Freiheit im Christentum
Dieses Thema kam kürzlich hier in einem anderen Thread auf, und wenn man über "Freiheit im Christentum" redet, dann muss man natürlich fragen, was "Freiheit" eigentlich überhaupt bedeutet. Und das kann sehr verschieden sein.
Für die meisten bedeutet "Freiheit" wohl so viel: "Ich kann tun, was ich will". Für den einen ist das Reisefreiheit, für den anderen die Freiheit der Rede. Viele meinen damit vor allem die eigene Freiheit... Faschisten wünschen sich allerdings die Freiheit, andere unterdrücken zu dürfen, wieder andere wünschen sich ein Land, das "frei" von Menschen ist, die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen, andere verstehen darunter Reichtum, etliche auch sexuelle Freiheiten... der Möglichkeiten sind da viele.
Ich möchte mich hier mal auf einen bestimmten Gegensatz konzentrieren, der wohl für das Christentum prängend ist. Denn das Christentum wird von vielen Menschen - häufig durchaus zu recht - als einengend und unfrei wahrgenommen. "Christentum" bedeutet für viele Menschen Beschränkungen und Verbote... dies ist schlecht, das ist "Sünde", alles ist verboten. Und etliche Threads hier im Forum in der Form: "Darf man als Christ dieses oder jenes tun...?" scheinen das auch zu bestätigen.
Häufig steht dabei eine generelle Lustfeindlichkeit des Christentums im Zentrum, wobei die Sexualität natürlich eine sehr große Rolle spielt. Kein Sex vor der Ehe, keine Selbstbefriedigung, kein Fremdgehen, keine lüsternen Blicke oder Fantasien... alles ist verboten und eingeschränkt. Manchmal sogar bis hin zu bestimmten Praktiken in der Ehe. Hinzu kommen auch andere Dinge wie Völlerei, Gier und anderes... manche mögen sagen: Alles was Spaß macht ist nicht erlaubt.
Folglich gibt es Tendenzen, die "Freiheit" als etwas betrachten, das dem christlichen Glauben entgegensteht. Warum soll man erwachsene Menschen nicht tun lassen, was sie wollen? Wenn sie sich sexuell austoben wollen... bitte sehr, ist doch nichts dabei, solange alle einverstanden sind! Sollen die Leute doch machen was sie wollen, wer will sich da von irgendwelchen Vorschriften irgendwas verbieten lassen...? Wer Spaß an Orgien hat, welcher Art auch immer... bitte sehr, Freiheit ist angesagt!
Interessanterweise hat Paulus den Begriff der "Freiheit" ganz anders aufgefasst, und das finde ich tatsächlich spannend. Denn Paulus betrachtete jene Leute, die sich ganz ihren Trieben hingaben, als "unfrei". Denn sie waren ja Sklaven des Fleisches, also ihrer Triebe, hatten ihr Leben nicht unter Kontrolle, gaben sich Dingen hin, die ihnen letztlich schadeten.
"Freiheit" bedeutete für Paulus, sich nicht von seinen Trieben beherrschen zu lassen, sondern die Kontrolle dem "Geist" zu übergeben - und nicht dem "Fleisch".
Paulus hat den Begriff der "Freiheit" also quasi ins Gegenteil verkehrt: "Freiheit" bedeutete nicht, seinen Trieben jederzeit folgen zu können - sondern genau das eben nicht zu tun... bzw. nicht tun zu müssen!
Allerdings besteht der Verdacht, dass Paulus hier möglicherweise zu weit ging. Denn er hat ja auch die Ehelosigkeit propagiert, und das mit der Bemerkung, dass jene, die es halt sonst nicht aushalten, durchaus heiraten mögen... es aber besser sei, es nicht zu tun.
Hier zeigt sich wohl auch die Lustfeindlichkeit, die man dem Christentum oft vorwirft, in dem es nicht nur darum geht, die fleischlichen Gelüste zu kontrollieren - sondern sie vollkommen zu unterdrücken oder sogar zu negieren.
Damit geht der Glaube aber meiner Ansicht nach zu weit, weil das letztlich eine Selbstverleugnung bedeutet. Den Ansatz, die eigenen Triebe zu kontrollieren kann ich noch mitgehen... alles zu leugnen und zu unterdrücken hat aber nichts mehr mit "Freiheit" zu tun, meiner Ansicht nach.
Wichtig finde ich jedenfalls, die unterschiedlichen Vorstellungen von "Freiheit" zu berücksichtigen... und die Frage zu bedenken, wie viel "Freiheit" (in deren Vorstellung) man anderen Menschen zugestehen kann.
Wie sehr ihr das?
Ist Christentum mit "Freiheit" vereinbar... oder ist es eher eine Einschränkung...?
Veröffentlicht von: @lucan-7Da war es doch sehr viel einfacher, den Leichnahm abzutransportieren, damit dann Ruhe ist... dachten sie zumindest.
Und warum haben die Römer den Leichnam nicht gezeigt als die Christen immer weiter missionierten?
Sie versteckten den Leichnam, um einen Kult zu verhindern und als dann ein Kult entstand, haben sie einfach zugeschaut anstatt den Leichnam zu zeigen und das „christliche Märchen“ zu beenden?
Das ist nicht plausibel.
Und warum haben die Römer den Leichnam nicht gezeigt als die Christen immer weiter missionierten?
Sie versteckten den Leichnam, um einen Kult zu verhindern und als dann ein Kult entstand, haben sie einfach zugeschaut anstatt den Leichnam zu zeigen und das „christliche Märchen“ zu beenden?
Es ist kaum anzunehmen, dass die Römer unmittelbar nach der Grablegung noch viel mitbekommen haben. Es dauerte ja auch eine Weile, bis sich der christliche Glaube bemerkbar machte. Und als das geschah präsentierte er sich ja auch nicht als Gefahr für die Römer, sondern zunächst einmal als rein innerjüdische Angelegenheit. Ob die Römer dann später noch irgendwas zum vorzeigen hatten ist dann auch fraglich, die kümmerten sich lieber um ihren eigenen Kram... und als die Christen den Römern dann tatsächlich lästig wurden geschah das dann ja auch ganz woanders.
Das ist nicht plausibel.
Plausibler als dass Tote wieder lebendig werden. Und das ist der ganze Punkt hier.
Veröffentlicht von: @lucan-7Es ist kaum anzunehmen, dass die Römer unmittelbar nach der Grablegung noch viel mitbekommen haben. ...
Du widerlegst Dinge, die Du nicht glauben kannst, weil sie für Dich nicht logisch sind, mit Annahmen, die Dir logischer erscheinen ...
Logisch, oder?
Äh, Zwischenfrage: Hat Jesus sich nach seiner Auferstehung nicht nochmal gezeigt? Wie soll das möglich gewesen sein, wenn er wirklich tot war?
Äh, Zwischenfrage: Hat Jesus sich nach seiner Auferstehung nicht nochmal gezeigt? Wie soll das möglich gewesen sein, wenn er wirklich tot war?
@kerygma Ich werfe auch mal meinen Hut in den Ring.
- Waren es nicht die Juden, die von Pontius Pilatus forderten Jesus zu kreuzigen? Viele Glaubensgemeinschaften sprechen von Juden doch heute noch als ›Christusmörder‹.
- Wenn die Römer kein Interesse an der ›Causa Jesus‹ hatten, weil er nich Rom störte sondern die einträglichen Geschäfte der (jüdischen) Priester, Opfergabenhändler und Geldwechsler, warum sollten Sie sich dann um den Leichnam bemühen und ihn als Beweisstück für die Entkräftung einer ›Legende‹ aufbewahren - die erst später in die Welt kam und Rom erst Jahrhunderte späte richtig durchrüttelte ?
- Viel deutlicher auf der Hand läge ein vermeintlicher Grund (den ich natürlich nicht zu meinem mache) der Anhänger Christi, die Jesus Leichnam aus dem Grab entfernen um eine ›Verschwörungstheorie‹ (hier: die Auferstehungsgeschichte) als ständigen Stachel im Fleisch der jüdischen Obrigkeit zu haben … bis zum Aufstand der Juden gegen Rom, der Zerstörung des 2. Tempels und der Vertreibung in die Diaspora.
Salvatorische Stellungnahme:
Damit mir nicht vorgeworfen werden kann ich würde an der Auferstehung des Herrn zweifeln … Nein, das tue ich ausdrücklich nicht.
Veröffentlicht von: @lucan-7Du meinst, wir sollten das nicht ernst nehmen, was die Frauen uns erzählen, weil es ja womöglich eh nicht stimmt...?
Zur Kenntnis und als ernstgemeint annehmen, aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Aussage vielleicht nicht der Wahrheit entspricht.Das ›nicht ernst gemeint‹ trifft es nicht.
Ein Schüler wird vor seinem Lehrer von einem Mitschüler gefragt, ob er die Hausaufgabe tatsächlich selbst geschrieben und nicht von ChatGPT hat verfassen lassen. Wie lautet die Antwort und wird sie ehrlich sein? Welche Vermutung hat der Lehrer?
Ich tippe darauf: »Wenn er’s nicht selbst geschrieben haben, wird er’s nicht zugeben. Ich würde ihn dann ja die Hausaufgabe nochmals anfertigen lassen, unter Aufsicht.«
Veröffentlicht von: @lucan-7Plausibler als dass Tote wieder lebendig werden. Und das ist der ganze Punkt hier.
Deine Argumentation ist in sich widersprüchlich und zirkulär, ignoriert die historische Faktenlage und liefert keine konsistenten Schlussfolgerungen. Gleichzeitig möchtest Du Christen belehren, dass der christliche Glaube widersprüchlich ist. Widerspruchsfreiheit ist allerdings Voraussetzung für wahre Aussagen. Die hast Du nicht geliefert.
Dass Tote üblicherweise tot sind, ist übrigens keine große Erkenntnis. Für diese Erkenntnis braucht es nicht einmal einen Atheismus, der solche naturwissenschaftlichen Tatsachen verteidigen will. Den Jüngern war das damals auch klar. Ich erinnere hier nur einmal an den ungläubigen Thomas.
Trotzdem bestanden die Jünger darauf, dass ihnen Jesus Christus wieder erschienen ist und dass es später weitere Zeugen gibt, in großer Zahl, die befragt werden können. Trotz dieser naturwissenschaftlichen Tatsachen, dass Tote üblicherweise tot sind. Für die gläubigen Juden, die damals seine Jünger waren, stand übrigens noch viel mehr auf dem Spiel:
12 Aber nun frage ich euch: Wenn wir predigen, dass Christus von den Toten auferstanden ist, wie können einige von euch da behaupten, es gäbe keine Auferstehung der Toten? 13 Wenn es nämlich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, dann war unser Predigen wertlos, und auch euer Vertrauen auf Gott ist vergeblich. 15 Ja, in diesem Fall hätten wir Apostel sogar Lügen über Gott verbreitet, denn wir haben ja versichert, dass Gott Christus auferweckt hat, und das kann nicht wahr sein, wenn es keine Auferstehung von den Toten gibt. 16 Denn wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden." (1Kor 15,12-22)
Die Schreiber des Neuen Testaments bestanden darauf, dass Frauen die ersten Zeugen waren. Nur dass in der damaligen jüdischen Gesellschaft Frauen als Zeugen nicht zugelassen waren. Ich vermute, Du würdest auch jetzt, obwohl Dir das gesellschaftliche Argument wichtig war, nun dagegen argumentieren, dass das relevant wäre. So wie Du erst behauptet hast, die Römer hätten den Leichnam gestohlen, um einen Kult zu verhindern (obwohl sie Wachen vor da Grab stellten, um zu verhindern, dass jemand den Leichnam stiehlt), aber dann der Meinung bist, als der Kult aufkam, wäre das den Römern nicht mehr wichtig gewesen.
Man kann Einwände vorbringen, aber viele dieser Einwände wurden historisch untersucht und ihre Plausibilität in den meisten Fällen widerlegt. Die plausibelste Annahme aller Ereignisse ist tatsächlich eine Wiederauferstehung, das wäre historische Wahrheit. Dass diese der naturwissenschaftlichen Faktenlage widerspricht, das ist nunmal so.
Aber Geschichten konstruieren, was wäre wenn, die längst untersucht wurden? Ich weiß nicht, wie erfolgreich Du in anderen Diskussionen mit dieser Strategie bist. Am Ende heißt Dein Zirkelschluss: Tote können nicht auferstehen, weil Tote eben tot sind. Dabei setzt Auferstehung natürlich voraus, dass jemand gestorben ist, andernfalls wäre ja kein Toter da, der auferstehen könnte.
In diesem Sinne, alles Gute.
Deine Argumentation ist in sich widersprüchlich und zirkulär, ignoriert die historische Faktenlage und liefert keine konsistenten Schlussfolgerungen.
Es gibt keine "historische Faktenlage", die uns bekannt wäre - nur einen Text, dessen Inhalt entweder vollständig, teilweise oder überhaupt nicht der Wahrheit entspricht.
Um die Glaubwürdigkeit dieses Textes zu beurteilen können wir keine Fakten abwägen - denn die haben wir nicht zur Verfügung - sondern nur verschiedene Szenarien, die eine Erklärung zur Entstehung dieses Textes begründen, in ihrer Glaubwürdigkeit gegeneinander abwägen.
Heisst also, es geht um die Frage: "Wie ist dieser Text am wahrscheinlichsten entstanden?". Am Ende haben wir auch keine "Wahrheit", denn die lässt sich auch auf diese Weise nicht herausfinden, aber zumindest verschiedene Möglichkeiten, deren Wahrscheinlichkeit sich anhand objektiver Kriterien abwägen lässt.
Das war jedenfalls meine Vorgehensweise hier.
Gleichzeitig möchtest Du Christen belehren, dass der christliche Glaube widersprüchlich ist.
Ich habe Christen in den 20 Jahren, in denen ich hier aktiv bin, noch nie über irgendwas "belehren" können... es sei denn, ich hätte mal auf eine Bibelstelle verwiesen oder dergleichen, aber nichts was den Glauben selbst erschüttert hätte. Darum geht es nicht, es geht nur um eine Begründung, weshalb ich dem christlichen Glauben nicht folgen kann und ihn für unsinnig halte.
Darauf kann man sich einlassen oder auch nicht. Aber wer es wissen möchte, dem erkläre ich gerne die Hintergründe.
So wie Du erst behauptet hast, die Römer hätten den Leichnam gestohlen, um einen Kult zu verhindern (obwohl sie Wachen vor da Grab stellten, um zu verhindern, dass jemand den Leichnam stiehlt)
Weil mich diese Sache ja tatsächlich sehr beschäftigt hat, habe ich mir mal das Buch "Die Tatsache der Auferstehung" von Josh McDowell gekauft, der behauptet hat, er könne das logisch nachvollziehbar begründen.
Der macht allerdings den gleichen Fehler wie du an dieser Stelle... es geht ja um die Frage, ob der Inhalt eines Textes glaubwürdig ist. Und dazu zieht er dann andere Stellen des Textes heran, die er als Tatsachen voraussetzt - etwa dass die Römer zur "Bewachung" eingeteilt wurden. Aber wenn wir die Plausibilität eines Textes anzweifeln, dann gilt das für jeden Inhalt.
Also stellt sich die Frage: Ist es denn überhaupt sinnvoll, dass die Römer das Grab "bewachten"? Laut Bibel taten sie das, damit die Jünger den Leichnahm nicht stehlen würden. Aber die Jünger hätten, aus der Perspektive der Römer, dazu nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten, dritten oder sonst einer Nacht in das Grab eindringen können. Jesu Leichnahm wurde einbalsamiert, zwar nicht so kunstvoll wie in Ägypten, aber doch so dass man seine Leiche auch noch ein oder zwei Monate später hätte stehlen können.
Macht es da aus Sicht der Römer wirklich Sinn, tagein, tagaus Wachen vor dem Grab zu postieren? Ich schätze mal, Pilatus hätte den Soldaten was erzählt, wenn die da wochenlang auf einem jüdischen Friedhof Posten beziehen...
Es ist also sehr viel wahrscheinlicher, dass die Soldaten, so sie denn tatsächlich entsendet wurden, lediglich eine einmalige Aktion durchführen sollten. Und was das hätte sein können - dafür gibt es ja nun nicht so viele Möglichkeiten. Wenn sie das Grab nicht bewachen sollten (Was unsinnig gewesen wäre), was konnten sie dann dort wollen...? Da bleibt doch praktisch nur, den Leichnahm zu entfernen. Und Gründe für so eine Aktion gab es auch, da man Jesus ja als "Aufrührer" betrachtete.
Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst... diese Begründung ist objektiv plausibel. Das bedeutet nicht, dass du das glauben musst (Das liegt mir fern), aber das macht es eben nicht unplausibel.
Die Schreiber des Neuen Testaments bestanden darauf, dass Frauen die ersten Zeugen waren. Nur dass in der damaligen jüdischen Gesellschaft Frauen als Zeugen nicht zugelassen waren.
Deshalb hat man ihnen auch nicht geglaubt, dass sie mit dem Gärtner gesprochen haben. Das Grab war offen, Jesus war weg, die Frauen behaupten, sie haben mit einem Mann gesprochen, den sie für den Gärtner hielten... ach, unverständiges Weibsvolk, das muss doch Jesus gewesen sein!
Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass das den historischen Tatsachen entspricht. Es geht nur um eine plausible Möglichkeit, wie der Text zustande kommen konnte, wenn wir einmal voraussetzen, dass die Jünger nicht in boshafter Absicht einen Lügengeschichte erzählt haben (Was ich übrigens auch nicht für wahrscheinlich halte).
Man kann Einwände vorbringen, aber viele dieser Einwände wurden historisch untersucht und ihre Plausibilität in den meisten Fällen widerlegt.
Die Behauptung einer Widerlegung ist noch keine Wiederlegung. Ich behaupte ja auch nicht, ich hätte etwas "widerlegt". So weit würde ich nicht gehen.
Ich sage lediglich, dass ich eine plausible Erklärung dafür habe, wie dieser Text entstanden sein könnte - nicht mehr und nicht weniger.
Genau das kannst Du aber nicht beurteilen.
Gut, ich kann nicht ausschliessen, dass ein Dutzend hier Mitlesende aufgrund meiner Beiträge in tiefe Lebenskrisen gestürzt wurden, das ist natürlich richtig. Ich kann nur von den Rückmeldungen ausgehen, die ich hier bekomme.
Und da haben einige Christen in der Vergangenheit geschrieben, dass meine Beiträge sie auf neue Aspekte gebracht haben und ihr Glaube dadurch gestärkt wurde... in einer völlig anderen Richtung, aber hey, so kann es halt auch gehen. Sie haben dann einfach Antworten auf andere Fragen bekommen, die sie beschäftigt haben.
Dass jemand von mir hier in eine Krise gestützt wurde... das hat bislang noch niemand hier geschrieben.
Ich weiss, dass ich manche Leute gelegentlich genervt habe und dass es auch Beschwerden an die Moderation gab, was denn ein Typ wie ich in so einem Forum zu suchen hätte... aber das werte ich jetzt mal nicht so dramatisch.
Veröffentlicht von: @lucan-7Genau das kannst Du aber nicht beurteilen.
Gut, ich kann nicht ausschliessen, dass ein Dutzend hier Mitlesende aufgrund meiner Beiträge in tiefe Lebenskrisen gestürzt wurden, das ist natürlich richtig. Ich kann nur von den Rückmeldungen ausgehen, die ich hier bekomme. ...
Dass jemand von mir hier in eine Krise gestützt wurde... das hat bislang noch niemand hier geschrieben.
Logisch, die nicht ganz so Wortgewaltigen verstummen dann halt irgendwann.
Und nein, da ist weder ein versteckter oder offener Vorwurf drin.
In einem Forum hat man ja nur Worte, um sich zu unterhalten.
Veröffentlicht von: @katechonWaren es nicht die Juden, die von Pontius Pilatus forderten Jesus zu kreuzigen? Viele Glaubensgemeinschaften sprechen von Juden doch heute noch als ›Christusmörder‹.
Ja, da hat sich der christliche Antijudaismus entwickelt. Ich fand diesbezüglich die Ausführungen im Katechismus der Katholiken ganz gut, dass wir alle durch unsere Sünden Jesus ans Kreuz gebracht haben.
Veröffentlicht von: @katechonWenn die Römer kein Interesse an der ›Causa Jesus‹ hatten, weil er nich Rom störte sondern die einträglichen Geschäfte der (jüdischen) Priester, Opfergabenhändler und Geldwechsler, warum sollten Sie sich dann um den Leichnam bemühen und ihn als Beweisstück für die Entkräftung einer ›Legende‹ aufbewahren - die erst später in die Welt kam und Rom erst Jahrhunderte späte richtig durchrüttelte ?
Soweit man die außerchristlichen Quellen nachschaut, waren Jesus und seine Jünger schon als aufrührerische Gruppe aktiv. Die Römer hatten Soldaten vor das Grab gestellt, damit niemand den Leichnam klaut. Gleichzeitig war für die Jünger die Sache gegessen, als Jesus am Kreuz gestorben war. Sie gingen weg und waren traurig und bis sie ihnen Christus erschienen ist, waren sie eher betrübt. Erst durch die Begegnungen mit ihm ging die ganze Geschichte los. Ich hatte das mal in einem Buch von einem Historiker gelesen, dass das für viele Menschen nicht nachvollziehbar war. Nachdem Jesus am Kreuz gestorben war und die Jünger wegtrotteten, war die Causa Jesu und seine Jünger geschlossen. Aber auf einmal fingen die Jünger an wie die Verrückten zu missionieren und erzählten, dass ihnen Jesus erschienen sei. Diese Begegnung lässt sich natürlich historisch nicht belegen, aber zumindest muss es eine Erfahrung gegeben haben, die diese Tätigkeit auslöste. Das Zeugnis der Jünger sagt: es war die Begegnung mit dem Auferstandenen. Eine ehrliche Kritik müsste also zumindest den Tod Jesu Christi, das leere Grab, den plötzlichen Sinneswandel der Jünger und die Selbstbeschreibung ihrer Erfahrung, die immerhin so ausgeprägt war, dass sie dafür sogar Folter und Tod erduldeten, erklären können. Die Erklärung: ach das haben die sich ausgedacht, die haben sich selbst aus der Depression rausgeholt und vorher das Grab geplündert, ist schon nicht ganz so überzeugend.
Veröffentlicht von: @katechonViel deutlicher auf der Hand läge ein vermeintlicher Grund (den ich natürlich nicht zu meinem mache) der Anhänger Christi, die Jesus Leichnam aus dem Grab entfernen um eine ›Verschwörungstheorie‹ (hier: die Auferstehungsgeschichte) als ständigen Stachel im Fleisch der jüdischen Obrigkeit zu haben … bis zum Aufstand der Juden gegen Rom, der Zerstörung des 2. Tempels und der Vertreibung in die Diaspora.
Kann man annehmen. Aber lasse ich mich dann dafür foltern und töten? Und Paulus? Der hatte eine gute Reputation, war in der Gesellschaft anerkannt und hatte die Christen verfolgt. Der hat seine ganze Reputation und gesellschaftliche Anerkennung aufgegeben und berichtet, ihm sei Christus erschienen. Menschen denken sich natürlich allerlei Geschichten aus, wenn sie davon was haben, Anerkennung, Geld, Ansehen... was auch immer. Aber sich eine Geschichte auszudenken, die den gesellschaftlichen Stand kostet, Folter und Tod mit sich bringt? Und dann daran festzuhalten, wenn man auf dem Kerkertisch liegt? Das ist nicht plausibel. Natürlich ist auch das erstmal kein Beweis, dass Tote wieder auferstehen, aber das Argument ist eben nicht plausibel.
Veröffentlicht von: @chaiAber ich denke auch, dass man auch 'ganz einfach' gläubig sein kann und es nicht zwingend gewisse Rituale dazu braucht.
Volle Zustimmung. Ich stamme mütterlicherseits aus dem Baltikum, aus einer der ältesten Hansestädte, den Calvinismus habe ich mit der Muttermilch aufgesogen. Sei mir willkommen! 👋🏻🧔🏼♂️
Veröffentlicht von: @lucan-7Grundsätzlich ist es eine Frage der persönlichen Freiheit. Wenn man gerne so herumlaufen will... bitte sehr.
Ich hatte bisher nicht gedacht in diesem Forum jemals Rosa Luxemburg zitieren zu können | müssen | dürfen, aber …
»Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.« — Rosa L.