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Luthers Disputatio de Homine: “Partialaspekt der Heiligung” ?


Fuyukko
Themenstarter
Beiträge : 1

Hallo 🙂

Ich lerne Religion für mein Evangelisch - Kolloquium. Im Themenbereich „Entwürfe neuzeitlicher Anthropologie“ wird Luthers „Disputatio de homine“ abgefragt; unteranderem auch der Total- und Partialaspekt der Erlösung (These 33-38).
Vor allem letzteren kann ich anhand unserer Lernmaterialien überhaupt nicht nachvollziehen.
Im Internet finde ich auch keine Erklärung; alles was Informationen zu enthalten scheint ist kostenpflichtig (und ich will eigentlich keinen dicken theologischen Wälzer kaufen wegen einer Frage). Mein Lehrer ist nicht erreichbar und ich habe im einer Woche Prüfung…

Kann mir jemand bitte in halbwegs einfachen Worten erklären was dieser Partialaspekt besagt ?

 

Ps; ich hoffe das hier ist das richtig Forum… ich bin neu hier >.<

Hier noch was mein Lernskript schreibt:

6. Entwürfe neuzeitlicher Anthropologie: Luthers Disputatio de homine (1536).

[…]

Diesem”Totalaspekt” der Erlösung ordnet Luther dann den “Partialaspekt” der Heiligung unter (Th. 36.38), der zeigt, dass Christi Gerechtigkeit uns nicht nur von aller Welt unbemerkt in den himmlischen Gnadenstand hebt, sondern sicht- und spürbar durchdringt ein bisschen zumindest: unser irdisches Leben als Stoff, der (von Gott) geknetet und veredelt sein will, um Gottes Ebenbild allmählich wieder zum Vorschein zu bringen.

Streng beachtet muss allerdings werden: Weder annulliert es den Gnadenstand, wenn die im Glauben empfangene Gerechtigkeit Christi scheinbar zu keiner Heiligung führt, noch können eine gehobene Moralität und der Anschein der Heiligung Gottes Gnade zertifizieren, denn das neue Leben des Christen bleibt zuletzt eben doch mit Christus verborgen in Gott" (Kol 3,3).

[Dr. Claus Bachmann 2021]

Antwort
1 Antwort
Deborah71
Beiträge : 22241

@fuyukko 

Ich sags mal als Laie...  das neue erlöste Leben macht sich bemerkbar durch ein schärferes Gewissen bevor man Mist baut. Ausserdem warnt einen der Heilige Geist im Inneren und neue Gewohnheiten/ ein neuer Lebensstil werden aufgenommen.

Die ins Herz ausgegossene Liebe (Röm 5,5), die Frucht des Heiligen Geistes (Gal 5,22.23) , das Wesen und die Führung Christi in dir (Gal 2,20) und die Verheißung in Phil 2,13 beginnen zu wirken. Man hat zunehmend keinen Bock mehr auf Sündigen und möchte Gott nicht betrüben. Dabei bleibt man Lernender und begrenzter Mensch, der auch Fehler macht.

 

google mal nach Theologische Hochschule Elstal Gerecht und Sünder zugleich, da ist ne pdf zum Thema, die vllt Licht ins Dunkel bringt.

Aber wir haben hier auch ein paar Studierte, die dir sicher helfen können, wie man das prüfungstechnisch formuliert.

deborah71 antworten


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