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Offener Theismus? - Offene Christologie!

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Arcangel
Themenstarter
Beiträge : 3413

Ich habe in letzter Zeit einige Texte und Vorträge zu dem Thema gelesen und gehört und bin zum Schluss gekommen, dass die Position des OT nicht haltbar ist.

Dennoch sind die Anliegen und einige Argumente des OT nicht so einfach verwerfbar. Es verhält sich wie mit der Diskusion um die Prädestionation respektive Freien Willen.

Beide Seiten des Streites versuchen,sich auf die Bibel zu beziehen,und beiden Seiten gelingt dies auch ganz gut, denn in der Bibel hat es Argumente für beide Seiten. [...] sondern wir haben im biblischen Text tatsächlich eine intentionelle Doppelgleisigkeit, die sich nicht ignorieren oder wegdiskutieren lässt. Wenn man den Bibeltext in seiner ganzen Breite ernstnimmt, dann wird deutlich: Die Wahrheit hinsichtlich des freien bzw. unfreien Willens liegt irgendwo dazwischen, nämlich darin, dass der Selbstsichere und Bequeme ermahnt werden muss, mit seinem freien Willen etwas für sein Heil zu tun und auf seine Früchte zu achtens, während der Unsichere und an sich selbst Verzweifelnde daran erinnert werden muss, dass nicht sein Abmühen und Scheitern entscheidend ist, sondern Gottes Liebe und Erwählung. Jede Absolutsetzung einerSeite führt zu Fehlzeichnungen. Beides ist richtig: Der Mensch ist frei und der Mensch ist gleichzeitig unfrei.

https://sthbasel.ch/wp-content/uploads/Schwanke-Referat.pdf

Wenn Gott dem Menschen aber die Freiheit lässt, dann beraubt er sich selbst der Allmacht, und umgekehrt. Wie kann da beides Gleichzeitig wahr sein? Wie kann Gott bereuen, oder seine Meinung ändern, sich umstimmen lassen, oder neugierig sein wie der Mensch sich verhällt, wenn er alles Weis und alles Bestimmt?

In diesem Spannungsfeld sind mir einige Aspekte Jesu durch den Kopf gegangen. Jesus ist der Anfang und das Ende, er ist das Leben und er ist der Weg. All dies Impliziert eine zeitliche Dynamik. Jesus steht am Anfang der Schöpfung, alles ist durch ihn, in ihm und auf ihn hin geschaffen, auch hier wieder eine zeitliche Dynamik. Im Kontrast dazu wird der Vater mit ganz anderen anderen Zeitlosen Atributen beschrieben.

Dies ist jetzt keine Ausgereifte Theologie sondern blosse gedanken die ich hier mal ins Forum werfe um zu sehen was rumkommt.

Was wenn Christus sich gemeinsam mit uns Menschen auf den Weg macht, er uns die Freiheit Gewährt um in der Gegeseitigen Einflussnahme durch die Heilsgeschichte geht und ganz im Sinne des Offenen Theismuss nicht weis was Morgen in der Zeitung steht. Dieser Jesus würde genauso wie wir Menschen in der Vollkommenen Abhängigkeit zu Vater stehen und das was er über das Kommende weis, würde vom Vater stammen und nicht inherrent aus ihm selbst. Dieser Jesus währe im höchsten Masse Anthropomorph, er währe der Erstgeborene, der erste unter Brüdern. Das er gleichzeig Gott ist, bedarf wohl der gleichen Hirnverknotung wie der Gedanke das Prädestionation und Freier Wille gleichermassen wahr sind.
Aber in diesen Szenario währe Jesus der Interaktive, Mitlebende und Mitleidende, neugierige, lernende und mitwachsende Aspekt Gottes, während der Vater der unveränderliche, allwissende, und allmächtige Aspekt Gottes ist.
Ich persönlich finde diesen Gedanken nicht weniger Kompliziert oder irrational denn die Trinität an und für sich.

Was sind eure Gedanken dazu?

Gruss Lars

Antwort
47 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @arcangel

Das er gleichzeig Gott ist, bedarf wohl der gleichen Hirnverknotung wie der Gedanke das Prädestionation und Freier Wille gleichermassen wahr sind.

Damit ist alles Wesentliche gesagt.

Anonymous antworten
1 Antwort
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3413

na ja manche mögen es halt gedankliche Akrobatik zu vollbringen,

während andere es simpler mögen.

das muss du nicht als nachteil betrachten 😉

arcangel antworten


DerNeinsager
Beiträge : 1449

Hi, es sind interessante Gedanken, zb. Frei und Unfrei nicht allgemein sondern Situativ, Beziehungsbezogen zu betrachten. Wobei ich selber es so eingeschätzt , plausibel gehalten habe bisher; Frei in Adam, leicht ohne Sünde : Unfrei als Sünder, Schwer nicht zu sündigen, in Christus Freiheit, freier Wille ein Stück weit.

Christus ggf als Mensch nicht allwissend,sondern auf seine körperliche Dimensionen begrenzt und auf Gott angewiesen. Als Mensche zeitlich und lernend. Vorher, in der Herrlichkeit aber göttlich allmächtig, Wissend.

derneinsager antworten
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