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Schwieriger Arbeitskollege

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Ratsdaed
Themenstarter
Beiträge : 674

Guten Morgen zusammen.

Mich interessiert der Umgang der Christen im Berufsleben mit schwierigen Arbeitskollegen, die ihren Aufgaben nicht nachkommen.
Als Beispiel:

Jemand hat das selbe Gehalt, die selben Aufgaben, den selben Vertrag wie du, aber er tut es nicht. Zum Beispiel mit dem Argument "Wenn sie mal mehr zahlen, fang ich mal an zu arbeiten" oder "Ist mir egal, ich mach mich nicht kaputt" oder "Erstmal muss man mir Respekt zollen, dann zolle ich auch Respekt". Es geht stellenweise so weit, dass dieser nicht mal seine ihm aufgetragene Arbeit zu 100% erfüllt, obwohl es problemlos machbar ist und sich lieber mit einem Handy irgendwo hin setzt und andere um sich herum arbeiten lässt.

Wie geht ihr mit solchen Arbeitskollegen um, selbst wenn sich trotz Unterhaltungen nichts ändert, demnach scheinbar keine Einsicht folgt?

Antwort
31 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 16988

Gibt es dadurch ganz konkrete Probleme... oder stört es einfach nur, dass da ein fauler Kollege ist, der fürs Nichtstun trotzdem Geld bekommt?

Im ersten Fall sollte man das unbedingt ansprechen, im zweiten Fall kann man das ignorieren und darauf warten, dass sich das irgendwann von selbst erledigt...

lucan-7 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ratsdaed

"Wenn sie mal mehr zahlen, fang ich mal an zu arbeiten" oder "

Als Arbeitgeberin hätte so jemand keine Chancen bei einer Gehaltserhöhung. Mehr Geld haben nur die verdient, die auch für weniger Geld ihre Arbeit gut machen und dahinter stehen.

Als Kollegin kommt es darauf an, ob ich mehr tun muss, weil der andere seine Arbeit nur unzureichend macht oder ob derjenige nur selbst mit der Arbeit nicht voran kommt. Bei letzterem schließe ich mich der Meinung an, dass ich meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen mache und der andere für sich selbst verantwortlich ist.

Bei Teamarbeit hat ein solcher Kollege eigentlich schnell verloren, solange er nicht andere in dieses negativ Denken mit hinein zieht.

Anonymous antworten
Groffin
Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @ratsdaed

"Wenn sie mal mehr zahlen, fang ich mal an zu arbeiten"

Nun - er hat einen Arbeitsvertrag und dort ist geregelt, welche Pflichten er hat und was er dafür an Lohn bekommt.
Wenn er mit der Bezahlung unzufrieden ist, muss er sich einen anderen Job suchen oder mit dem Arbeitgeber verhandeln.
Seinen Teil zur Erfüllung des Arbeitsvertrages zu verweigern schadet nicht nur dem Unternehmen (das er streng genommen betrügt) - sondern auch den Kollegen. Das Geld, was der Kollege für nicht geleistete Arbeit erhält, kann nicht mehr investiert werden und dadurch wird die Position des Unternehmens als Gesamtes geschwächt.
Ergo sind alle Mitarbeiter betroffen, wenn einer seine Pflicht nicht erfüllt.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

"Ist mir egal, ich mach mich nicht kaputt" oder "Erstmal muss man mir Respekt zollen, dann zolle ich auch Respekt"

Sind nur Varianten von obiger Antwort. Auf deutsch: ich will meine Verpflichtung für die ich unterschrieben habe nicht erfüllen.
Wie weit es mit seinem Selbstrespekt ist, sieht man daran, wie er zu den gemachten Zusagen im Arbeitsvertrag steht.

Veröffentlicht von: @ratsdaed

Wie geht ihr mit solchen Arbeitskollegen um, selbst wenn sich trotz Unterhaltungen nichts ändert, demnach scheinbar keine Einsicht folgt?

Wie hier schon beschrieben, hängt das auch davon ab, wie weit die Gemeinschaft darunter leidet. Denn dass sie darunter leidet, habe ich oben bereits geschrieben.

Wenn die Arbeitskollegen regelmäßig Arbeit des faulen Kollegen mitmachen müssen, führt kein Weg daran vorbei, das ganze zu eskalieren lassen.

Das war übrigens auch in christlichen Gemeinschaften nicht anders:

2. Thessalonicher 3,
10 Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen. 11 Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. 12 Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie im Herrn Jesus Christus, dass sie in Stille arbeiten und ihr eigenes Brot essen.

groffin antworten


Herbstrose
Beiträge : 14194

Ist der Kollege in meinem Team und ich bin darauf angewiesen, dass er seine Arbeit erledigt, würde ich zuerst mit ihm sprechen und ihm die Zusammenhänge verdeutlichen. Ändert er sein Verhalten nicht, geh ich zum Teamleiter. Tut sich weiterhin nichts, geht der Teamleiter zum Chef. Was der dann macht, ist seine Sache.

Bin ich nicht auf den Kollegen angewiesen, erledige ich meine Arbeit ordentlich und gut ist.

Sollte der Kollege auf das geringe Gehalt verweisen: er hat das im Arbeitsvertrag so unterschrieben und hat seinen Teil des Vertrages zu erfüllen.

herbstrose antworten
Stefantweeetys
Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Zum Beispiel mit dem Argument "Wenn sie mal mehr zahlen, fang ich mal an zu arbeiten" oder "Ist mir egal, ich mach mich nicht kaputt" oder "Erstmal muss man mir Respekt zollen, dann zolle ich auch Respekt".

Meine Frage ist, was steckt hinter seinen Aussagen? Vielleicht ist es ein Mensch der Lob und Anerkennung braucht, aber den auf der Arbeit nie bekommen hat.

Es kann auch etwas anderes sein, ich würde auf seine Aussagen achten und überlegen was er damit wirklich meint. Bei uns gab es mal einen Chef der hat Beurteilungen geschrieben, aber seine Referenz war total daneben. Er hat auf eine Person gehört, die nicht einmal wusste wie die Leute mit Namen heißen. Das Beurteilungsergebnis war vernichtend, einige extrem faule konnten laut Beurteilung über das Wasser laufen, andere fleißige waren laut Papier unterdurchschnittlicher Müll.
Für die Arbeitsmoral war das vernichtend... wer einmal von fleißig zu faul downgegraded wurde, hat nicht mehr viel gemacht, war es nicht wert, das Gehalt war ja für alle im Prinzip gleich. Diese Leute waren immer noch fleißig, aber nur noch zu Leuten zu denen sie einen guten, freundschaftlichen Kontakt hatten. Chefs und Vorgesetzte waren verbrannt, wenn die was wollten wurde nur das Minimum gemacht.

Bei deinem Kollegen ist das bestimmt was anderes, aber es lohnt sich da nachzuforschen.

stefantweeetys antworten


Ratsdaed
Themenstarter
Beiträge : 674

Die Vorgesetzten (Schichtleiter) wollen ihn tatsächlich nicht auf der Schicht haben bzw. schlagen ihn mit Gleichgültigkeit, eben aufgrund seines Auftretens. Es sind eigentlich alle mit ihm auf Kollisionskurs, eben wegen seiner "großen Schnauze" und seinem Verständnis der Arbeit gegenüber.
Der Vertrag besagt an einem Punkt, dass der Mitarbeiter jede ihm vom Vorgesetzten aufgetragene Tätigkeit auszuüben hat, die der Vorgesetzte ihm seiner Kompetenz nach zumutet bzw. zutraut.
Er meinte über ein Jahr z.B. er sei Verlader und müsse die anderen Tätigkeiten nicht machen und wenn dann nur wenn er Lust hat. So fuhr er wirklich über den Platz spazieren oder setzte sich vor versammelter Mannschaft auf sein Fahrzeug und telefonierte oder half anderen nicht.
Es ist also auch kein persönlicher Eindruck. Nun läuft dieses Jahr sein Vertrag aus und laut seiner Aussage wurde ihm vom weit höherem Vorgesetzten der Tipp gegeben, sich arbeitslos zu melden. (Unsere Teamleiterin gibt regelmäßig Mitarbeiterbewertungen ab)

Unsere Leistung ist weitestgehend von seiner Arbeit abhängig, dass ein Kollege fehlt, der mit anpacken könnte, sollte Not am Mann sein. So hält er sein Argument darauf, dass er keine Zeit habe (da er solange faulenzt, bis er für seine Arbeit quasi selbst Hilfe bräuchte). Die Vorgesetzten wissen das und sehen es auch, jüngeren Vorgesetzten spricht er die Autorität ab, weil sie eben jünger sind.

ratsdaed antworten
3 Antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Nun läuft dieses Jahr sein Vertrag aus

Sind ja nur noch ein paar Wochen, das kann man aussitzen.

stefantweeetys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ratsdaed

Nun läuft dieses Jahr sein Vertrag aus und laut seiner Aussage wurde ihm vom weit höherem Vorgesetzten der Tipp gegeben, sich arbeitslos zu melden. (Unsere Teamleiterin gibt regelmäßig Mitarbeiterbewertungen ab)

Dann wird sich das ja vermutlich erledigen. Wenn genug Gespräche ergebnislos stattgefunden haben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er darüber hinaus weiter beschäftigt wird.

Vielleicht legt er es ja auch darauf an, dass er nicht weiterbeschäftigt wird. Nach Motivation zur Arbeit sieht das nicht aus.

Vertragsbestandteil von befristeten Verträgen ist (zumindest bei uns), dass sich der AN auf jeden Fall 3 Monate bevor der Vertrag endet bei der Jobbörse melden muss. Daher ist das nicht wirklich ein Tipp von dem höher Vorgesetzten, sondern eine Notwendigkeit.

Viele ältere Mitarbeiter haben Schwierigkeiten mit jüngeren Vorgesetzten, v. a. wenn diese deutlich jünger sind. Es ist für beide Seiten eine Herausforderung, gut damit umzugehen.

Anonymous antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @adventurelife

ass sich der AN auf jeden Fall 3 Monate bevor der Vertrag endet bei der Jobbörse melden muss.

ist sogar gesetzlich geregelt. Wenn er das "vergisst" bekommt er deutlich weniger Arbeitslosengeld.

stefantweeetys antworten
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