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SWB - Egotripp oder Alternative zur Alternative?

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lhoovpee
Themenstarter
Beiträge : 2756

Die Spekulationen haben ein Ende: Sahra Wagenknecht gründet eine eigene Partei. In Berlin stellte sie den Verein „Bündnis Sahra Wagenknecht“ als Vorstufe vor. Sie und weitere Abgeordnete verlassen die Linke. Die Folgen dürften weitreichend sein.

Sahra-Wagenknecht-Partei - Start für die One-Woman-Show (deutschlandfunk.de)

Was denkt ihr darüber? Verknüpft ihr Hoffnungen mit einer solcher Partei? Steht ihr einer solchen Partei skeptische gegenüber? 

Ich finde es schon suspekt, dass der Verein den Namen Sahra Wagenknecht beinhaltet. Ein Verein/Partei, die sich so sehr auf eine Person konzentriert ist in meinen Augen keine gute Idee. Irgendwie schlummert da aber die Hoffnung in mir, dass sie Wähler von der AfD gewinnt, und so beide Parteien in einstelligen Bereich bleiben. Aber irgendwie bezweifle ich noch, dass die gegenwärtigen Umfragen zur möglichen Wahl dieser Partei auch so Eintreten werden, wenn sie wirklich Wählbar ist. 

 

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Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 282
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Die Spekulationen haben ein Ende: Sahra Wagenknecht gründet eine eigene Partei. In Berlin stellte sie den Verein „Bündnis Sahra Wagenknecht“ als Vorstufe vor. Sie und weitere Abgeordnete verlassen die Linke. Die Folgen dürften weitreichend sein.

Sahra-Wagenknecht-Partei - Start für die One-Woman-Show (deutschlandfunk.de)

Was denkt ihr darüber? Verknüpft ihr Hoffnungen mit einer solcher Partei? Steht ihr einer solchen Partei skeptische gegenüber? 

 

Mich wundert auch der Hype, der um Sahra Wagenknecht gemacht wird. Sondern als Gallionsfigur. Oder, wie es die Journalisten im Podcast "Der Tag" vom 23. 10. im DLF nennen: "Liedsängerin". (Kein Vergleich zu Katja Kipping, die in Berlin einiges geleistet hat, ehe die Neuwahlen kamen).

Egal: die Leute wünschen sich Projektionsflächen, mit denen sie sich identifizieren können. Offenbar bedient Sahra W. das bei einem Teil der Gesellschaft. Man kann den Eindruck bekommen, dass dieser Frau eine Parteigründung geradezu von außen aufgedrückt wird. 

Für mich ist sie in Teilen widersprüchlich. Echauffierte sie sich z.B. über "Life-Stile-Linke", würde ich diese Eigenschaft gerade auch bei  ihr erkennen wollen. Sie war jahrelang mit einem Spinner verheiratet und resümiert: "ich habe wahrscheinlich eine schlechte Menschenkenntnis". Von ihrem aktuellen Ehemann kann sie lernen und sich beraten lassen, wie frau eine Partei spaltet. Weil sie aber nicht aus seinem Holz geschnitzt ist (eher zerbrechlich), braucht sie Leute, die das Kerngeschäft für sie übernehmen.

Ich kann für sie nur hoffen, dass sie einen Plan hat, wie sie aus dieser Sache gut herauskommt. Vllt will sie nach Brüssel?

martha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 282

Korrektur: 

Es muss Lifest_y_le heißen. 

martha antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 282

Für Interessierte:

Eine Bundespressekonferenz, in der Sahra Wagenknecht über ihre neue Partei berichtet und sich kritischen Fragen stellen muss, ist hier nachzuschauen. Sie dauert ca. 1 Stunde, kann aber über die Wahl "Kapitel" eingegrenzt werden. Z. B. "Eingangsstatement Wagenknecht" bei 5:41 und "Beginn der Fragen" bei 24:27.

BPK: Sahra Wagenknecht über ihre neue Partei - 23. Oktober 2023 (Quelle: Jung & Naiv, youtube)

martha antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 2756

@martha Da ist etwas mit dem Link schief gelaufen. 

https://www.youtube.com/live/avR8qxj1Fvs?feature=shared

lhoovpee antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 282

@lhoovpee 

Oh sorry. Vielen Dank! 👍 🙂

martha antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1229

@martha Medien haben ihre Freude daran Personen und Dinge zu "hypen". Und dann vielleicht zu sehen wieviel Macht sie dabei haben, als vierte Kraft. Erinnert mich an den "Schulz-Zug" anno 2017 der aber ziemlich schnell aus den Schienen kam.

Einen Verein nach sich zu benennen ist auch ein wenig selbstverliebt, selbstverliebt in die eigene (ggf. imaginierte) Bedeutung.

"Die Friedhöfe der Welt sind voll von Leuten, die sich für unentbehrlich hielten." Georges Clemenceau

Sowas steigt dann zu Kopf recht schnell, die römische Republik wusste darum und liess der Überlieferung nach hinter einem siegreichen Feldherrn, wenn er im Triumph in Rom einzog einen Sklaven stehen, der den Lorbeerkranz ihm hochhielt und ihm immer wieder zuflüsterte dass er nicht vergessen möge dass er sterblich sei und halt kein "Gott" aus dem Pantheon der römischen Religion.

Das geht dann zusammen damit, dass man auch keinen neben sich haben kann, jemanden aufbaut, der übernehmen kann, das ist nicht auf die Politik beschränkt, auch wenn einem hier Beispiele einfallen, wie m.W. Dr. Kohl und Dr. Merkel, die m.E. nie Nachfolger aufbauten. Oder eine Frau Schwarzer die ihm fortgeschrittenen Alter niemanden hat der ihr Lebenswerk mal fortführt.

Ein Bündnis dass sich sicher als sozialistisch sieht sollte das vermeiden, die Vereehrung von Personen hat gerade in diesem Bereich in der Vergangenheit zu skurrilen Dingen geführt.

Bis hin zur Deifizierung, wenn man die Herrscher in den Filmen als eine Art allwissendes Väterchen porträtierte. Und ihnen Panegyriken flocht wie Kinder Blumenkränze (diese dann aber auch).

Und es tritt dann das eigentliche Anliegen in den Hintergrund.

Dazu haben es Neugründungen in DE immer schwer, den Durchbruch schafften in der Bundesrepublik am Ende nur zwei: Die Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) und die AfD. Die NPD schaffte ihn fast, aber halt nur fast, ebenso die Republikaner, fast aber nur fast, letztere eine One-Man-Show des Herrn Schönhubers.

Die 5%-Hürde ist eine mächtige, gewollte Bremse und eine Partei muss am Ende auch vor Ort aktiv sein um Chancen zu haben. Eine Flächenorganisation aus dem Stand zu gründen ist aufwendig und auch kostenintensiv.

Frau Wagenknecht erscheint charismatisch und hat auch einen optischen Appeal (der bei Menschen in der Politik nicht unwichtig ist, auch wenn man das selbst negativ kritisch sehen mag, ist nunmal so).

Was es bringen wird, wie ich schon anderweitig schrieb, dürfte das Ende der Linkspartei sein, das aber eh absehbar war, schon dadurch dass ihnen die Wählenden wegsterben aber nicht gleichviel oder mehr ebensolche nachwachsen.

Also abwarten wie sich die Dinge entwickeln. Politiker bekommen gerne Vorschußlorbeeren und müssen danach zeigen, ob diese am Ende auch verdient waren, so wie Präsident Obama gleich am Anfang die Last des Friedennobelpreises bekam und dann in seinen beiden Amtsperioden zeigen musste ob er diesem Maßstab gewachsen war (soll jeder selbst entscheiden ob er dies war oder nicht).

der_alte antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 282

@der_alte 

Das BSW ist auch Thema im aktuellen Podcast Lanz&Precht.

Precht hebt vor allem die Prämisse für Deutschland analog des Trumpschen Modells "Amerika first" hervor.

Viele Wähler haben es satt, dem "Mainstream der Altparteien" zu folgen (klingt nach AfD-Sprech). Diese Leute spricht SW an, weil sie zeitnah das "Problem mit der Migration" erkannte.

Ich erinnere mich noch, wie Sahra W gemeinsam mit Frauke P bei Anne W (😉) auf der Couch sass u erklärte, dass Frauke u sie das gleiche wollen. 

martha antworten
Lucan-7
Beiträge : 20972

@lhoovpee 

Egotrip. Ich halte das für keine ernstzunehmende Partei. 

Meine Hoffnung ist, dass die Partei der AfD tatsächlich ein paar Stimmen abnehmen kann. Wie viele, das wird sich noch zeigen.

Irgendwelche Lösungen oder auch nur konkrete Politik erwarte ich hier nicht.

 

 

 

 

lucan-7 antworten
1 Antwort
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 600

@lucan-7 

Egotrip. Ich halte das für keine ernstzunehmende Partei. 

Noch ist es ja auch keine Partei. Die AFD ist auch mal als Kaspertruppe gestartet und ist heute stellenweise zweitstärkste Partei ohne inhaltlich irgendetwas bieten zu können. Populismus boomt und da werden die Linksnationalisten Wagenknechts schon ihre Nische finden. 

derelch antworten


der_alte
Beiträge : 1229

@lhoovpee die Anziehungskraft von Personen wird oft überschätzt, denke da an die ehemaligen AfDler Poggenburg, Lucke, Petry/Pretzel. Alle verschwunden. Schönhuber zog eine Weile, aber es reichte nie zum Durchbruch.

Und es Aufspalterei, denke da an die K-Gruppen, wobei da damals m.W. keine Personen rausstachen, die klein Gruppen bildeten.

Muss da an "Das Leben des Brian" denken mit der Judäischen Volksfront und der Volksfront von Judäa, wohl ein Spott auf PLO und Co. vielleicht auch ein Seitenhieb auf die westlichen Minigruppierungen.

Habe vor Jahren dieses Buch gelesen:

https://www.kiwi-verlag.de/buch/gerd-koenen-das-rote-jahrzehnt-9783462306057

Mit den ganzen Minigruppen. Wobei die am Ende keinen Erfolg direkt hatten, aber dafür die Personen dann zum Teil in anderen Parteien Karrieren machten.

Diese neue Partei wird aber ziemlich sicher das Ende der Linkspartei besiegeln, die schon ohne Spaltung knapp an der 5%-Klausel scheiterte und nur wegen der erreichten Direktmandate dann einziehen konnte.

der_alte antworten
BeLu
 BeLu
Beiträge : 5036

@lhoovpee Überwiegend Egotrip, würde ich sagen. Aber wenn sie der AfD Stimmen wegnimmt, ohne selbst sonderlich relevant zu werden, ist das vielleicht begrüßenswert.

belu antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 155

Das den versnoppten Altparteien Stimmen weggenommen werden, davor habe ich aus Christentlicher Sicht nichts dagegen auch wenn ich das Sozialistische nicht mag. Das man eine AFD als Christ nicht möchte weil diese sich nicht gegenüber Extremismus abgrenzt ist nachvollziehbar-aber nicht das man gefühlt für absolut gottlose Parteien wie sich Grüne, SPD und FDP offen zu erkennen geben, Sympathie hegt. Für diese Politiker sind wir als Christen nichts und als Deutsche bzw. Bürger genau so wenig, weil unsere speziellen Belange nicht interessieren. Ich wähle so und so Protest die Frage ist nur, wehn.

kappa antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 20972

@kappa 

Das man eine AFD als Christ nicht möchte weil diese sich nicht gegenüber Extremismus abgrenzt ist nachvollziehbar-aber nicht das man gefühlt für absolut gottlose Parteien wie sich Grüne, SPD und FDP offen zu erkennen geben, Sympathie hegt.

Dieses ständige Grünenbashing nervt langsam wirklich... klar, die Leute sind sicher nicht perfekt und es gibt auch in dieser Partei Leute, denen ich lieber keine politische Verantwortung geben möchte.

Aber wenn die Erhaltung der Welt, so wie sie jetzt ist, der Einsatz dafür, dass Menschen nicht massenhaft flüchten müssen, der Einsatz für die Rechte von Minderheiten und die Bemühungen, unser Land fit für die Zukunft zu machen "gottlos" sind... dann ziehe ich diese "Gottlosigkeit" jeder Religion vor, die irgendwas anderes behauptet. 

Auch Christen werden über kurz oder lang erkennen müssen, dass wir Veränderungen brauchen, wenn wir das erhalten wollen, was uns wertvoll ist... oder wir werden noch viel mehr verlieren als wir uns das zur Zeit vorstellen können.

Und zum Thema: Daß Sarah Wagenknecht die erforderlichen Umstellungen bezüglich des Klimawandels kritisch sieht macht sie für mich bereits unwählbar... von dem ganzen anderen Quatsch, den sie so behauptet, mal ganz abgesehen...

 

 

lucan-7 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 2756

@kappa 

Das man eine AFD als Christ nicht möchte weil diese sich nicht gegenüber Extremismus abgrenzt ist nachvollziehbar

Es ist in meinen Augen sogar Pflicht eines jeden demokratisch-gesonnenen Menschen. Wer Faschisten (u.a. Höcke, Krah) aus Protest wählt, wird sie auch dann weiter wählen, wenn sie ihre faschistische Agenda umsetzen.

Für diese Politiker sind wir als Christen nichts und als Deutsche bzw. Bürger genau so wenig, weil unsere speziellen Belange nicht interessieren.

Was ein Nonsens. 

lhoovpee antworten
Scylla
 Scylla
Beiträge : 207

Zum Bündnis Sarah Wagenknecht fällt mir primär eigentlich nur ein Flachwitz ein, den eine Bekannte bei FB gemacht hat

Am Petuelring 130 in München kann man froh sein, das Fr. Wagenknecht nicht Mia oder Michelle mit Vornamen heist.

Ansonsten..

Ob dieses Bündniss, ehr eine Einfrau Show, die Aufgabe erfüllt, die im zugedacht ist, Schwächung der AfD, wird sich zeigen.

Wer BSW wählt, dürfte aber wissen, das er am Ende nur eine Variante von Rot-Rot-Grün bekommt, sollten sie es in den Bundestag schaffen.

 

scylla antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 20972

@scylla 

Wer BSW wählt, dürfte aber wissen, das er am Ende nur eine Variante von Rot-Rot-Grün bekommt, sollten sie es in den Bundestag schaffen.

Eine "Variante", die Putin als "Freund" zurückgewinnen will und die Klimakrise für vernachlässigbar hält.

Das wäre eine Politik, die dringende langfristige Probleme ignoriert und nur kurzfristig denkt... also genau das, was auch die AfD betreibt.

lucan-7 antworten


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