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Vom Pastor zum Atheist

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Arcangel
Themenstarter
Beiträge : 3624

Wenn du mal anfängst, dei­ne Theo­lo­gie anzu­pas­sen an die Rea­li­tät, die du erlebst, beginnt eine unauf­halt­sa­me Ent­wick­lung. Im Ver­lauf der näch­sten 30 Jah­re … hat mei­ne Fähig­keit, an ein über­na­tür­li­ches Ein­grei­fen Got­tes in die­ser Welt zu glau­ben, tau­send Tode gestor­ben … Ich bin durch jede Pha­se der Irr­leh­re gegan­gen. Es fängt damit an, dass du die Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes auf­gibst, dann folgt die Auto­ri­tät der Bibel, anschlies­send wur­de ich ein All­ver­söh­ner, jetzt traue ich Schwu­le. Bald dar­auf glau­be ich nicht mehr, dass Jesus phy­sisch vom Tod auf­er­stan­den ist. (Bart Cam­po­lo, mei­ne Über­set­zung)

Ich möchte gerne mit euch über einen Artikel diskutieren, link dazu findet ihr unten.

hier

Antwort
151 Antworten
tf8
 tf8
Beiträge : 1276

Worueber moechtest Du hier diskutieren?

Veröffentlicht von: @arcangel

Ich möchte gerne mit euch über einen Artikel diskutieren, link dazu findet ihr unten.

Worüber möchtest Du hier diskutieren?
Ja, über den Artikel, klar, habe ich verstanden.

Mich interessiert vor allem der Anfangspunkt der Entwicklung. Bart sagt, dass es bei ihm das Aufgeben des Glaubens an die Souveränität Gottes war. Im Hintergrund sind Barts unbeantwortete Gebete an Gott. Er hat oft gebetet, dass Gott Leid aus der Welt schafft.

Ja, hat Jesus gelehrt, so zu beten?
Meiner Kenntnis nach nicht, sondern:

9 Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt. (Hesekiel 36.23) (Lukas 11.2-4) 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.

Sollen wir jetzt beten: "Gott, mach geschehen, was ich mir wünsche"
oder so wie Jesus lehrte?

Nachtrag vom 22.08.2020 1058
link für Zitat

tf8 antworten
5 Antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @tf8

Sollen wir jetzt beten: "Gott, mach geschehen, was ich mir wünsche"
oder so wie Jesus lehrte?

Genau diese Lehre ist gerade im charismatischen/Pfingstgemeinen oft vertreten. Es wird behauptet, dass Gott uns die Macht gegen hätte. Und anstatt dann zu Gott zu beten, werden "Befehle" ausgesprochen.
Anstatt "Gotte, wenn es dein Wille ist, heile diesen Menschen" wird "Krankheit ich Befehle dir auszufahren" gebetet. Anstatt sich auf Gott zu fokussieren, wird sich auf das Objekt fokussiert. Anstatt sich in Demut Gott unterzuordnen, erteilt man sich selbst Macht.

Das so eine Theologie dann nicht mit der Realität übereinstimmt, ist nicht verwunderlich.

lhoovpee antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 18250

Welches Vorbild hat Jesus gegeben?

Er hat Krankheitsgeistern befohlen.
Er hat Menschen einfach angefasst und sie wurden gesund.
Er hat zu Menschen gesprochen (Lazarus, komm heraus)
Er hat einen Brei aus Spucke und Erde gemacht, aufgestrichen und den Mann sich waschen geschickt.
Er hat seinen Speichel auf eine Zunge gegeben.
Er hat Heilung als geschehen ausgesprochen.

Er hat nie ein Ritual aus Heilung und Befreiung gemacht, indem er immer dasselbe machte.

Er kannte den Willen Gottes für jeden Fall. (Was ich den Vater tun sehe).

Welche Vorbilder geben Petrus und Paulus?

*Das Kleinholz der Schubladen einsammel für den Winter*

deborah71 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624
Veröffentlicht von: @tf8

Worüber möchtest Du hier diskutieren?

Es gibt einige Punkte in dem Text die mich nachdenklich gemacht haben, einen hast du ja hier erwähnt.

Wer betet das er im Loto den Jackpot begwinnt und es nie eintrifft und deshalb an der Souveränität Gottes zweifelt, war schon von Beginn weg auf dem Holz weg.

Veröffentlicht von: @tf8

Er hat oft gebetet, dass Gott Leid aus der Welt schafft.

Ausserdem ist Gott auf dem Weg dazu das Leid entgültig aus der Welt zu schaffen, aber das wird erst entgültig geschehen wenn, Gottes Reich auf Erden beginnt.

Ich kenne Menschen die daran verzweifelt sind das sie obwohl sie glauben und Beten immer noch sündigen und nicht heilig leben können. Das ging soweit das sie an Gottes Macht sie zu retten und schliesslich an Gott selbst gezweifelt haben.

Für mich ist eine Erwartungshaltung die keinerlei Basis darin hat was Gott in seinem Wort verheissen hat.

Es ist falsche Hoffnung die entäuscht.

arcangel antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1276

Leiden aus der Welt schaffen?

Veröffentlicht von: @arcangel

Ausserdem ist Gott auf dem Weg dazu das Leid entgültig aus der Welt zu schaffen, aber das wird erst entgültig geschehen wenn, Gottes Reich auf Erden beginnt.

Wer sagt Dir das?

Also vielleicht einfacher, ich halte das für eine Phantasie.
Weshalb gibt es eine Hölle?
Wird im Feuersee kein Leiden sein?
Warum steht in der Bibel nicht, das der Feuersee gelöscht wird, oder das dort kein Leiden vorhanden sein wird?

An was ich mich erinnere, ohne jetzt den doch komplizierten Text der Offenbarung nachzulesen, ist solches dort nicht drin.

Ich erinnere mich nur an Leiden für die, welche recht handeln, und Leiden für die welche unrecht handeln.

tf8 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

"Der Tag des Herrn"

Ist ein Thema das sich seit den Propheten durch die Bibel zieht. Es wird einen Tag geben an dem Gott, mit der Welt abrechenen wird.

Bei den genauen Details darüber wie das Ganze ablaufen wird, gehen die Meinungen ausseinander, aber der Tag wird kommen.

arcangel antworten


andreas
Beiträge : 1704

Ich weiß nicht genau, was Campolos Gründe sind, denn wir lesen ihn hier in der Vermittlung durch Bruderer. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Bruderer all das, was er sagt, aus Campolo herausliest oder vielleicht doch hineinliest.

Aber für Bruderer hat der Glaube drei voneinander abhängige Ankerpunkte:

1. Glaube an die Souveränität Gottes
2. Glaube an die leibliche Auferstehung Jesu
3. Glaube an die Inspiration der Schrift

Bruderer These ist: Wenn ich eins von den dreien verliere, verliere ich bald auch die anderen beiden und werde fast unweigerlich irgendwann Atheist.

Mir fällt zunächst auf, dass es sich bei allen drei Punkten um inhaltliche Aussagen handelt. Glaube ist für Bruderer also entweder vor allem die Zustimmung zu bestimmten Inhalten. Oder er ist zumindest davon abhängig. (Disclaimer: Ich bin nicht der Meinung, dass man ohne Inhalte Christ sein kann. Aber ich bin auch nicht der Ansicht, dass sie reichen.)

Die Rede von der "Souveränität Gottes" ist vor allem ein Kern calvinistischer Theologie, die auch die meisten Freikirchen geprägt hat, weil sie so schön systematisch ist. Aber es ist eher ein Containerbegriff, der von "Ich traue Gott zu, dass er trotz allem mein Leben und die ganze Welt in der Hand hat, und das ist gut so" bis "Alles, was geschieht, ist Gottes Wille, und diesen Willen werden wir nie verstehen, Gott ist völlig unberechenbar, und das ist auch gut so, aber fühlt sich nicht so an" ganz verschiedene Bilder von Gott umfassen kann. Die Rede von Gottes Souveränität kann, für sich genommen, Angst nehmen oder Angst machen, je nachdem, wie ich sie fülle.
Was von beidem es bei Campolo/Bruderer ist, keine Ahnung.

Auch "göttliche Inspiration der Schrift" kann von "Jedes Wort ist von Gott diktiert und nicht nur im geistlichen, sondern auch im historischen und naturwissenschaftlichen Sinn genau so gemeint und irrtumslos, und darum ist jede andere Wissenschaft überflüssig und satanisch" bis "in der Bibel redet Gott zu mir, Einzelheiten sind von Stelle zu Stelle unterschiedlich" ziemlich viel umfassen. Auch diese Rede kann eng oder weit machen.

Bei "leibliche Auferstehung Jesu" scheint mir die Bandbreite möglicher Verständnisse nicht so groß. Aber auch hier ist die Frage, ob das für mich ausschließlich ein zu glaubendes Faktum ist oder ob es darüberhinaus etwas mit mir zu tun hat. Etwa auch mir Hoffnung auf Auferstehung schenkt und deswegen einen etwas entspannteren Umgang mit dem diesseitigen Leben.

Die Rückfrage an Bruderer wäre jetzt, ob es ein ganz bestimmtes Verständnis jedes dieser drei Punkte ist, an denen festgehalten werden müsste. Ist er möglicherweise der Ansicht, dass nur ein bestimmtes Verständnis möglich und jedes andere gleichbedeutend mit "Unglaube" ist? In dem Fall wäre gerade das Festhalten an diesen Punkten etwas, was den Weg zum Atheismus befördern würde.

Man könnte drüberhinaus fragen, ob denn die Rede von der Liebe Gottes überhaupt keine Rolle spielt beim Christbleiben oder Atheistwerden. Oder von der Vergebung der Sünden.

Und ob es nicht noch andere Faktoren gibt? Ich wüsst z.B. gern, ob Campolo, nachdem er aufgehört hat, "professioneller Christ" zu sein, weiterhin als "Normalchrist" an Gottesdiensten teilgenommen hat. Oder ob er einen Ort hatte, mit anderen ehrlich über seine Zweifel zu reden.

Wird der Glaube in einer Gemeinschaft gelebt, die nicht die vorbehaltlose Zustimmung zu jeder ihrer inhaltlichen Aussagen zur Bedingung macht, kann er auch auf inhaltlicher Ebene wieder gestärkt werden.

Will sagen: Der Weg "vom Pastor zum Atheist" dürfte nicht ganz so einfach erklärbar sein, wie Bruderer ihn beschreibt.

andreas-wendt antworten
1 Antwort
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

Ich kann dir keine Antwort geben was genau der Inhalt der Aussagen ist.

Aus Eigener Erfahrung schwankt man ja selbst innerhalb einer Bandbreite abhängig von Situation und Umständen.

Für mich gehört zur Souveränität Gottes auch seine Autonomie zu tun was ihm gefällt.

Ich denke es hat dann auch mehr mit einem Emotionalen Prozess zu tun der seinen Ausfluss in den Inhalten findet, als umgekehrt.

arcangel antworten
birgit704
Beiträge : 79

Mich erinnert das ganze irgendwie an Hiob und seine Frau.

birgit704 antworten
2 Antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382

Wo siehst du Parallelen?

lhoovpee antworten
birgit704
(@birgit704)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 79

Bei Hiob sagt die Frau, er solle GOTT abschwören, hier in dem Fall rät die Frau ihren Mann, kein "professioneller Christ" mehr zu sein.

birgit704 antworten


Tojak
 Tojak
Beiträge : 402
Veröffentlicht von: @arcangel

Wenn du mal anfängst, dei­ne Theo­lo­gie anzu­pas­sen an die Rea­li­tät, die du erlebst, beginnt eine unauf­halt­sa­me Ent­wick­lung.

Es ist doch vollkommen normal und sogar gut, das, was man denkt, mit der Realität zu konfrontieren, auch theologisch.

Ich finde den Artikel nicht gut. Er stellt falsche Alternativen auf. Es gibt mehr als nur evangelikal Gläubige (nach den im Artikel definierten Kriterien) und Atheisten. Und es gibt keine Zwangsläufigkeit, beim Atheismus zu enden, wenn man beginnt, über seinen Glauben nachzudenken. Wenn es so wäre, hätten die Atheisten vermutlich sogar recht. Ich weiß nicht, ob der Autor das bedacht hat.

Tojak

P.S.: Der Titel "Vom Pastor zum Atheist" fühlt sich für mich grammatisch falsch an. Es muss doch heißen "Vom Pastor zum Atheisten".

tojak antworten
4 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1704

Theologisch und grammatisch: Danke!

andreas-wendt antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402

😊

tojak antworten
an.ja
 an.ja
(@an-ja)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1756

Grün auch von mir.

Gruß Andy

an-ja antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624
Veröffentlicht von: @tojak

P.S.: Der Titel "Vom Pastor zum Atheist" fühlt sich für mich grammatisch falsch an. Es muss doch heißen "Vom Pastor zum Atheisten".

na ja es hat noch mehr gramatikalisch holprige stellen im Text.

Veröffentlicht von: @tojak

Es gibt mehr als nur evangelikal Gläubige (nach den im Artikel definierten Kriterien) und Atheisten.

Da gebe ich dir recht, mich hat meine kritische ausseinandersetzung mit der Evangelikalischen Theologie (die ihre wurzeln ja im Katholizismus hat), zu einer wertschätzung Orthodoxer Theologie geführt, die sich für mich einfach viel runder und wärmer und menschlicher anfühlt und auch inhaltlich wesentlich konsequenter zur Bibel passt als eine Evangelikale Theoloige

arcangel antworten
Lombard3
Beiträge : 4292

Nicht-glauben etwas Schlechtes?
Warum ist eigentlich etwas nicht zu glauben aufgrund von Mangel an Überzeugung, etwas Schlechtes?

Ja, ich weiß, die Bibel (bspw. die Evangelien und der Hebräer-Brief) stellen den Glauben als notwendige Voraussetzung heraus.

Aber wenn ich beispielsweise nicht an eine flache Erde glaube oder der Bundeskanzlerin, so werde ich nicht bestraft.

Bei Gott jedoch wird der Ungläubige in den feurigen Pfuhl geworfen.

Warum?

lombard3 antworten
47 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

Ich denke es geht nicht um darum was man glaubt, sondern Wem man glaubt(vertraut)

In evangelikalen Kreisen muss man fast Kreationist sein, und an eine Verbalinspiration der Bibel glauben um als Christ ernst genommen zu werden.

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12861

Ich glaube, das mit dem Feuerpfuhl hatten wir doch schon, vielleicht nicht hier (in diesem Thread) ...
Warum sollte jemand in Gottes Reich und Gegenwart leben, der gar nicht an Gott glaubt? Also bleibt er da leben, wo er gerade lebt. Mit allen Konsequenzen. - Einzige Änderung: Gott, der die Liebe ist, wird sich aus dieser Welt herausnehmen, sodass übrig bleibt eine Welt, in der es eben Gott nicht gibt, mit allen Konsequenzen.

That's it.

Nachtrag vom 23.08.2020 1047
Das ist doch für jemanden, der sowieso an keinen Gott oder nicht an diesen Gott glaubt, doch kein Problem sein.

neubaugoere antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292

Glaube und Realität

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Warum sollte jemand in Gottes Reich und Gegenwart leben, der gar nicht an Gott glaubt?

Hm... also ich denke, dass sich die Realität nicht oder kaum von meinem Glauben beeinflussen lässt.

Wenn es Gott gibt, denkst du denn, dass dann durch den Unglauben von manchen Menschen diese Realität aufhört zu existieren?

Auch die Ungläubigen kommen ja in der feurigen Pfuhl. Durch den Unglauben können sie also nicht diese Realitäten (falls es denn welche sind) entfernen.

lombard3 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12861

Mir geht es um die Gesamtheit.
Wenn du - du ganz persönlich - nicht an Gott glaubst, warum ist es dir dann so wichtig, ob es eine Welt mit oder ohne Gott gibt. Für dich ist doch deine Welt in Ordnung. Oder nicht? Oder gerät da was in Unordnung, weil jemand was von einem Gott erzählt?

Wenn ich an keinen Gott glaube, tangiert mich dieses ganze Gott-Zeugs doch nicht. Oder etwa doch?

neubaugoere antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Mir geht es um die Gesamtheit.
Wenn du - du ganz persönlich - nicht an Gott glaubst, warum ist es dir dann so wichtig......

Das klingt eher nach einer persönlichen Frage, nicht um eine gesamtheitliche Frage.

😊

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wenn ich an keinen Gott glaube, tangiert mich dieses ganze Gott-Zeugs doch nicht. Oder etwa doch?

Das ist von Person zu Person sicherlich unterschiedlich.

An etwas nicht zu glauben heißt ja nicht, dass man deswegen daran glaubt, dass es nicht so ist.

Und man kann ja diejenigen fragen, die an etwas glauben, an was sie glauben und auch zu Dingen ihres Glaubens befragen.

Ich fragte beispielsweise, warum es in der Bibel so sehr auf den Glauben ankommt.

Denn wenn jemand wie gesagt der Bundeskanzlerin nicht glaubt, so kommt er / sie deswegen noch nicht ins Gefängnis.

Bei Gott wird aber der Ungläubige in den feurigen Pfuhl geworfen (je nach christlicher Glaubensrichtung).

lombard3 antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @lombard3

Ich fragte beispielsweise, warum es in der Bibel so sehr auf den Glauben ankommt.

Vom Anfang an geht es um Beziehung - um die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Gott hat die Menschen erschaffen zur Beziehung mit ihm, als Gegenüber, und hat diese Beziehung im Garten Eden auch gepflegt.
Ein Element dieser Beziehung ist Vertrauen, das sich auch im Gehorsam zeigt - und das haben die Menschen gebrochen. Seither geht es durchweg um die Wiederherstellung dieser Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Dazu schließt Gott verschiedene Bünde mit Einzelnen und einem Volk, und letztlich schickt er seinen Sohn und schließt durch ihn/in ihm einen neuen, endgültigen Bund mit der Menschheit.

Gott hat den Bund geschlossen, das ist Fakt - geschehen vor etwa 2.000 Jahren. Aber Teil dieses Bundes wird man heute durch den Glauben.
Die Beziehung basiert auf Vertrauen/Glauben, denn ich kann Gott nicht sehen, habe keine Beweise, ... - der Glaube ist eine gewisse Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Wie soll ohne Glauben eine Beziehung zu Gott möglich sein?

Wenn ich eine Arbeits- oder Mietsbeziehung aufnehme, habe ich etwas Greifbares, nämlich einen Vertrag. Bei einer emotionalen Beziehung habe ich das Gefühl (Liebe, Hass) - aber in jedem Fall ein greifbares Gegenüber. Da braucht es höchstens den Glauben/das Vertrauen, dass der andere seinen Teil der Abmachung einhält oder mein Gefühl erwidert, was sich in seinem Handeln zeigt. Bei Gott habe ich kein sichtbares/greifbares Gegenüber, da bin ich schon auf den Glauben angewiesen.

pinia antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292

Beziehung / Glaube

Veröffentlicht von: @pinia

Vom Anfang an geht es um Beziehung - um die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Gott hat die Menschen erschaffen zur Beziehung mit ihm, als Gegenüber, und hat diese Beziehung im Garten Eden auch gepflegt.

Veröffentlicht von: @pinia

Wie soll ohne Glauben eine Beziehung zu Gott möglich sein?

In Ordnung, aber wird mit dieser Antwort das Problem nicht auf die Beziehung geschoben?

Aus "Wer nicht glaubt, kommt in die Hölle oder ist verdammt."
wird
"Wer keine Beziehung will, kommt in die Hölle oder ist verdammt."

Warum bestraft Gott jemanden, der "nur" keine Beziehung will?

Ich habe zu vielen Menschen keine Beziehung, dennoch bestrafe ich sie doch nicht deswegen.

Im Gegenteil, ich muss lernen, dass es solche und solche Menschen gibt.

Selbst wenn das Vertrauen gebrochen ist, kann ich doch nicht jemanden dafür bestrafen.

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Warum bestraft Gott jemanden, der "nur" keine Beziehung will?

Frag ihn.

Veröffentlicht von: @lombard3

In Ordnung, aber wird mit dieser Antwort das Problem nicht auf die Beziehung geschoben?

Welches Problem?

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @herbstrose

Frag ihn.

Ich gehe davon aus, dass Gläubige die Antwort kennen im Rahmen ihrer Glaubensvorstellung.

Deshalb frage ich diese.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Welches Problem?

Problem ist hier wohl nicht gut ausgedrückt, sondern korrekt wäre:

"In Ordnung, aber wird mit dieser Antwort die Fragestellung [aus den vorherigen Beiträgen] nicht auf die Beziehung geschoben?"

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Ich gehe davon aus, dass Gläubige die Antwort kennen im Rahmen ihrer Glaubensvorstellung.

Veröffentlicht von: @lombard3

Deshalb frage ich diese.

Wenn du fragst, welche Beweggründe jemand hat, dann ist es am effektivsten, denjenigen selber zu fragen statt sich auf Hörensagen zu verlassen. Außerdem kannst du Gottes Beweggründe nachlesen. Musst halt ganz vorn anfangen.

Veröffentlicht von: @lombard3

"In Ordnung, aber wird mit dieser Antwort die Fragestellung [aus den vorherigen Beiträgen] nicht auf die Beziehung geschoben?"

Nein. Wenn eine Beziehung intakt ist, ist sie tragfähig.

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @herbstrose

Wenn du fragst, welche Beweggründe jemand hat, dann ist es am effektivsten, denjenigen selber zu fragen statt sich auf Hörensagen zu verlassen.

Das Problem, wenn Leute Gott direkt fragen, scheint mir allerdings, dass es am Ende viele verschiedene Götter gibt, die antworten.

Selbst innerhalb des Christentums gibt es eine Reihe unterschiedlicher Ansichten.

Das scheint mir kein zuverlässiger Weg zu sein.

Deshalb frage ich Gläubige, was ihr Glaube ist und ihre (theologische) Ansicht.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Nein. Wenn eine Beziehung intakt ist, ist sie tragfähig.

Dies ändert nichts daran, dass meine Frage bzgl. des Glaubens nicht beantwortet wurde.

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Das Problem, wenn Leute Gott direkt fragen, scheint mir allerdings, dass es am Ende viele verschiedene Götter gibt, die antworten.

Wenn ich Gott jetzt frage, was ich tun soll, wird er mir antworten. Wenn du ihn jetzt das Gleiche fragst, wird er dir eine andere Antwort geben.

Veröffentlicht von: @lombard3

Selbst innerhalb des Christentums gibt es eine Reihe unterschiedlicher Ansichten.

1. Kor. 13, 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk

Veröffentlicht von: @lombard3

Deshalb frage ich Gläubige, was ihr Glaube ist und ihre (theologische) Ansicht.

und bist anschließend mit keiner einzigen Antwort zufrieden.

herbstrose antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @lombard3

Warum bestraft Gott jemanden, der "nur" keine Beziehung will?

Ist die ewige Verdammnis Strafe Gottes, oder nur die Konsequenz des Sündenfalls?
Nach meinem Verständnis der Bibel ist die Verdammnis die angekündigte Konsequenz des Misstrauens gegenüber Gott und der dadurch zerbrochenen Beziehung. Gott hatte gesagt, an dem Tag, an dem die ersten Menschen sein Verbot missachten, werden sie "des Todes sterben". Sie haben sich zum Misstrauen gegenüber Gott verführen lassen, haben das Gebot übertreten und damit die Beziehung zu Gott zerbrochen. Weil Gott die Quelle des Lebens, das Leben selbst ist, ist die Konsequenz der zerbrochenen Beziehung der Tod - nicht in erster Linie körperlich, sondern vor allem geistlich (der körperliche Tod ist nur die Folge). Die Menschheit lebt seit jenem ersten Geschehen mit der Zielrichtung (ewiger) Tod, d.h. Verdammnis. Wir haben als Nachkommen Adams Teil an seinem Schicksal.

Wenn ein Mensch in die ewige Verdammnis kommt, ist es daher nicht Strafe Gottes, sondern das vorgesehene "Ende" seines irdischen Lebens. Wir sind alle "doomed to death", verdammt zum Tod, weil wir seit Adam abgeschnitten sind von der Beziehung zu Gott.

Jetzt hat allerdings Gott eingegriffen und mit seinem Sohn Jesus einen Ausweg aus diesem Schicksal geschaffen. Er hat von seiner Seite aus alles getan und quasi eine "Abzweigung" von diesem Weg zur Verdammnis geschaffen. Hier kommt dann der Glaube ins Spiel, und zwar in mehrfacher Hinsicht:
1. der Mensch muss glauben, dass er von Natur aus auf dem Weg zur ewigen Verdammnis ist (das weiß er aus der Bibel, d.h. er muss auch der Bibel als dem Wort Gottes glauben)
2. der Mensch muss glauben, dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt, dieser Verdammnis zu entgehen, nämlich Jesus Christus, sein Tod und seine Auferstehung
3. der Mensch muss im Glauben das annehmen, was Jesus für ihn getan hat: mit seinem Leben für die Schuld des Menschen zu bezahlen

Gott hat die Abzweigung geschaffen und sie an eine einzige Bedingung geknüpft, den Glauben, dass er durch Jesus Christus mit uns versöhnt ist / dass durch Tod und Auferstehung Jesu die Beziehung mit Gott wieder hergestellt ist.

Also: Gott "straft" die Menschen nicht mit der Verdammnis, sondern er rettet sie durch Jesus.
Die Verdammnis ist, was wir naturgemäß zu erwarten haben,
die Ewigkeit ist, was Gott uns aus Gnaden durch Jesus schenkt.

pinia antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @pinia

Nach meinem Verständnis der Bibel ist die Verdammnis die angekündigte Konsequenz des Misstrauens gegenüber Gott

In Ordnung, aber hat Gott nicht dieses Szenario erschaffen?

Es scheint mir wie ein Vater , der in seiner Familie die Regel aufstellt
"Wer mir nicht vertraut und keine Beziehung mit mir will, mir nicht glaubt, wird 2 Wochen in den dunklen Kellerraum gesperrt."

Oder hat Gott eben doch nicht alles geschaffen?

lombard3 antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @lombard3

In Ordnung, aber hat Gott nicht dieses Szenario erschaffen?

Veröffentlicht von: @lombard3

Oder hat Gott eben doch nicht alles geschaffen?

Doch. Gott hat alles erschaffen. In der Bibel offenbart er sich uns als der Souveräne, der über allem steht, der Ursprung des Seins. Als dieser hat er das Recht, die Bedingungen festzulegen, unter denen Leben möglich ist und Beziehung funktioniert.

Übrigens tut das auf einer niedrigeren Ebene im Geschäftsleben der Chef auch, oder der Vorstand eines Vereins. Und wer nicht bereit ist, diese Bedingungen zu akzeptieren, der muss sich eine andere Arbeitsstelle suchen oder kann nicht Mitglied im Verein bleiben.

Natürlich ist das mit der Beziehung zu Gott viel weitreichender und hat ewige Konsequenzen.

Veröffentlicht von: @lombard3

Es scheint mir wie ein Vater , der in seiner Familie die Regel aufstellt
"Wer mir nicht vertraut und keine Beziehung mit mir will, mir nicht glaubt, wird 2 Wochen in den dunklen Kellerraum gesperrt."

Für mich gibt es da einen großen Unterschied zu Gott: Der Vater kann willkürlich Bedingungen aufstellen, was die Beziehung und das Vertrauen angeht.
Gott ist das Leben. Trennung von ihm, bzw. Nicht-Beziehung zu ihm bedeutet, vom Leben/der Quelle des Lebens abgeschnitten zu sein, und damit ewigen Tod. Das ist keine willkürliche Bedingung, sondern liegt in der Natur der Sache: Wer keine Verbindung zur Lebensquelle hat, ist tot (geistlich gesehen). Die ewige Verdammnis ist dieser ewige Tod.
Gott macht es jetzt umgekehrt wie der Vater in deinem Beispiel, er bietet die Beziehung an, lädt durch Jesus zur Beziehung mit ihm ein, also: Wer mir vertraut, wer die Beziehung mit mir eingeht, der hat das (ewige) Leben.

Ich danke dir übrigens für dein Hinterfragen, weil mir im Nachdenken und Antworten nochmals einiges klar wurde bzw. ich Worte finden konnte, die ich bisher so nicht hatte.

pinia antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Der Vergleich ist nicht gut. Das Gott Christus sandte zeigt doch das er es nicht unnötig schwer macht.

Die Welt ist durch negative Kräfte eben nicht mehr im Zustand den Gott wollte (fast totale Freiheit, Segen und Gemeinschaft mit Gott) sondern auf Geheimnissvolle Weise getrennt davon. Das führt wohl zu diesen Verwerfungen.

Vg

derneinsager antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375

Tut mir leid, im Moment verstehe ich nicht was du meinst bzw. wie du das meinst.

Die ganze Welt ist getrennt von Gott, der Quelle des Lebens, und daher vom Tod bestimmt. Diese Welt ist der Machtbereich Satans, der - obwohl Jesus ihn durch Tod und Auferstehung entmachtet hat - sich wie wild gebärdet. Der Mensch ist kein neutrales Wesen, sondern von Natur aus seit dem Fall dem Tod und der Macht des Bösen unterworfen. Natürlich kann der Mensch sich gut und richtig verhalten, aber die geistliche Wahrheit dahinter ist der Machtbereich des Bösen. Gott hat durch Jesus den Ausweg aus diesem Machtbereich geschaffen, aber es ist eben das Angebot der Beziehung, das der Mensch im Glauben annimmt oder ablehnt.

Es gäbe so viel dazu zu sagen, aber ich finde es schwierig das alles umfassend zu schreiben, dass keine Missverständnisse entstehen, außerdem bin ich in Urlaubsvorbereitungen. Aber ich hoffe du verstehst was ich meine.

pinia antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12861
Veröffentlicht von: @lombard3

Das klingt eher nach einer persönlichen Frage, nicht um eine gesamtheitliche Frage.

Ich will mich nicht als Weltenretter oder Retter der Entächteten aufspielen, mir geht es immer um Persönlichkeiten, um Persönliches ... 😊

neubaugoere antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Hm... also ich denke, dass sich die Realität nicht oder kaum von meinem Glauben beeinflussen lässt.

Die Realität an sich nicht, aber dein Umgang damit.

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292

Richtig, solange ein Wirkzusammenhang besteht.

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Hä? Was soll da wirken?

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292

Naja, wenn ich glaube, dass sich der Mond bunt weiß-blau färbt, tut er es nicht in der Realität -> es besteht kein Wirkzusammenhang, da ich zu weit vom Mond entfernt bin.

Wenn ich allerdings aufgrund meines Glaubens eine Handlung durchführe, so bewirkt diese etwas.

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Wenn ich allerdings aufgrund meines Glaubens eine Handlung durchführe, so bewirkt diese etwas.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich sehe es eher so:
Mir wiederfährt etwas. Jemand, der nicht an Christus glaubt und auch sonst niemanden hat, verzweifelt. Ich glaube an Jesus Christus und weiß, dass ich ihm in jeder Situation vertrauen kann. Deshalb lege ich die Situation in seine Hände und bleibe gelassen. Diese Tatsache bewirkt, dass Kopf und Herz frei sind. Zu dem Zeitpunkt hab ich aber noch gar keine "Handlung durchgeführt". Was nicht ist, kann also auch nichts bewirken.

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292

Ja, stimmt, du bleibst gelassen.

Das kann sich psychisch positiv auswirken.
Es stimmt auch, dass äußerlich keine Handlung durchgeführt wurde, allerdings ist der Wirkzusammenhang vorhanden, dass eben durch die Vorstellung, dass man jemand vertrauen kann, man ruhiger wird.

Das kann auch passieren, wenn man von einem anderen Menschen getröstet wird oder man andere (religiöse) Handlungen durchführt.

Das kann auch der Grund sein, weshalb Menschen Religionen anhängen, weil es ihnen Trost gibt.

Der Wirkzusammenhang ist psychischer Natur.

lombard3 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @lombard3

Das kann sich psychisch positiv auswirken.
Es stimmt auch, dass äußerlich keine Handlung durchgeführt wurde, allerdings ist der Wirkzusammenhang vorhanden, dass eben durch die Vorstellung, dass man jemand vertrauen kann, man ruhiger wird.

Echt jetzt? Ich schrieb, ich weiß, dass ich Gott vertrauen kann und du spielst das herunter zu einer Vorstellung, davon, dass ich jemandem vertrauen kann?

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @herbstrose

Echt jetzt? Ich schrieb, ich weiß, dass ich Gott vertrauen kann und du spielst das herunter zu einer Vorstellung, davon, dass ich jemandem vertrauen kann?

Na ja, vielleicht war das Wort Vorstellung an dieser Stelle missverständlich.

Aber schon allein das Wissen beruhigt ja.

Was du weißt oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Ich finde jedoch, es spielt keine Rolle, ob es eine Vorstellung ist (schwächer) oder ein Wissen: Psychisch lässt sich bestimmt eine Auswirkung feststellen.

lombard3 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12861

Es ist ein Unterschied zwischen:

Ich stell mir vor, ich falle da grad den Abhang herunter.
und
Ich weiß, ich falle da grad den Abhang herunter.

neubaugoere antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Oh ja, der Unterschied ist gewaltig 😄

herbstrose antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Warum sollte jemand in Gottes Reich und Gegenwart leben, der gar nicht an Gott glaubt?

Warum offenbart Gott sich ihm nicht?
Wie soll ein Mensch sich nach der Gegenwart eines Gottes Sehnen, den dieser Mensch nie erlebt hat?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Also bleibt er da leben, wo er gerade lebt.

Nein, Menschen sterben. Und dann gibt es nach vorherrschender Lehrmeinung nur zwei Wege. Der Ungläubige bleibt also nicht dort, wo er ist, sondern wird an einen anderen Ort gebracht, was du wohl als "Konsequenz" verharmlost. Der Ungläubige ist dann aber an einem Ort an den er nicht geglaubt hat.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Einzige Änderung: Gott, der die Liebe ist, wird sich aus dieser Welt herausnehmen, sodass übrig bleibt eine Welt, in der es eben Gott nicht gibt, mit allen Konsequenzen.

Die Sonne geht über Christen wie nicht Nicht-Christen auf.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Das ist doch für jemanden, der sowieso an keinen Gott oder nicht an diesen Gott glaubt, doch kein Problem sein.

Wenn sein "Nichtglaube" zur Realität wird, ist es ein Problem. Und daher sollten wir als Christen auf solche Fragen schon etwas mehr eingehen als mit ein "Kann dir doch egal sein".

lhoovpee antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12861

Gott hat sich offenbart. Über alle Jahrhunderte hinweg.

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Wenn sein "Nichtglaube" zur Realität wird, ist es ein Problem.

Aus wessen Perspektive und warum?

neubaugoere antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Aus wessen Perspektive und warum?

Wenn ich mich hier einmischen darf:

Die Realität behandelt ja alle gleich - egal ob sie an etwas glauben oder nicht.

Das heißt, bei 60 °C verbrennt sich jeder die Finger, egal, ob er glaubt die Herdplatte ist heiß oder nicht.

lombard3 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624
Veröffentlicht von: @lombard3

Das heißt, bei 60 °C verbrennt sich jeder die Finger, egal, ob er glaubt die Herdplatte ist heiß oder nicht.

Und Homöopathie kann helfen, wenn man daran glaubt. Denn über den Placeboeffekt kommt diese nicht hinaus. Wenn sie dann aber wirkt dann wirkt sie.

Also die Realität kann durch einen glauben beeinflusst werden.

arcangel antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @arcangel

Also die Realität kann durch einen glauben beeinflusst werden.

Richtig, wenn ein Wirkzusammenhang besteht. Z.B., dass der Glaube eine Reaktion im Körper hervorruft.

lombard3 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

Und selbst, wenn man Gott aussen vor lässt hat der Glaube einen Einfluss auf die Realität. Stichwort selbsterfüllende Prophetien, oder bestätigende Mustererkennung.

Wir können nämlich die Realität nicht objektiv wahrnehmen. Dazu ist unser hier viel zu selektiv und manipulativ und faul. Wir sehen was wir sehen wollen, und was nicht passt wird passend gemacht.

arcangel antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @arcangel

Dazu ist unser hier viel zu selektiv und manipulativ und faul. Wir sehen was wir sehen wollen, und was nicht passt wird passend gemacht.

Sicherlich sehr oft, allerdings würde ich das nicht generell als negativ bewerten. Das ist sicherlich nötig bei der Vielzahl von Eindrücken, die wir haben und so funktioniert unser Gehirn oft einfach.

lombard3 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624
Veröffentlicht von: @lombard3

Das ist sicherlich nötig bei der Vielzahl von Eindrücken, die wir haben und so funktioniert unser Gehirn oft einfach.

Klar ist es notwendig, wir hätten gar nicht die Kapazität alles ständig neutral zu beurteilen und abzuwägen, darum haben wir ja einfache Erkennungsmuster, Vorurteile und stereotypen.

Und genauso hat unser Glauben einem Einfluss darauf wie wir die "Realität" wahrnehmen.

arcangel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Wir können nämlich die Realität nicht objektiv wahrnehmen

Wenn ein Mensch tot ist, ist er tot. Wenn man in der linken Hand einen Apfel hat, dann ist es objektiv betrachtet so, dass man in der linken Hand einen Apfel hat.

Nun, du kannst gern glauben, dass es eine Birne ist. Du kannst auch rrinbeißen und das Ding schmeckt nach Birne (subjektive Wahrnehmung). In der Realität, so ganz objektiv betrachtet, ist in der linken Hand immer noch ein Apfel.

herbstrose antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

Wenn jemand Beschwerden hat und Wasser trinkt und die Beschwerden dann Weg sind, und ein anderer dasselbe macht aber die Beschwerden bleiben.

arcangel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Dann hatte der zweite wohl das falsche Wasser.

herbstrose antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

Das muss es wohl gewesen sein 😊

arcangel antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

😏

herbstrose antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Gott hat sich offenbart.

Jo, das behauptet viele Religionen. Aber seien wir ehrlich: Es gibt keinen objektiven Grund, warum das Christentum nun die wahre Religion sein soll und alle anderen nicht.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Aus wessen Perspektive und warum?

Die Perspektive spielt da keine Rolle... Du sagst, die Realität der Hölle ist für den Nicht-Christen kein Problem. Das ist Paradox, da die Hölle ja lediglich die Nicht-Christen betrifft.

Du drückst dich also um die Antwort auf die Frage "Warum ist eigentlich etwas nicht zu glauben aufgrund von Mangel an Überzeugung, etwas Schlechtes?" (Zitat von Lombard3)

Man kann sie auch provokanter Stellen: Warum ist Gott ungerecht? Warum bestraft er Mensch dafür, dass sie an etwas nicht glauben aufgrund fehlender objektiver Beurteilungsmaßstäbe, die zu einer Überzeugung führen würden? Wenn Gott will, dass die Leute an ihn glauben, warum handelt er dann nicht pro-aktiv?

lhoovpee antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 14194

Muss es denn immer objektive Gründe geben?

herbstrose antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382

Auch Subjektiv gibt es für den betroffenen Personenkreis kein Grund an Gott zu glauben, ansonsten würden sei es ja tun.

lhoovpee antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Warum offenbart Gott sich ihm nicht?
Wie soll ein Mensch sich nach der Gegenwart eines Gottes Sehnen, den dieser Mensch nie erlebt hat?

Gott offenbart sich, seine ewige Macht und Gottheit in der Schöpfung, sei es im Zusammenspiel der Zellen und Funktionen im Körper, der unermesslichen Weite des Universums oder ganz aktuell durch ein klitzekleines Virus, das die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzen kann, und noch auf viele andere Weisen. - In unseren Breiten offenbart er sich durch sein Wort, das jeder hierzulande zu hören oder zu lesen die Gelegenheit hat, und in seinen Menschen, den Christen, die ein Brief Gottes sind, gelesen von allen Menschen (leider viel zu oft nichtssagender oder Droh- und viel zu selten Liebesbrief)
Kein Mensch wird sich am Ende damit herausreden können, er habe nichts von Gott wissen können.

Nach Gott sehnt sich übrigens jeder Mensch, auch wenn ihm das vielleicht nicht bewusst ist, denn Gott hat die Ewigkeit in unsere Herzen gelegt. Nicht umsonst boomt alles, was auf irgendeine Art Sinn verspricht. Auch das ganze Klimathema und viele Verschwörungsgruppierungen haben für mich quasireligiöse Züge. Sie bieten suchenden Menschen Erklärungsansätze und Auswege aus der Misere.

pinia antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 2382
Veröffentlicht von: @pinia

Kein Mensch wird sich am Ende damit herausreden können, er habe nichts von Gott wissen können.

Man kann sogar viel zu viel Wissen. Es gibt tausende Gottesvorstellungen. Es geht nicht darum, ob man diese kennt, sondern woher man wissen soll, welche denn jetzt die richtige ist.
Und da bringen einen dann Traditionen, Überlieferungen und Zeugnisse nichts, da es davon tausende gibt, die alle etwas anderes behaupten.

Das einzige was hilft: Eine persönliche Offenbarung Gottes. Die scheint aber nur wenigen Menschen vorbehalten zu sein, ansonsten gäbe es kaum so viele verschiedenen Gottesvorstellungen.

lhoovpee antworten
joe390
 joe390
(@joe390)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 466
Veröffentlicht von: @lombard3

Warum ist eigentlich etwas nicht zu glauben aufgrund von Mangel an Überzeugung, etwas Schlechtes?

Es ist nicht in erster Linie im moralischen Sinne schlecht, sodass man dann für den Unglauben bestraft würde. Sondern man geht an der Rettung vor der Strafe für seine Sünden vorbei.
Wie bei einem Arzt, der dir eine tödliche Krankheit diagnostiziert und dich auf das einzig helfende Medikament hinweist. Wenn so sagst: "Glaube ich nicht, dass es so um mich steht, und die Medizin brauche ich auch nicht", ist dein Unglaube nicht in erster Linie moralisch verwerflich ("etwas Schlechtes"), sondern du stirbst eben an deiner Krankheit. So ist es mir Gottes Wort, dass uns vor Augen stellt, dass unsere Sünden todeswürdig sind, das uns aber auch sagt, dass uns Gott in Jesus Umkehr und Vergebung anbietet.

Veröffentlicht von: @lombard3

Bei Gott jedoch wird der Ungläubige in den feurigen Pfuhl geworfen. Warum?

Nicht primär aus Strafe für den Unglauben. Sondern wegen seinen Sünden. Er glaubt nicht, dass es so schlimm um ihn steht und dass er Jesus als Retter vor Gottes Gericht braucht. Also sucht er die Rettung nicht, bekehrt sich nicht, und so steht er eines Tages vor Gottes Gericht.

Und dort gilt: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. (...) Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. (...) Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deine Eide halten.« Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt (...) Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. " (aus Matthäus Kap. 5)
und
"... aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen." (aus Matthäus Kap. 15)

Gottes Maßstäbe sind da glasklar und unbestechlich. Da ist kein Mensch gerecht, sondern alle haben gesündigt und sind dem Herzen nach Sünder. Im Kern sind die Menschen verdorben und brauchen Umkehr, Vergebung, Reinigung und Heilung. Das ist das Evangelium, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, um Sünder zur Umkehr zu rufen, zu retten und selig zu machen.

joe390 antworten


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