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Rassismus?

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Chai
 Chai
Themenstarter
Beiträge : 5695

Im Israel-Thread von @Martha (Leugnung Existenzrecht Israel strafbar? – Politik, Wirtschaft & Soziales – Jesus.de-Forum) wurde über das Thema 'Rassismus' diskutiert, was das Thema dieses Threads sprengt. 

Deshalb dieser Thread, in dem über das Thema Rassismus und wie es definiert werden könnte / sollte, weiterdiskutiert werden kann. 

Antwort
67 Antworten
Alescha
Beiträge : 8606

@chai 

@chey

Auch diesen Gedanken möchte ich nochmal aufgreifen: Ausgang war ja die Behauptung, dass es rassistisch sei, ausländisch aussehende Personen zu fragen, wo sie herkommen und es Rassismus sei, aufgrund des Äußeren anzunehmen, dass jemand nicht deutsch sei.

Ich verstehe einfach nicht, warum hier klarer Rassismus, nämlich die Trennung von Menschen nach Hautfarbe bei der deutschen Nationalität, derart verteidigt wird.

Nur weil ich sage, dass es meiner Meinung nach nicht rassistisch ist, wenn man nicht zwangsläufig davon ausgeht, dass jemand den deutschen Pass hat? Es leben immerhin 14 Millionen Menschen hier in Deutschland, die keine Deutschen sind. 

Kann es eigentlich nicht umgekehrt übergriffig sein, wenn man alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, zu Deutschen erklärt, ob die das wollen oder nicht? Nur mal so als Denkanstoß. 

 

alescha antworten


Chey
 Chey
Beiträge : 1449

@chai 

Ich würde das gern mal auf einen einzigen Fall runter brechen, der auch im anderen Thread auftaucht und aus dem sich die Diskussion überhaupt entwickelt hat. 

Ich habe bei den ganzen anderen dann dazu gefügten Fällen den Eindruck, dass damit vom wesentlichen abgelenkt werden soll.

Der Fall: Wenn man in Deutschland einen Schwarzen und einen Weissen sieht, keine weiteren Unterschiede, ist es dann rassistisch, anzunehmen, dass zunächst der Weisse Deutscher ist und der Schwarze nicht?

Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

VG

Chey

chey antworten
41 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6383

@chey Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

Immer, wenn ethische Urteile glasklar werden, löst das Fluchtimpulse bei mir aus.

jack-black antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@jack-black 

Manches sollte man nicht relativieren oder kleinreden.

VG

Chey

chey antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 26 Jahren

Beiträge : 1793

@chey 

Halte dich selbst dran. Dein gefühlter Rassismus macht Rassismus lächerlich.

johnnyd antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6383

@chey Manches sollte man nicht relativieren oder kleinreden.

Lieber relativieren als absolut setzen.

jack-black antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@chey 

einen Schwarzen und einen Weissen sieht, keine weiteren Unterschiede, ist es dann rassistisch, anzunehmen,

Erstmal gar nix annehmen, sondern dezent auf weitere Hinweise, wie sprachliche Akzente, lauschen, wäre die Praxisempfehlung. 😉 

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3753

@chey 

Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

Rassismus hat etwas mit Ausgrenzung zu tun. Nur weil ich mich frage, ob er ein Deutscher ist, heißt das doch nicht, dass man diesen Menschen dann ausgrenzt, wenn er keiner ist. 

 

stern antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@stern 

Doch, genau das ist es

Wenn Du allein auf Grund der Hautfarbe die Nationalität in Frage stellst, grenzst Du aus. Du stellst nämlich in Frage, ob derjenige wirklich hierher gehört. 

Wenn Du es bei jedem  Menschen gleich machst, wäre es kein Problem,  es nur bei Schwarzen zu machen, ist Rassismus.

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

Warum? Wird die POC dadurch als minderwertig oder unterlegen betrachtet, abgewertet oder diskriminiert?

 

 

alescha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@alescha 

Ja, das in Frage stellen der Nationalität nur auf Grund der Hautfarbe ist eine Ausgrenzung.

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

Ich frage mich allmählich nach dem praktischen Bezug der ganzen Diskussion.

Es wird sich ja im kaum jemand hinstellen und so einer Person sagen: "Du bist kein Deutscher, mit dir rede ich nicht" oder so ähnlich. Es sei denn, man ist tatsächlich Rassist.

Fragt man sich in Gesprächen eigentlich nach der Nationalität ab? Wohl kaum.

Man unterhält sich, irgendwann fragt einer interessehalber, wo der andere herkommt. Und zack ist man rassistisch und grenzt andere aus.

Bisschen absurd, finde ich. Aber o.k., nachdem Du befindest

Das ändert sich auch nicht dadurch  dass Menschen mit derart rassistischer Einstellung sich gegenseitig bestätigen  dass dem nicht so ist.

bin habe ich wohl eine rassistische Einstellung und bin damit Rassistin.

 

alescha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@alescha 

Dann mal zu Dir direkt. Ich denke, du hast hier eine rassistische Einstellung, aber ich sehe Dich nicht als Rassistin.

So traurig es ist, aber derartige rassistische Einstellungen sind immer noch sehr weit verbreitet. Was sich ja hier auch zeigt.

Ich selbst bin davon ebenfalls nicht frei. Ich bin wie wohl nahezu aller meiner Generation damit aufgewachsen. Ich versuche es mir nur in solchen Situationen bewusst zu machen und mich zu ändern. 

Derartige Diskussionen gab es schon immer. Warum nicht ' Neger' sagen, wenn es nicht abwertend gemeint ist? Hat Jahrzehnte gedauert, bis es bis auf die wirklichen Rassisten alle verstanden haben.

Hier ist jetzt das Thema, das es keinen Unterschied gibt zwischen Schwarzen und Weissen, ob sie Deutsche sind. Das wird wohl auch noch etwas dauern, bis bei diesem Thema nur noch die Hardcore-Rassisten übrig sind 

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

Hier ist jetzt das Thema, das es keinen Unterschied gibt zwischen Schwarzen und Weissen, ob sie Deutsche sind.

Wenn sie denn Deutsche sind. Dann gibt es keinen Unterschied, wenn dann doch einer einen Unterschied sieht, ist es m.E. auch kein Problem, von einer rassistischen Einstellung auszugehen.

Hier ist es aber offensichtlich Thema, ob man bei einer POC oder überhaupt einer Person mit südländischem Aussehen automatisch davon auszugehen hat, dass die betreffende Person deutsch ist. Und wer das nicht tut, hat Dir zufolge auch schon eine rassistische Einstellung. 

Und das finde ich falsch. Der "typische" Deutsche ist nunmal eher hellhäutig, das ändert sich erst allmählich. Dass man bei einer dunkelhäutigeren Person erstmal davon ausgeht, dass sie nicht deutsch ist, ist da kein Rassismus. 

Interessant finde ich hier übrigens, dass Du überhaupt nicht auf das eingehst, was ich sage. Beispielsweise, welche Relevanz die Frage nach der Nationalität im Alltagsgespräch überhaupt hat. Du knallst mir und anderen hier einfach eine rassistische Einstellung vor den Latz. 

Ebensowenig scheint Dich die Frage zu interessieren, ob es nicht andersrum übergriffig ist, mal eben die rund 12 bis 12 einhalb Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (immerhin rund 15% der Bevölkerung) mal sicherheitshalber zu Deutschen zu erklären, weil alles andere wäre ja rassistisch. Vielleicht wollen die gar nicht deutsch sein sondern sind mit ihrer Identität als Türke, Ghanaer, Syrer etc. recht zufrieden? 

 

alescha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@alescha

Bei den 12 Millionen Nichtdeutschen sitzt aber dadurch Verhältnis schwarz zu weiss genauso wie bei den Deutschen.

Mir geht es hier nicht um Südländer, ich würde gern bei dieser einen Gruppe von Schwarzen bleiben. Sollte doch möglich sein.  

Mir geht es um die innere Einstellung,  die durch diese Fragen zum Ausdruck kommen.

'Wo kommst du denn her?'

Das meint doch eben bei Weissen: Bielefeld, Dresden oder Hamburg 

Und bei Schwarzen: Ghana, Kongo oder Südafrika 

Zumindest häufig. Schön, wenn nicht, dann ust ja alles okay. Nur wenn Du hier z.b. Lucan liest, ist ein Schwarzer eben nicht so klar Deutscher wie ein Weisser.

Und das ist Rassismus. Weil es eben nicht stimmt. Sondern ein Vorurteil ist.

Wir haben inzwischen Schwarze in der 6. Generation in Deutschland.  Da bin ich mir nicht mal bei meiner Familie sicher, ob das bei mir so ist.

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

Bei den 12 Millionen Nichtdeutschen sitzt aber dadurch Verhältnis schwarz zu weiss genauso wie bei den Deutschen.

Gefühlt oder belegt?

Mir geht es hier nicht um Südländer, ich würde gern bei dieser einen Gruppe von Schwarzen bleiben. Sollte doch möglich sein.  

Warum? Ist Rassismus gegen Südländer weniger schlimm wie der gegen Schwarze? Warum machst Du da jetzt einen Unterschied?

Wir haben inzwischen Schwarze in der 6. Generation in Deutschland.  Da bin ich mir nicht mal bei meiner Familie sicher, ob das bei mir so ist.

Du musst aber zugeben, dass das eher die Ausnahme ist. Bei den meisten dürfte es so sein, dass deren Eltern noch im Ausland geboren wurden. 

'Wo kommst du denn her?'

Das meint doch eben bei Weissen: Bielefeld, Dresden oder Hamburg 

Wenn ich höre, dass der Betreffende mit Akzent spricht, womöglich auch Ukraine, Schottland, Rumänien oder Spanien.

Ist das dann auch rassistisch, oder könnte es auch sein, dass man einfach nur interessiert ist? Oder sogar vielleicht mal, wie meine Mutter, die Gelegenheit nutzen will, mal wieder Ukrainisch zu sprechen?

Und bei Schwarzen: Ghana, Kongo oder Südafrika 

Wo ist das Problem? In Schottland habe ich mit einer stolzen Motswana in einer WG gewohnt. 

alescha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@alescha 

Das Problem hsbe ich gerade Lucan erläutert.

Die Zahl ist belegt, wenn wir uns nicht um bis zu 5 Prozent Unterscheid streiten wollen.  Darauf bin ich hier ja schon eingegangen. Manche haben hier die Quelle Afrozensus kritisiert ( pauschal ohne es zu begründen). Ich habe inzwischen weiter dazu gelesen. Die Quelle ist so gut, dass sich darauf auch Stellen wie z.b. die Bundeszentrale für politische Bildung beziehen. Sie hat nicht die Qualität wie Zahlen des staatlichen Zensus, aber sie ist seriös und rs gibt wohl nichts besseres  Die Alternative wären, das wir alle einfach raten.

Und ich bleibe bei Schwarzen, weil jede Gruppe ihre Spezifikationen hat. Hautfarbe ist nun mal besonders deutlich. 

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

Die Zahl ist belegt

Es wurde allerdings auch schon die Frage aufgeworfen, wie belastbar die ist.

Manche haben hier die Quelle Afrozensus kritisiert ( pauschal ohne es zu begründen)

Dann begründe ich es mal: Die Ergebnisse des Afrozensus sind nicht repräsentativ. Mehr dazu hier: https://www.journal-pb.de/blog/lebensrealitaeten-schwarzer-menschen-in-deutschland

Die Quelle ist so gut, dass sich darauf auch Stellen wie z.b. die Bundeszentrale für politische Bildung beziehen.

Weil man hier leider nichts Besseres zur Verfügung hat. 

Es geht mir hier allerdings nicht darum, die Zahl anzuzweifeln.

Es ging mir darum:

Bei den 12 Millionen Nichtdeutschen sitzt aber dadurch Verhältnis schwarz zu weiss genauso wie bei den Deutschen.

Wie kommst Du da zu welchem Verhältnis?

Und ich bleibe bei Schwarzen, weil jede Gruppe ihre Spezifikationen hat. Hautfarbe ist nun mal besonders deutlich. 

Das trifft auch auf Personen mit südländischem Aussehen, etwa Türken, Syrer, Marokkaner etc. zu. Und tatsächlich haben die ja auch Erfahrungen mit Rassismus hier. Deswegen ist für mich das Beharren nur auf Schwarze, wenn es um Rassismus geht, selektiv und willkürlich. Oder ist der Rassismus gegen Schwarze schlimmer als der gegen andere Personen? Wenn ja, warum?

Und auf meine Anmerkungen zu der Frage, ob es schon rassistisch ist, Personen nach ihrer Herkunft zu fragen, bist Du gar nicht erst eingegangen. Habe ich aber auch nicht mehr erwartet, um ehrlich zu sein. Leider. Da scheint es so, dass Du anderen rassistisches Denken unterstellen willst.

 

alescha antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@alescha 

Gefühlt oder belegt?

 Würde belegt eigentlich Deine Meinung ändern?

VG

Chey

chey antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@chey 

 Würde belegt eigentlich Deine Meinung ändern?

Ich würde einfach gerne Dein Argument verstehen. Denn wenn Du von einem Verhältnis von schwarz zu weiß redest. Erkläre mir den Satz am besten nochmal.

alescha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1628

@alescha 

Der "typische" Deutsche ist nunmal eher hellhäutig, das ändert sich erst allmählich. 

😳

martha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@martha 

Hast Du ein Problem damit, dass immer mehr Deutsche dem Klischee "Blond und blauäugig" nicht mehr entsprechen, oder warum der 😳 ?

alescha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1628
alescha schrieb:
 
Der "typische" Deutsche ist nunmal eher hellhäutig, das ändert sich erst allmählich. 
 
 
 
Veröffentlicht von: @alescha

@martha 

Hast Du ein Problem damit, dass immer mehr Deutsche dem Klischee "Blond und blauäugig" nicht mehr entsprechen, oder warum der 😳 ?

Blond und blauäugig

Meine Tochter ist eine wunderschöne, hellhäutige blonde Frau mit grau-grünen Augen. Aufgrund ihres Aussehens wird sie häufig für eine Russin oder Ukrainerin gehalten. Ihre Urgroßeltern kamen einst aus Königsberg nach Deutschland.

Weil sie sich wiederholt sogenannte „Blondi-Sprüche“ anhören musste, färbte sie sich zeitweise die Haare braun. Damals war ich darüber sehr bestürzt. Umso mehr freut es mich, dass sie solche Sprüche inzwischen einzuordnen weiß und selbstbewusst mit ihrem Aussehen umgeht.

Zunächst einmal: Hellhäutig bedeutet nicht automatisch blond und blauäugig. Außerdem frage ich mich, was du mit „typisch Deutsch“ eigentlich meinst.

Ja, ich persönlich finde helle Hauttypen und bei Frauen insbesondere blondes Haar in Verbindung mit hellen Augen sehr schön. Auch empfinde ich das vertraute europäische Erscheinungsbild als etwas Schönes und kann bedauern, dass es sich gesellschaftlich verändert. Das ist eine persönliche ästhetische Empfindung und keine Aussage über den Wert eines Menschen oder darüber, wer deutsch sein darf.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, aus einem Emoji unmittelbar auf meine Haltung zu schließen. Wenn du wissen möchtest, was ich damit ausdrücken wollte, kannst du mich einfach fragen, anstatt mir eine Absicht zu unterstellen.

martha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@martha 

Hellhäutig bedeutet nicht automatisch blond und blauäugig.

Du hast schon gesehen, dass ich von einem Klischee sprach und "blond und blauäugig" in Anführungszeichen gesetzt habe? Was glaubst Du, warum ich das gemacht habe?

Natürlich ist mir bewusst, dass hellhäutig nicht automatisch blond und blauäugig ist.

Der "typische Deutsche" entspricht dem mitteleuropäischen Phänotyp.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, aus einem Emoji unmittelbar auf meine Haltung zu schließen. Wenn du wissen möchtest, was ich damit ausdrücken wollte, kannst du mich einfach fragen, anstatt mir eine Absicht zu unterstellen.

Ich habe doch gefragt. Ich finde es übrigens mitunter problematisch, wenn Emoticons das geschriebene Wort nicht ergänzen, sondern komplett ersetzen. Das führt nicht selten zu Missverständnissen.

 

 

alescha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1628

@alescha 

Ich habe doch gefragt. 

Du hast recht, du hast gefragt – ich empfand die Frage allerdings schon als etwas suggestiv.

Der "typische Deutsche" entspricht dem mitteleuropäischen Phänotyp.

Was genau verstehst du darunter?

martha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@martha 

Was genau verstehst du darunter?

Überwiegend helle bis leicht gebräunte Haut, überwiegend helle Augen (blau, grün, grau) und Haarfarben wie blond, rötlich, dunkelblond und braun. 

alescha antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1847

@alescha 

Das sehe ich nicht als Problem, wohl aber das sie im Regelfall der Heimat und Kultur ihrer Großeltern näher stehen als der hiesigen.

So funktioniert ein Staat nicht.

kappa antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8606

@kappa 

Das sehe ich nicht als Problem, wohl aber das sie im Regelfall der Heimat und Kultur ihrer Großeltern näher stehen als der hiesigen.

Das würde ich nicht mal pauschal als Problem sehen. 

So hat sich wohl kaum jemand darüber aufgeregt, dass ein Ministerpräsident von Niedersachsen namens McAllister eine doppelte Staatbürgerschaft hatte, zu besonderen Gelegenheiten in einer ausländischen Tracht (genannt Kilt) herumlief und Baumstämme durch die Gegend warf ("tossing the caber"). Niemand wäre auf die Idee gekommen, abschätzig von "dem Schotten" zu sprechen.

Während es genug Leute gibt, die den derzeitigen Ministerpräsidenten in abwertenden Manier als "den Türken" bezeichnen, obwohl der akzentfrei Schwäbisch spricht, glühender VfB Stuttgart-Fan ist und meint, die schwäbische Brezel solle immaterielles Kulturerbe der Unesco werden. Schwäbischer als der kann man fast nicht mehr sein. Und trotzdem: "Der Türke", den die AfD am liebsten abschieben würde (die passende Antwort hierauf: Klick mich

So funktioniert ein Staat nicht.

Solange sich die Leute an die hier geltenden Gesetze halten und kein Problem mit unserer FDGO haben - warum nicht? Die mögen befremdliche Sitten und Gebräuche haben, das mag den einen oder anderen stören, das ist, solange das im Rahmen unserer FDGO abläuft, aber nichts, was die Funktion unseres Staates beeinträchtig.

Eine Bedrohung für den Staat sind da eher Biodeutsche und Zugereiste aller Couleur, die die FDGO aushebeln wollen.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@kappa 

Das sehe ich nicht als Problem, wohl aber das sie im Regelfall der Heimat und Kultur ihrer Großeltern näher stehen als der hiesigen.

Es gibt auch Deutsche, die eine große Zuneigung etwa zur französischen Kultur empfinden, auch wenn sie da gar keine familiären Verbindungen haben. 

Sehe ich auch nicht als Problem, so lange man sich als Deutscher immer noch Deutschland zugehörig fühlt.

Dass da am eigenen Staat eh viel kritisiert und genörgelt wird ist ja hierzulande nun auch völlig normal - da können wir von Zugezogenen (In welcher Generation auch immer) wohl kaum mehr verlangen als von den Einheimischen.

 

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Ich denke, du hast hier eine rassistische Einstellung, aber ich sehe Dich nicht als Rassistin.

"Rassisten" definieren sich durch eine rassistische Einstellung.

Was du hier darlegst, ist ein Freibrief für alle echten Rassisten, die ja auch immer wieder beteuern, kein "Rassisten" zu sein... nur um direkt danach ihre rassistische Einstellung auszubreiten.

Also, entweder, oder - wenn du hier schon Leute beleidigst, dann stehe wenigstens dazu!

 

Derartige Diskussionen gab es schon immer. Warum nicht ' Neger' sagen, wenn es nicht abwertend gemeint ist? Hat Jahrzehnte gedauert, bis es bis auf die wirklichen Rassisten alle verstanden haben.

Ursprünglich war die Bezeichnung selbst tatsächlich nicht rassistisch, sie wurde aber oft in einem rassistischen Kontext gebraucht (Das heisst, der eigentlich neutrale Begriffe wurde in abwertenden Sätzen gebraucht).

Ich für meinen Teil halte es für einen Fehler, dass der Begriff von Schwarzen hierzulande nicht als Selbstbezeichnung aufgegriffen wurde, um damit die Deutungshoheit zu erlangen. So hat man ihn den Rassisten überlassen.

Aber ich gebe dir recht, dass man eben heutztage akzeptieren muss, dass der Begriff jetzt eben rassistisch gebraucht und verstanden wird. Wobei ich die krampfhafte Bezeichnung "N-Wort" absolut idiotisch finde... als ob schon die Aussprache des Wortes, egal in welchem Kontext, auf magische Weise Rassisten auf den Plan ruft.

Aber da sind wir wieder bei den eifrigen selbsternannten Rassisten-Jägern, die nur darauf lauern dass jemand "Neger" sagt, damit sie dann laut rufen können: "Er hat das N-Wort gesagt! Rassist!" und mit dem Finger auf ihn zeigen können...

 

Hier ist jetzt das Thema, das es keinen Unterschied gibt zwischen Schwarzen und Weissen, ob sie Deutsche sind.

Nein, das ist eine Verdrehung! Niemand hier zweifelt daran, dass Schwarze Deutsche sein können... und zwar völlig egal, welchen Hautton die Leute nun genau haben.

Ist ja nicht so, dass es da eine scharfe Grenze geben würde, trotzdem bestehen Leute wie du hier offensichtlich auf einer klaren Trennung.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Der Fall: Wenn man in Deutschland einen Schwarzen und einen Weissen sieht, keine weiteren Unterschiede, ist es dann rassistisch, anzunehmen, dass zunächst der Weisse Deutscher ist und der Schwarze nicht?

Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

Jemanden nicht für einen Deutschen zu halten bedeutet also eine Abwertung?

Alles klar...

 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@lucan-7 

Ja, das in Frage stellen der Nationalität nur auf Grund der Hautfarbe ist eine Ausgrenzung.

Das ändert sich auch nicht dadurch  dass Menschen mit derart rassistischer Einstellung sich gegenseitig bestätigen  dass dem nicht so ist.

VG

Chey

 

 

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Ja, das in Frage stellen der Nationalität nur auf Grund der Hautfarbe ist eine Ausgrenzung.

Das ändert sich auch nicht dadurch  dass Menschen mit derart rassistischer Einstellung sich gegenseitig bestätigen  dass dem nicht so ist.

Es sind nicht "Menschen mit rassistischer Einstellung", die mich bestätigen, sondern die Betroffenen selbst, mit denen ich ständig zu tun habe.

Denn die haben in der Tat immer wieder mit Diskriminierung und Rassismus zu tun. Aber ob man sie nun für Deutsche hält oder nicht spielt dabei nicht die geringste Rolle, die haben ganz andere Probleme.

Meine Frau hat übrigens ein "südländisches" Aussehen und wird deshalb auch nicht für eine Deutsche gehalten. Und - oh Wunder - sie ist auch keine Deutsche (Staatsbürgerschaft bekommst sie erst demnächst).

Anscheinend werde ich ihr jetzt schonend beibringen müssen, dass ein kluger, moralisch überlegener Mensch im Internet herausgefunden hat, dass sie die ganze Zeit "glasklar rassistisch beleidigt" wurde... und das, obwohl sie sich mit den Leuten hier bestens versteht und keine Probleme hat (Auch wenn sie schon entsprechende Erlebnisse hatte). Ach ja, und nach all den Jahren werde ich ihr wohl auch erklären müssen, dass sie mit einem Rassisten verheiratet ist. Wird wohl ein großer Schock sein, aber wenn ein kluger Mensch wie du das festgestellt hat, dann muss es wohl so sein.

Ernsthaft: Natürlich sollte dir die Gesellschaft dankbar sein, dass du dir an deinem Schreibtisch so viel Mühe gibst, darüber nachzudenken, was man nicht noch alles als "Rassismus" brandmarken könnte, nachdem ja so viele Menschen hierzulande echte tägliche Diskriminierung erleben. Bestimmt findest du da noch viel mehr, was alles als "Diskriminierung" angesehen werden kann. Nur nicht aufgeben, es gilt noch so viele "Rassisten" zu entlarven! (Heisser Tip: Es werden gelegentlich verschiedene Kosmetikreihen für "schwarze" und "weisse" Haut angeboten... wenn das mal nicht Rassismus ist!)

Oh, und im übrigen ist mir natürlich klar, dass du deinerseits hier und da auch Menschen mit Migrationshintergrund finden wirst, die deiner Aussage zustimmen werden.

Denen kann ich nur sagen: Ich muss nicht über jedes Stöckchen springen, das man mir hinhält. Auch da leben Menschen in ihrer eigenen Blase und träumen von einer Multikulti-Welt, die mit der Realität leider nicht viel zu tun hat.

Ich mache mir die Sache da nicht einfach, aber vor allem grübele ich nicht in meinem stillen Kämmerlein vor mich hin wie ich mir die Welt wohl wünschen würde und wem ich noch alles das Etikett "Rassist" anheften könnte um mich besser zu fühlen... ich bin direkt bei den Menschen, bei den Betroffenen, in der Realität. Und das seit vielen Jahren, und glaube mir, ich habe da auch selbst etliches lernen und hinterfragen müssen.

Lustigerweise wollte man mir hier, als ich das erwähnt habe, auch daraus noch einen Strick drehen... klar, wenn man glaubt da erst mal jemanden in der Zange zu haben, dann will man natürlich um jeden Preis recht behalten... am Ende müsste man ja womöglich noch seine Position überdenken, und so etwas kommt natürlich nicht in Frage nachdem man so viel Mühe in seiner moralischen Überlegenheit aufgewendet hat!

Daher erwarte ich hier auch nichts mehr. Ich nehme zur Kenntnis, dass du die Realität nicht zur Kenntnis nehmen willst. Wenn du dich damit besser fühlst, dann sei dir das gegönnt.

Aber halte dich zurück, wenn du dich bemüßigst fühlst, andere Leute hier zu beleidigen und ihnen um jeden Preis irgendwelche rassistischen Narrative reinzuwürgen, nur weil du deine eigene Rechthaberei nicht überwinden magst.

Wie heisst es doch so schön: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal F...."

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@lucan-7 

Wenn man den jüdischen Nachbarn freundlich grüsst, kann man doch kein Antisemit sein. So in der Art klingt deine Erwiderung.

Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass gerade Deine ehrenamtliche Arbeit zu Deiner Sichtweise geführt hat, hier Schwarze anders zu sehen, obwohl das zahlenmäßig gar nicht gegeben ist?

Du bist quasi in einer Blase. Das ist gerade im ehrenamtlichen oder auch beruflichen Kontext sehr verbreitet. Bei der Polizei z.b. ist das ein bekanntes Problem, dass man heute dort auch sieht. Hat aber auch gedauert.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass gerade Deine ehrenamtliche Arbeit zu Deiner Sichtweise geführt hat, hier Schwarze anders zu sehen, obwohl das zahlenmäßig gar nicht gegeben ist?

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass du hier unbedingt rechtbehalten willst?

Ich habe nicht ausschliesslich mit Migranten zu tun, die neu ins Land gekommen sind. Einige haben auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Andere nicht. Das sehe ich ihnen aber nicht an.

Und dann möchten manche eine Ausbildung machen, welche die deutsche Staatsbürgerschaft voraussetzt, etwa bei der Polizei. Und jetzt bin ich aber ein "Rassist", wenn ich bei jemandem, der südländisch aussieht und keinen traditionell deutschen Namen trägt, nachfrage ob er auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Wie kann ich es nur wagen, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass er kein Deutscher sein könnte...

Das Problem ist, dass du nicht unterscheidest zwischen der Frage, ob jemand möglicherweise Ausländer ist und der Feststellung, dass jemand aufgrund seines Aussehens auf keinen Fall Deutscher sein kann.

Ich begegne häufig Menschen auf der Straße, die etwa russisch oder ukrainisch aussehen, und häufig liege ich damit auch richtig, dass es tatsächlich Russen oder Ukrainer sind. Auch das hängt mit der Arbeit zusammen, weil mir da bestimmte Dinge im Aussehen und Auftreten eben auffallen.

Und ich sage dir was: Ich halte es umgekehrt für bedenklich, wenn man die Zuschreibung einer anderen Nationalität als "abwertend" betrachtet und erwartet, in Deutschland ausschliesslich Deutsche zu sehen die selbstverständlich auch als Deutsche betrachtet werden müssen. Und alles andere wäre eine "Beleidigung".

Nein, es ist keine Beleidigung, einen unbekannten Menschen, dem man irgendwo begegnet für einen Spanier, Franzosen oder Ägypter zu halten! Es ist völlig normal einen Menschen nach seinem Äusseren einzuschätzen und Vermutungen anzustellen. Manchmal liegt man damit richtig, manchmal liegt man damit falsch.

Und die Vermutung: "Die Frau dort sieht aus wie eine Spanierin" ist nicht gleichbedeutend mit der Einschätzung "Das kann keine Deutsche sein!". Denn es ist ja nur eine Vermutung, die andere Möglichkeiten nicht ausschliesst. 

Und wenn ich in einigen Jahren tatsächlich nach Spanien auswandern sollte, dann erwarte ich dort auf keinen Fall, für einen Spanier gehalten zu werden... auch nicht, wenn ich nach einiger Zeit die spanische Staatsbürgerschaft erhalten sollte. Und ich wüsste wirklich nicht, weshalb ich deshalb beleidigt sein sollte...

Das ist nicht viel anders, als einen Menschen nach seinem Aussehen für einen Lehrer, Bauarbeiter oder Rechtsanwalt zu halten, weil man das Erscheinungsbild eben für typisch hält.

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@lucan-7 

Es geht um Ausgrenzung,  nicht Beleidigungen. 

Es ist keine Beleidigung, einen Schwarzen Deutschen für einen Südafrikaner zu halten, es ist ausgrenzend, weil man ihm auf Grund seiner Hautfarbe nicht als einen von hier ansieht.

Es geht doch nicht nur um Dich. Diese Ausgrenzung von Schwarzen Deutschen in der Gesellschaft führt zu Nachteilen bei Arbeit, Wohnung,  führt teilweise zu ungerechtfertigte Polizeiaktionen und vielem weiteren.

Das solltest Du wissen.

Und dazu trägt Deine Einstellung, wenn auch nur im kleinen, durchaus bei. Weil Du Teil der Gesellschaft bist.

VG

Chey

chey antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Es geht um Ausgrenzung,  nicht Beleidigungen. 

Es ist keine Beleidigung, einen Schwarzen Deutschen für einen Südafrikaner zu halten, es ist ausgrenzend, weil man ihm auf Grund seiner Hautfarbe nicht als einen von hier ansieht.

Mir scheint, wir nähern uns dem Kern des Problems...

Du bist also der Meinung, dass nur Deutsche Teil unserer Gemeinschaft sein können, und Menschen anderer Nationalitäten stehen deshalb aussen vor?

Ich habe dir gesagt, dass meine Frau nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat.

Demnach betrachtest du sie also Aussenstehende, die nicht zu uns gehört?

lucan-7 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1628

@lucan-7 

weil man das Erscheinungsbild eben für typisch hält.

Ich schrieb's ja: phänotypisch.

martha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@martha 

Ich schrieb's ja: phänotypisch.

Kleidung, Frisur und Gesten haben nichts mit dem "Phänotyp" zu tun, sind aber trotzdem typisch für bestimmte Kulturen.

 

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
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Beiträge : 556

@chey 

Meiner Ansicht nach ist das glassklarer Rassismus.

💯

rafael antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1847

@chey 

Ist es Rassismus mathematische Wahrscheinlichkeiten anzunehmen?

Hier in Heilbronn sind sehr viele dunkelhäutige Personen kürzlich (seit den 10ern) ins Land gekommen und die haben in den meisten Fällen eben keine Deutsche Staatsbürgerschaft. 

Es gibt dazu aber auch Abstämmige der US Soldaten von früher die haben vermutlich die Deutsche Staatsbürgerschaft, sind aber mit Amerika vermutlich mehr verbunden als mit Deutschland, so wie 90 Prozent aller Personen mit Migrationshintergrund und der alten Heimat ihrer Familien.

Mich als eher rechts oder Rechtskonservativ stehendem Menschen in dieser Frage interessiert hier deshalb, wie die Personen mit Migrationshintergrund diese Kultur usw. annehmen oder ob sie noch mit einem Staat verbandelt sind und bleiben den Sie vielleicht noch nie betreten haben. Die Hautfarbe ist da egal, das muss man so sagen. Auch in der Vergangenheit sind immer wieder Menschen nach Deutschland eingewandert. Nur sind diese dann aufgrund der Unmöglichkeit Kontakt mit der Heimat wie zum Beispiel die Hugenotten, zu halten, schneller auch ein Teil der Prägungen und Kultur geworden.

Das kann man freilich nicht erzwingen, das sind eigentlich auch heute noch Prozesse wo unter normalen Bedingungen automatisch laufen sollten. In normalen Staaten.

Der Pass ist mir bei der Betrachtung völlig Wurst, in 50 Jahren haben wir wahrscheinlich alle einen Europäischen.

Wenn ich also eine dunkelhäutige Person sehe mache ich mir gar keine Gedanken darüber was für ein Papier er in der Tasche hat, das ist ja absurd, weil es mir egal sein kann.

Ich bin mir aber als Deutscher ohne Migrationshintergrund aber vollkommen bewusst, das meine nennen wir es Volksgruppe oder Kulturelle Gruppe,  zunächst zur Minderheit wird und langfristig assimiliert wird. Wir haben viel zu wenig Kinder, zu viel Auswanderung, keine Heimatverbundenheit und die Einwanderer behalten im Regelfall ihre eigene Identität.

Da wir sonst keine andere Heimat haben, finde ich das schon bitter, mir ist das nicht egal. Unsere eigene Abstammung die dieses Land hier geprägt hat ist nicht Nichts.

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 29982

@kappa 

Wenn ich also eine dunkelhäutige Person sehe mache ich mir gar keine Gedanken darüber was für ein Papier er in der Tasche hat, das ist ja absurd, weil es mir egal sein kann.

Genau das scheint mir hier der Knackpunkt zu sein. Ich beurteile Menschen danach, wie sie mir begegnen - nicht danach, welche Papiere sie in der Tasche haben.

Ich bin es gewohnt, ständig mit Menschen anderer Nationen zusammen zu sein, was Familie und Freunde einschliesst. Und eben deshalb kommt es mir auch nicht in den Sinn, dass es jemanden "ausgrenzen" könnte, wenn ich eine andere Nationalität als die deutsche annehme. 

Mir stehen persönlich viele Menschen näher, die keine Deutsche sind, als andere, die einen deutschen Pass haben. Das ist einfach kein Kriterium für mich.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5695
Veröffentlicht von: @lucan-7

@kappa 

Wenn ich also eine dunkelhäutige Person sehe mache ich mir gar keine Gedanken darüber was für ein Papier er in der Tasche hat, das ist ja absurd, weil es mir egal sein kann.

Genau das scheint mir hier der Knackpunkt zu sein.
Ich beurteile Menschen danach, wie sie mir begegnen - nicht danach, welche Papiere sie in der Tasche haben.

Ja, das seh ich auch so. 
Es ist nicht (nur) der Pass, der einen Menschen integriert oder ausgrenzt. 

chai antworten
Chey
 Chey
Beiträge : 1449

@chai 

Was mir hier, wie auch bei der Antisemitismus-Diskussion vor einigen Wochen, auffällt, ist, dass manche -denen ich eine solche Reflektiertheit zutraue- nicht sehen, dass es diese Anfänge sind, die den Boden für Schlimmeres von schlimmen Menschen bereiten, die dann eben meinen, für die stille Mehrheit zu sprechen.

Es ist kein großer Schritt, Schwarzen erst mal das Deutschsein in Frage zu stellen und Weissen nicht zu

Schwarze Nationalspieler nicht haben zu wollen und ähnliches

Und letztlich allen anderen Diskriminierungen,  denen Nichtweisse in Deutschland ausgesetzt sind, was ja wohl hoffentlich keiner bestreiten wird, dass dem so ist.

Gerade in einem christlichen Forum hätte ich da etwas mehr Empathie erwartet. 

Schade

VG

Chey

 

 

chey antworten
3 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5695

@chey Ich hab das schon verstanden.
Aber ich seh umgekehrt auch, dass man mit dieser harten Sichtweise vielen Menschen, die keine Rassisten sind und sich auch nicht entsprechend verhalten, einfach unrecht tut.

chai antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1449

@chai 

Man tut keinem Unrecht, wenn man rassistischen Verhalten als solches benennt.

Ziel ist es ja nicht, denjenigen zu brandmarken sondern normale Menschen zum Umdenken zu bringen.

Dass das zumindest langfristig Erfolg haben kann, sieht man daran, dass bestimmte Begriffe heute nur noch von wirklichen Rassisten benutzt werden.

Andererseits zeigen die Diskussionen hier, wo ich davon ausgehen, dass hier keine Hardcore-Rassisten sind, dass das oft ein weiter holprigen Weg ist. Den man aber gehen muss.

VG

Chey

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29982

@chey 

Andererseits zeigen die Diskussionen hier, wo ich davon ausgehen, dass hier keine Hardcore-Rassisten sind, dass das oft ein weiter holprigen Weg ist. Den man aber gehen muss.

Oder du bist auf dem Holzweg, indem du es schlicht überbewertest, was für Papiere die Menschen in der Tasche haben.

Für mich spielt das keine Rolle. Für mich ist der Syrer genau so viel wert wie der Deutsche oder der Ukrainer.

Ich sehe darin auch keine "Ausgrenzung", weil viele meiner Freunde und Familie auch keinen deutschen Pass haben - das ist schlicht kein Kriterium für mich.

Wenn du allerdings meinst, dass "Zugehörigkeit" sich allein über die Staatsangehörigkeit definiert, dann hast du hier ein sehr eingeschränktes Blickfeld.

Für mich ist die Staatsangehörigkeit ein rein technischer Vorgang, mit dem hierzulande natürlich einige Privilegien einhergehen, was diese Papiere natürlich entsprechend wichtig macht.

Aber gesellschaftliche Zugehörigkeit definiert sich für mich nicht durch einen Stempel auf einem Dokument. Da sind für mich ganz andere Kriterien entscheidend.

 

lucan-7 antworten


Lucan-7
Beiträge : 29982

@chai 

Ich bin heute übrigens gefragt worden, ob ich ein Pole bin, weil ich angeblich so aussehe.

Fand ich ganz witzig und musste sofort an die Diskussion hier denken... nach mancher Aufassung hier bin ich damit ja glasklar rassistisch beleidigt worden, weil man in mir keinen Deutschen gesehen hat.

Tja. Schon kompliziert das Leben... ich musste jedenfalls nur grinsen.

lucan-7 antworten
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