Single-Arbeit in Ge...
 
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Single-Arbeit in Gemeinden

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neubaugoere
Themenstarter
Beiträge : 12694

Moinsen,

ich mag ja diesen Begriff nicht, weil er für mich schon mit sich trägt, dass Singles irgendwie "Arbeit" machen könnten. Vielleicht stehen ja Singles deshalb meist "in der Ecke"? - Also in meiner Gemeinde gibt es keine explizite "Single-Arbeit" oder Single-Ecke, -versammlung oder -veranstaltung. Wenige Singles haben wir nicht, wir haben auch viele, viele Ehepaare, langjährige Ehepaare. Es gibt sowas wie "Eheabende", Abende für Mitarbeiter und Mitglieder und Dankabende (für eben Mitarbeitende) und Frauenrunden und Männer"arbeit" ... in alles sind natürlich Singles eingebunden, weil diese Abende für alle sind und doch mache ich mir Gedanken, ob ein Single - wie ich - etwas "Besonderes" braucht, etwas anderes als Frauen- oder Männerabende, Lobpreis- und Anbetungsabende, Kaffeeklatsch und Grillfeste, Hofkonzerte und und und ...

Da bin ich zweigeteilt. Die eine Seite in mir sagt: Nee, wieso? Mein Leben wird bestimmt von Christus und ist zu Christus hin, ist gegründet auf Gemeinschaft und Miteinandersein. Das habe ich doch überall; okay, bis auf die Eheabende 😉 und Männerrunden.

Die andere Seite in mir sagt: Wenn es Eheabende gibt, warum dann nicht auch Abende für Singles? - Und doch stellt sich mir da die Frage: Will ich das auch wirklich? So ein Augenmerk auf mein Single-Dasein? Wenn ja: Warum?

In meinem Hauskreis sind noch zwei andere Frauen, beide verheiratet, die eine mit kleine(re)n Kindernvielleicht eine Handvoll Jahre, die andere hat bereits erwachsene Kinder und könnte bald Oma werden. Da Gott in meinem Leben wieder mal (für mich spektakulär) gewirkt hat, habe ich kurzerhand eingeladen für ein Zeugnis, zu Gemeinschaft mit Essen und Gemütlichkeit, habe noch eine weitere Schwester dazugerufen, die da involviert war/ist, ebenfalls in der Umgebung wohnt und wie ich allein ist. - Alle sagten sofort zu, alle kamen, haben sich gefreut mit mir und für mich, wir haben Gott gelobt und angebetet aus unseren Herzen und sind gespannt, was die Zukunft so bringt. - Da ist nichts, was uns unterscheidet.

Während die "Familiendamen" irgendwann wieder gingen, blieb die andere Schwester noch, wir lobten und beteten weiter an, feierten Gott. Es wurde spät, draußen war es kalt, kurzerhand: sie blieb bei mir, ich richtete schnell die Couch als Schlafstatt und wir hatten eine gute Nacht. Auch den nächsten Tag verbrachten wir gemeinsam, es ergab sich so. Wir erzählten uns unsere Leben und Erfahrungen, hatten Gemeinschaft, lobten unseren Gott, beteten. Ich hatte noch ein wenig in der Gemeinde zu tun, und anschließend trafen wir uns wieder für einen gemütlichen Spaziergang, wonach sich unsere Wege aufgrund meiner aufkommenden Müdigkeit (die Nacht war doch etwas kurz 😀) trennten. Ein wunderbarer Tag. Wunderbare Gemeinschaft.

Sowas ist natürlich nur möglich mit einem Single als Gegenüber. Weil ein Single lediglich Verantwortung für sich selbst hat, nicht auch eben noch für Familie, erst recht, wenn Kinder da sind.

Braucht es wirklich Singlearbeit? Braucht es eine extra "Nische" für Singles in Gemeinden? Wie gesagt, meine Gemeinde hat keine solche Nische. Alle sind irgendwie überall dabei ... Die Männer machen sich gerade Gedanken untereinander (in der "Männerarbeit"), was Männer bewegt, in Gottesdienste zu gehen oder was sie davon abhält. Wie sie so drauf sind im Glaubensleben und wie sie sich in die Gemeinschaft "fügen", was sie unterscheidet und und und ... Und ich mache mir Gedanken, ob "wir" (als Gemeinde) eben sowas wie "Singlearbeit" brauchen könnten.

Was würdet Ihr Singles sagen, die auch keine "Singlearbeit" in ihren Gemeinden vorfinden? Was sagt Ihr Singles dazu, die das vorfinden und leben? Ist das hilfreich? Gut? Förderlich? Wenn ja - wofür (förderlich)? Was sagt Ihr?

Antwort
62 Antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Was würdet Ihr Singles sagen, die auch keine "Singlearbeit" in ihren Gemeinden vorfinden?

Singles sind eine vielfältige Gruppe. Sie können nahezu jedes Alter, jedes Geschlecht, jeden nationalen, familiären, finanziellen Hintergrund haben und in nahezu allen Bereichen der Gemeinde mitwirken. Was sagt "Single" eigentlich über einen Menschen aus?

Es schwingt aber doch etwas mit in dem Begriff: "Single" klingt für mich etwas anders als "Ich habe keinen Partner" oder "Ich brauche Platz für eine Person". Wenn ich das Wort Single höre, denke ich daran, dass da jemand auf Partnersuche sein könnte. Dabei bin ich selbst Single und nicht auf Partnersuche.

Wenn es darum geht, dass eine Gruppe auf Partnersuche ist oder die Partnerlosigkeit zum Thema hat, dann gibt es in meiner Gemeinde einen Kurs, in dem es seminarmäßig um Sexualität im weitesten Sinn geht, pro Abend um eine besondere Gruppe. Das finde ich wirklich gut. Aus so einem Abend könnte sich theoretisch eine Single-Gruppe entwickeln, ähnlich euren Eheabenden (was wird denn da gemacht? Eher Lehre, Hauskreis, romantischer Abend?) Der Bedarf scheint bei uns nicht da zu sein.

Wenn es aber um alle Singles geht, wie sollte eine gemeinsame Gruppe aussehen? Einzeln zu sein ist ja für den Menschen kein unnormaler Zustand, eher der, der im Leben mehr oder weniger immer wieder eintritt. Wenn nur ein Ehepartner zur Gemeinde kommt, kann er sicher auch etwas davon erzählen, was es bedeutet, Wichtiges im Leben nicht teilen zu können.

Ich mag es mehr, wenn sich Gruppen anders definieren. Meine Freunde sind fast alle verheiratet oder fast-verheiratet. Mit ihnen habe ich die gleichen Themen. Mein Hauskreis lebt räumlich in einer Ecke.

tagesschimmer antworten
9 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hey,

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Meine Freunde sind fast alle verheiratet oder fast-verheiratet. Mit ihnen habe ich die gleichen Themen. Mein Hauskreis lebt räumlich in einer Ecke.

Ähnlich bei mir ... 😊 ... die meisten sind verheiratet, in allen Altersgruppen, einige Singles, einige Alleinstehende mit Kind(ern)

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Wenn es darum geht, dass eine Gruppe auf Partnersuche ist oder die Partnerlosigkeit zum Thema hat, dann gibt es in meiner Gemeinde einen Kurs, in dem es seminarmäßig um Sexualität im weitesten Sinn geht, pro Abend um eine besondere Gruppe. Das finde ich wirklich gut. Aus so einem Abend könnte sich theoretisch eine Single-Gruppe entwickeln, ähnlich euren Eheabenden (was wird denn da gemacht? Eher Lehre, Hauskreis, romantischer Abend?) Der Bedarf scheint bei uns nicht da zu sein.

An den Eheabenden dürfen Paare für sich sein ... es werden Babysitter organisiert für diesen Abend, es gibt ein 3-Gänge-Menü mit Kellner und jedes Paar hat - verteilt in diesem großen Saal - eine Nische (abgetrennt mit Vorhängen) für sich, bei Kerzenschein und leichter Musik ... einfach einen Abend zu Zweit ... ich hab gar nicht im Kopf, ob es noch Impulse gibt - ich hab grad geguckt:

Euch erwartet ein leckeres Vier-Gänge-Verwöhn-Menü, ein Raum für vertraute Zweiergespräche, lustige und nachdenkliche Inputs zu verschiedenen Paarthemen, Berichte von “alten Hasen”, Angebot für Segnung und Gebet und Gott, der sich darüber freut, wenn Partner ihr Ja zueinander ernst nehmen.

Die Paare berichten von wirklich guten Zeiten in den letzten Jahren ...

Die Frage, die ich mir stelle, ist unter anderem, worum es in Gemeinde geht. Auch in den Blick nehmen muss man dazu ja, was jeden einzelnen "bewegt" oder "herumtreibt", was jeder so mitbringt, was für Erwartungen er/sie an Leben und Gemeinde hat. Ist es "Aufgabe" einer Gemeinde? Wenn ja, inwieweit? Oder eben auch nicht?

Ich bin übrigens ebenso Single und nicht (aktiv) auf der Suche, offen, mein Leben zu teilen.

Danke dafür, dass Du mich/uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt.
😊

neubaugoere antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Die Frage, die ich mir stelle, ist unter anderem, worum es in Gemeinde geht.

Ich finde die Frage sehr wichtig. Die konkrete Gemeinde ist ja nur ein Teilchen am Leib Christi. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Gemeinden gibt, die einen bestimmten Aspekt besonders betonen sollen. Eher wenige Gemeinden sind wohl mit dem ganzen fünffältigen Dienst gleichermaßen gesegnet.

Als ganz wichtig sehe ich deshalb das Zusammenwirken des Gesamt-Leibes. Die Gemeindeleitung sollte da immer offen für die Eindrücke von Gott sein und das weitersagen. Wie soll sonst die Gemeinde in eine Identifikation mit der besonderen Gemeinde-Ausrichtung kommen?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

es werden Babysitter organisiert für diesen Abend, es gibt ein 3-Gänge-Menü mit Kellner und jedes Paar hat - verteilt in diesem großen Saal - eine Nische (abgetrennt mit Vorhängen) für sich, bei Kerzenschein und leichter Musik

Das ist natürlich genial. Ich gönne es den Paaren sehr. Unter dem Aspekt der Gemeindeausrichtung könnte ich mir vorstellen, dass hier ein Schwerpunkt liegt. Ich könnte mir gut vorstellen, in einer Gemeinde zu sein, die eine Berufung hat, einer bestimmten Gruppe zu dienen.

Wird das als Schwerpunkt der Gemeinde aber nicht offen kommuniziert, würde das bei mir die Frage aufwerfen, wann ich mal dran bin. Also, das Dienen sollte schon freiwillig sein. Da würde ich sonst ganz schnell auf die Idee von "Singleabenden" kommen, wohl wissend, dass es dann wieder Gruppen gäbe, die benachteiligt wären. Ich war ja lange genug Alleinerziehend.

tagesschimmer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hey 😊

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Als ganz wichtig sehe ich deshalb das Zusammenwirken des Gesamt-Leibes. Die Gemeindeleitung sollte da immer offen für die Eindrücke von Gott sein und das weitersagen. Wie soll sonst die Gemeinde in eine Identifikation mit der besonderen Gemeinde-Ausrichtung kommen?

Ich glaube, dass die Richtung schon "Familie" ist; auch, weil Gott mir diese Gemeinde als meine Familie genau so zeigte und mich da hineinführte. Das, was ich als Familie früher hatte, wo ich aufwuchs, ist eine Farce, aber keine Familie. Ich liebe meine Eltern (heute), so ist das nicht, aber das ist auch Gottes Werk, seine Führung. ER kann aus Zerstörtem wieder etwas Ganzes machen. Und ich glaube, dieses "Modell Familie" oder "Modell Ehe" ist eines der Dinge, die wir als "Aufgabe" haben, der Welt zu zeigen ... wo Menschen lernen können, wie "Familie" geht.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Wird das als Schwerpunkt der Gemeinde aber nicht offen kommuniziert, würde das bei mir die Frage aufwerfen, wann ich mal dran bin. Also, das Dienen sollte schon freiwillig sein. Da würde ich sonst ganz schnell auf die Idee von "Singleabenden" kommen, wohl wissend, dass es dann wieder Gruppen gäbe, die benachteiligt wären. Ich war ja lange genug Alleinerziehend.

Alle Dienste sind bei uns freiwillig. Jeder tut, was er auf dem Herzen hat, für alles andere finden wir dann "Lösungen". Das geht mal wilder zu, mal gesitteter. 😀 Es ist nie langweilig. 😀

"Offen kommunizieren" kann man ja nur, wenn es allen "klar" ist und Gott klar gesprochen hat und seine Menschen ihn auch klar gehört haben. 😉 Ein anderer Gedanke: Warum sollte das "offen kommuniziert" werden? Es ist sofort spürbar und ersichtlich, wer auch immer die Gemeinde für länger als nur einen Gottesdienst betritt. Und nicht jeder in der Gemeinde ist sich allerdings dessen wirklich bewusst. 😉

Manchmal isses aber doch - so schön es auch ist - "merkwürdig", eben ständig inmitten von so "Zweierteams" (Ehepaaren) zu stehen/sitzen, sich zu bewegen und selbst niemanden zu haben ...

Danke. 😊

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Und ich glaube, dieses "Modell Familie" oder "Modell Ehe" ist eines der Dinge, die wir als "Aufgabe" haben, der Welt zu zeigen ... wo Menschen lernen können, wie "Familie" geht.

Ich glaube erstens nicht, dass Familie unbedingt die Berufung aller Christen ist - schließlich gibt es auch diejenigen, die z.B. zum Ordensleben berufen sind und auch als Single zu leben kann eine Berufung sein - ich glaube, dass es meine derzeit ist.
Zweitens denke ich nicht, dass Christen die Aufgabe haben, dem Rest der Welt zu zeigen "wie Familie geht".
Ob Menschen ihre Partnerschaft und ihr Familienleben gut wuppen, das hat nicht so sehr viel mit ihrer religiösen oder weltanschaulichen Ausrichtung zu tun.
Es gibt entsetzlich kaputte christliche Familien und gut funktionierende atheistische - und umgekehrt natürlich auch.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hi Suzanne,

Veröffentlicht von: @suzanne62

Ich glaube erstens nicht, dass Familie unbedingt die Berufung aller Christen ist - schließlich gibt es auch diejenigen, die z.B. zum Ordensleben berufen sind und auch als Single zu leben kann eine Berufung sein - ich glaube, dass es meine derzeit ist.

Ich meinte auch nicht, dass es die Berufung aller Christen ist, sondern unserer Gemeinde, meiner Gemeinde vor Ort. Sorry für die unklare Ausdrucksweise.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Zweitens denke ich nicht, dass Christen die Aufgabe haben, dem Rest der Welt zu zeigen "wie Familie geht".

Vielleicht ist das für Dich etwas "strong/streng" formuliert, aber doch, ich glaube, dass Gott Gemeinden auch eine Berufung schenkt, in der sie Licht sein können, der Leuchtturm, bei dem alle das Licht sehen und Orientierung finden. Gerade gestern war ich bei einer lieben Schwester zu Gast, die Familie und Liebe zuhause nicht kennengelernt hat, statt dessen Schläge, Alkoholmissbrauch, seelische Gewalt, körperliche Gewalt und sexuellen Missbrauch. - Ihr hat sich Gott offenbart und sie erfährt Heilung und Heilung und Heilung, lernt, dass sie nicht "(soundso)sein muss", sondern einfach so geliebt wird, weil sie ist. Das ist für jemanden, der Liebe und auch keine Liebe in Familie kennengelernt hat, ein riesengroßer Lebensschritt. Ich glaube, das kannst Du einschätzen. Und doch, sie lernt, wie Familie geht, sagt sie selbst.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067

Mein Gedanke war, dass man es als unausgewogen empfinden kann, wenn für eine Gruppe (Ehepaare) ein so enormer Aufwand getrieben wird. Deshalb würde ich zuerst klären, warum Ehepaare so viel Zuwendung bekommen.

Der Gedanke liegt nahe, dass man sich eine eigene Gruppe wünscht, für die auch etwas getan wird. Ganz deutlich: Warum soll der gerinverdienende multijobbende Single dem wohlsituierten Paar immer wieder so einen Abend spendieren?

Wenn die Gemeinde sich aber in einem speziellen Dienst an Ehepaaren sieht, investiert man ja gern mehr als normal in diesen Dienst, ohne auf einen Ausgleich zu hoffen. Den Unterschied macht das Bewusstsein für die Ausrichtung der Gemeinde und damit mein "Gottesdienst im Alltag". Dafür braucht es Offenheit.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

"Offen kommunizieren" kann man ja nur, wenn es allen "klar" ist

Das sehe ich anders. Wenn die Gemeindeleitung etwas auf dem Herzen hat, das sie in der Gemeinde etablieren will, sollte sie es auch offen zur Sprache bringen. So kommt das Wissen meist erst in die Gemeinde. Jeder kann dann entscheiden, ob er da mitgehen kann oder nicht.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Es ist sofort spürbar und ersichtlich, wer auch immer die Gemeinde für länger als nur einen Gottesdienst betritt.

Wirklich?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Und nicht jeder in der Gemeinde ist sich allerdings dessen wirklich bewusst. 😉</blockquote😈 Aber darum gehts doch. Dann ist das Bewusstsein für die Gemeindeidentität noch nicht durchgedrungen.

Singles z.B. könnten denken: "Ich gehöre auch zur Familie, ich möchte auch mal besonderen Service genießen, also gründe ich eine Gruppe."

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich glaube, dass die Richtung schon "Familie" ist; auch, weil Gott mir diese Gemeinde als meine Familie genau so zeigte und mich da hineinführte.

Ich finde "Familie" mittlerweile einen ganz schwierigen Begriff für Gemeinde. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, die meisten Vorstellungen sind märchenhaft. Wenn es in eurer Gemeinde nicht darum geht, einer speziellen Gruppe (Ehepaaren) zu dienen, dann müssten die Strukturen hergeben, dass jedem gedient wird und eine Art Gerechtigkeit empfunden wird.

Spannend ist dann, was die empfinden, die in keine Gruppe passen. Wären sie vielleicht gern bei der allgemeinen Familie dabei, aber die ist ja in Gruppen aufgeteilt?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Manchmal isses aber doch - so schön es auch ist - "merkwürdig", eben ständig inmitten von so "Zweierteams" (Ehepaaren) zu stehen/sitzen, sich zu bewegen und selbst niemanden zu haben ...

Wenn die Gemeinde Ehen besonders hervorhebt, wird das wahrscheinlich auch besonders gelebt. Ich bin bei uns oft mit einem Teil der Ehepaare mehr befreundet. Ich merke das verheiratet-sein der anderen gar nicht so richtig. Im Gottesdienst ist sowieso oft einer mit den Kindern draußen oder hat einen Dienst vorn, sodass bei uns die Paare nicht unbedingt zusammen sitzen.

Nachtrag vom 06.02.2020 1639
sorry, wer soll das alles lesen... 😌

tagesschimmer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hi,

ich denke, ich verstehe; möchte dennoch sagen, dass wir eher dienen im Alltäglichen und im "Dasein", nicht durch Veranstaltungen, erst recht nicht speziellen. Unsere Zuwendung richtet sich quasi an jeden einzelnen und doch haben wir etwas Besonderes von Gott erhalten, weshalb ich sage, dass ER sich was dabei gedacht hat und wir mit unserem ganz normalen Sein und Lieben der "Welt" zeigen können, wie sich Gott das mit Ehe und Familie gedacht hat. - Ich hoffe, es kommt rüber, was ich meine.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Es ist sofort spürbar und ersichtlich, wer auch immer die Gemeinde für länger als nur einen Gottesdienst betritt.

Wirklich?

Ja. Die Neuzugänge in der Gemeinde sagen genau das aus, auch die Besucher, die immer mal wieder vorbeisehen. Möglicherweise sind sie ja von Gott geführt worden und das alles ist in Gottes Plan. Es ist nicht "unser Werk".

Vielleicht kann ich nicht transportieren, was ich möchte. Dann ist das so und ich lebe damit.

Ich sehe kein "(schon gar kein großes) Problem" in meiner Gemeinde, weshalb ich anspreche. Bei weitem nicht. Mir geht es manchmal so, dass ich mit vielen zusammen bin und in ganz normalen Alltagsgesprächen aus Ehepaaren eben Dinge heraushöre, die ich selbst gern hätte, aber aus Mangel an einem Partner eben nicht habe. Ich sehe auch den Plan Gottes dahinter, ich sehe seine Kraftwirkung, seine Gaben, die er entfaltet. Und da ist vielleicht ein Stück Sehnsucht. Ich freue mich total mit meinen Geschwistern, wenn sie so schöne Dinge erleben in ihren Familien und Ehen. Aber es macht eben - wenn auch unterschwelliger - etwas mit mir. Ich kann da nicht mitreden. Vielleicht bin ich da feinsinniger als andere, keine Ahnung. Es geht doch nicht spurlos an mir vorüber, wenn ich so vertrautes, offenes, ehrliches und kraftvolles Eheleben erlebe, während ich allein kämpfen muss in dieser Welt. - Das heißt doch nicht, dass irgendwas schief läuft in den Diensten oder Strukturen oder sonstwo. Das heißt einfach nur, dass ich es wahrnehme und darüber nachdenke, ob es anderen auch so geht und ob wir das vielleicht auf dem Schirm haben sollten. Ich sprach auch nirgends, soweit mir bewusst ist, von einem "enormen Aufwand", den wir betreiben. - Im Moment hab ich das Gefühl, als würden mir Probleme eingeredet werden, die gar nicht da sind. Vielleicht ist das niemandes Absicht, aber es wirkt so auf mich. 😌

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

sorry, wer soll das alles lesen... 😌

Ich. 😀 Passt schon. 😊

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ganz deutlich: Warum soll der gerinverdienende multijobbende Single dem wohlsituierten Paar immer wieder so einen Abend spendieren?

Ich halte den geringverdiendenen, multijobbenden Single für dasselbe Klischee wie die wohlsituierten Paare. Es gibt Singles, die hervorragend verdienen und Paare, die sich lange am Rande des Existenzminimums bewegen, gerade wenn sie jung verheiratet sind.

tristesse antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich halte den geringverdiendenen, multijobbenden Single für dasselbe Klischee wie die wohlsituierten Paare.

Das war nicht auf alle gemünzt. Es mag aber im Einzelfall mal zutreffen. Mit ging es um das Thema, ob es immer eine Gerechte Aufteilung von Finanzen und Aufmerksamkeit in den Gemeinden geben muss. Ich meine, im Fall einer besonderen Berufung der Gemeinde ist Einseitigkeit ok. Gibt es diese besondere Berufung nicht oder sie wird nicht bekanntgemacht, verstehe ich gerade in solchen Einzelfällen den Unmut.

tagesschimmer antworten


Suzanne62
Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @neubaugoere

ch mag ja diesen Begriff nicht, weil er für mich schon mit sich trägt, dass Singles irgendwie "Arbeit" machen könnten.

Ich finde diesen Begriff eigentlich nicht problematisch - schließlich gibt es ja auch Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Familienarbeit.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Also in meiner Gemeinde gibt es keine explizite "Single-Arbeit" oder Single-Ecke, -versammlung oder -veranstaltung.

Bei uns gibt es das seit ca. zwei Jahren - bis dahin hat das Pastoralteam die Singles nicht so sehr im Blick gehabt.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wenn es Eheabende gibt, warum dann nicht auch Abende für Singles? -

So sehe ich das auch.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Und doch stellt sich mir da die Frage: Will ich das auch wirklich? So ein Augenmerk auf mein Single-Dasein?

Das ist eine Frage, die ich mir für mich mit einem klaren "Ja" beantworte.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Warum?

Weil das Leben als kinderlose Singlefrau nun mal ein anderes ist als das einer Familienfrau.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Was sagt Ihr Singles dazu, die das vorfinden und leben? Ist das hilfreich? Gut? Förderlich? Wenn ja - wofür (förderlich)? Was sagt Ihr?

Mir gefallen die Single-Angebote unserer Gemeinde sehr gut - es gab schon eine Wochenendfreizeit, es gibt einmal im Monat einen gemeinsamen Abend mit biblischem Impuls, Gespräch und gemeinsamem Essen und in der Fastenzeit wird es einen "Einkehrtag" geben.
Ich bin ganz froh, dass Singles bei Kirchens endlich gesehen werden - das hat mir lange gefehlt. Es war irgendwie nicht "vorgesehen".

suzanne62 antworten
3 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hey,

vielen Dank für Deine Gedanken.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Bei uns gibt es das seit ca. zwei Jahren - bis dahin hat das Pastoralteam die Singles nicht so sehr im Blick gehabt.

Wie war das für Dich als Single, als sich das änderte?

Veröffentlicht von: @suzanne62

Weil das Leben als kinderlose Singlefrau nun mal ein anderes ist als das einer Familienfrau.

Es ist anders, natürlich. Verstehe ich das richtig, dass Du ein Augenmerk auf das Singlesein legen würdest, weil so ein Augenmerk auch auf Familien gelegt wird? Also wegen der Ausgeglichenheit sozusagen? Oder hat das andere Beweggründe?

Veröffentlicht von: @suzanne62

Mir gefallen die Single-Angebote unserer Gemeinde sehr gut - es gab schon eine Wochenendfreizeit, es gibt einmal im Monat einen gemeinsamen Abend mit biblischem Impuls, Gespräch und gemeinsamem Essen und in der Fastenzeit wird es einen "Einkehrtag" geben.
Ich bin ganz froh, dass Singles bei Kirchens endlich gesehen werden - das hat mir lange gefehlt. Es war irgendwie nicht "vorgesehen".

Das klingt gut. Und hat sich dann etwas in Deinem Leben verändert? Verändert sich für die Singles bei Euch vor Ort etwas? Wie würdest Du das einschätzen? - Ich denke daran, dass wir zum Beispiel in unserer Gemeinde alle miteinander Wochenenden verbringen, Freizeiten miteinander, wir haben Bibelabende, Gebetsabende, manchmal feiern wir einfach unsere Gemeinschaft mit Grill oder beim Hofkonzert unseres Gospelchores. Da nehmen Familien wie Singles teil und ich hab nicht das Gefühl, als würde jemand "zu kurz kommen", um es mal so zu sagen, weiß nicht, wie ich es sonst formulieren könnte. Da nehme ich dann einen Impuls von "außen" quasi einfach mal auf und durchdenke das, ob ich das zusätzlich wollen würde - deshalb frage ich andere Singles, wie sie das sehen, sind ja nicht alle so wie ich. 😊

Danke für Deine Sicht.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie war das für Dich als Single, als sich das änderte?

Ich fand erst mal gut, dass Singles auch als Zielgruppe ins Blickfeld gerückt sind - aber so richtig große Erwartungen waren für mich damit nicht verknüpft.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Verstehe ich das richtig, dass Du ein Augenmerk auf das Singlesein legen würdest, weil so ein Augenmerk auch auf Familien gelegt wird? Also wegen der Ausgeglichenheit sozusagen?

Ja, sicher. Es geht darum, wahrgenommen zu werden.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Und hat sich dann etwas in Deinem Leben verändert?

Nein, was sollte sich denn verändern? Wie gesagt, das war auch nie meine Erwartung.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich denke daran, dass wir zum Beispiel in unserer Gemeinde alle miteinander Wochenenden verbringen, Freizeiten miteinander,

Dass wir als Gemeinde alle miteinander Zeit verbringen, das ist weder möglich noch wünschenswert - in unserem Einzugsgebiet leben 10.000 Katholiken. Da muss es sich bei bestimmten Angeboten auf bestimmte, klar eingegrenzte Zielgruppen beschränken - Singles eben oder Leute, die einen liturgischen Dienst ausüben oder ein sozial-caritatives Ehrenamt oder Familien....
Bleibt mir hier noch zu ergänzen, dass die Angebote für Singles unserer beiden Gemeinden vor allem wahrgenommen werden von nicht mehr ganz so jungen (also mindestens Mitte bis Ende 40) Singles, die das Kapitel Partnerschaft für sich abgeschlossen haben - die also entweder ihren Single-Status gut finden oder sich zumindest damit abgefunden haben.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Moin,

Veröffentlicht von: @suzanne62

Bleibt mir hier noch zu ergänzen, dass die Angebote für Singles unserer beiden Gemeinden vor allem wahrgenommen werden von nicht mehr ganz so jungen (also mindestens Mitte bis Ende 40) Singles, die das Kapitel Partnerschaft für sich abgeschlossen haben - die also entweder ihren Single-Status gut finden oder sich zumindest damit abgefunden haben.

Vielen Dank für die Einschätzung und das Berichten.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Ja, sicher. Es geht darum, wahrgenommen zu werden.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Nein, was sollte sich denn verändern? Wie gesagt, das war auch nie meine Erwartung.

Also mit meinen Augen gelesen könnte eine Erwartung schon sein, wahrgenommen zu werden. Möglicherweise gibt es ja Menschen, die sich nicht "gesehen" fühlen oder den Eindruck haben, sie werden nicht wahrgenommen. Eine Singlearbeit könnte dies also "beantworten". - Nehm ich mal mit als Gedanken. Vielen Dank. 😊

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Miss.Piggy
Beiträge : 1655

Ich finde es nicht zwingend notwendig, dass jede Gemeinde ihre eigene „Single-Nische“ hat. In meiner Gemeinde beispielsweise sind die Singles vom Alter her so breit gestreut, dass sie sich eher in anderen Peergroups wiederfinden. Bei den Senioren oder bei den jungen Leuten zum Beispiel.

Es hängt natürlich davon ab, wie viele Singles ihr in der Gemeinde seid und ob sie Bedarf nach so einer Gruppe haben. Manche reagieren ja schon allergisch, wenn sie das Wort „Single“ hören. Ich würde an deiner Stelle einfach mal die Singles befragen. Erstens, ob sie Interesse haben. Und zweitens, ob sie sich auch selber einbringen möchten.

Ich mache mit anderen zusammen eine gemeindeübergreifende Single-Arbeit. Das erscheint mir sinnvoller, denn in meiner Gemeinde gibt es gar nicht so viele, die daran Interesse haben.

miss-piggy antworten
2 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich mache mit anderen zusammen eine gemeindeübergreifende Single-Arbeit. Das erscheint mir sinnvoller, denn in meiner Gemeinde gibt es gar nicht so viele, die daran Interesse haben.

Bei uns ist das auch ein Angebot, das gemeinsam mit unserer evangelischen Nachbargemeinde organisiert wird - koordiniert wird das von einer unserer Gemeinderefrentinnen, aber getragen und durchgeführt von Sinles aus beiden Gemeinden, es erscheint auch in beiden Gemeindebriefen.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hey,

ja, das gemeindeübergreifende ist auch ein Gedanke. - Es gibt so zwei Handvoll Singles sozusagen, und die Meinungen sind auch da gemischt, tät' ich sagen. Nach den "wirklichen Motiven" hab ich noch nicht so gefragt, da würde ich eher "bohren" und dafür brauch ich viel Ruhe und viele Gelegenheiten, beide zusammen sind nicht immer da. 😉 (und nicht jeder mag offen über seine Befindlichkeiten reden)

Danke für diesen Input.
Ich tausche mich aus, um in den Gesprächen, dem Austausch Gedanken von Gott aufzuschnappen und mit dem Input dann weiterzugehen. *erklär*

Lieben Gruß

neubaugoere antworten


lhoovpee
Beiträge : 2338
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Sowas ist natürlich nur möglich mit einem Single als Gegenüber. W

Warum 🤨

Ich habe auch schon oft genug mit "Nicht-Singles" die Nacht durch gemacht und erst nach dem Branch verabschiedet. Ich denke das Unterscheidungsmerkmal war in deiner Situation eher die Kinder. Frau/Mann mit Kinder muss eben morgens fit sein.

Ich wüsste jetzt nicht, wozu eine gesonderte Single-Arbeit da sein sollte, außer man will ne Singlebörse anbieten...
Mich würde so etwas überhaupt nicht reizen.

lhoovpee antworten
1 Antwort
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hey,

ich danke auch Dir für diese hilfreichen Gedanken. - Ja, vielleicht lag es daran, dass da Kinder involviert sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass das so spontan als Ehepaar mit Kindern auch nur geht, wenn da der Partner eben "mitspielt" und ein Teil so einer Gemeinschaft ist, sodass er es verstehen/nachvollziehen kann und weiß, was wir so tun, also Vertrauen hat in diese Runde. *denk*

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Ich wüsste jetzt nicht, wozu eine gesonderte Single-Arbeit da sein sollte, außer man will ne Singlebörse anbieten...
Mich würde so etwas überhaupt nicht reizen.

Ja, ein guter Hinweis, vielen Dank.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
BeLu
 BeLu
Beiträge : 4576

Mit dem Begriff habe ich keine Probleme. Es gibt ja auch diverse andere "Arbeiten" in Gemeinden.

Ich finde, Singlearbeit kann durchaus ihren Platz in einer Gemeinde haben. Der Sinn anderer Gruppen (Frauenarbeit, Männerarbeit, Ehearbeit, Teenagerarbeit, Seniorenarbeit etc.) wird ja meist nicht in Frage gestellt (es sei denn, es kommt keiner), warum ist das bei Singlearbeit anders?

Meine aktuelle Gemeinde hat keine Singlearbeit, ist wohl auch zu klein dafür. Es gibt zwar eine Handvoll Singles, die sind aber über ein eher breites Altersspektrum verteilt und haben meiner Einschätzung nach wenige Gemeinsamkeiten, außer dass sie eben Singles sind. In meiner vorigen Gemeinde (an meinem vorigen Wohnort) wurde irgendwann eine Singlegruppe gestartet, ich bin aber nicht hingegangen, obwohl ich angesprochen wurde. Das hatte aber mehr mit beteiligten Personen zu tun als mit der Idee an sich.

belu antworten
3 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Hi,

Veröffentlicht von: @belu

Ich finde, Singlearbeit kann durchaus ihren Platz in einer Gemeinde haben. Der Sinn anderer Gruppen (Frauenarbeit, Männerarbeit, Ehearbeit, Teenagerarbeit, Seniorenarbeit etc.) wird ja meist nicht in Frage gestellt (es sei denn, es kommt keiner), warum ist das bei Singlearbeit anders?

Ja, gute Beobachtung, schön, dass Du das ansprichst. Die Motivation ist immer Gemeinschaft - eben auch beim Frauending oder Männerding, die Kids, die Teenager, die Senioren ... mit Gott und untereinander.

Ich hab halt immer noch den Gedanken, dass sich Singles mit der Zeit - das sind ja keine einzelnen Erlebnisse - irgendwie unwohl fühlen könnten, weil sie eben kein "persönliches Gegenüber" haben wie dann eben Ehepaar, sie können nicht berichten von gemeinsamen Dingen dieser Art. Dem einen oder anderen könnte das aufstoßen. Natürlich gibt es auch Berichte über Unternehmungen mit Freunden, halt auf beiden "Seiten". Und doch mischt sich eben das "familiäre", vertraute zweier Menschen, die ein Leben Seite an Seite verbringen, immer mit rein. Und ich kann mir vorstellen, wenn so ein Single da schon Sehnsüchte hat, dass diese eben noch verstärkt werden, sodass eine Art "Leidenssituation" entsteht. Klingt alles vielleicht größer als es ist, ich will es aber nicht außer Acht lassen, nur weil ich nun nicht "leide".

Singles sind nun aber eben auch involviert in Frauenarbeit, Männerarbeit, vielleicht noch Teenager oder Senioren ... die Frage liegt wirklich offen, ob es eine dazu noch zusätzliche Singleseite geben könnte/sollte oder ob das "aufgeht" ...

Ich denke weiter drüber nach.
Vielen Dank für Deine Wortmeldung.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
BeLu
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(@belu)
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Veröffentlicht von: @neubaugoere

Singles sind nun aber eben auch involviert in Frauenarbeit, Männerarbeit, vielleicht noch Teenager oder Senioren ... die Frage liegt wirklich offen, ob es eine dazu noch zusätzliche Singleseite geben könnte/sollte oder ob das "aufgeht" ...

Das ist, denke ich, immer auch von der individuellen Gestaltung der jeweiligen Arbeit abhängig. Wennbeispielsweise in der Frauen- oder Männerarbeit Familiendinge einen sehr großen Raum einnehmen, mag das für Singles nicht so passend sein. Entweder fühlen sie sich dann etwas fehl am Platz oder die Verheirateten haben ein Problem damit, über Ehedinge zu reden, wenn Singles dabei sind.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Hey,

Veröffentlicht von: @belu

Das ist, denke ich, immer auch von der individuellen Gestaltung der jeweiligen Arbeit abhängig. Wennbeispielsweise in der Frauen- oder Männerarbeit Familiendinge einen sehr großen Raum einnehmen, mag das für Singles nicht so passend sein. Entweder fühlen sie sich dann etwas fehl am Platz oder die Verheirateten haben ein Problem damit, über Ehedinge zu reden, wenn Singles dabei sind.

ja, sowas hatte ich im Blick, das war auch einer meiner Beweggründe, darüber nachzudenken und zu beobachten.

Vielen Dank für den Impuls.

Lieben Gruß

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