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EKD - Judenmission - Taufe

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der_alte
Themenstarter
Beiträge : 1854

Hallo, auch wenn es mich nicht betrifft (bin der EKD nicht zugehörig):

Die EKD lehnt meines Wissens die Judenmission ab geht aber nicht die Taufe von Juden vor, d.h. wenn ein Pastor/Pastorin jemand aus dem Judentum tauft hat das keine Folgen für den/die Pastorin m.W. Warum? Erscheint mir inkonsistent.

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188 Antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @arcangel

Wenn du die streng Orthodoxen fragst, dann ist Antwort klar.

Heißt also, daß nicht-streng orthodoxe andere Meinungen dazu vertreten können. 

Und damit lässt sich für einen Außenstehenden keine objektive Lösung definieren.

tatokala antworten
1 Antwort
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@tatokala man kann sich auch an dem orientieren wie der Staat Israel es hält. Messianische Juden verlieren bspw. das Rückkehrrecht. Und sie dürfen in Israel nicht heiraten.

der_alte antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @der_alte

Staat Israel

Also an der offiziellen Linie der Regierung. Ganz tolle Idee. Daß es auch Leute gibt, die dort wütend gegen die Regierung protestieren, ist völlig egal. Gewaltsames Vorgehen der Polizei wird bei jedem anderen Staat kritisch beäugt, aber bei Israel stört das kein bißchen.

Und die von dir geschilderte Vorgehensweise ist insofern inkonsistent, als daß sie suggeriert, daß man Judentum über den persönlichen Glauben definiert. Das wäre ja zumindest eine einheitliche Linie. In der Praxis gibt es allerdings eine Menge Atheisten, die das Jüdisch-sein für sich beanspruchen. Also ethnisch-völkisch.

tatokala antworten
1 Antwort
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@tatokala diese Regelungen gelten m.W. schon lange. Was soll das mit der Polizei zu tun haben?

Das Rückkehrgesetz bspw. ist von 1950:

https://www.refworld.org/legal/legislation/natlegbod/1950/en/34127

"a)The rights of a Jew under this Law and the rights of an oleh under the Nationality Law, 5712--1952), as well as the rights of an oleh under any other enactment, are also vested in a child and a grandchild of a Jew, the spouse of a Jew, the spouse of a child of a Jew and the spouse of a grandchild of a Jew, except for a person who has been a Jew and has voluntarily changed his religion."

Google Translate:

"a) Die Rechte eines Juden nach diesem Gesetz und die Rechte eines Oleh nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz 5712-1952 sowie die Rechte eines Oleh nach jeder anderen Rechtsvorschrift stehen auch einem Kind und einem Enkelkind eines Juden, dem Ehegatten eines Juden, dem Ehegatten eines Kindes eines Juden und dem Ehegatten eines Enkelkindes eines Juden zu, mit Ausnahme einer Person, die Jude war und freiwillig ihre Religion gewechselt hat."

Fett von mir.

Habe nicht mitbekommen dass diese Dinge momentan umstritten sind, das Familienrecht sorgt für Probleme, aber auch da habe ich nicht mitbekomme dass da was aktuelle eskaliert.

der_alte antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @der_alte

Was soll das mit der Polizei zu tun haben?

Ich bezog mich auf deinen Vorschlag, sich an der offiziellen Linie zu orientieren, im Allgemeinen.

Wie lange etwas gilt, ist kein Kriterium dafür, ob es ausreichend sinnstiftend ist.

Es geht dort ausdrücklich um Religionswechsel, also jemand, der nicht mehr jüdischen Glauben praktiziert, aber auch nicht zu einer anderen Religion wechselt, kann/wird sich trotzdem als Jude definieren. Im Grunde eine Grauzone.

tatokala antworten
4 Antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@tatokala die offizielle Linie ist dort Gesetz, seit Jahrzehnten, da gab es die verschiedensten Regierungen.Ob es Sinn stiftet ist das Problem der Wählenden in Israel, da es solange schon besteht ist da kein ernsthafter Wille das anders zu sehen. Und ist eine interne Sache des jüdischen Staates. Andere Quelle (siehe mein anderes Posting) sehen den Wechsel zum Christentum ebenso dass dann kein jüdischsein mehr besteht.

Und es ging im Thread ja darum ob eine Person die wechselt noch als Jude gesehen wird. Wenn ein Jude agnostisch ist oder atheistisch dann hat das keinen Einfluss. Ist er messianisch dann hat das Auswirkungen. 

der_alte antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @der_alte

Und es ging im Thread ja darum ob eine Person die wechselt noch als Jude gesehen wird. Wenn ein Jude agnostisch ist oder atheistisch dann hat das keinen Einfluss. Ist er messianisch dann hat das Auswirkungen. 

Also im Prinzip das Gleiche wie bei 'Namenschristen' - demnach 'Namensjuden'.

chai antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1854

@chai egal welche Religion wenn man nur angehört ohne zu praktizieren ist man halt ein Namens-XXXX, oder wenn man einem Schachverein angehört ohne Schach zu spielen, dann ist man ein Namens-Schachspieler/in...

der_alte antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@der_alte Ja, dann hat man aber auch nix zu sagen in dem Bereich, so ist das bei allen anderen Namens-XYZS-Geschichten. 

Mir ist schon klar, daß du das anders handhabst, aber für mich reicht es nicht, einfach nur zu sagen: "das ist halt so und so."

 

tatokala antworten


Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @der_alte

fast beendet

Ganz streng genommen stimmt das aber nicht so ganz. Jüdische Gemeinden waren schon vor dem 2. Weltkrieg auf der ganzen Welt verteilt. Nicht nur Nordamerika (was nun sicher hinreichend bekannt gewesen sein dürfte), sondern auch in Südamerika und Australien gab es welche.

Natürlich kann man nun fragen, ob das nun so wichtig ist oder nicht, denn daß das nichts besser macht, ist klar. Es ist aber wichtig, wenn man sich damit auseinandersetzt, was Völkermord ist. Es geht in allen bekannten Beispielen immer darum, ein bestimmtes geografisch klar definiertes Gebiet ethnisch zu säubern. 

 

tatokala antworten
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