Liebe Mitsingles,
Schon mehrfach habe ich folgende Erfahrung gemacht: Ich habe mich mit einem Mann (oft auch innerhalb einer Gruppe) über ein Thema oder eine Idee unterhalten, die mich sehr inspiriert.
Und obwohl ich sonst eher ein recht ruhiger und nachdenklicher Typ bin, sprühe ich in diesen Situationen nur so vor Enthusiasmus. Nun ging es mir öfter so, dass der Mann das anscheinend auf sich bezog. Und praktisch von null auf hundert total anhänglich wurde - obwohl wir nicht mehr als eine thematische Diskussion hatten. Ich bin auch nicht abgeneigt, wenn sich aus einem Gespräch eine Freundschaft oder "mehr" entwickelt. Aber in diesen Fällen war es so, dass der Mann penetrant wurde oder besitzergreifend, also anfing, alle meine Social media Beiträge zu liken, mir täglich Nachrichten zu senden, oder lange sehr persönliche Emails... dem bin ich nicht gewachsen. Warum diese Überreaktion? Warum nicht mal langsam schauen, was sich ergibt?
Bisher endete aber immer alles damit, dass mir die Übergriffigkeit nach ein paar Tagen zuviel wurde und ich konkret darum bat, dieses Verhalten abzustellen - was dann von der anderen Seite zum beleidigten Kontaktabbruch führte.
Im Grunde halte ich meine Begeisterungsfähigkeit für eine der besten Eigenschaften an mir - auch wenn manchmal die entsprechende Nachhaltigkeit dazu fehlt. Aber ich bin dabei, mir Begeisterung in der Öffentlichkeit bzw. Gegenwart von Männern beinahe vollständig abzugewöhnen. Die Frage ist, ob ich unbeabsichtigt und unterbewusst Signale aussende. Oder ob ich zu persönlich werde in den Dingen, die ich teile.
Meine Erklärung ist, dass Männer entweder nicht unterscheiden, oder es ihnen egal ist, dass ich nicht ihretwegen so begeistert bin, sondern weil ich einfach allgemein fasziniert bin. Die Reaktion überrascht mich trotzdem, denn was folgt, ist ja kein gesundes Interesse, sondern wirklich massive Aufdringlichkeit. Spricht mein Verhalten die "falschen" Männer an?
Was sind eure Erlebnisse, Beobachtungen oder Gedanken dazu?