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Übersteigerte politische Korrektheit ist die Krankheit unserer Zeit

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Gerade gefunden, ein sehr schöner Artikel, der mir aus der Seele spricht. Und nein, ich meine nicht man müsse jeden gewähren lassen, aber gesellschaftlichen Konsens muss man erarbeiten und kann ihn nicht erzwingen, erreicht sonst genau das Gegenteil.

Eine ins Religiöse übersteigerte politische Korrektheit ist die Krankheit unserer Zeit. Viele Zeitgenossen glauben, den Nächsten nicht lieben, sondern rempeln zu müssen. Scheinbar strafen sie ihn für seine Sprache, in Wahrheit aber für seine Gedanken, die er soeben in Worte zu kleiden versuchte.

https://www.focus.de/politik/deutschland/gastbeitrag-gabor-steingart-eine-in-religioese-uebersteigerte-politische-korrektheit-ist-die-krankheit-unserer-zeit_id_11237104.html

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80 Antworten
PeterPaletti
Beiträge : 1238

Aha, und was findest du an dem Artikel jetzt gut? Ich habe ihn gelesen, aber er spricht mich in keiner Weise an. Sorry.

peterpaletti antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

So viele Wahnsinnige
Wenn diese Pathologisierung nicht an die DDR, Stasi und (!) an die Sowjetunion erinnert. Das Ende der demokratischen und pluralistischen Gesellschaft und unfassbar totalitäre Zeiten sind nah.

Allerdings frage ich mich gerade welche Themen eigentlich unter den Tisch fallen wenn der Autor meint, er habe dann zu diesen Themen lieber geschwiegen.

Vielleicht liegt das tendenziell totalitäre Denken auch darin, dass man seine Meinung auf jedenfall unwidersprochen mitteilen will. Und wenn man Gegenargumenten gegenüber steht, behauptet man einfach, dass ein Argument schon Anzeichen von Redeverbot sei.

Haltung haben, Okay. Aber noch besser wäre es mal Argumente zu formulieren und sich dem argumentativen Diskurs zu stellen.

Dann kann man nämlich darauf verzichten sich in der eigenen Echkammer einzusperren und alle da draußen nur noch als Gender-, Feminismus-, Multikulti- und Klimawahnsinnige zu bezeichnen.

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Orangsaya
Beiträge : 2870

Erstaunlich finde ich, wenn ich auf unser Land schaue, dass ausgerechnet in einer Phase, wo es uns insgesamt gut geht, die Menschen auseinander laufen. Als wenn der Bau an einer starken wirtschaftlichen Gemeinschaft ein Bau an Babel sei.
Wenn ich zurückschaue, dann gab es vom Ende des Krieges bis zur Gegenwart Zeiten, bei der ein innerer Zusammenhalt stärker vertreten war, obwohl der Mangel größer war.
Vor Jahren habe ich mich gefragt, ob dies ideologisch ist. Schließlich hatte der Nationalsozialismus denen die nicht ausgeschlossen waren viel geboten. Dies wurde auch propagandistisch instrumentalisiert. Vom Urlaub, über sozialen Wohnungsbau, sowie Förderung von kleinen Betrieben wurde, denen die zur Volksgemeinschaft gehörten und die politisch konform waren gefördert. Hat sich dies ohne Verfolgung nach dem Krieg fortgesetzt? Das habe ich meine Mutter gefragt. Sie meinte nein, es läge daran, dass man gemeinsam die Not erlebt hat und in einem Zusammenhalt an einer wirtschaftlichen Grundlage gearbeitet hat. Ähnlich hat sich in einem Interview Egon Bahr geäußert, als er gefragt wurde, wo der Unterschied zwischen den Generationen der Politiker liegt.

Meine Generation hat nicht den Mangel erlebt. Wir können uns diese destruktive Haltung leisten und aufeinander losgehen, um politische Korrektheit zu erzwingen. Das fing mit der 68er Generation an und perfektionierte sich bis zur Gegenwart.

orangsaya antworten
3 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich will mit dem, was ich über die NS Zeit geschrieben habe, nichts loben. Die andere Seite war Verfolgung und Ausbeutung der Verfolgten. Man musste dazu gehören. Einmal durch die Herkunft, aber auch der Ideologie angepasst. Um Beamter zu sein, haben einige ihren Namen eingedeutscht. Um bei der Genossenschaft mitzumachen müsste man Mitglied in der NSDAP sein. Es wurde eigensst aus diesem Grund die handwerksrolle eingeführt usw. Nur über diese verwerflichen Wege konnte man eine teilhabe erlangen

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Es wird ja zum Beispiel als "politisch korrekt" verunglimpft, wenn man dafür wirbt Wörter wie Neger, Zigeuner, Schwuchtel oder Judensau nicht mehr zu benutzen. Es gibt dann so Spezialisten, die behaupten, so etwas zu verlangen, wäre fast wie im Dritten Reich, wo auch die Sprache reguliert werden sollte.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Erstaunlich finde ich, wenn ich auf unser Land schaue, dass ausgerechnet in einer Phase, wo es uns insgesamt gut geht, die Menschen auseinander laufen. Als wenn der Bau an einer starken wirtschaftlichen Gemeinschaft ein Bau an Babel sei.

Das wird wohl auch der Grund sein, den Menschen geht es zu gut, wer keine Probleme hat schafft sich welche.

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Lucan-7
Beiträge : 15247

Verstehe ich nicht...
Ich verstehe den Artikel nicht. Das ist ja im Grunde nichts anderes als die Flucht in die Opferrolle - "Ich Armer, ich darf das ja nicht mehr sagen".

Richtig ist sicherlich, dass heute vieles absichtlich falsch verstanden wird, um Menschen zu diffamieren. Aber dem kann man sicher nicht begegnen, indem man um so stärker zweideutig herumdruckst - sondern, indem man klar sagt, was meint, und das dann auch begründet. Und daran fehlt es tatsächlich oft.

Und so ein Verhalten nervt dann sowohl bei Menschen mit "Opferhaltung" ("Das darf man ja nicht mehr sagen, denn jemand könnte eine Gegenmeinung äussern!") wie auch bei Politikern, die jeden Widerspruch und jede Kritik fürchten und dann nur noch nichtssagende Floskeln von sich geben.

Aber mit der gerne von rechten Populisten kritisierten "politischen Korrektheit" hat das nichts zu tun...

lucan-7 antworten
7 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

Ich verstehe den Artikel nicht. Das ist ja im Grunde nichts anderes als die Flucht in die Opferrolle - "Ich Armer, ich darf das ja nicht mehr sagen".

Och nee, bitte nicht diese Schublade. Bei aller Kritik die man dem Fokus als Zeitschrift geben kann, ich glaube nicht das der Fokus aus dieser Perspektive schreibt, oder gar sich so fühlt. Der Focus ist nicht pegida.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15247
Veröffentlicht von: @orangsaya

Och nee, bitte nicht diese Schublade. Bei aller Kritik die man dem Fokus als Zeitschrift geben kann, ich glaube nicht das der Fokus aus dieser Perspektive schreibt, oder gar sich so fühlt. Der Focus ist nicht pegida.

Nur greifen sie ja genau das Thema auf, inclusive Opferrolle und PC-Bashing, wie man es sonst eigentlich nur aus der rechten Ecke kennt.

Nun ist es sicher gut und richtig, ohne Vorbehalte auch über solche Themen zu diskutieren... sie tun es aber auf eine sehr merkwürdige Art und Weise, die mehr oder weniger genau diese populistischen Vorbehalte aufgreift - und zwar ohne klar zu benennen, was denn nun eigentlich Sache ist. Im Grunde also genau das, was sie hier anklagen wollen.

Hauptsache mal drüber geredet und nichts gesagt... wenn das jetzt Absicht war, dann macht es immer noch keinen Sinn.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nur greifen sie ja genau das Thema auf, inclusive Opferrolle und PC-Bashing, wie man es sonst eigentlich nur aus der rechten Ecke kennt.

🙄 Eine übliche Antwort in solchen Fällen. Wenn Ungerechtigkeiten erwähnt werden, dann heißt es: "Mimimi - Opferrolle".

Merkwürdigerweise kommt diese Retourkutsche nur bei den bösen Rechten - gegenüber "Minderheiten", die sich regelmäßig über angebliche Diskriminierungen und Benachteiligungen beschweren, kommt sie nie.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Hauptsache mal drüber geredet und nichts gesagt... wenn das jetzt Absicht war, dann macht es immer noch keinen Sinn.

Wieso? SPDler Boris Pistorius hat doch deutlich die Themen angesprochen:

Zitat aus FOCUS-Artikel:
"Selbst Boris Pistorius meckert gegen politische Korrektheit

Neu ist, dass das Volksleiden an der politischen Korrektheit nun auch von namhaften SPD-Politikern wie Boris Pistorius thematisiert wird. Der Bewerber um den Parteivorsitz, im Hauptberuf Innenminister von Niedersachsen, kritisierte, dass während der 23 Regionalkonferenzen Denk- und Sprachverbote gegolten hätten: Über innere Sicherheit, Migrationspolitik, Integration und Extremismus sei bei den Aufeinandertreffen der Postenanwärter nicht ernsthaft debattiert worden. Die Probleme der klassischen SPD-Wähler habe die offizielle Gesprächsführung ohne Not ignoriert...." (Zitatende)

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @julia46

Merkwürdigerweise kommt diese Retourkutsche nur bei den bösen Rechten - gegenüber "Minderheiten", die sich regelmäßig über angebliche Diskriminierungen und Benachteiligungen beschweren, kommt sie nie.

Könnte möglicherweise daran liegen, dass es in der Regel Rechte sind, die Minderheiten diskriminieren (wollen) und diese Minderheiten tatsächlich Opfer werden.

Während die Rechten sich überwiegend dadurch diskriminiert sehen, dass sie nicht mehr so unwidersprochen rassistisch, sexistisch, antisemitisch, frauenfeindlich, homosexuellenfeindlich oder fremdenfeindlich sein können.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15247
Veröffentlicht von: @julia46

Eine übliche Antwort in solchen Fällen. Wenn Ungerechtigkeiten erwähnt werden, dann heißt es: "Mimimi - Opferrolle".

Im Bericht heisst es: "Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach fand heraus: Annähernd zwei Drittel der Bürger sind überzeugt, man müsse heute „sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich wie äußert“. Denn es gebe viele ungeschriebene Gesetze, welche Meinungen akzeptabel und zulässig sind."

Hier sehe ich keine "Ungerechtigkeit", sondern lediglich ein gewisses Unsicherheitsgefühl. Was genau man denn nicht mehr äussern darf, und was dann Schlimmes passiert wenn man es doch tut - dazu findet sich dort nichts mehr.

Die Beschreibung eines Gefühls hat aber nichts mit der Beschreibung von Tatsachen zu tun. Was genau soll uns der Artikel jetzt also sagen?

Veröffentlicht von: @julia46

Wieso? SPDler Boris Pistorius hat doch deutlich die Themen angesprochen:

Boris Pistorius hat also selber die Themen nicht angesprochen, von denen er der Ansicht war, dass sie die Wähler eigentlich interessieren würden... und beklagt sich über Denk- und Sprachverbote.

Sorry, aber ein Politiker, der sich selber vorstellen soll und dabei nicht in der Lage ist, über die Themen zu reden, über die er reden will, hat sich selbst als ernstzunehmender Kandidat disqualifiziert... was soll der Quatsch denn?
Mag ja sein, dass bestimmte Themen unter den Tisch fielen... aber dann wäre es an ihm gewesen, eben darauf hinzuweisen. Stattdessen praktiziert er die Opferrolle... er hätte ja so gerne das ein oder andere gesagt, aber leider, er durfte ja nicht...

Und so spricht jemand, der sich um den SPD Vorsitz bewirbt? Wenn die keine besseren Kandidaten finden, dann war's dann wohl wirklich für die Partei...

lucan-7 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @julia46

Merkwürdigerweise kommt diese Retourkutsche nur bei den bösen Rechten - gegenüber "Minderheiten", die sich regelmäßig über angebliche Diskriminierungen und Benachteiligungen beschweren, kommt sie nie.

Ach, bei den linken gibt es das auch. Die Diskriminieren allerdings meist "die da Oben" (Regierung, Reiche), und nicht die unten sind (Minderheiten).

lhoovpee antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @orangsaya

ich glaube nicht das der Fokus aus dieser Perspektive schreibt, oder gar sich so fühlt.

der fokus vielleicht nicht, steingart schon.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Der Focus ist nicht pegida.

ne aber konservativ und die fühlen sich grad häufig als opfer.

mrb-ii antworten
Silverchair85
Beiträge : 725

Man wie sehr mich das nervt, dass political correctness die Krankheit unser zeit wäre!

Ich bin bekennender Fan von PC.
Ich gebe zu die Art und Weise wie man das kommuniziert sollte nicht anprangernd sein.

Aber so zu tun als dürfe man nichts mehr sagen ist nicht richtig. Man darf alles sagen, man muss aber eben auch mit Kritik rechnen.

Meinungsfreiheit heisst, nicht dass niemand meiner Meinung widersprechen darf.

silverchair85 antworten
11 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870

Meinungsfreiheit heisst, nicht dass niemand meiner Meinung widersprechen darf.

Wer sagt das, die Kritik dahin geht, dass nicht widersprechen werden darf?

orangsaya antworten
Silverchair85
(@silverchair85)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 725

Es wird halt oft gesagt "man dürfe etwas nicht mehr sagen"

oder aus dem Artikel: "Der Bewerber um den Parteivorsitz, im Hauptberuf Innenminister von Niedersachsen, kritisierte, dass während der 23 Regionalkonferenzen Denk- und Sprachverbote gegolten hätten"

Und ich sehe das nicht. Man darf alles sagen. Aber man muss eben auch mit Gegenwind rechnen.

Ich gebe zu dass die Kommunikation zwischen den fronten verhärtet ist. sehe da aber beiden Seiten Probleme.

silverchair85 antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477

Vielleicht sollte man den Satz einfach ergänzen: "Man kann/darf vieles nicht mehr sagen, ohne in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden." Mit der Einordnung ist man ja immer recht schnell bei der Sache, in Zeiten von Social Media und Co. wird man auch vieles nie wieder los. Das ist bei bestimmten Dingen sicher sinnvoll, man kann schlechter relativieren oder den Schleier des Vergessens über so manche Äußerung legen. Gleichzeitig erschwert es natürlich den Diskurs enorm, wenn jeder ein halbes Archiv bei der Hand hat und nur darauf wartet, dass der andere sich aus der Deckung wagt - dann beginnt die Schlammschlacht und es gewinnt der, der es schafft, möglichst wenig über die eigene Position preiszugeben, aber die des Gegners anzugreifen.

tinkerbell antworten
Silverchair85
(@silverchair85)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 725
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Man kann/darf vieles nicht mehr sagen, ohne in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden

Sag mir mal doch mal ein Besispiel.

silverchair85 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @tinkerbell

"Man kann/darf vieles nicht mehr sagen, ohne in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden."

Wann war das mal anders? Nie.

Eines hat sich geändert: Die Reichweite. Wer früher am Stammtisch was gesagt hat, hat selten großen Gegenwind bekommen. Wer auf Facebook das gleiche öffentlich sagt, wird mit Kommentaren überhäuft.

Wer meint ÖFFENTLICH etwas sagen zu müssen, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird. Das war schon immer so, und wir auch immer so sein.

lhoovpee antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1477
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Eines hat sich geändert: Die Reichweite. Wer früher am Stammtisch was gesagt hat, hat selten großen Gegenwind bekommen. Wer auf Facebook das gleiche öffentlich sagt, wird mit Kommentaren überhäuft.

Und durch die Reichweite haben sich Konsequenzen und Ausmaß geändert. Wobei ich tatsächlich auch glaube, dass dieses Absolute heute schneller geht als früher. Also dass Menschen deutlich schneller sicher zu sein glauben, die Gesinnung eines anderen komplett durchschaut zu haben. Man macht es sich einfacher. Aber der Eindruck kann täuschen.

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Wer meint ÖFFENTLICH etwas sagen zu müssen, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird. Das war schon immer so, und wir auch immer so sein.

Selbstverständlich ist das so. Es ging ja aber nicht um Widerspruch, sondern darum, dass man dadurch in eine bestimmte Schublade gesteckt wird. Und wie werden meines Erachtens immer schneller aufgemacht und sind auch deutlich vereinfachter inzwischen. Aber die Welt wird auch immer komplizierter, da muss man es sich erleichtern 😀

tinkerbell antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @tinkerbell

dass man dadurch in eine bestimmte Schublade gesteckt wird. Und wie werden meines Erachtens immer schneller aufgemacht und sind auch deutlich vereinfachter inzwischen.

Ich denke nicht, dass sich da viel geändert hat.
Vorurteile und Schubladen gab es schon immer und wird es immer geben.

lhoovpee antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Ich hab eher das Gefühl, dass viele Leute ein Problem damit haben, sich hinzustellen, und eben zuzugeben, dass sie Rassisten, Antisemiten oder Nazis sind, weil sie rassitisch, antisemitisch oder eben nazistisch denken. Da fehlt schlicht und ergreifend der Mumm, dann auch auszuhalten, dass man sich auch mal keine Freunde macht.
Dazu kommt, dass viele Leute glauben, dass Meinungsfreiheit bedeutet, dass die Meinung unwidersprochen bleiben muss oder dass diskutieren bedeutet, dass man eben seine Gefühle und Meinungen raushaut, ohne irgend ein Argument zu liefern. Und dann wird geweint, weil das eben nicht ausreicht.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Also dass Menschen deutlich schneller sicher zu sein glauben, die Gesinnung eines anderen komplett durchschaut zu haben. Man macht es sich einfacher. Aber der Eindruck kann täuschen.

Naja, das war früher nicht anders. Auch vor 20, 30 oder 40 Jahren hat man nicht wochenlang ausgetestet wie jemand bei allen möglichen Themen tickt. Wenn gewisse Fakten klar waren, dann steckte der eben in einer Schublade. Oft sogar über Äußerlichkeiten. Das ist nichts außergewöhnliches, weil das menschliche Hirn eben so funktioniert.
Und ganz ehrlich - wer irgendwas, was mir gegen den Strich geht raushaut, den will ich gar nicht wochenlang interviewen, ob er vielleicht bei irgendwas mit mir übereinstimmt, ob er Schokokuchen mag oder Dr. Who guckt.

littlebat antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Vollkommen richtig. Allerdings ist es in Deutschland nicht ganz ausgewogen weil es immer darauf ankommt, wer was sagt und macht. Ansehen der Personen und das ist nicht ok...irgendwie find ich es komisch

derneinsager antworten
Silverchair85
(@silverchair85)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 725
Veröffentlicht von: @derneinsager

weil es immer darauf ankommt, wer was sagt und macht. Ansehen der Personen und das ist nicht ok...irgendwie find ich es komisch

verstehe nicht ganz was du meinst.

silverchair85 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

https://www.nzz.ch/feuilleton/in-deutschland-steht-die-moral-hoch-im-kurs-ld.1441426

Hi, das trifft es ganz gut.

Grüße

derneinsager antworten


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