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Kann mir jemand meinen Konfirmationsspruch erklären...?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 27454

Ich habe da eine Frage, und ich wundere mich gerade selbst, warum ich sie jetzt erst stelle, wo es doch so viele kompetente Leute hier gibt, die sich mit der Bibel und Textinterpretationen auskennen...

Ich habe seinerzeit die Möglichkeit gehabt, mir einen Konfirmationsspruch auszuwählen. Da gab es ein paar dutzend Vorschläge, und ich habe mir daraus Psalm 36, 10 ausgesucht: "Du, Herr, bist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht"

Ich habe das damals ausgesucht, weil mir die Sache mit der "Quelle des Lebens" sehr gut gefiel. Das klang für mich sehr positiv und optimistisch. Quelle fand ich gut. Erfrischend und belebend... und ohne Wasser kein Leben.

Die Sache mit dem Licht habe ich allerdings nie so recht verstanden... hat das noch einen tieferen Sinn, oder gibt es dazu eine konkrete Bedeutung?

Ich meine "Du bist das Licht" erscheint recht klar... "Du leuchtest uns, mit dir sehen wir klar... " das passt schon.

Aber "In deinem Licht sehen wir das Licht"? Also, ein doppeltes Licht? Was für ein Licht im Licht?

Das habe ich nie so recht verstanden. Gibt es da eine konkrete Bedeutung... oder bleibt das unklar, so nach dem Motto: "In deinem Licht gibt es noch mehr Licht, und alles ist geheimnisvoll und trotzdem klar... weil noch mehr Licht!"?

Würde mich nach all der Zeit wirklich mal interessieren... ist ja nur... na ja, schon ziemlich lange her...

 

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83 Antworten
3 Antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1175
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich habe das damals ausgesucht, weil mir die Sache mit der "Quelle des Lebens" sehr gut gefiel. Das klang für mich sehr positiv und optimistisch. Quelle fand ich gut. Erfrischend und belebend... und ohne Wasser kein Leben.

Die Sache mit dem Licht habe ich allerdings nie so recht verstanden... hat das noch einen tieferen Sinn, oder gibt es dazu eine konkrete Bedeutung?

"Und wie Gott der Lebensquell ist, so ist er auch der Lichtquell:

בְּאוֹרְךָ נִרְאֶח־אוֹר außer Gott sehend sehen wir nur Finsternis, dagegen in das Lichtmeer Gottes vertieft werden wir von göttlicher Erkenntnis erleuchtet und von geistlicher Freude durchleuchtet."

 

Delitzsch, Franz. 1883. Biblischer Commentar über die Psalmen. Herausgegeben von Carl Friedr. Keil und Franz Delitzsch. Vierte überarbeitete auflage. Bd. 1. Biblischer Commentar über das Alte Testament. Leipzig: Dörffling und Franke.

 

martha antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 604
Veröffentlicht von: @lucan-7

Psalm 36, 10 ausgesucht: "Du, Herr, bist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht"

Aber "In deinem Licht sehen wir das Licht"? Also, ein doppeltes Licht? Was für ein Licht im Licht?

Das habe ich nie so recht verstanden. Gibt es da eine konkrete Bedeutung... oder bleibt das unklar, so nach dem Motto: "In deinem Licht gibt es noch mehr Licht, und alles ist geheimnisvoll und trotzdem klar... weil noch mehr Licht!"

 

Ich habe bei dem Teil "in deinem Licht sehen wir das Licht" immer im Kopf, dass "das Licht sehen" ein Synonym für "sterben" ist. Dann wäre die Interpretation einfach. Ob der Autor das so gemeint hat, weiß ich aber nicht.

tojak antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27454

@tojak 

Ich habe bei dem Teil "in deinem Licht sehen wir das Licht" immer im Kopf, dass "das Licht sehen" ein Synonym für "sterben" ist. Dann wäre die Interpretation einfach. Ob der Autor das so gemeint hat, weiß ich aber nicht.

Ich denke, das mit Licht, das man kurz vor dem Tod sieht, ist aber eine moderne Vorstellung, oder?

Klar, sonst würde es bedeuten, Gott ist da von der Geburt bis zum Tod... aber ich denke nicht, dass man dabei eine solche Formulierung verwendet hätte. "Licht" erscheint in der Bibel in anderen Zusammenhängen.

lucan-7 antworten
Lightfire89
Beiträge : 82

Hallo Lucan, 

36, 10 ausgesucht: "Du, Herr, bist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht"

Mir fällt dazu ein: Wenn wir uns zu Gott bewegen, das heißt, ihn suchen (er lässt sich finden) - und ihn finden - dann bewegen wir uns zum Licht.

Wie beim Straßenverkehr gerade in der Nacht: Der Lichtschein des Autos zeigt uns ein Straßenschild - so glaube ich ist es auch im Glauben - je weiter wir gehen, umso mehr Licht gibt es und umso mehr verstehen wir - aber es ist eine innere Gewissheit, es ist mit dem Herzen erkennen - nicht mit dem Kopf.

Die Güte Gottes leitet uns zur Umkehr. Der Gott, der selbst unsere Strafe trug, auf dass wir leben - wenn wir zu ihm kommen. Und je mehr wir uns in seinem Wort bewegen, das heißt, es tun - aus Liebe und Dankbarkeit ihm gegenüber, umso mehr Frieden und auch Freude kommt in unser Leben. Es geht nicht mehr um uns - wir freuen uns, für andere Menschen da zu sein. Und unser Herz lernt immer mehr Gott zu vertrauen. Er sagt, dass er denen, die ihn lieben, alles zum Besten dienen lässt. Gerade auch Krisen - sind ihm sehr wertvoll. Weil er da sieht, ob wir ihm vertrauen und er möchte uns gerade auch hier stärken - damit wir letztlich in allem Genüge haben und an nichts Mangel leiden. 

Umgekehrt - wenn wir unser Leben so leben, wie wir wollen, das heißt, nicht nach Gott oder seinen Werten fragen, einfach nur Spaß haben wollen oder einfach unser eigener Herr sind. Ohne uns vor Gott zu verantworten. Dann laufen wir immer mehr in die Dunkelheit. Und irgendwann denken wir dann sogar, dass es Gott nicht gibt. Stolz, Arroganz, eigene Lügen, usw. lassen uns dumm werden oder Blind werden gegenüber Gott. Unser Gewissen stumpft ab und in uns regiert Leere, statt Frieden und Freude. Wir sind ungeduldig, und verletzen andere Menschen. Jede böse Tat lässt unser eigenes Herz mehr abstumpfen und wir werden dann letztlich immer unzufriedener. 

Es tut mir leid, ich kann es leider nicht besser erklären. Hoffe es hilft dir weiter. Aber ich bin mir sicher, wenn du Gott selber fragst, bekommst du die beste Antwort. Und ich würde mich sehr freuen, wenn du uns dran teilhaben lässt.

Sei gesegnet, Gnade und Frieden sei mit dir in Jesu Namen. 

lightfire89 antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27454

@lightfire89 

Mir fällt dazu ein: Wenn wir uns zu Gott bewegen, das heißt, ihn suchen (er lässt sich finden) - und ihn finden - dann bewegen wir uns zum Licht.

Wie beim Straßenverkehr gerade in der Nacht: Der Lichtschein des Autos zeigt uns ein Straßenschild

Ja, so gesehen würde es Sinn ergeben. Ein "Licht" erleuchtet den Weg.

Aber es heisst ja: "In deinem Licht sehen wir das Licht". Das Licht leuchtet uns also nicht den Weg, sondern wir schauen ins Licht hinein. Bei einem Auto würden wir dann geblendet und nicht mehr viel sehen.

Und in diesem Licht gibt es dann noch ein Licht...? Wir werden also zweifach geblendet?

Das ist es, was mir nicht recht einleuchtet... 

lucan-7 antworten


Lightfire89
Beiträge : 82

und mir ist dazu noch Sprüche 4,18 eingefallen: Denn sie nähren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels. 18Aber der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag. 19Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel; sie wissen nicht, wo sie fallen werden.…

ich sehe es in meinem Leben - im Rückblick ist es aber auch wirklich leichter! Je mehr Wort Gottes (=Licht) in meinem Herzen ist, umso mehr sehe ich und umso einfacher ist es gute Entscheidungen (die auch im Rückblick gut sind) zu treffen. 

Ich brauche Ruhe - und schaffe es nicht allein. Schon beim Aufwachen bitte ich Gott um seine Hilfe - gerade das Lesen im Wort oder das Hören des Wortes Gottes - ist so umkämpft. Aber Licht ist was wunderbares! Und je mehr Licht, umso eher sehen wir die Gruben und können drum rum laufen - und müssen nicht fallen. 

Und beim Sonnenlicht wachsen auch Pflanzen besonders gut. Auch wir Menschen brauchen das Licht - und es gibt uns nicht nur Licht, sondern auch wohltuende Wärme. Im Licht Gottes siehst du, seine Liebe, Gnade, .... Frieden mit Gott und Frieden mit Menschen. Annahme und Geborgenheit von Gott. Wertschätzung. Gnade und Güte, Freude und Heilung, Wiederherstellung. Alles ist bereit - wenn wir mit ihm gehen - und anhand von seinem Wort leben. 

lightfire89 antworten
Lightfire89
Beiträge : 82

Hallo Lucan, 

36, 10 ausgesucht: "Du, Herr, bist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht"

Mir fällt dazu ein: Wenn wir uns zu Gott bewegen, das heißt, ihn suchen (er lässt sich finden) - und ihn finden - dann bewegen wir uns zum Licht.

Wie beim Straßenverkehr gerade in der Nacht: Der Lichtschein des Autos zeigt uns ein Straßenschild - so glaube ich ist es auch im Glauben - je weiter wir gehen, umso mehr Licht gibt es und umso mehr verstehen wir - aber es ist eine innere Gewissheit, es ist mit dem Herzen erkennen - nicht mit dem Kopf.

Die Güte Gottes leitet uns zur Umkehr. Der Gott, der selbst unsere Strafe trug, auf dass wir leben - wenn wir zu ihm kommen. Und je mehr wir uns in seinem Wort bewegen, das heißt, es tun - aus Liebe und Dankbarkeit ihm gegenüber, umso mehr Frieden und auch Freude kommt in unser Leben. Es geht nicht mehr um uns - wir freuen uns, für andere Menschen da zu sein. Und unser Herz lernt immer mehr Gott zu vertrauen. Er sagt, dass er denen, die ihn lieben, alles zum Besten dienen lässt. Gerade auch Krisen - sind ihm sehr wertvoll. Weil er da sieht, ob wir ihm vertrauen und er möchte uns gerade auch hier stärken - damit wir letztlich in allem Genüge haben und an nichts Mangel leiden. 

Umgekehrt - wenn wir unser Leben so leben, wie wir wollen, das heißt, nicht nach Gott oder seinen Werten fragen, einfach nur Spaß haben wollen oder einfach unser eigener Herr sind. Ohne uns vor Gott zu verantworten. Dann laufen wir immer mehr in die Dunkelheit. Und irgendwann denken wir dann sogar, dass es Gott nicht gibt. Stolz, Arroganz, eigene Lügen, usw. lassen uns dumm werden oder Blind werden gegenüber Gott. Unser Gewissen stumpft ab und in uns regiert Leere, statt Frieden und Freude. Wir sind ungeduldig, und verletzen andere Menschen. Jede böse Tat lässt unser eigenes Herz mehr abstumpfen und wir werden dann letztlich immer unzufriedener. 

Es tut mir leid, ich kann es leider nicht besser erklären. Hoffe es hilft dir weiter. Aber ich bin mir sicher, wenn du Gott selber fragst, bekommst du die beste Antwort. Und ich würde mich sehr freuen, wenn du uns dran teilhaben lässt.

Sei gesegnet, Gnade und Frieden sei mit dir in Jesu Namen. 

lightfire89 antworten


Lightfire89
Beiträge : 82

Technik und ich!? Tja, brauch halt auch noch Wunder!

lightfire89 antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 1202

@lucan-7 

Zu Deiner Frage fällt mir ein Zitat von C.S. Lewis ein:

‚Ich glaube an Christus wie ich daran glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur, weil ich sie sehen kann, sondern weil ich im Licht der Sonne alles andere sehen kann.‘

Schon in der Hebräischen Bibel (dein KonfiSpruch ist ja ein vor-christliches Psalmwort) ist die Hinwendung zu/Blickrichtung auf HaSchem/Adonai, dessen Schöpferwort Licht werden ließ, zugleich ein Lichteinfall auf die Welt und das Leben.

Neutestamentlich wäre das Zitat von C.S.Lewis eine Anknüpfung: Christus, das Licht der Welt (weil Gott in ihm) schenkt uns den "er-hellenden" Blick auf die Welt und das Leben - und es lässt uns, durch manche Dunkelheit und Finsternis, Lichtvolles sehen ... wohl auch das, was der jüdische Glaube die "Schechina" nennt, Gott IN der Welt, einwohnend, präsent ...

L'Chaim

awhler antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27454

@awhler 

Zu Deiner Frage fällt mir ein Zitat von C.S. Lewis ein:

‚Ich glaube an Christus wie ich daran glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur, weil ich sie sehen kann, sondern weil ich im Licht der Sonne alles andere sehen kann.‘

Ja, das Licht als etwas positives, das uns den Weg weist und Dinge zeigt ergibt Sinn.

Aber hier ist von zweifachem Licht die Rede... und "In deinem Licht erkennen wir..." klingt für mich, als würde man direkt ins Licht schauen. Und dann sieht man eben nicht mehr viel. Und dann ist da noch ein weiteres Licht...?

 

 

lucan-7 antworten


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