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Bibellesen zweitrangig

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Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 484

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

  1. In den ersten 1500 Jahren der Kirchengeschichte besaßen die wenigsten Menschen eine eigene Bibel oder konnten lesen. Dennoch hatten sie einen festen Glauben, denn dieser entsteht primär durch das Hören der mündlichen Verkündigung: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm 10,17).
  2. Die biblischen Texte wurden für das gemeinsame Hören und Erleben im Gottesdienst verfasst, nicht für die Privatlektüre zu Hause: „Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren“ (1. Tim 4,13).
  3. Ohne die Auslegung durch die Gemeinschaft und fundierte Begleitung führt das alleinige Lesen schnell zu Missverständnissen und Fehlern: „Dabei müsst ihr vor allem bedenken, dass keine Prophetie der Schrift eine Sache privater Auslegung ist“ (2. Petr 1,20).
  4. Christus wird für den Einzelnen vor allem im gemeinsamen Sakrament erfahrbar, was das gedankliche Studium von Texten weit übertrifft: „Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?“ (1. Kor 10,16).
  5. Gott schenkt seine Gegenwart und Erkenntnis dort, wo Menschen zusammenkommen, und nicht dem einsamen Leser: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20).
  6. Am Ende zählt für die Rettung nicht das theoretische Textwissen, sondern das praktische Tun und die gelebte Nächstenliebe im Alltag: „Werdet aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22).
  7. Die Kirche und ihre lebendige Gemeinschaft waren zuerst da und haben die Bibel überhaupt erst zusammengestellt; die tragende Säule der Wahrheit ist daher die Gemeinschaft: „...die Kirche des lebendigen Gottes, Säule und Fundament der Wahrheit“ (1. Tim 3,15).
  8. Gott offenbart sich dem Gläubigen direkt im Mitmenschen, besonders im Bedürftigen, was jede theoretische Textarbeit im stillen Kämmerlein ersetzt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).
  9. Ein rein intellektuelles Aneignen von Schriftwissen ohne geistliche Einbindung in das Miteinander führt oft zu Hochmut statt zu echtem Glauben: „Die Erkenntnis bläht auf, aber die Liebe baut auf“ (1. Kor 8,1).
  10. Jesus selbst hat seinen Jüngern keine Bücher hinterlassen, sondern den Heiligen Geist, der die Gemeinschaft der Glaubenden auch ohne geschriebenes Wort leitet und erinnert: „Der Tröster, der Heilige Geist [...] der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26).

Geht es euch ähnlich?

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Gottsucher
(@gottsucher)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 100
Veröffentlicht von: @holger-f

So gerne ich die Bibel studiere und darüber diskutiere, so sind mir doch die Grenzen des eigenen „Lesens“ bewusst. Dazu zehn kurze Überlegungen:

[...]

Geht es euch ähnlich?

Mir persönlich ist das Selber-Lesen der Bibel in Ruhe und in meinem eigenen Tempo und mit Grundtext-Wortstudien schon wichtig und keineswegs zweitrangig - sowohl alleine als auch zu Zweit oder im Hauskreis. Und ich denke, damit bin ich in guter Gesellschaft:

Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. (Apostelgeschichte 17,10-12)

Auch wenn das gemeinschaftliche Hören früher, als nur wenige Menschen lesen konnten oder eine Bibel besaßen, der übliche Zugang zum Wort Gottes war, heißt das ja nicht, dass das für alle Zeiten so bleiben sollte. Gott wacht doch über Sein Wort und sicher auch darüber, dass spätere Generationen mit anderen Lebensgewohnheiten "ihren" Zugang dazu finden würden. Predigten und Auslegungen werden dadurch nicht überflüssig, sondern ergänzt; und auch das Gemeinschaftliche bleibt weiterhin Kern gelebten Glaubens.

gottsucher antworten
Holger F.
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Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @rafael

Die Kirche bietet gewissermaßen den lebendigen Raum, in dem das Wort der Bibel Gestalt annimmt

Genauso würde ich das sehen. Bibel ohne Kirche geht nicht. Kirche ohne Bibel funktioniert, wie man am Beispiel von Japan studieren kann, wo das Christentum nach Ausweisung aller Missionare und ohne Bibel 250 Jahre im Untergrund weiterexistieren konnte…

Veröffentlicht von: @rafael

Im besten Fall führt das zu einer echten inneren Vertiefung, im schlimmsten Fall jedoch zu spiritueller Verwirrung.

Das ist genau der Grund, warum die kirchliche Anbindung so wichtig ist. Nicht ohne Grund wird in der Messe nach dem Vaterunser gebetet:

„Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.“

holger-f antworten


Holger F.
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Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @rafael

Mein Eindruck ist häufig, dass Menschen dem eigenen Bibelstudium das höchste Maß gesicherter Erkenntnis zusprechen. Die Einordnung der Texte muss IMHO in der kirchlichen Gemeinschaft erfolgen.

Es geht noch weiter: Das schwächste Glied in dieser privaten Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift ist der Leser. Er hört aus den Texten nur zu gerne das heraus, was er gerne - bewusst oder unbewusst bestätigt haben möchte („das, wonach die Ohren Jucken“). Die theologischen Profis machen zwar auch Fehler, sind es aber gewohnt, eine „höhere“ Perspektive einzunehmen… 

Ein gewisses Gegengewicht entsteht eigentlich für den interessierten Laien erst, wenn geeignete Zusatzmaterialien verwendet werden. Für mich kann ich das z.B. so konkretisieren: Auf die Sonntagsevangelien bereitet ich mich regelmäßig mit Klaus Bergers dazu konzipierten Büchern vor. Da komme ich zu Erkenntnissen, auf die ich beim „reinen Bibellesen“ niemals gekommen wäre…

holger-f antworten
Holger F.
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Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Und bei den Beröern, von denen wir in Apostelgeschichte 17, 11 lesen, dass sie täglich nachforschten, ob die Predigt des Paulus stimmte, denke ich nicht, dass das im Rahmen einer täglichen Predigt geschah.

Dass die Beröer täglich in den Schriften forschten, bedeutete nicht, dass sie private Bibeln zu Hause besaßen, sondern sie gingen dazu täglich in die lokale Synagoge, um die dortigen, unbezahlbaren Schriftrollen gemeinsam zu studieren.

 
Würde sich das alles zwingend aus den Schriften selbst ergeben, müsste man ja auch gegenwärtig noch nicht Glaubenden nur eine Bibel in die Hand drücken. Muslime und Atheisten kommen beim Lesen derselben Texte aber bekanntlich zu völlig anderen Ergebnissen.
holger-f antworten


Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @adjutante

Johannes 5,39, indem Jesus sagt: "Ihr suchet in der Schrift; denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist es, die von mir zeuget"

Dieses Wort richtet Jesus an die jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäer - nicht an jüdische „Normalos“ - in Jerusalem, die die Texte nicht in privaten Schriftrollen zu Hause, sondern in den Lehrhäusern und Tempelarchiven studierten. Jesus kritisiert an dieser Stelle, dass sie zwar akribisch analysieren, den eigentlichen Sinn jedoch völlig verfehlen. Dieser Bibelvers spricht also eigentlich gegen ein (falsches verstandenes) Bibelstudium…

holger-f antworten
Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Also aktuell ist es wohl eher die katholische Kirche, die diesem "Zusammenkommen" mehr im Wege steht.

Sehe ich nicht so. Das jüngste katholische Schreiben z.B. hinsichtlich einer ökumenischen Ausgestaltung des Papstamtes wurde im Protestantismus kaum beachtet (einzige mir bekannte positive Ausnahme: Altbischof Bedforth-Strohm).

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Für Rom ist die römisch-katholische Kirche die einzig „wahre“ Kirche Jesu Christi. Da der evangelischen Kirche die papsttreue Priesterweihe (apostolische Sukzession) fehlt, wird sie vom Vatikan offiziell nicht als vollwertige „Kirche“, sondern lediglich als „kirchliche Gemeinschaft“ eingestuft

Vorsicht. Das Kirchenverständnis von Protestanten und Katholiken ist völlig unterschiedlich!

Protestanten dürften sich zurecht wundern, wenn sie plötzlich in demselben Sinne Kirche sein sollten wie Katholiken, wenn sie doch ausdrücklich den Einheitsdienst des Papstes ablehnen und ebenso die apostolische Sukzession für völlig überflüssig halten.

Ebenso würde man sich Katholischerseits wundern, würden Protestanten behaupten, die Katholische Kirche sei „Kirche“ im reformatorischen Sinne…

Der Begriff „kirchliche Gemeinschaft“ scheint mir genau das protestantische Selbstverständnis auszudrücken: Viele untereinander völlig selbständige Gemeinden, Zusammenschlüsse, Vereinigungen, Landeskirchen, die sich ganz, ganz grob miteinander verbunden fühlen. 

Wenn du das anders sehen solltest: Welchen Oberbegriff würdest du denn für Lutheraner, Reformierte, Baptisten, Adventisten, Methodisten, Pfingstkirchen, Anglikaner, Mennonite, Waldenser, Heilsarmee, Quäker etc. für angemessen halten?

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wobei ich das Zugehen der evangelischen auf die katholische Kirche in den Fällen sehr kritisch sehe, wo die evangelische Kirche bereit ist, Wahrheiten zugunsten der Einheit aufzugeben.

Richtigerweise meinst du natürlich DEINE Wahrheiten. Und genau das ist das protestantische Problem bei einer ökumenischen Zusammenarbeit. Jede Kirche, Gemeinschaft, Gemeinde, jeder einzelne Gläubige will, soll, darf, muss hier mitreden. Und eine solche - sorry - „Quasselbude“ ist einer kontinuierlichen ökumenischen Zusammenarbeit wirklich nicht förderlich. Katholischerseits wird da mit einer Stimme gesprochen und entschieden. Das mag im Einzelfall einigen Katholiken nicht passen. Aber nur so kommt man weiter. In jedem großen Konzern ist das so…

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich sehe da schon noch einige sehr gewichtige Unterschiede

Natürlich gibt es noch viele Hürden zu nehmen. Aber wichtig ist die Grundüberzeugung, dass man diese Hürden wirklich nehmen will. Ich kenne viele Orte und Stadtteile, wo bereits eng zwischen Protestanten und Katholiken zusammengearbeitet wird. Anders ist das weder sinnvoll noch auf Dauer möglich…

Veröffentlicht von: @turmfalke1

man kann durch schwere Sünden (Todsünden) das Heil verlieren

Das hatte ich im Thread über den „Calvinistischen Hütchenspielertrick“ thematisiert. Katholiken können sich ihres Heils gewiss sein. Mit einer schweren Sünde verlassen sie freiwillig den Weg des Heils. Durch Reue, Buße, Absolution kehrt man ebenso freiwillig „ins Vaterhaus“ zurück.

Wer dagegen 100%ige Errettung für immer und ewig verspricht, verschweigt, dass z.B. bei einem Mord infrage gestellt wird, ob die Bekehrung überhaupt echt war (Scheinbekehrung). Die 100%igen Sicherheit schmilzt plötzlich auf 0%…

holger-f antworten
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Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4485

@holger-f Das jüngste katholische Schreiben z.B. hinsichtlich einer ökumenischen Ausgestaltung des Papstamtes wurde im Protestantismus kaum beachtet

Also ich könnte mir auch schwerlich einen Papst als "Ehrenoberhaupt" vorstellen - bei der ganzen Geschichte des Papsttums. Zumal Petrus auch kein Vorgesetzter der Apostel war. Die Rolle nahm ja wohl lt. Apostelgeschichte eher Jakobus ein.

Vorsicht. Das Kirchenverständnis von Protestanten und Katholiken ist völlig unterschiedlich!

Eben, und das steht halt einer Einigung im Wege. Lt. Bibel ist Ecclesia der Leib Christi. Wie kann es da sein, dass die katholische Kirche für sich in Anspruch nimmt, die einzig wahre Kirche zu sein und die anderen nur "Glaubensgemeinschaften", die nur durch die RKK Anteil am Heil haben. Das ist m.E. grundverkehrt.

Es gibt nur die eine wahre Kirche, und die setzt sich zusammen aus den wiedergeborenen Christen aller Denominationen, die letztlich nur Institutionen, Verwaltungsgemeinschaften sind. Da zählt für mich die RKK auch mit darunter.

Richtigerweise meinst du natürlich DEINE Wahrheiten. Und genau das ist das protestantische Problem bei einer ökumenischen Zusammenarbeit. Jede Kirche, Gemeinschaft, Gemeinde, jeder einzelne Gläubige will, soll, darf, muss hier mitreden. Und eine solche - sorry - „Quasselbude“ ist einer kontinuierlichen ökumenischen Zusammenarbeit wirklich nicht förderlich. Katholischerseits wird da mit einer Stimme gesprochen und entschieden.

Genau, indem einer oder ein Gremium entscheidet, was wahr ist - und alle laufen hinterher. Egal ob es in die richtige oder in die falsche Richtung geht. Da scheint mir das Priestertum aller Gläubigen aber entschieden besser.

 

 

turmfalke1 antworten


Holger F.
Themenstarter
Beiträge : 484
Veröffentlicht von: @stern

Seit ein paar hundert Jahren gibt es aber in fast jedem (europäischen) Haushalt eine Bibel

Nein! Jahrzehnte…

Veröffentlicht von: @stern

Wenn es so wäre, dass man als Gemeinde zusammen einen Text aus der Bibel liest - und dann darüber gemeinsam spricht

Im Gottesdienst ist das weder sinnvoll noch war das jemals so. Es geht da um Verkündigung des Evangeliums und Aufschluss darüber. Die Idee, dass da jeder „mitquasseln“ können müsste, ist unrealistisch, unbiblisch und neuzeitlich-ideologisch. Es ist auch - vor allem gegenwärtig - ziemlich aus der Mode gekommen, einfach einmal zuzuhören. Die Lesungen sprechen nämlich auch aus sich selbst heraus…

Veröffentlicht von: @stern

ich bekomme es quasi vorgekaut

Es richtet jemand FÜR DICH ein Festmahl an. Er kaut es dir nicht vor. DU musst es (Lesungen/ Evangelium, Gebete, Gesänge, liturgische Texte) essen und verdauen. Hinzu kommt, dass - so mein Gottesdienstverständnis - es nicht nur um „das Wort“ geht, sondern auch um „das Sakrament“ (Eucharistiefeier). Eine katholische Messe beinhaltet IMMER beides. 

Darüber hinaus scheint mir dein Beitrag zu zeigen, dass du Predigt völlig überbewertest. Bei 90% der vier Evangelien (dem Herzstück im „Wortteil“ einer katholischen Messe) erschließt sich der Sinn ziemlich schnell von selbst. Da ist kein Abitur und kein hoher Intelligenzquotient erforderlich. Die Inhalte des Evangeliums werden erinnert und durch die Homilie etwas vertieft, verheutigt und ggf. neu beleuchtet. Homilie (Predigt) ist kein dogmatischer Vortrag…

holger-f antworten
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Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4485

@holger-f Im Gottesdienst ist das weder sinnvoll noch war das jemals so. Es geht da um Verkündigung des Evangeliums und Aufschluss darüber. Die Idee, dass da jeder „mitquasseln“ können müsste, ist unrealistisch, unbiblisch und neuzeitlich-ideologisch.

Erstens hat ein fundierter Austausch im Bibelkreis nichts mit "Mitquasseln" zu tun - warum so abwertend? Und zweitens ist das Ganze gar nicht so unbiblisch:

1. Kor. 14, 26: „Wie ist es nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Sprachenrede, er hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung!“

Paulus tadelt hier nicht das Prinzip, dass sich viele beteiligen, sondern er gibt lediglich eine Struktur vor, damit es geordnet abläuft. Das Ideal war: Jeder bringt etwas mit – auch Erkenntnisse aus dem Alltag.

1. Kor. 14, 29 ff: „Von den Propheten aber lasst zwei oder drei reden, und die anderen lasst es beurteilen. Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung zuteilwird, so schweige der erste. Denn ihr könnt alle nacheinander weissagen...“

turmfalke1 antworten
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