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Freudenberg nimmt Abschied von Luise

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GoodFruit
Themenstarter
Beiträge : 2715

Hallo Community,

Es ist Zeit für Trauer in Deutschland, denn es ist ein junges Mädchen kaltblütig ermordet worden. Ich wundere mich sehr darüber, dass von diesem Fall nicht mehr Hintergründe in die Öffentlichkeit kommen - ebenso wie ich mich wundere, dass diese Schreckenstat hier bei JEsus.de nicht Thema eines Threads wurde.

https://www.n-tv.de/panorama/Freudenberg-nimmt-Abschied-von-Luise-article23995210.html

Der Tod bewegt mich tief. Ich bin bei den Eltern von Luise, die jetzt schwer Zeiten durchleben werden. Ich bin auch bei den Eltern der mutmaßlichen Mörder und bei den Mördern selber.

Mehr als die Thematisierung der Trauer findet sich die Frage nach Gerechtigkeit und einem Herabsetzen des Alters der Strafmündigkeit in den Medien.

Aber könnte eine Strafe die Tat ausgleichen, Gerechtigkeit schaffen? Wohl kaum.

Ein junges Leben wurde ausgelöscht - es wird keine Freuden mehr in Freudenberg erleben und auch sonst wo nicht. Großes Kapital, das Gott in die Welt gestellt hatte, wurde vernichtet. Jedes Leben ist einzigartig und jeder Mensch wurde von Gott gewollt - auch die Kinder, die sich jetzt in den Wahnsinn des Mordes treiben ließen, wurden einmal von Gott gewollt. Der Tod war so sinnlos.

Ich habe überlegt, ob ich diesen Thread in den Trauerthread setzen soll, denn es ist ja nicht nur Trauer, sondern der Umgang mit Mord und Mördern das Thema. Jeder trauert anders und Menschen, die nur im Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer verbunden sind - dazu noch ohne einen einzigen persönlich zu kennen, trauern noch einmal anders - sicher nicht so tief, aber nicht weniger Frieden in der Situation bemüht.

Kann ein Mord noch gute Früchte tragen, können wir dem Leben von Luise posthum noch einen tieferen Sinn geben? Ich denke an Luise als einen Teenager, dem das Leben geraubt wurde, weil die Welt in einem geistliche moralischen Taumel ist: Abgestumpft, unfähig, Folgen zu bedenken, unfähig, die Schwere des eigenen Tuns zu erkennen, rücksichtslos, selbstbezogen und im tiefsten Verdorben. Das, was hier wie ein Urteil über die Mörder klingt soll doch mehr eine Diagnose der Zeit und der Umstände sein, die Mörder geschaffen hat.

Ich wünsche mir von Herzen, dass Luises Tod nicht umsonst ist, dass wir anfangen zu fragen, wie Kinder so tief sinken konnten, wie Kinder sich so hemmungslos dem Bösen öffnen konnten. Ich denke, dass da ganz viel auf den Prüfstand gehört, die Welt der sozialen Medien, die Veränderungen bei den Kindern im Lockdown, die Perspektive der Kinder, die moralischen Werte in der Gesellschaft und die Konsequenzen. HAt der Mord ein Umfeld getroffen, dass keine Werte kennt als eine Präsenz auf TikTok?

Ich bete für die Familie von Luise, dass sie irgendwann einmal Frieden finden können über den Tod ihrer geliebten und wohl sonst so behüteten Tochter. Ich bete für Luises Familie, dass ihnen in ihrer Trauer der Weg ins Überwinden der Trauer gelingt, dass ihnen das schwere Tragen nicht Bitterkeit und Zerstörung hinterlässt, sondern Tiefgang und einen Bezug in jene Welt, in der die sein dürfen, denen die Welt ihr Leben nehmen konnte, nicht aber ihr ewiges Leben bei Jesus unserem Herrn und Heiland. Ich weiß nicht, ob Luise Jesus auf Erden kennenlernen durfte. Sie ist aber auf jeden Fall ein Geschöpf Gottes und als noch-Kind unter seinem besonderen Segen. Möge unser dreieiner Gott ihrer Seele gnädig sein und sie aufnehmen dort, wo sie Trost für das Unrecht, das sie erleben musste, finden wird.

Ich wünsche den Mördern von Luise - ganz gleich, ob es jetzt die Kinder waren oder ob sie einen anderen Mörder decken, denn außer der Geständnisse haben wir ja nichts: Möge Gott sich ihrer Seelen erbarmen. Möge der Zorn Gottes über den Geist und die Macht kommen, die sie zu Abschaum werden ließen. Und möge dieser Geist und diese Macht unter den Fluch Gottes kommen, dass sie nicht mehr auf Erden gefunden wird. Möge aber Jesus die Menschen, die in Zusammenhang mit dieser Tat stehen, befreien, möge er ihnen zum Retter werden, dass sie Jesus als ihre Chance begreifen und annehmen, dass sie ihr Leben Jesus geben und selbst zu Verkündigern des Evangeliums werden!

Gott sei uns allen gnädig, er passe auf uns auf und stelle seine Engelsarmeen um uns, dass jeder Mord, der noch im Innersten geplant sein mag, misslingt und den Mörder überführt, bevor er zum Mörder werden kann. Gott heile auch unsere Seelen, unsere Zeit, dass wir wieder das Leben achten und unser Ego nicht über das Leben anderer stellen, dass wir Leben gönnen können, auch wenn es erfolgreicher scheint als das unsere. Der Herr befreie uns von jeder Macht, die Schaden tun will, die die Wahrheit nicht wahrhaben will und die sich Gerechtigkeit selber definiert.

Der Tod von Luise setzt so viel frei und ich wünsche unserem Land und vielleicht sogar der ganzen Welt, dass durch den Tod von Luise ein Prozess ausgelöst wird, der dem Bösen seine Macht bricht, der unguten Königen ihrer Königreiche beraubt (geistlich wie materiell) und der in eine Zeit führt, in der vom König der Könige eingesetzte gute Könige das Land regieren und den Menschen in Güte und Wohlwollen nahe sind.

Amen Amen Amen.

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Veröffentlicht von: @goodfruit

Ein junges Leben wurde ausgelöscht - es wird keine Freuden mehr in Freudenberg erleben und auch sonst wo nicht. Großes Kapital, das Gott in die Welt gestellt hatte, wurde vernichtet. Jedes Leben ist einzigartig und jeder Mensch wurde von Gott gewollt - auch die Kinder, die sich jetzt in den Wahnsinn des Mordes treiben ließen, wurden einmal von Gott gewollt. Der Tod war so sinnlos.

GoodFruit: kein Leben wurde ausgelöscht und wird je ausgelöscht. Denn das Leben ist unzerstörbar, da es das Leben Gottes ist. Was zerstört wurde, ist der "Körper" des jungen Mädchen. Das Mädchen befindet sich nun außerhalb seines sterblichen Körper, seiner sterblichen Form und setzt seine geistige und seelische Entwicklung außerhalb der materiellen Welt, außerhalb unserer körperlichen Wahrnehmungssysteme, außerhalb unserer körperlichen Sinne fort. Geleitet von göttlichen Boten, den Engeln.

Was mich immer wieder verwundert, daß nach 2 Tsd Jahren die Menschen, bzw. Menschheit immer noch glauben/glaubt, daß sie am Ende ihrer Zeit "sterben" würden. Sie hat die Lehren des Jesus immer noch nicht begriffen. Der "Tod" ist nur eine "Schleuse", ein Übergang, ein Durchgang in eine höhere geistigere Dimension. 

Das zu akzeptieren fällt vielen sehr schwer, weil sie immer noch mehr ihrem Verstand und der körperlichen Sinnen, als den Worten Jesus traut.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 21982

@rakso 

Ich finde es inakzeptabel, an dieser Stelle die Gelegenheit zu nutzen, eine persönliche Glaubenslehre als allgemeingültig zu verbreiten. Es ist schön, wenn dir persönlich dieser Glaube in solchen Fällen Trost verschaffen kann, das trifft aber nicht auf jeden zu. Und ich bitte dich an dieser Stelle dringend um Zurückhaltung, das angesichts eines so sensiblen Themas auch noch in Frage zu stellen!

Gleiches gilt im Übrigen für Spekulationen über die Hintergründe und Ursachen, insbesondere bezüglich der Frage, ob hier gesellschaftliche Entwicklungen verantwortlich sind.

Und da hier jetzt schon mal schreibe, ein persönlicher Kommentar von mir dazu: Mich selbst hat dieser Fall im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos gemacht. So sehr, dass ich mich ausserstande sah, weiter darüber zu diskutieren oder mich auszutauschen. Denn worüber soll man sich da austauschen? Ich schaue in die Augen der Menschen und sehe Fassunglosigkeit und Entsetzen. Und ich denke, dass es hier eine große Einigkeit gibt.

Ich frage mich auch, wie es neben den Anghörigen und Freunden des Opfers jetzt den Familien der Täterinnen geht und wie sie mit dem Geschehenen, das nie rückgängig gemacht werden kann, in Zukunft umgehen sollen. Ich hoffe, dass alle Betroffenen die Hilfe bekommen, die sie jetzt brauchen, so weit das möglich ist und die Behörden das Richtige tun, was immer das auch sein mag.

Ob wir die Hintergründe der Tat erfahren sollten oder nicht hängt wesentlich davon ab, ob es dazu beitragen könnte, dergleichen in Zukunft zu verhindern. Ich gehe aber davon aus, dass dies eine extreme Ausnahmesituation ist, und niemand daraus einen echten Nutzen ziehen würde.

Weiter werde ich mich hier nicht beteiligen.

lucan-7 antworten
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(@deleted_profile)
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Beiträge : 18002

@lucan-7 

das ist deine Auffassung, die Du gerne mitteilen kannst. Sie weder richtig noch falsch, sondern einfach nur deine - ,wie gesagt - deine Auffassung, die deinen Glauben widerspiegelt. Sonst nichts.

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GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715

@lucan-7 Lucan, mich macht der Fall nicht sprachlos, sondern vor allem zornig.

Ein Zorn, den ich zügeln muss - die Rache ist des Herrn!

Und so wünsche ich den Angehörigen des Opfers, dass sie durch diese Tat zu tief gegründeten großen Persönlichkeiten werden, die irgendwann vergeben können.

Den Tätern wünsche ich, dass sie demütig werden, die Dimension ihrer Schuld erkennen und Jesus kennenlernen, der ihnen diese schwere Last nimmt. Angesichts der Dimension der Last, die da genommen wird, würde ich erwarten, dass diese Menschen ihr ganzes Leben Jesus widmen und dafür einsetzen, dass auch andere in die Position der Geretteten kommen.

Nur so und nicht über Strafe oder sonst etwas, kann die Situation fruchtbar werden, kann der Tod von Luise nicht ganz ohne auch gute Frucht bleiben. Und so ist es das, was ich jetzt allen wünsche.

goodfruit antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715

@rakso Rakso, es mag sein, dass das, was Du da schreibst, richtig ist. Wir können es nicht wissen - wir können es nur glauben. Es ist dies eine Hoffnung, die es uns leichter macht, mit dem Tod umzugehen. Aber es ist nichts, was man den Menschen aufzwingen kann und ich sehe da noch eine Gefahr: die des Missbrauchs dieser Annahme. Wenn ich auf einmal nicht mehr wirklich endgültig töten kann, dann ist töten ja nicht so schlimm. Und wenn es grade die Christen sind, die da die größte Hoffnung oder sogar Gewissheit haben dürfen - dann sind Christen ganz oben auf der Liste der Mörder, die meinen, nichts Schlimmes zu machen, wenn sie Menschen das Leben und die irdische Zukunft rauben.

Merkst Du, in welche perversen Annahmen so etwas führen kann? Auf der Basis derart perverser Annahmen lassen sich übelste Dystopien kreieren - wahre Teufelskulturen!

Ich bin der Überzeugung, dass Leben etwas ist, dass nicht wir Menschen gemacht haben und das wir aus Gottes Hand erhalten. Aus diesem Grund ist es verdorben (im Sinne eine Amtsanmaßung, die sich selber an die Position Gottes stellt sowie ein Verstoß gegen Gottes Gebote und eine Missachtung des Geschenks des Lebens), Menschen zu töten. Menschen sind Ebenbilder Gottes - nur mal als Hinweis, in welcher Dimension sich so ein Verbrechen abspielt.

In meinen Augen kann ein Mord nur geschehen, wenn Menschen in den Einflussbereich des Satans kommen. Morden ist immer auch praktizierter Satanismus - eine Hingabe an den, der der Feind Gottes und der Menschen ist und sich gerne an Gottes Stelle sieht. Leben stiften kann er nicht - da kann er den nur auf der anderen Seite wirken, um seinen Machtdünkel und sein verdorbenes Ego zu feiern.

Und von daher sehe ich Mord auch immer unter geistlichen Prämissen, was bedeutet, dass jeder Mord das geistliche Umfeld des Täters auszuleuchten hat. Und hier sehe ich die größte Chance und vielleicht die einzige Möglichkeit, Morde zu verhindern.

Als ich in Luises Alter war, wurde bei uns im Ort ein Mädchen erdrosselt. Es brauchte lange, bis der Täter gefunden war. Es war einer von zwei Zwillingen, die vor gar nicht so langer Zeit an den Ort gezogen waren. Die beiden fuhren bei mir mit im Bus und sie waren mir bis dahin als außerordentlich freundliche Jungs aufgefallen. Der Täter kam in Haft - und nachdem er nach vielen Jahren wieder frei kam, hat er bald wieder ein Mädchen ermordet ...

Es muss das Böse sein, das Mörder treibt. Und als Christen wissen wir, wie das Böse überwunden werden kann. Evangelisation ist in diesem Sinne Lebensschutz. Wer Gott liebt, kann das, was Gott liebt, nicht schädigen!

 

goodfruit antworten
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Veröffentlicht von: @goodfruit

Rakso, es mag sein, dass das, was Du da schreibst, richtig ist. Wir können es nicht wissen - wir können es nur glauben.

Wir können es sehr wohl wissen. Du kannst dich der Thematik auch anders nähern als auf ausgelatschten Wegen nähern. 

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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@rakso 👎

neubaugoere antworten
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Veröffentlicht von: @neubaugoere

@rakso 👎

Liebe Neubaugöre, Du kannst 100 oder 1000 Daumen nach unten reinstellen. Das ist deine Sache. Dein Daumen nach unten sagt im Prinzip nur aus, daß Du mit meinen Beitrag nicht einverstanden bist, aus welchen Gründen auch immer das sein mag. Sie sagt nichts darüber aus, warum Du mit meinem Beitrag nicht einverstanden bist.

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frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
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Beiträge : 700

@rakso 

Hallo rakso,

es ist erst wenige Wochen her, dass ich dir für das Forum "Miteinander-Füreinander" Hausverbot erteilt habe, welches ich nun auf "Trauer und Abschied" ausdehne. Dein unsensibles Auftreten ist hier völlig unangemessen. 

Lucan schrieb: "Ich finde es inakzeptabel, an dieser Stelle die Gelegenheit zu nutzen, eine persönliche Glaubenslehre als allgemeingültig zu verbreiten." Recht hat er!

Dein Glück, dass dies ein Thread ist, in dem es nicht um die persönliche Trauer um einen gestorbenen Angehörigen geht, wofür dieses Forum primär gedacht ist, sonst wäre es nicht bei der GELBEN KARTE geblieben, die ich dir hiermit erteile. 

Über diese Gelbe Karte hinaus möchte ich dich DRINGEND bitten, künftig auf Formulierungen zu verzichten, die Menschen, die deine Ansichten nicht teilen, als dumm hinstellen.

Freundliche Grüße

fr:-) sch

frosch80-mod antworten
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@frosch80-mod

Wo habe ich je einen Menschen als dumm hingestellt?

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frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 700

@rakso 

Hallo rakso,

für diesen Beitrag erhältst du eine weitere (die dritte) GELBE KARTE. Aus zwei Gründen: erstens natürlich, weil du hier trotz gerade erteiltem Verbot in "Trauer&Abschied" geschrieben hast. Zweitens aber, und das ist der vielleicht weniger eindeutige aber wichtigere Grund, weil mir deine Frage "Wo habe ich je einen Menschen als dumm hingestellt?" deutlich macht, dass du einfach nicht fähig und/oder bereit bist, dich um die hier gewünschte angenehme Atmosphäre zu bemühen. 

Lies einfach deine Beiträge. Hier - ganz aktuell aus diesem Thread - ein Beispiel:

Rakso, es mag sein, dass das, was Du da schreibst, richtig ist. Wir können es nicht wissen - wir können es nur glauben.

"Wir können es sehr wohl wissen. Du kannst dich der Thematik auch anders nähern als auf ausgelatschten Wegen nähern."

Das liest sich durchaus so, dass du der Ansicht bist, dass Goodfruit zu dumm ist, sich anders als auf ausgelatschten Wegen der Thematik zu nähern. Und das ist keine einmalige Entgleisung, solche Formulierungen fanden sich immer wieder bei dir in den letzten Monaten. 

Etwas pointiert formuliert: du vertrittst eigene Lehren und Sonderlehren (Channuschka-Mod hatte dich vor nicht allzu langer Zeit an dieser Stelle um Zurückhaltung gebeten) und äußerst dich abfällig über solche, die anderer Ansicht sind. 

Und das ist nun wahrlich nichts Neues. Vor zwei oder drei (??) Jahren warst du genau aus solchen Gründen bereits gesperrt. Im letzten Sommer hast du eine neue Chance erhalten, die du einfach nicht genutzt hast. Deshalb trennen sich hier unsere Wege. 

Liebe Grüße

fr 🙂 sch

 

frosch80-mod antworten


Jack-Black
Beiträge : 3742

@goodfruit Ich bin bei den Eltern von Luise, die jetzt schwer Zeiten durchleben werden. Ich bin auch bei den Eltern der mutmaßlichen Mörder und bei den Mördern selber.

 

Bist Du nicht. Du bist hier und nimmst den Tod eines Mädchens zum Anlaß, hier die Leute zu bepredigen mit Deiner Weltsicht.

Ich bin nicht bei den Eltern des getöteten Mädchens, denn ich kenne persönlich weder sie, noch das Opfer, noch die beiden Kinder, die das Opfer töteten. Daher weiß ich auch nicht, wie es dazu kommen konnte und daher kann ich nicht irgendwelche Bezüge zu TikTok oder Lockdowns herstellen und schon erst recht nicht kann ich ermessen, inwiefern sich die beiden Kinder da irgendwie "hemmungslos dem Bösen" öffneten.

Wo wir aber gerade beim "Bösen" sind, fällt mir das Fazit Satans ein, den Al Pacino im vorgestern mal wieder im TV gesendeten "Im Auftrag des Teufels" spielte:

"Eitelkeit - meine Lieblingssünde!"

jack-black antworten
Orangsaya
Beiträge : 2991
Veröffentlicht von: @goodfruit

Es ist Zeit für Trauer in Deutschland, denn es ist ein junges Mädchen kaltblütig ermordet worden. Ich wundere mich sehr darüber, dass von diesem Fall nicht mehr Hintergründe in die Öffentlichkeit kommen - ebenso wie ich mich wundere, dass diese Schreckenstat hier bei JEsus.de nicht Thema eines Threads wurde.

Wundert dich es wirklich. Auf j.de ist so gut. wie nichts mehr los. Mich wundert eher, dass es so spät noch thematisiert wird. Aber gut ...

Veröffentlicht von: @goodfruit

Der Tod bewegt mich tief. Ich bin bei den Eltern von Luise, die jetzt schwer Zeiten durchleben werden. Ich bin auch bei den Eltern der mutmaßlichen Mörder und bei den Mördern selber.

Mich bewegt es auch sehr tief. Das ist wohl bei jedem der Vater ist ähnlich. All die Ängste, die man so um sein Kind hat, oder hatte, erfüllen sich dort auf einer grausamen Art und Weise. 

Veröffentlicht von: @goodfruit

Aber könnte eine Strafe die Tat ausgleichen, Gerechtigkeit schaffen? Wohl kaum.

Ein Mord lässt sich niemals ausgleichen. Für das Opfer gar nicht, aber für die Angehörigen auch nicht. Wir zeigen Empathie, sind Betroffen, aber etwas später können wir es uns Abends gemütlich machen. Die Eltern machen zuhause  die  Tür zu, sie sind daheim, aber, dass Leben wird nie wieder so sein. Ausgleichen kann man einen Blechaden, aber ein Leben das vernichtet wurde und all die Liebe, die daran hängt, kann man nicht ausgleichen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich habe überlegt, ob ich diesen Thread in den Trauerthread setzen soll, ...

Ich denke, der Trauerthread ist schon richtig. Morgen findet in der Evangelische Kirchengemeinde Freudenberg ein Gedenkgottesdienst statt. Dort nehmen nur ausgesuchte Leute teil. Es wird eine Direktübertragung in der Aula der Schule stattfinden. Ich vermute, es wird über Youtube übertragen. So wie gestern der gewöhnliche Gottesdienst übertragen wurde. Das ist aber was ganz anderes, als die Allgemeinheit die aus der Ferne Anteil nimmt. Die Angehörigen der Ermordeten gehören geschützt. 

Veröffentlicht von: @goodfruit

sondern der Umgang mit Mord und Mördern das Thema

Es mag die Zeit sein, sich deswegen Gedanken zu machen, aber ich denke es ist nicht die Zeit sich festlegend zu entscheiden. Eine goldene Lösung wir es sowieso nicht geben. 

Ich sage mal, mit was mich die letzte Zeit beschäftigt hat. Letzte Woche habe ich einen Bericht mitbekommen, dass Schöffen als Ehrenamt gesucht werden. Es gibt zu wenig Schöffen, die bereit sind das zu machen. Ein Freund von mir war Schöffe, er war auch sehr interessiert und davon habe ich damals profitiert, weil ich mitbekam wie da so gedacht wird. Warum er Schöffe wurde, fand ich eher bedenklich, denn er war Mitglied in einer Volkspartei. Seine Partei aus seinem Ort schickte jemanden, weil man Einfluss auf die Institution ausüben will. Das halte ich unabhängig von meiner politischen Meinung bedenklich. Zwischen Gesetzgebung und Rechtsprechung muss nach meinem Geschmack eine deutlichere Trennlinie gezogen werden. In dem Bericht, über den Mangel an Schöffen, wurde auch erwähnt, dass die Schöffen härter bestrafen würden als die Richter. Richter, die aus dem Strafmaß abweichen, aber mit ihren härteren Strafen im vorgegeben Rechtsrahmen bleiben laufen Gefahr in die öffentliche Kritik zu geraten. Bekannt sind zwei Fälle in Berlin und Hamburg. 

Dann habe ich vor ein paar Wochen eine Zeugenvernehmung gelesen. Es ging um Naziverbrechen und der Zeuge war Richter, der auch andere Nazis verurteilte. Zu einem Verbrecher den er verurteilte, sagte der Richter. Durch das, was er gemacht hat, hat er die Todesstrafe verdient. Ich habe sie ihm aber nicht gegen, weil er auf der anderen Seite in seinem Rahmen, die Bedingungen für die Häftlinge erleichterte. Mir  geht es nicht um die Frage der Todesstrafe. Zu dem Thema würden wir uns eh die Köpfe gegenseitig einschlagen. Aber mir geht es um das Wort verdient. Also die Strafe, die unter dem Gesichtspunkt verdienst gesehen wird. Mein Eindruck ist, dass unter dem Thema Resozialisation das Verbrechen an sich viel zu leicht untergeht.  Abgesehen von der Frage, wie es mit den Angehörigen aussieht. 

Auch stellt sich die Frage der Strafmündigkeit. In Deutschland ist man bekanntlich ab 14 strafmündig. In Dänemark mit 15 in den Niederlanden ab 12  und Portugal ab 16 Jahre. Es unterscheidet sich also sehr verschieden. Wahrscheinlich sind auch die Vorgehensweisen verschieden. Der Fall in Freudenberg trifft mich, aber ich denke nicht, dass es der Anlass ist, die Strafmüdigkeit zu ändern. Grundsätzlich stellt sich schon die Frage, ob 14 Jahre angemessen ist. Was ich nicht verstehe ist, warum man zwischen 18 und 21Jahre individuell darauf eingeht und warum 14 Jahre ein starres Alter. Für den etwas Älteren kann es schon heilsam sein, wenn die Behörden auf ihn aufmerksam werden und für den 10, oder 12 Jahre alten, kann es eine Motivation für sein kriminelles Handeln sein, weil ihm praktisch nichts passiert. Dem Sachbearbeiter beim Jugendamt kann auch leicht die Hände gebunden sein. Eine schwierige Frage. 

Zu dem Fall in Freudenberg finde ich auch erschütternd, dass bei allem, was man hört, es sich um ein heiles Umfeld handelt. Was Fürsorge und Informationsaustausch betrifft, scheint alles normal gelaufen zu sein. Das Opfer wollte bei ihrer Freundin übernachten, ein Freiraum den man gerne seinem Kind gibt. Eine andere Freundin stößt dazu, sie unternehmen was zusammen, die eine ruft ihren Papa am Nachmittag ab. Er holt sie auch und die eine Freundin ruft die Eltern an und sagt, dass Luise nachhause unterwegs ist. Egal ob das Haus der Täter, oder das Haus der Opfer, es scheint alles normal zu sein. Das macht einen so hilflos.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich wünsche den Mördern von Luise - ganz gleich, ob es jetzt die Kinder waren oder ob sie einen anderen Mörder decken, denn außer der Geständnisse haben wir ja nichts

Was wir wissen ist, dass das ein Mordfall ist. Der muss also restlos aufgeklärt werden. Ich gehe davon aus, dass von dem Wenigen, was wir erfahren haben, nur ein Zwischenstand ist und die Tat restlos aufgeklärt wird. Für mich ist im Moment kein Platz, um über mögliche Mittäter nachzudenken. 

Veröffentlicht von: @rakso

kein Leben wurde ausgelöscht und wird je ausgelöscht. Denn das Leben ist unzerstörbar, da es das Leben Gottes ist.

 

Da erinnert mich an meine Jugendgruppe. Jemand aus einer anderen Gruppe verunglückte mit dem Motorrad. Das war bei uns Thema. Einer fragte, war er denn Christ. Er stellte die Frage, weil, wenn er Christ war,  ja errettet wäre und es dann nicht so schlimm sei. Es ist schon erstaunlich, auf welche Abwege Gesetzlichkeiten, wie die vier geistlichen Gesetze führen können. Selbst wenn es zur Erlösung kommt, es Trost und Zuversicht gibt, ändert es doch nicht an die Tragödie.  Gott hat zu Kain auch nicht gesagt, halb so schlimm Abel hat es jetzt bei mir besser. 

 

orangsaya antworten


Alescha
Beiträge : 7193

@goodfruit 

Ich wundere mich sehr darüber, dass von diesem Fall nicht mehr Hintergründe in die Öffentlichkeit kommen

Das liegt am Alter der Täterinnen. Da gelten bei dem, was publik gemacht werden darf, andere Maßstäbe als bei erwachsenen Tätern. Gefällt dem virtuellen Lynchmob, der gerade auf social media unterwegs ist, nicht, wird wohl aber seine Gründe haben.

ebenso wie ich mich wundere, dass diese Schreckenstat hier bei JEsus.de nicht Thema eines Threads wurde

Ein Grund könnte die Sprachlosigkeit sein.

Ein anderer der, dass manche Leute einer Diskussion, in der im weiteren Verlauf mit einiger Sicherheit Spekulationen und Schuldzuweisungen aufploppen, keine Bühne bieten wollen. Man muss nur sehen, was auf anderen Plattformen gerade los ist. 

alescha antworten
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GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715

@alescha Das liegt am Alter der Täterinnen. Da gelten bei dem, was publik gemacht werden darf, andere Maßstäbe als bei erwachsenen Tätern.

Ich verstehe das, dass man diese Kinder schützen muss. So wie es aussieht, sind sie aktuell in der Psychiatrie und das dürfte so eine sein, wo die Türen verschlossen sind. Da sind sie erst einmal sicher.

Mir geht es ja auch nicht darum, den Stab über sie zu brechen oder mir ein gerechtes Strafmaß auszudenken (denn bei Mord gibt es so etwas eh nicht). Ich möchte aber verstehen. Viele möchten das und ich vermute, dass die Anzahl derer, die verstehen wollen, um Dimensionen größer ist als die Anzahl derer, die verurteilen möchten.

Wenn es wirklich nur Einzelfälle sind, wie es in der Presse mitunter zu lesen ist, dann kann man da nicht viel machen. Meine Sorge ist aber, dass es um unsere Jugend nicht allzu gut bestellt ist. Und das schreibe ich nicht als Vorwurf an die Jugendlichen, sondern das ist meine Sorge, dass sie vernachlässigt wurden, dass sie vielfach allein durch eine Phase der Isolation gegangen sind, dass sie problematischen und weitestgehend unkontrollierten Einflüssen ausgesetzt sind in Social Media, dass da vielfach auch Perspektivlosigkeit ist in Bezug auf eine berufliche Zukunft.

Wenn sich da Anhaltspunkte ergeben würden, dass der aktuelle Mord oder vergleichbare Fälle mit einem der angesprochenen Problembereiche oder andere mir nicht bewusste Zusammenhänge geben sollte, dann müssen wir das wissen, um den Impuls zu bekommen, die Dinge anzugehen und zu entschärfen.

Wenn wir wichtige Aspekte zurückhalten, dann wird Luise quasi 2x getötet: einmal real und einmal da, wo ihr Tod eine Wende bringen könnte, noch für irgendetwas gut wäre.

In den Ruhrnachrichten verbirgt sich hinter einer Paywall ein Artikel mit der Überschrift: "Experte zum Mord an Luise F. aus Freudenberg: Wie aus „Arschlochkindern“ Mörder werden." Das deutet eine Richtung an, ohne, dass wir aber die Chance haben, das selber einzuschätzen. Im Grunde genommen ist so eine Überschrift, ohne zum Inhalt zu gelangen, fieser als eine offene Diskussion. Aber wenn da irgendetwas in der Richtung geht, dann muss sich die Gesellschaft damit auseinandersetzen.

Der Begriff "Arschlochkind" ist nicht neu. Es gibt Bücher mit dem Begriff im Titel und es gibt sogar ein Spiel, das zum Ziel hat, das eigene Kind möglichst gravierend zu versauen.

Es stimmt also nicht, dass es da keine relevanten Aspekte um diesen Mord gibt oder zumindest geben könnte. Und wenn wir niemals mehr Details zu dem Mord erfahren, so meine ich, dass wir dann auch ohne konkreten Bezug den Mord zum Anlass nehmen könnten, uns mehr um die Jugend zu kümmern.

goodfruit antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7193

@goodfruit 

Meine Sorge ist aber, dass es um unsere Jugend nicht allzu gut bestellt ist

Das sagt irgendwie jede Generation über die jeweilige Jugend. Entsprechende Klagen kennt man schon aus der Antike.

dass sie vernachlässigt wurden, dass sie vielfach allein durch eine Phase der Isolation gegangen sind, dass sie problematischen und weitestgehend unkontrollierten Einflüssen ausgesetzt sind in Social Media, dass da vielfach auch Perspektivlosigkeit ist in Bezug auf eine berufliche Zukunft

War das - mal abgesehen vom Faktor Social Media und pandemiebedingte Isolation - je anders? Früher waren die Kinder halt durch Kriege, frühen Verlust der Eltern durch Krankheiten, frühe Trennung vom Elternhaus, frühe Verpflichtung zur Arbeit etc. betroffen. Und von Gewalt, Gewalt im Allgemeinen und gegen Kinder im Besonderen war früher viel alltäglicher. Auch wenn die ganzen Berichte in den Medien heute ein anderes subjektives Empfinden schaffen. 

Wenn sich da Anhaltspunkte ergeben würden, dass der aktuelle Mord oder vergleichbare Fälle mit einem der angesprochenen Problembereiche oder andere mir nicht bewusste Zusammenhänge geben sollte, dann müssen wir das wissen, um den Impuls zu bekommen, die Dinge anzugehen und zu entschärfen.

Das ist Aufgabe von entsprechenden Experten und nicht von selbsternannten Fachleuten von der Facebook-Akademie.

Wenn wir wichtige Aspekte zurückhalten, dann wird Luise quasi 2x getötet: einmal real und einmal da, wo ihr Tod eine Wende bringen könnte, noch für irgendetwas gut wäre.

Wenn diese Aspekte öffentlich diskutiert würden, würde das nicht zuletzt die Sensationsgier des Mobs befriedigen und womöglich zur Pflege diverser Vorurteile dienen. Dass dabei etwas Gutes rumkommt ist ein frommer Wunsch, mehr nicht.

Das deutet eine Richtung an, ohne, dass wir aber die Chance haben, das selber einzuschätzen. Im Grunde genommen ist so eine Überschrift, ohne zum Inhalt zu gelangen, fieser als eine offene Diskussion.

Ist fies, aber ob fieser als eine offene Diskussion wage ich zu bezweifeln. Kommt vielleicht auch darauf an, wer da mitdiskutiert. Die Diskussionen etwa auf Facebook nähren jedenfalls meine Zweifel.

Und wenn wir niemals mehr Details zu dem Mord erfahren, so meine ich, dass wir dann auch ohne konkreten Bezug den Mord zum Anlass nehmen könnten, uns mehr um die Jugend zu kümmern.

Dein Vertrauen in die Menschheit möchte ich haben. Ich bin da leider pessimistischer. 

 

 

 

alescha antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715

@alescha War das - mal abgesehen vom Faktor Social Media und pandemiebedingte Isolation - je anders?

Ich kann nicht behaupten, dass ich einen Beweis für die folgende Annahme habe - aber ich gehe davon aus, dass hier ein großes Problem ist: alle Nöte der letzten Jahrtausende trafen Menschen in ihrem angestammten Umfeld, in ihrem Lebensraum, in dem sie sich orientieren konnten und wo sie einfach auch stammesgeschichtlich vorbereitet waren, Nöte zu überstehen. Mit Social Media wird das anders. Die Wahrnehmung ist für viele Stunden am Tag auf eine Fläche von ca. 1 Quadratdezimeter eingeschränkt. Hier sehen sie Dinge, die sie oft nicht einordnen können und sie bekommen Eindrücke, auf die der Mensch stammesgeschichtlich nicht vorbereitet ist. Die Eindrücke sind immer kurz und zusammenhangslos. Das macht einen Menschen verrückt. Er verliert die Fähigkeit in großen Dimensionen zu denken - wobei ich hier nicht nur die wirklich großen Dimensionen wie philosophische Gedankengebäude wissenschaftlich fundiert meine - sondern es reicht hier schon ein planvoller Gedanke für einen Zeitraum von ner Woche im normalen Leben.

Ich habe von Fahrlehrern gehört, die beklagen, dass die Schüler reihenweise durch die Prüfungen fallen. Die Prüfungen sind nicht schwerer als früher - die Kinder sind aber nicht mehr in der Lage sich im Kontext einer auch nur leicht komplexeren Verkehrslage zu bewegen. Sie berichten von Fällen, wo man bestimmte Einbahnstraßen im Unterricht geradezu trainiert hat - und dann sagt der Prüfer: bitte fahren Sie die nächste Möglichkeit rechts - und schwups sind sie in der Einbahnstraße falsch herum. Oder aber es mangelt an Beherrschung in Stresssituationen. Ich habe von einem Schüler gehört, der dachte, die Prüfung sei ungut verlaufen. Er steigt aus und knallt in seiner Wut die Tür zu so laut es geht. Er wäre nicht durchgefallen - aber mit dem Abgang musste er seine Verkehrstauglichkeit dann noch einmal beweisen.

Das hat jetzt nichts mit Verhalten unter extremen Bedingungen oder mit komplett entgleisende Situationen zu tun. Aber es  ist ein Beispiel, wie ein Leben in der virtuellen Welt untauglich macht zum Leben in der Realität. Und wenn ich in der virtuellen Welt beliebig viele Leben habe - so ist es in der Realität nur eins.

Was nun den Lockdown angeht, so denke ich, dass der die virtuelle Problematik nur noch einmal verschärft hat und nicht allein für sich als Phase der Isolation schwere Schäden gesetzt hat.

Das ist Aufgabe von entsprechenden Experten und nicht von selbsternannten Fachleuten von der Facebook-Akademie.

Mit Fachwissen allein ist es nicht getan. Das Wissen muss angewendet werden, damit die heilenden Prozesse auch bei den Kindern ankommen.

Wenn diese Aspekte öffentlich diskutiert würden, würde das nicht zuletzt die Sensationsgier des Mobs befriedigen und womöglich zur Pflege diverser Vorurteile dienen. Dass dabei etwas Gutes rumkommt ist ein frommer Wunsch, mehr nicht.

Ich mag übertrieben positiv denken - aber hier glaube ich, dass Du die Sache zu negativ siehst. Die Menschen sind mehr als ein Haufen Vieh und grade im Angesicht des Todes kommen viele zur Vernunft und werden bereit, ihr Verhalten zu überdenken.

Dein Vertrauen in die Menschheit möchte ich haben. Ich bin da leider pessimistischer.

Mag sein. Aber ich glaube, dass es anders nicht geht. Kann sein ich scheitere - aber das ist mir immer noch 1000x lieber, als es überhaupt nicht versucht zu haben.

goodfruit antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@goodfruit 

Das hat jetzt nichts mit Verhalten unter extremen Bedingungen oder mit komplett entgleisende Situationen zu tun. Aber es  ist ein Beispiel, wie ein Leben in der virtuellen Welt untauglich macht zum Leben in der Realität. Und wenn ich in der virtuellen Welt beliebig viele Leben habe - so ist es in der Realität nur eins.

Was nun den Lockdown angeht, so denke ich, dass der die virtuelle Problematik nur noch einmal verschärft hat und nicht allein für sich als Phase der Isolation schwere Schäden gesetzt hat.

Das bezweifle ich ja gar nicht. Aber sogar Realitätsfluchten gab es früher schon. 

Mit Fachwissen allein ist es nicht getan. Das Wissen muss angewendet werden, damit die heilenden Prozesse auch bei den Kindern ankommen.

Ganz genau. 

Und Du meinst, dass man das dadurch erreicht, wenn jeder jetzt z.B. über die Lebensverhältnisse der Täterinnen informiert ist? Oder informiert zu sein glaubt? 

aber hier glaube ich, dass Du die Sache zu negativ siehst

Gut möglich. Vielleicht einfach zu viele historische Publikationen gelesen. Wenn der Mensch sich bis jetzt nicht geändert hat, warum sollte er es jetzt tun? 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
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@alescha keine Tat geht die Öffentlichkeit was an, egal von wem mit welchem Lebensalter sie begangen wird. Ist man nicht persönlich betroffen geht es einen nichts an. Es gibt staatliche Stellen deren Aufgabe es ist, diese Taten den Vorgaben entsprechend zu behandeln. Und das ist der einzige Personenkreis der sich damit zu beschäftigen kann, d.h. dem Informationen dazu zustehen (damit er seine Tätigkeit gem. den Vorgaben erledigen kann). Nennt sich "Kenntnis, nur wenn nötig"-Prinzip.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
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@der_alte 

keine Tat geht die Öffentlichkeit was an, egal von wem mit welchem Lebensalter sie begangen wird. Ist man nicht persönlich betroffen geht es einen nichts an.

So undifferenziert würde ich es dann aber auch nicht formulieren.

Denn bestimmte Taten, wenn sie denn gehäuft vorkommen, können ja durchaus ein Marker dafür sein, dass etwas schief läuft. 

Und zuweilen zeigt sich, dass die staatlichen Stellen oder der Gesetzgeber das Problem sind. 

 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
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@alescha auch dafür ist dann der Staat, d.h. seine Organe zuständig, der hat Zugriff auf diese Art Information, kann sie professionell auswerten lassen und, wenn er dies möchte, Maßnahmen einleiten lassen. Dabei kann er auch Problemen bei seinen Organen feststellen und diese angehen.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
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@der_alte 

Das ist jetzt etwas off topic, denn eigentlich sind wir nicht im Forum Politik, Wirtschaft & Soziales sondern in Trauer & Abschied.

Nehmen wir mal die USA das Beispiel. Mit unschöner Regelmäßigkeit gibt es irgendwo Schießereien, gerne auch an Schulen, werden Leute einfach so erschossen, knallen Kinder im Kindergartenalter ihre Mütter oder Geschwister ab. 

Tut der Staat und seine Organe was dagegen? Vielleicht insofern, dass man die Täter:innen hinter Schloss und Riegel bringt oder sogar hinrichtet. Gegen das Grundübel, dass nämlich dort jeder Hinz und Kunz Waffen besitzen darf und dies auch noch als Grundrecht verteidigt wird, tut sich dagegen nichts. 

Und daran wird sich vielleicht erst was ändern, wenn sich der Mehrheit der Bevölkerung die Erkenntnis durchsetzt, dass viele dieser Taten nicht stattgefunden hätten, wenn die Person, die am Abzug war, die Waffe erst gar nicht in der Hand hätte haben können. Das ist aber nur möglich, wenn sich die Leute auch entsprechend artikulieren und sich nicht auf einem "der Staat wird's schon richten" ausruhen. Der Staat, zumindest ein demokratisch geprägter, kommt mitunter erst dann in Bewegung, wenn eine gewisse Anzahl an Personen von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch macht. 

Auch viele Strafgesetze hier in Deutschland verdanken ihre Änderung dem Umstand, dass sich Menschen nicht gesagt haben, dass es beispielsweise niemanden was angeht, wenn ein Mann seine Frau vergewaltigt, solange man nicht selbst betroffen ist. (Zur Erinnerung: Vergewaltigung in der Ehe ist erst seit 1997 eine Straftat.) 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
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@alescha wobei die (nunmehrige) Vergewaltigung aber ja keine Straftat war, das hat da nichts damit zu tun dass über Straftaten nicht berichtet werden soll. Wobei da ja, das geht über das Topic hinaus, inzwischen auch eine Beweislastumkehr angedacht ist.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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@der_alte 

das hat da nichts damit zu tun dass über Straftaten nicht berichtet werden soll

Das hat damit zu tun, ob Straftaten andere etwas angehen. Und wenn die Taten niemanden was angehen, muss ja auch nicht darüber berichtet werden.

Und damit bleibt alles wie es ist. Inklusive mangelnde Verbesserungen im Strafrecht. Denn es geht ja die Gesellschaft nichts an, wenn Menschen getötet, vergewaltigt oder seelischer Grausamkeit ausgesetzt werden. Und es steht ja Deiner Meinung den Bürger:innen auch nicht zu, durch Präsentation ihrer Meinung darauf hinzuwirken, dass der Gesetzgeber mal Dinge unter Strafe stellt, die früher selbstverständlich waren. Oder sich mal Gedanken darüber macht, was vielleicht zu verbessern ist, damit solche Taten gar nicht erst vorkommen. 

alescha antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1245

@alescha die Bürger:innen können ihre Meinung kundtun, dazu braucht es keine Publikation von Taten die ggf. Straftaten sind.

Konkrete Handlungen gehen die entsprechenden Institutionen was an. In deren Ermessen es dann steht was sie publizieren, ein (legitimes) Anrecht darauf besteht nicht.

Dazu gibt Abgeordnete:innen, die werden die Informationen bekommen und können dann als Vertretende des Wählenden die Dinge durchdenken und als Legislative entscheiden.

In einer repräsentativen Demokratie sind es die Abgeordnet:innen die die Wählenden darstellen und für die Dinge zuständig sind.

Wobei der Staat auch die Möglichkeit hat, Dinge hier besonders herauszustellen, wie den perp walk in den USA.

der_alte antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7193

@der_alte 

die Bürger:innen können ihre Meinung kundtun, dazu braucht es keine Publikation von Taten die ggf. Straftaten sind.

Konkrete Handlungen gehen die entsprechenden Institutionen was an. In deren Ermessen es dann steht was sie publizieren, ein (legitimes) Anrecht darauf besteht nicht.

Dazu gibt Abgeordnete:innen, die werden die Informationen bekommen und können dann als Vertretende des Wählenden die Dinge durchdenken und als Legislative entscheiden.

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei.

Ich denke, dass - bis zu einem bestimmten Punkt - die Öffentlichkeit durchaus ein berechtigtes Interesse daran hat, welche Straftaten begangen werden. Nur so, denke ich, können gesellschaftliche Entwicklungen entstehen. Siehe z.B. die #metoo- oder Black-Lives-Matter-Bewegungen. 

In mancher Hinsicht passiert einfach nichts, wenn man sich darauf verlässt, dass Abgeordnete (kein Grund hier zu gendern, da es sowohl der als auch die Abgeordnete heißt und das :innen wieder so überflüssig ist wie ein Kropf) schon wissen werden, was zum Wohle der Bevölkerung zu entscheiden ist. Man muss es ihnen sagen, sonst sehen die doch keinen Handlungsbedarf. 

 

alescha antworten
der_alte
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@goodfruit die Tat ist etwas das die Öffentlichkeit nichts angeht. Nur die betroffenen Familien/Personen und die für die Ahndung/Bearbeitung des Falles zuständigen Stellen.

Wobei dies bei allen Taten der Fall ist, nicht verständlich warum der Staat zu Taten (egal welche) überhaupt Informationen herausgibt. Es gibt staatliche Stellen die es dafür gibt Taten zu ahnden, die Öffentlichkeit geht es schlicht nichts an, was an Taten geschieht die ggf. strafrechtliche Ahndung erfahren. Wenn dann Fahndung, die aber dann vom Staat ausgeht und er allein entscheidet ob und wie diese dann stattfindet. Und welche Informationen zur Verfügung gestellt werden dazu.

der_alte antworten
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GoodFruit
(@goodfruit)
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@der_alte @goodfruit die Tat ist etwas das die Öffentlichkeit nichts angeht. Nur die betroffenen Familien/Personen und die für die Ahndung/Bearbeitung des Falles zuständigen Stellen.

Schauen wir bei Google, wann ein Gerichtsverfahren öffentlich zu sein hat, dann finden wir:

Die Hauptverhandlungen in Strafsachen, Schöffensachen, Bußgeldsachen, Zivilprozesssachen sind grundsätzlich öffentlich. In Strafverfahren gegen Jugendliche ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Ja, demnach ist die Sache nicht öffentlich.

Trotzdem ist es wichtig - ohne Details wissen zu müssen - zu erfahren, ob die Tat durch spezielle Probleme von Jugendlichen heute mit ausgelöst wurde. So etwas darf sich unter keinen Umständen wiederholen. Von daher ist der Staat und wir alle gefordert, alles erdenklich mögliche zu tun, um entsprechende Dinge abzuwenden.

Einfach der Familie woanders einen neuen Start zu ermöglichen, reicht meines Erachtens nicht aus. Ich habe in meiner Jugend einen Fall erlebt, wo ein Kind ein Kind getötet hat. Die Familie des Mörders war erst vor kurzem an den Ort gezogen. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob nicht am alten Heimatort vielleicht auch schon was vorgefallen war. Jedenfalls ist dieser Mörder, nachdem er seine Strafe abgesessen hat, erneut straffällig geworden und hat erneut ein Mädchen umgebracht.

Wir haben vielleicht nicht die Handhabe, solche Menschen dauerhaft wegzusperren. Aber wir haben inzwischen die technischen Möglichkeiten, solche Menschen lückenlos zu überwachen. Und in so einem Fall halte ich das für geboten.

Entweder die Ursache ist in den äußeren Umständen, zu denen sicher das stark artifizielle Umfeld, in dem Kinder heute aufwachsen, dazu gehört, zu suchen oder die Ursache ist im Kind, in einer kranken Psyche, die möglicherweise nicht therapierbar ist.

Die Behörden, die mit dem Fall beschäftigt sind, haben hier eine große Verantwortung. Möge Gott geben, dass sie dieser gerecht werden.

Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass der Ausschluss der Öffentlichkeit von dem Fall wirklich nur etwas mit dem Alter der Täter zu tun hat - solange jedenfalls, wie von Kindern als Täter auszugehen ist und diese nicht strafmündige Personen decken. Wir sind eine Demokratie und leben nicht in einem selbstherrlichen, autoritären Staat. Hier ist der Bürger Teil von allen wesentlichen staatlichen Prozessen, von denen die Justiz eine Säule ist. Ich mache das noch einmal deutlich, weil Dein Text sonst missverstanden werden könnte. Deutschland ist nach wie vor ein zivilisiertes Land!

goodfruit antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1245

@goodfruit mein Text ist nicht missverständlich. Es geht die Öffentlichkeit in keinem Fall etwas an. Der Staat i.d.F. seiner Organe behandelt Taten die strafbar sein können, über die schlussendliche Strafbarkeit entscheiden Gerichte. Der Staat (hier: Legislative) ist gewählt, bestimmt die Exekutive, das ist kein selbstherrliche Staat und uach nicht autoritär. Was geht es eine:n Bürger:in an wenn eine Tat geschieht, die strafbar sein kann? Solange er:sie nicht davon betroffen ist, sei es in Person, sei es durch persönliche Beziehung zu der Person die in die Tat verwickelt ist.

Wenig verständlich (aber Sache des Staates, den ich nicht öffentlich negativ zu kritisieren habe) dass überhaupt Informationen zu Taten herausgegeben werden, bspw. in Polizeiberichten (die man im Internet einsehen kann), anstatt einfach festzustellen, von Seiten der staatlichen Organe, dass es keinerlei Infos gibt, welche Taten wie und wo stattgefunden haben, ausser von Fahndungen.

Für die Täter:innen ist der Staat i.d.F. seiner Organe verantwortlich, d.h. die Unterbringung nach einem Urteil in einer Strafanstalt oder die Unterbringung in einer Heilanstalt nach vorherigem staatlichen Beschluss. Da gibt es dann Personl das für den Zustand und dessen mögliche Änderung verantwortlich ist. Nicht die Öffentlichkeit.

der_alte antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
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@goodfruit 

 

So wie ich der_alte lese, sieht er die Bürger nur als gehorsamspflichtige Untertanen.

Oder um es mit  Heinrich Heines  letztem Vers in 

"Erinnerungen aus Krähwinkels Schreckenstagen" zu sagen:

 

Vertrauet Eurem Magistrat,
Der fromm und liebend schützt den Staat
Durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

 

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der_alte
(@der_alte)
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@antonioa Straftaten sind persönlich Dinge die niemanden was angehen. Das ist auch Datenschutz. Und hat nichts in der Öffentlichkeit verloren.

Und wenn: Warum sollte ich nur als Männer gelesene Personen so betrachten?

der_alte antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@der_alte 

https://www.juraforum.de/lexikon/oeffentlichkeitsgrundsatz

Der Grundsatz der Öffentlichkeit ist in § 169 Absatz 1 Satz 1 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) festgelegt. Nach dieser Norm ist die mündliche Hauptverhandlung vor Gericht einschließlich der Verkündung von Urteilen und Beschlüssen öffentlich.

 

Damit stehst Du mit Deiner Meinung a priori erst einmal außerhalb der gängigen gesetzlichen Lage.

 

Das es begründete Ausnahmen gibt, die Öffentlichkeit nicht  zuzulasssen, steht ja garnicht zur Debatte.

 

 

Ok aber eigentlich hab ich mich jetzt, besonders am heutigen Tag, mehr an der Duskussion beteiligt als ich es wollte.

 

 

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der_alte
(@der_alte)
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@antonioa wenn Du nicht magst: Ignoriere halt die Postings von mir.

der_alte antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715

@der_alte Straftaten sind persönlich Dinge die niemanden was angehen. Das ist auch Datenschutz. Und hat nichts in der Öffentlichkeit verloren.

Straftaten betreffen die öffentliche Ordnung. Sie sind zusammen mit dem Strafmaß definiert in Gesetzen, die Volksvertreter verabschiedet haben. Wir haben wie jeder moderne Staat eine Gewaltenteilung: Legislative, Judikative und Exekutive. Bei der Gerichtsbarkeit befinden wir uns im Bereich der Judikative.

Wer eine Straftat begeht und angeklagt wird, der wird nicht von Olaf Scholz angeklagt. Der Richter verkündet sein Urteil im Namen des Volkes. Wenn jemand was in meinem und in deinem Namen verkündet, dann ist das keine Privatsache der betroffenen Person, sondern es geht auch mich persönlich etwas an. Ich habe das Recht zu erfahren, was dort verkündet wird und ich darf - außer in gut begründeten Ausnahmefällen, der Verhandlung beiwohnen.

Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, dass so etwas privat sein sollte. In jedem halbwegs modernen Staat ist das selbstverständlich öffentlich!

goodfruit antworten


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