Ohne Partner zufrie...
 
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Ohne Partner zufrieden sein


Napolitana76
Themenstarter
Beiträge : 7

Mir geht es seit vielen Jahren so: ich bin single, eher unfreiwillig, und komme mit der Situation mal mehr mal weniger zurecht. Ich hätte mir gewünscht einen Partner zu haben der zu mir passt und zu mir hält, aber gefunden habe ich nur Männer die mir die große Liebe zu einem bestimmten Zweck vorgetäuscht haben. Inzwischen bin ich der Überzeugung daß Gottes Plan für mein Leben keine Partnerschaft beinhaltet, und meistens geht es mir auch gut damit, ich bin auch ohne zufrieden. Allerdings ist das aber auch meine Schwachstelle, die der Gegner anzugreifen weiß und mir immer wieder den Kopf verdreht. Kennt das jemand, wie gehen andere Singles damit um?

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19 Antworten
tristesse
Beiträge : 16810

Hallo Napolitana,

danke für Deinen persönlichen Beitrag und Deine Offenheit. Fühl Dich da verstanden 😊

In einem Umfeld, in dem wir als Singlechristen von Paaren und Familien umgeben sind, wo sich der oftmals der Gemeindefokus auf genau diese Zielgruppe orientiert, braucht man schon ein dickes Fell, um nicht unterzugehen oder frustriert aus dem Gottesdienst zu laufen.

Ich bin jetzt Ende 40, Single und hab mit dem Partnerwunsch bewußt nicht abgeschlossen. Zum einen weiß ich einfach, dass da noch jemand kommt, da liegen Verheißungen drauf, die ich bekommen hab und ich stehe dazu, dass ich "suche", bzw. nicht allein bleiben möchte.
Zum anderen möchte ich mich nicht "zufrieden geben", mit dem was ich bin und was ich lebe. Ich möchte glücklich sein, ich will das ganze Leben, die volle Packung und Erfüllung. Sich mit etwas zufrieden zu geben ist immer ein Anzeichen von Defizit.

"Naja, es ist nicht perfekt, aber geht halt nichts anders."
"Anderen geht es schlecher."
"Da gibt's eigentlich nichts zu meckern."
"Im Grunde geht es mir ja gut."
Das sind so No-Go Einstellungen, die ich abgelegt habe, bzw. noch dabei bin.

Ich möchte das Leben in Fülle haben, was Gott mir verspochen hat. Und auch wenn ich keinen Partner habe, lebe ich das in dem, was ich gerade habe: meine Identität als Tochter Gottes, als Frau die gut ihren Job macht und für sich selbst aufkommt, als kreative Frau, die ihre Begabung lebt und sich künstlersch verwirktlicht, als sinnliche Frau, die genießt, gerne weiblich ist und fürsorglich mit anderen umgeht. Als gute Gastgeberin, die sich mit Menschen umgibt, die ihr wohlgesonnen sind und die sie wie eine Familie um sich schart 😉

Und ja, da gibt es auch die Nächte, wo mir das Bett zu groß ist, wo ich Nähe und Intitmität vermisse und es gern anders hätte. Aber dazu sage ich auch "Ja" und ich lass mich dadurch nicht runterziehen oder mir die Freude am Leben nehmen. Wenn die Traurigkeit an die Tür klopft und rein will, dann überleg ich kurz, ob ich sie reinlasse und wir zusammen Titanic schauen, "My heart will go on" schmettern und eine Flasche Weißwein leeren oder ob ich die Tür ihr vor der Nase zuschlage. Manchmal darf sie rein, aber sie geht dann nach dem Frühstück auch wieder 😊

Was mir hilft:
1. Ich bin Gottes geliebte Tochter und Gott möchte mich derzeit für sich allein haben. Das respektiere ich und ordne mich dem unter.
2. Ich fülle meine Alltag so gut ich kann mit Dingen, die mir und anderen Freude machen. Ich schaue nicht auf das, was ich nicht habe, sondern bin dankbar dafür, was ich habe.
3. Ich nehme die Momente des Defizits hin und stelle mich ihnen. Und ich rede mit Gott darüber, er ist die erste Anlaufstelle meiner Sehnsucht.
4. Ich halte die Augen offen nach dem Mann, mit dem ich im Reich Gottes besser dienen kann als ohne ihn. Und ich bete für diesen Mann und für den Zeitpunkt, wo wir uns begegnen.
5. Ich schau positiv auf das was ich bin und denke nicht schlecht über mich.

An sich gäbe es dazu noch mehr zu sagen, aber ich hab Dich jetzt genug vollgequatscht und würde gern von Dir wissen, wie Du die Angriffe vom Feind aktiv bekämpfst 😊 Hast Du Strategien oder Tricks?
Da bin ich immer sehr interessiert.

Trissi

tristesse antworten
5 Antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11784

Ich mag Deine Art zu formulieren und den Gedanken, der sich durch Deine Worte zieht.
*einfachmalsagt* 😌

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16810

Dankeschön 😘

tristesse antworten
conversable
(@conversable)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1012

*denimaginärenHutziehe*

Hammer Trissi!
Sehr beeindruckend und auch wirklich toll geschrieben!

conversable antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich gebe schon zu das dieses Thema auch für mich nicht ganz abgeschlossen ist.

Ich sag zu meinem Herzen. Irgendwo, unter 9 Milliarden, ist eine die genau für dich ist.

M.

Anonymous antworten
zorro222
(@zorro222)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 1

Toll geschrieben, Trissi !!! Weiter so ...

zorro222 antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11784

Hey Du,

ich bin ebenso seit vielen, vielen Jahren Single. Es gab schon einige, an denen ich interessiert gewesen wäre, aber niemanden, der an mir Interesse gezeigt hätte. - Ich mag den Gedanken von tristesse ... nicht "mich einfach nur zufrieden geben" mit dem, sondern mehr wollen, denn Gott hat ein Leben in Fülle verheißen - ich glaube daran. Und ich glaube auch, dass das ganz sicher nicht davon abhängt, ob ich nun verpartnert bin oder nicht. Wenn wir so denken, dann sind wir - so glaube ich - ganz, ganz weit von Gottes Leben in Fülle entfernt.

Ich bin seit ca. 15 Jahren allein, Single. Das ist der "Moment", als Gott in mein Leben trat. Ich war vorher todunglücklich, weil ich die Liebe immer im anderen suchte, das Glück immer bei anderen, nie bei mir selbst oder in mir. Niemand wollte mich lieben, wahrhaftig lieben. Deshalb landete ich irgendwann eben auf meinen Knien ... dann kam Gott. 😌

Was ich erkannt habe? Mein Lebensglück hängt nicht von einem Partner ab. Auch wenn ich einen hätte, hängt mein Lebensglück nicht von ihm ab. Denn jemanden an seiner Seite zu wissen, zu haben, ist ein "Geschenk". Kein "Geschenk Gottes", das ist nicht mein Glaube. Es ist schon eine eigene Entscheidung, in die ich zwar Gott natürlich mit einbeziehe, aber von seiner Seite aus hab ich da völlig freie Hand und eben eigene Verantwortung. Das ist es, was ich glaube. Ein Mensch, der sich entschließt, sein Leben an meiner Seite zu verbringen und mit mir die Welt anzusehen, zu teilen, was er sieht und erlebt, ist was Besonderes und möchte dankbar sein dafür.

Ich lebe sehr lange Zeit schon allein, ich lebte auch während der letzten "Beziehungsversuche" allein. d.h. ich komme mit dem Zustand klar. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Nicht, umso gegeneinander aufzuwiegen, sondern einfach um sie zu wissen und mit ihnen zu leben. Es gibt Menschen, die behaupten, ich wäre ein zweiter Paulus, weil mir das Alleinsein nichts ausmacht. Ach, was wissen die schon. Ich sags mal so: Ich habe (die) Zeit für Gott, also nutze ich sie. Ich kann mich voll und ganz - soweit es mein Leben zulässt - auf Gott kon-zentr-ieren (Gott im Zentrum haben), also tue ich es. Ändern sich Lebensumstände, lerne ich, mit ihnen umzugehen. Ich bin so gar kein Freund von "Jammern". Es verändert ja nichts, warum dann also ... (ach und bevor wieder jemand hier einhaken möchte: ich sage nicht, dass ich nicht drüber rede und in mich womöglich hineinfresse, ich "jammere" nur nicht 😉)

Meine Schwachstelle ist "Ablehnung" ... früher dachte ich auch, es wären Männer, aber es ist Ablehnung ... die Wurzel liegt in meinen ersten Lebensjahren. Gigantisch, das mit Gottes Hilfe aufgedeckt zu haben, gerade gestern erst. So zieht sich das durch mein ganzes Leben. Krass. Jeder hat so seine "Baustellen", meine ist die. Und natürlich hat das auch Einfluss auf Beziehungen allgemein und eben auch auf Beziehungen zu Männern.

Meine Eltern lebten mir eine Art von Beziehung/Ehe vor, die für mich nie erstrebenswert war. Herauszufinden, was ich nun wirklich will, das zog sich nicht nur durch viele, viele Jahre, sondern beschäftigt mich auch heute noch in Teilen. Zu wissen, wer ich bin, ist ein Punkt, der wohl genau daneben liegt. Die Hälfte meines Lebens verbrachte ich damit, ein Leben zu leben, das gar nicht meins war. Ich tat einfach, was alle taten und was andere von mir erwarteten ... Das änderte sich, als ich ein paar Jahre nach der Vergewaltigung und vielen "unglücklichen Männerbekanntschaften" Gott begegnete und eine Therapie begann ...

Gott hat mich immer in die Mitte von Menschen gestellt seither, die mir gut tun. Auch wenn es manchmal vielleicht sich nicht unbedingt gut anfühlt, aber sie tun mir gut, weil sie an meiner Seite sind und eben nicht gehen. Sie bleiben. Das tut gut. Und das hilft eben ungemein bei diesem "Ablehnungsdilemma". 😉 Und so finden wir alle gemeinsam heraus, wer ich bin. 😊

Vielleicht treffe ich noch einmal auf jemanden, der an mir interessiert ist. Dann werde ich eine Entscheidung treffen müssen. Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich 24/7 sozusagen in ein anderes Leben neben meinem eintauchen möchte und ob ich dazu die Kraft habe. Das wird sich zeigen. Und wenn es soweit ist, werde ich die Dinge mit Gott angehen. Und solange verbringen wir zwei - Gott und ich - die Zeit eben ohne. 😉 😀 und genießen sie.

Liebe Grüße

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,

ich denke auch so wie du. Zuvor hatte ich einige Beziehungen die aber nie lange hielten.

Wie geht es mir?

Ähnlich wie bei dir. Nur komischerweise denke ich immer weniger daran und wenn, dann sind es kurze Momente des Selbstmitleides oder auch der aufflammenden Sehnsucht.

Wie gehe ich um?

Ich las es los. Denn meine eigene Erfahrung zeigt mir, es bringt nichts darin zu verkrampfen. Gehe ich wieder eigene Wege, so weiß ich ganz sicher das es wieder scheitern wird. Diese schmerzhafte zeit will ich mir ersparen.

Mir hilft oft nur dieses Wort.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes. Alles andere wird euch zufallen.

Also habe ich mich dazu "entschieden" zuerst nach dem Reich zu trachten und mal sehen was Gott mir so alles gibt. Und ja, ich gebe zu, dass alles klingt oft mal auch für mich theologisch und viele Fragezeichen. Aber ich nehme es einfach wörtlich und denke nicht weiter darüber nach.

Hauptsache, Du hast Leute wie Freunde und Familie. Das ist auch so ziemlich wichtig.

VG

Max

Anonymous antworten
4 Antworten
Napolitana76
(@napolitana76)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 7

Wow! Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten! Gut zu wissen daß ich mit dem Thema nicht alleine bin 🙂

Es ist bei mir nicht ganz so daß keiner Interesse hätte, aber diese Interessierten haben nur ein sehr oberflächliches Interesse. Auf Dauer zueinander stehen und füreinander da sein, verbindlich und öffentlich ein Paar sein ist denen zu anstrengend. Und etwas anderes ist mir zu wenig. Das wäre dann für mich ein "sich nur zufrieden geben" ohne wirklich zufrieden zu sein. Mein Leben ist ausgefüllt, ich bin generell glücklich und vermisse nichts. Natürlich gibt es Momente in denen ich mir einen Partner wünsche, aber das dürften ähnliche Momente sein wie die, die Ehepaare haben wenn sie sich gelegentlich wünschen einfach mal alleine zu sein. Ich bin nicht mehr auf der Suche, aber ich schließe nicht aus daß mir doch noch jemand über den Weg läuft der ernsthaft interessiert ist, dann werde ich die Entscheidung treffen alleine zu bleiben oder den Sprung in eine große Veränderung zu wagen. Manchmal denke ich auch ich könnte in Zeitnot geraten wenn ich eine Beziehung hätte, aber wahrscheinlich, wenn es wirklich der passende Mann ist der mich ehrlich liebt, dann wird das kein Problem sein. Dann werde ich Zeit finden, Zeit haben, dann wird er eine Bereicherung sein und keine Belastung. Bis dahin werde ich mir Mühe geben, Versuchungen und Verführungen rechtzeitig zu erkennen und sie zu meiden soweit es geht. Ich möchte mich nicht mit Gefühlschaos belasten das von vornherein zu nichts führen kann, ich möchte einen klaren Kopf haben und mich nicht in Wunschvorstellungen und Tagträumen verlieren.

napolitana76 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11784
Veröffentlicht von: @napolitana76

Manchmal denke ich auch ich könnte in Zeitnot geraten wenn ich eine Beziehung hätte, aber wahrscheinlich, wenn es wirklich der passende Mann ist der mich ehrlich liebt, dann wird das kein Problem sein.

Den greif ich mir mal raus. Sowas geht mir auch durch den Kopf, ob ich dann noch die Zeit für Gott habe in der Art, wie wir sie heute haben. Ich denke, es wird "anders" sein.

Veröffentlicht von: @napolitana76

Ich möchte mich nicht mit Gefühlschaos belasten das von vornherein zu nichts führen kann, ich möchte einen klaren Kopf haben und mich nicht in Wunschvorstellungen und Tagträumen verlieren.

Gefühlschaos hatte ich deswegen trotzdem 😀 😀 weil das einfach da ist, wenn mich jemand "berührt" ... die Sache ist, die Gefühle nicht herrschen zu lassen über mich, sondern ich herrsche über die Gefühle, sie dürfen nicht ausreißen ...

neubaugoere antworten
Napolitana76
(@napolitana76)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 7

[Gefühlschaos hatte ich deswegen trotzdem weil das einfach da ist, wenn mich jemand "berührt" ... die Sache ist, die Gefühle nicht herrschen zu lassen über mich, sondern ich herrsche über die Gefühle, sie dürfen nicht ausreißen ...]

Ja, das finde ich einen sehr hilfreichen Gedanken! Die Gefühle beherrschen, sie nicht ausreißen lassen, muß ich mir unbedingt merken.

Nachtrag vom 20.01.2020 1335
Das mit dem "Zitat einfügen" muß ich noch üben 😉

napolitana76 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11784
Veröffentlicht von: @napolitana76

Ja, das finde ich einen sehr hilfreichen Gedanken! Die Gefühle beherrschen, sie nicht ausreißen lassen, muß ich mir unbedingt merken.

Der Heilige Geist ist da eine gute Hilfe, ein guter Wegweiser ... 😉

neubaugoere antworten


Miss.Piggy
Beiträge : 1597

Hallo,

ich bin auch schon sehr lange Single, habe es mir nicht bewusst ausgesucht, denke aber mittlerweile, dass es nicht das Schlechteste ist, was mir passieren konnte. Ich genieße es z.B. total, dass ich zu Hause meine Ruhe habe und mich mit niemandem auseinandersetzen muss.

Ich bin auch gern mit Menschen zusammen, aber ich brauche das nicht rund um die Uhr. Am liebsten treffe ich mich in 3er, 4er oder 5er Konstellationen mit Freundinnen, ich bin nicht so ein Zweier-Mensch. Das habe ich auch bei verschiedenen Urlauben gemerkt.

Manchmal fehlt mir natürlich schon was, besonders die körperliche Intimität. Oder auch die Zugehörigkeit zu (einem) Menschen.

Gemeinde empfinde ich auch gerade als herausfordernd. Wir haben sehr viele junge Familien dazu bekommen und das Thema Ehe und Familie wird gerade sehr betont. Manchmal ist es mir auch zu viel, wenn Paare ihre Zuneigung so deutlich zeigen.

Und zu der Schwachstelle: Ich bete oft, dass die Versuchung nicht mit der Gelegenheit zusammentrifft. Und falls doch, dass Gott dann in die Situation eingreift (hab ich auch schon mal erlebt).

miss-piggy antworten
5 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16810

Hallo Miss.Piggy,
danke für Deine Offenheit 😊

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Manchmal ist es mir auch zu viel, wenn Paare ihre Zuneigung so deutlich zeigen.

Ich war gerade gestern mit einem befreundeten Pärchen unterwegs, die beiden sind noch nicht lange zusammen und er hat sie im Prinzip in unsere Freunschaft "mitgebracht". Das war auch völlig okay, ich mag sie und versteh mich gut mit ihr.

Sie ist noch sehr jung, es ist ihre erste Beziehung, er ist gut 10 Jahre älter. Und mir fällt bei ihr massiv dieses "Rumtatschen" auf. Dass sie z.B. im Gottesdienst seinen Rücken krault und solche Sachen, das löscht mich echt ab.

Gestern beim Gang zum Restaurant meinte ich, als es um Pärchen ging, dass es mich irritiert, wenn ich einem Paar gegenüber sitze, wenn sie ständig aneinander rummachen. Ich kann mich dann nicht konzentrieren, ich bin total abgelenkt. Ich ärgere mich nicht mal, aber es lenkt mich dann ab. Sie hat dann etwas verhalten reagiert und gesagt "Ich hab in der Beziehung schon gemerkt, dass ich sehr touchy bin, das hängt an meiner Persönlichkeit." Ich hab dann versucht zu vermitteln, dass Ihr Bedürfnis andere triggern kann.

"Touchy" hin und "touchy" her, ich ahb da einfach kein Verstädnis für, wenn in der Gemeinde sich Paare so verhalten. Das ist zu schaffen, mal 2 Stunden nicht aneinander rumzufummeln.

Und als wir dann mit dem Essen fertig sind, fing sie allen Ernstes an, an ihm rumzugrabbeln.
Echt jetzt 🤨
Ich mag sie wirklich gern, aber das ist mir dann echt an die Nieren gegangen.
Es wurde dann aber besser, weiß nicht, ob das daran lag, dass ich da bwußt nicht hingeschaut hab oder ob ihr dann doch noch eingefallen ist, was ich vorher sagte...
Ich freu mich ja auch für sie, aber leicht ist es halt nicht.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Und zu der Schwachstelle: Ich bete oft, dass die Versuchung nicht mit der Gelegenheit zusammentrifft. Und falls doch, dass Gott dann in die Situation eingreift (hab ich auch schon mal erlebt).

Kann ich verstehen, da bete ich auch für, zumal ich da im Frühling an der Stelle reingefallen bin.

tristesse antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597

Guten Morgen!

Veröffentlicht von: @tristesse

"Touchy" hin und "touchy" her, ich ahb da einfach kein Verstädnis für, wenn in der Gemeinde sich Paare so verhalten. Das ist zu schaffen, mal 2 Stunden nicht aneinander rumzufummeln.

Würde man meinen... Mich stört es nicht unbedingt in jedem Fall. Aber im Gottesdienst kann ich es auch nicht ab. Allein schon weil es mich ärgert, wie wenig Gedanken sich manche darum machen, wie das auf andere wirkt.

Dann denke ich manchmal, in der katholischen Kirche hätte es das nicht gegeben. 😀 Da würde keiner auf die Idee kommen sich so zu benehmen wie zu Hause auf der Couch.

Ich find´s cool, dass du das so direkt ansprichst. Ich habe darauf meistens keine Lust.

Veröffentlicht von: @tristesse

Kann ich verstehen, da bete ich auch für, zumal ich da im Frühling an der Stelle reingefallen bin.

Ich kann auch nicht garantieren, dass mir das nie passieren könnte. Deswegen bete ich, dass ich gar nicht erst in die Situation komme, wo es von mir abhängt.

miss-piggy antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11784

*ichgesellmichmaldazu*

Ja, das stört mich auch, gerade wenn im Gottesdienst Paare so "knuddeln" oder wie trissi sagte "touchy" ...
@trissi: in meiner ersten Gemeinde war es ein Ehepaar im mittleren Alter, die da sehr feine Antennen hatten für sowas und das auch jüngeren Leuten gut vermitteln konnten; sie erläuterten auch den "Trigger" bei Singles oder eben Alleinstehenden, weil es eben nicht jedem so leicht fällt, dabei zuzusehen.
Im Gottesdienst selbst denke ich oft: Worauf konzentrieren die sich gerade??? 🤨 Bei uns gibt es einige Paare im mittleren Alter (mit Kindern), wo dann der Mann seinen Arm um die Frau legt und/oder die Frau ihre Hand auf das Knie des Mannes. Das macht für mich einen sehr innigen Eindruck. Sie "grabbeln" aber auch nicht aneinander herum, sondern sitzen halt so da und hören zu.
Wo es mir nötig erscheint und es mir möglich ist, spreche ich das auch an.

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16810

Mich stört es nicht, wenn man erkennt, dass ein Paar eins ist 😊
Arm umlegen, Händchen halten, das stört mich tatsächlich nicht.

Aber dieses Rumgetatsche.

Ich hatte mal ein befreundetes Pärchen, die haben so lange auf meinem Sofa "rumgemacht", dass ich sie nach mehrfachem Bitten es zu lassen, dann raus geworfen habe. Hab ich zum ersten Mal gemacht und seither auch nicht wieder, aber das ging gar nicht

tristesse antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11784
Veröffentlicht von: @tristesse

Mich stört es nicht, wenn man erkennt, dass ein Paar eins ist 😊
Arm umlegen, Händchen halten, das stört mich tatsächlich nicht.

Aber dieses Rumgetatsche.

Ja, das wollte ich damit sagen. 😊

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich hatte mal ein befreundetes Pärchen, die haben so lange auf meinem Sofa "rumgemacht", dass ich sie nach mehrfachem Bitten es zu lassen, dann raus geworfen habe. Hab ich zum ersten Mal gemacht und seither auch nicht wieder, aber das ging gar nicht

Das ist ziemlich cool, ich hatte das nicht bei mir zuhause, habe mich dann einfach "vom Acker gemacht" 😊

neubaugoere antworten
Lucan-7
Beiträge : 15247

Herausforderung im Hier und Jetzt
Ich denke auch immer wieder mal an die durchaus harte Zeit zurück, als ich für viele Jahre Single war, und was mir damals alles durch den Kopf ging. Bekannte von mir hatten ständig eine Freundin, und wenn die Beziehung dann zerbrach hatten sie zwei Wochen später schon wieder die nächste. Und ja, ich habe mich da auch manchmal voll Neid gefragt: "Wie um alles in der Welt machen die das eigentlich?"... aber ich wusste auch ganz genau dass das auf keinen Fall mein Weg sein würde.
Ich wollte mich nur dann auf eine Beziehung einlassen, wenn ich es zumindest für möglich hielt, dass das auf Dauer sein würde... ob es dann wirklich so kommt weiss man immer erst hinterher.

Und ich war schliesslich auch so weit, dass ich es akzeptierte, für immer allein zu bleiben. Zwar habe ich viele nette Frauen getroffen, aber keine die wirklich zu mir gepasst hätte, dafür waren die Vorstellungen immer zu verschieden.

Aber im Nachheinein muss ich mir auch Tristesse anschliessen. Es gut und richtig, dich im hier und jetzt einzurichten. Jetzt im Moment hast du keinen Partner, und das hat durchaus Vorteile, die du nutzen kannst.

Was aber morgen sein wird... das weisst du nicht. Das ist auch kein Problem, mit dem du jetzt und hier fertig werden müsstest. Jetzt und hier stehet nur das Aktuelle an. Was Gottes Pläne für dich sind, das weisst du nicht. Kann sein, dass du auch nächste Woche und nächstes Jahr noch allein bist. Es kann aber auch anders sein.

Was die Versuchungen betrifft, so habe ich mir immer wieder eine bestimmte Frage gestellt, zu meinem eigenen Schutz.
Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, aber eine Frage lautete etwa: "Würde ich dieser Person bedingungslos vertrauen, wenn ich in Not bin?"

Falls die Antwort dann nicht "Ja" lautet, dann weisst du woran du gefühlsmäßig bist und bist gewarnt.

Wobei ich nichts prinzipiell gegen Affären einzuwenden habe... aber wenn man das bewusst nicht möchte (Und für mich wäre das halt auch nichts gewesen), dann ist es nicht immer leicht, sich daran zu halten, und die Gefahr, etwas zu bereuen ist groß...

lucan-7 antworten


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