Gebet
Soll man Gott auch für Krankheit danken, ich meine für Krankheit im Sinne eines Stachels im Fleisch, so wie bei Paulus.
Es ist sicher eine Übung, in Krankheitszeiten dankbar zu sein.
Aber es öffnet auch die Augen, Dinge zu sehen, für die man eben (immer noch) dankbar sein kann.
Wobei ich selber der Ansicht bin, dass manche schwere Zeit einfach den Sinn hat, Verständnis zu entwickeln für andere Menschen, denen es auch nicht gut geht. Man geht doch ganz anders miteinander um, wenn man nicht nur aus dem hohlen Bauch raus erzählt, dass Gott auch in schweren Zeiten dabei ist.
@learner
Ich denke Gott möchte vor allem, dass wir Ehrlich sind. Natürlich könnte ich jetzt versuchen Gott zu danken, dass ich 39°C Fieber habe. Aber das wäre doch bloß Heuchelei (entweder gegenüber Gott oder gegenüber sich selbst).
natürlich ist Ehrlichkeit wichtig. Für mich ist Dankbarkeit aber auch eine Entscheidung......
Als "Gefühlsmensch" möchte ich mich da nicht von meinen Gefühlen abhängig machen, sondern
von Gott.
Vielleicht auch meine bescheidene Sichtweise dazu,
die ebenso (nur?) Glaube ist wie jeder andere Glaube:
Wir alle sind Engel.
Die Erde mit der Zeitbeschränkung ist wie ein zeitbeschränkter Assessment Center Aufenthalt.
Hier wird geschaut, was deine Talente sind, was du kannst, was du aushältst, wie du durchhältst.
Kurz:
Welche Verwendung du zukünftig finden wirst in der Unendlichkeit der Ewigkeit.
Was spricht dagegen?
Friedliebende Grüße
Johannes
Was ist mit den Menschen die elend an Krebs, AIDS, ALS usw. sterben? Kann man da noch Sinn und Dankbarkeit finden?
Als ich vor mehreren Jahren mit einer diffusen Diagnose auf Intensiv lag, mehrmals durchgecheckt wurde und 2 Bluttransfusionen bekam, wurde ich recht demütig und war zumindest dem edlen Spender unendlich dankbar! 2016/2017 war ich noch nicht so "mit Jesus".
@millie49 +++ Warnung: Trigger möglich!! +++
Hej Millie 🙂
ich hoffe, ich darf dich daraufhin ansprechen, weil ich das total spannend und interessant finde. Entdeckst du bei dir selbst jetzt einen Unterschied in deiner Gedankenwelt, Gefühlswelt im Gegensatz zu damals? Oder ist es gleichgeblieben? (also so damals und heute "mit Jesus"?) Wie erlebst du das?
+++ Achtung - könnte triggern +++
Ich bin vor meinem Weg mit Jesus von meinem damaligen Freund vergewaltigt worden. Nachdem ich Jesus fand, ihn um Hilfe anrief und Jesus in meinem Leben wirkte, fragte ich mich (und ihn) auch oft, warum ich das erleben musste. (Ich tät heute sagen, dieses Art von "Warum-Frage" bringt nicht wirklich weiter.) Bei all dem Leid entdecke ich heute oft, wie ich in so einer schrecklichen Situation dennoch "bewahrt" blieb, nicht voller Hass bin und daran auch nicht zugrunde gehe. Okay, ich war eine ganze Zeit lang - so berichtete mein Umfeld - voll schräg und aggro und so, aber mein Herz, meine Seele wurden geheilt. Ich hoffe, das triggert jetzt niemanden arg, mein Körper nahm nicht viel Schaden, eigentlich gar keinen, es war meine Seele, mein Gerechtigkeitsempfinden, mein Urvertrauen (so die Therapeutin damals).
Ich entdecke heute Führungen meines Herrn, der mir die "richtigen" Menschen zur Seite stellte, die mich "aushielten", sodass ich dann eine Therapie beginnen konnte. Parallel dazu führte mich Gott in eine Gemeinde und dort erhielt ich Seelsorge und konnte gut aufarbeiten. Dann musste ich nur noch die ersten Schritte in Freiheit gehen, ohne Angst vor neuen Erfahrungen und so. Auch machte ich in der Zeit viele übernatürliche Erfahrungen mit Jesus.
Ich bin trotz allem gerade in allem sehr dankbar heute.
@neubaugoere Zunächst: Fühl Dich von mir umarmt, meine Liebe! ❤️
Fast habe ich mir gedacht, das Dir einmal Gewalt angetan wurde...
Unterschiede: Ja und nein! Ich empfinde und sehe heute einiges anders, aber nicht alles. Lach, wahrscheinlich war Jesus immer "mit mir", bevor ich bemerkte das ich "mit ihm" bin 😉 .
In meinem Leben läuft bis heute vieles eher eckig als rund, ABER es könnte auch schlimmer sein!
@learner
Der Stachel im Fleisch des Paulus ist keine Krankheit. Geht man dem Wort Stachel/Dorn nach, dann landet man bei einer Definition im AT in Hebräisch: Menschen, die ihm nachstellen, ihn schlagen...modern gesagt: mobben.
Gott sagte zu Paulus: lass dir an meiner Gnade genügen. Vergib, vergib, segne, segne.... und warte auf Meinen Zeitpunkt Meines Eingreifens.