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TRIGGERWARNUNG- Tod durch Selbstmord


Florian
Themenstarter
Beiträge : 172

Zwar bin ich nicht selber betroffen, habe aber aus erster Hand von der leiblichen Mutter davon erfahren und es berührt mich doch irgendwie.
Es hat sicher auch in der Tageszeitung gestanden oder kam in den Nachrichten, in den regionalen jedenfalls.
Also eine alleinerziehende Mutter hat nur einen einzigen Sohn, ich kenne die schon seit 2002 und habe immer so lose mit ihr Kontakt gehalten.
Damals war ich noch Witwer, heute habe ich wieder geheiratet, komme also als Partner für die Frau nicht mehr in Frage und habe etwas Abstand dazu.
Dieses Jahr im Februar habe ich die Frau per whatsapp  gefragt, was macht denn eigentlich dein Sohn yx so??
Der Vater dieses Sohnes hatte entweder Selbstmord gemacht oder kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben,  (wo der Sohn gerade mal 13 Jahre alt war) warum sollte jemand mit voller Geschwindigkeit gegen eine Betonwand fahren?
Theoretisch schon möglich, betrunken oder voller Drogen, aber ich tippe eher auf das erstere.
Ihre  Antwort überraschte mich etwas, sie antwortete, meinem  Sohn geht es recht gut, der hat einen prima Job und verdient jetzt viel Geld….

Überraschte  mich deshalb, weil ich aus den 2010er Jahren noch wusste, dass ihr Sohn -damals war er etwa 20 Jahre alt-  tief in Drogenhandel verstrickt war.  Bei der hiesigen Polizei war er kein Unbekannter und wohl oft bei denen im Gespräch. 
Ich antwortete,  na, da gratuliere ich aber, da hat dein Sohn ja nochmal die Kurve gekriegt und ist nun von den Drogen los und kann jetzt ein geordnetes bürgerliches Leben führen,  da hast Du aber nochmal großes Glück mit ihm gehabt….

Soweit so gut, aber zwei Wochen später kam wieder eine neue whatsapp Nachricht….. mein Sohn ist tot, mein Sohn ist tot, erschossen, die Polizei prüft gerade ob er erschossen wurde oder sich selber erschossen hat, Er wurde erschossen in seinem  Schlafzimmer in seinem Bett aufgefunden.

Das war im März 2023, der Sohn ist nun längst beerdigt, in der Urne,  und die Polizei kam zu dem Schluss, dass es wohl doch offensichtlich Selbstmord war.
Es kam heraus, dass er mindestens schon zwei Wochen tot im Bett gelegen hatte, also zu dem Zeitpunkt, wo die Mutter so begeistert über ihren Sohn berichtet hatte, war der längst schon tot, welch ein Drama.
Die Mutter hatte beklagt, dass sie ihren Sohn nicht mehr tot gesehen hat, die Behörden wollten sie sicher schonen, ist sicher kein schöner Anblick, jemand, der zwei Wochen tot im Bett gelegen hat, falls er sich in den Mund geschossen hat, auch eh ohne Gesicht.

Ich habe den Sohn vielleicht drei oder viermal gesehen, einmal war er wieder mal voll auf  Drogen und hatte seine Mutter beschimpft, sinngemäß wie…..gib Geld, du alte Hure , ich brauche Geld (für Drogen wohl) worauf ich ihn wiederum beschimpft habe, wie sprichst du denn mit Deiner Mutter (die hat nämlich nie in der Prostitution gearbeitet,  war eine ganz fleißige Altenpflegerin), willst du dich wohl jetzt mal benehmen?
Ein anderes mal hatte ich ihn in die Jugendpsychiatrie gefahren,  obwohl ich eigentlich Angst vor ihm hatte, seine Mutter gab mir daraufhin einen Dankesbrief,  den habe ich bis heute noch aufbewahrt.

Was kann man nun daraus lernen,  wie hätte man das verhindern können?
Ich muss da zuerst an Luthers Katechismus denken……. das vierte Gebot:  Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden……

Hatte er etwa seine Mutter geehrt?

Erstaunlich, wie präzise und auch gnadenlos Gottes Verheißungen in Erfüllung gehen, ging es ihm etwa wohl auf  Erden? Hatte er lange gelebt mit seinen 37 Jahren ?  Wo kam das viele Geld für die Drogen her?  Man vermutet, dass er sich auf dem Schwulenstrich  prostituiert hatte, ist das etwa ein Leben, wo es einem wohl ergeht?

Wie hätte man das verhindern können? Die Mutter ist leider in Esoterik verstrickt, wohl nur,  indem man seine Kinder von klein auf konsequent christlich erzieht.

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18 Antworten
Gorch-Fock
Beiträge : 1348

Grüße dich @florian 

Du solltest am Besten bei dir vor Ort eine Trauerhilfe suchen. Wenn du mit einem Vertrauten bzw Profi darüber sprichst geschieht das dann von Angesicht zu Angesicht. Und ist nicht so Anonym wie hier bei Jesus.de 

gorch-fock antworten
6 Antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172

@gorch-fock 
Hallo Gorch Fock, da hast Du wohl was falsch verstanden. Ich trauere überhaupt nicht, warum sollte ich? Ich habe den Mann ja kaum gekannt.  Wenn schon, dann trauert die Mutter,  nicht das Du noch denkst, ich wäre der Vater des Selbstmörders.
Die Mutter verhält sich, wie eine typische Mutter sich eben so verhält. Zuerst sagte sie, dass könne gar nicht so gewesen sein, ihr Sohn mache keinen Selbstmord, so etwas tut der nicht. Der Hausmeister, der angegeben hat, ihn tot im Bett gefunden zu haben, müsse ihn auch erschossen haben. Aber warum sollte der das tun? Dazu müsste  er ein Motiv haben.
Ich vermute, dass der Sohn in einem Heim -früher hat man Trinkerheilanstalt dazu gesagt oder heute eben Drogenrehabilitation- mit Beschäftigungstherapie gewesen war und dort trotz aller Therpie eine Depression entwickelt hat.
Weil er lange Zeit nicht mehr zur Therapie kam oder auch schon wegen einem seltsamen Geruch, hat der Hausmeister halt eben mal den Schlüssel genommen und ins Zimmer geschaut. So genau kenne ich die Geschichte nicht, eigentlich hätte er dazu Polizei und Feuerwehr rufen müssen, oder?

Die Frage ist nur noch, wie kam der Mann an eine Pistole?

Die Mutter entwickelt nun seltsame Ideen, sie fragte mich, ob ich ihr helfen würde, die Urne wieder auszugraben, sie würde die gern in ihre Wohnung stellen, um ihren Sohn näher bei sich zu haben. Ich sagte ihr, das ist eine Straftat, Störung der Totenruhe, darin möchte ich mich nicht verwickeln.

Normalerweise ist der Tod eines Angehörigen auch immer eine gute Gelegenheit, die Leute auf Jesus Christus, den Überwinder des Todes aufmerksam zu machen, das habe ich auch bei der Mutter so gemacht.
Aber sie antwortete,  davon würde sie nchts halten, ob ich denn nicht das Buch von Heinz Werner Kubitza "der Jesuswahn" gelesen hätte?

Was will man da noch machen? Die Bruno Giordano-Stiftung leistet heute gründliche Arbei und hat schon viele Menschen von Gott fort getrieben.

florian antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15751

@florian 

Vielleicht frag ich nun auch mal: Was möchtest du denn insgesamt erreichen mit deinem Beitrag, mit dieser Geschichte? Im ersten Beitrag sagst du, es berührt dich irgendwie und stellst Fragen. Im zweiten Beitrag kann ich davon nichts mehr entdecken, dafür aber eine Art Aufklärungsenthusiasmus deinerseits ... - deshalb meine Frage: Was möchtest du nun eigentlich erreichen?

neubaugoere antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172

@neubaugoere 
Ganz einfach, wie kann  ich der Frau helfen bei ihrer Trauer-Arbeit?  Zu zweit trauert es sich doch einfacher als alleine.

florian antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15751

@florian 

So trauerst du möglicherweise. Vielleicht trauert sie anders ... (möchte sie denn Hilfe?)
Bete für sie. Frag Gott, was du hier tun oder eben auch nicht tun sollst. Er hat den Überblick.

Dräng dich nicht auf. Nimm sie wahr (nicht die Geschichte). Biete dich an. Sie wird kommen, wenn sie es möchte. Derweil: bete für sie, beschenke sie mit freundlichen Worten, beachte sie, aber dräng dich nicht auf.

Das ist so das erste, was mir einfällt.

neubaugoere antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@florian 

Vielleicht frag ich nun auch mal: Was möchtest du denn insgesamt erreichen mit deinem Beitrag, mit dieser Geschichte? , .. - deshalb meine Frage: Was möchtest du nun eigentlich erreichen?

Es könnte ja zum Beispiel durchaus sein, dass hier eine Mutter mitliest,  die selber ein  drogensüchtiges Kind hat. Meine Bekannte ist sicher nicht die einzige Mutter in Deutschland, die einen drogensüchtigen Sohn  (oder Tochter)  hat(te).
Vielleicht hat hier ja jemand  eine geniale Idee,  wie man dem Selbstmord vorbeugen könnte.

Besagte Bekannte zum Beispiel  war in  "kleinen Dingen" sicher kein gutes Vorbild für ihren Sohn. Zum Beispiel fuhr sie grundsätzlich mit dem Bus immer nur schwarz. Sie hatte mich immer ganz entsetzt angesehen, wenn ich im Bus meine Sammelkarte entwertet hatte.....so was macht man doch nicht............sagte sie, das Geld kann man doch sparen, da kontrolliert doch niemand....Ein wahrlich asoziales Verhalten.

Da hätte sie ihrem Sohn mal beibringen können, dass man einen Beruf lernt um einen  Job zu bekommen um das Geld für eine Buskarte zu haben oder mit dem Ar... daheim zu bleiben,  wenn man kein Geld für die Buskarten hat.
Sucht kommt immer von....suchen...... ich vergess nie, wie ich in die Augen des Sohnes schaute, als ich ihn beschimpfte, weil er seinerseits seine Mutter beschimpfte.  Ich hab seit dem nie wieder so "leere" Augen  gesehen. Sein Blick war ein einziger Hilferuf, ...........ich suche etwas, was mir niemand  bringen kann...........war seine Botschaft.

Hätte die Mutter ihm Werte beigebracht und mit ihm mal eine Kirche besucht oder Gemeinde besucht, so dass er zu Jesus gefunden hätte,  dann würde er wohl heute sicher noch leben.

florian antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15751

@florian 

Danke für deine Antwort. - Jetzt hast du wieder viel geschrieben, vor allem dein Bild von dieser Mutter, ich suche jedoch immer noch eine Antwort auf meine Frage. Was möchtest du mit diesem Beitrag erreichen?

neubaugoere antworten


Deborah71
Beiträge : 23479

@florian 

Hatte er etwa seine Mutter geehrt?

"Ihr Eltern reizt eure Kinder nicht zum Zorn".... wäre ein weiterer Blickwinkel.

Sooo einfach ist es nicht, hier Rückschlüsse zu ziehen oder Verse aus der Bibel zu verwenden.
Aus dem, was du beschreibst, sind da eine Menge Verstrickungen in dieser Familie gewesen und auch christliche Erziehung ist keine Garantie dafür, dass nichts schief läuft.

Geh bitte nicht in die Trauerfalle des "hätte"....hätte ich was merken müssen, hätte ich mehr machen können, hätte.... was auch immer. Gerade Menschen mit Helferbegabung sind da gefährdet, sich ein pseudo-schlechtes Gewissen zu machen und in der Trauer stecken zu bleiben.

Jeder gibt immer 100% von dem, was ihm/ihr gerade möglich ist.

 

 

deborah71 antworten
4 Antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172
Veröffentlicht von: @deborah71

@florian

"Ihr Eltern reizt eure Kinder nicht zum Zorn".... wäre ein weiterer Blickwinkel.

Also ich habe die Mutter noch nie zornig erlebt, die ist sanft wie ein Lamm, den Vater kenne ich ja nicht.
Das war ja gerade hier das Problem, die Mutter war zu schwach und hat noch mit ihrem Hartz 4 den Drogenkonsum des Sohnes unterstützt statt dagegen zu halten.

florian antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23479

@florian 

Du siehst immer nur die Oberfläche von Menschen....  manche erleben eine wundersame Verwandlung, sobald die Haustür hinter ihnen geschlossen ist. 😉

Etwas, das die Geschichte für mich durchzieht, ist der Umgang bzw. Nichtumgang mit Gefühlen. Menschen sind oft Meister im Verdrängen, aber es kommt an irgendeinem Punkt doch heraus. Leider oft in einer Katastrophe. Alhohol und Drogen ertränken leider nur unvollkommen Zorn und Schmerz, auch Esoterik hilft nicht wirklich...ist meist eine Verdrängungsmethode...

Vieles läuft unter der Oberfläche ab... und was ein Außenstehender vielleicht als liebevollen Umgang bezeichnen würde, wenn er dabei ist, ist für einen Beteiligen gespickt mit Sticheleien.

Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel im Zusammenleben und auch das vergeben Können.

Drüber reden ist ein Teil der Trauerverarbeitung.. auch das Bewegen von Gedanken darüber, was da wohl falsch gelaufen sein könnte...  Wichtig ist, nur die eigene Trauer zu verarbeiten und nicht sich Trauer anderer in die Gefühle zu ziehen, denn das hilft keinem.

deborah71 antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172
Veröffentlicht von: @deborah71

@florian 

 

Drüber reden ist ein Teil der Trauerverarbeitung.. auch das Bewegen von Gedanken darüber, was da wohl falsch gelaufen sein könnte...  Wichtig ist, nur die eigene Trauer zu verarbeiten und nicht sich Trauer anderer in die Gefühle zu ziehen, denn das hilft keinem.

Was ich zumindest bei der Trauerarbeit oft beobachte,  dass Leute, die sich zu Lebzeiten gestritten haben wie die Kesselflicker bei Tod des Partners trauern, was das Zeug hält, teilweise nicht mehr rational nachvollziehbar.
Warum verträgt man sich nicht  besser noch zu Lebzeiten?

florian antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23479

@florian 

Mit Warum-Fragen kommt du nicht weiter. Das klingt eher nach Anklage. 

Eine mögliche bessere Frage ist die Wozu-Frage. Wozu kann mich dieses Ereignis anregen... eigene Reflektion...  wie sieht es mit der eigenen Vergebungsfähigkeit aus.... welche eigenen Beziehungen könnten eine Verbesserung vertragen.... und was einem sonst noch so einfallen kann.

"Hätte"...macht den Verstorbenen nicht wieder lebendig, kann dich aber in Bitterkeit führen.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
Beiträge : 22621

@florian 

Wie hätte man das verhindern können? Die Mutter ist leider in Esoterik verstrickt, wohl nur, indem man seine Kinder von klein auf konsequent christlich erzieht.

Ist das jetzt ein konkreter Vorwurf, den du hier formulierst?

So nach dem Motto: "Echten Christen passiert so etwas nicht, selber schuld!"?

Denn danach klingt es hier doch sehr...

lucan-7 antworten


Channuschka
Beiträge : 4656

Christsein ist keine sichere Suizidprävention 🙄 

channuschka antworten
3 Antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172

@channuschka 
Ja, auch Christen begehen Selbstmord, aber oft aus Krankheit heraus.  Das war ja bei diesem Sohn kein Problem, er war physisch kerngesund und hätte ja durchaus auch einen tollen Job  haben können und viel Geld verdienen können, wie er ja auch seiner Mutter vorgelogen hatte.  Er wusste also durchaus, wie man ein erfolgreiches Leben führen kann, nur die Sucht war stärker.

florian antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4656

@florian Äh... ne, die wenigsten begehen wegen einer physischen Krankheit Selbstmord. Auch bei den Christen überwiegen in dem Fall psychische Krankheiten.

channuschka antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 172

@channuschka 
Hatte ich...selbstmord wegen physischer Krankheit... geschrieben?
Muss natürlich ...wegen psychischer Krankheit.... heißen, ich hatte mal gelesen, dass achtzig Prozent aller Schizophren- Depressiven zumindest in ihrem Leben mal einen Selbstmordversuch machen.

Rauschgiftkonsum kann ja ebenso zur Schizophrenie ausarten.
Besagter Selbstmörder hatte zum Beispiel mal den Elektroherd seiner Mutter samt Elektrokabel aus der Wand gerissen und mit beiden Händen aus dem Fenster geworfen. Dabei hatte er immer gerufen.....dieser Herd ist radioaktiv verseucht, dieser Herd ist radioaktiv verseucht. Natürlich aus dem geschlossenen Fenster geworfen, ich habe noch die zerbrochene Fensterscheibe gesehen.  Deswegen hatte ich auch Angst vor ihm, die Leute entwickeln im Drogenwahn ungeahnte übermenschliche Kräfte.

Selbstmord ist ein Thema, worüber man stundenlang diskutieren könnte. In meiner  Verwandtschaft gibt es glücklicherweise  keinen einzigen Fall von Selbstmord.
Aber in meinem Bekanntenkreis gibt es viele Selbstmorde, es ging schon los, wo ich erst 7 Jahre alt war und der Vater eines Schulkameraden Selbstmord gemacht hatte. Insgesamt erinnere ich mich in meinem  (eher recht kleinen) Bekanntenkreis  an mindestens sechs Selbstmorde.

Gibt es da bestimmte wiederkehrende Ursachen dafür? Bei der o. beschriebenen trauernden Mutter fällt mir auf, dass sie dem  Okkultismus und der Esoterik zugetan ist, sie berichtete auch von vielen Selbstmorden in ihrer Verwandtschaft. Andererseits hat sie eine  recht unerschrockene Beziehung zum Tod und Trauer, sie wollte allen ernstes  ihren Sohn mit dem Spaten wieder ausgraben und näher zu ihrer Wohnung hin bestatten.
Ich sagte ihr, ich kann dir da nicht helfen, ich habe Angst, dass der Tote mir nachts erscheint, wenn ich seine Totenruhe störe.  Scheinbar bin ich da abergläubischer als die Mutter des Selbstmörders....

florian antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 20857
Veröffentlicht von: @florian

Wie hätte man das verhindern können? ( .... ) ... wohl nur,  indem man seine Kinder von klein auf konsequent christlich erzieht.

den Freitod eines anderen Menschen verhindern, aber wie?
eine bewusst christliche Erziehung mag ein richtiger Weg sein - aber eine Garantie gibt es auch hier nicht. 
Mir ist da gerade der Fall einer jungen Frau vor Augen, die aus gutem und sehr christlichen Elternhaus stammte. 

Und wir sollten als Christen nicht so sehr einen "Alleinvertretungsanspruch" für richtige Erziehung aufbauen. 
Denn eine bewusst humanistische Erziehung, eine bewusst jüdische Erziehung, eine bewusst buddhistische Erziehung ...
all dies kann die gleiche positive Wirkung haben. 

Aber selbst das beste und liebevollste Elternhaus ist vor Überraschungen nicht gefeit, denn in den meisten Fällen liegt die Ursache bei einem Freitod in einer (leider oft nicht oder zu spät erkannten) seelischen Krankheit. 

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