Hölle
Hallo zusammen
In letzter Zeit bin ich in Diskussionen immer mal wieder über das Thema Hölle gestolpert. Ich bin mir selbst bei diesem Thema etwas unschlüssig, deshalb möchte ich gerne drei Theorien diskutieren. Bei allen drei Theorien gibt es Argumente dafür und dagegen, mache überzeugender als andere, aber alles in allem genug, um keine abschliessende Aussage zu machen, wie dies aussehen wird. Ich bin überzeugt, dass wenn es um Eschatologie geht, dies bewusst unklar ist. Genauso wie das Messiasgeheimnis im AT erst im Rückblick klar wird, genauso denke ich, dass eschatologische Fragen erst im Rückblick Sinn machen.
Hier die drei Theorien.
Vollständige Vernichtung von allem, was nicht im Buch des Lebens steht.
Offenbarung 20
14 Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.
15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.
Ewige Qualen im Feuersee
Offenbarung 20
10 Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, in alle Ewigkeit.
Leben in der neuen Schöpfung, aber getrennt von Gott und seiner Herrlichkeit.
Offenbarung 22
14 Selig, die ihre Gewänder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore in die Stadt eintreten können.
15 Draußen bleiben die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
Wie gesagt, ich bin (biblischen) Argumenten für und gegen jede dieser Positionen begegnet.
Meine Frage ist, wo landet ihr und warum?
Meine Frage ist, wo landet ihr und warum?
Ich denke, dass ich in dem Himmel komme. Jesus hat nämlich gesagt, wer an ihn glaubt wird nicht gerichtet. (Johannes 3 Vers 18) . In der Bibel steht zwar auch der Glaube ohne Werke sei tot (Jakobus 2, Vers 17) aber ich habe Werke getan und der erst genannte Satz von Jesus bedeutet meiner Meining nach, dass man, wenn man glaubt, nicht perfekt sein muss um in den Himmel zu kommen.
Ich habe zurzeit trotzdem eine große Angst in die Hölle zu kommen. Ich habe Angst, dass ich wie der dritte Knecht in dem Gleichnis von den Talenten bin und dass Gott mich deshalb nach meinen Tod in die äußerste Finsternis wirft. Ich habe auch schon mit vielen Menschen darüber gesprochen, alle sagen mir ich käme nicht in die Hölle, aber nichts kann mir die Angst nehmen. Kennt ihr Lorosa? Ich wollte zu ihrer Tour gehen und sie bitten für mich zu beten. Ich war in Northeim auf ihrer Tour aber im Gottesdienst vor ihren Dienst nahm ich eine so negative Energie war, dass ich es nicht aushielt und wieder gegangen bin. Jetzt ist es zu spät jetzt kann ich nicht mehr hin z.B. wegen Termine die ich habe oder dass ich keinen Urlaub auf der Arbeit nehmen kann. Ich ärger mich so, dass ich gegangen bin vielleicht hätten Sie mich von meiner Angst befreien können. Ich hätte die negative Energie einfach aushalten sollen. Ich weiß auch nicht woher es kam. Vielleicht kam es vom Feind, der mich davon abhalten wollte für mich beten zu lassen. Ich habe das manchmal, dass ich an einen Ort negative Energien wahrnehme aber es war noch nie so schlimm wie da.
. Ich ärger mich so, dass ich gegangen bin vielleicht hätten Sie mich von meiner Angst befreien können.
Ärger dich nicht, denn Gott möchte dass du frei bist und Lorosa (die ich nicht kenne) ist nicht die einzige, die dich befreien kann…bzw. ihr Gebet für dich.
Deine Hinwendung zu Gott zählt. Sie ist nicht „nichts“ vor Gott.
Hallo Dorisa
Gottes Gnade wurde dir gescheckt, und zwar nicht aufgrund deiner Taten. Warum meinst du, dass deine Taten oder Untaten, jetzt in der Lage währen diese Gnade wieder zu verlieren?
Halte an Jesus fest, vertraue darauf, dass ER mit dir ans Ziel kommt, auch wenn die hinter letzte und schlimmste von allen bist, und es nichts an dir gibt, dass in irgendeiner Weise würdig ist. ER wird mit dir ans Ziel kommen, halte dich nur an ihm fest, und setz alle Hoffnung auf Jesus.
Der Einzige der Perfekt ist, ist der, der aus dem Himmel kam um uns zu sich zu holen. Gott erwartet keine Perfektion, sondern nur Vertrauen und Glaube an ihn.
@arcangel Nachdem ich von unserer unsterblichen Seele ausgehe und Gott als die Liebe und Barmherzigkeit sehe denke ich, dass ER sich schon etwas entsprechendes für uns, seine geliebten Kinder (alle!!), ausgedacht hat und zwar so:
Jene Menschen, die im Angesicht Jesu (nach ihrem leiblichen Tod) an ihrem Willen festhalten, nicht in die Gemeinschaft Gottes zu wollen, werden getrennt von Gott weiterleben. Ich stelle mir da etwa vor, dass sie wie Blümlein oder Tierlein leben werden, aber eben nicht in Gottes wunderschöner Herrlichkeit und am Tisch des ewigen Gastmahls der Liebe.
Also müssen wir nicht besorgt sein, dass wir nicht mit Gott ewig zusammenleben und das Abenteuer der Liebe erfahren dürfen, wenn wir schon auf Erden diese Sehnsucht nach Gott haben und versuchen, nach seinem Willen zu leben, so wie es in unseren Möglichkeiten steht.
Ich wünsche Dir alles Liebe und ein ganz frohes Treffen im Himmel, Stefan
Interessant, ich lese dort aber nicht "Liebe vergibt alles".
Was ich aber weiter lese in Korinther und was ich immer interessant gefunden habe.
1.Kor 15,
22 Denn wie durch die Verbindung mit Adam alle sterben, so werden durch die Verbindung mit Christus alle lebendig gemacht werden;
23 und zwar jeder in der ihm bestimmten Reihenfolge: als Erster Christus, dann, bei seiner Wiederkunft, die, die zu ihm gehören.
24 Dann kommt die Vollendung, wenn Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt, sobald er jede andere Herrschaft, jede Gewalt und Macht beseitigt hat.
25 Denn Christus muss herrschen, bis er alle Feinde unter seinen Füßen hat.
26 Als letzten Feind vernichtet er den Tod,
Ich kann der Idee der Allversöhnung durchaus etwas abgewinnen. Weshalb ich auch nicht von einer nie endenden Hölle ausgehe.
Veröffentlicht von: @arcangelInteressant, ich lese dort aber nicht "Liebe vergibt alles".
Was ich aber weiter lese in Korinther und was ich immer interessant gefunden habe.
1.Kor 15,
22 Denn wie durch die Verbindung mit Adam alle sterben, so werden durch die Verbindung mit Christus alle lebendig gemacht werden;
23 und zwar jeder in der ihm bestimmten Reihenfolge: als Erster Christus, dann, bei seiner Wiederkunft, die, die zu ihm gehören.
24 Dann kommt die Vollendung, wenn Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt, sobald er jede andere Herrschaft, jede Gewalt und Macht beseitigt hat.
25 Denn Christus muss herrschen, bis er alle Feinde unter seinen Füßen hat.
26 Als letzten Feind vernichtet er den Tod,Ich kann der Idee der Allversöhnung durchaus etwas abgewinnen. Weshalb ich auch nicht von einer nie endenden Hölle ausgehe.
Ja, Danke für den Hinweis auf 1.Kor15,22ff.
Bzgl, der "alles vergebenden Liebe" denke ich, dass es letzt-endlich nicht um eine "billige Gnade" geht, aber (wie auch immer) um einer teure, zurechtbringende, offenbarende Gnade ... Wie geschrieben, Gott ist Gott und das Wie berührt eine Dimension, zu der wir logisch, menschlich, irdisch nach Gerechtigkeit dürstend und sie doch selbst fürchtend (?!?) keinen Erkenntniszugang haben.
Und irgendwie fällt mir noch ein: Ich glaube nicht "an" die Allversöhnung, sondern "an Gott", der die Freiheit, Macht und das Herz hat ein (wie auch immer vorzustellender) "All-Erbarmer" zu sein ... Um Christi Willen.
L'Chaim
@lhoovpee Das Problem derer, die in der Hölle gelandet sind, dürft sein, dass sie auf Erden nicht gnädig waren, obwohl sie einem gnädigen Gott begegnet sind.
Wer Anklage aufrecht erhält, wo andere ihn um Gnade bitten, der verwirkt die Gnade Gottes und muss dann im Jüngsten Gericht die Konsequenzen tragen.
Ich kann kritische Dinge ansprechen, ich kann anklagen, wenn jemand böse zu mir war. Aber wenn derjenige umkehrt und um Vergebung bittet und ich gebe sie nicht - da wird die Ewigkeit sehr, sehr ungemütlich!
Ich kann kritische Dinge ansprechen, ich kann anklagen, wenn jemand böse zu mir war. Aber wenn derjenige umkehrt und um Vergebung bittet und ich gebe sie nicht - da wird die Ewigkeit sehr, sehr ungemütlich!
Das ist die Theorie (die ich auch glaube).
Aber was ist, wenn da niemand umkehrt und ich mit meiner Anklage an denjenigen sterbe…ich auf diese Weise gar nichts vergeben konnte, weil mich niemand um Vergebung gebeten hat? Und ich sterbe dann mit meinem Groll…
Wir sollten auch da nicht zu streng mit uns selbst sein. Vergebung zu geben, nur damit ich ein Gebot erfülle, ist keine Vergebung. Sie kann nur nach einem durchgemachter Prozess der Klärung der eigenen Gefühle - inklusive dem Freisprechen des anderen von seiner Schuld- gewährt werden.
Wenn du freilich gar keinen Groll gegen jemanden hegst, der dir etwas schuldet, dann bist du auch innerlich frei sie immer gewähren zu können.
Das Problem derer, die in der Hölle gelandet sind, dürft sein, dass sie auf Erden nicht gnädig waren, obwohl sie einem gnädigen Gott begegnet sind.
Das kommt drauf an, was man denkt, wer so in der Hölle landet.
Wenn jeder in die Hölle kommt, der nicht zum Christentum konvertiert ist (bzw. sich nicht "bekehrt" hat), dann kenne ich viele gnädige und herzliche Menschen. Warum die in der Hölle landen sollten, nur weil sie die christliche Theologie oder die Gottesbilder für unlogisch hielten, verstehe ich eh nicht.
Gleichzeitig kennen ich Christen, die einfach nur Ungnädig und Verurteilend sind. Christen, die Schutzsuchende keinen Schutz geben; Christen, die ihre Partner unterdrücken; Christen, die ihre Kinder schlagen. Aber sind ja "Christen" und nur der Glaube zählt; taten irrelevant; also Himmel.
So eine Denkweise bin ich schon des öfteren begegnet. Das Gottes Bild dahinter verstehe ich nicht. Ein Gott der nur Gnädig ist, wenn er angebetet wird, erscheint mir toxisch. Ob man das dann überhaupt noch Gnade nennen kann, wäre auch diskutable.
Einer der krassesten Fälle, denen ich begegnet bin, war ein Mann aus einer ziemlich evangelikalen Gemeinde, der seit Jahren in Deutschland und in Südafrika verheiratet war. Er fand das weder unmoralisch noch unchristlich und begründete das damit, dass nirgendwo in der Bibel eine solche Doppelehe ausdrücklich verboten ist. Ein Pfarrer, den ich danach fragte, bestätigte, dass ab irgendwann in den Texten einfach eine Doppelehe nicht mehr erwähnt wird, aber auch nicht ausgesprochen verböten was.
@kappa Das Problem der Regeln zur Ehe zur Zeit Jesu ist, dass Kaiser Augustus diese weit über biblische Regeln hinaus verschärft hat - auch um darauf ein System zu errichten, dass ihm Konkurrenz vom Leib hielt und etliche fähige Leute den Tod bedeutet haben wird.
Wenn Jesus also über Ehebruch redet (was übrigens etwas komplett anderes als Unzucht!), dann tat er das auch, die Seinen vor den Gefahren dieses tyrannischen Herrschers zu bewahren. An den göttlichen Regeln der Ehe hat Jesus da nichts verändert.
Und so ist unsere Tradition der Monogamie genauso christlich, wie es die Polygamie in vielen afrikanischen Staaten ist.
@queequeg Er fand das weder unmoralisch noch unchristlich und begründete das damit, dass nirgendwo in der Bibel eine solche Doppelehe ausdrücklich verboten ist.
Dieser Tage lese ich ja wieder Thomas Manns "Joseph und seine Brüder", worin auch in aller epischen Ausführlichkeit die Sache mit Jakob (dem Typen, der mit dem "Engel" ringt und von dem dann Israel genannt wird) und seinen zwei, drei (falls man Bilha dazu addiert) Frauen erzählt wird. Jehova Gott scheint mit diesem Arrangement kein Problem zu haben, vielmehr scheint mir in dieser Mehrehe sowas wie ein Teil des Segens, den sich Jakob von seinem blinden Vater erschwindelt hatte, zu liegen. Warum also sollte sowas unmoralisch oder unchristlich sein, wenn doch eine biblische Vorbildgestalt wie Jakob es ähnlich hielt?
Ich muss da an einen YT-Kanal denken, den von Alyssa Grenfell, einer Ex-Mormonin, in welchem sie ausführlich und für Leute wie mich, die sich bis dato wenig mit dieser randchristlichen Sekte beschäftigten, höchst informativ, aus dem Nähkästchen der Latter day Saints plaudert. Deren Sektengründer Smith hatte irgendwas um die 30 bis >40 Frauen. Hier führt Grenfell das detailliert aus. Auch wenn viele andere Christen die LDS nicht als Christen betrachten, sehen sie selbst das ja anders. Und theologisch ist bei ihnen die Mehrehe bis heute eigentlich immer noch fundamental, auch wenn das aus politischen Gründen inzwischen anders behauptet wird.
Insofern finde ich eine solche Denkweise überhaupt nicht "krass". Krass wäre es, wenn er seiner deutschen Frau seine südafrikanische Frau verschweigen würde (oder umgekehrt), aber von solcher Art Doppelleben hat man ja schon öfter mal gehört - von der unterhaltsamen Grundkonstellation taugt die für alle möglichen Romane und Filme von der Tragödie bis hin zur Patchwork-Kommödie.
Wobei sich dann halt die Frage stellt: Ist das Eingehen solcher Mehrehen höllenbestrafenswürdig, oder birgt die Kompliziertheit derartiger Arrangements schon so eine eigene kleine Hölle? 😉
Es kann gerechte und gnädige Strafen ohne ewige Hölle geben.
Da gebe ich dir recht. Und Gottes Offenbarung ist ambivalent genug, um hier diverse Szenarien zu denken.
Wie die aussehen? Keine Ahnung. Das wird Gott schon gerecht und gnädig hin bekommen.
Wie er Gerecht und Gnade hinbekommt, haben wir doch bereits gesehen. Jesus hat dies vollbracht. Die Frage ist, wie bringt er gerecht ohne Gnade hin.
@arcangel Zum Beitrag, auf den ich antworte
Gerechtigkeit und Gnade befinden sich hier aber in einem Zielkonflikt.
Ist Gott gerecht, dann gibt es eine Bestrafung, ist Gott gnädig, dann vergibt er allen.
Ist das so? Ich glaube das nicht. Ein Konflikt besteht nur für Menschen, die nach gut und böse oder gerecht und ungerecht urteilen, für Gott nicht. Schau mal diese Stelle aus der Bergpredigt, da sagt Jesus es ganz klar, dass die Unterscheidung nach gerecht und ungerecht für Gott keinen Rolle spielt:
Matthäus 5,43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.[2] 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Gott muss nicht durch Opfer umgestimmt werden, damit Er gnädig wird. Er schenkt Seine Liebe jedem Menschen, einfach weil er Mensch ist. Die Menschen müssen aber dazu gebracht werden, Gott zu vertrauen. Sie müssen geheilt werden von ihrem Misstrauen und ihrem Zweifel. Genau das tut Jesus Christus. Er heilt die Menschen von allem, was sie daran hindert, die Liebe Gottes zu erkennen und sich Gott zuzuwenden.
Dass die Unterscheidung zwischen gerecht und ungerecht für Gott keine Rolle spielt, ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen und lässt sich auch anhand dieses Textes nicht wirklich belegen.
Hier nur ein paar Verse zum Schmökern
Ps 11,5 Der HERR prüft Gerechte und Frevler; wer Gewalttat liebt, den hasst seine Seele.
Heb 1,9 Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, / darum, o Gott, hat dein Gott dich gesalbt / mit dem Öl der Freude wie keinen deiner Gefährten. (hier wird von Jesus gesprochen, der das Unrecht hasst)
Kol 3,5 Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist! 6 All das zieht den Zorn Gottes nach sich.
Ps 5,5 Denn du bist kein Gott, dem das Unrecht gefällt; ein Böser darf nicht bei dir weilen.
5.Mo 18,12 Denn jeder, der so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel. Wegen dieser Gräuel rottet sie der HERR, dein Gott, aus.
Gott macht in Seiner Liebe keinen Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten. Damit begründet Jesus, dass auch wir die Feinde lieben sollen, um Gott ähnlich zu werden.
Der Unterschied besteht darin, dass Ungerechte nicht mit Gott Eins sein können. Wenn dort "Hass" steht, so bedeutet das nach hebräischer Denkweise eine Trennung zwischen Gott und dem Ungerechten. Das ist aber nicht emotional gemeint, wie wir das verstehen, sondern als Kluft. In der Offenbarung ist das der Unterschied zwischen denen, die in der heiligen Stadt sind und denen, die vor den Toren ausharren.
Jesus sagt, dass die Sünden gegen Vater und Sohn vergeben werden können, die Sünde gegen den Geist aber nicht. Wenn der Mensch ohne den heiligen Geist Gottes gedacht und gewirkt hat, benötigt er zunächst eine Reinigung, Läuterung, Heiligung, bevor er mit Gott eins werden kann.
Stichwort lebendiges Wasser: Die Wege, durch die das lebendige Wasser im Menschen fließen sollte, sind blockiert und mit Unrat gefüllt, weil das lebendige Wasser nicht floss. Dieser Unrat muss entfernt werden, damit es wieder fließen kann, so wie Wasserleitungen, die durch Kalkablagerungen verstopft sind und gereinigt werden müssen, damit der volle Durchfluss wieder entsteht.
Stichwort Feuer: die Reinigung geschieht u.a. im Feuer, was eigentlich die Liebe Gottes in Jesus Christus ist. Für den, der selbst Liebe ist, ist es eine Wonne. Für alles, was nicht Liebe ist, kann es Qual sein, bis nachher nur noch die gereinigte Liebe übrigbleibt und alles andere vergangen ist.
Bei allen drei Theorien gibt es Argumente dafür und dagegen, mache überzeugender als andere, aber alles in allem genug, um keine abschliessende Aussage zu machen, wie dies aussehen wird.
Allein diese Feststellung, die ich auch gemacht habe, reicht aus um mich nirgendwo zu verorten. Wieso auch? Welchem Bild soll ich den Vorzug geben und welches vernachlässigen und auf welcher Grundlage soll ich das tun? Weil eines humaner oder gerechter erscheint?
Auch über die Auferstehung zB gibt es unterschiedliche Bilder. Mal bleiben alle tot bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und werden dann alle geweckt, mal kommt man sofort nach dem Tod in Himmel oder Hölle.
Beides hat sein Für und Wider, genauso bei den Bildern des Gerichts…welches man bevorzugt ist ja nur persönlicher Natur, nicht sachlicher Natur. Man kann sogar beides (oder mehrere) Bilder gleichzeitig für wahr nehmen.
Ich halte zB es bei der Auferstehung für wahrscheinlicher, dass es gleich nach irdischen dem Tod passiert. Aber aus irgendeinem komischen Grund, finde ich den anderen Gedanken, dass wir alle zusammen auferweckt werden, tröstlicher.
Mal bleiben alle tot bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und werden dann alle geweckt, mal kommt man sofort nach dem Tod in Himmel
Gerade in der Trauerphase ist es sehr tröstlich anzunehmen, dass die verstorbene Person nun im Himmel ist und es ihr gut geht.
Gerade in der Trauerphase ist es sehr tröstlich anzunehmen, dass die verstorbene Person nun im Himmel ist und es ihr gut geht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das sehr tröstlich ist, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat, der vielleicht auch noch keinen einfachen letzten Lebensabschnitt hatte.
Ich hab das bisher nie geschafft, es bleibt für mich sehr vage und viel mehr Hoffnung als Gewissheit.
Die Sicherheit, dass wir alle an einem guten Ort landen, ist mir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen.
auf welcher Grundlage soll ich das tun? Weil eines humaner oder gerechter erscheint?
Aber genau das scheint hier der überwiegende Tenor zu sein, warum man das eine annimmt oder das andere verwirft.
Klar nur sollte man sich bewusst sein, dass man dadurch selbst zum Massstab der Wahrheit wird. Das eigene Empfinden wird die Instanz, durch die man Gott und sein Handeln beschreibt und beurteilt.
Ich entscheide, was richtig ist. Klar kann man so sehr gut mich selbst im Reinen sein und glauben, Gott und die Welt verstanden zu haben.
Ich persönlich halte mich lieber an die Offenbarung Gottes, im Bewusstsein, dass ich auch manches falsch verstehen kann, und meine persönlichen Werte in seine Offenbarung hineinprojizieren kann. Aber wenn die Bibel das normative Korrektiv darstellt, dann wird sich meine Meinung daran abarbeiten und verändern.
Aber wenn die Bibel das normative Korrektiv darstellt, dann wird sich meine Meinung daran abarbeiten und verändern.
Das ist sie zwar…aber sie vertritt mehrere „Wahrheiten“ gleichzeitig…und man entscheidet sich dann für eine. Dadurch wird man ja nicht selbst zum Massstab der Wahrheit, sondern man sucht sich aus der Bibel nur sein bevorzugtes Bild aus.
aber sie vertritt mehrere „Wahrheiten“ gleichzeitig
Das würde ich anderes formulieren. Manches in der Bibel ist eindeutig, aber vieles ist mehrschichtig, und vieles einiges (mMn. Gewollt) unklar und mehrdeutig. Das Problem entsteht, wenn wir diese unklaren und mehrdeutigen Aussagen der Bibel in ein theologisches System zwängen, dann beginnt man zwangsläufig den Text zu vergewaltigen. Bei vielen Punkten muss man sich einfach eingestehen, dass auch die Antwort welchem einem nicht passt, auf soliden Argumenten steht.
Dadurch wird man ja nicht selbst zum Massstab der Wahrheit,
Dies nennt man Konfirmation Bias, man bewertet die Argumente, welche die eigene Sicht stützen stärker als die gegenteiligen. Es ist ein Zeichen der persönlichen und intellektuellen Reife, auch gegenteilige Argumente entsprechend zu gewichten.
Die Aussage: "Die Bibel ist voller offener Widersprüche und entzieht sich unserer Erkenntnismöglichkeit, und jeder liest sowieso, das hinein, was er will." Ist eine faule Ausrede, nicht die entsprechende Arbeit in die Bibel zu investieren!
Gott hat sich offenbart, und zwar so das wir sie verstehen können, (was wäre das sonst für eine Offenbarung), manches darin ist einfach und offensichtlich und bedarf keiner grossartigen intellektuellen Arbeit. Anderes ist weniger offensichtlich und bedarf einiger intellektueller Arbeit. Die Autoren der Bibel waren keine ungebildeten Hinterweltler, sondern die Akademiker ihrer Zeit.
Die Aussage: "Die Bibel ist voller offener Widersprüche und entzieht sich unserer Erkenntnismöglichkeit, und jeder liest sowieso, das hinein, was er will." Ist eine faule Ausrede, nicht die entsprechende Arbeit in die Bibel zu investieren!
So hab ich das nicht gemeint.
Die Bibel ist DAS Buch, das uns über Gott was sagt. Sich damit auseinanderzusetzen ist sicher keine Zeitverschwendung sondern ein Gewinn.
Aber sich jetzt auf etwas darin festzulegen, von dem es mehrere Versionen gibt, finde ich für mich persönlich nicht wichtig und führt oft zu einem dogmatischen Denken.
Auch das mag zuweilen eine Hilfe sein. (Vielleicht sind Prinzipien manchmal besser als gar keine Prinzipien zu haben.) Aber ich würde keine Rangordnung schaffen wollen, welche der unterschiedlichen (Höllen-)Versionen jetzt die „wahrere“ ist.
Aber sich jetzt auf etwas darin festzulegen, von dem es mehrere Versionen gibt, finde ich für mich persönlich nicht wichtig und führt oft zu einem dogmatischen Denken.
Warum ich ja hier die offene Diskussion über dieses Thema angestossen habe. Mein Fazit bis jetzt, jeder such sich die Variante aus, die ihm persönlich am besten gefällt.
Theologisch verteidigen oder eine Argumentation aufbauen tut hier eigentlich niemand. Und das ist eigentlich faul. Denn ehrlicherweise müsste man zugeben, dass biblisch eigentlich eine Ewige Verdammnis von nichtgläubigen argumentativ besser gestützt ist als wie eine Variante der Allversönung, aber die Argumente dafür lassen sich eben auch nicht einfach ignorieren.
Viele mögen halt einfach einfache Erklärungen und ein einfaches Weltbild.
Theologisch verteidigen oder eine Argumentation aufbauen tut hier eigentlich niemand. Und das ist eigentlich faul. Denn ehrlicherweise müsste man zugeben, dass biblisch eigentlich eine Ewige Verdammnis von nichtgläubigen argumentativ besser gestützt ist als wie eine Variante der Allversönung, aber die Argumente dafür lassen sich eben auch nicht einfach ignorieren.
Wer möchte denn auch einem anderen Menschen argumentativ die Verdammung attestieren?
Ich finde das ein schwieriges Thema und ich lasse es bewusst für mich so offen wie möglich ohne die Frage abschließend klären zu wollen (und auch zu können!). Denn es wäre ein argumentatives, kognitives Klären…kein absolutes Wissen. Und ich finde, wenn du jemandem sagst: wenn du tot bist, ist für dich Schicht im Schacht. (Also für alle die nicht glauben.), dann sollte man wissen, was man sagt.
Manche Menschen reagieren sehr abgeschreckt von Drohungen…und als solche kann man das auffassen.
Ich möchte die Verdammnis gar nicht wegargumentieren, es gibt genügend Bibelstellen dazu- aber eben nicht ausschließlich…und das ist ein Problem, auch in der Verkündung.
Es ist ein bisschen so, als würde man sagen: eins und eins ist zwei. Aber es könnte auch was anderes bedeuten.
Und ich finde nicht, dass ich dann faul bin, wenn ich mich argumentativ nicht positionieren will.
Man könnte auch sagen, dass diejenigen, die diese Spannungen nicht aushalten, die es in der Bibel gibt, machen es sich einfach, indem sie nur eine Seite gelten lassen wollen, um diese Spannungen zu minimieren.
Man könnte auch sagen, dass diejenigen, die diese Spannungen nicht aushalten, die es in der Bibel gibt, machen es sich einfach, indem sie nur eine Seite gelten lassen wollen, um diese Spannungen zu minimieren.
Das spielt sicher eine Rolle. Wie ich geschrieben habe, mögen manche halte klare und einfache Verhältnisse.
Das Turn or Burn Botschaften wohl in den meisten Fällen wenig Frucht bringend sind. Ist, glaube ich, offensichtlich. Ich lasse das mit der Ewigen Verdammnis oder Allversöhung auch offen, denn wie gesagt Argumente für beide Sichtweisen sind nicht einfach zu ignorieren (und dann wäre da noch die Position der Vernichtung anstatt ewige Verdammnis).
Eins kann ich aber kann ich aus der Bibel mit Gewissheit herleiten. Im Himmelreich Gottes wird es keine geben, der sich nicht zu Gott hingewendet haben, egal wie sie gelebt haben. Es wird keine geben, die andere Götter anbeten, oder Gott verachten. Es wird niemanden geben, der unrein ist oder an dem Sünde haftet.
Für mich läuft die Frage darauf hinaus, ob es für die Verlorenen in der neuen Schöpfung eine zweite oder dritte Chance gibt oder nicht.
Eins kann ich aber kann ich aus der Bibel mit Gewissheit herleiten. Im Himmelreich Gottes wird es keine geben, der sich nicht zu Gott hingewendet haben, egal wie sie gelebt haben. Es wird keine geben, die andere Götter anbeten, oder Gott verachten. Es wird niemanden geben, der unrein ist oder an dem Sünde haftet.
Ja. Das trifft es gut.
Für mich läuft die Frage darauf hinaus, ob es für die Verlorenen in der neuen Schöpfung eine zweite oder dritte Chance gibt oder nicht
Das frage ich mich auch.
Vor allem in Bezug auf
-Reinkarnation (ich weiss, dass in der Bibel steht: jeder nur einmal)…aber es wäre ein tröstlicher Gedanke bezüglich der Chancen.
Wenn ich da der Bibel folgen will, dann muss ich aber diesen Gedanken ablehnen.
-Dann gibt es noch die Hoffnung auf mehrere Ebenen im Himmel (für unterschiedliche Nähegrade an Gott).
Das findet sich schon eher in der Bibel bestätigt, zumindest mit den mehreren Himmeln.
Als Jesus am Kreuz gestorben ist, reichte für den einen Mitgekreuzigten dieser kurze Augenblick der Hinwendung (wobei seine Gesinnung vorher ja schon irgendwie so sein musste, dass er Jesus akzeptieren konnte) für seine Aufnahme in den Himmel. Jesus hat aber zu dem anderen nichts gesagt, also er hat ihn nicht ausdrücklich verdammt. Für mein Textempfinden hätte das an der Stelle erwähnt werden müssen, wenn es sich so verhält (turn or burn).
Ist natürlich nur mein Empfinden…
Ich lasse das mit der Ewigen Verdammnis oder Allversöhung auch offen, denn wie gesagt Argumente für beide Sichtweisen sind nicht einfach zu ignorieren
Für die Allversöhnung sprechen sehr viel weniger Bibelstellen als von der ewigen Verdammnis.
Für mich läuft die Frage darauf hinaus, ob es für die Verlorenen in der neuen Schöpfung eine zweite oder dritte Chance gibt oder nicht.
Dafür gibt es keine Belege in der Bibel.
"Die Hölle ist der Ort, wo man Gott wirklich endgültig los ist. Da werden Sie nicht mehr eingeladen. Da ruft Sie nichts mehr. Da wollen Sie vielleicht beten, aber dann können Sie nicht mehr. Da wollen Sie vielleicht den Namen Jesus anrufen, aber er fällt Ihnen nicht mehr ein. Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht annehmen. Sie können's lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen. Sie haben die völlige Freiheit." (Wilhelm Busch)
Veröffentlicht von: @arcangelViele mögen halt einfach einfache Erklärungen und ein einfaches Weltbild.
Ich halte das für legitim.
Und ich würde mich freuen, wenn es weniger 'hart' wäre als die 'Hardliner' predigen.
Einfach weil das für mich bedeuten würde, dass viele mir liebe Menschen nicht auf der 'schlechten Seite' landen würden.
Veröffentlicht von: @arcangelBei vielen Punkten muss man sich einfach eingestehen, dass auch die Antwort welchem einem nicht passt, auf soliden Argumenten steht.
...
Es ist ein Zeichen der persönlichen und intellektuellen Reife, auch gegenteilige Argumente entsprechend zu gewichten.
Auf jeden Fall.
Ja. Ich habe aufgehört mich auf etwas festzulegen. Ich kann es eh nicht wissen, also ist es im Grunde egal. Natürlich ist es nicht egal, was für innere Prozesse durch die Auseinandersetzung mit diesen verschiedenen Auslegungen/Inhalten geschehen…und deshalb sind sie gleichberechtigt.
Hier die drei Theorien.
Vollständige Vernichtung von allem, was nicht im Buch des Lebens steht.
Offenbarung 20
14 Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.
15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.
- - - - > Hier steht nichts von vollständiger Vernichtung geschrieben.
Ewige Qualen im Feuersee
Offenbarung 20
10 Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält, in alle Ewigkeit.
- - - - > steht ja da, ewige Qualen
Leben in der neuen Schöpfung, aber getrennt von Gott und seiner Herrlichkeit.
Offenbarung 22
14 Selig, die ihre Gewänder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore in die Stadt eintreten können.
15 Draußen bleiben die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
- - - - > getrennt von Gott und seiner Herrlichkeit ja, aber nicht in der neuen Schöpfung.
Meine Frage ist, wo landet ihr und warum?
- - - - > bei Jesus in der neuen Schöpfung, ich gehöre Ihm.
- - - - > Hier steht nichts von vollständiger Vernichtung geschrieben.
Da hast du recht, diese Worte werden nicht verwendet. Die Frage, die du dir beantworten musst, ist, was ist hier mit "zweite Tod" gemeint. Wenn wir hier auf der Erde sterben, dann hört unsere Existenz auf der Erde auf, und unsere Seele geht ins Jenseits. Wie sieht dann aber der Tod im Jenseits aus? Gibt es im Jenseits auch ein Jenseits, wohin die Seelen derer gehen, die im Jenseits sterben? Davon habe ich nun aber noch wirklich gar nie irgendwas in der Bibel gelesen. Wer stirbt, hört auf zu leben und ist Tod! Wer Tod ist, den gibt es nicht mehr in dieser Welt. Wer im Jenseits stirbt, der hört auf, im Jenseits zu leben. Wer im Jenseits Tod ist, den gibt es nicht mehr im Jenseits.
Das heist entweder gibt es ein jenseitiges Jenseits, wofür es nun wirklich keine biblischen Argumente gibt, oder der Tod im Jenseits ist die absolute und vollkommene Beendigung der Existenz.
ODER, aber "der zweite Tod" ist nicht wörtlich zu verstehen und meint etwas anderes, dann ist "der zweite Tod" ein Sinnbild, dann ist aber auch der Feuersee ein Sinnbild, da dieser im Satz konzeptionell unmittelbar mit dem "zweiten Tod" verbunden ist.
Wenn der Feuersee hier nur ein Sinnbild ist, dann ist dieser in der ganzen Offenbarung nur ein Sinnbild, wie so unglaublich viel in der Offenbarung ein Sinnbild ist.
Und damit kommen wir zum neuen Jerusalem kommen
Offenbarung 22
1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.
2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Also das neue Jerusalem kommt auf die neue Erde (das ist die neue Schöpfung)
Offenbarung 22
15 Draußen bleiben die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
Draussen meint ausserhalb der Stadt, und ausserhalb der Stadt ist die neue Erde, also die neue Schöpfung, und das ist der Ort, wo die Zauberer, Unzüchtigen und Mörder und Götzendiener und jene, die Lüge lieben sind. Nur schon hier ergibt sich einen Widerspruch. Wurden nicht alle, die nicht im Buch des Lebens stehen in den Feuersee geworfen?
Offenbarung 20
15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.
Wenn diese in den Feuersee geworfen wurde, warum sind diese dann plötzlich doch wieder vor der Stadt. Es sei denn, die hier aufgeführten, sind im Buch des Lebens notiert, aber noch nicht vollständig geheiligt, Christen, die im Ungehorsam gelebt haben. Das würde bedeuten, dass Gottes Gnade nicht vollständig ist, was nun definitiv nicht der Fall ist. Darum kann es sich bei diesen nicht um ungehorsame Christen handeln, die zwar im Buch des Lebens stehen, aber nicht ins Himmlische Jerusalem kommen (diese Sicht ist mir auch schon in einer Gemeinde begegnet, die ihre Theologie darum herum aufgebaut hat, manche Christen sind nach ihnen halt heiliger als andere und werden im neuen Jerusalem leben und die weniger heiligen draussen vor der Stadt)
Alles ganz einfach, klar und unmissverständlich. Oder?
Alles ganz einfach, klar und unmissverständlich. Oder?
Naja, vielleicht ein wenig verworren irgendwie. Aber wir überlegen ja ...
- - - - > Hier steht nichts von vollständiger Vernichtung geschrieben.
Da hast du recht, diese Worte werden nicht verwendet.
Genau. Damit hat man versucht, die harte Spannung der endlosen Qual zu lösen.
Die Frage, die du dir beantworten musst, ist, was ist hier mit "zweite Tod" gemeint.
Dieser zweite Tod ist der im Feuersee, weil Gott nicht mehr an ihnen handelt und es keine Hoffnung mehr für sie gibt. Es ist die ewige Trennung von Gott.
Wie sieht dann aber der Tod im Jenseits aus?
Wenn ich an das Beispiel von Jesus denke mit dem reichen Mann und dem armen Lazarus oder andere Bibelstellen, dann sind dort alle wach.
Draussen meint ausserhalb der Stadt, und ausserhalb der Stadt ist die neue Erde, also die neue Schöpfung, und das ist der Ort, wo die Zauberer, Unzüchtigen und Mörder und Götzendiener und jene, die Lüge lieben sind. Nur schon hier ergibt sich einen Widerspruch. Wurden nicht alle, die nicht im Buch des Lebens stehen in den Feuersee geworfen?
Für mich befinden sie sich im Feuersee. Den Feuersee habe ich bisher nicht auf der neuen Erde gesehen, muss ich also weiter drüber nachdenken.
Es sei denn, die hier aufgeführten, sind im Buch des Lebens notiert, aber noch nicht vollständig geheiligt, Christen, die im Ungehorsam gelebt haben. Das würde bedeuten, dass Gottes Gnade nicht vollständig ist, was nun definitiv nicht der Fall ist. Darum kann es sich bei diesen nicht um ungehorsame Christen handeln, die zwar im Buch des Lebens stehen, aber nicht ins Himmlische Jerusalem kommen (diese Sicht ist mir auch schon in einer Gemeinde begegnet, die ihre Theologie darum herum aufgebaut hat, manche Christen sind nach ihnen halt heiliger als andere und werden im neuen Jerusalem leben und die weniger heiligen draussen vor der Stadt)
Davon habe ich noch nie gehört.
Dieser zweite Tod ist der im Feuersee, weil Gott nicht mehr an ihnen handelt und es keine Hoffnung mehr für sie gibt. Es ist die ewige Trennung von Gott.
Also ist mit Tod nicht Tod gemeint, sondern Trennung. Wenn der Tod nicht Tod meint, warum sollte dann Feuersee Feuersee meinen?
Den Widerspruch zwischen Offenbarung 20,15 und 22,15 hast du ignoriert, oder magst du den nicht beantworten.
Davon habe ich noch nie gehört.
Solls geben, ist aber kein Argument.
Also ist mit Tod nicht Tod gemeint, sondern Trennung. Wenn der Tod nicht Tod meint, warum sollte dann Feuersee Feuersee meinen?
Der Tod und der Feuersee ist für mich eins, weil die Gottesferne so absolut ist.
Den Widerspruch zwischen Offenbarung 20,15 und 22,15 hast du ignoriert, oder magst du den nicht beantworten.
Da sehe ich keinen Widerspruch. Es heißt: "... der ward geworfen in den feurigen Pfuhl". 22,15 ist dieselbe Gruppe wie in 21,8 und 21,27
Noch ein Nachtrag:
Also ist mit Tod nicht Tod gemeint, sondern Trennung.
Vielleicht ist es eine gewisse Parallele zu geistlich tot sein; dort ist es nicht mehr wie das Leben, das von Gott gegeben ist. Wobei der zweite Tod das Schrecklichste ist, weil diese Trennung ist für immer.
Also ist für dich 'draussen bleiben' dasselbe wie 'in den feurigen Pfuhl geworfen zu werden'.
Meine Frage ist, wo landet ihr und warum?
Ich habe gerade ein Video von Tom Mackie zum Thema Himmel und Hölle gesehen und um es mal kurz zusammenzufassen geht es ihm darum, dass unsere eigene Lebensgeschichte nicht auf das Ende hin fokussiert sein sollte, also wo wir landen werden wenn wir tot sind, Himmel oder Hölle, sondern dass es ja eher darum geht in unserer Lebensgeschichte, die Tatsache zu verwirkliche bzw. verwirklichen zu lassen, dass mit Jesus das Reich Gottes auf die Erde gekommen ist und wir, indem wir ihm nachfolgen, die Folgen des ererbten Sündenfalls durch Adam und Eva, wieder loswerden. Im Idealfall soll unser Leben also immer weniger Sünde enthalten, damit wir am Ende quasi wieder deckungsgleich mit dem Himmel (den Himmeln) (oder auch dem Paradies vor dem Sündenfall) sind.
Das ist nachvollziehbar, weil wir ja auch darum bitten, dass Gottes Wille geschehe: wie im Himmel so auf Erden…es soll also eine Kongruenz bestehen. Und Hölle bezeichnet er als den Teil, der eben nicht deckungsgleich mit dem Himmel ist und deshalb ausserhalb dieser neuen Himmel-Erde sein muss.
Und er sagt noch, dass Gott die Hölle nicht erschaffen habe. („In the Beginning God created the Heavens and the Earth“).
Alles in allem sehr reduziert auf das was du auch gesagt hast, dass es im Himmel eben keine Sünde geben wird. Und ohne den Fokus auf die Hölle zu legen doch klar in Bezug auf die Abtrennung von allem, was nicht in den Himmel gehört.
Interessant fand ich in dem Zusammenhang auch, dass Himmel an der Stelle in Genesis 1,1 im Hebräischen tatsächlich im Plural steht.
@arcangel Es hilft, im Einzelnen nachzuschauen, für welchen Zeitraum das jeweils gilt und auch wem. Grundsatz ist ja, wenn sich Auslegungen widersprechen, ist mindestens eine falsch.
a) Der zweite Tod: Der Apostel Paulus schrieb ja in 1. Kor. 15,26, dass als letzter Feind der Tod abgetan wird. Der hat also ein Ende!
b) Feuersee: Ist ja das Bild für den 2. Tod (Offb. 20,14). Also siehe a) - Gequält werden nur das "wilde Tier" und der falsche Prophet, keine Menschen.
c) Offb. 22: Draußen bleiben zwar einige. Es betrifft aber den Neuen Himmel und die neue Erde. Auch das wird ein Ende haben. Auf der Neuen Erde und Neuen Himmel herrscht ja noch Israel (Offb. 22,5) und Christus ist auf dem Thron (Offb. 21,5), im Endzustand aber ist jede Herrschaft aufgehoben (1. Kor. 15,24).
Also: Keine dieser Stellen hat etwas mit einer Hölle zu tun. Der Begriff steht ja dort auch nirgends. Wo hast du das denn her?
Also: Keine dieser Stellen hat etwas mit einer Hölle zu tun. Der Begriff steht ja dort auch nirgends. Wo hast du das denn her?
Hölle als thematischer Oberbegriff. Dreieinigkeit findest du als Begriff auch nirgends in der Bibel.
c) Offb. 22: Draußen bleiben zwar einige. Es betrifft aber den Neuen Himmel und die neue Erde. Auch das wird ein Ende haben. Auf der Neuen Erde und Neuen Himmel herrscht ja noch Israel (Offb. 22,5) und Christus ist auf dem Thron (Offb. 21,5), im Endzustand aber ist jede Herrschaft aufgehoben (1. Kor. 15,24).
Du meinst also da kommt nach der neuen Erde und dem Neuen Jerusalem noch mal etwas Neues. Davon steht aber in der Bibel nichts.
Die Apokalypse endet im neuen Jerusalem.
Welche Übersetzung liest du? in 1. Kor. 15,24 steht, nicht dass die Herrschaft aufgehoben wird, sondern dass alle Mächte und Gewallten entmachtet worden sind und alle Herrschaft dem Vater übergeben wird.
b) Feuersee: Ist ja das Bild für den 2. Tod (Offb. 20,14). Also siehe a) - Gequält werden nur das "wilde Tier" und der falsche Prophet, keine Menschen.
Da sagt aber Mt 9,46-48 was anderes
a) Der zweite Tod: Der Apostel Paulus schrieb ja in 1. Kor. 15,26, dass als letzter Feind der Tod abgetan wird. Der hat also ein Ende!
Ja und was willst du genau damit sagen?
Veröffentlicht von: @arcangelHölle als thematischer Oberbegriff. Dreieinigkeit findest du als Begriff auch nirgends in der Bibel.
Was meinst du mit "thematischer Oberbegriff"? Wie ja jetzt schon klar ist, kommt der Begriff Hölle selbst in der Bibel nicht vor. Die Definition einer Hölle (als Qualanstalt für Ungläubige) ist ebenfalls außerbiblisch.
Von einem "Feuersee" spricht übrigens Jesus nie. Da sollte man sich doch mal die Frage stellen, ob diese Lehre überhaupt biblisch genannt werden darf. Hast du das schon mal in Erwägung gezogen, wo du ja wohl gerade am Sortieren bist?
Veröffentlicht von: @arcangelDu meinst also da kommt nach der neuen Erde und dem Neuen Jerusalem noch mal etwas Neues. Davon steht aber in der Bibel nichts.
Na doch, die Stelle habe ich dir doch genannt. Oder gibt es in deiner Bibel keine Korintherbriefe? Ganz offensichtlich ist es ja so, dass Paulus weiter schauen konnte als Johannes. Oder meinst du, weil die Offenbarung in deiner Bibel der letzte Brief ist (in meiner auch...), darf dann nichts mehr kommen?
Veröffentlicht von: @arcangelWelche Übersetzung liest du? in 1. Kor. 15,24 steht, nicht dass die Herrschaft aufgehoben wird, sondern dass alle Mächte und Gewallten entmachtet worden sind und alle Herrschaft dem Vater übergeben wird.
Ja gut, ich meinte damit jede Herrschaft, außer die durch den Vater. Also weder ein Volk noch Christus werden im Endzustand noch herrschen. Auf der neuen Erde herrscht aber Israel noch, genauso wie Christus. Deswegen ist das nicht der Endzustand. War vielleicht etwas kurz.
Veröffentlicht von: @arcangelDa sagt aber Mt 9,46-48 was anderes
Offensichtlich meintest du Mk. Dort ist aber von einem Feuersee gar keine Rede. Es kann dort also auch nichts anderes über den Feuersee ausgesagt werden.
Aber gut, es ist auch irgendwie von Feuer die Rede, das stimmt schon. Es geht aber hier um die Gehenna, das ist ein Tal bei Jerusalem; damals ein Ort, wo auch Leichen verbrannt wurden. Niemals ist dort aber ein Mensch lebendig gequält worden und das wird auch niemals passieren. Oder kennst du eine Bibelstelle, die was anderes sagt?
Beachte, dass auch der Hades und der erste Tod in diesen Feuersee geworfen werden (Offb. 20,14) – also kann das Feuer nicht buchstäblich sein, es ist wohl eher ein Symbol für eine Reinigungswirkung. In der Gehenna war das Feuer dagegen buchstäblich. Aber weder in der Gehenna noch im Feuersee wurden oder werden Menschen gequält. Es sind also zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte, die oft einfach zusammen gewürfelt werden.
Veröffentlicht von: @arcangelJa und was willst du genau damit sagen?
Naja, ich will damit sagen, dass der zweite Tod (der mit einem Feuersee verglichen wird), ein Ende haben wird.
Selbstverständlich kommt Hölle in der Bibel nicht vor, das ist ein deutscher Begriff, in der Bibel kommt aber das Wort gehenna vor, welches mit Hölle übersetzt.
Und Jesus spricht von der höllischen Verdammnis, in dem das Feuer nicht erlischt. Und das Jesus mit gehenna keinen physischen Ort meint, macht er dadurch klar, dass er von den Seelen spricht, die in der Hölle verderben. Und Jesus wird sogar explizit, das gehenna das jenseitige betrifft, in Lk 12,5 beschreibt er die Hölle als etwas das nach dem Tode kommt. Gehenna wird mit Feuer gleichgesetzt in diversen Stellen wie diese hier Mt 5,22
Veröffentlicht von: @arcangelSelbstverständlich kommt Hölle in der Bibel nicht vor, das ist ein deutscher Begriff, in der Bibel kommt aber das Wort gehenna vor, welches mit Hölle übersetzt.
Genau, aber erstens spricht Jesus nie von einem Feuersee, den du aber mit einer Hölle gleichgesetzt hast (wahrscheinlich versehentlich) und zweitens hat Gehenna auch nichts mit einer Hölle zu tun, in der in der Mythologie Menschen gequält werden. Hölle ist eine außerbiblische Vorstellung, die mit Falschübersetzungen in die Bibel gebracht wurde. Hängst du so an ihr?
Veröffentlicht von: @arcangelUnd Jesus spricht von der höllischen Verdammnis, in dem das Feuer nicht erlischt. Und das Jesus mit gehenna keinen physischen Ort meint, macht er dadurch klar, dass er von den Seelen spricht, die in der Hölle verderben. Und Jesus wird sogar explizit, das gehenna das jenseitige betrifft, in Lk 12,5 beschreibt er die Hölle als etwas das nach dem Tode kommt. Gehenna wird mit Feuer gleichgesetzt in diversen Stellen wie diese hier Mt 5,22
Jesus spricht auch nicht von ein Verdammnis. Das Grundtextwort, dass oftn mit „verdammen/Verdammnis“ übersetzt wurde, lautet „kata krisis“, wörtlich „Verurteilung“. Außerdem wurde das Grundtextwort „ap ollumi“ (wörtlich: „ganz-auflösen“) mit Verdammnis übersetzt, statt mit „umkommen, untergehen“ (im Sinne von Sterben). Vom Jenseits spricht die Bibel auch nie.
Seelen sind Menschen. Der Mensch wurde eine Seele nachdem Gott Lebensodem (Geist) in den Körper, der aus Materie besteht, gehaucht hat (1. Mose 2,7). Luk 12,5: Wie kommst du darauf, dass es nach dem Tod kommt? Klar, Gehenna war ein Freiluftkrematorium, also Leichen wurden dort mit Feuer verbrannt. Vor diesem Tod hat Jesus gewarnt. Sag mir doch eine einzige Stelle, wo Menschen in der Gehenna gequält werden!
Sag mir doch eine einzige Stelle, wo Menschen in der Gehenna gequält werden!
Mk 9,45-49
Hier wird von einem Leben nach dem Tod gesprochen. Es wird von einer Dualität gesprochen, entweder Leben im Reich Gottes oder aber ein Gehenna, wo das Feuer nicht erlischt und der Wurm nie stirbt.
Die Gegenüberstellung ist hier nicht im Geringsten ambivalent. Es sei denn du argumentierst das es kein Leben nach dem Tod gibt.
@arcangel Naja, das ist wieder was anderes. Es geht dabei um das Leben im zukünftigen Königreich, dem äonischen Leben (auch "ewiges" Leben genannt, aber missverständlich übersetzt". Das große weiße Thron ist das Gericht für alle Ungläubigen und davon unabhängig. Das äonische Leben werden sie zwar nicht erleben (das ist die äonische Strafe, zB Mat. 25,46), aber gerettet werden sie trotzdem.
nämlich vor den Folgen der Sünde
Ja…ok…bin bei dir…
Also, der Sünde Sold sind Krankheit und Tod.
Ich bin ab und zu krank und körperlichen Verfall kann ich bereits feststellen…wo das hinführt, ist nicht schwer zu erraten.…💀🪦⚰️⚱️…Tod.
Sowohl das eine wie auch das andere müsste sich aber doch aus meinem Leben trollen, denn ich bin Christ… aber ehrlich gesagt, es ist noch da. Mache ich was falsch?
(Nein, ich trolle nicht rum. 🙃)
Es ist relativ ernst gemeint…denn sowie wir hier die Folge der Sünde ausbaden, so könnten wir doch auch die Befreiung davon hier ausbaden. Aber davon ist, naja…nicht nichts…aber doch nicht in einem absolutem Umfang was zu sehen.
Was meinst du dazu?
Klar, kann man sich auf „den lebendigen Gott verlassen, welcher der Retter aller Menschen ist“ (1. Tim. 4,10, siehe auch 1. Tim. 2,4 und 2. Petrus 3,9).
Ungläubige sind zwar nicht zum äonischen ("ewigen") Leben berufen, aber gerettet werden sie durch Gerichte hindurch trotzdem. Es ist schade, dass sogar einige Christen das nicht wahr haben wollen, aber die Bibel ist da ganz klar. Man muss es nur glauben können.
Es ist schade, dass sogar einige Christen das nicht wahr haben wollen, aber die Bibel ist da ganz klar.
Was es nicht ist, ist ganz klar.
Wie argumentierst mit dem Text, dass Menschen durch das Gericht hindurch trotzdem gerettet werden?
Veröffentlicht von: @fritzeKlar, kann man sich auf „den lebendigen Gott verlassen, welcher der Retter aller Menschen ist“ (1. Tim. 4,10, siehe auch 1. Tim. 2,4 und 2. Petrus 3,9).
Ungläubige sind zwar nicht zum äonischen ("ewigen") Leben berufen, aber gerettet werden sie durch Gerichte hindurch trotzdem. Es ist schade, dass sogar einige Christen das nicht wahr haben wollen, aber die Bibel ist da ganz klar. Man muss es nur glauben können.
Mit meiner Aussage 'wenn man sich darauf verlassen könnte' hab ich mich auf diese Deine Aussage bezogen
'Sie sind einfach tot.'
Das hätten manche Menschen möglicherweise gern, aber dafür finde ich keine passende Begründung
Nochmal zum Thema Gehenna: Schon im AT wurden dort Leichen verbrannt (Jes. 66,24; Jer. 7,31-32; Jer. 19,5-9), also natürlich ganz buchstäblich. Jesus verwendete dann die in den Köpfen seiner Zuhörer vorhandenen Bilder des Verbrennens, also das Bild des schändlichen Todes, um das Leben im Königreich als Alternative als noch erstrebenswerter darzustellen, das jedes denkbare Opfer lohnt (z.B. Mrk. 9,43-48).
In Luk 12,4 nahm Jesus Bezug darauf, dass in diesem Tal nach göttlichem Gericht Leichen ("nach dem Töten") verbrannt werden können, wie von Jeremia angekündigt.
Man sollte einfach versuchen, nur das zu lesen, was dort steht und das von dem zu trennen, was einige da rein legen wollen, warum auch immer. Ich weiß, das ist manchmal nicht so einfach.
Das funktioniert nicht. Alles außer dem 5 Büchern Mose braucht eine Auslegung.
Die Schriften ähneln eben nicht einer Bedienungsanleitung. Ohne Grund gibt es nicht 35.000 diverse Gemeinschaften mit "Sola Scriptura" - wenn es so klar und einfach wäre, dann wäre das anders gelagert.
@kappa Doch, es funktioniert ja immer so. Als Christ in Ausbildung übernimmst du erstmal alles, was dir so erzählt wird. Das ist normal. Wirst du dann langsam mündiger und nimmst du die Jahreslosung von 2025 ernst (Prüft alles!), dann musst du verschiedene Auslegungen vergleichen und nach selbst gesetzten Kriterien prüfen. Ist dir die Bibel wichtiger oder die Tradition? Das, was die großen Kirchen sagen oder dein Nachbar? Und da eben von Fall zu Fall. Ein mündiger Christ hat gelernt, selbst zu prüfen. Letztlich steht jeder allein vor Gott. Übrigens brauchen auch die 5 Bücher Mose eine Auslegung!
Man sollte einfach versuchen, nur das zu lesen, was dort steht und das von dem zu trennen, was einige da rein legen wollen, warum auch immer. Ich weiß, das ist manchmal nicht so einfach.
Ziemlich ironisch für jemanden, der ganze Kontexte verdreht, um etwas anderes zu lesen als dort steht.
Deine Lesart lässt sich vielleicht auf manche Einzelstellen anwenden. Aber ein theologisches Konzept stützt sich nie nur auf eine Stelle oder auf dem Verständnis eines einzelnen Wortes. Zudem können sich Wortbedeutungen auch innerhalb der Bibel verändern. So meint Satan im AT nicht an jeder Stelle das Gleiche wie im neuen Testament. Im AT ist Satan kein Name, sondern eine Bezeichnung für eine Funktion, genauso wie Engel keine ontologische, sondern funktionelle Bezeichnung ist. In 1.Samuel 29,4 wird David als Satan (Widersacher) bezeichnet und in Numeri 22,22 wird sogar der Engel des HERRN (also Gott selbst) als Satan (Widersacher) Bileams bezeichnet.
Was nun das Konzept der Hölle betrifft, dieses findet sich quer durch die Bibel. Beispielsweise Lk 16,22-24 welches unmissverständlich ein Dasein nach dem Tod im Todesreich (Hades) beschreibt, in denen gelitten wird. Offenbarung 21,8 und 20,15 machen klar, dass jeder, der nicht mit Gott ist, in den Feuersee geworfen wird. Es ist korrekt, dass der Feuersee und Gehenna textlich nie zusammen erwähnt werden, konzeptionell wird hier aber klar vom selben gesprochen.
Genauso wie nirgends in der Bibel steht, dass der Engel des HERRN YHWH ist, es dennoch offensichtlich ist das die beiden identisch sind. Man muss einfach nur aufmerksam lesen, was steht.
Veröffentlicht von: @arcangelWas nun das Konzept der Hölle betrifft, dieses findet sich quer durch die Bibel. Beispielsweise Lk 16,22-24 welches unmissverständlich ein Dasein nach dem Tod im Todesreich (Hades) beschreibt
Luk 16,22-24 ist doch ein Gleichnis. Beachte einfach den Kontext. Du kannst dann leicht erkennen, dass es ein Gleichnis ist (neben vielen andern Hinweisen), wenn du dir nur diese vier Fragen stellst:
- Muss der Reiche Schmerzen erleiden, weil er reich war? Ist Reichtum etwas Schlechtes? Kommt man in eine "Hölle" wenn man in seinem Leben Gutes tut, an seine Familie denkt und fröhlich ist? Ist also die Schlussfolgerung, dass alle hungrigen und bettelnden Armen den "Schoß Abrahams" füllen? Verallgemeinerungen und eine buchstäbliche Auslegung sind also unmöglich.
- Der reiche Mann ist gestorben, begraben und hat dann seine Augen geöffnet. Wie kann das sein? Ist der Körper nicht mehr im Grab? Wir wissen, dass der Körper auch Tage nach der Beerdigung immer noch dort ist und verrottet. Die Augen können nicht mehr bewegt werden. Hier kann es also nicht buchstäblich um einen Menschenkörper gehen.
- Aber auch die Seele hat im Hades kein Bewusstsein "die Toten aber, sie erkennen nichts" (Prediger 9,5). Es ist ein Zustand, der mit dem Schlafen verglichen wird (z.B. 2.Sam.7,12; 1.Könige 2,10; Ap. 13,36). Alle Menschen kommen nach ihrem Tod zudem in den Hades (Apg. 2,27), Gläubige wie Ungläubige. Von Qualen nach dem buchstäblichen Tod für Menschen ist in der Bibel aber nirgendwo die Rede. Hätte Jesus hier etwas Unbiblisches vertreten, wäre ihm zu Recht widersprochen worden. Die Pharisäer suchten ja geradezu nach Fehlern. Eine buchstäbliche Auslegung ist also auch hier unmöglich.
- Die angebliche Hölle ist in der Sichtweite von Lazarus. Wer wollte den Himmel, in dem Lazarus nach einigen Interpretationen ist, als einen Ort beschreiben wollen, von dem man die gequälten ehemaligen Zeitgenossen in einer "Hölle" schreien hört? Dieser Schluss müsste nach wörtlicher Auslegung doch gezogen werden.