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Ist der Mensch Schöpfungskompatibel?

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chubzi
 chubzi
Themenstarter
Beiträge : 1287

Also ich weis jetzt nicht ob ich hier im richtigen Forum bin. ich habe jetzt Schwierigkeiten es richtig zuzuordnen. Es könnte auch Wissenschaft sein oder Soziales.

Nun: Ist der Mensch Schöpfungskompatibel?
Wenn ich an das Schindluder denke welches der Mensch mit der Natur, der Schöpfung, getrieben hat, kommen mir Zweifel an der Kompatibilität.
Kann der Mensch nicht anders handeln. Wurde er zu diesem Handeln auch durch die Schrift verführt?

Da gibt es die Aufforderung "Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!", und diese Aufforderung wird nicht nur einmal gestellt. Was bewirkt diese Aufforderung? (1)
Bei der ausweisung aus dem Garten wird dem Menschen gesagt "Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst". Welche Wirkung ist hier zu erwarten? (2)
Zu 1 denke ich das der Mensch sich aufgefordert fühlt die Schöpfung schlecht zu behandeln.
Zu 2 denke ich das der Mensch die Schöpfung als Feind sieht und gegen sie kämpft.

Der Mensch versteht sich als über der Schöpfung stehen versteht. Der Mensch wird in Gen 2 von der Schöpfung herraus gelöst. Der Herr nahm ein wenig von dem Schlamm und formte daraus den Adam. Der Mensch wird außerhalb der Schöpfung gestellt. Er betrachtet sich als nicht zur Schöpfung gehörend, als über sie stehend. In der Schrift sehe ich keine explizierte Verbindung zur Natur, zur Schöpfung.

Wozu führt des Menschen Verständnis ihn zu seinem Verhalten? Ich frage mich nach der Wirkung der Schrift.

chubzi

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36 Antworten
Vigil
 Vigil
Beiträge : 386

Hi chubzi,

ich antworte Stück für Stück aus meiner Sicht.

Veröffentlicht von: @chubzi

Zu 1 denke ich das der Mensch sich aufgefordert fühlt die Schöpfung schlecht zu behandeln.

Nein, zu nutzen - im Unterwerfen, d.h. zu tun, was eben Nutzen bringt.

Veröffentlicht von: @chubzi

Zu 2 denke ich das der Mensch die Schöpfung als Feind sieht und gegen sie kämpft.

Es gibt sicher sehr viele Menschen, die das so sehen (wollen). Ich nicht. Die Natur ist immer Partner. Ich verlange ihr ab, was sie geben kann, nicht mehr.
Dass ich sie in Rohstoffen z.B. ausbeute und diese nutze, ergibt sich aus dem Vorkommen von Rohstoffen. Grenzen hat das auch. Die auszuloten, ist Umweltschutz.

Das Denken halte ich für falsch. Er kommt von der Erde, wird wieder Erde, ist im Kreislauf der Natur.

Die Wirkung der Schrift ist, genau dieses Letzte anzumahnen.

Veröffentlicht von: @chubzi

Der Mensch versteht sich als über der Schöpfung stehen versteht. Der Mensch wird in Gen 2 von der Schöpfung herraus gelöst. Der Herr nahm ein wenig von dem Schlamm und formte daraus den Adam. Der Mensch wird außerhalb der Schöpfung gestellt. Er betrachtet sich als nicht zur Schöpfung gehörend, als über sie stehend. In der Schrift sehe ich keine explizierte Verbindung zur Natur, zur Schöpfung.

vigil antworten
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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287

Hi Vigil,

Veröffentlicht von: @vigil

Nein, zu nutzen - im Unterwerfen, d.h. zu tun, was eben Nutzen bringt.

Ich verstehe hier das schlecht behandeln als ausnutzen oder ausbeuten.

Veröffentlicht von: @vigil

Es gibt sicher sehr viele Menschen, die das so sehen (wollen). Ich nicht. Die Natur ist immer Partner. Ich verlange ihr ab, was sie geben kann, nicht mehr.

Jedoch sind es gerade jene Menschen, Gesellschaften, die versuchen den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen, Gesellschaften die sich als von Gott gesegnet verstehen.

Veröffentlicht von: @vigil

Das Denken halte ich für falsch. Er kommt von der Erde, wird wieder Erde, ist im Kreislauf der Natur.

Es hat sich jedoch in Profitorientierten Gesellschaften der Gedanke etabliert das sie gesegnet sind und ein gottgerechtes Leben führen. Das Verständnis vom Kreislauf der Natur ist den Gläubigen der Wüstenreligion abhanden gekommen. Der Bezug zur Natur kommt gerade erst wieder zurück. In anderen Glaubenswelten ist er nie verloren gegangen.

chubzi

chubzi antworten
Vigil
 Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 386

Damit hast Du sicher recht.
Aber Du hast sie auch benannt, die dieses tun.
Sie sind bloßzustellen, zu boykottieren und anzuklagen.

vigil antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Sehr kompatibel!

Veröffentlicht von: @chubzi

ich habe jetzt Schwierigkeiten es richtig zuzuordnen. Es könnte auch Wissenschaft sein oder Soziales.

Kompatibel ist in diesem Zusammenhang ein guter Begriff, denn er bringt die Frage nicht nur aus der theologischen, sondern auch aus der sozialen/wissenschaftlichen Perspektive auf den Punkt.

Kompatibel bedeutet: passend. Passend ist das, was angepaßt ist. Und damit sind wir bei dem Kriterium, welches in der Evolutionstheorie den wichtigsten Faktor darstellt hinsichtlich der Frage von Überleben und Aussterben: Überleben tun die, die am besten angepaßt sind.

Dass der Mensch bis heute sich so extrem ausdehnte, rein populationsmäßig, ist der Beleg, dass er bis heute besonders gut an die Umwelt angepaßt war.
Bis heute.

Bis zu dem Tag, an welchem ein Biotop wie z.B. ein Gartenteich "umkippt", sind die Spezies, die sich darin rasant vermehren (z.B. die Algen oder bestimmte Seerosen) besonders gut angepaßt.
Dann verändern sich die Umwelt bedingungen - und je rasanter dies geschicht, desto eher wird das, was gestern noch als perfekte Anpassung sich darstellte, zum gravierenden Nachteil (im Falle der Algen z.B. deren exponentielle Vermehrung ...).

Noch nie waren wir Menschen so gut an unsere Umwelt angepaßt wie heute: Indem wir Kleidungs- und Wärmeisolierungtechnologien beispielsweise im Wohnungsbau perfektionierten, konnten wir unsere "Nischen" bis weit in die Wüsten oder in die Polarregionen ausdehnen.
Indem wir lernten, Wasser zu sterilisieren und Antibiotika im industriellen Maßstab herzustellen, vermochten wir die Kindersterblichkeit um Potenzen zu verringern und gleichzeitig die Lebensspanne der Individuen weit über die Fruchtbarkeitsphase hin zu erweitern.
Indem wir Agrart- und Verkehrstechnologien entwickelten (alles mit unserem Verstand, unserer Rationalität), konnten wir mehr und bessere Ressourcen für uns organisieren als dies in den Hunderttausenden von Jahren bei unseren Vorfahren je möglich war.

Kurz: Bis heute - Stand 2020 mit weit über inzwischen 7 Milliarden Menschen auf der Erde - war unsere "Anpassungsgeschichte" eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Wir sind heute so kompatibel zu unserer Umwelt wie nie zuvor...

Stand heute.
Ob wir es hinkriegen, uns anders zu verhalten als die Algen im Gartenteich?
Vielleicht. Wenn unserer Vernunft nochmal einen ordentlichen Sprung macht.
Wenn nicht - tja, das werden dann kommende Generationen von neuartigen Spezies vielleicht in der paläontologischen Rückschau betrachten können.

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6 Antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @blackjack

Wir sind heute so kompatibel zu unserer Umwelt wie nie zuvor...

Haben wir nicht nur erfolgreich versucht die Umwelt an uns anzupassen?

chubzi

chubzi antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @chubzi

Haben wir nicht nur erfolgreich versucht die Umwelt an uns anzupassen?

Liefe effektiv auf dasselbe hinaus.
Übrigens passen auch Ameisen oder Termiten ihre Umwelt an sich an, oder Biber, die Dämme, oder Vögel, die Nester bauen...

Jeder Wolf, der ein Rentier reißt, paßt die Umwelt an sich an: Eben noch war das Rentier lebendig und damit nutzlos, nun ist es tot und damit nützlich als Nahrung.

Die Frage, die wichtiger wäre, ist folgende: Haben wir erfolgreich die Umwelt so verändert, dass wir auch zukünftig zu ihr passen?

Über den Zeitpunkt, an welchem wir unsere Umwelt so sehr veränderten, dass diese Veränderung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, sind wir längst hinaus. Den würde ich irgendwo in der Jungstein- oder Bronzezeit verorten, als die Menschen seßhaft wurden und mit Viehzucht und Ackerbau begannen.
Ganz gewiß aber mit Beginn des Industriezeitalters und unübersehbar mit Beginn der Plastik-Produktion.

Wir haben heute gar nicht mehr die Option, zu sagen: das ist Natur, da halten wir uns raus. Es gibt keine "unberührte" Natur mehr auf Erden und es gibt vor allem bei 7 Milliarden Menschen keine Möglichkeit mehr, die alle satt zu bekommen, ohne der Natur unseren Stempel insofern aufzudrücken, als wir industriell Nahrungsmittel produzieren.

Nachhaltigkeit ist ja das Stichwort der vergangenen Jahre - aber bei dieser Nachhaltigkeit geht es allein darum, inwiefern wir unsere Umwelt so an uns anpassen, dass sie auch langfristig zu uns paßt.

Ich hab diesbezüglich ja keine sonderlich großen Hoffnungen für kommende (Menschen-) Generationen, es sei denn, die KI kommt uns schneller und effektiver zuhilfe, als es derzeit die meisten erwarten. Momentan sehe ich darin aber eher eine quasi-religiöse Hoffnung und mit religiösen Hoffnungen hab ich's ja nicht so. 😉

Gruß,
the Jack

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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287

Hijack

Veröffentlicht von: @blackjack

Die Frage, die wichtiger wäre, ist folgende: Haben wir erfolgreich die Umwelt so verändert, dass wir auch zukünftig zu ihr passen?

Ja, da bin ich auch etwas pessimistisch weil das Ausbeuten in uns verankert zu sein scheint.

chubzi

chubzi antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @blackjack

Noch eine Anmerkung Jack.
Wir haben uns an unser Umfeld angepaßt. Wir waren bei unserem Auftauchen noch nicht passend zu dem Umfeld, wir mußten es uns erarbeiten und liefen immer Gefahr uns in einer Sackgasse zu befinden.
Unser Eurasischer Vorläufer (Neander) war bestens angepaßt und ist trotzdem, bis auf Genreste, verschwunden.
Aus geologischer und biologischer Sicht sind wir noch bestens angepaßt. Generel betrachtet ist die Schöpfung etwas geplantes, das geologische / biologische Umfeld jedoch nicht. solange wir nicht zu Spezialisten mutieren haben wir eine gute Chance als Art zu überleben. Dabei sollten wir darauf achten das Umfeld zu berücksichtigen und uns in dieses einzubinden. Wir sollten uns nicht über das Umfeld stellen.

chubzi

chubzi antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @chubzi

Generel betrachtet ist die Schöpfung etwas geplantes, das geologische / biologische Umfeld jedoch nicht.

Verstehe ich nicht. 🤨

Anonymous antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287

Jack

Veröffentlicht von: @blackjack

Verstehe ich nicht. 🤨

Schöpfung ist ein Begriff der aus der Glaubenswelt kommt. Das Umfeld kommt aus den Naturwissenschaften.
Die Schöpfung wurde von einem Herrn Schöpfer geplant und realisiert. Das Umfeld ist naturwüchsig.

chubzi

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Zaphod
 Zaphod
Beiträge : 459

Der Mensch wird nicht nur dazu aufegrufen über die Schöpfung zu herrschen sondern auch sie zu bewahren

1.Mose 2,15
"Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren."

Wenn Du dazu den noch sündlosen Zustand der Menschen nimmst verbietet sich eine negative Interpretation des "Herrschens"

Mit der Bibel lassen sich problemlos Morde etc rechtfertigen wenn man einzelne Verse oder Kapitel aus dem Gesamtkontext der Bibel reisst (siehe Kreuzzüge)

zaphod antworten
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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @zaphod

Wenn Du dazu den noch sündlosen Zustand der Menschen nimmst verbietet sich eine negative Interpretation des "Herrschens"

Ich denke an das was der Mensch daraus gemacht hat. Mit seinem beschränkten Verstehen hat das was schwer ist, das bebauen und bewahren unter den Teppich gekehrt.

Veröffentlicht von: @zaphod

"Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren."

Also da war der Herr der Sachbearbeiter vom Arbeitsamt der Gärtner suchte 😊. Die Aufforderung zum Herrschen in der verbreiteten Form blieb bei vielen im Kopf hängen. Und er bekam keinen Auftrag. Was der Herr beabsichtigt ist eine Sache, was der Mensch daraus machte ist sache seines Fehlverständnisses.

chubzi

chubzi antworten


tristesse
Beiträge : 17983
Veröffentlicht von: @chubzi

Ist der Mensch Schöpfungskompatibel?

Ja, ist er.
Sonst wären inzwischen weder Schöpfung, noch Mensch mehr da.

tristesse antworten
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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @tristesse

Ja, ist er.
Sonst wären inzwischen weder Schöpfung, noch Mensch mehr da.

Jedoch durch welches Mißverstehen sind wir soweit gekommen. Wir nutzen die Schöpfung auf eine Art und Weise das es fast wie eine Sollbruchstelle aussieht.
Die Schöpfung leidet am Menschen. Vielleicht wird am Jüngsten Tag die Schöpfung vom Menschen befreit, erlöst. Die Menschen werden zum Herrn geholt oder dem Teufel aufs Auge gedrückt.

chubzi

chubzi antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

Die Frage war ob die Menschheit mit der Schöpfung kompatibel ist 😊
Scheinbar ist sie das schon ziemlich lange. Alles andere lasse ich außen vor.

tristesse antworten
Arcangel
Beiträge : 3564

Sind, Viren, Parasiten, Bakterien....
.... Schöpfungskompatibel.

arcangel antworten
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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287

Sind, Viren, Parasiten, Bakterien....

Veröffentlicht von: @arcangel

.... Schöpfungskompatibel.

Offiziell sind sie nicht vorgesehen.

chubzi

chubzi antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

Ohne Bakterien währen wir nicht lebensfähig.
Ohne Parasiten hätten wir eine nicht zu bewältigende Anzahl von Insekten.
Ohne Viren, und deren Verwandten die Phagen, würden wir von Bakterienschleim übermannt werden.

Weshalb sind diese also offiziell nicht vergessehen.

arcangel antworten
chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @arcangel

Weshalb sind diese also offiziell nicht vergessehen.

Sie wurden dem Herrn Adam nicht zur Benamung vorgesetzt, also wurden sie nicht erschaffen. 😎

chubzi

Nachtrag vom 16.04.2020 1736
Und sind nicht zur Schöpfung zu zählen. Offiziell

chubzi antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17983

Seid wann sind Viren Tiere?!

tristesse antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

Seit wann sind Bakterien Tiere?

arcangel antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3564

ach so und ich dachte da gäbe es einen gut begründete Argumentation.

arcangel antworten


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