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Was ist eine ECHTE Bekehrung - Nur ein Übergabegebet oder mehr?

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TinaBi
 TinaBi
Themenstarter
Beiträge : 6

Hallo,

erst mal Informationen zu mir: Ich bin 47 Jahre alt und gehe mit meinem Mann und 2 meiner 3 Kinder in eine pietistisch, brüdergemeindlich geprägte Gemeinde. Es ist keine keine strenge, gesetzliche Gemeinde mehr, war dies früher aber durchaus. Mein Mann und ich sind beide nicht in christlichem Elternhaus aufgewachsen und haben uns als Teen oder mein Mann als Erwachsener für Christus entschieden. 

In diese Gemeinde gehen wir seit 5 Jahren, vorher waren wir in einer anderen auch brüdergemeindlich, evangelikal geprägten Gemeinde, die sich aufgelöst hat. Danach waren wir 8 Jahre in gar keine Gemeinde, haben das Christentum nicht gelebt und unseren Kindern eigentlich auch nichts darüber vermittelt, bis schliesslich doch wieder die Sehnsucht aufkam eine christliche Gemeinschaft zu besuchen. 

Mein Sohn (21 Jahre) ist letztes Jahr zum Glauben gekommen und hat sich letzten Sonntag taufen lassen. Dort ist mir bei den Zeugnissen doch wieder aufgefallen, daß einige sagten sie haben sich als Kind bekehrt (eine mit 5 Jahren), weil sie schon gläubige Eltern hatten usw.

Ich frage mich was für eine Art Bekehrung ein 5-jähriges Kind haben kann. Ich merke daß in diesen Kreisen halt viel Wert auf das Übergabegebet gelegt wird, aber ist eine Bekehrung nur ein Gebet? Es wird auch in den Kinderferienlagern dieser Gemeinde darauf hingearbeitet, daß die Kinder sich "bekehren", also so ca. 8-12 jährige. Es gibt auch noch eine Glaubensgrundkurs dessen Ziel es ist die noch nicht bekehrten dazu zu bringen (mit ca.14 Jahren).

Ich bin skeptisch ob nicht bei viele nur der Gruppendruck dahintersteht und kann mir nicht vorstellen daß ein bloßes Gebet dich erettet? Es wurde mir auch schon von einer Schwester gesagt, daß vielleicht 1/3 dieser Bekehrungen echt sind. 

Es geht mir jetzt nicht nur über Kinder sondern auch Bekehrungen von Erwachsenen, reicht ein bloßes Gebet aus? Ich weiß Buße tun gehört auch dazu, aber um Kind Gottes zu werden brauche ich doch auch eine Art Lebenswende?

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße

TinaBi

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Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1009

reicht ein bloßes Gebet aus? Ich weiß Buße tun gehört auch dazu, aber um Kind Gottes zu werden brauche ich doch auch eine Art Lebenswende?

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße

TinaBi

Bloßes Gebet, wahrscheinlich meinst du ein Lippenbekenntnis, das reicht natürlich nicht. Dann hätte Jesus uns lieber zu brutalen Kämpfern als zu seinen Nachfolgern ausbilden sollen. Es mag Gruppendruck geben. Aber eine schöne, kindgerechte Freizeit, in der den Kindern das Evangelium nahegebracht wird und die Möglichkeit zur Bekehrung gegeben wird, ist kein Druck. Immer wenn ich bei sowas dabei war, auch bei Erwachsenen, wurde die eigene Entscheidung betont. Ist es nicht Gott selbst, der daran interessiert ist, dass sich eine echte Beziehung zu ihm aufbaut, selbst wenn jemand so eine Persönlichkeitsstruktur hat, dass er sich gedrängt fühlte? 

Es kann genauso sein, dass es junge, vorbereitete Herzen gibt, die leicht zu Gott finden. Meine Tochter kam auch im Vorschulalter zu mir und wollte ganz genau wissen, wie man Christ wird. Sie wollte sich unbedingt bekehren und diese Entscheidung hält jetzt über 25 Jahre. 

Ein Gebet, das wirklich zu Gott gesprochen wird, hat gewaltige Kraft. Die Entscheidung, die dahinter steht, mag mal ein jahrelanges Ringen voller Opfer sein, mal eine einfache, klare Erkenntnis. Ich möchte nicht entscheiden, ob die Art, wie ein Mensch dazu gekommen ist, sich Christ zu nennen, richtig ist. Ist es nicht unsere Aufgabe, das Gute anzunehmen? Ist es nicht wichtiger, als Christen in Einheit zu leben als ständig Nabelschau zu betreiben? 

Wenn wir an unseren Früchten erkennen, wie es um uns steht, muss das keine äußere Lebenswende beinhalten. Ein junger Mensch, der schon in seiner Familie auf eine gute Bahn gebracht wurde, muss doch nicht mit der Bekehrung warten, bis er mal so richtig im Dreck gelandet ist, um die Bekehrung „beweisen“ zu können. Gott sieht das Herz und wenn wir Zeit miteinander verbringen und zuhören, kommen oft erstaunliche Lebensgeschichten, in denen die Entscheidungen eines Christen eben doch oft anders aussehen als die eines Nichtchristen. 

tagesschimmer antworten
Deborah71
Beiträge : 16784

@tinabi 

Hi Tina,

so wie ich es verstehe, braucht es eine Berührung im Herzen, die dann auch nach aussen hin sichtbar wird in einer deutlichen Veränderung.

Das Gebet kann eine Ausdrucksform sein, womit jemand bestätigt, was im Inneren stattgefunden hat.

Auch Kinder können diese Berührung im Herzen erleben. Da wird dann auch ein Unterschied vorher-nachher sichtbar.

Jakobus lässt sich da ziemlich ausführlich zu aus. Sein Kernsatz ist folgender:

Jakobus 2, 17 Genauso nutzlos ist ein Glaube, der nicht in die Tat umgesetzt wird: Er ist tot.

Wer sagt, ich habe mich bekehrt und im nächsten Satz meint, geh mir bloss weg mit Gott.... das klafft auseinander, um mal ein Beispiel zu geben.

deborah71 antworten
2 Antworten
TinaBi
 TinaBi
(@tinabi)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 6

@deborah71

Ja das glaube ich schon, daß auch Kinder sich bekehren können. Mein Problem ist eher in diesem Hindrängen in den Ferienlagern oder im Glaubensgrundkurs, aber klar viele entscheiden sich dann vielleicht später noch bewusster für Jesus.

Ich habe mich halt gefragt, ob ein Kind, daß durch den "Druck" in diesen Freizeiten ein Übergabegebet spricht wirklich Buße tut und im Inneren wirklich was stattgefunden hat. Möchte aber wirklich nicht ausschließen, daß es auch echt sein kann.

Ob dieser Druck immer noch so ist, weiß ich nicht, ich bin wie gesagt nicht in dieser oder irgendeiner anderen Gemeinde großgeworden. Eine Bekannte hat mir jedoch erzählt, daß so Ende der 70er und 80er bei den Glaubensgrundkursen dieser Gemeinden mit allen öffentlich für die Noch-Nicht-Bekehrten mit Namensnennung beim Mittagstisch gebetet wurde. Das finde ich gelinde gesagt unmöglich.

Ja, in dieser Gemeinde ist halt kaum einer der nicht in diesem Gemeindeverbund aufgewachsen ist und ja, da gibt es schon bischen eine Klassengesellschaft, die deren ELtern, Großeltern etc. schon dabei war und die anderen... Aber das ist eigentlich nicht das Thema.

LG

TinaBi

tinabi antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@tinabi 

Hindrängen hat schon manche Verhinderung bewirkt. Da bin ich ganz bei dir.

deborah71 antworten


Lucan-7
Beiträge : 15956

@tinabi 

Es geht mir jetzt nicht nur über Kinder sondern auch Bekehrungen von Erwachsenen, reicht ein bloßes Gebet aus? Ich weiß Buße tun gehört auch dazu, aber um Kind Gottes zu werden brauche ich doch auch eine Art Lebenswende?

Ich bin da jetzt eher das Gegenbeispiel... ich kann dir also bestätigen, dass ein Gebet oder ein Versprechen tatsächlich nicht ausreichen. Denn dann wäre ich ja jetzt auch Christ... trotz Suche und Versprechen habe ich aber Jesus nicht gefunden, deshalb sehe ich mich jetzt auch als Atheisten.

Ich habe damals Jesus eine Art Vertrauensvorschuss geben wollen und mich zu ihm bekannt. Aber ich habe dennoch keinen Glauben gefunden. Das heißt konkret: Ich habe keine Vorstellung, was genau meinen Glauben ausmachen könnte, also wo genau mir die Bibel Halt geben könnte, was für eine Beziehung ich zu Gott habe, inwiefern ich Gott vertraue oder wie ich Jesus nachfolgen kann.

Die Vorstellungen hier sind sicher individuell verschieden, aber an irgendeiner Stelle brauche ich hier ja Etwas das mir Halt gibt, um wirklich gläubig zu sein.

Ich hatte übrigens auch den Eindruck, dass viele Leute in der Gemeinde nicht "wirklich" gläubig sind... aber da muss man natürlich aufpassen, dass man nicht die eigenen Vorstellungen über andere Menschen stülpt - vielleicht hatten diese Leute einfach einen ganz anderen Ansatz, der mir völlig fremd war. Aber das heißt ja nicht, dass sie deshalb nicht gläubig gewesen wären.

Dass es mit Sicherheit Leute gibt, die da einen Glauben nur vortäuschen, etwa um nicht alleine zu sein oder aus sonstigen Gründen... nun, das gibt es sicherlich. Aber das müssen die dann mit sich selbst ausmachen.

 

 

 

lucan-7 antworten
16 Antworten
TinaBi
 TinaBi
(@tinabi)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 6

@lucan-7 Ok, sehr interessant.

Ich finde schon , daß man die "echten" Christen erkennen kann, einfach in der Liebe die sie zu den anderen haben, auch zu denen, die nicht grade auf ihrer Wellenlänge liegen. Das ist ein gewaltiges Übungsfeld in dem ich auch immer wieder scheitere.

In meiner Gemeinde gibt es solche Christen, denen man anmerkt, daß sie Christus im Herzen haben und deshalb bin ich auch noch dabei, es gibt halt auch andere, die reingeboren sind und bei denen man merkt, daß es halt Tradition, Gewohnheit, soziales Umfeld etc. ist. Aber ich denke als Christ hat man halt die Aufgabe auch diese anzunehmen.

LG

TinaBi

tinabi antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@tinabi 

Ich finde schon , daß man die "echten" Christen erkennen kann, einfach in der Liebe die sie zu den anderen haben, auch zu denen, die nicht grade auf ihrer Wellenlänge liegen. Das ist ein gewaltiges Übungsfeld in dem ich auch immer wieder scheitere.

Ich denke, ich verstehe was du meinst. Ich erinnere mich auch an Christen, die mir im Glauben wirklich imponiert haben... wo ich gemerkt habe: Wow - das ist wirklich echt, da ist etwas sehr Tiefes und Authentisches.

Andere kamen mir schwach und... na ja, etwas merkwürdig vor.

Ich denke aber nicht, dass man deshalb auf einen "echten" oder "unechten" Glauben schließen sollte... es sei denn, es gäbe wirklich eindeutige Hinweise (Leute die voller Hass und Missgunst sind dürften wohl eher nicht wirklich gläubig sein...). Aber manche ringen halt auch mit verschiedenen Dingen.

Aber ich denke als Christ hat man halt die Aufgabe auch diese anzunehmen.

Auch wenn ich diesbezüglich ein Außenstehender bin stimme ich dem zu... so lange sich diese Leute nicht irgendwie "toxisch" verhalten, sondern sich einfügen steht es niemandem zu, sie zu verurteilen.

 

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1160
Veröffentlicht von: @lucan-7

Andere kamen mir schwach und... na ja, etwas merkwürdig vor.

Das könnte auch daran liegen, dass Leute, die als eher "schwach" und merkwürdig gelten, nicht selten die Nähe zu Christen/Kirchen suchen, da sie sich erhoffen, von diesen wenigstens noch einigermassen angenommen zu werden - im Gegensatz zur übrigen Welt.

Falls du überhaupt das mit "schwach" und "merkwürdig" meintest, was mir gerade vorschwebt.

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@tamaro 

Das könnte auch daran liegen, dass Leute, die als eher "schwach" und merkwürdig gelten, nicht selten die Nähe zu Christen/Kirchen suchen, da sie sich erhoffen, von diesen wenigstens noch einigermassen angenommen zu werden - im Gegensatz zur übrigen Welt.

Falls du überhaupt das mit "schwach" und "merkwürdig" meintest, was mir gerade vorschwebt.

Das könnte es wohl treffen. Es ist auch gar nicht so, dass ich diese Leute selbst für "schwach" gehalten hätte... es war eher eine Selbsteinschätzung. Eine tief sitzende Unsicherheit, die da zu spüren war. Daraus erfolgte dann auch das "merkwürdige" Verhalten. Auffällig war jedenfalls, dass sie aus dem Glauben wenig Trost und Zuversichtlichkeit zu schöpfen schienen. Also nicht, dass jetzt jeder Gläubige ständig vor Zuversicht strotzen würde, das ist Quatsch - aber da war irgendwie gar nichts. Wenn sie vom Glauben erzählten, dann hatte das etwas von einem Kind, das im dunklen Wald singt um sich Mut zu machen... aber nicht wirklich glaubt, dass es etwas nützt.

 

lucan-7 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1009

@tinabi Naja, das mit der Liebe zu anderen Christen ist bei manchen noch ausbaufähig. Das ist auch kein sicheres Erkennungszeichen. Ein Erkennen stellt sich bei mir oft erst in Gesprächen oder im Gebet ein. Manchmal kann ich mir auch einfach kein Reim drauf machen und denke, ich sollte es dann auch lassen. Ich kenne jedenfalls auch Christen, die echt egoistisch, arrogant und übergriffig sind und doch seit Jahrzehnten schon eine Beziehung zu Gott haben und ich kenne Nichtchristen, die so eine liebevolle, ungeheuchelte Annahme und weite Herzen haben.

tagesschimmer antworten
TinaBi
 TinaBi
(@tinabi)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 6

@tagesschimmer 

Interessant, aber wenn Christen schon seit Jahrzehnten eine Beziehung zu Gott haben und dennoch egoistisch, arrogant und übergriffig sind muß ich mich schon fragen, ob sie jemals im Glauben gewachsen sind. Das heißt nicht, daß sie keine Christen sind, sondern die Früchte des Glaubens fehlen und sie sind noch Babys, wenn du verstehst was ich meine. Das ist auf jeden Fall nicht erstrebenswert.

LG 

TinaJuni

tinabi antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1009

@tinabi Klar, nicht erstrebenswert.

tagesschimmer antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@lucan-7 Du bestätigst genau, was die Schrift sagt: es geht nicht durch menschliche Kraft oder Willen, ein neues Herz zu bekommen.  Wenn der Heilige Geist das Feuer im Herzen nicht zündet, wird das nix.

Du kennst sicher die Bibelstelle von den Emmausjüngern: Brannte nicht unser Herz, als ER mit uns redete?

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@deborah71 

Du bestätigst genau, was die Schrift sagt: es geht nicht durch menschliche Kraft oder Willen, ein neues Herz zu bekommen.

So? Es steht aber auch geschrieben: "Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet." (Matthäus 7, 8)

Aber ich weiß schon... ich hab's natürlich nicht ehrlich gemeint oder so...

 

 

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@lucan-7 

Aber ich weiß schon... ich hab's natürlich nicht ehrlich gemeint oder so...

Damit hat es gar nichts zu tun. Wozu verurteilst du dich jetzt selbst? 

Dein Stichwort ist Vertrauensvorschuß in deinem post....  d.h. da war noch was Sperrendes im Hintergrund.

Dein Gebet ist quasi noch unterwegs und in Arbeit.... das JETZT mit dem Zündfunken des Vertrauens muss noch kommen.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@deborah71 

Damit hat es gar nichts zu tun. Wozu verurteilst du dich jetzt selbst?

Na ja, das ist halt das, was dann regelmäßig kommt... an Gott kann es ja nicht liegen, also muss bei mir irgendwas nicht in Ordnung sein.

Dein Gebet ist quasi noch unterwegs und in Arbeit.... das JETZT mit dem Zündfunken des Vertrauens muss noch kommen.

Soweit es mich betrifft bin ich da mit mir und der Welt im Reinen... jeder geht seinen Weg.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@lucan-7 

Na ja, das ist halt das, was dann regelmäßig kommt... an Gott kann es ja nicht liegen, also muss bei mir irgendwas nicht in Ordnung sein.

Erinner dich an Daniel, der z.B. 21 Tage warten musste, bis sein Gebet beantwortet wurde. Erhört wurde es am ersten Tag... aber es gab Widerstände und es lag nicht an Daniel.

Du hattest sofort eine Art Widerstand am Wäldchen, wovon du mehrfach in posts hier berichtet hast.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@deborah71 

Erinner dich an Daniel, der z.B. 21 Tage warten musste, bis sein Gebet beantwortet wurde. Erhört wurde es am ersten Tag... aber es gab Widerstände und es lag nicht an Daniel.

Du hattest sofort eine Art Widerstand am Wäldchen, wovon du mehrfach in posts hier berichtet hast.

Nun ja... das ist jetzt auch schon wieder 17 Jahre her. Irgendwann war's das dann auch.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@lucan-7 

Es gibt Dinge, die dauern ...  ich bin neulich über eine Sache gestolpert, die ca 60 Jahre zurückliegt und immer noch negative Auswirkungen auf mich hatte... jetzt erst hatte ich "Handwerkszeug" bekommen, das aufzulösen.

Es gibt zwei Worte für Zeit im Griechischen: chronos beschreibt den einfachen Zeitablauf, kairos benennt den richtigen Zeitpunkt für eine Sache. Alles chronos-Geschehen läuft immer auf einen Kairos-Moment hinaus. Das hilft mir nicht aufzugeben, wenn es schwierig wird.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@deborah71 

Alles chronos-Geschehen läuft immer auf einen Kairos-Moment hinaus. Das hilft mir nicht aufzugeben, wenn es schwierig wird.

Nun, ich stimme dir zwar in vielem nicht zu... aber das ist in der Tat ein tröstlicher Gedanke.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@lucan-7 

Obwohl ich als Kind in die Kirche gebracht wurde, war Gottes kairos-Moment bei mir, als ich ca 33 Jahre alt war.

 Gib niemals auf! wurde mir in Krisenzeiten immer wieder völlig unerwartet zugesprochen und half mir, mein Leben  nicht aufzugeben.

deborah71 antworten
Blackhole
Beiträge : 988

@tinabi

Veröffentlicht von: @tinabi

Ich bin skeptisch ob nicht bei viele nur der Gruppendruck dahintersteht

Ich gehe davon aus, daß es das tut.

 

Man sollte einmal nachhaken: Was genau meinen die mit "bekehrt"?
Wenn die damit speziell ihre Glaubensrichtung meinen, implizieren sie damit, daß alle anderen christlichen Konfessionen falsch sind.

Auch scheinen die etwas sehr starres zu erwarten: Du hast dich einmal "bekehrt" (wozu?) und jetzt ist dein Glaubensleben festgenagelt!

Nur ist die Beziehung zu Gott etwas lebendiges. Mit 80 sind wir alle durch mehrere Gottesbilder, Glaubensphasen und auch -krisen gegangen. Ein Mensch der mit 40 noch den selben Glauben und das gleiche Gottesbild wie mit 5 hat, mit dem stimmt etwas nicht.

Und auch Gottes menschliche Manifestation, Jesus, nehmen wir in verschiedenen Lebensabschnitten verschieden wahr.

Mir z.B. ist Maria mittlerweile wichtig geworden, was ich mit 25 nie im Leben geglaubt hätte. Weil ich mich mit dem lateinamerikanischen Marienkult befasst habe, wo Maria eine mächtige Nebengottheit ist, kein stilles demütiges Weiblein, wie in der mitteleuropäischen Tradition.

blackhole antworten
1 Antwort
TinaBi
 TinaBi
(@tinabi)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 6

@blackhole 

Hallo,

nein die spezielle Glaubensrichtung exklusiv wird nicht gemeint. Die Bekehrung wird aber schon als ein Moment gesehen, in der du bewusst zu Gott deine Sünden bekennst (Buße tust) und Jesus bittest in dein Leben zu kommen, dann bist du errettet. 

Das ist eben mein Problem, daß mir hier auch die Lebensveränderung fehlt, ja sie wird dann schon irgendwie erwartet, aber alles kristallisiert sich doch auf diesen einen Punkt, wo du Gott um Vergebung deiner Sünden gebeten hast. Es gibt dann noch verschiedene Meinungen ob man dann wieder verlorengehen kann, oder nicht, aber das soll jetzt nicht mein Thema sein.

Ich selbst hatte so ein Bekehrungserlebnis, aber es gab dann halt auch eine Zeit wo ich gar nicht im Glauben gelebt habe.

 

LG

TinaBi

 

tinabi antworten


lhoovpee
Beiträge : 2256

@tinabi 

Es gibt nicht den einen Moment indem man ein Gebet spricht und plötzlich ist auf magischer Weise alles super. In der Art gibt es das nur in fromm dargestellten Bekehrungsgeschichten, wo 45% der Geschichte geschönt ist. Gut das klingt jetzt etwas zu Vorurteilhaft. Aber so war es bei mir als Teenager. Mir wurde immer gesagt, dass man sich irgendwann "Bekehren" müsse. Ich bin mit christlichen Eltern aufgewachsen (ebenfalls Brüdergemeinde) und der christliche (evangelikale) Glaube war normal für mich. Doch da ich das immer wieder hörte, habe ich dann in mein Leben eben diesen "einen" Moment gesucht, wo ich "zu Gott fand". Und wir Menschen sind recht erfinderisch, wenn es darum geht unsere Erinnerungen zu verfälschen. Das ist jetzt gar nicht böse gemeint, aber Erinnerungen verändern sich jedes Mal, wenn man sich an sie erinnert. Einige Erfahrungen weder dabei Idealisiert, andere dämonisiert. Und so wir dann aus einem prägsamen Gebet (oder andere Situation) als Kind bei einigen eben die eine super wichtige Bekehrung. Schlussendlich war das Leben dieser Kinder aber wohl nicht groß anders, als bei jenen, die sich dann erst als Teenie oder noch später "Bekehrt" haben.

Ich persönlich glaube gar nicht mehr an die eine zeitpunktuelle Bekehrung. Der Glaube ist eine Beziehung zu Gott. Und diese Beziehung fängt mit unserem ersten Atemzug an. Was einige als Bekehrung bezeichnen ist die Wahrnehmung dieser Beziehung 🙂

lhoovpee antworten
billy-shears
Beiträge : 1593

@tinabi 

Ich frage mich was für eine Art Bekehrung ein 5-jähriges Kind haben kann.

Ja, das kann ich verstehen. Vielleicht ist "Bekehrung" auch einfach nur das falsche Wort dafür, denn wenn ich Bekehrung in Sinn von Röm 2,4 verstehe, dass einen die Güte Gottes zur Umkehr und Buße leitet, ist es durchaus berechtigt zu fragen, wovon ein 5-jähriges FroKi (Kind frommer Eltern) umkehren und worüber es Buße tun will.

Jedoch sollen uns Erwachsenen gerade die Kinder Vorbild sein, denn "wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird dort nicht hineinkommen".

Vielleicht sollte man daher neben der "Bekehrung" noch andere Formeln oder Begriffe etablieren. Selbst FroKi, bevorzuge ich die Formel "ich bin gläubig geworden". Das trifft es für mich eher.

billy-shears antworten


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