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Wer ging mit Abschlägen in die Rente?


Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 990

Hi,

 

also so langsam kommen die Zeiten wo hier und da Menschen entlassen werden.

 

Mich trifft es sicherlich auch bald. Eigentlich dürfte ich erst ab 2033 abschlagsfrei in die Rente. Bin jetzt 38 Jahre Rentenbeitragszahler und dürfte als Behindi schon gehen. Aber eben halt mit 10,8% weniger Rente im Jahr. Rentensteuer muss ja auch gezahlt werden, aber als Behindi habe ich ja einen Freibetrag. 

 

Oder gibt das eine herbe Enttäuschung? Kaum Geld usw....??? Naja, ich hab eine recht günstige Miete. Kein Auto usw.

 

M. 

Antwort
10 Antworten
Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 990

Ich könnte ja auch schon jetzt  Rente beantragen und bis dahin weiterverdienen. Oder????

meriadoc antworten


Deborah71
Beiträge : 29330

@meriadoc 

Such dir einen kompetenten Rentenberater. Fehler bei der Rente gehen schnell in die Miesen. 

deborah71 antworten
4 Antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@deborah71 

Bei der deutschen Rentenversicherung ist die Beratung sogar kostenlos.

VG

Chey

chey antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29330

@chey 

Feiner Hinweis. 

 

deborah71 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@deborah71 
Genau: einen Rentenberater suchen, der dir alles erläutert. 
Meines Wissensnennt dir die RV solche Berater, aber du erhältst auch gute Infos schriftlich direkt von der Rentenversicherung.

bepe0905 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29330

@bepe0905 

Ich hatte meinen Berater in der Stadt als Angestellte im öffentlichen Dienst. Das war sehr angenehm. Die ganze Altersteilzeitkiste und die Abschläge und dann das Beamtendeutsch hatten mich völlig überfordert. 

deborah71 antworten
MikeFromMUC
Beiträge : 962

@meriadoc 

Interessante Frage. Ich beschäftige mich auch aktuell damit.

Ich sehe mehrere Wege.

Wenn Dich die Arbeit erfüllt, spricht nichts dagegen, so lange zu arbeiten, wie der Chef es zuläßt.

Wenn die Arbeit nicht Dein Lebenssinn ist und das Geld trotz der Abschläge reicht: Nichts wie ab in die Rente. Mit Deinem GDB darfst Du früher. Genieße die Zeit und tu, was Dir gefällt, ohne auf irgend einen Chef hören zu müssen.

Ich kenne Diene Arbeitssituation nicht. Du schreibst, daß Entlassungen bevorstehen. Vielleicht gibt Dir das die Möglichkeit für einen Mittelweg? Hast Du ein offenes Verhältnis zu Deinem Chef und kannst über sowas reden? Dann käme vielleicht Altersteilzeit in Frage. Oder Du bietest einen Auflösungsvertrag an und verhandelst eine Abfindung, die die geschmälerte Rente abfedert.

Ich könnte ja auch schon jetzt  Rente beantragen und bis dahin weiterverdienen. Oder????

Das wäre auch eine Möglichkeit. Du könntest sofort in Rente gehen. Falls Dein Chef Dich nicht gehen lassen will, könntest Du anbieten, als Rentner weiter zu arbeiten. Du kannst bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen.

Letztlich liegt es an Dir, wie Du zur Arbeit stehst. Ich gehe gerne in die Arbeit und sehe einen Sinn in dem, was ich tu. Aber sie ist nicht mein Lebenssinn. Ich kann mir gut vorstellen, so früh wie möglich aufzuhören. Für irgendwas muß so ein GDB ja gut sein! 😉

mikefrommuc antworten
3 Antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@mikefrommuc 

Wenn Dich die Arbeit erfüllt, spricht nichts dagegen, so lange zu arbeiten, wie der Chef es zuläßt.

und so lange deine Gesundheit mitspielt.

Es war für mich in den Jahren meiner angestellten Tätigkeit immer interessant, wie viele unserer "Werksrentner" gerne mal auf einen Plausch an ihrer alten Arbeitsstätte vorbei kamen (wo sie die ehemaligen Kollegen mit ihren Erzählungen von früher nervten und von der Arbeit abhielten...)  😖 

Aber den alten Jungs war es zu Hause einfach langweilig oder sie waren den Dauerkontakt mit der jeweils besten aller Ehefrauen nicht mehr gewohnt? 
Ich konnte das damals nicht verstehen und hatte mich nur gewundert, dass sie mir ihrer freien Zeit nichts Besseres anzufangen wussten, als an die ehemalige Arbeitsstätte zurück zu kehren. 

Heute, nach 30 Jahren Selbständigkeit, sehe ich es etwas anders.
Ich habe mit 73 Jahren angefangen, etwas kürzer zu treten und bezog damals meine erste Rente, arbeitete aber weiter (als Selbständiger gibt es da keine Grenzen). Allerdings ist meine gesetzliche Rente eher bescheiden, denn mit dem Start in die Selbständigkeit hatte ich nicht mehr in die Rentenkasse eingezahlt.
Mit 75 Jahren ging ich dann endgültig in den Ruhestand. 

Letztlich liegt es an Dir, wie Du zur Arbeit stehst. Ich gehe gerne in die Arbeit und sehe einen Sinn in dem, was ich tu. 

Eigentlich ist meine Zeit gut ausgefüllt (ehrenamtliche Mitarbeit in Jugendgruppe, Freizeitgelände und Gemeinde, dazu mehrere Enkel, 2x Wohnungs- und Hausauflösung bei verstorbenen Familienmitgliedern, Renovierung eines alten Fachwerkhauses), aber trotzdem sehne ich mich manchmal etwas nach meinem alten Job zurück. 😌 
Meine Arbeit der letzten 30 Jahre war für mich tatsächlich so eine Art "Berufung mit innerer Erfüllung" (was leider nicht jeder Berufstätige über sich und seinen Job sagen kann).
Und so freue ich mich, wenn mich von Zeit zu Zeit mal Menschen anrufen, zu denen ich früher beruflichen Kontakt hatte. 

Aber auch diese Leute werden älter und scheiden nach und nach aus dem Berufsleben aus.
So werden also auch diese Anrufe seltener ... und das ist halt der Lauf der Zeit...

bepe0905 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@bepe0905 

und so lange deine Gesundheit mitspielt.

Das ist für mich ein wichtiger Punkt. So ein GDB deutet ja auf gesundheitliche Einschränkungen hin. Die werden mit den Jahren auch nicht weniger ...

aber trotzdem sehne ich mich manchmal etwas nach meinem alten Job zurück.

Das kann ich mir gut vorstellen. Vor allem wenn man sich als Selbständiger etwas aufgebaut hat. Das bindet vermutlich stärker als einen Angestellten.

mikefrommuc antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@mikefrommuc 

Vor allem wenn man sich als Selbständiger etwas aufgebaut hat. 

Ja, das ist auch ein Punkt. Aber es war für mich nicht das entscheidende Kriterium.

Viel wichtiger waren mir die persönlichen Kontakte zu den Menschen in den Unternehmen (meistens Führungskräfte), die in ihrer unmittelbaren Umgebung oft niemanden hatten, mit dem sie auch mal über etwas anderes als "Job, Firma, Mitarbeiter, Karriere, Wettbewerb, Umsatz, Zielvorgaben..." sprechen konnten. 
Und es waren die Kontakte zu Menschen, denen ich in ihrer Karriere helfen konnte, wobei ich sie manchmal auch vor übereilten Schritten abhalten musste.

 

 

bepe0905 antworten


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