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Uber macht Obdachlose und kommt 2021 nach Deutschland


InExcelsis
Themenstarter
Beiträge : 9

Ich habe völlig entsetzt gesehen, dass man das Uber-System 2021 auch in Deutschland einführen will. Uber MACHT Obdachlosdas durfte ich gerade leider bei einem Freund in der USA persönlich miterleben.

Die Leute investieren ihr letztes Geld in ein Auto, mit 25 Prozent Provision rentiert sich das aber nicht, und dann gehen sie schleichend ein. Wenn man sich das bildlich vorstellt, lebt Uber nicht so sehr davon, Fahrtprovisionen einzubehalten sondern den Leuten Schritt für Schritt ihr Auto abzunehmen, die es mit falschen Versprechungen angelockt hat!

Wenn Uber erst eingeführt ist, wird die Firma auch in Deutschland alle Konkurrenten verdrängen, denn es handelt sich vom technischen Standpunkt her um ein natürliches Monopol: Ein dichteres Netzwerk mit mehr Fahrern ist bequemer, warum eine neue Mini-Firma ausprobieren, wenn dann da ewig keiner kommt?

Ich habe so viel Böses in der Welt gesehen und nicht verhindern können, also werde ich das hier wahrscheinlich auch nicht verhindern können. Aber man muss es ja immer wieder wenigstens versuchen...

Ich sehe eine einzige mögliche Lösung aber sie müsste Uber ganz am Anfang Konkurrenz macht: Man könnte eine gemeinnützige (christliche) Firma gründen, und gezielt Fahrern eine Chance geben, die schon am sozialen Rande stehen, wie z.B. Arbeitslosen oder sogar Obdachlosen. Ein Fahrpool mit sozialem Mehrwert also.

Ein Obdachloser darf im deutschen Recht sogar theoretisch im Auto schlafen, wenn er es Tag für Tag von der Stelle bewegt, deshalb könnte man das sogar schon bei der Wahl der Autos berücksichtigen. Das wäre dann wie das Prinzip der Obdachlosenzeitung aber auf einem höheren und leider teureren Niveau.

Man kann nämlich mit staatlichen KFW Krediten für so eine Firma sogar günstig Autos kaufen und verleihen, und man könnte die Autos sogar als Webefläche für ein bisschen mehr Jesus auf der Straße benutzen 🙂

Haltet Ihr das für eine gute Idee oder für puhre Träumerei? Mit dem Kaufhaus des Guten geht es ja auch nicht so Recht voran und der Name Uber hat sich hier schon sehr in den Köpfen festgesetzt, das ist also ein gewaltiger Vorsprung 🙁

Antwort
8 Antworten
schneeflloeckchen
Beiträge : 392

Ähm, wie soll sich hier ein Obdachloser, ein Auto leisten können?
Die Autos sind als erstes unbezahlbar, denn Benzin, Steuer usw. läppern sich. Dazu Durchsichten und TÜV und Versicherung.
Die ich kenne, die Obdachlos können nur von einem Auto träumen.
In Deutschland ist es ein Teufelskreis: keine Wohnung - keine Arbeit.
Keine Arbeit - keine Wohnung. Für ein Auto ist da schon gar kein Platz.

ein fragendes flöckli

schneeflloeckchen antworten
6 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ich denke, da hast du was falsch verstanden.

Du musst dein Auto selber kaufen und von deinem Einkommen reichlich Provision an Über abgeben, wenn du für die arbeitest. Das treibt dich in den finanziellen Ruin. Du kannst irgendwann die Miete nicht mehr zahlen und wirst obdachlos.

Aber so ähnlich gibt es das ja hier schon. Nennt sich Taxi.

herbstrose antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Aber so ähnlich gibt es das ja hier schon. Nennt sich Taxi.

Widerspruch!
Um als Taxifahrer arbeiten zu dürfen, brauchst du einen Personenbeförderungs-Schein (kurz: P-Schein). Voraussetzungen sind: Nachweis der Ortskunde in der jeweiligen Stadt, gesundheitliche Eignung und keinen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis.
Der Taxifahrer ist bei seinem Arbeitgeber angestellt und unterliegt dem Mindestlohn- und Arbeitszeitgesetz. Daneben entrichten Arbeitnehmer und Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Steuern und Sozialabgaben. Gewerbeaufsichtsamt und Zoll führen Kontrollen durch. Ich arbeite in dieser Branche und kann davon leben.
Uber umgeht alle gesetzlichen Vorgaben. Dadurch ensteht eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Taxibranche. Die Kollegen in den großen Städten haben schon protestiert. Ich arbeite auf dem Land, da ist es für Uber nicht attraktiv.

Liebe Forumsgemeinde! Ich kann euch nur warnen vor der Inanspruchnahme des Service von Uber. Mag sein, daß ihr schneller bedient werdet und zu einem günstigen Preis, aber den Preis zahlt letzendlich der Fahrer. Der Fahrer ist nicht versichert und unter Umständen nicht fahrtüchtig.

ungehorsam antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535

Danke für deinen guten, wichtigen und informativen Beitrag.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Der Taxifahrer ist bei seinem Arbeitgeber angestellt und unterliegt dem Mindestlohn- und Arbeitszeitgesetz. Daneben entrichten Arbeitnehmer und Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Steuern und Sozialabgaben. Gewerbeaufsichtsamt und Zoll führen Kontrollen durch. Ich arbeite in dieser Branche und kann davon leben.

Das ist es mir wert, dass es etwas mehr kostet. Die Fahrer von Uber sind, so weit mir bekannt, scheinselbständig - das heißt, sie tragen alle Risken eines Selbständigen ohne in irgendeiner Weise von den Vorteilen der Selbständigkeit zu profitieren.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

den Preis zahlt letzendlich der Fahrer.

Für mich ist das eigentlich Grund genug, diesen Service nicht in Anspruch zu nehmen.

suzanne62 antworten
InExcelsis
(@inexcelsis)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 9

Bevor ich mich gleich mit Uber in die Wolle kriege, währe es mir ehrlich gesagt auch lieber die Bundesregierung würde die Taxiunternehmen einfach weiter schützen.

inexcelsis antworten
InExcelsis
(@inexcelsis)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 9

Das siehst Du schon richtig: Ein Obdachloser wird sich selbst nie ein Auto leisten können, und schon gar nicht auf Kredit. Aber eine gemeinnützige GmbH würde Autos kaufen können, und dann zum Selbstkostenpreis vermieten. Die KFW gibt Kredite bis zu 25 Millionen Euro für soetwas, sie müssen nur zum Teil besichert sein, aber die Autos sind ja Sicherheiten (mit hohem Wertverlust allerdings) und auch Preisnachlässe von Autoherstellern Zwecks Sponsoring können wahrscheinlich als Sicherheiten gezählt werden, weil das Auto bei einer hoffentlich nicht notwendigen Liquidierung so viel Wert ist wie normal gekaufte Autos auch. Ich sehe das bestimmt zu hoffnungsvoll, aber es kann sein, dass man ausser den Nachlässen der Autoherstellern und dem KFW Kredit deshalb kein weiteres Kapital braucht um so eine gemeinnützige Firma zu starten.

Von der Geschäftsführung einer so großen gemeinnützigen GmbH kann man auch gut leben, aber ich fühle mich im Moment ehrlich zu krank.

Ich frage mich ob die Idee auch für Entwicklungsländer geeignet währe; dort gibt es meist nicht mal Obdachlosen-Heime und wenn man die Autos gut suaberhält könnten sie selber als sicherer und klimatisierter Schlafplatz fungieren.

inexcelsis antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Sauber vielleicht. Aber wenn das Quto während der gesamten Dchlafenszeit klimatisiert sein soll, geht das nur mit laufendem Motor.

herbstrose antworten


mrb-II
Beiträge : 954

uber ist längst in deutschland aktiv und nicht uber macht obdachlose, sondern das sozialsystem der usa.
in deutschland ist niemand gezwungen, sein letztes geld in ein auto zu investieren um seinen lebensunterhalt zu verdienen.

mrb-ii antworten
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