Johannes der Täufer...
 
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Johannes der Täufer - Heiliger Geist von Geburt an


Benjsch
Themenstarter
Beiträge : 6

Hallo zusammen!

Sind gestern über Lukas 1 gestolpert:

Warum hatte Johannes von Mutterleib an den Heiligen Geist?

Warum bekommen nicht alle Menschen diesen „Beziehungs-Booster“?

Konnte sich Johannes überhaupt frei dafür entscheiden? (#freierWille)

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12 Antworten
SteRo
 SteRo
Beiträge : 180

Gottes Wissen, Gottes Wille, Gottes Vorsehung, Gottes Vorherbestimmung.

stero antworten


Hobbyautorin
Beiträge : 4

Ich habe darauf natürlich keine fertige Antwort.
Aber was mir dazu einfällt, ist, dass Babys auch im Mutterleib schon leben und schon einiges mitbekommen. (#keineAbtreibung)
Sie können schon auf Stimmen, auf Licht, auf Bewegung Reaktionen zeigen, sie entwickeln ihren eigenen Tagesrhythmus, sie strampeln und drehen sich.
Also würde ich den freien Willen nicht von vornherein ausschließen. Wenn Gott mit Bileams Esel kommunizieren konnte, liegt die Kommunikation mit einem Ungeborenen wohl auch nicht außerhalb von Gottes Möglichkeiten.

hobbyautorin antworten
2 Antworten
Benjsch
(@benjsch)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6

@hobbyautorin 
Verstehe ich dich richtig, du vermutest, dass Embryonen schon mit Gott kommunizieren können?

benjsch antworten
Hobbyautorin
(@hobbyautorin)
Beigetreten : Vor 2 Wochen

Beiträge : 4
Veröffentlicht von: @benjsch

@hobbyautorin 
Verstehe ich dich richtig, ...?

Meine Aussage war: "Ich habe keine fertige Antwort ... aber ich würde nicht von vornherein ausschließen..."
Falls ich mich auf eine dogmatische Aussage zu dem Thema festnageln lassen wollte, dann höchstens auf die folgende: Für Gott ist nichts unmöglich.

hobbyautorin antworten
Deborah71
Beiträge : 17867

@benjsch 

Das hängt mit seiner Berufung zusammen.

Es gibt noch weitere Berufungen vom Mutterleib an:

der Prophet Jesaja:

Jes 49,1 Hört auf mich, ihr Inseln, und horcht auf, ihr Völkerschaften, ⟨die ihr⟩ von fern her ⟨seid⟩! Der HERR hat mich berufen vom Mutterleib an, hat von meiner Mutter Schoß an meinen Namen genannt.

der Prophet Jeremia:

Jer 1,4 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.

 Aus diesen Vorlagen können wir wesentliche Dinge ziehen für Johannes:

1) Sein Name wurde vor seiner Geburt dem Vater bekannt gemacht. Lk 1  und ist in sich schon eine prophetische Botschaft: Gott ist (gibt Gnade).

2) Ankündigung in Lk 1, 15 erfüllt mit dem Heiligen Geist vom Mutterleib an

3) er definiert sich in der Folge der Prophetie des Jesaja  (Joh 1, 23), bestätigt in  Mt 3,3 ; Mk 1,2 ; Lk 1

4) seine Berufung wird dem Vater verkündet durch den Engel : Lk 1:15 abgesondert vom Mutterleib an

 

Johannes' Geschichte steht im NT, es war aber der neue Bund noch nicht am Kreuz geschlossen worden. Daher lesen wir eine Einzelberufung wie im AT. Johannes der Täufer ist ein Prophet der Übergangszeit vom Alten zum Neuen Bund.

Ab Pfingsten ist das Wirken der Heiligen Geistes dem ganzen Leib Christi zugesprochen, alle können von Gott her ermutigend reden (prophetisch reden), aber nicht jeder ist für ein Amt eines Propheten berufen. > siehe 5-fältiger Dienst : Apostel, Propheten, Hirten, Lehrer, Evangelisten.

 

deborah71 antworten
5 Antworten
Benjsch
(@benjsch)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6

@deborah71 Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Insbesondere die Parallelen zu Jesaja und Jeremia waren mir nicht bewusst.
Auch wenn es hilft das Ereignis einzuordnen, tu ich mir noch mit dem Thema "Freier Wille" schwer. Weshalb wurde Johannes berufen? Hat er sich dafür bereit erklärt, berufen zu werden?

benjsch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17867

@benjsch 

Freiheit ist für mich ein Wort, das ich nicht alleinstehend denken kann. Frei wovon und frei wozu ist für mich die Einbettung.

Von daher denke ich so, dass es immer einen Moment der Entscheidung gibt. Der Weg ist bereitet, ob ich ihn gehen will, liegt bei mir.

Hat er sich dafür bereit erklärt, berufen zu werden?

Berufen liegt in der Entscheidung Gottes meiner Ansicht nach. Die Berufung annehmen wollen und annehmen, wäre der  Bereich des Menschen.

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@deborah71 

Ich häng mich mal an dich an, geht aber auch an @Benjsch

Wir sagen ja, dass kleine Kinder, Neugeborene, noch 'unschuldig' seien. Wenn Johannes nun diese Berufung noch im Leib seiner Mutter erfuhr, war es vermutlich das Natürlichste auf der Welt, dass er so reagierte, weil seine Beziehung zum Vater noch nicht gestört war?

Im weiteren Verlauf seines Lebens war es dann aber klar an ihm, die Berufung willentlich zu bestätigen.

Ich vermute mal, dass Johannes berufen wurde, weil Gott die Vorbedingungen als günstig sah aufgrund der priesterlichen Linie und des Verwandtschaftsverhältnis von Maria und Elisabeth. Ich weiß, dass ich jetzt sehr frei interpretiere, könnte mir aber vorstellen, dass es für beide Frauen gut war, einander zu haben. Ihre Erfahrungen waren ja schon außergewöhnlich und vielleicht konnten sie sich so etwas stützen? 

goldapfel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17867

@goldapfel 

Gottes Plan ist das eine, wann er im Bewusstsein eines Menschen erfahrbar wird, ist das andere. Die Weichen waren durch den Auftrag an die Eltern, ihn als Nasir zu erziehen ziemlich deutlich gestellt...  und haben es ihm wohl leicht gemacht, in die Berufung hineinzugelangen.

Da Gott Geist ist und er über den Geist des Menschen kommuniziert, kann er in einem Ungeborenen schon einiges verankern, denke ich. Die bewusste Wahrnehmung hängt dann aber von der später aufgebauten "hardware" (Gehirn, Hormone, ...) für die Funktionen der Seele ab (Denken, Entscheiden, Emotionen).

Elisabeth und Maria: soweit ich mal erfahren habe war es Sitte, dass Schwangere in den ersten kritischen drei Monaten in einen Ruhebereich bei Verwandten gegangen sind. Hab aber keinen link mehr dazu.

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@benjsch

Hallo, ich frage mich folgendes:

Ist es für dich problematisch, von Gott berufen zu werden? Wenn ja, warum?

Oder wünscht du dir eher so etwas Eindeutiges?

Warum ist dir die Betonung des freien Willens so wichtig?

Du erwähnst ja in deinem Eingangsbeitrag den Heiligen Geist als Beziehungsbooster. Nun hat seine Berufung ihn letztlich auch in Gefangenschaft mit Todesurteil geführt. Und er hat ihn nicht davor bewahrt, noch einmal zu zweifeln. Also war es auch nicht ganz einfach für ihn. Der Lebensstil vorher war sicher auch nicht ohne. 

goldapfel antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 2996

Johannes der Täufer hatte eben eine besondere Aufgabe die schon im Mutterleib klar wurde und das hat nichts mit Abtreibung zu tun.

Die Malteser / Johanniter beziehen sich auf ihn. Der Orden heisst ja vollständig Johannes der Täufer zu Jerusalem und hat ja nur durch politische Umstände seinen Sitz nach Malta verlegt bzw. die Johanniter sind die evangelische Linie davon.

 

jigal antworten
Meriadoc
Beiträge : 406

@benjsch 

 

Mich irritiert das schon.

 

Johannes war als Kind nichts besonderes. Anders als bei Jesus. Jesus war als Kind schon sehr neugierig.Jesus hatte als Embryo keinen Heiligen Geist. Die kam, als er 30 Jahre alt war. Johannes hatte Zweifel und sendete Jünger zu Jesus. 

Ganz ehrlich, was kann ein Wesen im Entwicklungsstadium mit einem Heiligen Geist anfangen.

 

Ich sehe da nur eine schriftliche [Attribut gestrichen m.f.G. Quasi -bitte auf NS-belastetes Vokabular verzichten, zumal sich inhaltlich dadurch nichts ändert] Glorifizierung. Mehr nicht.

 

meriadoc antworten


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