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"Uns bleiben noch zwei Jahre, um unsere Gesellschaft zu retten"

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Anonymous
 Anonymous
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"Uns bleiben noch zwei Jahre, um unsere Gesellschaft zu retten"

Dass der Kapitalismus gerade zielgenau vor eine Wand fährt ist ja eher schon eine Binsenweisheit, interessant ist hier aber der Autor, der durch analysieren genau dieses Kapitalismus zum Milliardär geworden ist.

Hedgefonds-Manager Ray Dalio ist einer der großen Profiteure des kapitalistischen Systems. Und doch warnt er nun vor seinen Auswüchsen. Der Milliardär fürchtet eine Revolution, wenn sich nicht bald etwas ändert.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/hedgefonds-manager-warnt-uns-bleiben-noch-zwei-jahre-um-unsere-gesellschaft-zu-retten_id_10561691.html

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StarTracker7
Beiträge : 441

Vielleicht mehr als zwei Jahre aber sicher nicht mehr unendlich lange....
Prinzipiell muss man solche Aussagen immer etwas differenziert betrachten, denn das Finanzsystem ist heutzutage derart komplex und verwoben geworden, dass niemand hier ernsthaft eine zeitliche Prognose abgeben kann, ob und wann das System kollabieren wird.
Es ist meiner Meinung nach aber schon so, dass das kapitalistische System in seiner jetzigen Form nicht unendlich lange fortbestehen kann. Und das sind durchaus nicht mehr nur Linke sondern immer mehr auch Rockstars des Kapitalismus, die zu dieser Einsicht gekommen sind - Milliardäre wie George Soros oder Warren Buffet. Diese haben mit anderen führenden Milliardären in den USA sogar einen Club gegründet, der soch dafür einsetzt, dass Milliardäre stärker besteuert werden.

https://www.welt.de/wirtschaft/article195830249/Besteuert-uns-staerker-US-Milliardaere-fordern-hoehere-Steuern-fuer-Superreiche.html

Einer der wichtigsten volkswirtschaftlicher Theoretiker in diesem Thema ist aktuell der Pariser Professor Thomas Piketty. Er vertritt die These, dass sich Einzelvermögen zu stark akkumulieren und die daraus entstehenden Mega-Vermögen und die soziale Ungleichverteilung aus vielerlei Gründen auf lange Sicht eine ernsthafte Gefahr für die Stabilität des Gesamtsystems darstellen: Produktivität lohnt sich nicht mehr, da Riesenvermögen meist nur noch mit Zinsen weitervermehrt werden und nicht durch produktive Arbeits- und Ideenleistung, Gelder stehen dem Finanzfluss nicht mehr zur Verfügung, Reiche und Firmen werden langfristig zu mächtig, und haben als Einzelakteure zu grossen Einfluss auf die Finanzmärkte und können diese destabilisieren oder sie haben gar grössere finanzielle Reserven und Spielräume als Staaten und damit zu viel politische bis hin zu militärischer Macht ( letzteres, wenn sie private Armeen zusammenstellen - klingt abenteuerlich ist aber in gewissen Ländern in Südamerika und Afrika durchaus bereits Realität).
Interessant zu lesen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Das_Kapital_im_21._Jahrhundert

startracker7 antworten


Anonymous
 Anonymous
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Für die amerikanische Gesellschaft mag das so gelten ...
Ich denke mal, dass man diese 2 Jahre nicht für Europa als realistisch ansehen kann und auch für die USA hoffe ich mal, dass die Gefahr nicht so groß ist, wie hier behauptet, aber generell besteht eine große Gefahr für die westlichen Demokratien und hier ist die USA wiederum Vorreiter - diesmal allerdings einer nicht so schönen Entwicklung.

Ich lese grad das Buch von Georg Packer "Die Abwicklung" wo er sich mit der jüngeren amerikanischen Geschichte auseinandersetzt.

Im Grunde genommen ist es eine Aneinanderreihung von Biographien einzelner Amerikaner durch die letzten 70 Jahre (weiß grad gar nicht genau, wo er einsteigt) hindurch. Einige PErsönlichkeit tauchen mehrfach in verschiedenen Zeitabschnitten auf - andere erlebt man nur 1x.

Was da bei mir hängengeblieben ist, das ist,

... dass Du viel Geld bracuhst, um in Amerika in der Politik oben stehen zu können.
... dass Bezeihungen enorm wichtig sind.
... dass es in Amerika ein mutiges Unternehmertum gibt, dass selbst nach heftigen Rückschlägen wieder aufsteht.
... dass (wie überall fast überall auf der Welt) das Geld der Bürger zu einem großen Teil die Region wieder verlässt und wenig regional gekauft wird.
... dass die größten unternehmerischen Erfolge (z.B. WalMart) mit zur Zerstörung lokaler Strukturen beigetragen haben und Teil der sich anbahnenden Katastrophe sind.

In den USA gibt es viele richtig arme Menschen (die kaum auf öffentliche Unterstützung hoffen können wie bei uns) - teilweise komplett verarmte Regionen.
Diese Menschen haben ihre Hoffnungen auf Trumph gesetzt. Seine Wahl war wohl mehr eine Abwahl Hillary Clintons, die mit dem destruktiven Filz im Land verbunden wird, als wie eine bewußte Wahl Trumphs.

Wir hatten hier unter anderem Thema mal eine Theorie dikutiert, wonach es zu Radikalisierungen kommt, wo ein großer Anteil der männlichen Bevölkerung keine Arbeit und keine Aufgabe hat.

In den USA kommt noch die Drogenproblematik hinzu (wozu wohl auch der Alkohol zu rechnen ist) sowie die massive Bewaffnung der Bevölkerung.

Die USA steckt massiv in Probleme, die uns nicht nur als Probleme unseres größten Verbündeten und Wirtschaftspartners erreichen dürften sondern in ähnlicher Form auch bei uns im System schnell virulent werden können.

Manchmal hat man den Eindruck, dass wir maximal noch die wahl haben, in welcher Dystrophie wir untergehen wollen - dann aber denke ich auch wieder, dass wir noch ne Chance haben, wenn wir bereit sind, uns für das Gute einzusetzen.

LG
Ecc

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

In den USA gibt es viele richtig arme Menschen (die kaum auf öffentliche Unterstützung hoffen können wie bei uns) - teilweise komplett verarmte Regionen.

Das stimmt. Wobei man verstehen muss was ein Amerikaner unter "arm" versteht. Man ist arm, wenn man als Familie unter 50k nach Hause bringt. Dann ist man so arm, das man nicht mal ein Studienplatz für arme Leute bekommt. Diese Plätze sind reserviert für Familien zwischen 50 und 100 bis 200k pro Jahr.

Man sieht auf den Straßen einige arme Leute, aber es sind weniger als in Köln oder Frankfurt. Amerikaner sind überaus spendabel gegenüber solchen Menschen. Man erreicht leicht über 50 Dollar am Tag, ich denke das ist sogar ein sehr schlechter Tag. Es ist nicht schwierig ein Monatseinkommen von 2000 Dollar als Bettler zu haben. Das Überleben und Geld ist nicht das Problem... das Problem ist wenn man keinen Job hat, hat man keine Wohnung. Ohne Wohnung gibt es keinen Job... ein Teufelskreis.

Ein Dollar hat etwa die selbe Kaufkraft wie ein Euro. Neben den wenigen staatlichen Hilfen gibt es viele ehrenamtliche Sachen wie Schlafhäuser, Küchen und so.

stefantweeetys antworten
StarTracker7
(@startracker7)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 441

Unsinn...

Amerikaner sind überaus spendabel gegenüber solchen Menschen. Man erreicht leicht über 50 Dollar am Tag, ich denke das ist sogar ein sehr schlechter Tag. Es ist nicht schwierig ein Monatseinkommen von 2000 Dollar als Bettler zu haben. Das Überleben und Geld ist nicht das Problem... das Problem ist wenn man keinen Job hat, hat man keine Wohnung. Ohne Wohnung gibt es keinen Job... ein Teufelskreis.

Mit Verlaub, selten so einen Unsinn gelesen. Amerika hat so gut wie keinen ausgebauten Sozialstaat. Die Armutsgrenze für eine 4-köpfige Familie liegt offiziell bei knapp 24k Dollar pro Jahr und für eine Einzelperson bei 12k. Extreme Armut ist nachweislich viel häufiger. Allein in NY leben mehr als 30'000 obdachlose Kinder! Das Leben als Bettler/Obdachloser in Amerika dürfte einiges härter sein als bei uns wegen fehlender sozialer/ finanzieller Unterstützung. Und dass ein Bettler nun angeblich problemlos auf 2k pro Monat kommen soll.... naja... das ist wohl ein sarkastischer Witz.

https://oxiblog.de/usa-40-millionen-leben-unter-der-armutsgrenze/

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/new-york-zehntausende-schueler-sind-obdachlos-a-1144695.html

startracker7 antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @startracker7

Amerika hat so gut wie keinen ausgebauten Sozialstaat. Die Armutsgrenze für eine 4-köpfige Familie liegt offiziell bei knapp 24k Dollar pro Jahr

Das ist beides richtig.

Veröffentlicht von: @startracker7

Das Leben als Bettler/Obdachloser in Amerika

Das hängt stark davon ab wo man bettelt. Es gibt in Los Angeles sehr sehr viele Bettler, die sich fast alle in einem Stadtviertel aufhalten. Für die Kinder in NYC gilt wahrscheinlich das selbe. kann ich aber nicht sagen, ich war nie dort.

In Downtown Austin gibt es auch viele Bettler die Straße sitzen und dort wohnen. Betteln funktioniert in den USA anders als bei uns. Bei uns sitzen die Menschen auf der Straße und fragen Passanten nach Geld. In den USA gibt es kaum Fussgänger, alle sitzen in den Autos. Wer also Geld braucht, nimmt einen Karton, schreibt seine Geschichte darauf und stellt sich an eine Ampelkreuzung.

Von etwa 10 Autos gibt ein Auto mindestens einen Dollar. Das ist sehr viel mehr als bei uns. Ab und zu quasselt man auch mit den Obdachlosen und gibt nicht nur einfach Geld. Ich kann nur von der Region Austin sprechen, nicht von den USA im Allgemeinen. Sicherlich sind Menschen je nach Region unterschiedlich spendabel, da auch das durchschnittliche Einkommen je nach Region sehr unterschiedlich ist.

Was sind 2000 Dollar in der Region Austin? Das ist nichts, da wo ich wohne liegt das Durchschnittseinkommen je Familie bei etwa 70.00 Dollar (5800 pro Monat). Man zahlt hier viel weniger Abgaben als in Deutschland, weswegen die 5800 noch viel mehr sind. Essen ist steuerfrei, die Mehrwertsteuer liegt bei 8%. Einkommenssteuer ist hier etwa 10%, unter 24k zahlt man nichts. Deswegen sind wie Menschen hier spendabler, sie zahlen weniger Steuern, sind aber großzügiger, weil sie mehr haben.

In Deutschland leben laut Wiki 16.1% unter der Armutsgrenze, in den USA ist der Wert sehr ähnlich.

Veröffentlicht von: @startracker7

Extreme Armut ist nachweislich viel häufiger.

Kannst Du das mit Zahlen belegen? NYC ist nicht repräsentativ für ganz Amerika. Es ist ein Brennpunkt, wie eben Berlin, Köln und Frankfurt.

stefantweeetys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Man sieht auf den Straßen einige arme Leute, aber es sind weniger als in Köln oder Frankfurt. Amerikaner sind überaus spendabel gegenüber solchen Menschen.

Nun, in den Städten gibt es sicher auch Stadteile, die mehr oder weniger ganz verfallen. Manche Städte selbst sind ganz desolat.

Aber die Hauptprobleme gibt es wohl in den eher ländlichen Regionen, um die sich niemand kümmert. Die Leute können da sicher mit sehr wenig leben, weil man einen Garten hat - aber sie haben definitv schon bessere Zeiten gesehen.

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Nun, in den Städten gibt es sicher auch Stadteile, die mehr oder weniger ganz verfallen. Manche Städte selbst sind ganz desolat.

Etwa 25.000km bin ich in den USA mit dem Auto gefahren und habe etwa 100 Städte besucht. Von Camping im Schnee, 4 Sterne-Hotels, Cottages auf dem Land und AirBnB in Problembezirken war alles dabei. Gesehen habe ich aber nur den südlichen Bereich von Kalifornien bis Florida, den angeblichen Problembereich von Chicago / Detroit habe ich nicht gesehen, jedoch sehr arme Ecken in Florida / Alabama und Louisiana.

Man sagt immer, dass es viele Wohnungslose in den USA gibt, mir ist das aber nicht aufgefallen und entspricht auch nicht den offiziellen Zahlen. Deutschland hat etwa 0,37% Wohnungslose, die USA 0,17%. Von den 550.000 gezählten Wohnungslosen fallen aber nur 100.000 in die Gruppe der dauerhaft Wohnungslosen. In Kalifornien (Los Angeles) und New York (NYC) leben 50% der Wohnungslosen.
Selbst wenn man die Flüchtlinge in Deutschland abzieht, hat es deutlich mehr Wohnungslose in Deutschland als in den USA. Das ist auch das was ich so gefühlt und gesehen habe.

Von meinen begrenzten Eindrücken würde ich sagen, Armut ballt sich in bestimmten Wohngegenden in der Stadt. Man kann das einfach erkennen, fahren die Menschen Kleinwagen wie in Deutschland, ist das Stadtviertel relativ arm.

Auf dem Land ist mir wenig Armut aufgefallen, das liegt daran, dass Farmer in den USA sehr große Flächen zum Bewirtschaften haben. Das was bei uns die maximale Größe ist, ist dort das Minimum. Die Menschen in den kleinen Städten auf dem Land sind ärmer, das trifft denke ich öfter zu.

Aber was ist Armut in den USA?
Im Moment habe ich weniger als die Armutsgrenze, mir geht es aber recht gut. Es ist kein Problem, wenn ich die Klimaanlage den ganzen Tag laufen lasse und habe ein für deutsche Verhältnisse großes Auto. Meine Eltern haben in ihrem Leben nie so ein großes Auto gehabt. Für Amis ist mein Auto sehr klein, nur wenige Menschen fahren hier eine Compaktklasse. Durchschnittliche Amis sind unglaublich verschwenderisch, sie fahren fette Autos mit astronomischen Kosten, wohnen in völlig unisolierten Häusern und leben in saus und braus, oft auf Pump finanziert. Das was in Deutschland normal ist, ist da einfach arm.

Etwa 65% der Familien haben ein eigenes Haus in den USA, in Deutschland sind es gerade mal 28%. Auf dem Land sind Häuser sehr günstig, ab etwa 100.000 Dollar bekommt man ein ganz normales Haus. In der Stadt zahlt man je nach dem zwischen 200k und 400k, aber die Qualität des Hauses ist fast immer gleich (schlecht).

stefantweeetys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke für Deinen Bericht.

Ich habe da nur den einen oder anderen Bericht aus dem Netz gelesen oder gesehen und bin jetzt mitten drin im Buch von Georg Packer, wo er im ersten Teil eher den Verfall der amerikanischen Gesellschaft zeichnet und ich bin jetzt mit dem zweiten Teil angefangen, wo es um Aufbrüche in eine andere Zeit zu gehen scheint. Er erste Bericht war über den (leider gescheiterten) Versucht, Biodiesel zum Standard und als Alternative zum klassischen Diesel anzubieten (gescheitert übrigens, weil andere Projekte des rührigen Unternehmers ihn bankrott gehen ließen. Das zweite ein Bericht über eine Dame, die absolut lebenslustig ist, mit ihrem Restaurant nur rote Zahlen geschrieben hat - aber neue Standards in Bezug auf die Akzeptanz lokaler frischer Lebensmittel in bestimmten gesllschaftlichen Kreisen gebarcht hat. Sie hat neben ihrem STandards setzenden Restaurant auch einen Schulgarten, wo die Schüler selber die Sachen für die Kantine angeabut haben und den Gemüsegarten am Weißen Haus zu Zeiten der Obamas angeregt.

Bin mal gespannt, wie es weitergeht.

Es kam in dem Buch aber auch zum Ausdruck, dass die schwäbische Sparsamkeit den Amerikanern fremd ist. Oft verdienen sie viel und es reicht doch nicht ...

Viele Grüße
Ecc

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Biodiesel zum Standard und als Alternative zum klassischen Diesel anzubieten

Mit Umweltschutz können Amerikaner weniger was anfangen, das stimmt ohne Zweifel. Biodiesel ist aber aus der Sicht eines Amis auch nicht rentabel, da es hier Öl in Hülle und Fülle hat. Warum sollte man Lebensmittel tanken? Ein Liter Benzin kostet bei mir um die Ecke etwa 50 Cent, Speiseöl ist teuer. Kein amerikanischer Politiker kann es sich leisten auf Benzin 70% Steuer drauf zu packen um Biodiesel attraktiver zu gestalten.
Dass das mit dem Biodiesel hier nicht klappt, ist jedem klar der weiß wie günstig der Sprit hier ist. In machen Gegenden hat jede Farm eine eigene Ölquelle, gerade hier in Texas. In Deutschland hat man Wald, hier halt ein privates Ölfeld :D.

stefantweeetys antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

einen oder anderen Bericht aus dem Netz gelesen oder gesehen und bin jetzt mitten drin im Buch von Georg Packer, wo er im ersten Teil eher den Verfall der amerikanischen Gesellschaft zeichnet

Ich denke das es ganz normal ist, wenn man in Amerika zu sehr unterschiedlichen Meinungen kommt. Das kommt einfach daher, dass das Land so unglaublich groß ist. Texas ist nur ein kleiner Teil, ist aber schon doppelt so groß wie Deutschland.
Bei der Wahl wo ich wohnen wollte, habe ich mir Houston für eine Woche näher angeschaut. Dann einen Vorort von Austin. Es sind "nur" 3 Stunden mit dem Auto, aber wie man wohnt kann man nicht vergleichen und das Klima ist völlig anders.

Je nach dem wo man wohnt, gibt es sicher einen Verfall der Gesellschaft. Hier wo ich wohne (in einem Apartment für vergleichsweise arme Menschen) haben etwa 5 bis 10% der Menschen innerhalb eines Monats ein neues Auto gekauft. Aufschwung überall, Jobs wie Sand am Meer. Als weißer Amerikaner über 100.000 verdienen ist mit einem Bachelor in Science ganz normal. Die Stadt wächst jedes Jahr um 10% und das seit vielen Jahren. Hier ist einfach so viel Platz, Bauland kostet fast nichts und die Stadt gibt ständig neue Gebiete zum siedeln frei und baut Highways was das Zeug hält.

stefantweeetys antworten
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