Nobelpreis für Trump. Vorgeschlagen vom [gestrichen] Netanjahu
Netanjahu hat formell seinen Vorschlag für den Friedensnobelpreis eingereicht. Für Donald Trump.
Woooouuuw
Das ist so, als ob Xi den Putin vorschlägt.
Was für *pioeeeeeep* regieren hier nur.
Wer ist auch für Trump? ALLES für Israel ist hier die Parole.
Netanjahu hat formell seinen Vorschlag für den Friedensnobelpreis eingereicht. Für Donald Trump.
Na und?
1939 wurde Adolf Hitler vom schwedischen Reichstagsabgeordneten Brandt für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen (Was allerdings als Protest zu verstehen war).
Vorschläge sind keine Auszeichnungen.
Da sieht man, man versteht nicht den Sinn und Zweck des Friedensnobelpreises nicht.
Aus Wiki
Der Friedensnobelpreis ist der wichtigste internationale Friedenspreis und eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises. Nach Maßgabe des Stifters soll er an denjenigen vergeben werden, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat.
Da sieht man, man versteht nicht den Sinn und Zweck des Friedensnobelpreises nicht.
Doch. Das war damals als Protest gegen die Nominierung Chamberlains gemeint.
Und Netanjahu verfolgt damit rein politische Interessen. Das ist auch so offensichtlich, dass es sich nicht lohnt, sich darüber aufzuregen.
Ach so, weil Chamberlain und Hitler mit dem Münchner Abkommen den Frieden gerettet haben … die eine Nominierung weist auf die andere hin und zeigt, wie falsch die ist.
So war es wohl gemeint... ob das jetzt eine gute Idee war, darüber kann man sich sicher streiten.
Das Münchener Abkommen hat den Frieden nicht gerettet. der Krieg kam trotzdem
@lucan-7 Hitler war 1938 Mann des Jahres der Time. aber Meriadoc will ja nur provozieren. In irgendeinem Interview sagte einer die deutschen Medien schreiben gerne bei der Haaretz ab. Das ist eine linke Zeitung. Von da aus gesehen ist Bibi rechts. Es gibt im Bundestag sicher Leute die weiter rechts sind als er. Aber für manche war Franz-Josef-Strauß rechts.
Ein ziemlich krumpliger Artikel. Wenn Netanjahu Faschist wäre, bräuchte er die rechtsextremen Steigbügelhalter nicht. Der Begriff Faschismus ist zwar nicht haarscharf definiert, aber Netanjahu erfüllt viele der gängigen Merkmale nicht. Trump ist zum Beispiel da wesentlich näher am Faschismus.
Wenn Netanjahu Faschist wäre, bräuchte er die rechtsextremen Steigbügelhalter nicht.
Komische Begründung. Das er nichts gegen sie hat, könnte auch schon ausreichen, um ihn als solchen definieren zu wollen.
Komische Begründung.
Netanjahu ist alles andere als ein unbestrittener Führer. Er braucht die Rechtsextremen einfach, um an der Macht zu bleiben. Das Israel mag von Rechtsextremen regiert werden, ist aber trotzdem kein faschistischer authoritärer Staat.
@derelch Richtig. Israel ist ein Rechtsstaat.,das sieht man an Ehud Olmert, ein ehem. Ministerpräsident der verurteilt wurde. Das Problem der deutschen Presse sind die Quellen. Ich weiß nicht ob die Haaretz eher "Vorwärts" als "Neues Deutschland" ist. also wie weit links. Die Korrespondenten der ARD bevorzugen angeblich die Haaretz. Netanjahu ist konservativ, populistisch aber kein Faschist. Aber das behaupten eben auch Leute die sagen Gaza wäre ein Freiluftgefängnis. ach ne die sagen gar das wäre ein KZ. Gebaut wrude die Mauer, da die Leute in Gaza Terroristen an die Regierung gewählt haben und der Grenzübergang nach Ägypten ist stärker gesichert als die Grenzübergänge nach Israel. Auch möchte er kein Land erobern. Auf Bibel TV habe ich zum Thema Westjordanland eine Sendung gesehen. Israel ist zu diesem Gebiet gekommen wie Polen zu Danzig oder Schlesien. Davor war die Westbank ab 1952 ein Teil von Jordanien. Das von Linken angeführte Argument zu den Siedlungen es wäre verboten Bevölkerung in besetzte Gebiete zu tranferieren passt auch nicht. Dieser Teil der Konvention wurde beschlossen, weil Stalin ganze Volksgruppen verschoben hat. Die Russlanddeutschen lebten nicht in Kasachstan oder Sibiren. Die lebten an der Wolga und Stalin hatte Angst die würden deutsche Truppen unterstützen. Hitler hat Südtiroler die für Deutschland gestimmt haben nach Polen in den Warthegau umgesiedelt. Kein Israeli der in der Westbank lebt wurde dahin verschleppt. Die leben dort freiwillig. Den Rechtsstaat sieht man in der Sendung auch. Es wird eine Siedlung angesprochen, als sich herausstellte das Land gehört jemand hat ein israelisches Gericht den Abriss der Wohnblöcke durchgesetzt. Israel ist nicht auf eine Gebietserweiterung aus.. Man hat Gaza 2005 in der Hoffnung auf Land gegen Frieden geräumt. Die Ägypter wollten nur den Sinai wieder haben. Also eine Expansion a la Lebensraum im Osten ist kein Interesse Israels.
Israel ist ein Rechtsstaat.,das sieht man an Ehud Olmert, ein ehem. Ministerpräsident der verurteilt wurde.
Erstens war es eben ein ehemaliger Ministerpräsident und keiner im Amt und zweitens ist das schon 13 Jahre her und lange bevor die Regierung Netanjahu angefangen hat, die Unabhängigkeit der Justiz zu untergraben. Wieviel Rechtsstaat in Israel noch steckt wird sich zeigen, wenn Netanjahu dann doch noch vor Gericht antraben muss.
Das Problem der deutschen Presse sind die Quellen. Ich weiß nicht ob die Haaretz eher "Vorwärts" als "Neues Deutschland" ist. also wie weit links. Die Korrespondenten der ARD bevorzugen angeblich die Haaretz.
Das Problem vielleicht auch deine Quellen.
Netanjahu ist konservativ, populistisch aber kein Faschist.
Der Mann ist nicht einfach konservativ. Der Mann koaliert mit Rechtsextremen, die offen von Vertreibung und Annexion reden.
Aber das behaupten eben auch Leute die sagen Gaza wäre ein Freiluftgefängnis.
Was ist es denn sonst? Selbst DDR-Bürger hatten mehr Bewegungsfreiheit.
Auch möchte er kein Land erobern.
Hat Israel bereits. Annexionsbegehren und -pläne von besetzten Gebieten gibt es zuhauf.
@derelch auch einen Meinung. meine Quellen sind eben nicht ähnliche dem Neuen Deutschland.
Es gibt genügend konservative Israelis die wären laut Johannes Gerloff oder ICEJ das Westjordanland gerne los und müssten sich nicht mehr darum kümmern.
Gaza ist kein Freiluftgefängnis. Es gab tausende Leute die täglich über die Grenze nach Israel gingen um dort zu arbeiten. Leider haben sie auch gemeldet was sie in den Kibbuzim gesehen haben. Wo Häuser sind etc.
Da wurden linke Friedenaktivisten abgeschlachtet die ein gutes Miteinander wollten.
meine Quellen sind eben nicht ähnliche dem Neuen Deutschland.
Nicht? was ist der Unterschied?
Es gibt genügend konservative Israelis die wären laut Johannes Gerloff oder ICEJ das Westjordanland gerne los und müssten sich nicht mehr darum kümmern.
Die Leute sitzen aber nicht am Hebel. Man "kümmert" sich derzeit mit dem Bau von Siedlungen und auch Anexionen sehr gern ums Westjordanland.
Gaza ist kein Freiluftgefängnis. Es gab tausende Leute die täglich über die Grenze nach Israel gingen um dort zu arbeiten.
Wow. 2.5% der Bevölkerung Gazas durften zum Arbeiten raus. Aber nur wenn es Israel auch in den Kram passte. Die anderen durften eben nicht raus. Nirgendwo hin.
@derelch Ein Faschist ist etwas anderes, das mit dem Rechtssystem ist bekannt. Aber auch daran erkennt man es ist ein Rechtsstaat. Die Demonstrationen dagegen waren ja heftig.
Wenn man sieht wie oft vor dem Terrorakt innerhalb eines Jahres in Israel gewählt wurde dann spricht das für die Demokratie.
Die Autonomiegebiete haben einen Wahlperiode von 4 Jahren und ich glaube es war 2005 als die letzte Wahl war.
Wer meint man würde Jerusalem an die Araberzu geben ist weltfremd. Ebenso kann man es nicht mehr riskieren von den Golanhöhen aus beschossen zu werden.
Für die Demokratie sprechen auch die arabischen Parteien in der Knesset und Abgeordnete die eindeutig gegen Israel sind. Ein Faschist würde das nicht zulassen.
Es steht mir fern Herrn Netanjahu gut zu finden, ich müsste ihn auch nicht verteidigen, mache ich bei den deutschen Regierungen eher auch nicht. Aber zwischen konservativ und Faschist sind Welten, er ist eher CSU als AFD und ganz sicher keine NSDAP.
Es hat seinen Grund warum ein Mod das Faschist gelöscht hat.
Nicht jeder Faschist ist NSDAP. Die italienischen Faschisten waren es nicht (und von denen kommt der Name ja her!), die waren zwar antisemitisch, aber haben keinen Holocaust verübt. Es gab ja auch den katholischen Faschismus des Kroaten Pavelić, etc.
Von daher kommt dann auch die in Italien zeitweise verbreitete Ansicht »wir waren die Guten« (als ob die »Heimat« [früher NPD] eine gute Partei wäre, nur weil sie keine Nazis sind 😉 ).
Trump ist kein Faschist, weil er zu wenig systematisch denkt, um eine faschistische Ideologie zu entwickeln. Vermutlich ist »faschistoid« ein passender Begriff für ihn.
Ob Netanjahu ein Faschist ist? Eine Justizreform in Israel wäre nicht schlecht, das Oberste Gericht hat zu viel Macht (v.a., weil es keine geschriebene Verfassung gibt). Aber die Reform, die Netanjahu will, geht zu weit: Überstimmen des Obersten Gerichts entspricht einer Verfassungsänderung, die sollte nicht mit einfacher Mehrheit möglich sein. Das erinnert schon an PIS oder Orban - und wo wird das enden, wenn Netanjahu die Reform durchbekommt?
Annexionsbegehren und -pläne von besetzten Gebieten gibt es zuhauf.
... was in den deutschen Medien so gut wie gar nicht thematisiert wird, was mir seit längerem schon aufgefallen ist.
Deswegen ist es sehr leicht auszublenden.
(Man kann selber sich auch nicht endlos damit abarbeiten, die Wissenslücken anderer zu füllen. Vor allen dann wenn Horizonterweiterung nicht auf dem Plan ist. Dann ist man eben jemand mit "negativer Grundeinstellung". *schulterzuck*)
Gruß, Tatokala
Nobelpreis für Trump. Vorgeschlagen vom [gestrichen] Netanjahu
Ich habe hier mal den Radiergummi angesetzt. Warum die Wortwahl eher unpassend ist, wird ja im Verlauf der Diskussion erläutert.
MfG
AleschaMod
Netanjahu hat formell seinen Vorschlag für den Friedensnobelpreis eingereicht. Für Donald Trump.
Woooouuuw
Das ist so, als ob Xi den Putin vorschlägt.
Nein, das ist Politik. Und das sich ein intelligenter Mann wie Netanjahu für so ein plumpes Manöver nicht zu schade ist, zeigt, für wie leicht beeinflußbar er Trump hält. Nach allem, was man so aus Trumps Umfeld gehört hat, giert er ja geradezu nach dieser Auszeichnung. Also wirft ihm Netanjahu das Zückerchen hin, wie so'nem Kind.
Wenn das Nobelpreiskomitee auch nur einen Funken Anstand im Leib hat, wird sie Trump niemals auszeichnen, selbst dann nicht, wenn dieser irgendwelche Druckmittel entwickeln sollte (Schweden exportiert reichlich Waren in die USA, da findet Trump bestimmt was).
@mrorleander Genau - ich geh auch davon aus, dass ein solcher Vorschlag nicht uneigennützig ist.
Was ist ein Faschist?
Ab den 1920er Jahren wurde der Begriff für alle ultranationalistischen, nach dem Führerprinzip organisierten antiliberalen und antimarxistischen Bewegungen, Ideologien oder Herrschaftssysteme verwendet, die seit dem Ersten Weltkrieg die parlamentarischen Demokratien abzulösen suchten.
Ich kann in Israel kein Führerprinzip erkennnen. Da der aktuelle Ministerpräsident auch mal abgewählt wurde ist die Demokratie auch nicht aufgelöst.