Leben und Ewigkeit,...
 
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Leben und Ewigkeit, gehören zusammen?


Wasilis
Themenstarter
Beiträge : 521

Es ist schwer für unseren Verstand die Ewigkeit zu begreifen, denn sie hat einen Anfang aber kein Ende. Sie ist etwas das nicht zerstört werden kann, oder aufhören zu existieren kann.

Ich beginne eine Linie zu ziehen und ziehe und ziehe ich sie weiter und ich kann nicht aufhören. Ich betrachte die Sterne, ich sehe mit dem Teleskop in die Tiefe, aber ich finde, dass ich ein stärkeres Teleskop brauche. Und immer entdecke ich neue Sterne. Ich finde kein Ende im Himmel.

Ich sehe ein Boot im Meer fahren, welches immer kleiner wird und plötzlich sehe ich es nicht mehr. Es kann nicht verschwinden, es existiert in meinen Gedanken weiter. Und in meinem Leben entdecke ich immer wieder etwas neu. Und ich werde alt und lerne immer was neues, weil ich fähig dazu bin. Ich höre nicht auf zu denken, bis ich sterbe. Und wenn ich sterbe, lebe ich weiter, weil meine Seele weiter lebt. Mir fällt nicht schwer zu glauben, dass mein Leben kein Ende hat. Mein Tod ist nicht das Ende meines Lebens, sondern die Fortsetzung in einer anderen Form dazu. Was nach dem Tod kommt, weiß ich nicht.

Wenn ich einen Gipfel zu Fuß erreiche, weiß ich auch nicht was hinter dem Gipfel verborgen ist. Die Freude wird aber groß, wenn mir ein wunderschöner Blick hinter dem Gipfel angeboten wird. Der schwierige Weg dorthin, hat sich gelohnt. Die Hoffnung, dass ich etwas schönes hinter dem Berg erlebe, hat mein Willen den Gipfel zu besteigen verstärkt. Und die Hoffnung hat der Gott dem Mensch gegeben, damit sein Leben eine Fortsetzung bekommt, auch nach seinem Tod.

Zwei Freunde sind unterwegs und schwätzen miteinander:

Georg sagt der einer, was ist Ewigkeit? Das was... einen Anfang hat aber kein Ende, antwortet der andere. Sage mir ein Beispiel dazu? Die Zunge meiner Frau!!!

Eine Liebeserklärung einer Frau:

Werde für ein Moment meiner... nur für ein Moment. Ich werde dich umarmen... Und dann wird nur unsere Welt existieren. Du wirst mir über dein Lieblingsessen erzählen, über das was du gestern angezogen hast, über deine schönsten Träume... Ich werde dich anlächeln, mein Lächeln gehört dir und zärtlich werde ich dich streicheln... Dieses Moment wird unsere Ewigkeit sein...!

Kann die Ewigkeit wissenschaftlich bewiesen werden? Kann sie mit dem Leben zusammenhängen? 

 

 

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20 Antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 3927

Die Ewigkeit kann nicht bewiessen werden und man sagt eher Leben und Tod gehören zusammen.

jigal antworten
1 Antwort
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 521

@jigal

Das kann schon bewiesen werden, weil sie kein Ende hat. Jeder Situation die beginnt und kein Ende für die Betrachter in Sicht ist, betrachtet man als ob die Situation ewig dauern würde. Weil wir nicht wiesen wie lange diese Situation dauern würde. Die Ewigkeit hängt nicht mit der Zeit zusammen. Das menschliche Leben hat leider ein Ende. Man wünscht sich dieses Ende nicht. Man will ewig leben. Das ist der Wunsch des Menschen. Weil das Leben schön ist. Wenn etwas schönes der Mensch erlebt will, dass es ewig dauert. Diesen Wunsch hat uns Gott versprochen, dass wir es auch bekommen und zwar nach unserem Tod!  

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Lucan-7
Beiträge : 22649

@wasilis 

Kann die Ewigkeit wissenschaftlich bewiesen werden? Kann sie mit dem Leben zusammenhängen?

Wenn du unter "Ewigkeit" eine "unendlich fortlaufende Zeit" verstehst, dann kann zumindest bewiesen werden, dass es niemals eine solche Ewigkeit geben wird.

Denn es kann gezeigt werden, dass für jeden beliebigen Moment gilt, das bis zu diesem Zeitpunkt eine ganz bestimmte, endliche Zeitspanne vergangen ist (oder vergangen sein wird, wenn wir von der Zukunft reden). Ein Zeitpunkt, in dem diese vergangene Zeitspanne unendlich groß sein wird kann es für keinen definierten Zeitpunkt geben.

Es wäre also erst einmal zu klären, was genau diese "Ewigkeit" eigentlich sein soll...

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@lucan-7 

Damit wäre zumindest klar, dass "Zukunft" ein Teil der Ewigkeit ist. 
"Vergangenheit" aber auch.

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Yaeli
 Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 412

@bepe0905 

Damit wäre zumindest klar, dass "Zukunft" ein Teil der Ewigkeit ist. 
"Vergangenheit" aber auch.

Dazu fällt mir ein Spruch ein, der in meiner Jugendzeit kursierte - und im Laufe der Jahre immer mal ein wenig umgemodelt wurde ... aber immer das Gleiche aussagt:

Früher: Gestern ist vorbei - morgen ist noch nicht da - und heute hilft der Herr.

Später:  Gestern ist vorbei - morgen ist nur in deinem Kopf - heute ist die Gegenwart, da wo du gerade bist triffst du auch Gott und daraus wächst die Ewigkeit.

Bedeutet für mich: Die Ewigkeit ist da, wo du Gott triffst - und ER dich trifft = HEUTE.

yaeli antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@yaeli 

Gute Erklärung, der ich mich anschließen kann

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Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 521

@lucan-7

Die Ewigkeit ist eine lange Dauer einer Situation. Wie lange diese Situation dauern wird ist nicht Zeitbestimmt. Die alten Ägypter haben ihre Könige in Sarkophagen gelegt damit sie eine lange Dauer den Zerfall des Körpers überleben. Und ist denen gelungen. Wir wiesen nicht wie lange noch diese Mumien existieren werden. Weil wir es nicht wiesen sprechen wir dass sie ewig existieren werden. Bei der Ewigkeit ist der unbekannte Faktor das Ende, aber es gibt keine andere Alternative zur Ewigkeit. Die Zeit ist beschränkt durch den Anfang und das Ende, der Situation. Ein anderes Beispiel ist das Universum. Dieses hat sicher einen Anfang aber ein Ende sehen wir nicht. Ist unmöglich das Ende zu definieren. Der Begriff Ewigkeit sitzt fest in jeder menschlicher Natur. Jeder wünscht sich eine schöne Situation, dass sie ewig dauert. Niemand wünscht sich zu sterben. Jeder will ewig leben!! Das ist der äußerste Wunsch jedes Menschen. Dieser Wunsch wird den Menschen erfühlt. Nach Ihrem Tod leben sie weiter. Und nicht nur den Menschen, auch alle Lebewesen geht es etwa ähnlich. Die Ewigkeit ist eine Situation, es kann ein Leben sein, eine Freude, eine Liebe, ein Vorhaben dass man sich wünscht, dass es bestehen bleibt.     

wasilis antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@wasilis 

Die Ewigkeit ist eine Situation, es kann ein Leben sein, eine Freude, eine Liebe, ein Vorhaben dass man sich wünscht, dass es bestehen bleibt.     

Im allgemeinen ist "Ewigkeit" eine Phrase für etwas, das halt sehr lange dauert.

Meinst du, dass in der Bibel auch nicht mehr gemeint ist?

 

lucan-7 antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 521

@lucan-7

Nicht nur, dass es lange dauert, aber, dass es uns Freude bringt. Deswegen spricht die Bibel über eine Ewigkeit nach dem Tod, weil der Mensch nach dem Tod nicht mehr wie auf der Erde mit Sorgen leben wird, sondern wie im folgenden Text der Offenbarung steht.

KAPITEL 22
FORTSETZUNG DER BESCHREIBUNG DES KÖNIGREICHS GOTTES
UND DIE BESTÄTIGUNG VON JESUS ​​CHRISTUS, DASS
DAS BUCH DER OFFENBARUNG GÖTTLICHE EINGEBUNG IST UND WAR

1. Und der Engel zeigte mir einen Fluss mit Wasser, das lebendig macht und wie ein Kristall glänzt, der aus dem Thron Gottes und des Lammes entspringt.
2. Und mitten auf diesem Marktplatz zu beiden Seiten des Flusses steht der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt. Jeden Monat trägt der Baum Früchte und die Blätter des Baumes werden verwendet, um die Nationen zu heilen.
3. Und es wird kein Fluch mehr geben, und der Thron Gottes und des Lammes wird in dieser Stadt sein, und seine Knechte werden ihn anbeten.
4. Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5. Und es wird keine Nacht mehr sein und keine Lampe und kein Licht der Sonne mehr nötig sein, denn der Herr, Gott, wird sie erleuchten, und sie werden von Ewigkeit zu Ewigkeit regieren.

Gott beschreibt hier die momentane Situation die Der Evangelist Johannes durch diese Offenbarung erhalten hat. Er hat es in der Moment wo er die Offenbarung erhielt gesehen. In der Ferse 2 steht über einen Baum der seine Blätter verwendet werden um die Nationen die auf der Erde leben zu heilen. Dieser Baum gibt es immer heute und in aller Ewigkeit. Er spricht über Die Nationen die zu der Zeiten des Johannes gelebt haben, aber meint auch diese die heute leben. Die Offenbarung ist Zeitlos. 

    

wasilis antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@wasilis 

Gott beschreibt hier die momentane Situation die Der Evangelist Johannes durch diese Offenbarung erhalten hat. Er hat es in der Moment wo er die Offenbarung erhielt gesehen. In der Ferse 2 steht über einen Baum der seine Blätter verwendet werden um die Nationen die auf der Erde leben zu heilen. Dieser Baum gibt es immer heute und in aller Ewigkeit. Er spricht über Die Nationen die zu der Zeiten des Johannes gelebt haben, aber meint auch diese die heute leben. Die Offenbarung ist Zeitlos. 

Das erscheint mir doch sehr abstrakt... das kann sich jeder vorstellen wie er will.

 

 

 

lucan-7 antworten
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Beiträge : 20857
Veröffentlicht von: @wasilis

Kann die Ewigkeit wissenschaftlich bewiesen werden? 

Nein, denn sie liegt, wie ich glaube, außerhalb des "Diesseits", also der Dimension oder Domäne, in der wir leben und Wissenschaft betreiben. Der Versuch, aus dem "Diesseits" heraus etwas über die höhere Dimension des "Jenseits" sicher zu sagen, wäre wohl das, was man einen Kategorienfehler nennt. 

Ich denke deshalb auch nicht, daß die Ewigkeit eine endlos lange Zeit ist (und auch nicht die komplette Abwesenheit von etwas Zeit-haftem). Die Dimension des "Jenseits" dürfte vielmehr eine dieser Dimension immanente, also eigene Art von "Zeit" haben (oft "Kairos"-Zeit genannt, im Gegensatz zur "Chronos"-Zeit hier). Ps. 90,4 und 2.Petr. 3,8 (ein Tag gleich tausend Jahre und umgekehrt) verstehe ich so, daß beides völlig unabhängig voneinander ist, und es zwischen beiden keinen Umrechnungsfaktor gibt. Deshalb kann Gott wissen, was in unserer Zeit künftig passieren wird, und es "prophetisch" in die Vergangenheit hinein offenbaren, denn er schaut sozusagen "von außen" darauf. 

Veröffentlicht von: @wasilis

Kann sie mit dem Leben zusammenhängen? 

Ja, mir ist sie ein starker Trost aus dem "Jenseits" ins "Diesseits" (aber nicht: Vertröstung aufs Jenseits), denn ich bin gewiß: Wenn ich meinen Lauf hier auf Erden vollendet habe, werde ich dort zu Hause sein. Diese Vorfreude prägt mein Leben hier stark, und sie hilft mir, dieses Leben trotz mancher Härten zu bejahen und zu genießen. 

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@wutzky 

Zum Beitrag

Kairos (wiki)  ist der richtige Zeitpunkt für etwas.  Ich sage dazu gerne, das JETZT. Das kenne ich als einen inneren Wecker, der mich aufmerksam macht, auf die beste Zeit für ein Vorhaben und das jetzt! zu beginnen.

Kairos im Strong's Lexikon   da das in Englisch ist, bietet sich der Übersetzer www.deepl.com an, wenn man da genauer lesen will

Im NT gibt es dazu eine Bibelstelle, die mir das veranschaulicht: Heute, wenn ihr Seine Stimme hört, verschließt eure Herzen nicht....Hebr 3, 7+8  auch wenn dort das Wort kairos nicht verwendet wurde.

Chronos ist der Ablauf der Zeit. Davon haben wir das Wort Chronometer, Zeitmesser, Uhr

deborah71 antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 521

@deborah71

Kairos (Καιρος in griechisch) und Zeit (Χρονος in griechisch) deuten an einer Zeit mit unbestimmten Dauer, wo etwas geschehen ist, oder geschehen wird. Einige Beispiele: 

Die Zeit (Χρονος), der Fluss der Ereignisse: Die Zeit(Xronos) vergeht schnell. Es ist lange her (Kairos), seit ich ihn gesehen habe. Seitdem ist viel Zeit (Xronos) vergangen. Wie die Zeit (Xronos) vergeht! Wie schnell! Was hast du so lange (Kairos) gemacht?  mit der Zeit (Kairos), im Laufe der Zeit (Kairos): Mit der Zeit (Kairos) wird alles korrigiert. 

Eine lange Zeit = viel Kairos. Ich habe lange Zeit (Kairos), um ins Theater zu gehen. Diese Arbeit braucht Zeit (Kairo) damit fertig wird / braucht ihre Zeit (Kairos). Ich wollte schon lange (Kairos) kommen.

wasilis antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@wasilis 

Ist das jetzt die moderne griechische Bedeutung?

deborah71 antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 521

@deborah71

Kairos in der griechischer Sprache hat zwei Bedeutungen. A. bedeutet das Wetter allgemein und B. bedeutet ein Ereignis welcher von dauerhaften Charakter geprägt ist aber unbekannt ist wann es stattfindet. Etwas was mit der Lauf der Zeit passiert, aber diese unbestimmt ist. Im NT bedeutet Kairos... die Zeit in der Gott handelt.

Es ist schwierig die drei Begriffe, Kairos, Zeit(Chronos) und Ewigkeit(Äon) zu vergleichen, besonders den Begriff Kairos und Zeit(Chronos). Bei den Übersetzungen Der Heiligen Schrift ins deutsch wurde der Begriff Kairos als Zeit übersetzt. Siehe Prediger 3, 1-11 Lutherbibel spricht von Zeit. In der griechischen Version spricht Prediger von Kairos und nicht von Zeit. 

Beispiele dazu: A. Kairos:  Diese Arbeit braucht Kairos bis sie fertig wird.  Es ist lange her (Kairos), seit ich ihn gesehen habe. 

B. Chronos(Zeit): Die Zeit(Chronos) vergeht schnell. Seitdem ist viel Zeit(Chronos) vergangen.

Der Begriff Äon in griechisch, bedeutet eine Zeitdauer von 100 Jahren. Weil 100 Jahre eine sehr lange Zeit ist, vergleicht man diese Zeit mit der Ewigkeit.  Im Laufe der Jahrhunderte... deutet bis in alle Ewigkeit. Oder für immer und ewig(in den Jahrhunderten der Jahrhunderten)... wie es in der Heiligen Schrift steht.

wasilis antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@wasilis 

Klingt gemischt mit modernem Griechisch. Ich bleibe bei den Erklärungen zum biblischen Gebrauch.

deborah71 antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@deborah71 

Chronos ist der Ablauf der Zeit. Davon haben wir das Wort Chronometer, Zeitmesser, Uhr

Und bei Gott, könnte man sagen, laufen die "Kairometer" anders. 🙂

Danke für die ergänzenden Infos. Das ist ja erstaunlich, was alles in dem Kairos-Wort drinsteckt. Aber ich denke, es widerspricht nicht der Vorstellung daß es in der höheren Dimension etwas Ablaufmäßiges ist. Da, wo es unsere Chronos-Zeit berührt oder "schneidet", ist "die Zeit erfüllt" und der richtige Moment gekommen. Wir nehmen es in unserer Zeitdimension als punktförmig wahr. Übrigens kenne auch diesen inneren Wecker, der mich drängt, jetzt etwas zu beginnen, das ich schon länger vorhabe.

Die Idee, sich höhere Raumdimensionen vorzustellen, habe ich von einem Klassenkameraden, nicht gläubig, aber auch wissenschaftlich interessiert: Höhere Dimensionen werden vorstellbar, wenn man sie in eine niedrigere Ebene hineinprojiziert. Ein zweidimensionales "Universum" besteht nur aus einer Fläche. In dieser Fläche ein flächenhaft-scheibenförmiger Planet, auf dessen Kante die Flächenländer wohnen. Sie selbst bestehen auch nur aus einer Fläche. Das wäre natürlich ein sehr eingeschränktes Leben, verglichen mit den Vorzügen der dreidimensionalen Welt. Die Flächenländer würden nicht aneinander vorbeikönnen, es sei denn einer springt oder klettert über den anderen hinüber.

(Diese "Dimensionalontologie" ist mir zu meinem Erstaunen in dem Roman "Flatland" von Edwin Abbott Abbott wiederbegegnet. Ich habe ihn nicht gelesen, nur in einer Vorlesung von ihm erfahren. https://de.wikipedia.org/wiki/Flatland )

Wenn ich beispielsweise eine Kugel durch dieses Flächenuniversum fallen lasse, sehen die Flächenländer aus dem Nichts einen Kreis auftauchen, der größer wird, dann wieder kleiner, und wieder im Nichts verschwindet – sie erleben ein "Wunder". Wenn ich ein Hufeisen reinhalte, sehen sie zwei separate, und doch untrennbar verbundene Vierecke.

Dieses Bild, nur eine Dimension höher, kannte ich schon aus der Science Fiction-Roman "Picknick am Wegesrand" von Arkadi und Boris Strugazki (und es ploppte sofort auf, als mir, dem gerade gläubig Gewordenen, die Pastorsfrau von ihrer Vorstellung erzählte, daß Gott in einer höheren Dimension lebt). Eine Superzivilisation macht auf ihrer Reise durchs All einen Zwischenstopp auf der Erde. Sie sind so hoch entwickelt, daß sie die Menschen nicht als intelligente Wesen erkennen. Als sie weiterflogen, hinterließen sie einigen "Müll" und ausgediente Ersatzteile.

Der Roman begleitet die Menschen dabei, wie sie die "Zone", das Gebiet voller wunderlicher Dinge und unbekannter Gefahren, erkunden. Und auch Zeug da rausbringen. Sehr begehrt auf dem Schwarzmarkt: Die "Nullen", zwei ungewöhnlich schwere, komplett getrennte und doch auf geheimnisvolle Weise verbundene Würfel. Sozusagen die dreidimensionale Erscheinungsform vierdimensionaler "Hufeisen", was immer die Durchreisenden in ihrem Schiff mit diesen Dingern befestigt haben mögen.

Für die Flächenländer hätte ich als dreidimensionaler Beobachter eine Position inne, wie Gott sie für uns hat. Ich kann sie aus meiner Dimension alle gleichermaßen sehen, egal auf welcher Seite ihres Flächenplaneten sie gerade sind - unvorstellbar für sie, die doch immer nur ihren unmittelbaren Nachbarn sehen können (und zwar als Strich). Ich bin unerreichbar fern für sie, und kann doch jedem von ihnen ganz nahe sein. Für mich liegt ihr Inneres offen, und ich kann, wenn nötig, ohne ihren äußere Kante "operativ" öffnen zu müssen, in Ordnung bringen, was nicht in Ordnung ist - sie erleben dann ein Heilungswunder. Ich kann, ähnlich wie der Auferstehungsleib Jesu in einem verschlossenen Raum, plötzlich in ihrer Dimension auftauchen, indem ich beispielsweise einen Finger hineinhalte, und genauso plötzlich wieder verschwinden. Sie würden dann sagen, "Gott" gesehen zu haben, und doch war es nur ein kleiner Teil von mir.

Klingt das verrückt? Mir hilft es jedenfalls, vieles Biblisches zu verstehen. Es macht mir die großen Dinge Gottes zugänglicher und zugleich noch größer: "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist." (David Ben Gurion)

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Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 23519

@wutzky 

Danke für die ergänzenden Infos. Das ist ja erstaunlich, was alles in dem Kairos-Wort drinsteckt. Aber ich denke, es widerspricht nicht der Vorstellung daß es in der höheren Dimension etwas Ablaufmäßiges ist. Da, wo es unsere Chronos-Zeit berührt oder "schneidet", ist "die Zeit erfüllt" und der richtige Moment gekommen. Wir nehmen es in unserer Zeitdimension als punktförmig wahr. Übrigens kenne auch diesen inneren Wecker, der mich drängt, jetzt etwas zu beginnen, das ich schon länger vorhabe.

..... Aber ich denke, es widerspricht nicht der Vorstellung daß es in der höheren Dimension etwas Ablaufmäßiges ist.....

Das weicht den Begriff Kairos auf und vermischt ihn mit Chronos.  In der höheren Dimension gilt hebr. olam Ewigkeit. Gott sieht Anfang und Ende gleichzeitig und was auf dieser Zeitlinie wann an Ereignissen dran ist. Dann setzt er das als Highlight/Jetzt-Eingreifen/Kairosmoment in den Ablauf/Chronos.

Für olam habe ich einmal einen Hinweis gefunden auf "den Blicken verborgen"; hab mir diesen Hinweislink leider nicht abgespeichert. Was früher war, ist demnach Verborgenes und ebenso was in der Zukunft letztlich passieren wird im Detail und was nach dem Offenbarungszeitraum der Bibel bekannt ist (nach Jesu Wiederkunft).

deborah71 antworten
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Beiträge : 20857

@deborah71 

Verstehe ich Dich recht, daß es Dir nur um meinen falschen Gebrauch des Wortes Kairos geht? Oder hast Du generell Einwände gegen meine Vorstellung von den Dimensionen?

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@wutzky 

Im Moment geht es mir um den richtigen Gebrauch des Wortes Kairos, wie er in der Bibel gebraucht wird.  Eine heutige Füllung des Wortes kairos, wie es Wasilis für mich rüberbringt, verändert die biblische Aussage und schafft Verwirrung.

Wieviele Dimensionen du dir vorstellst, darauf reflektiere ich nicht. Ich möchte deutlich machen, dass wir die Zeitgebundenheit, der wir hier im Universum unterliegen, sich sehr! von dem Begriff Zeit in der Gegenwart Gottes unterscheidet. Deshalb habe ich den dritten Begriff aus dem Hebräischen (olam) ins Spiel gebracht, weil er nochmal eine Facette eröffnet. Was bei den Sprachen zu beachten ist: das NT ist zwar in Griechisch geschrieben, aber von Menschen die mit Griechisch, Hebräisch und Aramäisch lebten und es gibt viele Worte mit hebräischem Inhalt nicht 1:1 im Griechischen. Wenn du das im Hinterkopf behältst, dann schaust du mit etwas anderem Blick auf das, was du vorfindest und wie es sich mit heutigen Wortinhalten beißt oder übereinstimmt.

 

deborah71 antworten


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