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Eine Zukunft mit Mind-Control?

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GoodFruit
Themenstarter
Beiträge : 1536

Hallo Community!

Ich möchte heute ein Thema mti Euch durchdenken, das so ziemlich in jede Rubrik hier im Forum geüasst hätte, weil es jeden Bereich unseres Lebens berühren würde - wenn die entsprechende Technologie denn mal kommt.

Anlass ist dieser Artikel in der Berliner Zeitung:
https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/biotechnologe-ohne-gehirnchip-wird-man-ein-mensch-zweiter-klasse-sein-li.171279?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Es geht darum, dass die Forschung an Gehirnchips arbeitet, die unser Denken mit Maschinen verbinden. Wir werden also selbst Teil der Maschine.

Die ganz Vision dahinter ist zentral beim Ansatz von Elon Musk und vielen anderen Zukunftsvisionären. Es gibt schon s.g. Cyborgs, die cih Chips haben einpfanzen lassen und erste prakische Erfahrungen sammeln.

Sicher ist es praktisch, die hakelige Tastatur hinter sich zu lassen und direkt vom Hirn einzugeben - aber ich mache mich doch Sorgen um die Folgen, die in dem Artikel nicht Erwähnung finden.

Wenn mein Computer meine Gedanken lesen kann - dann wird es auch problemlos sein, dass andere mit entsprechenden Geräten meine Gedanken abhören können.

Was wären die Konsequenzen? Überlegt mal?
Hier was mir da so gekommen ist:

Die Gedanken, die Träume galten bislang als frei. Hier kann ich tun und lassen, was ich will. Das bedeutet auch:
In meinen Gedanken kann ich Dinge ausprobieren. Sie sind die Quelle der Innovation und des Fortschritts. Hier zünden die Ideen, die mich und eventuell die ganze Gesellschaft voranbringen. Und sie können das nur wiel, der Garant des Geheimen und damit der Freiheit im Denken Schranken im Denken wirkungsvoll verhindert.

Was wäre, wenn diese Freiheit verlorenginge? Ende jeglicher menschlicher Kultur? Stopp von Innovationen?

In unseren Träumen können wir auch Bereiche unseres Seins ausleben, für die es in der Realität leider keine Entsprechung gibt. Wir können da Reisen machen, wir können in Welten leben, die wir uns nicht leisten köönnen oder die es noch gar nicht gibt, wir können Abenteuer bestehen oder mit Leuten zusammensein, an die wir sonst nei rankämen. Wenn all das auf einmal offen wäre: Wäre so eine Technik das Ende unserer Träume und würden wir so als Persönlichkeiten mit usneren Defiziten allein gelassen werden, weil wir sie nicht mehr in der Traumwelt ausleben können?

Ich erlebe in meinen Beiträgen hier auf JEsus.de ja oft Ablehnung. Zum Teil sicher auch deshalt, weil ich es gelegentlich für hilfreich halte, den "Advocatus diaboli" zu machen, um das Spektrum der MEinungen zu spreitzen und so eine breite Diskussion zu ermögichen, die meist fruchtbarer ist, als wenn alle nur in eine Richtung denken.

Stellt Euch mal vor, was los wäre, wenn da Menschen ein Gedankengebäude hätten, das in Gänze von anderen nicht akzeptiert wird. Wäre es überhaupt noch möglich, diesen Menschen neutral und liebevoll (Christenpflicht!) zu begegnen, wenn mir ihre Gedanken bekannt sind?

Wenn so eine Technolgie eingeführt werden sollte, dann wird es sicher anfangs noch weiter möglich sein, Knöpfe zu drücken, um Maschinen zu bedienen oder Texte einzgeben, um sich an Diskussionen zu beteiligen.

Aber der Beitrag in der Berliner Zeitung deutet ja schon an, dass es da einen Zwang geben wird. Wer will schon Mensch "2ter Klasse" sein? Wir erleben das ja aktuell mit dem Impfen. Impfpflicht? Niemals! Und heute: Wir stehen vor einer Phase, in der es Impfmuffeln so richtig schwer gemacht wird - und wenn das nicht fruchtet, wird die Pflicht schon noch kommen.

Ich darf heute nicht alles sagen, was mir so in den Sinn kommt. Wir haben hier bie Jesus.de unsere Charta und es ist ja generell so, dass ich meine Worte unter Kontrolle haben sollte, um nicht nadere zu verletzen oder Lügen zu streuen.

Kommt der Hirnchip, dann wird dieser Filter von uns nicht auf der Ebene des Sprechens sondern auf der Ebene des Denkens gefodert. Das sclhießt selbstverständlich das mit ein, was wir in unseren stillen Geben innerlich sprechen.

Meine Erwartungen in Bezug auf so eine Technologie sind also die einer vollkontrollierten unfreien Welt, in der jegliche Kreativität und Innvoation der Menschheit abhanden kommt. Eine Kulturfreie Welt, in der der Mensch selbst zur Maschine wird, die zu funktionieren hat - oder verschwinden muss.

Ist das jetzt übler Fortschrittspessimissmus bei mir? Sind mir die gute Perspktiven in Bezug auf so eine Technologie nur noch nicht gekommen?

Helft mir weiter!

Könnte so eine Welt irgendetwas Positives haben? Oder teilt Ihr meine Befürchtungen?

Die Vorteile so einer Technologie für Personen mit Handicaps, die mit so einer Technologie überwunden werden können, sehe ich natürlich schon und allein dafür würde sich die Entwicklung so einer Technik lohnen.

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58 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Die Gedanken, die Träume galten bislang als frei. Hier kann ich tun und lassen, was ich will.

Ähm, nö. Gott kennt deine Gedanken. Und wenn du in Gedanken die Frau deines Nachbarn aussiehst oder dir erspielt, dass du den Nachbarn tötest, sieht Gott das. Es ist also deine Aufgabe, deine Gedanken rein zu halten.

herbstrose antworten
2 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ähm, nö. Gott kennt deine Gedanken. Und wenn du in Gedanken die Frau deines Nachbarn aussiehst oder dir erspielt, dass du den Nachbarn tötest, sieht Gott das. Es ist also deine Aufgabe, deine Gedanken rein zu halten.

Gott kann damit ja auch umgehen. Er darf das - weil er hat die Größe, dass er mit unseren Gedanken umgehen kann.

Und auch wenn Gott sich sicher freut, wenn unsere Gedanken voll auf ihn ausgerichtet sind, so ist da doch keines der Gesetze im AT, dass falsche Gedanken unter Strafe stellen würde - wie denn auch: die Gedanken sind für Menschen frei.

Jesus ist da auch Gott: er konnte die Gedanken derer, die ihn verführen wollten, erkennen.

Aber wie ist das, wenn Menschen dieses göttliche Attribut erhalten. Können die damit umgehen? Können die die Gnade des Kreuzes darüber gewähren, ohne die jeder verloren ist? Wäre so etwas nicht der feuchte Traum eines jeden Dikatators, der die unbedingte Verehrung seiner PErson bis in die Gedanken hinein fordern könnte?

Es ist meine Gedankenwelt Gott nicht verborgen und in der GEdankenwelt findet vor allem der Kampf der Mächte statt: Werde ich mich verfphren lassen? Werde ich mir Angst machen lassen oder werde ich stark bleiben im Herrn? Werde ich dem Satan und seinen Sklaven huldigen - oder werde ich stark bei Christus bleiben?

Was, wenn ein Anhangen an Gott in dieser Weise verboten wird - weil auf einmal Menschen, die nicht in der Lage sind, damit verantwortungsvoll umzugehen, in Kenntnis über unsere Gedanken kommen?

Mir gruselt es beim Gedanken daran. Pfui Teufel!

goodfruit antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536

@herbstrose Gott sieht alles - aber er verpetzt micht nicht! Das könnte mit Informationen in irgendwelchen Datenbanken problematischer sein!

goodfruit antworten


Jack-Black
Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn mein Computer meine Gedanken lesen kann - dann wird es auch problemlos sein, dass andere mit entsprechenden Geräten meine Gedanken abhören können.

Bis dahin ist es noch ein seeeeeehr weiter Weg. So weit, dass er vermutlich nie bis zum Ziel beschritten sein wird. Denn Gedanken, wie Du sie als Beispiele (Träume usw.) anführst, sind immer Abstraktionen.

Wir wissen ja bis heute nicht einmal, wie diese Abstraktionen überhaupt in unserem Gehirn entstehen. Ich finde leider das Interview mit Markus Gabriel* nicht mehr, in welchem er entschieden bestreitet, man werde jemals z.B. das Bewußtsein von Menschen in ein künstliches Gehirn (aka: Computer) hochladen können. Er argumentierte da allerdings für meine Begriffe ziemlich überzeugend. Das weiß ich, weil es mich ärgerte, da doch mein heimlicher Wunsch immer war (und noch ist), dass es das "Brain interface", mit dem man unser menschliches Denken per Computeranbindung um ganze Potenzen verbessern könne, noch zu meinen Lebzeiten werde geben können. Eher nicht.

Entsprechend denke ich allerdings, dass die praktischen Vorteile der Cyborgisierung der Menschen überwiegen werden, ganz einfach im Sinne von: Verstärkung unserer mentalen Fähigkeiten.

*In dem Vortrag beschäftigt er sich mit Künstlicher Intelligenz, ich hab den nur mal als Beispiel verlinkt für seine Art des Argumentierens, nicht als konreten Beitrag zu Deinem speziellen Thema.

jack-black antworten
5 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536

Hallo Black-Jack,

Danke für Deine Antwort!

Veröffentlicht von: @jack-black

Bis dahin ist es noch ein seeeeeehr weiter Weg.

Das hoffe ich sehr. Ich bin da auch kein Experte. Vorher hatte ich nur schon mal einen Zeitschriftenartikel über einen Typen, der sich einen Chip hat implantieren lassen, gelesen. Das fand ich schon einigermaßen gruselig und ich kann mich erinnern, dass es für ihn ein gewisses PRoblem darstellte, dass er das Ding nicht einfach abstellen konnte.

Ich werde gleich den Vortrag, den Du verlinkt hast, mal ansehen.

Was ich noch in letzter Zet gesehen hatte war der Film AI - künstliche Intelligenz von Steven Spielberg, bei dem es um einen äußerlich menschähnlichen (fast gleichen) Robotor ging, dem Liebe implementiert wurde und der Wunsch-Eltern ein Ersatzkind sein sollte.

Was mir bei vielen dieser Darstellungen auffällt ist, dass der natürliche Mensch da meist schlecht wegkommt. Es ist, als sei der Roboter, das vom Menschen geschaffene Wesen, einfach besser als der Mensch.

Als Christ erkenne ich das die Schöpfung Gottes als ungenügend, als Mängelwesen - die nun vom Menschen als dem besseren Schöpfer zur Perfektion gebracht werden müssen.

Als Biologe, der auch um den Sinn der einen oder anderen vermeitlichen Schwäche weiß, und auch als Christ, finde ich diese Sichtweise sehr bedenklich - mal vom generellen Ansatz ganz getrennt betrachtet.

Die Entwicklungen gehen grad so schnell - ich will da nichts ausschließen, was Erfolge auf diesem Bereich angeht.

Ich finde aber auf jeden Fall, dass das etwas sein sollte, auf das wir als Menschen vorbereitet sein sollten, das durchdacht gehört und wo wir auch ethisch moralisch eine Position haben sollten, bevor es über uns hineinbricht.

Auf der anderen Seite denke ich an Kulturen, die all diese Techniken mit viel weniger Vorbehalten integrieren und da dann sehr erfolgreich sind.

Es ist in meinen Augen in erster Linie mal eine Herausforderung. Eine Herausforderung unter vielen in einer sich rasend verändernden Welt.

goodfruit antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @goodfruit

er Film AI - künstliche Intelligenz von Steven Spielberg,

Veröffentlicht von: @goodfruit

Was mir bei vielen dieser Darstellungen auffällt ist, dass der natürliche Mensch da meist schlecht wegkommt. Es ist, als sei der Roboter, das vom Menschen geschaffene Wesen, einfach besser als der Mensch.

Wir müssen aufpassen, dass wir unseren Blick auf die Realitäten nicht zu sehr von den Narrativen über diese Realitäten beeinflussen lassen. Versteh mich nicht falsch: ich bin ein großer Film- und Literaturfan und ich liebe Geschichten.
Aber mir ist dadurch, dass ich mich sehr viel mit Geschichten und deren "Logik" auseinandersetze, auch deutlich, wie wenig Utopien oder Dystopien, gerade, wenn sie noch in freizeitgestaltungskompatiblen Häppchen präsentiert werden sollen (denn die Leute sollen solche Filme ja auch im Kino rentabel werden lassen oder halt die Bücher kaufen), mit der Realität zu tun haben.

So ist AI nur ein auf "modern" getrimmtes Märchen über ein Kind, das nicht so geliebt wird, wie es geliebt werden will. Ob nun Aschenputtel im gleichnamigen Märchen oder der kleine David in "AI" - es sind dieselben Figuren, nur in anderer Verpackung.
Ich will Dir einen anderen Film nennen, der vermutlich noch besser zu unserem Thema paßt: "Strange Days" - ein düsterer Cop-Film aus dem Jahre 1995, der mich damals tatsächlich etwas verstörte, weil ich die dialektische Boshaftigkeit des Täters auf eine Weise genial fand, die mich mir selbst unheimlich werden ließ. In dem Film ging es um "clips", die Menschen von ihren Erfahrungen aufzeichnen konnten - z.B. wenn sie Ski fuhren, im Meer tauchten, Sex hatten oder eben auch Verbrechen begingen - und die andere Menschen dann sozusagen als "Kopfkino" nachfühlen konnten.

Die positiven Möglichkeiten solch einer (wie ich oben angedeutet hatte: in puncto Machbarkeit völlig utopischen...) Technologie wurden zwar kurz im Film eingeführt - um die Beliebtheit dieser Clips kurz zu erklären. Aber sobald erzählt worden war, dass man mit diesen Clips tolles erleben könne, wurde - so wollte es nun mal die Dramaturgie des Films - sofort die "böse Seite" thematisiert. Das fing damit an, dass z.B. beim Konsum eines "Porno-Clips" ein besonders häßlicher fetter Mann gezeigt wurde. Was gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlug: nämlich erstens den Wunsch, sexuell spannende und beglückende Erfahrungen zu machen zu deligitimieren, ja, dem gut-verlogenen amerikanischen Moralkodex entsprechend Sexualität und Ekligkeit miteinander zu verquicken. Zum Zweiten wurden die "Konsumenten" der Clips als kranke, defizitäre Leute gezeigt, Botschaft: Die Clips sind die neue Rauschdroge (die Glückswünsche jener, die Drogen nehmen, werden in solchen Filmen auch und grundsätzlich verächtlich gemacht). Und drittens wurde die "eigentliche" Handlung des Krimi-Plots vorbereitet, der darin bestand, dass ein böser Mörder die Vergewaltigung und Ermordung seiner Opfer aufzeichnete und die dabei entstandenen "Snuff-Videos" in Umlauf brachte.

Und warum? Weil ein Kinofilm mit einem entsprechenden Budget halt einen Bösewicht braucht und alle technologischen Neuerungen, die man sich halt so ausdenken kann, immer auch Drehbuchschreibern helfen können, ihre längst tausendfach auserzählte Geschichte vom guten Cop, der dem Bösewicht schließlich auf die Schlichte kommt, nochmal neu zu basteln. Das ist kulturelles Business. Ich finde das nicht mal schlimm, denn die spannenden Geschichten, die wir Menschen uns über die Jahrtausende immer und immer wieder erzählten, lebten immer von der Spannung, ob es auch diesmal wieder dem Guten gelingen wird, dem Bösen rechtzeitig auf die Schliche zu kommen. Und Gewalt und Unterdrückung gehören zu solchen Geschichten dazu, wie zu jedem guten Märchen. (Oder auch der Bibel... Was wäre Jesus für eine Heldenfigur, wenn's nicht den bösen Hohepriester gäbe?! 😉 )
Das die neuen Technologien gefährlich sind, muß in jedem James Bond Film neu behauptet werden - immer sind es Oberschurken, die sich neueste Technik zunutze machen und sich noch schurkischere Methoden, die Menschheit endgültig zu unterjochen oder gleich ganz zu vernichten, ausdenken.
Oder schau Dir die "Terminator"-Reihe an oder "The Matrix"... Es ist immer dasselbe Muster. Übrigens ist die Botschaft all dieser Dystopien immer diese: Der fehlbare Mensch ist viiiel besser als seine anscheinend upgegradeten Technik-Imitate. Immer ist eine Schwäche, meist die Liebe, die von den Technik-Bösewichtern verachtet wird, am Ende das Sandkorn im Getriebe, dass die Schurkenpläne zum Scheitern bringt.
Ich könnte stundenlang und seitenweise zu diesen Filmen schreiben, will Dich aber an dieser Stelle nicht zutexten (zu spät, zu spät! 😀 ). Sondern nur darauf hinweisen, dass das Dystopische an ihnen meist die Folge des Umstandes ist, dass eine spannende Geschichte eben eine besonders große Bedrohung braucht, um die Leute zu fesseln.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Es ist, als sei der Roboter, das vom Menschen geschaffene Wesen, einfach besser als der Mensch.

Nun hast Du diesen Thread ja mit dem Artikel über die VErbindung von menschlichem Gehirn mit Computerchips begonnen. Da geht es nicht um Roboter, sondern um Menschen, die etwas an ihrem Körper verändern. Warum sollte das illegitim oder gruselig sein? Ängstigen Dich Leute, die Brille tragen? Oder ein künstliches Hüftgelenk? Oder ängstigen Dich Lagerarbeiter, die per Gabelstapler schwere Paletten in die Regale sortieren?
Dabei haben all diese Leute eins gemein: sie kompensieren Limitierungen ihrer Körper mit technologischer Hilfe. Das war und ist immer Sinn und Zweck jeder technologischen Neuerung gewesen: unsere Fähigkeiten, bestimmte Ziele zu erreichen, zu vergrößern.

Der Brillenträger möchte auch im Alter noch Bücher lesen können - obwohl er doch von Gott mit Altersweitsichtigkeit geschaffen wurde. Die Frau mit dem Hüftgelenk aus Titan möchte gern noch selbst sich ihren Tee in der eigenen Küche zubereiten - obwohl es Gott in seiner Weisheit gefallen hatte, sie die Kellertreppe hinunterfallen zu lassen, was ihre osteoporösen Knochen brechen ließ.
Der Gabelstaplerfahrer möchte Geld verdienen, obwohl Gott ihn nicht mit soviel Intelligenz segnete, dass er ein Studium hätte erfolgreich beenden und seine drei Kinder mit den Einkünften aus seiner Mathematik-Professur hätte unterhalten können. Also mußte er einen Lagerarbeiterjob annehmen und um die Paletten da rechtzeitig hoch in's Regal zu hieven, reichen seine "natürlichen" Arm- Rücken- und Beinmuskeln halt nicht aus. Also kompensiert er diesen Mangel an körperlicher Kraft per Einsatz des Gabelstaplers.

Will sagen: Was ist verwerflich daran, wenn Menschen ihre körperlichen Defizite per Technologieeinsatz zu kompensieren suchen?

Und nun machen wir den gedanklichen Schritt zum Gehirn-Chip. Wie alt bist Du? Ich habe neulich gemerkt, dass ich nicht mehr so schnell lerne wie früher. Ich hatte mir ein relativ dünnes Büchlein über ein Lieblingsthema von mir gekauft: "Einführung in die systematische Logik". Zeit war da, Interesse und Motivation waren da. Und dennoch: ich war so langsam dabei, es durchzuarbeiten! Es sind allerhand Übungen/Tests darin enthalten, mit denen man überprüfen kann, ob man die jeweiligen Abschnitte wirklich verstanden hat. Ich brauchte so lange dafür, diese Tests zu machen und beging immer wieder Fehler, bzw. mußte nochmal ein paar Seiten zurückschlagen, weil ich etwas aus den vorherigen Kapiteln schon wieder vergessen hatte.
Also: ich komme in das Alter, in dem meine Lernfähigkeit, vermutlich auch meine Aufmerksamkeitsspannen, meine Konzentration nachlassen. Ich hätte gern einen Chip im Gehirn, der mir da in einer Weise hilft, meine "alten Fähigkeiten" aus meiner Jugend zurückzubekommen, so, wie mir meine Brille dabei hilft, heute wie damals ein Buch überhaupt lesen zu können. Meine "natürlichen" Augen würden mir das heute sonst kaum mehr ermöglichen.

Ich stelle mir weitere Anwendungsbeispiele vor: Patienten mit "Phantomschmerzen" - denen man da z.B. helfen könnte, wenn man den Bereich in ihrem Gehirn, der diese Schmerzen erzeugt, ruhig stellt. Oder einfach nur die Möglichkeit, bestimmte mentale Fähigkeiten zu steigern. Stell Dir vor, Du wärest ein Patient, an dem eine komplizierte Operation vorgenommen werden soll. Und der durchführende Chirurg hätte die Möglichkeit, sich "per Knopfdruck" während der Operation besonders gut und ablenkungsfrei auf seine Arbeit zu konzentrieren.
Oder nehmen wir an, dass die ersten Versuche, bei denen versucht wird, Behinderte per gedachter Befehle z.B. Texte zu schreiben oder eine Roboterhand zu bewegen, weitergeführt würden, sodaß der Chirurg gar nicht mehr selbst den kritischen Schnitt entlang des empfindlichen Nervs setzen muß, sondern per Gedankenanweisung einen Laser damit beauftragt, der garantiert nicht zittert, weil auf dem Weg zwischen Gehirn und Fingerspitzen ein Nervenimpuls fehlgeleitet wurde...

Ich meine: unser wertvollstes und wichtigstes Organ ist unser Gehirn. Wichtiger als unsere Augen, wichtiger als unsere Hände oder unsere Beine. Genauso überlebenswichtig wie unsere Nieren (frag mal die Leute mit Niereninsuffizient, die keine Nierenspender finden, ob sie auf die Dialyse-Behandlungen gern verzichten würden, weil Gott sie doch nun mal mit diesem Mangel erschaffen hatte...)

Was ist verkehrt daran, dieses Organ - wenn das denn technologisch möglich sein sollte - zu unterstützen, zu optimieren, Organschäden zu kompensieren?

Denk mal in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis herum. Und überlege Dir, wer da alles womöglich profitieren könnte. Und dann mach die Gegenprobe und überlege, wem von denen Du zutrauen würdest, mit so einer Technologie zuerst mal anderen Menschen zu schaden, sie zu tyrannisieren und zu unterdrücken?

In dem von Dir verlinkten Artikel wird die Frage aufgerufen, ob irgendwann vielleicht die Menschen, die keinen Gehirn-Chip tragen, zu Menschen "zweiter Klasse" würden. Diese Frage ist nicht ganz unberechtigt, kritisiert aber nicht die Technologie, sondern die ungerechten Zustände, die manche daran hindern könnten, sich die Technologie zunutze zu machen. Es geht da genaugenommen um die gute alte und schon seit Menschengedenken unbefriedigend gelöste Verteilungsgerechtigkeitsfrage.
In einer Zeit, in der nur Reiche sich geschliffene Gläser (Brillen) leisten konnten, hatten die Armen das Nachsehen und mußten halbblind ihrem Ende endgegedämmern. War das ein Argument gegen Brillen? Wohl kaum.
Ähnliches gilt für Zahnprothesen, künstliche Hüftgelenke oder auch nur gute Medikamente gegen Hautekzeme oder chronische Blähungen. Nicht die Möglichkeit zur Behebung aller möglichen Mängel, mit denen wir Menschen nun mal behaftet sind, ist das Problem - sondern immer nur der Umstand, dass diese Möglichkeiten nicht allen gleichermaßen zur Verfügung stehen.

Das ist ein echtes Problem (und es wird zukünftig in vielen Bereichen noch wachsen, da die technologischen Kompensationsmöglichkeiten unserer Mängel immer mehr werden, während die Ressourcen sich nicht beliebig vergrößern lassen: Zahnprothesen kosten schon, sauber implantierte Chips im Gehirn, die wirklich nützliche Funktionen bieten, dürften teurer werden), aber es ist eben ein polit-ökonomisches Problem.

Gruß,
the Jack

jack-black antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @jack-black

So ist AI nur ein auf "modern" getrimmtes Märchen über ein Kind, das nicht so geliebt wird, wie es geliebt werden will.

Nun der Film ist gradezu überladen mit Thematiken. Ich hatte den Eindruck, dass man da alles unterbringen wollte, was den Machern nur so eingefallen ist.

Und, ja, es ist natürlich ein Märchen - aber eins, bei dem ich mich schwer tue die Moral dahinter zu erkennen oder nachzuvollziehen.

Für mich kam da am ehesten der natürliche Mensch als Mangelwesen vor, den es zu überwinden gilt.

So rein technisch habe ich mich gefragt, wie diese ganzen Maschinen überhaupt mit Energie versorgt werden - Essen könne sie ja nicht und ich habe nie einen an ner Steckdose gesehen. Mini-Atomreaktor? Naja, das nur ne Randbemerkung, die mit der Thematik nicht viel zu tun hat.

Veröffentlicht von: @jack-black

Übrigens ist die Botschaft all dieser Dystopien immer diese: Der fehlbare Mensch ist viiiel besser als seine anscheinend upgegradeten Technik-Imitate.

Nun, desen Aspekt habe ich bei A.I ja grade nicht gesehen. Der Mensch ist böse. Dei Maschine ist perfekt - aber nicht lebendig ...

Veröffentlicht von: @jack-black

Da geht es nicht um Roboter, sondern um Menschen, die etwas an ihrem Körper verändern.

Naja, das sind halt diese Chimären, von denen ja auch Elon Musk zu träumen scheint. Wer hier seinen Sohn X Æ A-XII nennen würde, hätte vermutlich das Jugendamt am Hals. In den USA scheint das anders zu sein. Das ist zwar nur ein Name - zeigt für mich aber so mit am deutlichsten, wie sehr Elon Musk nach einer Fusion von Mensch und Maschine träumt.

Veröffentlicht von: @jack-black

Will sagen: Was ist verwerflich daran, wenn Menschen ihre körperlichen Defizite per Technologieeinsatz zu kompensieren suchen?

Technologien, die Defizite zum Grundbauplan und Grundfunktion des natürlichen MEnschen ausgleichen, lehne ich nicht ab. Wenn da Technologie helfen kann, dann ist das eine großartige Sache, die ich nur begrüße. Du führst das ja in Deinem Posting weit aus - und da muss ich sagen: kein Problem!

Aber wenn der Mensch sich mit Technologien pimpt, die seine natrülcihen Fähigkeiten erheblich ausbauen wie zusätzliche Sinnesorgane etc., dann wird es für mich problematisch.
Und besonders problematisch wird für mich, wenn erkennbar ist, dass da der Mensch zu Gott gemacht werden soll, indem er mit göttlichen Attributen ausgestattet wird. So etwas lehne ich ab. Es ist nur gut für den Besitzer solcher Eigenschaften und für sein Umfeld auch nicht. Der eine wird überfordert, weil er von der Persönlichkeit nun mal nicht Gott ist - der andere wird übergriffig belästigt, weil irgendwelche als Halbgötter gepimpte Menschen in seiner Intimität rumtrampeln. Das Hauptproblem dürfte aber das satanische Muster bestehen, das in alle solchen Bestrebungen (für mich= steckt). Gott gleich zu werden, ist schließlich der satanische Klassiker schlechthin.

goodfruit antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @goodfruit

Das Hauptproblem dürfte aber das satanische Muster bestehen, das in alle solchen Bestrebungen (für mich= steckt). Gott gleich zu werden, ist schließlich der satanische Klassiker schlechthin.

Dazu hab ich nix beizutragen; ich war hinsichtlich des Umstands, dass das Thema im Unterforum "Wissenschaft" eingestellt war, davon ausgegangen, dass es eher unter wissenschaftlichem statt unter religiösem Blickwinkel aus diskutiert werden solle.

jack-black antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @jack-black

Dazu hab ich nix beizutragen; ich war hinsichtlich des Umstands, dass das Thema im Unterforum "Wissenschaft" eingestellt war, davon ausgegangen, dass es eher unter wissenschaftlichem statt unter religiösem Blickwinkel aus diskutiert werden solle.

Nun, das ist ja der große Irrtum der Wissenschaft, dass sie meint, sie sei ein abgehobenes Etwas, das außerhalb eines rationalen Kontextes besteht.
Für mich muss jegliche Erkenntnis philosophisch eingebettet werden, um ihren angemessenen Platz in einem Weltbild finden zu können. Und ich habe mich da für eine philosophische Sicht mit Gottesbild entschieden.

Das stellt dann die Wissenschaft in einen weltanschaulichen Rahmen und erhält auch so die geistig-moralische Dimension, die in dieser Fragestellung besonders ineressant sein dürfte.

Es gibt verschiene Antriebe für wissenschaftlichen Fortschritt. Und "sein wollen wie Gott" ist sicher einer. Bei diesem Mind-Control Ding ist das sicher mit von der Partie - auch wenn es sicher sehr sinnvolle und hilfreiche Anwendungen geben könnte.

Aber das Kernproblem dieser Technologie ist der Umstand, dass sie geeignet sein könnte die letzte uneinnehmbar scheinende Bastion der Menschlichkeit bzw. der Freiheit, die den Menschen zum Menschen macht (nach dem Bild, wie Gott ihn gschaffen hat)., zu zerstören.

Das ist damit ein ganz schweres Kalliber was die Möglichkeit eines Angriffs auf das menschliche Selbstverständnis betrifft.

goodfruit antworten
Banji
Beiträge : 3581

"Freiheit" wird dann ein Wort aus längst vergangenen Zeiten sein ...

banji antworten
1 Antwort
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @banji

"Freiheit" wird dann ein Wort aus längst vergangenen Zeiten sein ...

Freiheit ist aber etwas, dass für mich zum Menschsein dazu gehört - und zwar von Gott so angelegt. Gott hat mich frei geschaffen. Er hat Wünsche, wie ich sein sollte - aber ich muss mich in Freiheit zdazu entscheiden. Sonst wäre ich eine Marionette - und Regungen wie "Liebe" wären mir im Grunde genommen nicht möglich.

Die Gefahr, die ich hier sehe, dass es dem Menschen mit dem Wunsch, wie Gott sein zu wollen, durchgeht.

Dass ich keine Tatstatur mehr benötige, wäre ja vielleicht noch ganz nett.

Aber ich sehe die große Gefahr, dass solche Techniken missbraucht werden - und dass sie gefödert werden, weil der Wunsch dieses Missbrauchs einen starken Antrieb bei Persönlichkeiten entsprechender Prägung bedingt.

Die Gefahr ist dann natürlich für uns abgehörte da - auch weil wir nicht erwarten könnten, dass diese Menschen das Maß an Gnade und Liebe haben, wie wir das bei Gott finden. Der Reiz, in pharisäerhaftes Richten abzugleiten, dürfte enorm sein. Damit wären übrigens Christen dann automatisch verloren, weil Richten ihnen ja nciht zusteht und sie selber das Maß herstellen, das ihre Verdammung bedingen wird.

Damit wäre diese Technik in erster Linie eine Gefahr für diejenigen, die sie missbrauchen. Si wollen sein wie Gott - haben aber nicht das erforderliche Format. Sie wären komplett überfordert - zumindest solange "Menschsein" noch auf ihrer Agenda steht.

goodfruit antworten


Chlodwig
Beiträge : 41

Hallo,

Veröffentlicht von: @goodfruit

Es geht darum, dass die Forschung an Gehirnchips arbeitet, die unser Denken mit Maschinen verbinden. Wir werden also selbst Teil der Maschine.

Ob man dann schon teil der Maschine ist, hängt dann aber auch sehr von den Fähigkeiten des Chips ab. Wenn man damit nur Signale nach außen geben kann, würde ich das so nicht sehen. Anderseits, kann man sich natürlich schon heute mit Maus und Tastatur als "Teil der Maschine" sehen. Wo ist denn für dich da die Grenze?

Veröffentlicht von: @goodfruit

Die ganz Vision dahinter ist zentral beim Ansatz von Elon Musk und vielen anderen Zukunftsvisionären. Es gibt schon s.g. Cyborgs, die cih Chips haben einpfanzen lassen und erste prakische Erfahrungen sammeln.

Nur weil sich einer einen Chip unter die Haut spritzen lässt, würde ich ihn noch nicht als Cyborg bezeichnen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn mein Computer meine Gedanken lesen kann - dann wird es auch problemlos sein, dass andere mit entsprechenden Geräten meine Gedanken abhören können.

Was verstehst du hier unter Gedanken lesen? Wenn man das trainiert, kann man mit einem Gedankenimpuls eine Messbare Reaktion auslösen, die ein Gerät in eine Aktion übersetzen kann. Das ist aber vom eigentlichem Gedankenlesen weit entfernt. Wie soll man die Gedanken denn darstellen, als Bilder oder Worte? Ich werde ja schon manchmal nicht aus meinen Gedanken schlau, wie soll da sich jemand anderes zurecht finden.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Die Gedanken, die Träume galten bislang als frei. Hier kann ich tun und lassen, was ich will. Das bedeutet auch:
In meinen Gedanken kann ich Dinge ausprobieren. Sie sind die Quelle der Innovation und des Fortschritts. Hier zünden die Ideen, die mich und eventuell die ganze Gesellschaft voranbringen. Und sie können das nur wiel, der Garant des Geheimen und damit der Freiheit im Denken Schranken im Denken wirkungsvoll verhindert.

Das hört sich eher wie ein Horrovorstellung an. Wieviel davon jemals möglich sein wird ist heute gar nicht absehbar. Bisher sind Diktatoren auch häufig gut mit den heutigen Methoden ausgekommen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Stellt Euch mal vor, was los wäre, wenn da Menschen ein Gedankengebäude hätten, das in Gänze von anderen nicht akzeptiert wird. Wäre es überhaupt noch möglich, diesen Menschen neutral und liebevoll (Christenpflicht!) zu begegnen, wenn mir ihre Gedanken bekannt sind?

Ich hätte gar nicht die Zeit mich mit den Gedankengebäude von allen Bekannten zu beschäftigen. Ich meine das wird ja keine 5 min dauern, bis man alle Informationen verarbeitet hat. Das wird ja eher Jahre dauern. Zumindest wenn man es richtig machen will. Und ob mir ein Gedankengebäude von jemanden gefällt kann, kann ich heute schon in einem Gespräch heraus finden. Dafür brauche ich nicht seine Gedanken lesen. (Ich wusste gar nicht das Neutralität eine Christenpflicht ist. Wie kommst du darauf?)

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich darf heute nicht alles sagen, was mir so in den Sinn kommt. Wir haben hier bie Jesus.de unsere Charta und es ist ja generell so, dass ich meine Worte unter Kontrolle haben sollte, um nicht nadere zu verletzen oder Lügen zu streuen.

Man durfte noch nie alles sagen was einem in den Sinn kommt. Heute hier in der westlichen Welt sind die Einschränkungen wohl am kleinsten.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Kommt der Hirnchip, dann wird dieser Filter von uns nicht auf der Ebene des Sprechens sondern auf der Ebene des Denkens gefodert. Das sclhießt selbstverständlich das mit ein, was wir in unseren stillen Geben innerlich sprechen.

Gefordert wurde das schon immer auf der Ebene des Denken. Ob das mit neuerer Technologie besser zu überwachen sein wird, finde ich eher zweifelhaft. Die "Gegenseite" wird ja dann auch aufrüsten.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Meine Erwartungen in Bezug auf so eine Technologie sind also die einer vollkontrollierten unfreien Welt, in der jegliche Kreativität und Innvoation der Menschheit abhanden kommt. Eine Kulturfreie Welt, in der der Mensch selbst zur Maschine wird, die zu funktionieren hat - oder verschwinden muss.

Meine Erwartung an Technologie ist, zur Zeit eher, dass der Klimawandel unsere Zivilisation so zusetzen wird, dass wir genug mit überleben zu tun haben werden und wir uns von einigem Fortschritt wieder verabschieden müssen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Könnte so eine Welt irgendetwas Positives haben? Oder teilt Ihr meine Befürchtungen?

Natürlich hätte so eine Welt auch positive Seiten. Verbrechen könnten schneller aufgeklärt werden, man könnte Menschen schneller und besser helfen...
Es ist eigentlich wie mit jeder Technologie, sie kann im positiven und negativen Sinn eingesetzt werden.
Aber selbst wenn wir uns in dem Tempo weiter entwickeln wie bisher, glaube ich eher, dass wird ein Thema in 200-300 Jahren werden. Im Moment kann man ja noch nicht mal sagen, ob ein Gedanke in jedem Gehirn gleich aussieht.

chlodwig antworten
2 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @chlodwig

Ob man dann schon teil der Maschine ist, hängt dann aber auch sehr von den Fähigkeiten des Chips ab. Wenn man damit nur Signale nach außen geben kann, würde ich das so nicht sehen. Anderseits, kann man sich natürlich schon heute mit Maus und Tastatur als "Teil der Maschine" sehen. Wo ist denn für dich da die Grenze?

Bei den bisherigen Eingbegeräten musste ich zumindest irgendein Körperteil bewegen, damit diese Bewegung dann in Information umgesetzt werden konnte. Klassischerweise geht das über die Finger - aber es gibt da natürlich auch andere Verfahrung bis hin zu Geräten, mit denen komplett Gelähmte über Augenbewegung Information eingeben können.

Wenn das wegfällt - wenn also die Informtaion direkt aus dem GEhinr fließt, dann ist für mich eine Grenze überschritten, weil ich dann nicht mehr der Herr über die Informationsvermittlung bin sondern schlimmstenfalls alles, was ich denke, auch abgehört werden könnte. Denn wie sollte ich das verhindern, wenn ein Chip diese Information fließen lässt?

Veröffentlicht von: @chlodwig

Nur weil sich einer einen Chip unter die Haut spritzen lässt, würde ich ihn noch nicht als Cyborg bezeichnen.

Nun, da gibt es inzwischen ja extremere Fälle. Ein Chip unter der Haut mit dem ich an der Kasse wie mit einer Karte zahlen kann, würde für mich noch keinen "Cyborg" machen - auch wenn ich das nicht wollte. Weil dann müsste ich ja immer RFID blockierende Handschuhe tragen, damit man mich nicht abzockt ...

Ich denke da eher an so eine Installation:
https://www.wikiwand.com/de/Neil_Harbisson

Auch wenn Neil Harbinsson ja nur den Weg mit Extrasinnen ins Gehirn und nicht aus dem Gerhirn heraus gewählt hat.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Was verstehst du hier unter Gedanken lesen? Wenn man das trainiert, kann man mit einem Gedankenimpuls eine Messbare Reaktion auslösen, die ein Gerät in eine Aktion übersetzen kann.

Nun, ein einfaces "Ja/Nein" oder das erzeugen eines Impulses, der dann etwas auslöst wie einen An/Aus Schalter wäre für mich kein PRoblem. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas vielleicht auch ohne Extrachip im Hirn heute schon möglich wäre.
Ein Problem wäre es für mich, wenn da wirklich Information herausfließt - so wie die Buchstaben, die ich grad in die Tastatur eingeben.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Bisher sind Diktatoren auch häufig gut mit den heutigen Methoden ausgekommen.

Nun, die Technik geht weiter - und wenn man sich anschaut, was heute allein mit dem Internet möglich ist, wäre es für mich schon jetzt eine Horrorvorstellung, wenn historische Diktatoren mit solchen Mitteln ein totalitäres System aufbauen würden.
Da könnte man jetzt noch abstinent sein in Bezug auf Internet und einfach schweigen - aber wenn die Gedanken abhörbar wären, würde nicht mehr gehorsam nur auf der Ebene des Tuns sondern des Denkens gefordert.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Ich hätte gar nicht die Zeit mich mit den Gedankengebäude von allen Bekannten zu beschäftigen

Naja, vermutlich hast Du Recht. Man braucht ja nur mal in Facebook schauen. Da haben doch viele über einen langesn Zeitraum sehr offen kommuniziert. Und bei den meisten ist es wohl lieder so, dass es keinen Aufwand lohnen würde, um so etwas aus ihnen noch extra herauszukitzeln ...

Veröffentlicht von: @chlodwig

Ich wusste gar nicht das Neutralität eine Christenpflicht ist. Wie kommst du darauf?)

Das war nur auf die Liebe bezogen. Ich stelle es mir schwierig vor, wenn jemand mein Nächster ist und der hält mich nur für Abschaum ... Wenn ich das nicht wüsste, wäre es mir viel leichter, normal mit ihm umzugehen. Insofern denke ich dass die PRobleme nicht allein auf der Seite des abgehörten sondern vor allem auch auf der Seite des Empfängers wären. Er ist da wie Gott - hat aber nicht das Format. Ein zentrales Problem satanischen Handelns, das ja oft darauf aus ist, Gottes Fähigkeiten zu erhalten, den Herrn in allem zu kopieren - wenn auch meist grottenschlecht und satanisch verdreht.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Man durfte noch nie alles sagen was einem in den Sinn kommt. Heute hier in der westlichen Welt sind die Einschränkungen wohl am kleinsten.

Ich denke mal, dass in einem immer noch freiheitlichen System die Last vor allem auf der Seiten des Hörers wäre. Er muss mit Information klarkommen, die nicht für ihn bestimmt ist.

Wenn aber Regeln für das Denken erlassen werden und bestimmte Gedanken zu denken ein Straftatbestand werden würden, sähe die Sacher erheblich anders aus.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Gefordert wurde das schon immer auf der Ebene des Denken. Ob das mit neuerer Technologie besser zu überwachen sein wird, finde ich eher zweifelhaft. Die "Gegenseite" wird ja dann auch aufrüsten.

Nun, es ist ratsam, gute Gedanken zu denken - denn das ist wirklich hilfreich für ein erfülltes, ausgeglichenes und letztendlich erfolgreiches Leben. Und wenn zu der positiven Ausrichtung noch der Gottesbezug hinzukommt (bzw. die positive Ausrichtung durch die Gottesbeziehung in uns gewachsen ist - besser so herum), dann kann man wohl nichts richtiger machen.

Was aber, wenn ein Gottesbild verboten wird, weil ja der Herrscher selber als Gott gesehen werden will? Da ich hinter vielem dieser Bestrebungen klar satanische Motive erkenne, würde ich entsprechnde Regeln gradezu erwarten.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Meine Erwartung an Technologie ist, zur Zeit eher, dass der Klimawandel unsere Zivilisation so zusetzen wird, dass wir genug mit überleben zu tun haben werden und wir uns von einigem Fortschritt wieder verabschieden müssen.

Das kommt darauf an. Ich sehe gradezu die Notwendigkeit, die Klimakrise als technologische Herausforderung zu sehen, die uns viel an Umstellungen und technologischen Erneuerungen abverlangt. So etwas sollte nach meiner Ansicht eher einen gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung nach sich ziehen als wie eine wirtschaftliche Krise.

Wenn ich natürlich den Kopf in den Sand stecke, möglichst wenig konsumiere und die Wirtschaft ruiniere wo es nur geht - dann habe ich einen wirtschaftlichen Ruin zu erwarten, der überigens der Umwelt eher nicht helfen wird, denn kaputte Wirtschaftssysteme (wie es die meisten planwirtschaftlichen Systeme sind) sind meist auch einfach nur dreckig.

Veröffentlicht von: @chlodwig

Es ist eigentlich wie mit jeder Technologie, sie kann im positiven und negativen Sinn eingesetzt werden.

Ich frage mich da nur, wo die positiven Seiten sein sollten. Klar wäre es nett, wenn meine Tastatur nicht immer hängen würde. Aber da könnte ich mir einfach ne gute mechanische kaufen und die Sache äwre deutlich besser.

Der Preis aber, die Freiheit des Denkens aufzugeben, geht an die Grundfesten der Menschlichkeit. In Gedanken begegnen wir Gott. In freier Entscheidung kommen wir zu ihn. Was wenn da immer jemand mithören würde? Wäre ich da noch frei? Könnte da eine Gottesbeziehung überhaupt noch funktionieren? Vielleicht ist ja grade hier das Ziel des Bösen mit soclher Technologie.

Auf der anderen Seite könnte ich natürlich sagen: Oh, man kann heute ja keinem mehr trauen - da will ich wissen was der andere denkt ... Nun, für solche Probleme würde ich mal den Gang zum Psychiater und notfalls antipsychotische Medikamente empfehlen! Aber wer sich mit geistlich fragwürdigen Größen einlässt, dem fällt natürlich Vertrauen schwer.

Auch wenn das ein ganz weiter Bogen ist: Das, was der Welt im Moment am notwendigsten ist, wäre eine globale Erweckung und Menschen, die sich von Gott leiten lassen, um den Lande hier wieder in Ordnung zu bringen. Anders sehe ich da wenig Chancen.

goodfruit antworten
Chlodwig
(@chlodwig)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 41
Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn das wegfällt - wenn also die Informtaion direkt aus dem GEhinr fließt, dann ist für mich eine Grenze überschritten, weil ich dann nicht mehr der Herr über die Informationsvermittlung bin sondern schlimmstenfalls alles, was ich denke, auch abgehört werden könnte. Denn wie sollte ich das verhindern, wenn ein Chip diese Information fließen lässt?

Wenn du mit dem Gehirn die Informationsübermittlung stoppen kannst ist der Unterschied doch nicht so groß. Wie du das dann genau verhindern kannst, kann heute natürlich keiner sagen, da wir ja noch meilenweit davon entfernt sind. Ob sich das so durchsetzen wird, wenn es die Möglichkeit nicht gibt ist ja fraglich.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, da gibt es inzwischen ja extremere Fälle. Ein Chip unter der Haut mit dem ich an der Kasse wie mit einer Karte zahlen kann, würde für mich noch keinen "Cyborg" machen - auch wenn ich das nicht wollte. Weil dann müsste ich ja immer RFID blockierende Handschuhe tragen, damit man mich nicht abzockt ...

Für mich wäre ein Cyborg ein Wesen, das weder ohne technische noch ohne biologische Komponenten leben könnte. Da sind die heutigen "Cyborgs" noch weit von entfernt.
Aber das ist natürlich immer alles Definition Sache.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich denke da eher an so eine Installation:
https://www.wikiwand.com/de/Neil_Harbisson

Auch wenn Neil Harbinsson ja nur den Weg mit Extrasinnen ins Gehirn und nicht aus dem Gerhirn heraus gewählt hat.

Das ist ja fast schon eher ein Prothese, da er nicht farbig sehen kann.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, ein einfaces "Ja/Nein" oder das erzeugen eines Impulses, der dann etwas auslöst wie einen An/Aus Schalter wäre für mich kein PRoblem. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas vielleicht auch ohne Extrachip im Hirn heute schon möglich wäre.

Das würde ich für absehbare Zeit für möglich halten

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ein Problem wäre es für mich, wenn da wirklich Information herausfließt - so wie die Buchstaben, die ich grad in die Tastatur eingeben.

Davon sind wir noch sehr weit entfernt. Wir wissen heute nicht mal, wie ein Gedanke genau abgespeichert wird. Im Prinzip kennen wir unsere ganze Software nicht, wir gucken uns nur an wo die Hardware gerade warm wird oder etwas verbraucht. Ob ein anderer mit unseren Gedanken überhaupt was anfangen kann ist ja auch nicht so selbstverständlich. Wenn du dir einen Baum vorstellst, hast du ja kein richtiges Bild, vor dir, das ist ja doch sehr abstrakt. Das kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein, so das man die Auslesesoftware auf jeden Menschen erst mal anpassen müsste.
Ich will nicht sagen, dass das unmöglich ist, aber zur Zeit sind wir da sehr weit von entfernt.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Das war nur auf die Liebe bezogen. Ich stelle es mir schwierig vor, wenn jemand mein Nächster ist und der hält mich nur für Abschaum ... Wenn ich das nicht wüsste, wäre es mir viel leichter, normal mit ihm umzugehen. Insofern denke ich dass die PRobleme nicht allein auf der Seite des abgehörten sondern vor allem auch auf der Seite des Empfängers wären.

Es könnte natürlich auch sein, das der Empfänger die Gedanken mehr Nachvollziehen kann und somit zu einem besseren Verständnis des anderen kommt.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Er ist da wie Gott - hat aber nicht das Format. Ein zentrales Problem satanischen Handelns, das ja oft darauf aus ist, Gottes Fähigkeiten zu erhalten, den Herrn in allem zu kopieren - wenn auch meist grottenschlecht und satanisch verdreht.

Das er da wie Gott währe, kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre interessant zu wissen, ob ein guter Psychiater heute nicht genauso viel aus einen Menschen rausholen kann, wie das mit so einem Chip möglich wäre. Das ganze Unterbewusstsein, kann man ja manchmal selber sehr schlecht interpretieren, obwohl man Zugang zu seinen eigenen Gedanken hat. Das kann ein Psychiater sogar besser.
Einen guten Psychiater würde ich aber nicht als Gott gleich ansehen.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Was aber, wenn ein Gottesbild verboten wird, weil ja der Herrscher selber als Gott gesehen werden will? Da ich hinter vielem dieser Bestrebungen klar satanische Motive erkenne, würde ich entsprechnde Regeln gradezu erwarten.

Die Versuchung des Bösen ist ja leider immer da. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Menschen auch diese Herausforderungen meistern. Die Christenverfolgung, die Nazis, den Kommunismus (den real existierenden, nicht die Theorie) konnten das Gottesbild ja nicht vernichten. Ich denke, wenn die Staaten solche Möglichkeiten haben, dann wird man auch gegen Möglichkeiten haben. Vielleicht ein Chip, der den perfekten Untertan simuliert und deine Gedanken schützt.
Ich denke im Endeffekt kommt es mehr auf die Menschen als auf die Technik an. Ich denke auch das Gott dann mehr auf Seite der freiheitsliebenden Menschen steht und deswegen solche Diktaturen nie lange bestand haben.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Das kommt darauf an. Ich sehe gradezu die Notwendigkeit, die Klimakrise als technologische Herausforderung zu sehen, die uns viel an Umstellungen und technologischen Erneuerungen abverlangt. So etwas sollte nach meiner Ansicht eher einen gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung nach sich ziehen als wie eine wirtschaftliche Krise.

Da stimme ich dir zu, nur bin ich nicht ganz so zuversichtlich, dass wir die Herausforderung bestehen werden. Zur Zeit sehe ich da wenige Ansätze, die Erfolgsversprechend wären. Die meisten Ideen, die man jetzt umsetzt hätte man schon vor 40 Jahren umsetzen müssen (natürlich weltweit). Ich sage nicht, wir sollen es jetzt nicht versuchen, weil es eh schon zu spät ist, aber selbst wenn wir jetzt kämpfen (was ich nicht sehe) würde es sehr schwierig werden.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Ich frage mich da nur, wo die positiven Seiten sein sollten. Klar wäre es nett, wenn meine Tastatur nicht immer hängen würde. Aber da könnte ich mir einfach ne gute mechanische kaufen und die Sache äwre deutlich besser.

Wie gesagt es kann durchaus welche geben:
Verbrechensbekämpfung
Psychiater können besser helfen
Informationsübermittlung wird einfacher
Das Verständnis für andere Menschen könnte wachsen, wenn man die Gedanken besser Nachvollziehen kann.
Terrorabwehr

Aber gefahren gibt es da natürlich auch , die hast du ja geschildert. Jede Medaille hat zwei Seiten.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Der Preis aber, die Freiheit des Denkens aufzugeben, geht an die Grundfesten der Menschlichkeit. In Gedanken begegnen wir Gott. In freier Entscheidung kommen wir zu ihn. Was wenn da immer jemand mithören würde? Wäre ich da noch frei? Könnte da eine Gottesbeziehung überhaupt noch funktionieren? Vielleicht ist ja grade hier das Ziel des Bösen mit soclher Technologie.

Interessant wäre doch, ob die dann auch Gott hören könnten.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Auch wenn das ein ganz weiter Bogen ist: Das, was der Welt im Moment am notwendigsten ist, wäre eine globale Erweckung und Menschen, die sich von Gott leiten lassen, um den Lande hier wieder in Ordnung zu bringen. Anders sehe ich da wenig Chancen.

Da kann ich auch zustimmen. Ich fände das sehr schön, aber ich bin da leider nicht so Hoffnungsvoll.

chlodwig antworten
Lucan-7
Beiträge : 15321

Jack hat ja bereits darauf hingewiesen... im Grunde geht es hier um zwei Themen: Zum einen um das, was tatsächlich möglich und machbar ist - und zum anderen das, was uns Angst macht und bewegt.

Und dummerweise stimmt beides sehr häufig nicht überein. Das ist einerseits beruhigend, wenn sich herausstellt, dass wir uns umsonst Sorgen gemacht haben... andererseits beunruhigend, wenn sich herausstellt, dass eine bestimmte Technologie viel gefährlicher ist, als wir glauben.

in dem von dir verlinkten Artikel geht es ja lediglich um Prothesen, die bereits existieren, also Maschinen, die in der Lage sind, Impulse zu erzeugen und diese an Nervenbahnen weiterzugeben. Diese Geräte können aber keine elektromagnetischen Wellen oder Nervenimpulse auslesen. Das gibt es zwar auch, etwa um Ding mit "Gedankenkraft" fernzusteuern - gemessen werden dabei aber lediglich Nervenimpulse aus bestimmten Regionen, keine abstrakten Vorstellungen.

Ich bezweifle auch, dass es möglich ist, überhaupt ein Gehirn "auszulesen". Unsere Vorstellungswelt besteht ja nicht aus Einzelbildern, die man abruft wie Bilder aus einem Computerspeicher, sondern aus abstrakten Vorstellungen, die erst im Moment erzeugt werden. Die Erinnerung an eine "Kuh", die wir am Vortag gesehen haben, liegt nicht als "Potographie" in unserem Hirn gespeichert, sondern nur als Information "Kuh". Wird die Erinnerung abgerufen, erzeugt unser Gehirn erst in diesem Moment das passende Bild zur Erinnerung... das in vielen Details von der Realität abweicht.

Zwar müsste es prinzipiell möglich sein, ein Gehirn so weit zu scannen, dass auch Erinnerungen davon erfasst werden... es ist aber technisch nicht möglich, zu prüfen, ob die ausgelesenen Bilder auch tatsächlich mit der echten Erinnerung übereinstimmen. Damit fehlt dann auch eine Grundlage, etwa eine KI für die Erzeugung der jeweiligen Bilder zu trainieren.

Aber wie gesagt... der von der verlinkte Bericht ist davon weit entfernt.

Zudem ist auch die darin geschilderte These Quatsch. Schau' dir mal die Masse an Impfgegnern an, die schon jetzt voller Misstrauen sind. Was glaubst du denn, wieviele Leute tatsächlich bereit sind, sich einen Chip einpflanzen zu lassen?

Das sind allenfalls eine Handvoll Nerds... der Rest der Bevölkerung wird misstrauisch bleiben, selbst bei offensichtlichen Vorteilen. Zu einer Diskriminierung von "nicht-gechipten" wird es wohl kaum kommen.

lucan-7 antworten
5 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @lucan-7

in dem von dir verlinkten Artikel geht es ja lediglich um Prothesen, die bereits existieren, also Maschinen, die in der Lage sind, Impulse zu erzeugen und diese an Nervenbahnen weiterzugeben.

Nun, gegen Prothesen hätte ich absolut nichts einzuwenden. Solange die technische Hilfsmittel lediglich wiederherstellen, was ein Mensch verloren hat oder ihm zum Grundbauplan bzw. der Grundfunktionalität fehlt, würde ich solche Technolige nur begrüßen!

Sobald aber Extraeigenschaften hinzukommen, was ja das erklärte Ziel der Ideologie solcher Ansätze ist (zumindest ist das bei Elon Musk und denen, die aus seiner Denkrichtung kommen, so), werde für mich Grenzen überschritten.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das sind allenfalls eine Handvoll Nerds... der Rest der Bevölkerung wird misstrauisch bleiben, selbst bei offensichtlichen Vorteilen. Zu einer Diskriminierung von "nicht-gechipten" wird es wohl kaum kommen.

Nun, wenn ich mir naschaue, was eine "handvoll Nerds" aus Silkon Valley bereits mit der Welt gemacht haben, reicht das für mich, um jeden einzelnen kritisch zu betrachten.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @goodfruit

Sobald aber Extraeigenschaften hinzukommen, was ja das erklärte Ziel der Ideologie solcher Ansätze ist (zumindest ist das bei Elon Musk und denen, die aus seiner Denkrichtung kommen, so), werde für mich Grenzen überschritten.

Ein künstliches Bein aus Stahl oder Titan ist wesentlich stabiler als ein realer Knochen... ich bezweifle aber, dass das für dich eine "Grenzüberschreitung" darstellt, oder?

Von künstlichen Infrarotaugen sind wir jedenfalls noch weit entfernt... da gibt es aktuelle Technologie, die mir weitaus mehr Sorgen macht.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, wenn ich mir naschaue, was eine "handvoll Nerds" aus Silkon Valley bereits mit der Welt gemacht haben, reicht das für mich, um jeden einzelnen kritisch zu betrachten.

Dann muss man allerdings auch sehen WIE sie das gemacht haben... und was sie davon überhaupt selbst kontrollieren konnten....

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ein künstliches Bein aus Stahl oder Titan ist wesentlich stabiler als ein realer Knochen... ich bezweifle aber, dass das für dich eine "Grenzüberschreitung" darstellt, oder?

Nun, das verschafft Dir aber keinen Vorteil oder erweiterte Möglichkeiten im Vergleich zum Menschen, der nach dem göttlichen Grundbauplan aufgebaut ist. Bei so etwas wäre für mich keine Grenze angerührt, weil der Mensch immer noch Mensch ist und durch die Protehse keine Gott vorbehaltenen Fähigkeiten erhält.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Von künstlichen Infrarotaugen sind wir jedenfalls noch weit entfernt... da gibt es aktuelle Technologie, die mir weitaus mehr Sorgen macht.

Na, da gibt es auch gute Nachtsichtgeräte. Es gibt ja auch Menschen, die bei Dunkelhei sehr gut sehen können. Gott hat sie uns sogar in einem gewissen Anteil gegeben und ich vermute einen Plan dahinter, weil diese Menschen dann notfalls Nachts guiden können. Diese Menschen haben übrigens Tags ein gewisses Defizit, weil sie Farben nciht korrekt sehen können.Für mich ist also dieser "Mangel" lediglich ein spezielles aber gewolltes Feature, das seinen Preis hat.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, das verschafft Dir aber keinen Vorteil oder erweiterte Möglichkeiten im Vergleich zum Menschen, der nach dem göttlichen Grundbauplan aufgebaut ist.

Das war durchaus umstritten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Pistorius

Pistorius nahm an den olympischen Spielen teil, man unterstellte ihm, dass seine Prothesen einen unzulässigen Vorteil darstellen würden...

Veröffentlicht von: @goodfruit

Gott hat sie uns sogar in einem gewissen Anteil gegeben und ich vermute einen Plan dahinter, weil diese Menschen dann notfalls Nachts guiden können.

Mir wäre schon sehr damit gedient, wenn politisch fähige Leute die Führung eines Landes übernehmen würden...

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1536
Veröffentlicht von: @lucan-7

Pistorius nahm an den olympischen Spielen teil, man unterstellte ihm, dass seine Prothesen einen unzulässigen Vorteil darstellen würden...

Naja, bei diesen ganzen Schneller-höher-weiter Zeugs mag es einen Vorteil bringen. Ich würde das so lösen, dass eine bestimmte Technologie eben einen speziellen anderen Wettbewerb bräuchte.

goodfruit antworten


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