ÖPNV
Hallo,
die Noch-Ministerin Karla Geywitz sagte vor einiger Zeit dass man vermehrt auf das Land ziehen solle. Und ich frage ich dann ob sie sich mal die Verkehrsituation angesehen hat.
Fahr selbst immer wieder mit dem ÖPNV über die schwäbische Alb, weil die Werkstatt für die Leicht-Kfz die ich habe (Temp-45 "PKW") auf der schwäbsichen Alb ist.
Die erreiche ich gut, weil sie halt genau an einer Buslinie liegt, aber wehe man wollte ein paar Kilometer rechts/links wo hin...
Selbst von meinem Wohnort aus, der sehr gut an die nächste Großstadt angebunden ist, komme ich inzwischen bspw. Samstagmorgen nicht früh am morgen weg, in den 90er war das noch kein Problem, da musste ich oft Samstags um 08:00 Uhr in einem Seminar sein, da fuhr ich morgens um oder kurz vor sechs mit dem Bus los. Gestrichen. Schon lange, ich musste mal im Winter Februar 2003 erstmal zu Fuß zig Kilometer laufen um da pünktlich zur Arbeit zu kommen an einem Samstag.
Schaue mir sehr gerne Immo-Anzeigen auf der schwäbischen Alb an, tlw. supergünstig, wenn man im Vergleich schaut was man für das Geld rund um die großen Städte bekommt (eher: nicht bekommt... da werden Immobilien mit einem Aussehen zu Preisen gehandelt dass man sich wundert, nicht wahr @ga2 😍 😘 ?).
Schaue ich dann wie die ÖPNV-Anbindung Richtung Stuttgart ist (BaWü ist irgendwie entweder Stuttgart oder "der Rest" 😎 😎 ) dann kann ich mir denken warum die Preise zumindest zum Teil zustanden kommen: Eigentlich unmöglich, wenn man es ständig braucht und dann für 50-60 Kilometer "Stunden unterwegs" ist.
Ist halt auch dünnbesiedelt, muss da immer noch schmunzeln dass mein Navi mir mal sagte dass ich 17 Kilometer oder so einfach der Strasse folgen solle, dann käme der Kreisverkehr. Da erwartet man "Eingeborene" die am Rand staunen über das TöffTöff 😎 😎
Halt sehr traurig zu sehen wieviel in den Orten verfällt 😴 😓
Veröffentlicht von: @der_alteHallo,
die Noch-Ministerin Karla Geywitz sagte vor einiger Zeit dass man vermehrt auf das Land ziehen solle. Und ich frage mich dann, ob sie sich mal die Verkehrssituation angesehen hat.
Wie wäre es, wenn du nicht dich fragst, sondern mal dort in Erscheinung trittst? Noch leben wir in einer Demokratie. Es ändert sich nichts, wenn wir alle am laufenden Band uns die Münder zerreden hier oder zu Hause. Die Chance ist da und jedenfalls größer, wenn wir alle 'mitmachen' ... 'mitmischen' ... uns einmischen und eben dort den Mund aufmachen, wo es auch Wirkung haben könnte ... Oder?
Mit ÖPNV ist es es bei euch echt nicht gut bestellt.
Hab ja schon mal versucht, einen Urlaub mit günstiger Unterkunft bei dir in der Nähe inklusive der Möglichkeit mit Öffis dann zu dir zu kommen (und auch wieder weg 🤭), zu planen. Zum Verzweifeln.
Dazu kommt, dass man bei euch auch nicht unbedingt immer aufs Rad ausweichen kann, wenn man denn kann.
Das Hinterland von Rhein-Neckar-Odenwald ... ist auch eine Reise wert
Allein die "Metropolregion Rhein-Neckar".... da kann man stundenlang S-Bahn fahren bis man mal wo angekommen ist. Und was die südlichen Randbezirke noch mit "Metropol...." zu tun haben??????? Den Nahverkehr auf jeden fall nicht.
Veröffentlicht von: @channuschkaAllein die "Metropolregion Rhein-Neckar".... da kann man stundenlang S-Bahn fahren bis man mal wo angekommen ist.
Du kannst sogar im Kreis fahren - von Heidelberg über Germersheim nach Heidelberg...
@chai Aber Achtung! Da gibt es ein oder zwei Haltestellen um Kronau (?) rum, die liegen im KVV -Bereich genau außerhalb der Schnittzone. Schwarzfahrgefahr!
@channuschka Ich komm nie in die Ecke - und wenn doch, dann mit dem Auto.
Naja hat sich fast so gelesen 😁
ich muss jetzt mal eine Lanze für die Schwäbische Alb brechen 🙂
Folgende Situation: Vier Familen treffen sich über Weihnachten in einem Ferienhaus in einem Dorf, wirklich "am A... der Welt " auf der Schwäbischen Alb. Zwei Familien reisen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln an, die einen aus Köln, die anderen aus Tübingen.
Vorab befürchtete ich, dass ich würde Taxi spielen müssen, spätestens ab Bad Urach. Doch: Beide erreichen am Tag vor Heilig Abend das Dorf mit ÖPNV und ohne größere Wartezeiten unterwegs. Genau so ging es am 27.12. wieder zurück in die Heimat.
Ja, es ist besser, wenn man hier oben ein Auto hat. Ich habe auch eines. Aber es gibt auch ganz passable Busverbindungen.
Wir sind Schwarzwald-Urlauber. Und zwar am liebsten da, wo jeder Bauernhof seine eigene Bushaltestelle hat.
Da denk ich immer, dass das ja ganz nett sein kann, wenn der Ablauf so halbwegs geregelt ist.
Aber dann denk ich auch an Erfahrungen, wenn man mal unverhofft oder 'schnell' zum Arzt muss, das Kind krank wird und von der Schule abgeholt werden will, die Oma Hilfe braucht ...
Man ist aufgeschmissen, wenn man nicht mobil ist.
Veröffentlicht von: @chaiWir sind Schwarzwald-Urlauber. Und zwar am liebsten da, wo jeder Bauernhof seine eigene Bushaltestelle hat.
Da denk ich immer, dass das ja ganz nett sein kann, wenn der Ablauf so halbwegs geregelt ist.
Aber dann denk ich auch an Erfahrungen, wenn man mal unverhofft oder 'schnell' zum Arzt muss, das Kind krank wird und von der Schule abgeholt werden will, die Oma Hilfe braucht ...
Man ist aufgeschmissen, wenn man nicht mobil ist.
Hallo,
sorry, dass ich diesen älteren Thread wiederbelebe.
Die Gefahr besteht immer, dass man sich selbst belügt. So könnte das sein mit dem "wenn man mal".
Denn klar, es gibt diese Situationen. Das Kind muss abgeholt werden, den alten Eltern geht es schlecht usw. Und dann ist das ÖPNV-Netz vielleicht überfordert.
Aber wie oft kommt das vor? Rechtfertigt es das Vorhalten eines Fahrzeuges mit Kosten von mehreren hundert Euro im Monat? Taxi ist teuer, Nachbarn fragen ist unangenehm - aber wenn es sagen wir mal zweimal im Jahr notwendig wird, kann man es eher in Kauf nehmen.
Ich fahre sehr viel mit dem Fahrrad und mit Öffis, behielt aber mein Auto, solange es nicht mehr viel kostete, es war alt, Baujahr 1995, und fuhr noch zuverlässig. Anfang 2022 sagte mir dann die Werkstatt, es fit zu machen für weitere 2 Jahre TÜV sei beim besten Willen nicht mehr wirtschaftlich, und ich trennte mich von ihm.
Am meisten gemeckert hat unser damals Neunjähriger, denn es bedeutet, dass wir seitdem bei allen mehrtägigen Reisen die 1,5 Kilometer zu Fuß zum Bahnhof gehen. (Wenn wir an demselben Tag zurück kommen, nehmen wir das Fahrrad, aber über Nacht zahlt die Hausratversicherung bei Diebstahl nicht.)
Er hat sich aber inzwischen daran gewöhnt.
Ich selbst vermisse das Auto für die Elternversammlungen. Die Schule ist auf einem Dorf, von wo abends zurück kein ÖPNV mehr fährt, und da brauche ich dann eine Mitfahrgelegenheit.
Aber sonst? Erstaunlicherweise kein Phantomschmerz.
Veröffentlicht von: @mirwirdnichtsmangelnVeröffentlicht von: @chaiWir sind Schwarzwald-Urlauber. Und zwar am liebsten da, wo jeder Bauernhof seine eigene Bushaltestelle hat.
Da denk ich immer, dass das ja ganz nett sein kann, wenn der Ablauf so halbwegs geregelt ist.
Aber dann denk ich auch an Erfahrungen, wenn man mal unverhofft oder 'schnell' zum Arzt muss, das Kind krank wird und von der Schule abgeholt werden will, die Oma Hilfe braucht ...
Man ist aufgeschmissen, wenn man nicht mobil ist.Die Gefahr besteht immer, dass man sich selbst belügt. So könnte das sein mit dem "wenn man mal".
Denn klar, es gibt diese Situationen. Das Kind muss abgeholt werden, den alten Eltern geht es schlecht usw. Und dann ist das ÖPNV-Netz vielleicht überfordert.
Aber wie oft kommt das vor? Rechtfertigt es das Vorhalten eines Fahrzeuges mit Kosten von mehreren hundert Euro im Monat? Taxi ist teuer, Nachbarn fragen ist unangenehm - aber wenn es sagen wir mal zweimal im Jahr notwendig wird, kann man es eher in Kauf nehmen.
So könnte es sein, ist es aber nicht.
Mein chronisch krankes Kind musste sehr oft von der Schule abgeholt werden, die Oma wohnt außerhalb und braucht recht oft Hilfe und muss zum Arzt, und zwischenzeitlich wohnt eins meiner Kinder am Ende der Welt ...
Garantiert kein Selbstbetrug und kein Auto zum Vergnügen.
Aber wie oft kommt das vor?
Bei uns deutlich öfter als zwei Mal im Jahr. Das sind eher zwei Mal pro Monat.
Meine Eltern, beide ü80, leben bei uns im Haus und können selbst nicht mehr Auto fahren. Rate mal, wie die zu ihren - nicht gerade seltenen - Arztterminen kommen. Richtig - wir fahren sie mit dem Auto dorthin. Ärzte auf dem Land sind mal nicht um die Ecke. Selbst die Hausärzte nicht.
Da sind Hol- und Bringdienste für die 3 Kinder noch gar nicht eingerechnet. Wobei der Älteste jetzt immerhin selbst fahren kann und die auch sonst in dem Alter sind, wo sie auch Öffis nutzen können. So es Verbindungen zur entsprechenden Uhrzeit gibt und man nicht eine Stunde oder mehr für ein paar Kilometer braucht weil es keine direkte Verbindung gibt.
Und wenn man mit den Öffis eineinviertel bis anderthalb Stunden zur Arbeit braucht (vorausgesetzt, die Öffis fahren störungsfrei, was beim VVS im Raum Stuttgart leider keine Selbstverständlichkeit ist), mit dem Auto aber 30 Minuten und mit Stau 50 Minuten, überlegt man sich schon, ob das Auto nicht doch die bessere Alternative ist.
Der nächste Bahnhof ist für uns übrigens keine 1,5 Kilometer, sondern 8 Kilometer weit zu Fuß entfernt. Bushaltestelle ist näher, aber die Fahrpläne auf dem Land... lassen wir das lieber.
@alescha rund um Stuttgart ist es wohl schlimm geworden, wie oft fuhr ich früher nach Stuttgart zu Seminaren, da lief alles eigentlich immer super. Und wenn ich dann lese wie es nun wohl ist. Bin selbst das letzte Mal Ende 2006 Zug gefahren.
Doch schon so lang her.
Für Lacher sorgte eine Durchsage, als ich Ende Mitte-Ende der 10er Jahre täglich S-Bahn fuhr. Da meldete sich der Zugführer mit den Worten: "Sehr geehrte Damen und Herren, wir fahren pünktlich in den Stuttgarter Hauptbahnhof ein. Ich weiß auch nicht, was heute los ist." Ich habe auch schon ein paar mal komplette Streckensperrungen miterlebt.
Ich fahre inzwischen selten S-Bahn, bekomme aber bei Facebook mit, wenn mal wieder irgendeine Störung eine Linie oder gleich den halben S-Bahn-Verkehr lahmlegt.
Veröffentlicht von: @alescha
Für Lacher sorgte eine Durchsage, als ich Ende Mitte-Ende der 10er Jahre täglich S-Bahn fuhr.
Da meldete sich der Zugführer mit den Worten:
"Sehr geehrte Damen und Herren, wir fahren pünktlich in den Stuttgarter Hauptbahnhof ein.
Ich weiß auch nicht, was heute los ist."
🤣
@alescha ich bin in den 90ern jahrelang nach Stuttgart gefahren, u.a. zu Seminaren bei der AKAD. Da war höchstens mal ein Streik... Damals war noch BGS auf den Bahnhöfen und kontrollierte nachts ob man einen Fahrschein auch hat... Was damals schon schlimm war, dass die Strecke Stuttgart - Tübingen wohl ein ehauptstrecke für Freitode ist, wie mir ein Schaffner erzählte, zusammen mit irgendwo bei Ludgwigs??? weil dort eine Institution für psychisch Erkrankte ist und es da auch zu Fällen käme. Kenne 3 oder 4 Fälle mit Freitod, versuchtem Freitod auf dieser Strecke "persönlich".