Gibt es Menschen, zu denen das Christentum grundsätzlich nicht passt?
Hallo zusammen.
habe mir Gedanken über folgenden hypothetischen Fall gemacht" "Das Christentum ist nicht die zu der Person, zu deren Charakter, passende Religion." Konkrete Begründungen können z.B. sein: Die Person ist z.B. zu "weltlich", hat zu sehr Angst vor Krankheiten/Tod, bemisst dem irdischen Leben viel zu hohe Bedeutung bei & ist mehr individualistisch unterwegs anstatt gemeinschaftlich.
Mich bringt dieses Gedankenspiel sehr zum Nachdenken... Ob es gerade in der heutigen Zeit, wo es so viele spirituelle Alternativen gibt, viele Menschen vom Glauben an Jesus vielleicht abhält, da sie sich denken "ich passe sowieso nicht in das Bild eines Christen", "schaffe nicht die christlichen Werte auch zu leben" usw...
Freue mich auf Meinungen.
Veröffentlicht von: @awhlerAls Christ würdest Du dem Anderen sagen: "Passt doch, auch für Dich!" - aber für den Anderen passt es nicht, auch wenn Du sagst: "Doch!"
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Jemand anderem zu erklären, was für ihn passt, würde ich wenig christlich finden, sondern eher übergriffig. Die christliche Art, wenn wir mal diesen Begriff nutzen, wäre wohl eher, den anderen Menschen zu erfragen, ihn verstehen zu wollen. Das wäre demütig und mein Verständnis von christlich.
@coffeeandbible Ciao.Es kommt wohl darauf an, was wer unter Christentum versteht.😉
Veröffentlicht von: @coffeeandbibleAber was wenn jetzt z.B. ein Angehöriger irgendeiner Religion merkt (das betrifft nicht nur das Christentum, das Christentum habe ich jetzt eben exemplarisch genommen): "Ich schaffe es nicht, das wirklich zu leben, "ich glaube zwar an Gott, aber charakterlich bin ich anders, als ich es bei meinem (z.B. muslimischen) Glauben sein sollte"
ist es nicht eher eine bestimmte Art, Christentum zu leben? Wenn z.b. jemand merkt, dass die Art und Weise, wie in der orthodoxen Kirche Ikonen verehrt werden, für ihn keinen Zugang bietet, kann er noch in einer anderen Konfession oder Denomination glücklich werden, z.b. im römischen Katholizismus, wenn er die Heiligenverehrung grundsätzlich für sein Glaubensleben als bereichernd empfindet. Wenn ihm auch das nicht taugt, vielleicht in einer Freikirche oder der evangelischen Kirche. Es gibt im Christentum eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ich glaube, dass es wichtig ist ein bisschen danach zu schauen, wo das eigene Empfinden oder - schwieriges Wort, aber ich verwende es an der Stelle - eben die eigene "Persönlichkeit" besser passt.
Veröffentlicht von: @gedankenweltIst es nicht eher eine bestimmte Art, Christentum zu leben?
Das denke ich großteils auch.
Wenn man in eine bestimmte Frömmigkeitsschiene hineingewachsen ist, hält man diese möglicherweise für 'das' Christentum (oder eben auch einen anderen Glauben). Und wenn man diese Schiene verlässt, verlässt man logischerweise auch ein Stückweit den Glauben, wie man ihn lernte. Was zur Folge haben kann, dass man den Glauben verlässt oder aber neu (er-)finden muss.
Veröffentlicht von: @chaiVeröffentlicht von: @gedankenweltIst es nicht eher eine bestimmte Art, Christentum zu leben?Das denke ich großteils auch.
Wenn man in eine bestimmte Frömmigkeitsschiene hineingewachsen ist, hält man diese möglicherweise für 'das' Christentum (oder eben auch einen anderen Glauben). Und wenn man diese Schiene verlässt, verlässt man logischerweise auch ein Stückweit den Glauben, wie man ihn lernte. Was zur Folge haben kann, dass man den Glauben verlässt oder aber neu (er-)finden muss.
Ich fand "neu erfinden" immer richtiger. Beim Verlassen würde man jeden Wahrheitsanspruch hinter sich lassen. Das ist bei den meisten Religionen kein Problem, weil sie nicht das sind, für was sie gehalten werden, aber gerade beim Christentum hinter die Erfahrung Jesu Christi zurückzugehen, halte ich für schwierig.
Wenn ich an mich denke, ich wurde als Erwachsener getauft und hatte fast 2 Jahrzehnte einen römisch-katholischen Background. Ich konnte mich nie beschweren, nicht genug Input zum Glauben zu bekommen, weil ich das große Glück hatte, immer wieder Unterricht bei einem Priester zu bekommen, der früher in Rom im Priesterseminar unterrichtet hat.
Trotzdem hatte ich mit der Zeit gemerkt, dass der römisch-katholische Ansatz mit dem grundsätzlichen Verständnis der Glaubensentfaltung und etlichen Punkten, die mit den Jahrhunderten dort hinzugekommen sind, nicht meine Spiritualität ist. Trotzdem könnte ich nie hinter Jesus Christus zurück. Im Gegenteil, für mich war meine "persönliche Reformation" immer, wieder zu Christus zurückzugehen und von dort ausgehend neu zu denken. Im Christentum sehe ich mit Jesus einen erkenntnistheoretischen Zugang, dass man bestimmte Einsichten bekommt, hinter die man als Mensch nicht zurück kann.
Deshalb glaube ich, dass es richtig ist, den Glauben immer wieder von Christus her neu zu denken, aber niemals, Christus zu verlassen.
Veröffentlicht von: @gedankenweltVeröffentlicht von: @chaiVeröffentlicht von: @gedankenweltIst es nicht eher eine bestimmte Art, Christentum zu leben?Das denke ich großteils auch.
Wenn man in eine bestimmte Frömmigkeitsschiene hineingewachsen ist, hält man diese möglicherweise für 'das' Christentum (oder eben auch einen anderen Glauben). Und wenn man diese Schiene verlässt, verlässt man logischerweise auch ein Stückweit den Glauben, wie man ihn lernte. Was zur Folge haben kann, dass man den Glauben verlässt oder aber neu (er-)finden muss.Ich fand "neu erfinden" immer richtiger.
Können wir uns auf 'neuen Zugang finden' einigen?
Und ja - auch da gibt's Punkte, hinter die man nicht mehr zurück kann oder will.