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Das apokryphe Thomasevangelium

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Liebe Forenmitglieder!

Vielleicht habt ihr schonmal etwas von den apokryphen Evangelien über Jesus gehört, die nicht in der Bibel stehen. Ich möchte hier in diesem Post die Inhalte des Thomasevangeliums zur Verfügung stellen, weil ich finde, dass die darin enthaltenen Jesusworte zum Einen die Botschaft der Evangelien in der Bibel unterstreichen und zu einem großen Teil in ähnlichen Worten wiederholen, und zum Anderen ergänzen sie die Evangelien noch.

Vieles von der Spruchsammlung im Thomasevangelium verstehe ich nicht, aber es berührt mich stark, und vielleicht ist das Thomasevangelium ja auch für den einen oder anderen, der hier mitliest, eine Bereicherung.
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Was ich besonders interessant finde, ist Vers 22: Wird darin deutlich, dass Jesus an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen appeliert? Wenn er sich so ausdrückt, klingt das wie: Es spielt keine Rolle, ob hinter einem Menschen die Männlichkeit oder Weiblichkeit steht: Das, was ihr von Frauen erwartet, erwartet auch von Männern; Den Maßstab, den ihr an Männern anlegt, solltet ihr auch an Frauen anlegen. So in etwa würde ich den Vers interpretieren.

Oder Vers3: Den interpretiere ich so, dass jeder Mensch ein Kind Gottes ist, und keiner außen vor bleibt.
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Ich habe das Thomasevangelium folgendem Link entnommen:

https://www.diegutebotschaft.de/thomasevangelium/

Und das steht drin:

(0) Dies sind die geheimnisvollen Worte, die der lebendige Jesus sprach und Didymos Judas Thomas schrieb sie auf.

(1) Und er sprach: Wer die Deutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

(2) Jesus sprach: Lass den Suchenden nicht aufhören zu suchen, bis er findet; und wenn er findet, wird er erschrecken; und wenn er erschrickt, wird er staunen; und er wird über alles herrschen.

(3) Jesus sprach: Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, die Herrschaft ist im Himmel, so werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen; wenn sie euch sagen: sie ist im Meer, so werden euch die Fische zuvorkommen. Aber die Herrschaft ist in euch, und sie ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, dass ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann existiert ihr in Armut, und ihr seid die Armut.

(4) Jesus sprach: Der Mensch in seinen alten Tagen wird nicht zögern, ein kleines Kind von sieben Tagen zu befragen über den Ort des Lebens, und er wird leben; denn viele Erste werden Letzte sein, und sie werden ein Einziger sein.

(5) Jesus sprach: Erkenne das, was sich vor dir befindet, und das, was vor dir verborgen ist, wird sich dir enthüllen; denn es gibt nichts Verborgenes, was sich nicht offenbaren wird.

(6) Seine Schüler fragten ihn, sie sagten zu ihm: Willst du, dass wir fasten? Und wie sollen wir beten und Almosen geben? Und auf welche Speisen sollen wir achtgeben? Jesus sprach: Lügt nicht und, was ihr hasst, das tut nicht; denn alles ist offenbar im Angesicht der Wahrheit; denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar werden wird, und es gibt nichts Verhülltes, das unaufgedeckt bleiben wird.

(7) Jesus sprach: Glücklich ist der Löwe, den der Mensch essen wird, und der Löwe wird Mensch; und verflucht ist der Mensch, den der Löwe essen wird, und der Löwe wird Mensch werden.

(8) Und er sprach: Der Mensch gleicht einem weisen Fischer, der sein Netz ins Meer warf; er zog es aus dem Meer voll von kleinen Fischen; unter ihnen fand er einen großen, schönen Fisch, der weise Fischer. Er warf alle kleinen Fische ins Meer und wählte den großen Fisch ohne Mühe. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

(9) Jesus sprach: Siehe, da ging ein Sämann hinaus, füllte seine Hand und warf. Einige fielen auf den Weg, die Vögel kamen und pickten sie auf. Andere fielen auf den Felsen, und sie schlugen keine Wurzel in der Erde und brachten keine Ähre hervor zum Himmel. Und andere fielen auf die Dornen; sie erstickten die Saat und der Wurm fraß sie. Und andere fielen auf die gute Erde, und sie gab eine gute Frucht zum Himmel; sie erbrachte einen sechzigfachen und hundertzwanzigfachen Erlös.

(10) Jesus sprach: Ich habe ein Feuer auf die Welt geworfen, und siehe, ich bewache es, bis es lodert.

(11) Jesus sprach: Dieser Himmel wird vergehen und derjenige darüber wird vergehen; und die Toten sind nicht lebendig, und die Lebenden werden nicht sterben. In den Tagen, in denen ihr von dem gegessen habt, was tot ist, macht ihr daraus, was lebendig ist. Wenn ihr im Licht sein werdet, was werdet ihr tun? An dem Tag, an dem ihr eins wart, seid ihr zwei geworden. Aber wenn ihr zwei geworden seid, was werdet ihr tun?

(12) Die Schüler sagten zu Jesus: Wir wissen, dass du uns verlassen wirst. Wer ist es, der groß über uns werden wird? Jesus sprach zu ihnen: Der Ort, zu dem ihr gekommen seid, wenn ihr zu Jakobus dem Gerechten geht, ist derjenige, für den Himmel und Erde entstanden sind.

(13) Jesus sprach zu seinen Schülern: Vergleicht mich, sagt mir, wem ich gleiche. Simon Petrus sprach zu ihm: Du gleichst einem gerechten Boten. Matthäus sprach zu ihm: Du gleichst einem weisen Philosophen. Thomas sprach zu ihm: Lehrer, mein Mund wird es absolut nicht zulassen, dass ich sage, wem du gleichst. Jesus sprach: Ich bin nicht dein Lehrer, denn du hast getrunken und dich berauscht an der sprudelnden Quelle, die ich ausgegraben habe. Und er nahm ihn und zog sich zurück und sagte ihm drei Dinge. Als Thomas aber zu seinen Gefährten zurückgekehrt war, fragten sie ihn: Was hat dir Jesus gesagt? Thomas sprach zu ihnen: Wenn ich euch eines der Dinge sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine nehmen und sie auf mich werfen, und Feuer wird aus den Steinen hervorkommen und euch verbrennen.

(14) Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr fastet, werdet ihr gegen euch eine Sünde begehen; und wenn ihr betet, werdet ihr verdammt werden; und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr eurem Geist Böses antun.

Wenn ihr in irgendein Land eintreten werdet und in den Gegenden wandert, wenn man euch empfängt, dann esst, was auch vorgesetzt wird; kümmert euch um die unter ihnen, die krank sind. Denn das, was in euren Mund hineingeht, wird euch nicht beflecken; aber das, was euren Mund verlässt, das ist es, was euch beflecken wird.

(15) Jesus sprach: Wenn ihr jemanden seht, der nicht aus der Frau geboren ist, werft euch mit dem Gesicht zur Erde und betet ihn an. Das ist euer Vater.

(16) Jesus sprach: Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen. Und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, Streit auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Denn es werden fünf in einem Haus sein: drei werden gegen zwei und zwei werden gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn, der Sohn gegen den Vater, und sie werden für sich allein dastehen.

(17) Jesus sprach: Ich werde euch geben, was kein Auge gesehen und was kein Ohr gehört und was keine Hand berührt hat und was nie in das Bewusstsein der Menschen gekommen ist.

(18) Die Schüler sagten zu Jesus: Sage uns, wie unser Ende sein wird. Jesus sprach: Habt ihr den Anfang denn entdeckt, dass ihr das Ende sucht? Denn da, wo der Anfang ist, da wird das Ende sein. Glücklich ist der, der am Anfang stehen und das Ende erkennen und den Tod nicht schmecken wird.

(19) Jesus sprach: Glücklich ist der, der existiert hat, bevor er existierte. Wenn ihr meine Schüler werdet und wenn ihr auf meine Worte hört, werden euch diese Steine dienen. Denn ihr besitzt fünf Bäume im Paradies, die sich nicht verändern, weder im Sommer noch im Winter, und deren Blätter nicht abfallen. Derjenige, der sie kennt, wird den Tod nicht schmecken.

(20) Die Schüler sagten zu Jesus: Sage uns, wem das Himmelreich gleicht. Er sprach zu ihnen: Es gleicht einem Senfkorn, das kleiner ist als alle Samen; aber wenn es auf die Erde fällt, die bearbeitet wird, bringt sie einen großen Zweig hervor und er wird zum Schutz für die Vögel des Himmels.

(21) Mariham sprach zu Jesus: Wem gleichen deine Schüler?

Er sprach: Sie gleichen kleinen Kindern, die sich auf einem Feld niedergelassen haben, das ihnen nicht gehört. Wenn die Herren des Feldes kommen, werden sie sagen: „Gebt uns unser Feld heraus.“ Sie entblößen sich vor ihnen, damit sie es ihnen lassen und sie geben ihnen ihr Feld.

Darum sage ich: Wenn der Herr des Hauses weiß, dass der Dieb kommt, wird er wachen, bevor er kommt; und er wird ihn nicht in das Haus und sein Reich eindringen lassen, um seine Dinge mitzunehmen. Ihr aber, seit wachsam gegenüber der Welt; gürtet eure Lenden mit einer großen Kraft, dass die Räuber keinen Weg finden, um zu euch zu kommen. Denn der wertvolle Besitz, auf den ihr wartet, sie werden ihn finden. Unter euch möge doch ein intelligenter Mensch sein! Sobald die Frucht gereift ist, ist er sofort gekommen, seine Sichel in der Hand, und hat sie geerntet. Wer Ohren hat, zu hören, der höre.

(22) Jesus sah Kleine, die Milch bekamen. Er sprach zu seinen Schülern: Diese Kleinen, die Milch bekommen, gleichen denen, die in die Herrschaft eingehen. Sie sagten zu ihm: Wenn wir also Kleine werden, werden wir in die Herrschaft eingehen? Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere und wenn ihr aus dem Männlichen und dem Weiblichen eine einzige Sache macht, so dass das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich ist und wenn ihr Augen macht statt eines Auges und eine Hand statt einer Hand und einen Fuß statt eines Fußes, ein Bild statt eines Bildes, dann werdet ihr in die Herrschaft eingehen.

(23) Jesus sprach: Ich werde euch auswählen, einen unter tausend und zwei unter zehntausend, und sie werden dastehen indem sie zu einem Einzigen geworden sind.

(24) Seine Schüler sagten: Belehre uns über den Ort, an dem du bist, denn es ist notwendig für uns, dass wir ihn suchen. Er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat, der höre! Licht ist entstanden im Inneren eines Lichtmenschen, und er erleuchtet die ganze Welt. Wenn er nicht leuchtet, ist er Finsternis.

(25) Jesus sprach: Liebe deinen Bruder wie dein Leben; wache über ihn wie über die Pupille deines Auges.

(26) Jesus sprach: Den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, den siehst du; den Balken aber, der in deinem Auge ist, den siehst du nicht. Wenn du den Balken aus deinem Auge entfernst, dann wirst du klar sehen, so dass du den Splitter aus dem Auge deines Bruders entfernst.

(27) Jesus sprach: Wenn ihr euch nicht der Welt enthaltet, werdet ihr die Herrschaft nicht finden; wenn ihr nicht die Woche zum Sabbat macht, werdet ihr den Vater nicht sehen.

(28) Jesus sprach: Ich stand in der Mitte der Welt, und ich habe mich ihnen im Fleisch offenbart. Ich habe sie alle betrunken gefunden; ich habe niemanden unter ihnen durstig gefunden, und meine Seele wurde betrübt über die Kinder der Menschen, denn sie sind blind in ihrem Herzen. Und sie sehen nicht, dass sie leer in die Welt gekommen sind und dass sie versuchen die Welt auch leer zu verlassen. Auch wenn sie jetzt betrunken sind, werden sie umdenken sobald sie ihren Weinrausch abschütteln.

(29) Jesus sprach: Wenn das Fleisch wegen der Seele entstand, so ist das ein Wunder. Aber wenn die Seele wegen des Leibes entstanden ist, so ist das ein Wunder der Wunder. Aber ich, ich wundere mich darüber, wie sich dieser große Reichtum in dieser Armut niedergelassen hat.

(30) Jesus sprach: Wo drei Götter sind, da sind es Götter; wo zwei oder einer ist, da bin ich mit ihm.

(vermutlich fehlerhafte Kopie. In pOxy 1, 23ff heißt es:

“Jesus sprach: Wo drei sind sind sie gottlos. Und wo einer allein ist – ich sage: Ich bin mit ihm“)

(31) Jesus sprach: Kein Prophet ist in seinem Dorf willkommen, kein Arzt behandelt die, die ihn kennen.

(32) Jesus sprach: Eine Stadt, die auf einem hohen Berg erbaut und befestigt ist, kann nicht fallen, noch kann sie verborgen werden.

(33) Jesus sprach: Das, was du mit deinem Ohr hörst, in das andere Ohr verkünde es auf euren Dächern. Denn niemand zündet eine Lampe an und stellt sie unter einen Scheffel, oder stellt sie an einen verborgenen Ort. Aber man stellt sie auf einen Leuchter, damit jeder, der eintritt und hinausgeht, ihr Licht sieht.

(34) Jesus sprach: Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen sie beide in eine Grube hinein.

(35) Jesus sprach: Es ist nicht möglich, dass jemand in das Haus des Mächtigen eintritt und es mit Gewalt nimmt, es sei denn, er fesselt ihm die Hände; dann wird er in sein Haus übersiedeln.

(36) Jesus sprach: Sorgt euch nicht vom Morgen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen, was ihr anziehen werdet.

(pOxy 655: Jesus spricht: Sorgt euch nicht vom Morgen bis zum Abend und von der Abendzeit bis zum Morgen, weder um eure Nahrung, nämlich was ihr essen sollt, noch um eure Kleidung, nämlich was ihr anziehen sollt. Ihr seid doch viel besser als die Lilien, die keine Wolle krempeln und auch nicht spinnen. Und wenn ihr ein Gewand habt, ... ihr ...? Wer könnte eurer Größe etwas hinzufügen? Er selbst wird euch euer Gewand geben!)

(37) Seine Schüler sagten: An welchem Tag wirst du dich uns offenbaren, und an welchem Tag werden wir dich sehen? Jesus sprach: Wenn ihr euch eurer Scham entledigt, wenn ihr eure Kleider nehmt und unter eure Füße legt wie kleine Kinder und darauf trampelt, dann werdet ihr den Sohn des Lebendigen sehen und ihr werdet euch nicht fürchten.

(38) Jesus sprach: Viele Male habt ihr gewünscht, diese Worte zu hören, die ich euch sage, und ihr habt keinen anderen, von dem ihr sie hören könnt. Tage werden kommen, an denen ihr mich suchen werdet. Ihr werdet mich nicht finden.

(39) Jesus sprach: Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel zur Erkenntnis erhalten. Sie haben sie versteckt. Weder sind sie eingetreten, noch haben sie die gelassen, die eintreten wollten. Aber ihr, seid klug wie die Schlangen und rein wie die Tauben.

(40) Jesus sprach: Ein Weinstock ist gepflanzt worden außerhalb des Gebiets des Vaters; und da er nicht befestigt ist, wird er ausgerissen werden mit seiner Wurzel, und er wird verderben.

(41) Jesus sprach: Wer etwas in seiner Hand hat, dem wird gegeben werden; und wer nichts hat, dem wird das Wenige, das er hat, genommen.

(42) Jesus sprach: Seid Vorübergehende!

(43) Seine Schüler sagten zu ihm: Wer bist du, dass du uns dies sagst? Jesus sprach zu ihnen: Aus dem, was ich euch sage, versteht ihr nicht, wer ich bin? Doch ihr seid wie die Juden geworden: Sie lieben den Baum und hassen seine Frucht, und sie lieben die Frucht und hassen den Baum.

(44) Jesus sprach: Wer den Vater beleidigt, dem wird man verzeihen, und wer den Sohn beleidigt, dem wird man verzeihen; aber dem, der den heiligen Geist beleidigt, dem wird man nicht verzeihen, weder auf der Erde noch im Himmel.

(45) Jesus sprach: Man erntet nicht Trauben von Dornensträuchern, noch pflückt man Feigen von Kameldorn, sie geben keine Frucht. Denn ein guter Mensch bringt Gutes aus seinem Schatz hervor; ein böser Mensch bringt böse Dinge aus seinem bösen Schatz hervor, der in seinem Herz ist, und er sagt böse Dinge, denn aus dem Überfluss des Herzens bringt er böse Dinge hervor.

(46) Jesus sprach: Von Adam bis Johannes dem Täufer ist unter den Kindern der Frauen keiner, der Johannes den Täufer übertrifft, so dass seine Augen nicht feucht werden müssten. Aber ich habe gesagt: Wer unter euch zu einem Kleinen wird, wird die Herrschaft erkennen und wird Johannes übertreffen.

(47) Jesus sprach: Es ist unmöglich, dass ein Mensch zwei Pferde besteigt und dass er zwei Bogen spannt; und es ist nicht möglich, dass ein Diener zwei Herren dient, es sei denn, er wird den einen verehren und den anderen verhöhnt er. Niemand trinkt alten Wein und wünscht sofort, neuen Wein zu trinken. Und man gießt nicht neuen Wein in alte Schläuche, damit sie nicht zerreißen; und man gießt nicht alten Wein in einen neuen Schlauch, damit er ihn nicht verdirbt. Man näht nicht einen alten Flicken auf ein neues Gewand, denn es würde ein Riss entstehen.

(48) Jesus sprach: Wenn zwei Frieden schließen untereinander in demselben Haus, werden sie zum Berg sagen: Versetze dich, und er wird sich versetzen.

(49) Jesus sprach: Glücklich sind die Einsamen und Auserwählten, denn ihr werdet die Herrschaft finden, ihr seid ja aus ihr gekommen, und und ihr werdet dahin zurückkehren.

(50) Jesus sprach: Wenn sie zu euch sagen: ‚Woher stammt ihr?', dann sagt zu ihnen: 'Wir kommen aus dem Licht, daher, wo das Licht aus sich selbst heraus entstanden ist. Es hat sich manifestiert und in unserem Bild offenbart.' Wenn sie zu euch sagen: 'Ihr seid das?', dann sagt: 'Wir sind seine Kinder, und wir sind die Auserwählten des lebendigen Vaters.' Wenn sie euch fragen: 'Welches ist das Zeichen eures Vaters in euch?', sagt zu ihnen: 'Es ist Veränderung und Ruhe.'

(51) Seine Schüler sagten zu ihm: An welchem Tag wird die Auferstehung der Toten eintreten, und an welchem Tag wird die neue Welt kommen? Er sprach zu ihnen: Jene, die ihr erwartet, ist gekommen, aber ihr erkennt sie nicht.

(52) Seine Schüler sagten zu ihm: Vierundzwanzig Propheten haben in Israel gesprochen, und sie haben alle durch dich gesprochen. Er sprach zu ihnen: Ihr habt den Lebendigen vor euch übergangen und von den Toten gesprochen.

(53) Seine Schüler sagten zu ihm: Ist die Beschneidung nützlich oder nicht? Er sprach zu ihnen: Wenn sie nützlich wäre, würde ihr Vater sie beschnitten in ihrer Mutter erschaffen. Aber die wahre Beschneidung im Geist hat den vollen Nutzen erbracht.

(54) Jesus sprach: Glücklich sind die Armen, denn euch gehört die Herrschaft der Himmel.

(55) Jesus sprach: Wer seinen Vater und seine Mutter nicht hasst, kann nicht mein Schüler werden. Und wer nicht seine Brüder und seine Schwestern hasst und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

(56) Jesus sprach: Wer die Welt erkannt hat, hat eine Leiche gefunden; und wer die Leiche gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig.

(57) Jesus sprach: Die Herrschaft des Vaters gleicht einem Mann, der eine gute Saat besaß. Sein Feind kam in der Nacht. Er warf Taumellolchsamen auf die gute Saat. Der Mann erlaubte ihnen nicht, den Lolch auszureißen. Er sprach zu ihnen: Dass ihr nicht geht, den Lolch auszureißen und dabei den Weizen mit ausreißt. Am Tag der Ernte wird der Lolch erkennbar werden; er wird ausgerissen und verbrannt.

(58) Jesus sprach: Glücklich ist der Mensch, der sich abgemüht hat; er hat das Leben gefunden.

(59) Jesus sprach: Sucht nach dem Lebendigen, solange ihr lebt, damit ihr nicht sterbt und dann versucht, es zu sehen. Ihr werdet nicht sehen können.

(60) Sie sahen einen Samaritaner, der ein Lamm trug und nach Judäa ging. Jesus sprach zu seinen Schülern: Der da ist mit dem Lamm auf der Reise. Sie sagten zu ihm: Um es zu töten und zu essen. Er sprach zu ihnen: Während es lebt, wird er es nicht essen, sondern nur, wenn er es tötet und wenn es ein Leichnam wird. Sie sagten: Anders wird er es nicht tun können. Er sprach zu ihnen: Sucht auch ihr euch einen Ort der Ruhe, damit ihr nicht ein Leichnam werdet und gegessen werdet.

(61) Jesus sprach: Zwei werden ruhen auf einem Bett, einer wird sterben, der andere wird leben. Salome sprach: Wer bist du, Mann? Als Gast bist du auf mein Bett gestiegen und hast von meinem Tisch gegessen. Jesus sprach zu ihr: Ich bin der, der aus dem hervorkommt, der ausgebreitet ist; mir wurde von dem, was meinem Vater gehört, gegeben. „Ich bin deine Schülerin.“ Darum sage ich: Wer ausgebreitet ist, wird voller Licht, wer aber gespalten ist, wird voller Dunkelheit sein.

(62) Jesus sprach: Ich sage meine Geheimnisse denen, die meiner Geheimnisse würdig sind. Lass deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tun wird.

(63) Jesus sprach: Es war einmal ein reicher Mann, der viel besaß. Er sprach: „Ich werde mein Vermögen benutzen, um zu säen, zu ernten, zu pflanzen, meine Speicher mit Früchten zu füllen, auf dass es mir an nichts fehle.“ Das waren seine Gedanken in seinem Herzen; und in dieser Nacht ist er gestorben. Wer Ohren hat, der höre.

(64) Jesus sprach: Ein Mann hatte Gäste; und nachdem er das Mahl zubereitet hatte, schickte er seinen Diener, um die Gäste einzuladen. Er ging zum ersten und sprach zu ihm: Mein Herr lädt dich ein. Der sprach: Ich habe Forderungen gegenüber Kaufleuten; sie werden heute Abend zu mir kommen, ich werde gehen und ihnen Aufträge geben. Ich entschuldige mich für das Mahl. Er ging zu einem anderen und sprach zu ihm: Mein Herr hat dich eingeladen. Dieser sprach zu ihm: Ich habe ein Haus gekauft und man braucht mich für einen Tag. Ich werde keine Zeit haben. Er ging zu einem anderen und sprach zu ihm: Mein Herr lädt dich ein. Der sprach zu ihm: Mein Freund wird sich verheiraten, und ich bin der, der das Essen bereitet. Ich kann nicht kommen. Ich entschuldige mich für das Mahl. Er ging zu einem anderen, er sprach zu ihm: Mein Herr lädt dich ein. Er sprach zu ihm: Ich habe ein Dorf gekauft; ich werde gehen, um die Abgaben zu erhalten. Ich kann nicht kommen. Ich entschuldige mich. Der Diener kam und sprach zu seinem Herrn: Die, die du zum Mahl eingeladen hast, lassen sich entschuldigen. Der Herr sprach zu seinem Diener: Geh hinaus auf die Wege, bring die mit, die du finden wirst, damit sie essen. Die Aufkäufer und Händler werden nicht eingehen in die Orte meines Vaters.

(65) Er sprach: Ein gutmütiger Mann hatte einen Weinberg. Er gab ihn Bauern, damit sie ihn bearbeiteten und er die Früchte von ihnen bekäme. Er schickte seinen Diener, damit die Bauern ihm die Frucht des Weinbergs gäben. Die Bauern ergriffen seinen Diener, schlugen ihn, und sie hätten ihn beinahe getötet. Der Diener ging davon und sagte es seinem Herrn. Sein Herr sprach: Vielleicht haben sie ihn nicht erkannt. Er schickte einen anderen Diener und die Bauern schlugen auch diesen. Nun schickte der Herr seinen Sohn. Er sprach: Vielleicht werden sie Respekt haben vor meinem Sohn. Diese Bauern, als sie erfuhren, dass er der Erbe des Weinbergs war, packten ihn und töteten ihn. Wer Ohren hat, der höre.

(66) Jesus sprach: Zeigt mir den Stein, den die Bauleute verworfen haben: Er ist der Eckstein.

(67) Jesus sprach: Wer alles kennt außer sich selbst, dem fehlt alles.

(68) Jesus sprach: Glücklich seid ihr, wenn sie euch hassen und euch verfolgen, denn sie werden keinen Platz finden dort, wo sie euch verfolgt haben.

(69) Jesus sprach: Glücklich sind die, die in ihrem Herz verfolgt werden; diese sind es, die den Vater in Wahrheit erkannt haben. Glücklich sind die Hungernden, so dass der Leib des Suchenden gesättigt wird.

(70) Jesus sprach: Wenn ihr jenes in euch hervorgebracht habt, wird euch das, was ihr habt, retten. Wenn ihr jenes nicht in euch habt, wird das, was ihr nicht in euch habt, euch umbringen.

(71) Jesus sprach: Ich werde dieses Haus zerstören, und niemand wird es wieder aufbauen können ....

(72) Ein Mann sprach zu ihm: Sage meinen Brüdern, dass sie die Güter meines Vaters mit mir teilen sollen. Er sprach zu ihm: Oh Mann, wer hat mich zu einem Teiler gemacht? Er wandte sich seinen Schülern zu. Er sprach zu ihnen: Bin ich denn ein Teiler geworden?

(73) Jesus sprach: Die Ernte ist zwar groß, aber es gibt wenig Arbeiter. Bitte aber den Herrn, dass er Arbeiter für die Ernte schickt.

(74) Er sprach: Herr, es sind viele um den Brunnen, aber keiner ist in dem Brunnen.

(75) Jesus sprach: Es gibt viele, die an der Tür warten, aber es sind die Einsamen, die in das Brautgemach eintreten werden.

(76) Jesus sprach: Die Herrschaft des Vaters gleicht einem Kaufmann, der Ware hatte und der eine Perle fand. Dieser Kaufmann ist weise. Er verkaufte die Ware und er kaufte einzig diese Perle. Sucht auch ihr seinen Schatz, der nicht vergeht, der dauerhaft ist, wo keine Motte hinkommt, um zu fressen, und wo auch kein Wurm zerstört.

(77) Jesus sprach: Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin alles; aus mir ist alles hervorgegangen, und zu mir ist alles gelangt. Spaltet ein Stück Holz, ich bin da. Hebt den Stein auf und ihr werdet mich dort finden.

(78) Jesus sprach: Warum seid ihr ausgezogen auf das Feld? Um ein Schilfrohr im Winde schwanken zu sehen? Und um einen Menschen zu sehen, der weiche Kleider anhat, wie diese eure Könige und Mächtigen, die weiche Kleider tragen. Aber sie werden die Wahrheit nicht erkennen können.

(79) Eine Frau aus der Menge sprach zu ihm: Gelobt sei der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die dich genährt haben. Er sprach zu ihr: Gelobt seien die, die das Wort des Vaters gehört haben und es wirklich bewahrt haben. Denn es werden Tage kommen, da ihr zu euch sagen werdet: Gelobt sei der Leib, der nicht empfangen hat, und die Brüste, die keine Milch gegeben haben.

(80) Jesus sprach: Wer die Welt erkannt hat, hat den Körper gefunden; aber wer den Körper gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig.

(81) Jesus sprach: Wer reich geworden ist, soll herrschen, und wer Einfluss besitzt, soll „nein“ sagen.

(82) Jesus sprach: Wer mir nah ist, ist dem Feuer nah, und wer mir fern ist, ist der Herrschaft fern.

(83) Jesus sprach: Die Bilder sind für den Menschen offenbar, aber das Licht, das in ihnen ist, ist verborgen im Bild. Das Licht des Vaters wird sich offenbaren, aber sein Bild ist durch sein Licht verborgen.

(84) Jesus sprach: An den Tagen, an denen ihr Euresgleichen seht, freut ihr euch. Aber wenn ihr eure Bilder seht, die vor euch existierten, die weder sterben noch sich offenbaren, wie viel werdet ihr ertragen?

(85) Jesus sprach: Adam ist aus einer großen Kraft entstanden und aus einem großen Reichtum, aber er war eurer nicht würdig; denn wenn er würdig gewesen wäre, hätte er den Tod nicht geschmeckt.

(86) Jesus sprach: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel haben ihr Nest, aber der Sohn des Menschen hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen und sich ausruhen kann.

(87) Jesus sprach: Unglücklich ist der Leib, der an einem Leib hängt, und unglücklich ist die Seele, die an diesen beiden hängt.

(88) Jesus sprach: Die Boten und die Propheten kommen zu euch, und sie werden euch geben, was euch gehört. Und auch ihr selbst, was in euren eigenen Händen ist, gebt es ihnen und sagt euch: An welchem Tag werden sie kommen und nehmen, was ihnen gehört?

(89) Jesus sprach: Warum wascht ihr das Äußere des Bechers? Versteht ihr nicht, dass der, der das Innere gemacht hat, auch der ist, der das Äußere gemacht hat?

(90) Jesus sprach: Kommt zu mir, denn mein Joch ist leicht, und meine Regentschaft ist mild, und ihr werdet Ruhe für euch finden.

(91) Sie sagten zu ihm: Sage uns, wer du bist, damit wir an dich glauben. Er sprach zu ihnen: Ihr erforscht das Aussehen des Himmels und der Erde, und das, was vor euch ist, habt ihr nicht erkannt, und diese Gelegenheit könnt ihr nicht erforschen?

(92) Jesus sprach: Sucht, und ihr werdet finden; aber was ihr mich in jenen Tagen gefragt habt und was ich euch nicht gesagt habe, an diesem Tag, jetzt möchte ich es sagen aber ihr sucht nicht danach.

(93) Jesus sprach: Gebt nicht, was rein ist, den Hunden, damit sie es nicht auf den Misthaufen werfen. Werft die Perlen nicht vor die Schweine, damit sie sie nicht zu ... machen.

(94) Jesus sprach: Wer sucht, der wird finden, wer anklopft, dem wird geöffnet werden.

(95) Jesus sprach: Wenn ihr Geld habt, gebt nicht gegen Zinsen, sondern gebt es dem, von dem ihr es nicht wiederbekommen werdet.

(96) Jesus sprach: Die Herrschaft des Vaters ist gleich einer Frau. Sie nahm ein wenig Sauerteig, sie verbarg ihn im Teig und machte davon große Brote. Wer Ohren hat, der höre.

(97) Jesus sprach: Die Herrschaft des Vaters ist gleich einer Frau, die einen Krug voller Mehl trug. Als sie auf einem langen Weg ging, brach der Henkel des Kruges, das Mehl verstreute sich hinter ihr auf den Weg. Sie wusste es nicht, sie hatte kein Unheil bemerkt. Als sie in ihr Haus kam, stellte sie den Krug auf den Boden und fand ihn leer.

(98) Jesus sprach: Die Herrschaft des Vaters ist gleich einem Mann, der einen mächtigen Mann töten wollte. Er zog das Schwert in seinem Haus und stach es in die Wand, um herauszufinden, ob er sich auf seine Hand verlassen könne. Dann tötete er den Mächtigen.

(99) Die Schüler sagten zu ihm: Deine Brüder und deine Mutter warten draußen. Er sprach zu ihnen: Die hier, die den Willen meines Vaters tun, die sind meine Brüder und meine Mutter. Sie sind die, die in die Herrschaft meines Vaters eingehen werden.

(100) Sie zeigten Jesus ein Goldstück und sagten zu ihm: Die Leute des Kaisers verlangen von uns Steuern. Er sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, gebt Gott, was Gott gehört und was mir gehört, das gebt mir.

(101) Jesus sprach: Wer nicht wie ich seinen Vater und seine Mutter hasst, kann nicht mein Schüler werden. Und wer seinen Vater und seine Mutter nicht liebt wie ich, kann nicht mein Schüler werden. Denn meine Mutter hat mir ... gegeben, aber meine wahre Mutter, sie gab mir das Leben.

(102) Jesus sprach: Wehe den Pharisäern, denn sie gleichen einem Hund, der auf dem Futtertrog der Rinder schläft: er frisst nicht, noch lässt er die Rinder fressen.

(103) Jesus sprach: Glücklich ist der Mensch, der weiß, wann in der Nacht die Diebe hereinkommen, damit er aufstehe, seinen Besitz sammle und sich die Lenden gürte, bevor sie eingedrungen sind.

(104) Sie sagten zu ihm: Komm, lass uns heute beten und fasten. Jesus sprach: Welches ist denn die Sünde, die ich begangen habe, oder worin ist man mir überlegen? Aber wenn der Bräutigam aus der Brautkammer herauskommt, dann soll man fasten und man soll beten.

(105) Jesus sprach: Den, der den Vater und die Mutter kennt, wird man Hurensohn nennen.

(106) Jesus sprach: Wenn ihr aus zwei eins macht, werdet ihr die Kinder des Menschen werden; und wenn ihr sagt: ‚Berg, versetze dich‘, wird er sich versetzen.

(107) Jesus sprach: Die Herrschaft ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das größte, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte dieses eine, bis er es gefunden hatte. Nachdem er sich so viel Mühe gemacht hatte, sprach er zu dem Schaf: ich liebe dich mehr als die neunundneunzig.

(108) Jesus sprach: Wer aus meinem Mund trinkt, wird werden wie ich, und ich selbst werde zu ihm, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.

(109) Jesus sprach: Die Herrschaft gleicht einem Mann, der in seinem Acker einen versteckten Schatz hatte, und er war sich dessen nicht bewusst. Und nachdem er gestorben war, hinterließ er ihn seinem Sohn. Der Sohn wusste nichts; er nahm dieses Feld und verkaufte es. Und der, der es gekauft hatte, fing an zu pflügen und fand den Schatz. Er begann, wem er wollte, Geld gegen Zinsen zu verleihen.

(110) Jesus sprach: Wer die Welt gefunden hat indem er reich geworden ist, soll der Welt entsagen.

(111) Jesus sprach: Die Himmel werden sich umwenden und die Erde in eurer Gegenwart, und der, der aus dem Lebendigen lebt, wird den Tod nicht sehen.

Sagt Jesus nicht: Wer sich selbst gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig?

(112) Jesus sprach: Wehe dem Fleisch, das an der Seele hängt; wehe der Seele, die am Fleisch hängt.

(113) Seine Schüler sagten zu ihm: Die Herrschaft, an welchem Tage wird sie kommen? Jesus sprach: Sie wird nicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist sie, oder: Seht, dort ist sie. Sondern die Herrschaft des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen sie nicht.

(114) Simon Petrus sprach zu ihnen: Mariham soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig. Jesus sprach: Seht, ich werde sie führen, um sie männlich zu machen, damit auch sie ein lebendiger Geist wird, der euch Männern gleicht. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.

Antwort
88 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Vieles von der Spruchsammlung im Thomasevangelium verstehe ich nicht, aber es berührt mich stark, und vielleicht ist das Thomasevangelium ja auch für den einen oder anderen, der hier mitliest, eine Bereicherung.

Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde: Inwiefern ist es für dich von Bedeutung, dass diese Worte tatsächlich von Jesus stammen, das Thomasefvangelium also als historisch zu betrachten ist?

Würde die darin enthaltende Weisheit an Wert verlieren, wenn sich sich herausstellt dass Jesus sie so nie gesagt hat?

lucan-7 antworten
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Anonymous
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Was mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren würde: Inwiefern ist es für dich von Bedeutung, dass diese Worte tatsächlich von Jesus stammen, das Thomasefvangelium also als historisch zu betrachten ist?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Würde die darin enthaltende Weisheit an Wert verlieren, wenn sich sich herausstellt dass Jesus sie so nie gesagt hat?

Das sind spannende Fragen! Letztendlich weiß ich ja garnicht, in welchem Umfang sich die Inhalte des Thomasevangeliums mit Jesu ursprünglicher Lehre decken, bzw. ob das Thomasevangelium Sonderlehren enthält, die von Jesu Lehre abweichen.

Aber wenn ich im Thomasevangelium etwas lese, dass sich bspw. auch bei Markus und Lukas findet, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit Jesu ursprünglicher Lehre zuzuordnen. Wenn ich aber die Verse des Thomasevangeliums nehme, die sich nicht in der Bibel finden lassen, dann sage ich, dass ich da einfach nicht sicher sein kann, ob Jesus das so gelehrt hat. Allerdings kann ich immernoch prüfen, ob ich in solchen Versen einen Widerspruch zu biblischen Botschaften über Jesus finde. Aber einen Widerspruch habe ich bislang nicht entdeckt.

Ok, ich bin jetzt etwas abgeschweift. Wenn sich herausstellen würde, dass da Sachen drin stehen, die Jesus nie vertreten hat, dann heißt das für mich nicht, dass es wesentlich an Bedeutung verliert, denn ich habe ja festgestellt, dass ich damit etwas anfangen kann, dass es mir gefällt. Ich würde lediglich einsehen, Jesus hat es so nie gesagt. Aber wenn er es im Nachhinein lesen würde, was man ihm da in den Mund gelegt hat, könnte er ja sagen: Ok, ich habe das zwar nicht gesagt, aber es ist dennoch gut! Somit würde er es vielleicht trotzdem vertreten können. Aber das ist natürlich sehr spekulativ.

Die Hauptsache ist für mich: Ich ziehe da für mich sehr wichtige Lehren heraus (u.a. der Name Jakobus, den Jesus als den Gerechten bezeichnet: Von ihm ist vielleicht genau der Jakobusbrief in der Bibel, dem ich eine besonders hohe Relevanz gebe, was die Wiedergabe von Jesu Lehre betrifft, oder dass Gott sowohl unser Ursprung, als auch unser Ziel ist, usw.), und ich stelle fest, dass sie den Kernbotschaften der Bibel über Jesus nicht widersprechen, sondern diese an vielen Stellen verdeutlichen und unterstreichen.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Das sind spannende Fragen! Letztendlich weiß ich ja garnicht, in welchem Umfang sich die Inhalte des Thomasevangeliums mit Jesu ursprünglicher Lehre decken, bzw. ob das Thomasevangelium Sonderlehren enthält, die von Jesu Lehre abweichen.

Ich habe mir vor langer Zeit ähnliche Fragen über die regulären Evangelien gestellt... und mich gefragt worauf es mir eigentlich ankommt: Auf die Botschaft oder auf den Botschafter? Und da ist mir irgendwann klar geworden, dass für mich allein der Inhalt zählt - nicht wer es irgendwann mal gesagt hat. Könnte ja schließlich sein, dass Jesus mal einen schlechten Tag hatte und nur Unsinn erzählte... ein anderer Autor hat aber hundert Jahre später sehr kluge Gedanken, die er Jesus in den Mund legt, obwohl er sie so nie gesagt hat.

Für mich bleibt der Unsinn dann trotzdem Unsinn... und die klugen Gedanken sind auch weiterhin klug.

Damit entfällt natürlich der Verweis auf die göttliche Autorität und man macht sich letztlich selbst zu seinem eigenen Lehrer. Weshalb ich auch kein Christ bin, aber für mich war das der einzig gangbare Weg.

lucan-7 antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Damit entfällt natürlich der Verweis auf die göttliche Autorität und man macht sich letztlich selbst zu seinem eigenen Lehrer. Weshalb ich auch kein Christ bin, aber für mich war das der einzig gangbare Weg.

Ich finde diesen Standpunkt garnicht falsch, im Gegenteil, und auch nicht unchristlich. Ich verstehe schon, dass du kein Christ bist, und keine sein willst, aber auch Christen können deine Haltung übernehmen:

Veröffentlicht von: @lucan-7

Könnte ja schließlich sein, dass Jesus mal einen schlechten Tag hatte und nur Unsinn erzählte... ein anderer Autor hat aber hundert Jahre später sehr kluge Gedanken, die er Jesus in den Mund legt, obwohl er sie so nie gesagt hat.

Jesus hat gelehrt: Prüft alles, und nur das Gute behaltet. Und er wollte auch, dass seine Schüler das prüfen, was er ihnen beibringt. An dieser Stelle fällt mir auch ein: Er hat sich auch selbst belehren lassen und dazugelernt. Er lehrte ja zunächst, man solle das Heilige nicht den "Hunden" (bzw. Heiden) geben. Dann ist er aber auch Heiden begegnet, die ihn um Hilfe gebeten haben, und er hat ihnen, nachdem er anfangs immer ablehnend reagierte, schließlich geholfen, nachdem z.B. eine Frau ihm sagte: Auch die Hunde bekommen von den Brotresten ihrer Herren. Die Frau hat ihm also widersprochen und ihn letztendlich davon überzeugt, dass eben nicht nur die Juden Gottes Kinder sind. Auch die anderen bekommen vom Brot (des Himmels) Und nach seiner Auferstehung (sofern man daran glaubt), trägt er seinen Aposteln auf, zu den Heiden zu gehen und ihnen vom Reich Gottes zu erzählen.

Ok, dass Jesus da dazugelernt hat ist eine Interpretation, die die meisten hier im Forum sicher nicht teilen, aber ein Priester hat das so gepredigt, und ich habe lange drüber nachgedacht und bin schließlich zu der Überzeugung gekommen, dass Jesus eben auch "Mensch" war, mit menschlichen Unvollkommenheiten, ganz einfach durch den eigenen Erfahrungshorizont begrenzt. Da würden mir viele widerprechen, aber so glaube ich eben.

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Jesus hat gelehrt: Prüft alles, und nur das Gute behaltet. Und er wollte auch, dass seine Schüler das prüfen, was er ihnen beibringt.

Das war Paulus... und Jesus hatte ja sehr mit der Unverständigkeit seiner Schüler zu kämpfen, ich glaube nicht, dass er dann noch erwartete, dass sie seine Worte prüfen würden...

Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Er hat sich auch selbst belehren lassen und dazugelernt. Er lehrte ja zunächst, man solle das Heilige nicht den "Hunden" (bzw. Heiden) geben. Dann ist er aber auch Heiden begegnet, die ihn um Hilfe gebeten haben, und er hat ihnen, nachdem er anfangs immer ablehnend reagierte, schließlich geholfen, nachdem z.B. eine Frau ihm sagte: Auch die Hunde bekommen von den Brotresten ihrer Herren.

Da werden dir sicher viele Leute hier widersprechen, aber das weisst du ja. Aus christlicher Sicht könnte man vielleicht noch annehmen, dass Jesus seine Mission hier endgültig klar wurde... vermutlich hat es der Priester damals auch so gemeint.

Veröffentlicht von: @wildbillhickok

und ich habe lange drüber nachgedacht und bin schließlich zu der Überzeugung gekommen, dass Jesus eben auch "Mensch" war, mit menschlichen Unvollkommenheiten, ganz einfach durch den eigenen Erfahrungshorizont begrenzt. Da würden mir viele widerprechen, aber so glaube ich eben.

Halte ich auch für sinnvoll... aber das macht die Bibel natürlich angreifbar, weil dann sogar Teile der Lehre Jesu selbst ein Irrtum sein könnten.

Dann hat man den berüchtigten "Bibelbastelbogen", wo man sich nur das aus der Bibel pflückt, was einem gerade gefällt. Für mich der einzig vernünftige Umgang damit... aber genau deshalb bin ich ja auch kein Christ 😉

lucan-7 antworten
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Das war Paulus... und Jesus hatte ja sehr mit der Unverständigkeit seiner Schüler zu kämpfen, ich glaube nicht, dass er dann noch erwartete, dass sie seine Worte prüfen würden...

Ah, ok, dann habe ich das verwechselt. Allerdings: Jesus hat zwar daran appeliert, dass seine Jünger ihm glauben, doch sagte er: Glaubt aufgrund meiner Werke - das beinhaltet nach meinem Verständnis eine Prüfung (der Werke). Seine Werke, die zum Guten führten (Krankenheilungen, etc.). Jesus sagte auch: An den Früchten werdet ihr sie erkennen. Er hat an seine Jünger appeliert: Wenn eine Lehre schlechtes hervorbringt, dann verwerft sie, als er die Vergleiche mit dem Feigenbaum brachte.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aus christlicher Sicht könnte man vielleicht noch annehmen, dass Jesus seine Mission hier endgültig klar wurde... vermutlich hat es der Priester damals auch so gemeint.

Ja, ich glaube, ihm wurde mit der Zeit klar, dass Gottes Botschaft nicht nur den Juden, sondern auch den anderen Menschen gilt.

Veröffentlicht von: @lucan-7

aber das macht die Bibel natürlich angreifbar, weil dann sogar Teile der Lehre Jesu selbst ein Irrtum sein könnten.

Klar, ich halte die Bibel ja für angreifbar, da sie ja unzählige Widersprüchlichkeiten enthält.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Dann hat man den berüchtigten "Bibelbastelbogen", wo man sich nur das aus der Bibel pflückt, was einem gerade gefällt. Für mich der einzig vernünftige Umgang damit... aber genau deshalb bin ich ja auch kein Christ 😉

Das ist die Frage: Bastelt man wirklich nach dem Kriterium: Ich suche mir heraus, was mir gefällt, oder versucht man da neutraler und sachlicher heranzugehen (was sicherlich nicht zu 100 Prozent möglich ist!).
Aber was viele bei dieser angeführten Kritik nicht beachten: Auch, wenn wir Christen sagen, dass die gesamte Bibel Gottes Wort ist, haben wir uns das so zurechtgebastelt, denn es steht ja die Entscheidung dahinter, dass wir wirklich alles in der Bibel für Gottes Wort halten wollen. Und das halte ich für weitaus willkürlicher, als kritisch daran zu gehen und zu überlegen: Kann das denn sein?

Nachdenkliche Grüße,

Bill

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Das ist die Frage: Bastelt man wirklich nach dem Kriterium: Ich suche mir heraus, was mir gefällt, oder versucht man da neutraler und sachlicher heranzugehen

Ich wüsste jetzt nicht genau, was genau hier "neutral und sachlich" sein könnte... das ist es wohl nie.
Viel entscheidender finde ich die Frage: Suche ich mir immer das heraus, was gerade am bequemsten ist... oder das, was mich wirklich weiter bringt?

Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Auch, wenn wir Christen sagen, dass die gesamte Bibel Gottes Wort ist, haben wir uns das so zurechtgebastelt, denn es steht ja die Entscheidung dahinter, dass wir wirklich alles in der Bibel für Gottes Wort halten wollen. Und das halte ich für weitaus willkürlicher, als kritisch daran zu gehen und zu überlegen: Kann das denn sein?

In der Tat. Letztlich kann man es drehen und wenden wie man will: Am Ende steht immer unser eigener Wille, wie wir etwas einordnen...

lucan-7 antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich wüsste jetzt nicht genau, was genau hier "neutral und sachlich" sein könnte... das ist es wohl nie.

Dennoch versuche ich, reine Willkür zu vermeiden und achte darauf, dass ich es gut vor mir selbst begründen kann, warum ich gerade dies glaube, und nicht etwas anderes. Aber wie du schon sagtest: Völlige Neutralität ggü. persönlichen Wünschen, oder persönliche Voreingenommenheit ist nicht möglich.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Viel entscheidender finde ich die Frage: Suche ich mir immer das heraus, was gerade am bequemsten ist... oder das, was mich wirklich weiter bringt?

Wenn ich in der Bibel lese, dann suche ich natürlich nach den Inhalten, von denen ich meine, dass sie mich weiterbringen. Das sind dann aber wiederum mit größerer Wahrscheinlichkeit die bequemeren Dinge, denn ich wüsste nicht, weshalb mich etwas, das ich als unbequem empfinde, weiterbringen könnte 😊

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Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Wenn ich in der Bibel lese, dann suche ich natürlich nach den Inhalten, von denen ich meine, dass sie mich weiterbringen. Das sind dann aber wiederum mit größerer Wahrscheinlichkeit die bequemeren Dinge, denn ich wüsste nicht, weshalb mich etwas, das ich als unbequem empfinde, weiterbringen könnte

Oh, es gibt sicherlich etliche unbequeme Wahrheiten... sowohl was unsere eigene Unzulänglichkeit betrifft als auch die Schwierigkeit, wirklich ernsthaft vergeben zu können. Da macht man sich schnell etwas vor, denn Vergebung ist etwas, das nicht so nebenbei läuft...

lucan-7 antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
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Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wenn ich in der Bibel lese, dann suche ich natürlich nach den Inhalten, von denen ich meine, dass sie mich weiterbringen. Das sind dann aber wiederum mit größerer Wahrscheinlichkeit die bequemeren Dinge, denn ich wüsste nicht, weshalb mich etwas, das ich als unbequem empfinde, weiterbringen könnte

Oh, es gibt sicherlich etliche unbequeme Wahrheiten... sowohl was unsere eigene Unzulänglichkeit betrifft als auch die Schwierigkeit, wirklich ernsthaft vergeben zu können. Da macht man sich schnell etwas vor, denn Vergebung ist etwas, das nicht so nebenbei läuft...

einige stellen in bibel sind recht gut, wie bergpredigt und wie jesus da aufzeigt wie viele ihre balken probleme bei anderen wie splitter ziehen wollen.
im grunde haut jeder auf jeden nur nicht auf sich selber ^^
alle stellen in bibel sind von menschen, einige sind auf den punkt gebracht andere nicht, so wie auch hier einige etwas auf den punkt bringen das weiter bringt als zu stoppen, dazu muss man kein gott sein um zu wissen was hier schadet und was nicht ^^
wenn ich oft predigen im tv sehe und da gesagt wird was eigentlich schon lange regel sein sollte, und alle ganz überrascht sind ja da hat der oder die prediger/in recht, fällt mir oft gar nichts mehr ein ^^
brauchen einige menschen echt noch einem der sagen muss wie man leben sollte? wer die bergpredigt nicht versteht, versteht auch andere dinge nicht.
behandel andere wie du behandelt werden möchtest, und dazu zählt nicht hau auf sie ein, ermorde sie, beraube sie usw,
und tut man das bei dem selber ihn auszurauben, beklauen, eine rein hauen...... wird rumgeheult,
und bis das nicht gepeilt wird was diese ICH menschen so mit anderen tun,
wird sich hier auch null ändern ^^
da können noch so viele götter kommen, das ist ein reines menschen problem ^^

reineswasser antworten


DustinPedroia
Beiträge : 227

Das gnostische Thomasevangelium

Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Vielleicht habt ihr schonmal etwas von den apokryphen Evangelien über Jesus gehört, die nicht in der Bibel stehen. Ich möchte hier in diesem Post die Inhalte des Thomasevangeliums zur Verfügung stellen, weil ich finde, dass die darin enthaltenen Jesusworte zum Einen die Botschaft der Evangelien in der Bibel unterstreichen und zu einem großen Teil in ähnlichen Worten wiederholen, und zum Anderen ergänzen sie die Evangelien noch.

Ja, haben wir! Seit 2001 ist dieses gnostische "Evangelium" immer wieder mal Thema bei Jesus.de, aber als "echtes" Evangelium sehen es nach wie vor Anhänger der gnostischen Lehre, Esoteriker, ... ansonsten hat es keinerlei Bedeutung.

dustinpedroia antworten
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Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

So sehe ich es auch. Es ist sehr unterhaltsam, vergnüglich zu lesen … aber es hat keine Bedeutung. Ebenso das Kindheitsevangelium und die Märchen der Gebrüder Grimm.

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @banji

Es ist sehr unterhaltsam, vergnüglich zu lesen

imo zu schwurbelig, keinerlei innerer Zusammenhang

Da weis Ja Jon Snow mehr, wie dieses "Evangelium" 😉

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

o.t.

Veröffentlicht von: @banji

Ebenso das Kindheitsevangelium und die Märchen der Gebrüder Grimm.

Was ist denn [del]Märchen der Gebrüder Grimm[/del] ein Kindheitsevangelium?
🤨

neubaugoere antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Das Kindheitsevangelium des Thomas, ca. 160 n. Chr. , wo die hübschen Sachen mit den tönernen Spatzen und den Kinder fressenden Bären drin vorkommt. 😊

banji antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

https://de.wikipedia.org/wiki/Kindheitsevangelium_nach_Thomas

Mohamed scheint ja das KThom gekannt zu haben

Im Koran wird in Sure 5 auf die Geschichte im Kindheitsevangelium Bezug genommen, der zufolge Jesus Spatzen aus Lehm formte und sie zum Leben erweckte. Die Aussagen sind Bestandteil des Glaubens an Jesus im Islam:

Das andere Thomas"evangelium" vielleicht auch. Oder ist es Zufall das das eine 114 Logien hat und der Koran 114 Suren?
Das lässt zumindest Raum für spekulative Zahlenmystiker 😉

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Was ist denn Märchen der Gebrüder Grimm ein Kindheitsevangelium?

Das gibt es ja nicht nur in den apokryphen Evangelien - Geschichten aus der Kindheit Jesu erzählt ja auch Lukas.

suzanne62 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799
Veröffentlicht von: @suzanne62
Veröffentlicht von: @suzanne62

Was ist denn [del]Märchen der Gebrüder Grimm[/del] ein Kindheitsevangelium?

Das gibt es ja nicht nur in den apokryphen Evangelien - Geschichten aus der Kindheit Jesu erzählt ja auch Lukas.

Das sollte ein Scherz sein ... ähnlich:
"Für den Vorgang der Korrosion an Metallen ist das Vorhandensein eines Elektrolyts eine Conditio sine qua non." - Frage: Was ist "Metall"? 😉
Ich denke, Banji hat ihn verstanden (ich trau's ihm jedenfalls zu).

neubaugoere antworten
Deborah71
Beiträge : 15900

Das Thomasevangelium ist zurecht nicht in den biblischen Kanon aufgenommen.

aus dem Fazit einer Beurteilung von Karl-Heinz Vanhaiden:

Die falsche Lehre des Thomasevangeliums

Die Not des Menschen ist, dass er seinen Ursprung nicht kennt und blind ist für seine wahre Herkunft.
Gerettet wird der Mensch auf dem Weg der Erkenntnis.
Jesus ist der Offenbarer der geheimen Erkenntnis, die zur Rettung notwendig ist.
Das Geheimnis kann dem Mensch offenbart werden, weil er göttlichen Ursprungs ist.
Jesus offenbart vor allem, dass das Reich Gottes schon da ist, was die Menschen nicht selbst erkennen können.
Frauen können nicht errettet werden, es sei denn, dass Jesus vorher Männer aus ihnen macht.
Jeder kann noch individuell in weitere tiefere Erkenntnisse geführt werden, die über die Worte von Jesus hinausgehen.

Quelle: https://bibelbund.de/2017/04/das-thomasevangelium-warum-diese-schrift-nicht-im-neuen-testament-enthalten-ist/#rf1-6115

deborah71 antworten
5 Antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799
Veröffentlicht von: @deborah71

Frauen können nicht errettet werden, es sei denn, dass Jesus vorher Männer aus ihnen macht.

😨 😨

wenn es nicht so ernst wäre, würde ich lachen ...

neubaugoere antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Lachen entspannt jede Diskussion. Nur Mut ..

banji antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

*zier*
ich kann doch die Leute nicht auslachen, die das glauben ...
*KopfhinundherdrehtzurVerneinung*

neubaugoere antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

auslachen nicht, anlachen ist die Devise

banji antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

aaaaahhhh ... *wiederwasgelernt*

neubaugoere antworten


didimus
Beiträge : 571
Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Was ich besonders interessant finde, ist Vers 22: Wird darin deutlich, dass Jesus an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen appeliert?

Ich weiß nicht - denn 114 würde eigentlich eher das Gegenteil sagen. Also nur wenn eine Frau "männlich gemacht" wurde, kann sie in's Himmelreich kommen.

Abgesehen daovn, dass Gleichberechtigung nicht Gleich-Sein bedingt.

didimus antworten
7 Antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @didimus

Also nur wenn eine Frau "männlich gemacht" wurde, kann sie in's Himmelreich kommen.

ich frage mich grade gibt es eigentlich weibliche engel? laut bibel nicht
>>Es gibt keinen Zweifel, jede Referenz zu Engeln in der Heiligen Schrift ist maskulin.<>Des Weiteren, waren Engel, als sie erschienen sind, immer wie menschliche Männer gekleidet (1.Moses 18,2; 16; Hesekiel 9,2). Kein Engel schien jemals angezogen wie eine Frau. <>Die Engel, die in der Bibel mit Namen erwähnt sind – Michael, Gabriel, Lucifer – hatten männliche Namen. „Michael und seine Engel“ (Offenbarung 12,7); „Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst“ (Jesaja 14,12). Weitere Referenzen über Engel sind ebenfalls immer in maskuliner Form. In Richter 6,21: „Da streckte der Engel des Herrn den Stab aus, den er in der Hand hatte.“ Sacharja fragte den Engel und berichtet über den Engel, der mit ihm redete (Sacharja 1,13). Bei den Engeln in Offenbarung wird immer von „er“ und „seinen“ Dingen gesprochen (Offenbarung 10,1, 5; 14,19; 16,2, 4, 17; 19,17; 20,1).<<

klar wären weibliche engel schöner, zumindest für mich.
aber da oben scheint alles männlich zu sein?
und warum sollte man dann nicht männlich zu gott kommen?
frauen würden einem ja wieder alles vermasseln, schliesslich war es eva die als erste vom baum gegessen hat 😛 also liebe frauen
haare ab, nix mehr mit schminken, ab zur mucki bude, und alles wird gut lach ^^

reineswasser antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 635

Hallo didimus

Veröffentlicht von: @didimus
Veröffentlicht von: @didimus

Was ich besonders interessant finde, ist Vers 22: Wird darin deutlich, dass Jesus an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen appeliert?

Veröffentlicht von: @didimus

Ich weiß nicht - denn 114 würde eigentlich eher das Gegenteil sagen. Also nur wenn eine Frau "männlich gemacht" wurde, kann sie in's Himmelreich kommen.

Ich sehe einen Zusammenhang zwischen 22 und 114. Wenn eine Frau Männern gleichberechtigt = männlich gemacht würde -zu jenen Zeiten wo nur Männer den Frauen einen Scheidebrief ausstellen konnten nur Ehebrecherinnen getötet werden mussten und nachher bei Paulus Frauen nicht lehren durften, sich dem Mann unterwefen mussten, hatten sie die Möglichkeit in den Schriften den Weg zur Errettung (im vollkommenen Leben nach dem Willen Gottes) zu erkennen und ihn gehen zu können.

(Vorher mussten sie ja blindlings glauben, was Männer ihnen glaubhaft machten und sie sich unterordnen mussten, was viele männliche Gläubige noch heute gerne so hätten 😉 )

lg lulute
Warum es die RKK-Päpste vorzogen, das Thomasevangelium NICHT in den Kanon aufzunehmen könnte das nicht eventuell damit begründet sein, dass sie das Patriarchat beibehalten wollten, Jesus indes zuvor schon nicht mehr?

luxlucetintenebris antworten
didimus
(@didimus)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 571
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Wenn eine Frau Männern gleichberechtigt = männlich gemacht würde

Dass "männlich gemacht" wirklich "gleichberechtigt" bedeutet, ist Deine Interpretation. Würde der Jesus des Thomasevangeliums wirklich von einer Gleichberechtigung ausgehen, würde er sagen, dass Maria schon gleichberechtigt ist, er sagt aber, dass sie männlich gemacht werden muss.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Vorher mussten sie ja blindlings glauben, was Männer ihnen glaubhaft machten und sie sich unterordnen mussten, was viele männliche Gläubige noch heute gerne so hätten 😉

Also ich kenne keinen Mann, der das will. Aber ich kenne durchaus Frauen, die so wüste Irrlehren vertreten, dass es besser wäre, sie würden sich irgendjemanden unterordnen.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Warum es die RKK-Päpste vorzogen, das Thomasevangelium NICHT in den Kanon aufzunehmen könnte das nicht eventuell damit begründet sein, dass sie das Patriarchat beibehalten wollten, Jesus indes zuvor schon nicht mehr?

Lulute, beschäftigte Dich bitte endlich einmal mit Kanonsgeschichte.
Ich habe es Dir schon so oft erklärt, wie das alles entstanden ist und sich entwickelt hat.

In diesem Fall ist es aber so, dass viele annehmen, dass das Thomas-Evangelium aus ungefähr 200 n. Chr ist und damit fast 150 Jahre jünger als unsere anderen Evangelien.

Außerdem merkt man ja die gnostische Herkunft recht deutlich. (Je unklarer und seltsamer die Verse sind und je mehr man reininterpretieren kann, um so gnostischer ...)

Gruß,
Didimus.

didimus antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 635

Hallo didimus

Veröffentlicht von: @didimus

Dass "männlich gemacht" wirklich "gleichberechtigt" bedeutet, ist Deine Interpretation. Würde der Jesus des Thomasevangeliums wirklich von einer Gleichberechtigung ausgehen, würde er sagen, dass Maria schon gleichberechtigt ist, er sagt aber, dass sie männlich gemacht werden muss.

Du zielst doch hoffentlich nicht darauf aus, dass er damit gemeint haben könnte, man müsse Maria männliche Hormone verabreichen 😉

Frauen waren damals zu unterwürfig "gemacht worden", von Geburt auf....somit musste sie lernen so zu werden, wie man Männlichkeit definierte.

lg lulute

Ich ordne mich Jesus unter, ansonsten sehe ich mich gleichberechtigt auch in Glaubensfragen, da die Bibel mir oft recht gibt, wenn es um wachsende bis selbstverständlich gelebte Sündlosigkeit geht.

Veröffentlicht von: @didimus

Lulute, beschäftigte Dich bitte endlich einmal mit Kanonsgeschichte. Ich habe es Dir schon so oft erklärt, wie das alles entstanden ist und sich entwickelt hat.

Das habe ich längst nachgelesen. Jedenfalls waren weder bei der Kanonisierung noch bei konzilischen Absegnungen von christusfernen Glaubensdogmen einfache treue Anhänger Jesu Christi zugelassen.

Veröffentlicht von: @didimus

In diesem Fall ist es aber so, dass viele annehmen, dass das Thomas-Evangelium aus ungefähr 200 n. Chr ist und damit fast 150 Jahre jünger als unsere anderen Evangelien.

Es gibt ja noch mehr Evangelien, welche verboten wurden oder auch weitere christuskonforme Schriften, die auf päpstliche Forderung hin vernichtet werden mussten, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommen konnte.

luxlucetintenebris antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Frauen waren damals zu unterwürfig "gemacht worden", von Geburt auf....somit musste sie lernen so zu werden, wie man Männlichkeit definierte.

Genau so verstehe ich das auch, du hast es treffend ausgedrückt. Und er hat ja nicht nur gesagt, man solle das weibliche männlich machen, sondern auch das männliche weiblich! Wie kann er also sagen, man solle das männliche weiblich machen, wenn er das weibliche verachtet?

Anonymous antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 635

Hallo Bill

Veröffentlicht von: @wildbillhickok

Genau so verstehe ich das auch, du hast es treffend ausgedrückt. Und er hat ja nicht nur gesagt, man solle das weibliche männlich machen, sondern auch das männliche weiblich! Wie kann er also sagen, man solle das männliche weiblich machen, wenn er das weibliche verachtet?

Dazu passend habe ich gerade das Buch von Franz Alt gekauft: Jesus der erste neue Mann. Dazu schreibt er meiner Sicht vollkommen übereinstimmend mit Jesus Verhalten während seiner 3 Wahrheitsverkündigungsjahre und Wegweisungen zu inniger Gottverbundenheit durch gelebte Liebe.
Franz Alt schreibt:

Ich nenne Jesus den ersten neuen Mann, weil er bespielhaft das Weibliche in sich nicht verdrängt und unterdrückt, sondern entwickelt und integriert hat. Als Mann des rationalen Gefühls ist Jesus das leuchtende Beispiel für emanzipierte Frauen erwachsene Männer und suchende Jugendliche. Deshalb waren Frauen vor 2000 Jahren "verrrückt" nach ihm. Jesus ist der Traum von einem Mann.

Auch noch nach 2000 Jahren 😀

lg lulute

luxlucetintenebris antworten
didimus
(@didimus)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 571

Hallo Lulute,

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Du zielst doch hoffentlich nicht darauf aus, dass er damit gemeint haben könnte, man müsse Maria männliche Hormone verabreichen 😉

Ich will damit nur sagen, dass Du einen gnostischen Text aus dem 2. Jahrhundert nicht durch die Brille des 21. Jahrhunderts sehen darfst.

Der Gnostiker meinte vielleicht tatsächlich, dass Jesus aus einer Frau einen Mann machen kann, wie auch immer. Recht offensichtlich sagt der Jesus des Textes nicht, dass Maria Maria bleiben kann - und nur das wäre Gleichberechtigung.

Viele Irrlehrer mögen deswegen aber die gnostischen Texte so gerne, weil die so "mystisch", in Wahrheit unzusammenhängend und wirr, geschrieben sind, dass man da alles mögliche hineinlesen kann.

Gerade bei zwischenmenschlichen Anweisungen war aber der echte Jesus der Evangelien meist recht klar.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

ansonsten sehe ich mich gleichberechtigt auch in Glaubensfragen, da die Bibel mir oft recht gibt, wenn es um wachsende bis selbstverständlich gelebte Sündlosigkeit geht.

Nun, wenn man alles streicht, was einem nicht passt, bleibt natürlich die eigene Lehre übrig. Wie schon beinahe tausend Mal geschrieben: Das ist #keine# Leistung, sondern passiert automatisch. Für jeden.

Aber ich finde es interessant, dass Du von "wachsender" Sündlosigkeit sprichst. Es gibt keine wachsende Sündlosigkeit. Man kann nicht halb sündlos sein. Man ist auch nicht halb sündlos, wenn man nur manchmal nicht die Wahrheit sagt.

Wie ich auch schon oft schrieb: Man erfüllt die Gebote nicht dadurch, dass man sie für gut hält. Nein, man erfüllt sie, indem man sie hält.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Das habe ich längst nachgelesen. Jedenfalls waren weder bei der Kanonisierung noch bei konzilischen Absegnungen von christusfernen Glaubensdogmen einfache treue Anhänger Jesu Christi zugelassen.

Zuerst einmal hast Du genau NICHTS nachgelesen. Denn sonst wüsstest Du, dass der Kanon im Großen und Ganzen zu einer Zeit fertig war, als es noch keine rkk gab, zumindest nicht in dem Sinn, wie Du das meinst. Und dass er aus der Praxis der Gemeinden entstanden ist, also aus der Gemeinschaft der Christen.
Und dann hat man solche Leute wie Dich nicht zugelassen, weil Ihr Irrlehrer seid. Warum sollte man die mit einschließen? Da kann man gleich die Kanonzusammenstellung die Muslimen machen lassen oder den Text der Cloaca Maxima übergeben, denn besser behandelst Du das NT definitiv nicht.

Aber ich nehme ja an, dass Du das gerne hörst. Es gibt Leute, die glauben, dass sie Recht haben, #weil# ihnen widersprochen wird. Weswegen ja auch genug an eine flache Erde glauben und im Internet dafür missionieren.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Es gibt ja noch mehr Evangelien, welche verboten wurden

Verboten wurde recht wenig und wir haben sehr viele von den Texten. Aber der Punkt ist: Die sind #alle# viel jünger. Du wirst kein Evangelium finden (außer unseren 4 kanonischen Evangelien), das im ersten Jahrhundert entstanden ist.

An anderen Texten ist das maximal die Didache und der erste Klemensbrief.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

die auf päpstliche Forderung hin vernichtet werden mussten, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommen konnte.

Und das ist nur Fantasy. Ein nettes Dan Brown-Buch vielleicht, mehr nicht.

Gruß,
Didimus.

didimus antworten
Arcangel
Beiträge : 3348

Knapp daneben ist voll vorbei.
So jedenfalls lassen sich die meisten Sprüche deuten. Die meisten Sprüche haben eine gewisse Verwandtschaft mit Sprüchen aus den Evangelien, sind aber unvollständig, wie Vers 65 und dem Gleichnis der Weinbauern, und sind in ihrer Aussage viel vager.

Das ist die Handschrift eines Gnostikers der Raum lässt zu interpretieren und Geheimnisse nur andeutet damit die geheime Lehre immer etwas ausser Reichweite bleibt.

Jesu Aussagen in den Evangelien sind viel Bodenständiger und weniger mystisch.

arcangel antworten


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