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Pastor besetzt Straße in Hamburgs Innenstadt


AnnaElbe
Themenstarter
Beiträge : 41

Hallo in die Runde!
Ich wäre sehr interessiert an Eurer Meinung zu dem unten stehenden Thema:

https://www.mopo.de/hamburg/vollsperrung-in-der-hamburger-city-pastor-will-willy-brandt-strasse-besetzen-33162304

Ich persönlich kenne den Pastor und sein Bemühen, die Business-Innenstadt Hamburg wieder lebendiger und heterogener zu gestalten. Die Gemeinde St. Katharinen bietet dazu viele nteressante Veranstaltungen an.
Aber ohne Frage könnte man auch behaupten, daß zum Beispiel diese Aktion schon etwas zuu politisch rüberkommt.
Oder wie seht Ihr das?

ich freue mich auf den Austausch mit Euch,

ganz herzich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

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43 Antworten
Tinkerbell
Beiträge : 1480

Allein der Titel...
...ist ja schon mehr als irreführend. Wenn ich es richtig verstanden habe, reden wir hier von einer halben Stunde Salsa-Flashmob, genehmigt und im Rahmen dieser großen Aktion. Unter einer besetzten Straße stelle ich mir dann doch was anderes vor...und inwiefern ist es "zu politisch"? Seine Ziele sind doch rein sozialer Natur.

tinkerbell antworten
12 Antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @tinkerbell

...ist ja schon mehr als irreführend.

Ja, dachte ich auch. Eine Art Straßenfest. Ich dachte bei der Überschrift an Jesaja: "Wiederhersteller von Straßen zum Wohnen" 😊 das war dann doch zu hoch gegriffen.

Das Anliegen finde ich wichtig. Wenn sich der Pastor dafür berufen fühlt, ist es eine gute Sache, sich dafür stark zu machen. Sollte er es aber einfach so, wegen der coolen Aktion machen, könnte es wiedermal viel Aufwand um nichts sein.

"Salsa" ist in Deutschland sicher nicht ausgesprochen geeignet, um die Menschen zu verbinden. Zuschauen tun sicher viele gern, aber beteiligen können sich nur die, die vorher einen Tanzkurs besucht haben - das machen spezielle Gruppen, nicht alle. Geht es hier und bei den bunten Regenschirmen eventuell auch um schöne Bilder? Das wäre ja ok, wenn wirklich etwas dahintersteht.

Straßensperrungen mag ich gar nicht. Mich nervt es, wenn man sich nie auf die Streckenführung verlassen kann und dann wieder, trotz Navi, in der Pampa strandet. Für einen guten Zweck ist das ausnahmsweise ok.

tagesschimmer antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Tagesschimmer!

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Das Anliegen finde ich wichtig. Wenn sich der Pastor dafür berufen fühlt, ist es eine gute Sache, sich dafür stark zu machen. Sollte er es aber einfach so, wegen der coolen Aktion machen, könnte es wiedermal viel Aufwand um nichts sein.

Oh, ich kann dazu sagen, dass der Pastor in dieser Sache schon sehr lange unterwegs ist und sich in verschiedenen Gremien engagiert. Es ist auf keinen Fall nur eine einzelne coole Aktion.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

"Salsa" ist in Deutschland sicher nicht ausgesprochen geeignet, um die Menschen zu verbinden. Zuschauen tun sicher viele gern, aber beteiligen können sich nur die, die vorher einen Tanzkurs besucht haben - das machen spezielle Gruppen, nicht alle. Geht es hier und bei den bunten Regenschirmen eventuell auch um schöne Bilder? Das wäre ja ok, wenn wirklich etwas dahintersteht.

Ich denke, daß man bei solch einer Aktion keinen Salsa tanzen können muß. Hauptsache, sich zur Musik bewegen. Reicht doch meistens 😉

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Straßensperrungen mag ich gar nicht. Mich nervt es, wenn man sich nie auf die Streckenführung verlassen kann und dann wieder, trotz Navi, in der Pampa strandet. Für einen guten Zweck ist das ausnahmsweise ok.

Jetzt wird es interessant: Natürlich nervt es totl, wenn man auf eine unangekündigte Sperrung stößt, aber diese war angekündigt UND es ist doch so (jetzt kommt die Fahrradfahrerin in mir raus ...), daß es grundsätzlich einfach zuviel Autoverkehr in den Städten gibt, oder? Ich persönlich überege immer wieder, ob ich mir einen Mundschutz besorge, damit ich diese krankmachenden Abgase nicht immer einatmen muß.
Daß man in bestimmten Situation nur mit Auto voran kommt, weiß ich und sehe ich ein. Ich will damit nur sagen, daß es toll wäre, wenn sich die GEmeinschaft dafür stark machen würde, mehr öffentlichen Nahverkehr einzufordern mit sauberer Energie, schick eingerichtet, damit es cool ist, die Busse/Ubahen etc zu nutzen und es muß kostengünstig sein. Dann erst wird das Auto unattraktiv.

Sorry, das war jetzt mal nötig ...

Ganz herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @annaelbe

Natürlich nervt es totl, wenn man auf eine unangekündigte Sperrung stößt, aber diese war angekündigt

Mich nerven auch angekündigte Sperrungen. Ich finde einfach, dass Verlässlichkeit ein hoher Wert ist.

Veröffentlicht von: @annaelbe

UND es ist doch so (jetzt kommt die Fahrradfahrerin in mir raus ...), daß es grundsätzlich einfach zuviel Autoverkehr in den Städten gibt, oder?

... und deshalb stören wir mal den sowieso schon schwierigen Verkehrsfluss in den Großstädten? Das Auto ist für ganz bestimmte Fälle das optimalste Verkehrsmittel. Das sollte nicht künstlich verschlechtert werden.

Es gibt zuviel störenden Autoverkehr in den Städten. Es gibt auch zu viele Fahrradfahrer und manchmal sind die Öffentlichen überfüllt. Daraus kann man viele Schlüsse ziehen: Fahrzeuge und Streckenführung weniger störend gestalten, Umsteigsysteme, gewünschte Fortbewegungsformen finden und fördern, aufklären, Regeln einführen usw. Ich bin da immer für Offenheit.

Übrigens kommst du auch als Radfahrerin nicht gut durch solche Menschenmassen, es sei denn, du lässt es draufankommen - und dann kann es sein, dass du dich über freie Fahrt für die Rettung sehr freust.

Als ganz direkte Aktion gegen Autoverkehr in der Stadt könnte man so große Feste an den Stadtrand verlegen, sodass niemand verführt wird, extra dafür mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Aber ich sehe die "Straßenbesetzung" überhaupt nicht im Zusammenhang mit dem Autoverkehr.

Nachtrag vom 18.09.2019 1357
Zitat: „Es geht nur vordergründig um den Verkehr, in Wirklichkeit geht es um das soziale Zusammenkommen in der Stadt. Und da habe ich als Pastor eine Aufgabe“, so Engelbrecht.

tagesschimmer antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Tagesschimmer!

Ja, Verläßlichkeit ist ein hoher Wert. Das wird nur schwierig, wenn es um viele Menschen mit Entscheidungsgewalt geht, und wo mitunter die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut ... da ist Chaos vorprogrammiert. Und wenn es um Platzmangel geht, sowieso.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Es gibt zuviel störenden Autoverkehr in den Städten. Es gibt auch zu viele Fahrradfahrer und manchmal sind die Öffentlichen überfüllt. Daraus kann man viele Schlüsse ziehen: Fahrzeuge und Streckenführung weniger störend gestalten, Umsteigsysteme, gewünschte Fortbewegungsformen finden und fördern, aufklären, Regeln einführen usw. Ich bin da immer für Offenheit.

Der Punkt ist doch, daß Autos früher mal wirklich praktisch waren. Heute machen sie vor allem Dreck. Außerdem muß nicht immer alles schneller und vermeintlich praktishcer gehen, diese ganze Lebenshektik für bei vielen Menschen dazu, daß man nicht mal mehr in Ruhe mit dem Rad von A nach B fährt, nicht mal mehr eine Regenjacke zuHUAe liegen hat für alle Fälle und sowieso denkt, im Stau stehen ist allemal meine eigene Entscheidung, Hauptsache, ich kann individuell reisen ...
Ich meine, daß es im Moment einzig und allei um die Rettung unseres Klimas geht und da gehören Autos/LKWs/Kreuzfahrtschiffe mit Verbrennungsmotor einfach nicht mehr hin.
Gegen das Auto prinzipiell habe ich im Übrigen nichts. Gerade auf dem LAnde ist es meist die einzige Möglichkeit der Fortbewegung.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Übrigens kommst du auch als Radfahrerin nicht gut durch solche Menschenmassen, es sei denn, du lässt es draufankommen - und dann kann es sein, dass du dich über freie Fahrt für die Rettung sehr freust.

Ich freue mich immer über freie Fahrt für die Rettung! Warum nicht?
Dennoch denke ich, daß man sich mit dem Fahrrad deutlich flexibler in der Stadt fortbewegen kann, außerdem tut man auch noch etwas für seine GEsundheit (wenn man nicht gerade an stauenden Autos vorbeifahren muß ...)

Am Stadtrand bekommt die Innenstadt davon nichts mit, der Sinn geht verloren.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Nachtrag vom 18.09.2019 1357
Zitat: „Es geht nur vordergründig um den Verkehr, in Wirklichkeit geht es um das soziale Zusammenkommen in der Stadt. Und da habe ich als Pastor eine Aufgabe“, so Engelbrecht.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Als ganz direkte Aktion gegen Autoverkehr in der Stadt könnte man so große Feste an den Stadtrand verlegen, sodass niemand verführt wird, extra dafür mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Aber ich sehe die "Straßenbesetzung" überhaupt nicht im Zusammenhang mit dem Autoverkehr.

Super, das hat er gut gesagt. Im Umkehrschluß findet nämlich durch den massiven Straßenverkehr kein soziales Zusammenkommen mehr statt.

Oder?

Ganz herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4760
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Als ganz direkte Aktion gegen Autoverkehr in der Stadt könnte man so große Feste an den Stadtrand verlegen, sodass niemand verführt wird, extra dafür mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

OK, dann fahren die Teilnehmer vom Land nicht in die Stadt, dafür aber die Teilnehmer aus der Stadt zum Stadtrand. Und das dürfte die Mehrheit der Teilnehmer sein.

Dein Vorschlag bedeutet mehr Autoverkehr, nicht weniger.

Helmut

hkmwk antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 945
Veröffentlicht von: @hkmwk

Dein Vorschlag bedeutet mehr Autoverkehr, nicht weniger.

In Berlin kommt man innerhalb der Stadt gut mit Öffentlichen durch, viele Berliner haben gar kein Auto mehr. Aber wenn man vom Umland nach Berlin will, nehmen viel mehr Leute das Auto. Ob das in Hamburg auch so ist, weiß ich nicht.

tagesschimmer antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @annaelbe

Jetzt wird es interessant: Natürlich nervt es totl, wenn man auf eine unangekündigte Sperrung stößt, aber diese war angekündigt UND es ist doch so (jetzt kommt die Fahrradfahrerin in mir raus ...), daß es grundsätzlich einfach zuviel Autoverkehr in den Städten gibt, oder?

Ich war letztes Jahr als Tourist in Hamburg. Da fand ständig irgendwo eine Demo und damit verbundene Straßensperrungen statt. Die Folge war, dass Buslinien plötzlich nicht mehr fahren konnten oder ihre Routen änderten. Ist natürlich wahnsinnig schwierig für Touristen dann noch rechtzeitig seine anvisierten Ziele zu erreichen, wenn der Bus plötzlich ausfällt oder man rausgeschmissen wird.

Anonymous antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo qdspieler!

Veröffentlicht von: @qdspieler

Ich war letztes Jahr als Tourist in Hamburg. Da fand ständig irgendwo eine Demo und damit verbundene Straßensperrungen statt. Die Folge war, dass Buslinien plötzlich nicht mehr fahren konnten oder ihre Routen änderten. Ist natürlich wahnsinnig schwierig für Touristen dann noch rechtzeitig seine anvisierten Ziele zu erreichen, wenn der Bus plötzlich ausfällt oder man rausgeschmissen wird.

Definitiv nervt es immer, wenn man plötzlich aus dem Bus rausmuß, Straßen gesperrt sind usw.
Ich denke aber auch, daß das eben Großstadtleben ist. Man stelle sich vor, alles wäre bis aufs Kleinste geregelt, das wäre irgendwie spooky, oder?

Kürzlich hatte ich übrigens einen wichtigen Termin und bin mit dem Rad in ein plötzliches Sommergewitter geraten, der Regen hat 30 Minuten angehalten, es waren Unmengen von Wasser, keine Chance, da durchzukommen. Da war das Handy die Rettung, ich konnte mein Zuspätkommen ankündigen und alle hatten Verständnis.

Also, selbst mit dem Fahrrad kann man zu spät kommen 😉

Herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
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Beiträge : 41

Hallo Tinkerbell!
Den Titel habe ich von der Hamburger Morgenpost übernommen, deren Titel knallen immer schön 😉
Aber natürlich hast Du recht, eine halbe Stunde ist nicht viel. Allerdings handelt es sich um eine stark befahrene Hauptverkehrsader in Hamburg, deswegen ist das schon ziemlich cool, wie ich finde. Und die mediale Aufmerksamkeit hat der Pastor auch bekommen. Die ist wichtig, um immer wieder neu darauf hinzuweisen, daß dieser unfaßbar schmutzige Straßenverkehr überhand genommen hat.
Hier in Hamburg ist das gerade ein großes Thema. Kleine Teile der Innenstadt sollen demnächst versuchsweise für 3 Monate für Autos gesperrt werden. Man möchte sehen, ob es die Innenstadt wieder mit Menschen und ihren Aktivitäten ohne Auto belebt. Wir werden es dann sehen.
Politisch ist es in meinen Augen insofern, als das alles, was in Deutschland mit Autos zu tun hat, politisch ist, da es sich um die größte Lobby handelt, die die Politiker in Berlin pampert.
Oder?

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @annaelbe

da es sich um die größte Lobby handelt, die die Politiker in Berlin pampert.

Von der Wertschöpfung, dem Anteil der Autoindustrie am BIP und den von den direkt und indirekt in selbiger Beschäftigten und ihren gezahlten Steuern, Kirchensteuern und Sozialabgaben werden vor allem SIE und ihr Berufsstand mit "gepampert"

Oder kommt ihre monatliche Überweisung aufs Konto vom EKD eigenen Geldbäumchen?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @annaelbe

Allerdings handelt es sich um eine stark befahrene Hauptverkehrsader in Hamburg, deswegen ist das schon ziemlich cool, wie ich finde.

Jooo Partyrepublik Deutschland udn die Idee der Strasssperrung --- ähhhh Besetzung für partys sit ja auch soooooo neu in der BRD

So neu, das die Stadt Berlin schon ne eigene Seite hat, ob die "Strasse des 17. juni" befahrbar ist oder nicht. Weil, die ist nämlich regelmässig für Veranstaltungen gesperrt

http://istdiestrassedes17tenjunigesperrt.de

Veröffentlicht von: @annaelbe

Kleine Teile der Innenstadt sollen demnächst versuchsweise für 3 Monate für Autos gesperrt werden.

Hat man in dem Mittelzentrum wo ich wohn schon vor 30 Jahren gemacht. Das nennt sich Fussgängerzone

Das soll es sogar in Köln geben

Anonymous antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Wow, Scylla, Du kannst ja richtig zynisch sein ... Respekt!

Was ich meine, ist dieses:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Autofreies-Rathausquartier-Schilder-aufgestellt,autofrei318.html

Leider handelt es sich nur um eine kleine Zone (KEINE Fußgängerzone, haha), die für Autos gesperrt wird.

Dass die ganze Angelegenheit äußert zäh verläuft und es so viele Widerstände gibt, zeigt meines Erachtens, wie wenig experimentierfreudig heutzutage die Politik geworden ist. So Viele sind angstgetrieben, etwas zu verlieren (vor allem ihr vermeintliches Ansehen), wenn sie mal etwas Ungewöhnliches, was für eine Stadtbevölkerung zum Beispiel wohltuend wäre, zu wagen.

Ist schon komisch ...

Herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten


Deborah71
Beiträge : 15901

Der Titel aus dem Artikel...
wirkt auf mich schräge.... typischer clickbite Titel.

Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen kann von einer Besetzung keine Rede sein... nur von einer kurzfristigen Nutzung.
Unter einer Besetzung verstehe ich eine widerrechtliche Aktion. Dafür gibt es hier keine Anhaltspunkte.

Ich finde die Lange Nacht der Kirchen eine tolle Aktion in Hamburg. Hatte schonmal Gelegenheit, eine Abendveranstaltung zu besuchen, als ich aus einem anderen Grund in Hamburg war.
Es hat mir sehr gefallen.

deborah71 antworten
1 Antwort
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Deborah!
Klar, wie schon gesagt, der Titel ist irreführend, typisch Zeitung eben. Es geht ja rhetorisch um Aufmerksamkeit.
Ideal finde ich die Wortwahl übrigens auch nicht.

Veröffentlicht von: @deborah71

Ich finde die Lange Nacht der Kirchen eine tolle Aktion in Hamburg. Hatte schonmal Gelegenheit, eine Abendveranstaltung zu besuchen, als ich aus einem anderen Grund in Hamburg war.
Es hat mir sehr gefallen.

Ja, die Aktion der Langen Nacht der Kirchen in Hamburg wird jedes Jahr bunter und komplexer. Ich kann's nur empfehlen 😉

Grüße

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Der Titel "Pastor besetzt Straße in Hamburgs Innenstadt"...
... ist doof und passt eigentlich gar nicht. Besetzung wäre ja, wenn man sich dort hinsetzt und einen Hungerstreik durchzieht. Oder wenn dort Soldaten mit Knarre im Anschlag stehen. Besser wäre eine Überschrift der Art: "Straßenparty statt Blechlawine".

Aber die Idee find ich oberklasse. Statt einer lauten, stinkigen Blechlawine ein Straßenfest und damit der Straße für wenigstens einen kurzen Moment richtig viel Lebensqualität geben, find ich richtig cool. Und für einen Pfarrer find ich das sogar richtig mutig - einfach mal anders.
Wenns nicht so weit weg wäre: Ich würd sofort hingehen 😊

Und mal ehrlich, was ist nicht politisch? Letztlich ist jede öffentlich gemachte Meinung ein Stück weit "Politik".
Ist es nicht gerade Aufgabe von Christen sich aktiv an Politik zu beteiligen? Sollten wir nicht dazu stehen, die Schöpfung zu behwahren, das Leben zu schätzen, Menschen zusammenbringen und Frieden stiften? Politik ist doch weder was Schlechtes noch was Unchristliches, oder?

Schönen Abend
Bubu

Anonymous antworten
1 Antwort
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Bububaer!
Du sprichst mir aus dem Herzen, Danke!!!

Gruß

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten


Banji
Beiträge : 3581

Wenn der Mann sonst nichts weiter zu tun hat und sich langweilt, kann er gerne in die Prignitz, in die Altmark, ins Ruppiner Land oder in die Uckermark kommen, da sind dringend Pastoren für ihre eigentlichen Aufgaben gebraucht.

banji antworten
4 Antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Aber diese ländlichen Siedlungen könnte man auch aufgeben.

tatokala antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

In welcher Hinsicht? Deportierung der Reste nach Bayern oder in den Raum Stuttgart? 😎
Aber Du hast Recht - das sieht hier sowieso bald aus wie ein Windräderindustriegebiet - nach diesen neuesten Klimaversprechungen der Kanzlerin. Sie hat ja diese nervigen Dinger nicht ständig vor der Nase. 🙁

banji antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Banji!
Oh, da kann ich Dir berichten, dass der "Mann" tatsächlich sehr viel zu tun hat udn die Füsse nie still hält. Sehr umtriebig, aktiv, interessiert, soll es ja geben ...

Was ich aber zwischen den Zeilen von Dir lese, ist die prekäre Situation in Meck-Pomm, Brandenburg etc., was die Stellenbesetzungen von Pastorenstellen angeht?
Kommst Du von dort und kannst berichten, was genau die Probleme sind?

Fragt sehr interessiert

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Hallo, Kirchenbotschafterin

Veröffentlicht von: @annaelbe

Oh, da kann ich Dir berichten, dass der "Mann" tatsächlich sehr viel zu tun hat udn die Füsse nie still hält. Sehr umtriebig, aktiv, interessiert, soll es ja geben ...

Fragt sich halt nur, was er macht. Ob es seinem geistlichen Auftrag entspricht, oder ob er seinem Sozial-Hobby nachgeht.

Veröffentlicht von: @annaelbe

ommst Du von dort und kannst berichten, was genau die Probleme sind?

Gerne. Ich komme aus dem Raum Nordwestbrandenburg. Pfarrstellen mit oft über 30 Dörfern, 10-15 Kirchen, oft entsprechend vielen Gemeindekirchenräten. Die Stimmung ist mies, weil der Kirchendruck hoch ist zu fusionieren, zusammenzulegen, aufzugeben pp.
Und wenn man dann erlebt, wie Kirchenleitung eine Projektstelle nach der anderen errichtet, parallel dazu weitere Basispfarrstellen streicht - dann wird man auch nicht fröhlicher. Nur noch sarkastisch und zynisch.

Du ruderst, dass Du grade so halbwegs Deinen geistliche Auftrag erfüllen kannst. Kernaufgaben sagt man ja auch. Wenn man aber zwischen Kernaufgaben und Kernaufgaben unterschieden muss, um zu sehen welche "kerniger" ist, wenn man nicht mehr zwischen wichtig und weniger wichtig in seinen Prioritäten entscheiden muss, sondern nur noch zwischen wichtig und wichtig, dann ist was faul am System.

Das ist so ganz grob die Lage der Kirchennation.

Banji

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
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Ach ja... nettes Aktiönchen, mückenähnlich von dem Hamburger Bildzeitungsderivat zum rosa Elefanten aufgeblasen.

Da gab es schon deutlich bessere Aktionen.. wie zB das "Still-Leben" 2010 auf der A40 in Essen oder die Party auf der Nord-Süd Fahrt dieses Jahr in Köln.

Dem Pfarrer würde ich allerdings empfehlen sich mehr auf seinen Auftrag als selbiger zu konzentrieren. Seine Aufgabe ist es nicht, jede tagespopulistische Sau als Hirte mit durchs Land zu treiben.

Vor allem wenn die, gegen die er ja mit polemisiert und hetzt, wohl die sind, die seine Privatschatulle Monat für Monat mit (fürstlich) füllen aber auch Teil seines Auftrages sind.

Vielleicht wäre ein pfarrerlicher (Missions-) Einsatz in der Nordeifel oder Nord-West Brandenburg für 6-12 Monate mal wirklich das beste für ihn.

Veröffentlicht von: @annaelbe

Aktion schon etwas zuu politisch rüberkommt.

Imo haben Pfarrer, Priester, etc eh nichts in der Politik oder als politische Aktivisten verloren
Ihre Aufgabe ist eine andere.

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AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Scylla!
Es ist ja die ewige Frage des Politischen in der Kirche, gehört es hinein oder nicht.
Ich weise auf diesen Artikel hin, der ganz gut das ganze Dilemma beschreibt:
https://www.nzz.ch/international/evangelische-kirche-will-eigenes-boot-zur-seenotrettung-ld.1509248

Ich persönlich finde, daß wir einfach eine Verantwortung für unsere Gesellschaft haben und somit unweigerlich auch politisch handeln. Dafür müssen wir keine Politiker*innen sein. Aber eben Christ*innen.
Oder einfach nur barmherzige, empathische MEenschen.

Herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @annaelbe

Ich persönlich finde, daß wir einfach eine Verantwortung für unsere Gesellschaft haben und somit unweigerlich auch politisch handeln.

Nein... ein Pfarrer, eine Pfarrerin hat nur eins zu sein
Pfarrer, Hirte Seelsorge... ihr Auftrag sind ALLE Menschen

Bis vor 100 Jahren haben sich viele (ev.) Geistliche als Stütze und Legitimierungsorgan des damaligen Untertanenstaates verstanden.

Heute sind viele ihrer Nachfoolger willige Helfer eines grün-roten, ökosozialialistischen Bevormundungs-, Verbots-, und Gängelungstaates

Andere Band aber das gleiches Lied wie unter Kaiser Willi und Co.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @scylla

Heute sind viele ihrer Nachfoolger willige Helfer eines grün-roten, ökosozialialistischen Bevormundungs-, Verbots-, und Gängelungstaates

Weil ein Pastor das soziale Zusammenkommen in der Stadt fördern möchte?

Anonymous antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2877

Bis vor 100 Jahren haben sich viele (ev.) Geistliche als Stütze und Legitimierungsorgan des damaligen Untertanenstaates verstanden

.
Das ist durchaus richtig. Die evangelische Kirche lehnte auch anfänglich die Weimarer Republik und Demokratie ab. Sie war vierhundert Jahre dem herrschenden Adel in evangelischen Gebieten treu. Nach Weimar war die evangelische Kirche dem Nationalsozialismus nahe und schuf eine dem nationalsozialistischen Wesen verwandte Theologie. Hierfür sollte
sogar die Bibel umschreiben werden. Nach dem Krieg wurde die evangelische Kirche wieder politisch aktiv und war in der sogenannten Friedensbewegung aktiv und war der SPD nah. Der politische Wandel zu den Grünen, entstand als Anfang der Achtziger die deutsche SPD Regierung mit Frankreich zusammen, bei Carter den Nato-Doppelbeschluss durchsetzete. Carter war eigentlich gar nicht begeistert. Die deutsche Friedensbewegung war entsetzt. Die Grünen bräuchten Wähler und weil die Anfänge der Grünen in einem antiwestlichen Linksradikalismus lagen, passte es gut zusammen.

orangsaya antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2877

Es ist ja die ewige Frage des Politischen in der Kirche, gehört es hinein oder nicht.

Ich denke, dass politisches Denken zum Christen gehört und somit auch zur Kirche. Problematisch wird es ab da, wenn die eigene politische Meinung zur Angelegenheit Gottes gemacht wird. Für mich ist ein Alarmsignal eine HP der EKD auf der Gründe genannt werden, warum es sich lohnt in der evangelischen Kirche zu sein. Nicht einmal wurde Jesus Christus genannt. Gott wird scheinbar in der Landeskirche immer mehr zur Randfigur und politische Inhalte rücken zum Zentrum des Glaubens. Diese Tendenz lässt sich auch auf den Kirchentagen beobachten politische Themen sind gefördert und beliebt während Veranstaltungen wie mit Ulrich Parzany eher gemieden werden, oder gar das Missgefallen zum Ausdruck gebracht wird.

orangsaya antworten
AnnaElbe
(@annaelbe)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 41

Hallo Orangsaya!
Das finde ich eine interessante Beobachtung, die Du gemacht hast. Ich teile sie und denke manchmal, daß politisch zu sein als Christ ja nicht gleich heißen muß, nicht mehr über seinen Glauben zu sprechen und ihn auch zu zeigen.
Die Kirchentage sind aber meines Erachtens immer noch voll von spirituellen, gottesdienstlichen, musikaleischen etc. -Veranstaltungen.
MEdial wird aber vor allem von den politischen "Events" berichtet.

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit wird dafür genutzt. Ein Klassiker in der Medienlandschaft.

Herzlich

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)

annaelbe antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4760
Veröffentlicht von: @annaelbe

Ich persönlich finde, daß wir einfach eine Verantwortung für unsere Gesellschaft haben und somit unweigerlich auch politisch handeln.

Die erste Aufgabe der Pastoren besteht in der Gesellschaft doch darin, zu erklären, was Gott für uns getan hat und wie man sich zu ihm bekehrt.

Natürlich dann auch, was das neue Leben in Christus bedeutet, wie sich ein Gläubiger von der Welt unterscheidet und so weiter ... da kommen dann auch sozialer Zusammenhalt, Bewahrung der Schöpfung etc. vor.

Nur in einer Gesellschaft, in der viele Menschen (die Mehrheit?) nicht wissen, was Jesus für unsere Rettung getan hat, dass jeder zu Ihm kommen kann (und wie), in so einer Gesellschaft ist es Pflichtverletzung, die erste Aufgabe an die zweite oder gar dritte Stelle zu setzen.

Und ich habe Banjis Kommentar als ironisch verstanden: Wenn in HH so viele gläubig sind, dass man sich als Pastor auf Straßenfeste konzentrieren kann, sollte der Pastor vielleicht mal dahin gehen, wo es von Atheisten und Irreligiösen wimmelt ...

Helmut

Nachtrag vom 23.09.2019 0836
Hab grad festgestellt, dass der Ausgangspunkt dieses Threads die Antwort von Scylla war und nicht von Banji. Insofern ist der letzte Absatz gewissermaßen im falschen Posting

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Vielleicht sollte man erstmal ein Licht in der Welt sein, damit es überhaupt etwas zu erklären gibt. Die beste Mission wäre nämlich so ein Licht zu sein, dass sich in der Dunkelheit zeigt und die Menschen anregt mal nachzufragen, wie die das machen, die Christen. Bergpredigt usw. usf. Und vielleicht ist ja die Menschen zusammen zu bringen ein ganz guter erster Schritt. Anstatt also Menschen unegfragt vollzutexten, ein Licht sein, um Nachfrage zu erzeugen. Das sollte eigentlich Konsens sein.

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4760
Veröffentlicht von: @lavoisine

Anstatt also Menschen unegfragt vollzutexten, ein Licht sein, um Nachfrage zu erzeugen. Das sollte eigentlich Konsens sein.

Ich würde daraus keinen Gegensatz machen. Beides ist notwendig. Und das sollte eigentlich Konsens sein.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Warum ist eigentlich Menschen ungefragt vollquatschen notwendig?

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4760
Veröffentlicht von: @lavoisine

Warum ist eigentlich Menschen ungefragt vollquatschen notwendig?

Es geht auch geschickter statt ungefragt vollquatschen.

Andererseits: Wenn du jemanden davon überzeugen willst, von der Eisscholle zu gehen, die bald auseinanderbrichst, dann wirst du ihn auch "vollquatschen", statt einfach nur zuzuschauen, wie er es sich an einem Ort gemütlich macht, der saugefährlich ist.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

Andererseits: Wenn du jemanden davon überzeugen willst, von der Eisscholle zu gehen, die bald auseinanderbrichst, dann wirst du ihn auch "vollquatschen", statt einfach nur zuzuschauen, wie er es sich an einem Ort gemütlich macht, der saugefährlich ist.

Pastoren, die sich an Klimademonstrationen beteiligen, wären doch ein Anfang.

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Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

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Veröffentlicht von: @lavoisine

Pastoren, die sich an Klimademonstrationen beteiligen, wären doch ein Anfang.

Du hast mein Gleichnis wörtlich genommen? Eine Demo gegen Klimawandel wird aber nicht verhindern, dass die Eisscholle in wenigen Stunden nicht mehr da ist.

Oder nehmen wir ein anderes Bild: Du willst jemanden überreden, ein Haus zu verlassen, das brennt, nur der sieht den Brand noch nicht.

Oder ohne Bild: Rö 1,18 (und die folgenden zwei Kapitel bis 3,20).

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

Oder nehmen wir ein anderes Bild: Du willst jemanden überreden, ein Haus zu verlassen, das brennt, nur der sieht den Brand noch nicht.

Dann sind die Zeugen Jehovas die einzigen, die es richtig machen. Auf auf!

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4760
Veröffentlicht von: @lavoisine

Dann sind die Zeugen Jehovas die einzigen, die es richtig machen. Auf auf!

Du meinst, die haben die richtige Mischung von Predigt und Vorbild?

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Nein, die strengen sich tatsächlich stark an die Menschen so zu warnen, wie man warnen würde, wenn etwas so heikles droht. Eine ausgewogene Mischung wäre ja quasi fahrlässig.

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @hkmwk

Die erste Aufgabe der Pastoren besteht in der Gesellschaft doch darin, zu erklären, was Gott für uns getan hat und wie man sich zu ihm bekehrt.

Wenn jemand das, was er glaubt, auch lebt und man es ihm anmerkt, werden die Menschen das merken und nachfragen.
Wenn das nicht der Fall ist, kann man sich seine Erklärungen auch schenken. Die interessieren dann nämlich niemanden.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Content Marketing
Genau. Und so kommt es, dass jeder Baumarkt ein besseres Marketing hat, als die Kirchen. Das nennt sich Content Marketing und Storytelling. Die Geschichte von Jesus alleine reicht nun einmal nicht aus wenn es kaum Menschen gibt, die das durch Jesus möglich gemachte nicht vor aller Welt ausleben und damit etwas anbieten, was erfahrbar zu funktionieren scheint.

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Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn jemand das, was er glaubt, auch lebt und man es ihm anmerkt, werden die Menschen das merken und nachfragen.

Aber es muss auch eine Glaubenswahrheit geben, die unabhängig vom gelingenden Tun eines Menschen existent ist, die einfach befreiende Botschaft für denjenigen ist, der sie hört.

Wenn Dein Satz oben 1:1 funktionieren würde, dann scheint es, gibt es von diesen Menschen in der katholischen und evangelischen Kirche nicht mehr sehr viele. Bei den zahlenmäßigen Mitglieder-Rückgängen in den beiden Großkirchen.

Insofern glaube ich, dass da noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

banji antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @banji

Aber es muss auch eine Glaubenswahrheit geben, die unabhängig vom gelingenden Tun eines Menschen existent ist, die einfach befreiende Botschaft für denjenigen ist, der sie hört.

Wenn diese Botschaft nicht gelebt und umgesetzt wird, taugt sie nichts. Oder um es mit den Worten des Jakobus zu sagen: Glaube ohne Werke ist tot.

Veröffentlicht von: @banji

Wenn Dein Satz oben 1:1 funktionieren würde, dann scheint es, gibt es von diesen Menschen in der katholischen und evangelischen Kirche nicht mehr sehr viele.

Es sind nicht viele, aber es gibt sie.

Veröffentlicht von: @banji

Bei den zahlenmäßigen Mitglieder-Rückgängen in den beiden Großkirchen.

Derdemografische Wandel macht auch vor Kirchentüren nicht halt - das trifft Volks- und Freikirchen gleichermaßen.
Übrigens gibt es auch Gemeinden mit gegenläufiger Entwicklung - wir habe in den letzten Jahren enorm von der Zuwanderung aus Afrika, Süd- und Osteuropa profitiert.

suzanne62 antworten


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