Angst vor Gott?
Inwieweit spielt die Angst vor Gott tatsächlich - bewusst oder unbewusst - auch bei Christen noch eine bleibende (den Glauben grundierende bzw. ihn erhaltende) Rolle?
Ich kenne Menschen, die ihren Glauben längst aufgegeben hätten, weil sie ehrlicherweise an dem Punkt waren, dass er sie nicht mehr trägt, ihnen weder seelisch noch intellektuell eine stimmige Lebensgrundlage schenkt und ein "Freischwimmen" ins Offene für sie dran wäre - aber aus einer tiefsitzenden Angst, sie würden damit doch einer Verdammnis anheimfallen, bleiben sie in dem, was lebensmäßig längst nicht mehr für sie stimmt.
Ich nenne es eine metaphysische Angst, die sie gefangen hält ... ggü. Gott, der als "Angst-Gott" wieder auftaucht und bleibend im Hintergrund lauert, sobald sie "auszubrechen" drohen mit Lebens- und Erkenntnisschritten, die ihre bisherigen Selbstverständlichkeiten des Glaubens und der Gottesbeziehung in Frage stellen.
Ich habe auch erlebt, dass gestandene, treue und gewissenhafte Christenmenschen schwer und nicht im Frieden mit Gott ihren letzten Weg gegangen sind ...
Wo und wie - und bitte, antwortet jetzt nicht mit Glaubens-Richtigkeiten, Bibelversen und Belehrungen 😉 - kennt Ihr selber, wenn Ihr tief in Euch hineinhorcht und ehrlich seid, eine ANGST VOR GOTT ... ?
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhlerIch kenne Menschen, die ihren Glauben längst aufgegeben hätten, weil sie ehrlicherweise an dem Punkt waren, dass er sie nicht mehr trägt, ihnen weder seelisch noch intellektuell eine stimmige Lebensgrundlage schenkt und ein "Freischwimmen" ins Offene für sie dran wäre - aber aus einer tiefsitzenden Angst, sie würden damit doch einer Verdammnis anheimfallen, bleiben sie in dem, was lebensmäßig längst nicht mehr für sie stimmt.
Wie zeigt sich dieses "bleiben sie in dem, was lebensmäßig längst nicht mehr für sie stimmt" ? Ich versuche eine praktische Vorstellung davon zu bekommen. Bleiben sie in Gewohnheiten verwurzelt, in einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts oder was ist hier gemeint?