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Wie mit dem Islam umgehen?

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Elfentanz
Themenstarter
Beiträge : 55

Hallo,

ich möchte hier mit einigen Versen aus den Johannesbriefen starten:

1. Johannes Kapitel 4 Vers 2-3 (nach Luther):

Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott;  und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.

 

1. Johannes Kapitel 5 Vers 21 (nach der Neuen Genfer Übersetzung)

Meine lieben Kinder, nehmt euch in Acht vor den falschen Göttern!

 

1. Johannes Kapitel 1 Vers 7 (nach Luther)

Warum schreibe ich euch das? Nun, in dieser Welt verbreiten jetzt zahlreiche Verführer ihre falschen Lehren. Sie bekennen sich nicht zu Jesus Christus als zu dem, der als ein Mensch von Fleisch und Blut zu uns gekommen ist, und wer das leugnet, ist der Verführer schlechthin; er ist der Antichrist.

 

1. Johannes Kapitel 1 Vers 9 – 11 (nach Luther)

Wer nicht bei der Lehre von dem Mensch gewordenen Christus bleibt, sondern darüber hinausgeht, der lebt nicht in der Verbindung mit Gott. Wer hingegen bei dieser Lehre bleibt, ist sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden. Wenn also jemand zu euch kommt, der etwas anderes verkündet als diese Lehre, dann nehmt ihn nicht bei euch auf und heißt ihn nicht willkommen! Denn wer ihn willkommen heißt, macht sich mitschuldig an seinem verwerflichen Tun.

 

Diese Textstellen beziehen meiner Meinung nach alle nicht-christlichen Religionen mit ein u.a. auch den Islam, der ganz klar vertritt, dass es sich bei Jesus um einen gewöhnlichen Propheten gehandelt hätte.

Als Christen sind wir der Überzeugung, dass Muslime sich auf einen Irrweg befinden und dass sie (außer Gott lässt eine übermenschlich große Gnade walten) nicht errettet sind. Die Islamische Religion stellt so, wie alle anderen nichtchristlichen Religionen, eigentlich eine Gefahr für die Menschen dar, denn sie hält und lenkt sie von ihrem Heilsweg ab.

Muslime an sich sind allerdings Menschen wie du und ich mit genauso viel Wert, die eben aus verschiedensten Gründen leider den Islam für glaubhafter halten. In Deutschland leben wir mit sehr vielen zusammen, die wir nicht alle von heute auf morgen bekehren können und es ist wichtig, dass wir gut miteinander auskommen und uns mit gegenseitigem Respekt behandeln.

 

Jetzt ist meine Frage wie sollten wir als Christen öffentlich zum Islam Stellung beziehen? Wie sollten wir mit der Gemeinschaft der Muslimen umgehen? Ist sowas wie „Interreligiöser Dialog“ eine gute Sache und wenn ja wie sollte dieser aussehen? Sollten wir Islamophobie in der Gesellschaft entgegenwirken wollen? Wenn ja wie? Könnten wir gegen Islamophobie entgegenwirken ohne dabei eine Religion als so attraktiv zu verkaufen, dass in der Bevölkerung mehr Menschen das Bedürfnis bekommen zum Islam zu konvertieren. Etwas das wir auf keinen Fall möchten.

 

Ich bin sehr verunsichert durch 2. Johannes 1 Vers 11 Wenn also jemand zu euch kommt, der etwas anderes verkündet als diese Lehre, dann nehmt ihn nicht bei euch auf und heißt ihn nicht willkommen! Denn wer ihn willkommen heißt, macht sich mitschuldig an seinem verwerflichen Tun.

Aber so ablehnend sollen wir doch nicht mit Muslimen umgehen, oder?

 

Ich hoffe, dass hier niemand denkt meine Absicht wäre es gegen Muslime zu hetzten. Was ich hier geschrieben habe beschäftigt mich sehr und ich wüsste gerne eure Meinung dazu.

Antwort
12 Antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 2744

@elfentanz  Ulrich Parzany sagt es ist wichtig seinen Glauben gegenüber Muslimen zu vertreten. Er war als Pfarrer im Osten von Jerusalem, da damals ein Teil von Jordanien war. Palästina ist ja eine künstliche Schöpfung der Leute um Arafat.

Wer seinen Glauben vertritt ist bei Muslimen angesehen, wer gar keinen Glauben hat ist sofort unten durch. Trotzdem ist man nach dem Verständnis der Muslime auf dem falschen Weg und hat den Weg des Islam noch nicht erkannt. Man ist praktisch minderwertig.

Ich unterhalte mich mit Muslimen die ich lange kenne. Einen interreligiösen Dialog finde ich bei Juden sinnvoll. Wir habe auch Kontakt zur Hochschule in Heidelberg. Da es lt. Parzany die einzige Sünde die Allah nicht vergibt ist zu behaupten er hätte einen Sohn ist für mich ein Dialog nicht gewünscht. Das ist beim Judentum anders, da wir den gleichen Gott haben und die Juden noch auf den Messias warten, während wir der Überzeugung sind er war schon als Jesus aus dem Dorf Nazareth da.

jigal antworten


Amalia
 Amalia
Beiträge : 435

@elfentanz 

Ich habe da eine ganz einfache, aber klare Verhaltensbasis für mich gefunden. Bei mir darf jeder ein und aus, wer friedlich gesinnt ist. Ich verbinde mit aufnehmen eher eine geistige Haltung dem gegenüber, was sich mir nähert. Heißt, auch wenn Moslems oder Atheisten herzlich willkommen sind bei mir, bleibe ich bei dem, was Jesus mir geistig geschenkt hat und nehme nicht das auf, was die Fremden mitbringen.

Als Christen sind wir der Überzeugung, dass Muslime sich auf einen Irrweg befinden und dass sie (außer Gott lässt eine übermenschlich große Gnade walten) nicht errettet sind.

Ich halte mich grundsätzlich sehr, sehr damit zurück irgendjemanden schon als nicht gerettet anzusehen. Dieses Urteil könnte zu meiner eigenen Anklage führen. Gott sieht ins Herz und die Werke derjenigen und das geht mich nichts an, wem er gegenüber Gnade walten lässt.

Aber so ablehnend sollen wir doch nicht mit Muslimen umgehen, oder?

Würdest du denn wollen, dass man sich dir gegenüber grundsätzlich so ablehnend verhält, obwohl du eigentlich nichts Schlimmes im Sinn hast?

Sollte aber jemand nicht friedlich reagieren, sollte man auch nicht naiv vertrauend sein. Diejenigen, die einem nicht gut gesinnt sind, zeigen das in der Regel recht offen und direkt. Deshalb alle, die moslemisch sind von vorn herein schlecht oder ablehnend gegenüber zu treten, halte ich für verkehrt.

amalia antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 978
Veröffentlicht von: @elfentanz

Jetzt ist meine Frage wie sollten wir als Christen öffentlich zum Islam Stellung beziehen? Wie sollten wir mit der Gemeinschaft der Muslimen umgehen? Ist sowas wie „Interreligiöser Dialog“ eine gute Sache und wenn ja wie sollte dieser aussehen? Sollten wir Islamophobie in der Gesellschaft entgegenwirken wollen? Wenn ja wie? Könnten wir gegen Islamophobie entgegenwirken ohne dabei eine Religion als so attraktiv zu verkaufen, dass in der Bevölkerung mehr Menschen das Bedürfnis bekommen zum Islam zu konvertieren. Etwas das wir auf keinen Fall möchten.

 

Ich bin sehr verunsichert durch 2. Johannes 1 Vers 11 Wenn also jemand zu euch kommt, der etwas anderes verkündet als diese Lehre, dann nehmt ihn nicht bei euch auf und heißt ihn nicht willkommen! Denn wer ihn willkommen heißt, macht sich mitschuldig an seinem verwerflichen Tun.

Zu den beiden letzten Bibelstellen meine Gedanken: Es geht um Verführer, die ins Haus kommen könnten. Ich denke, hier geht es um Menschen, die eine dem Evangelium ähnliche Lehre in die Gemeinde bringen wollen. Da sich die Gemeinde in den Häusern getroffen hat, wirkt das missverständlich für uns. Ich vermeide keinen persönlichen Kontakt zu Muslimen. Hätte ich aber eine Hausgemeinde, würde ich sie nicht lehren lassen und im Gebet würde ich sicherstellen, dass zum dreieinigen Gott gebetet wird. 

Interressant, deine Frage, wie wir öffentlich zum Islam Stellung beziehen sollten. Ist das für dich selbstverständlich? Sowas würde ich nur tun, wenn ich einen Auftrag von Gott verspüre. Ebenso verhalte ich mich zum Thema Islamophobie. Ich lasse das alles sehr auf der persönlichen Ebene. Da geht es um den einzelnen Menschen. Wer Angst vor dem Islam hat, dem versuche ich die Angst zu nehmen, wenn möglich, indem ich das Werk Jesu erhebe. 

tagesschimmer antworten
2 Antworten
Elfentanz
(@elfentanz)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 55

@tagesschimmer Ich dachte mal Jesus hätte mir den Auftrag gegeben in einen Bereich zu arbeiten, in dem ich mithelfen kann, dass Menschen mit verschiedenen religiösen Hintergrund besser miteinander auskommen. Ich weiß aber gar nicht mehr ob Gott das von mir wirklich möchte und ich fühle mich dazu auch nicht mehr in der Lage.

elfentanz antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 978

@elfentanz Dann ist es vielleicht gerade dran, dich nochmal neu von Gott erfrischen und ausrichten zu lassen. Bist du in eine gute Gemeinschaft eingebunden?

tagesschimmer antworten


Jack-Black
Beiträge : 2103

Muslime an sich sind allerdings Menschen wie du und ich mit genauso viel Wert,

Verständnishalber mal nachgefragt:

Warum haben sie genausoviel Wert? Ich meine: immerhin sind sie Deinen Ausführungen nach schon mal "nicht gerettet"

außer Gott lässt eine übermenschlich große Gnade walten

Wenn sie nicht gerettet sind und wenn es sich beim Gerettetsein um einen Wert handeln sollte - warum sollte man dann sagen können, dass sie genauso viel Wert hätten wie die Geretteten? Mal aus der Perspektive Gottes betrachtet: wenn zwei Menschen mir gleich viel wert sind, werde ich dann den einen erretten und den anderen nicht? Entweder also haben alle Menschen den gleichen Wert - dann wäre ein Gott, der die einen errettet und die anderen nicht, ein willkürlicher Gott, bzw. einer, der in der Errettung keinen Wert sieht. Oder aber die Errettung durch Gott drückt einen bestimmten Wert aus, nämlich den der Menschen - und gott errettet alle. Womit dann eigentlich Dein Anliegen gegenstandslos würde, denn dann würden auch diejenigen, die dem Islam folgen oder zu ihm konvertieren, ihrem Menschenwert gemäßt errettet.

Oder aber die Muslime haben eben nicht genausoviel Wert wie Du und Du (ich hätte dann auch keinen solchen Wert, da ich ja auch kein Christ bin. 🙂 ).

 

Da wir hier aber nicht im Theologie- sondern im Politikforum sind, möchte ich noch anmerken, dass historischen Erfahrungen gemäß solche Fragen in letzter Konsequenz gern mal zu religiösen Konflikten bis hin zu Kriegen führen.

jack-black antworten
3 Antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 435

@jack-black 

Da wir hier aber nicht im Theologie- sondern im Politikforum sind

Woran erkennst du das? Das habe ich beim neuen Forum noch nicht so durchblickt. Neben Politik, Wirtschaft & Soziales steht links noch Christsein und Gesellschaft. 

 

amalia antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2103

@amalia 

Woran erkennst du das?

Gehe ganz auf das "home"-Symbol zurück, dann findest du die Übersicht über die Forumsgliederung. (Nebenbei bemerkt: die ist deutlich schlechter und unübersichtlicher als im alten Forum)

jack-black antworten
Amalia
 Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 435

@jack-black 

O.k., danke.

amalia antworten
lhoovpee
Beiträge : 2227

@elfentanz 

Jetzt ist meine Frage wie sollten wir als Christen öffentlich zum Islam Stellung beziehen?

Man kann sagen, dass man selbst nicht der islamischen Lehre folgt. Was auch sonst?

Wie sollten wir mit der Gemeinschaft der Muslimen umgehen?

So wie mit jeden anderen Menschen auch. Immer der Nächstenliebe entsprechend.

Ist sowas wie „Interreligiöser Dialog“ eine gute Sache und wenn ja wie sollte dieser aussehen?

Interreligöser Dialog ist wichtig, um Vorurteile abzubauen und Frieden zu stiften. Dabei ist es wichtig Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und Unterschiede zu akzeptieren. Und es sollte niemals Mission zum Ziel haben, da sonst kein fruchtbarer Dialog entsteht, sondern Feindschaft.

Sollten wir Islamophobie in der Gesellschaft entgegenwirken wollen?

Ja.

Wenn ja wie?

Aufklärung und Dialog.

Könnten wir gegen Islamophobie entgegenwirken ohne dabei eine Religion als so attraktiv zu verkaufen, dass in der Bevölkerung mehr Menschen das Bedürfnis bekommen zum Islam zu konvertieren. Etwas das wir auf keinen Fall möchten.

Jeder Mensch darf sich selbst seine Religion aussuchen. Wir sind weder dafür da den Islam zu bewerben, noch ihn schlecht zu machen. Falschaussagen und Hetze sollten wir verurteilen und benennen. Kritik muss dennoch ausgesprochen werden.

Wir sollten aufpassen, dass wir nicht Vorurteilen oder gar Hetze hinterlaufen oder verbreiten. 

Aber so ablehnend sollen wir doch nicht mit Muslimen umgehen, oder?

Solange der Muslime nicht verwerfliches tut, machen wir uns auch nicht schuldig, wenn wir ihn willkommen heißen. Anders wäre es, wenn wir ein Anführer des IS oder anderer Terrororganisationen willkommen heißen würden.

lhoovpee antworten


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