mehr Dreck ins Meer, als die Strohalme ein Problem sind. 

Man kann auch sagen, es geht auch um die Frage, haben wir einen staatlich geregelten Konsum, oder haben wir eine Konsumdemokratie?

 

Veröffentlicht von: @mmieks

Ich trinke grundsätzlich nur mit Plastikhalm. Es geht gar nicht anders als Spastiker und es sicher mehr Leute, denen es ähnlich geht.  In Lokalen muss ich sie schon selber mitnehmen. Die Alternativen sind alles so steifes Zeug, für hohe Gläser viel zu kurz und brechen sehr leicht. Das absolute Verbot finde ich doof - denn die Schnabelhäferl sind - auch aus Plastik

 

Das Problem kenne ich. Als jugendlicher hatte ich viele Freunde, die wegen ihrer Behinderung internatsmäßig untergebracht waren. Allerdings war in der Anfangszeit der Kontakt zu einem Normalo vom Internat nicht gewünscht. Wir saßen dann neben dem Internat zusammen, oder waren in der Stadt. Aber von der Seite ist mir die Problematik nicht fremd. Kannst du noch Plastikhalme kaufen, oder sind es nur Restbestände?

Veröffentlicht von: @mmieks

Für Plastiktaschen gibt es genügend Alternativen.

Das es genügend Alternativen gibt, ist offensichtlich. Ich benutze in der Regel schon lange Mehrwegtaschen. Die Frage ist, ob man es den Menschen verbieten sollte Plastiktaschen zu verbieten und ob es das Ziel erreicht. Schau, bevor  Plastiktüten verboten wurden, gab es schon immer weniger Menschen, die so eine Plastiktüte wollten. Es wurden Mehrwegtaschen und Papiertaschen Verkauft. Offensichtlich gibt es Kunden, die die alte Plastiktüte wieder wollten. Vermutlich verwenden sie auch für weitere Dinge und jetzt fehlt es. Aldi hat gewiss nicht aus politischen Gründen die "verbotenen" Plastiktüten wieder eingeführt, sondern aus kaufmännischen Gründen. Die Kunden wollen das. Jetzt ist mit einem kleinen Kunstgriff die Plastiktüte wieder da. Auf der Tüte stand das, was sie ohnehin damit machten. Mehrfache Nutzung. 

Das im Kaufhaus ist klar. Die Taschen sind ein Signal für die Mitarbeiter, dass die Sachen gekauft sind. Sind es größere Gegenstände, dann wird ein Plastikband draufgeklebt. So kannst du ohne gestoppt zu werden aus den Laden. 

orangsaya antworten
3 Antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1160

@orangsaya 

Ich kenne das Gesetz in der Schweiz nicht. Das Plastiktütenverbot ist eine EU Richtlinie und möglicherweise muss sich die Schweiz dem ungefragt anpassen. Es ist ja so, dass die Schweiz offene wirtschaftliche Beziehung mit der EU haben will. Das ging auch, aber nicht bedingungslos. 

Zuerst: Ich habe dir ein Like gegeben, um die Ausführlichkeit deiner Antwort anzuerkennen.

 

Zur EU: Diese Denke bzgl. Schweiz/EU ist klassisch - aber falsch. Die EU profitiert unter dem Strich ganz dicke von UNS. .. und nicht wir von der EU! Die EU will ebenso offene wirtschaftliche Beziehungen mit uns haben. Wir sind nicht so klein und unscheinbar, wie Ihr Deutschen das immer denkt! Das musste schon Nicolas Hayek den vielen in dieser Hinsicht ungläubigen Schweizern immer wieder klarmachen.

Die EU und die Deutschen wollen/können das einfach nicht kapieren! Und so lange die EU so unsagbar stur bleibt und uns in keinster Weise entgegenkommen will (Stichwort Rahmenabkommen), wollen wir mit diesem Staatenverbund, der uns sowieso nur aussaugen und uns unserer Freiheit berauben will, NICHTS zu tun haben!

... und wir übernehmen EU-Gesetze ganz sicher nicht einfach ungefragt!

Bzgl. Plastiktaschen haben wir in der Schweiz eine Regelung (kein Gesetz/Verbot), die auf Eigenverantwortung setzt. So kann die Wirtschaft selbst Massnahmen ergreifen.

https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/ressourcen/3997-plastiktueten-verbot-in-der-schweiz.html

 

tamaro antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1003

@orangsaya Unsere  Großküche har andere Quellen, an diese Dinger zu kommen. Sie sagt, dass wir noch ca. 3 Jahre auskommen. Die Entsorgung ist schon ein Problem.

Die neuesten Errungenschaften sind Vorrichtungen am Rollstuhl, wo jeder seinen Plastikbecher mitnehmen kann, wenn er  unterwegs ist.

Bei Plastik gibt es ja vieles Alltägliches: Zahnbürsten, Tuben, Kosmetikdosen, Aufbewahrungsbehälter etv. Ob es dafür mal leistbare Alternativwb gibt`? Oder das Scghulzeug für die Kinder?

 

mmieks antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@orangsaya 

Das eigentliche Thema ist eigentlich der Punkt, dass Gesetze geschaffen werden, die vom Volk nicht angenommen werden. Die Menschen machen dann einfach ihr eigenes Ding.

Und deine Schlussfolgerung lautet jetzt, dass man solche Gesetze, die nicht angenommen werden, einfach gar nicht erst erlassen sollte?

Ich schätze mal es gibt niemanden in Deutschland, der die Hintergründe aller Gesetze zu 100% durchschaut... gerade wenn es um Dinge wie Grenzwerte und dergleichen geht.

Es ist schon klar, dass da auch viel Unsinn verzapft wird (Ich könnte da selber Beispiele nennen bezüglich Abfallbeseitigung), aber natürlich kann man komplexe Themen nicht dem Bauchgefühl des Volkes überlassen, da müssen dann eben Experten ran... dafür haben wir sie ja!

 

 

lucan-7 antworten


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