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USA haben offenbar die Wiederaufnahme von Atomtests diskutiert


BeLu
 BeLu
Themenstarter
Beiträge : 4367

Laut einem Artikel der Washington Post hat die US-Regierung kürzlich bei einem Meeting der nationalen Sicherheitsbehörden über eine Wiederaufnahme von Atomwaffentests diskutiert. Einige Beteiligte seien der Meinung gewesen, dass das die Verhandlungsposition gegenüber Russen und Chinesen bei der Verhandlung eines neuen Vertrags zur Regulierung der Atomwaffenarsenale stärken könnte. Eine ziemlich blöde Idee, wie ich finde. Zumindest hat man sich erst mal nicht für einen Test entschieden, aber beruhigend finde ich das trotzdem nicht...

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3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Scheinbar war schon 2005
die Überalterung des US Atomwaffenarsenals Diskussionsstoff.
Nun sind noch mal 15 15 Jahre hinzugekommen.

https://www.tagesspiegel.de/meinung/begrenzt-haltbar/583826.html

Da ist halt die Frage, obe von A-Waffe, die von Design her so modern sind wie ein VW Golf II oder eine Sony Walkman der ersten Generation, nicht mittel bis langfristig eine höhere Gefahr darstellen, wie 2-3 (unterirdische) Trest um moderne Typen zu entwickeln.

Natürlich wäre eine Welt ganz ohne (Atom-)waffen wünschenswerter.

Aber mal abgesehen von einem Staat dieses Planeten, sind die anderen rund 169 bewaffneten, mit Streitkräften/stehenden Heeren durchaus bemüht ihre Arsenal möglichst modern und einsatzbereit zu halten

Nachtrag vom 23.05.2020 1402
So gesehn scheint dann hier DJT (mal wieder ?) ausbaden zu müssen, was seine Vorgänger verbockt /verpennt haben und kassiert auch die Prügel..

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2 Antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4367
Veröffentlicht von: @scylla

Da ist halt die Frage, obe von A-Waffe, die von Design her so modern sind wie ein VW Golf II oder eine Sony Walkman der ersten Generation, nicht mittel bis langfristig eine höhere Gefahr darstellen, wie 2-3 (unterirdische) Trest um moderne Typen zu entwickeln.

Dem Artikel zufolge geht es hier aber wohl weniger um den Test an sich als darum, den Russen und Chinesen "eine Nachricht zu schicken", um die eigene Verhandlungsposition zu stärken. Und das halte ich für keine gute Idee.

belu antworten
Liberatus
(@liberatus)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 132

Nachricht an die Russen

Veröffentlicht von: @belu

[...] den Russen und Chinesen "eine Nachricht zu schicken", um die eigene Verhandlungsposition zu stärken. [...]

Als Nachricht an die Russen diente ganz unverhohlen auch die Operation Crossroads, und eben sie in Schach zu halten war die eigentliche Absicht hinter dem Manhattan-Projekt. Der militärische Leiter des Projekts Leslie R. Groves sagte dies 1944 in Los Alamos. Der Physiker Joseph Rotblat berichtete darüber in seinem Aufsatz "Leaving the Bomb Project" im Bulletin of the Atomic Scientists. Den Rest seines Lebens setzte er sich für die Abschaffung der Waffe ein, an deren Entwicklung er mitgewirkt hatte. Als aufklärende Lektüre hierzu empfehle ich auch das Buch "Atom" von Stephanie Cooke.

http://www.fredsakademiet.dk/library/rotblat.pdf
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/stephanie-cooke-atom-die-geschichte-des-nuklearen-zeitalters-wollen-sie-wissen-wie-pakistan-oder-nordkorea-zu-atomwaffenstaaten-werden-konnten-1985457.html

liberatus antworten


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