Job - Innerlich gekündigt
Hi,
leider hat auch mich dieses "Virus" angesteckt. Meine Arbeit erfüllt mich nicht, das aufstehen und die Rituale nerven mich. Meine Arbeitsleistung lässt nach und ich hab Minusstunden die mich auch noch Nerven.
Habe noch 7 Jahre und darf dann mit 67 in die Rente. Es sei, der gottlose Vater Staat verdonnert mich zu arbeiten bis ich 70 Jahre alt bin.
Wie durchhalten?
Nach was Neuem Ausschau halten? Mit den "Vorgesetzten" reden und die Lage ehrlich schildern?
Ist es dir möglich einzugrenzen, was genau du nicht mehr magst, was genau dich unzufrieden macht?
Ich will einfach nicht mehr arbeiten. So einfach!
Möchte gerne einen Hund oder im Tierheim aktiv sein.
Will einfach von den vielen gestörten da draussen meine Ruhe haben.
Okay, Bestandsaufnahme: Du magst diesen Job nicht mehr (?). - Hast du mal in einem Tierheim bei dir Ausschau gehalten und nachgefragt, ob es Jobs gibt, die du ausüben könntest? Es könnte eine Alternative sein, um berufstätig zu bleiben - Rente erarbeiten - und dennoch etwas zu machen, was dich mehr erfüllt. Wobei ich mir denke, dass die Tierheime, die ja auch von Spenden leben, keine Vollzeitjobs anbieten ...
Ich wage die Frage: Gibt es wirklich im ganzen Haus keinen anderen Job, den du ausüben könntest, der dich mehr erfüllt als der, den du gerade innehast?
Den Hund könntest du im Zweifel auch als Berufstätiger haben ... *nebenbei*
Die "vielen Gestörten da draußen" ... magst du die eingrenzen? Ist es eher jobbedingt (Kollegen) oder die Menschen in deinem Wohnumfeld? Freundeskreis?
Ich will keinen anderen Job, will einfach nicht mehr zur Arbeit. In meiner Rente will ich nur einen Hund haben. Hier wird nach und nach abgebaut. Müsstest als Insider ja eigentlich wissen. Nebenher vielleicht in der Gemeinde Umfeld sauber halten. Müll, Kehren usw.
Könntest du dich in der Gemeinde anstellen lassen?
@meriadoc Du klingst einfach ausgebrannt. Was im Prinzip ja auch eine Diagnose ist.
Vielleicht ist Dein Hausarzt bereit, Dich erstmal krankzuschreiben.
Da musst Du nicht kündigen und Deine Rentenbeiträge laufen weiter.
Sieben Jahre bedeuten halt schon einen heftigen Abschlag - andererseits sagst Du, dass Du auch mit der reduzierten Rente leben könntest. Aus dem Bauch raus würde ich da ein bissel 'auf Zeit spielen' und dann evtl. auf einen Teil der Rente verzichten und damit Lebensqualität gewinnen.
Wenn das so einfach wäre.
Ich bin in vielen Bereichen ausgebrannt.
Mir fehlt meine Kumpeline, mir fehlt Ordnung in der Wohnung, mir fehlt so einiges.
Will nur noch meine Ruhe haben. Selbst Gottesdienste brennen mich aus und geh nicht immer hin.
Sprich deinen Hausarzt mal auf Burnout an. Was du beschreibst, klingt bedenklich.
Du, ich war letztes Jahr erst (vor knapp einem jahr) 6 Wiochen krank gemeldet. Neurologen aufgesucht. Nichts.
Meine Kumpeline hat sich um mich gekümmert als ich wegen dem Fuß im KH war.Wäsche gewaschen usw. Ich hab sie kennengelernt als ein früherer Freund ausgetickt und mir u d anderen gegenüber aggressiv war. Ich brauchte eine Freund.in. Sie ist wunderbar, vielseitig interessiert, man kann mit ihr über alles reden und essen gehen.
Seit Spätsommer große Probleme mit der Bandscheibe und trotz Operation weiterhin starke Schmerzen. Das schränkt sie ein. Mir tut es weh sie leiden zusehen und das demeinsame Aktionen nicht mehr drin sind.
Sie fehlt mir und jetzt muss ich heulen….
Das ist hart. Auch das ist ein starker Verlust, der unter Trauer fällt.
Es ist gut, dass du weinen kannst, das entlastet und schwemmt auch die dazugehörigen Stresshormone aus, auch wenn es die Situation im Moment nicht ändert.
ruhig einen Arm um die Schulter leg
Von Gott gibt es halt nun mal auf Erden keine Anerkennung für menschlich gute Leistung. Das ist Gott schnurzegal.
Der Psalmist Asaf konnte sehr gut was ausdrücken.
Seit Jahren denke ich an den Psalm und ich danke für die Ehrlichkeit des Schreibers.
Ein Gegenteil vom Gebet des Jabez.
Psalm 73
1 Ein Lied Asafs. Ich weiß es: Gott ist gut zu Israel, zu allen, die ihm mit ganzem Herzen gehorchen.
2 Doch beinahe wäre ich irregeworden, ich wäre um ein Haar zu Fall gekommen:
3 Ich war eifersüchtig auf die Menschen, die nicht nach dem Willen Gottes fragen; denn ich sah, dass es ihnen so gut geht.
4 Ihr Leben lang kennen sie keine Krankheit, gesund sind sie und wohlgenährt.
5 Sie verbringen ihre Tage ohne Sorgen und müssen sich nicht quälen wie andere Leute.
6 Ihren Hochmut tragen sie zur Schau wie einen Schmuck, ihre Gewalttätigkeit wie ein kostbares Kleid.
7 Ihr Luxusleben verführt sie zur Sünde,[1] ihr Herz quillt über von bösen Plänen.
8 Ihre Reden sind voll von Spott und Verleumdung, mit großen Worten schüchtern sie die Leute ein.
9 Sie reißen das Maul auf und lästern den Himmel, ihre böse Zunge verschont nichts auf der Erde.
10 Darum läuft das Volk Gottes ihnen nach und lauscht begierig auf ihr Geschwätz.[2]
11 »Gott merkt ja doch nichts!«, sagen sie. »Was weiß der da oben von dem, was hier vorgeht?«
12 So sind sie alle, die Gott verachten; sie häufen Macht und Reichtum und haben immer Glück.
13 Es war ganz umsonst, HERR, dass ich mir ein reines Gewissen bewahrte und wieder und wieder meine Unschuld bewies.
14 Ich werde ja trotzdem täglich gepeinigt, ständig bin ich vom Unglück verfolgt.
15 Aber wenn ich so reden wollte wie sie, würde ich alle verraten, die zu dir gehören.[3]
16 Ich mühte mich ab, das alles zu verstehen, aber es schien mir ganz unmöglich.
17 Doch dann kam ich in dein Heiligtum. Da erkannte ich, wie es mit ihnen ausgeht:
18 Du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du verblendest sie, damit sie stürzen.
19 Ganz plötzlich ist es aus mit ihnen, sie alle nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Herr, wenn du aufstehst, verschwinden sie wie die Bilder eines Traumes beim Erwachen.
21 Als ich verbittert war und innerlich zerrissen,
22 da hatte ich den Verstand verloren, wie ein Stück Vieh stand ich vor dir.
23 Und dennoch gehöre ich zu dir! Du hast meine Hand ergriffen und hältst mich;
24 du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit.
25 Wer im Himmel könnte mir helfen, wenn nicht du? Was soll ich mir noch wünschen auf der Erde? Ich habe doch dich!
26 Auch wenn ich Leib und Leben verliere, du, Gott, hältst mich; du bleibst mir für immer!
27 Wer sich von dir entfernt, geht zugrunde; wer dir untreu wird, den vernichtest du.
28 Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Ich will weitersagen, was du getan hast.
Kummer ist das eine..... die Versuchung in Selbstmitleid zu springen, ist das andere.
Der Psalmist kommt am Ende aus seinem Kummer wieder bei Gottvertrauen an.
Deborah hat es schon erwähnt, der Psalmist macht eine Entwicklung durch und sein Blick, vom Augenscheinlichen zunächst gefangen genommen, geht schließlich weiter und er landet bei der Feststellung, dass es sein Glück ist, Gott nahe zu sein.
Worauf achte ich und wie stark lasse ich mich davon beeindrucken? Was ist mir wichtig und was trägt mich letztlich?
Asaf hat für sich nach aller Klage am Ende Ruhe und Glück gefunden.
Das wünsche ich dir auch!
"me and you and a dog named boo" Lobo
lieber Meriadoc,
ja ein Hund kann der beste Freund sein. Aber gerade Hunde aus dem Tierheim
brauchen viel Kraft, Liebe, Verständnis. (meine persönliche Erfahrung)
Ein Hund muss raus, bei jedem Wetter......da kannst du nicht im warmen Bett
liegen bleiben, wenn du keine Lust mehr hast.
Bei deinen Beiträgen kommst du mir oft arrogant rüber, überheblich.
Entwertest andere Menschen um dich selbst aufzuwerten. Bist blind für
die eigene Realität, gibst dich voll stark und selbstbewusst, obwohl du das
gar nicht bist.......................................................................................
Und jetzt deine liebe Kumpeline. Jetzt kannst du ja für sie ihre Wäsche waschen,
sie begleiten, wenn sie gerade nicht mehr so gut laufen kann.
Auch in schweren Zeiten zusammen halten, nicht nur in guten.
liebe Grüße,
Ich hatte einen Hund zur Betreuung ganztags. Wir waren ein Herz und eine Seele. Er mochte mich sehr gerne.
@hundemann Ich denke, @meriadoc ist sich über die Konsequenzen bewusst, wenn er sich einen Hund zulegen will.
Zumal es da ja auch 'einfache' und 'weniger einfache' Charakter gibt. Muss halt passen.
Meine Kumpeline hat sich um mich gekümmert als ich wegen dem Fuß im KH war.Wäsche gewaschen usw. Ich hab sie kennengelernt als ein früherer Freund ausgetickt und mir u d anderen gegenüber aggressiv war. Ich brauchte eine Freund.in. Sie ist wunderbar, vielseitig interessiert, man kann mit ihr über alles reden und essen gehen.
Seit Spätsommer große Probleme mit der Bandscheibe und trotz Operation weiterhin starke Schmerzen. Das schränkt sie ein. Mir tut es weh sie leiden zusehen und das demeinsame Aktionen nicht mehr drin sind.
Sie fehlt mir und jetzt muss ich heulen….
@meriadoc
Das hört sich schon nach mehr an als "nur" frustriert. Schon geradezu verzweifelt.
Weiß nur nicht, wie wir die helfen können, denn dazu wissen wir zu wenig über dein Umfeld.
"Im Tierheim aktiv werden"... fast alle Tierheime freuen sich über ehrenamtliche Mitarbeiter,
aber dabei verdienst du ja nichts (außer Lob und Anerkennung) und die Rente lässt sich damit auch nicht aufbessern.
Grübel....
Ne, aufbessern will ich nichts. Einfach mich um Tiere kümmern. Gassigehen, Katzen streicheln, Dreck wegmachen usw. Für ein paar Stunden. Ich würde, wenn ich Rentenalter erreicht habe, eine relativ gute Rente haben. Dank günstige Miete und eh bescheidenes Leben (kein Auto usw). Mein Nachbar, ein ehemaliger Kollege, sagte mir, er lebe ganz gut damit. Bekomme ja noch zusätzlich Rente über VBL.
Gibt es evtl. bei dir in der Nähe einen Tierpark oder einen Biohof mit Tierhaltung, wo du du als ungelernte Hilfskraft mitarbeiten könntest?
Könnte zwar schwierig werden, wenn es beim Hof auch darum geht, Tiere zu schlachten oder du das Prinzip eines Tierparks ablehnst, aber du hättest wenigstens relativ wenig mit anderen Menschen zu tun. Allerdings weiß ich nicht, ob du das körperlich schaffst. Schäfer fiele mir auch noch ein. Ist aber auch nichts für jeden.
Bist du augenblicklich eher Kopfarbeiter irgendwo in der Verwaltung oder im Amt mit Kundenkontakt?
Gibt es da wirklich so gar keine Möglichkeit zu wechseln und wenigstens eine etwas weniger belastende Tätigkeit zu finden?
@meriadoc Aber man kann doch auch früher in Rente gehen? Und dann eben Abzüge in Kauf nehmen. Oder gilt das nicht überall?
Wenn Du einen GdB hast, kannst Du doch früher gehen.
Nein, kann ich nicht. Laut Bescheid erst ab 2033 Abschlagsfrei. Ich muss 45 Jahre arbeiten. Hab später angefängen.
können mit 35 Jahren Wartezeit abschlagsfrei in Rente gehen, wobei die Altersgrenze für die Geburtsjahrgänge bis 1964 schrittweise von 63 auf 65 Jahre angehoben wird. Für den Geburtsjahrgang 1964 gilt die Altersgrenze von 65 Jahren. Ein vorzeitiger Bezug ist mit 10,8 % Abschlag bis zu 3 Jahre früher möglich
Schau, so siehts bei mir m it erfassten daten aus.
@meriadoc Sind es denn sehr viele Minusstunden? Gibt es vielleicht die Möglichkeit die durch Gehaltsverzicht (muss ja nicht auf einmal sein) abzubauen?
Ansonsten: Was nervt Dich denn so sehr an der Arbeit, dass Du nicht mehr hin willst? Ich bin zwar etwas jünger als Du (Jahrgang 1973), aber ja, früh aufstehen ist nicht immer leicht.
wie durchhaiten....
aufstehn........aufeinander zugehn,,,,,,,,,,,voneinander lernen......miteinander umzugehn....
(Sven Schuhmacher)
.......vielleicht vor dem Aufstehehen im Bett Frühgymnastik mit Musik. Dankbar sein, dass Du noch Arbeit hast,
es gibt viele Menschen die um ihren Arbeitsplatz bangen..
Leider gehört Arbeit zum Leben dazu.....Und was machts du wenn du in Rente bist............
Und es gibt gottlosere Staaten als Deutschland, echt.......
Es gibt so viele Wege, Möglichkeiten...........wünsche Dir, das Du den besten Weg für Dich findest.
liebe Grüße,