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Abergläubische Christen?

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Rosanne
Themenstarter
Beiträge : 84
Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel von heute in der Süddeutschen Zeitung ( https://sz.de/li.3292766):
 
Verblüffend viele Menschen richten wesentliche Entscheidungen nach Aberglauben aus, in der Liebe, der Gesundheit oder wenn es ums Geld geht. Laut Studien sind insbesondere Frauen, religiöse Menschen sowie solche mit eher rechts-konservativen Ansichten anfällig. Auch Ängstlichkeit, Intoleranz gegenüber Ungewissheit und ein intuitiver statt analytischer Denkstil korrelieren laut Studien mit einem Hang zu übersinnlichen Praktiken und Überzeugungen.

Der aufgezeigte, und zweifellos wissenschaftlich belegte, Zusammenhang „Aberglaube-Frau-rechtskonservativ-religiös“ erstaunt nicht (ausser „Frau“ 😉),
macht für mich aber keinen Sinn. 
Macht mir, als christliche, politisch neutrale, nicht-abergläubische, bekennende Frau weiblichen Geschlechtes sogar grosse Sorgen. 
 
Religiös (egal welche Religion) ist nicht zwingend gläubig. Da insbesondere in den USA der Aberglaube gemäss erwähnter Studie eindeutig mit Religiosität zusammenhängt, ist da wohl von „Christen“ die Rede. Und wenn die Begriffe „christlich“ und „Aberglaube“ und sogar „rechts-konservativ“ im gleichen Satz genannt werden …. dann stehen mir die Haare zu Berge. Ja, jetzt gerade auch wieder 🤯 (hab kein besseres Bild gefunden).
 
Wer Gott als genialer Schöpfer sieht (daran glaubt), wer seine Absicht mit uns Menschen und der Welt spürt (daran glaubt), wer seine Richtlinien, die uns über Jesus noch einmal klipp und klar erläutert und vorgelebt wurden, versteht (und daran glaubt)…. der hat doch Urvertrauen und eine klare Sicht …  und braucht doch gerade KEINEN Aberglauben? 
 
Tönt jetzt einfach … ist auch einfach. 
Glaube ich.
 
Der Zusammenhang „christlich-rechtskonservativ“ ist auch herzzerreissend.  Aber das ist ein anderes Thema. 
Antwort
76 Antworten
neubaugoere
Beiträge : 18556

@rosanne 

Es ist recht verwirrend mit der Formatierung, nicht so auf den ersten Blick erkennbar, was nun zitiert und was von dir ist.

Wolltest du diskutieren und/oder Meinungen hören?

neubaugoere antworten
1 Antwort
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@neubaugoere nur der kursive Teil ist Ausschnitt aus der Zeitung.
Stimmt, nachher erscheinen unterschiedliche Schriftgrössen, die waren während des Schreibens nicht sicht - und später auch nicht mehr korrigierbar. Sorry!

Nun, ich war und bin vor allem besorgt nach dem Lesen des Artikels. Können Christen abergläubisch sein? Warum besteht dieses Bedürfnis, wenn der Glaube an Gott durch Jesus allumfassend ist?

Ja, Meinungen würden mich interessieren…

rosanne antworten


Lucan-7
Beiträge : 27522

@rosanne 

Vielleicht sollte man erst einmal  klären, wie genau sich "Aberglaube" denn eigentlich von "Glaube" unterscheidet?

Denn für mich besteht der Unterschied lediglich in der Wertung, objektiv sehe ich da keine Unterscheidung...

lucan-7 antworten
37 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@lucan-7 

Ich denke, wir können da "einfach" denken. Glaube mit einem Aber versehen, ist Aberglaube (Aber-Glaube). 

Ein Beispiel aus einem nichtgläubigen Kontext, weil es mir grad einfällt und mir bis heute nicht erklärlich ist (ich muss es mittlerweile auch nicht verstehen, wie derjenige sowas sagen konnte, weil es nicht logisch ist):

Sie: Glaubst du wirklich, ich könnte sowas tun; ich wäre das gewesen?
Er: Nein. Natürlich nicht, nein. Nein. - Aber es hätte ja sein können.
Sie: Wie jetzt? Traust du es mir nun zu oder nicht?
Er: Nein. - Aber es hätte ja sein können.

Beispiele hinken immer, das ist uns beiden bewusst. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich aussagen will.

Im Gläubigenkontext, wenn ich ihn mal so nennen darf, könnte das auch etwas sein, dass jemand auf etwas Vorhandenes, das ihm persönlich nicht ausreicht, noch etwas draufpackt. So geschehen bei den Pharisäern damals. Ja, das Evangelium war und ist einfach. Doch die Schriftgelehrten kamen damit nicht zurecht. Das Evangelium kann nicht einfach sein, wozu haben die sonst alle ihre Privilegien, studiert, jahrelang damit verbracht ... etc. pp. wenn da doch nur einer daherkommt und so ganz anders ist und gar nicht ihre Vorstellungen erfüllt. Nein, wenn Gott am siebten Tag ruhte, dann "steigern" wir das und erlassen ein Gesetz, damit wir das kontrollieren können, dass auch ja kein "Fahrstuhlknopf" gedrückt wird, um jaaaaa nicht wirklich etwas zu tun, weil doch geruht wird ... (ich übertreibe etwas, leider nicht viel).

Quasi: Ich glaube etwas, aber ich pack sicherheitshalber noch was dazu, falls das, woran ich ja glaube, dann doch nicht ausreicht. (glaubt derjenige dann wirklich daran?)

Keine Ahnung, ob das jetzt "Wertung" ist wie du sie meinst. Ich hab mal meine 5 Cent dazugepackt. 😉

Noch ein Beispiel: Ich glaube an die Kraft Gottes, der mich beschützt. Aber sicherheitshalber pack ich mir noch Traumfänger in die Fenster - man weiß ja nie. <-- ich finds cool, das Beispiel.

neubaugoere antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@neubaugoere 

Ja, ich verstehe, was du meinst. Im Umgang mit Menschen haben wir alle so unsere Glaubenssätze, die sicher mitbestimmen, wie wir unser Gegenüber sehen und verstehen. Daran kann man ja zum Glück arbeiten, wenn man merkt dass diese nicht ganz aufgehen.
Der Traumfänger ist ein „herziges“ Beispiel von Aberglauben, solange man sich im Klaren ist, dass darauf keinen echten Verlass ist.

Ich habe mehr Bedenken beim „verblendenden“ Aberglauben, der, wie im Artikel geschrieben ist, teils lebenswichtige Entscheidungen beeinflusst.
Und total ablenkt bzw. wegzieht von dem, was wir als Christen (aus dem christlichen Standpunkt schreibe ich hier, @Lucan) glauben und tun sollten. Sprechen wir von Hexenjagd. Im Mittelalter führte dies zum Tod unzähliger unschuldiger Menschen. Christen standen bei der Hexenverbrennungen in der vordersten Zuschauerreihe und glaubten, das alles sei gut. Sprechen wir vom Holocaust, als ein Teil der Christen glaubte, Juden seien Unglücksbringer und sollten vernichtet werden. Ja, das glaubten sie und fanden sie gut! Und heute rennen nicht wenige Christen totalgeblendet einen selbsternannten orangen Erlöser nach, der ihnen sagt, dass Mexikaner Haustiere essen und Vergewaltiger sind und somit alle deportiert und in ekelhaften Gefängnisse gesteckt werden müssen. Wer nicht auf ihn stimmt, ist dem Untergang geweiht.

Von schwarzen Katzen zu schwarzen Zuwanderern ist für Abergläubische nur ein kleiner Schritt.

Können Christen, wie in den letztgenannten Beispielen „abergläubisch“ sein, indem sie einem Glauben folgen der ihrem christlichen Glauben widerspricht?

Niemand ist perfekt, aber soll man sich dann noch Christ nennen dürfen? 

Diese Frage ist vielleicht provokativ aber dafür klarer?

rosanne antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@rosanne 

Was möchtest du mit deiner Frage bezwecken? Eine Rundum-Pauschal-"Verurteilung"?

Veröffentlicht von: @rosanne

Können Christen, wie in den letztgenannten Beispielen „abergläubisch“ sein, indem sie einem Glauben folgen der ihrem christlichen Glauben widerspricht?

Vielleicht die Frage anders stellen ... geh von dir aus, wie geht es dir damit oder würde es dir gehen ... was ist "ein anderer Glaube"?

"Können" kann so vieles ... und äußerlich sehen viele Dinge anders aus ...

neubaugoere antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@neubaugoere 

Nun, es war nicht mein Ziel, dich oder sonst jemanden, den ich in Gedanken hätte, zu verurteilen. Da könnte ich auch selber böse dran kommen.

Nein, ich bin besorgt, nachdem ich den Artikel gelesen habe, wie unglaublich schlechte Werbung „Christen“ für das Christsein machen können. Wie unüberzeugend, inkonsequent, ja, unglaubwürdig manche die sich Christ nennen (und dies nicht selten laut) auf andere wirken. Auf jeden Fall sieht man die guten Früchte nicht. 

Medien sind Medien, und im Hintergrund läuft meist unsichtbar für die Mengen in Jesus Namen vielfach Wunderbares. Die guten Früchte sind gute Werbung.

Wenn ich lese, dass in einer gross angelegten Studie Aberglaube und Religion (hier Christentum gemeint) direkt verknüpft werden, dann ist das schlechte Werbung und das regt mich auf.

Danke für eure wertvolle Rückmeldungen!

 

rosanne antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@neubaugoere 

Beispiele hinken immer, das ist uns beiden bewusst. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich aussagen will.

Mir gefällt dein Beispiel... in Bezug auf den christlichen Glauben bedeutet es, dass da ein Christ sagt: "Na ja, ich vertraue Gott schon, aber es kann ja nicht schaden, wenn ich noch meinen Glücksbringer trage!".

Für dich wäre zur Definition von "Aberglaube" erst einmal der christliche Glaube die Ausgangslage für "normalen Glauben", und der "Aberglaube" dann solche Dinge, die darüber hinaus gehen und Grenzen überschreiten.

Im allgemeinen wird "Aberglaube" wohl als "Glaube an verschiedene übernatürliche Dinge außerhalb der großen Religionen" aufgefasst. Was dann ja grundsätzlich auch in dieses Schema passen würde.

Für mich selber sehe ich da weniger einen Unterschied, ob ich nun einen "Traumfänger" installiere, wenn ich unter Alpträumen leide, oder ob ich Gott im Gebet um einen guten Schlaf bitte - beides sind für mich Handlungen, die auf ein "übernatürliches" Eingreifen hoffen.

Und wenn man sich jetzt statt des Traumfängers ein Kreuz an die Wand hängt und sich davon einen positiven Einfluss erhofft - dann verschwimmt das Ganze ohnehin.

lucan-7 antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84
Veröffentlicht von: @lucan-7.

Und wenn man sich jetzt statt des Traumfängers ein Kreuz an die Wand hängt und sich davon einen positiven Einfluss erhofft - dann verschwimmt das Ganze ohnehin.

Als vielleicht etwas sehr nüchterne Protestantin, bin ich der Meinung, dass die im Holzkreuz vermuteten und geglaubten Kräfte bereits eine Form des Aberglaubens sein können.

So deckten meine Schwiegereltern selig das Holzkreuz bei ihren Schäferstündchen mit einem Tuch ab. Damit es (bzw. Gott) ja nichts sieht. Na ja ….

Ein Kreuz kann als Symbol helfen, den Glauben zu spüren, sich immer wieder zu erinnern, vielleicht auch anderen zu zeigen, dass man glaubt. Mehr dürfte es aus meiner Sicht nicht sein.

Grenzfall.

rosanne antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@rosanne 

Ein Kreuz kann als Symbol helfen, den Glauben zu spüren, sich immer wieder zu erinnern, vielleicht auch anderen zu zeigen, dass man glaubt. Mehr dürfte es aus meiner Sicht nicht sein.

"Sich zu erinnern" kann aber auch als Form des Gebetes verstanden werden. Also nicht, dass das Kreuz das Gebet ersetzt, aber dass es in diesem Zusammenhang aufgehängt wird. 

Und da kann es dann durchaus sozusagen eine "Traumfängerfunktion" erfüllen. Ich denke nicht, dass sich das so leicht trennen lässt. 

Und ich weiß, wovon ich da spreche... ich hatte lange selbst ein Kruzifix in meinem Zimmer hängen.Und ein kleines Kreuz hängt da immer noch... aus welchen unbewussten Gründen auch immer.

 

lucan-7 antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@lucan-7 

Das hast du sehr schön geschrieben.

Gute Nacht und…ja… träume süss….

rosanne antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @rosanne
Veröffentlicht von: @lucan-7.

Und wenn man sich jetzt statt des Traumfängers ein Kreuz an die Wand hängt und sich davon einen positiven Einfluss erhofft - dann verschwimmt das Ganze ohnehin.

Als vielleicht etwas sehr nüchterne Protestantin, bin ich der Meinung, dass die im Holzkreuz vermuteten und geglaubten Kräfte bereits eine Form des Aberglaubens sein können.

Sein können

 

Ein Kreuz kann als Symbol helfen, den Glauben zu spüren, sich immer wieder zu erinnern, vielleicht auch anderen zu zeigen, dass man glaubt. Mehr dürfte es aus meiner Sicht nicht sein.

Grenzfall.

Ich kann mich auch dran entsinnen, dass ich von einer guten Bekannten vor Jahren, als mein Mann mehr im Krankenhaus als daheim war, ein Handkreuz aus Holz geschenkt bekam, das ich in die Tasche stecken und umgreifen konnte. Nicht, dass dieses Kreuz mir Kraft gegeben hätte, aber ich hatte was zum Festhalten. (Und jetzt kann ich mir natürlich die Frage stellen, ob das nicht auch ein anderes Stück Material hätte sein können - ich denke, auch das hätte ich umgreifen können.) Aber es ist eine Symbolik. 

Die gleichen Fragen kann ich mir bezüglich meines Silberkettchens mit Kreuz stellen
- Ist es ein Schmuckstück? Auf jeden Fall, ja. 
- Ist es ein Symbol meines Glaubens? Ja, schon.
- Ist es ein Glaubensbekenntnis? Eher nicht - soviel Bekennermut erfordert es nicht, ein kleines Kreuzchen um den Hals zu tragen.
- Ist es ein Glücksbringer? Ganz sicher nicht.
- Fehlt mir was, wenn ich's nicht anhabe? Ja, schon.

Das Handkreuz hab ich dann öfters mal ausgeliehen, wenn ein mir lieber Mensch im Krankenhaus war - irgendwann kam's nicht mehr zurück. Ich hoffe, dass ein anderer Mensch Halt daran findet. Und werde die Augen offenhalten - vielleicht läuft mir ja mal wieder eins über den Weg. 

So deckten meine Schwiegereltern selig das Holzkreuz bei ihren Schäferstündchen mit einem Tuch ab. Damit es (bzw. Gott) ja nichts sieht. Na ja ….

🤣

Wobei ich auch schon Witze darüber gemacht hatte, dass ich keine Jungfrau Maria überm Bett haben wollte ...

chai antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 903

@chai 

Hej Chai,

"Das Handkreuz hab ich dann öfters mal ausgeliehen, wenn ein mir lieber Mensch im Krankenhaus war - "

jetzt muss ich doch grad an Winky-Monkey denken. Winky-Monkey ist, wie der Name ja schon ahnen lässt, ein Affe, ein Stofftier, und er war der Kinderpsychologe unter den zahlreichen Kuscheltieren, die stets in meinem Schulbus, der (ja vom Frosch gezogenen) Tigerente mit unterwegs waren. Winky-Monkey war zuweilen auch außerhalb des Busses unterwegs, einmal auch im Krankenhaus, wo ein Kind mal eine Weile lag, aber etwa auch in der Schule, wenn die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium anstand. Er war oft auf Reisen. Und es wurde immer gut auf ihn aufgepasst, denn jedem Kind war klar, dass man Winky-Monkey auf keinen Fall verlieren darf. Und so gibt es ihn heute noch. Er liegt, und jetzt kriege ich spontan ein ziemlich schlechtes Gewissen, in irgendeiner Tüte im Keller; ich sollte wirklich mal wieder nach ihm sehen.

"Und werde die Augen offenhalten - vielleicht läuft mir ja mal wieder eins über den Weg."

Hmmm... wie sah das Kreuz denn aus? Wie groß? Was für ein Holz?

 

Liebe Grüße

Werner

 

 

frosch80 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @frosch80

@chai 

Hej Chai,

"Das Handkreuz hab ich dann öfters mal ausgeliehen, wenn ein mir lieber Mensch im Krankenhaus war - "

jetzt muss ich doch grad an Winky-Monkey denken. Winky-Monkey ist, wie der Name ja schon ahnen lässt, ein Affe, ein Stofftier, und er war der Kinderpsychologe unter den zahlreichen Kuscheltieren, die stets in meinem Schulbus, der (ja vom Frosch gezogenen) Tigerente mit unterwegs waren. Winky-Monkey war zuweilen auch außerhalb des Busses unterwegs, einmal auch im Krankenhaus, wo ein Kind mal eine Weile lag, aber etwa auch in der Schule, wenn die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium anstand. Er war oft auf Reisen. Und es wurde immer gut auf ihn aufgepasst, denn jedem Kind war klar, dass man Winky-Monkey auf keinen Fall verlieren darf. Und so gibt es ihn heute noch. Er liegt, und jetzt kriege ich spontan ein ziemlich schlechtes Gewissen, in irgendeiner Tüte im Keller; ich sollte wirklich mal wieder nach ihm sehen.

Ja, da solltest Du wirklich mal wieder gucken.
Winky-Monkey hat bestimmt auch viel erlebt und gehört. 

"Und werde die Augen offenhalten - vielleicht läuft mir ja mal wieder eins über den Weg."

Hmmm... wie sah das Kreuz denn aus? Wie groß? Was für ein Holz? 

Handkreuz aus Holz Kriegst Du diesen Link geöffnet? Genau so sah das aus. 
Seine Spur verliert sich im Juni 23 - da war's mit Mamas Mann im Krankenhaus.

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1411

@rosanne ich bin Katholik und würde mich freuen wie meines gleichen, ein offenes Kreuz an der Wand zu haben beim Schlafen.

 

kappa antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1795

@lucan-7 

Für mich selber sehe ich da weniger einen Unterschied, ob ich nun einen "Traumfänger" installiere, wenn ich unter Alpträumen leide, oder ob ich Gott im Gebet um einen guten Schlaf bitte - beides sind für mich Handlungen, die auf ein "übernatürliches" Eingreifen hoffen.

Aber da besteht doch gerade der Unterschied: wie kannst du von einem Kreis mit Federschnüren das Gleiche erwarten wie von Gott? Ist das nicht offensichtlich, dass ersteres nichts kann und Gott alles?

Du meinst, dass es nur auf deine innere Haltung ankommt - unabhängig davon worauf der Glaube vertraut - beides liefert gleiche Ergebnisse?

Ist das nicht so, als würdest du von einer Pappaufstellkuh genauso Milch erwarten wie von einer echten?

stern antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@stern 

Aber da besteht doch gerade der Unterschied: wie kannst du von einem Kreis mit Federschnüren das Gleiche erwarten wie von Gott?

Ich würde, wenn ich daran glaubte, in beiden Fällen eine "übernatürliche Wirkung" erwarten. Nicht von den Gegenständen selbst, sondern von irgendwelchen Mächten dahinter... sei es nun "Gott" oder "gute Mächte".

Was genau sich dahinter verbirgt hängt dann vom persönlichen Weltbild ab... gibt ja auch Leute, die an die Wirkung von Engeln glauben. Welche dann durch Engelsfiguren repräsentiert werden.

Du meinst, dass es nur auf deine innere Haltung ankommt - unabhängig davon worauf der Glaube vertraut - beides liefert gleiche Ergebnisse?

Nun ja... in meinem Fall: Beides liefert gleichermaßen keine Ergebnisse...

 

Ist das nicht so, als würdest du von einer Pappaufstellkuh genauso Milch erwarten wie von einer echten?

In meinem Fall: die Kuh aus Holz gibt ebenso wenig Milch wie die Kuh aus Pappe...

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1795

@lucan-7 

Ich würde, wenn ich daran glaubte, in beiden Fällen eine "übernatürliche Wirkung" erwarten. Nicht von den Gegenständen selbst, sondern von irgendwelchen Mächten dahinter... sei es nun "Gott" oder "gute Mächte".

Wenn du dir von beidem was Übernatürliches erwarten würdest- dann sagst du ja nichts anderes damit, als dass es dein Glaube ist, der dann eine Wirkung hätte. In deinem Fall natürlich gar keine Wirkung, weil du ja nicht daran glaubst, weder an das eine noch an das andere.

Ein Spruch den Jesus sagt, den du sicher auch kennst, ist: Geh hin in Frieden, dein Glauben hat dir geholfen. 

Im Wesentlichen geht es vielleicht nur darum, dass wir uns zu diesem Glauben durchringen - trotz der vielen Stimmen, die uns etwas anderes weiss machen wollen - nicht nur von ausserhalb, sondern auch in unserem eigenen Kopf (Es gibt keinen Gott, sonst würde es nicht soviel Leid in der Welt geben usw…).

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@lucan-7 

Veröffentlicht von: @lucan-7

Mir gefällt dein Beispiel... in Bezug auf den christlichen Glauben bedeutet es, dass da ein Christ sagt: "Na ja, ich vertraue Gott schon, aber es kann ja nicht schaden, wenn ich noch meinen Glücksbringer trage!".

Ah, Danke, ja genau, das meine ich. Du hast es verstanden. Super. (Es gibt so Tage, an denen ich mich einfach nicht verständlich mitteilen kann.)

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und wenn man sich jetzt statt des Traumfängers ein Kreuz an die Wand hängt und sich davon einen positiven Einfluss erhofft - dann verschwimmt das Ganze ohnehin.

Zack ⚡ 😀 Das "verschwimmt" nicht nur, das ist absoluter Aberglaube, sich z.B. ein Kreuz an die Wand zu hängen zur Erinnerung an (so wie wir (Ev.) das Abendmahl nehmen), ist das eine. An das Kreuz aber seinen Glauben zu hängen, statt eben an Jesus, das ist ... ich mags gar nicht aussprechen ... Ich meine, so ist es auch mit dem goldenen Kalb gemeint. <-- Bitte um Korrektur, wenn es nicht so ist.

Ja, entweder sind es Dinge, die ich einfach schön finde, oder ich "hänge da was dran", was da nicht hingehört. Wie bei deinem Beispiel Traumfänger. Danke dafür. Ja, er kann eben einfach nur schön sein, aber wenn er zu einer Art "Werkzeug" mutiert, hängt da gewaltig was schief. (Gott-Ersatz)

Habs grad im Artikel noch mal aufgeschnappt "schaffen Sicherheit" ... darum gehts ... die Sicherheit nicht ans Kreuz zu hängen oder an den Traumfänger oder den Stein oder oder ... sondern in Gott Sicherheit zu finden und auf Ihn zu vertrauen - jederzeit, nicht nur in Krisen.

neubaugoere antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@neubaugoere 

Das Holzkreuz an der Wand kann aus meiner Sicht auch lediglich Symbol sein. Du hast es klarer und besser formuliert, bei meiner gestrigen Antwort war ich wohl etwas zu vorsichtig … https://forum.jesus.de/community/authentisch-christsein/aberglaeubische-christen/#post-423651

Du hast noch den wichtigen Punkt des Strebens von Abergläubischen nach Sicherheit angesprochen, oder wie es der Artikel ausdrückt „Intoleranz gegenüber Unsicherheit

Vielleicht ist es schliesslich das, was mich dermassen irritiert:

Es sollte tatsächlich so sein, dass der Glaube an Jesus Christus uns dermassen viel Sicherheit, Halt und Vertrauen spendet, dass wir diesen Aberglauben gar nicht brauchen …

rosanne antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27689

@rosanne 

Zum Beitrag

Sollte es nicht so sein, dass der Glaube an Jesus Christus uns dermassen viel Sicherheit, Halt und Vertrauen spendet, dass wir diesen Aberglauben gar nicht brauchen?

Nach dem zündenden Glauben kommt der Alltagsglaube. Da greifen dann alte Gewohnheiten, automatische Redewendungen, Unsicherheiten aus der Elternkiste und Lebensgeschichte.... es ist ein Prozess, auch wenn in der Taufe der alte Mensch begraben ist (der unerlöste Geist des Menschen), die Seele (Denken, Wollen, Emotionen) ist geprägt und muss sich dem von oben erneuerten Geist zuordnen und lernen auf seine Impulse zu hören. 

1Joh 3,9 Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen; denn er ist aus Gott geboren.

Ich übersetze mal praktisch verständlich: Wessen Geist aus Gott neu geboren ist, der tut keine (absichtliche/rebellische) Sünde; denn Gottes Same (der Heilige Geist mit der Kapazität seiner Frucht) bleibt ihn ihm und er (der von oben geborene Mensch)  kann nicht sündigend bleiben; denn er (der erneuerte Geist) ist aus Gott geboren. 

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@neubaugoere 

An das Kreuz aber seinen Glauben zu hängen, statt eben an Jesus, das ist ... ich mags gar nicht aussprechen ... Ich meine, so ist es auch mit dem goldenen Kalb gemeint.

Ja, wenn man dem Kreuz selbst eine magische Schutzwirkung zuspricht, dann gibt es keinen Unterschied zum "Traumfänger". Aber so ein Kreuz hat ja auch einen Einfluss, wenn es nur der Erinnerung dienen soll.

Denn ich selber sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem "magischen Schutzzeichen" und einem Gebet mit der Bitte, böse Mächte oder Einflüsse fernzuhalten.

Ein Christ würde das Gebet aber wohl kaum als Aberglauben betrachten.

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@lucan-7 

Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn ich selber sehe keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem "magischen Schutzzeichen" und einem Gebet mit der Bitte, böse Mächte oder Einflüsse fernzuhalten.

Ein Christ würde das Gebet aber wohl kaum als Aberglauben betrachten.

Korrekt. - Reden mit dem Meister ist eben kein Aber-Glaube, eher gelebter Glaube. 😉 🙂

Dass du den Unterschied nicht siehst, ist mir klar. Aber gut, dass du es noch mal festhältst.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber so ein Kreuz hat ja auch einen Einfluss, wenn es nur der Erinnerung dienen soll.

Den hier verstehe ich nicht ganz. Würdest du das mal anders formulieren?

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@neubaugoere 

Den hier verstehe ich nicht ganz. Würdest du das mal anders formulieren?

Nicht ganz einfach. Ich meinte ja, dass die Übergänge da fliessend sind.

Ich denke nicht, dass irgendwer einen Traumfänger aufhängt und tatsächlich denkt, das Ding selbst hätte irgendeine Macht. Das ist ja bloß Holz und Faden und Federn und was weiss ich.

Es besteht ja vielmehr die Hoffnung, dass davon irgendwelche anderen Mächte beeinflusst werden, die ausserhalb davon existieren. Keine Ahnung wie das gehen soll, aber das ist wohl die Hoffnung dabei (und ganz nebenbei kann es natürlich auch schlicht einen psychologischen Effekt haben).

Und ähnliches hoffen ja auch Christen, wenn sie ein Kreuz aufhängen. Die Motive dafür sind sicher individuell verschieden, ich selber hatte dabei die Absicht, an Gott erinnert zu werden. Aber auch das hat ja eine Wirkung, und nicht wenige Christen dürften sich davon auch so etwas wie einen Segen für ihre Wohnung erhoffen.

Und das ist ja dann nicht mehr so weit von der erhofften Wirkung eines Traumfängers.

 

Sehr viel stärker ist mir dieser Aberglaube übrigens im negativen Sinne begegnet: Dass bestimmte Symbole oder Musik Einfallstore für "das Böse" sein können. Was ja im Prinzip das Gleiche ist, nur halt mit umgekehrten Vorzeichen.

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@lucan-7 

Danke.

Sehe ich anders. Aber ich mag es jetzt grad nicht auseinandernehmen und darlegen. Sorry.

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @lucan-7

Sehr viel stärker ist mir dieser Aberglaube übrigens im negativen Sinne begegnet:
Dass bestimmte Symbole oder Musik Einfallstore für "das Böse" sein können.
Was ja im Prinzip das Gleiche ist, nur halt mit umgekehrten Vorzeichen.

Meinst Du, dass das so wäre oder nur, dass Du Menschen kennst, die das glauben?

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@chai 

Meinst Du, dass das so wäre oder nur, dass Du Menschen kennst, die das glauben?

Ich halte das für Unsinn, aber mir sind einige Christen begegnet, die genau das glauben.

 

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @lucan-7

@chai 

Meinst Du, dass das so wäre oder nur, dass Du Menschen kennst, die das glauben?

Ich halte das für Unsinn, aber mir sind einige Christen begegnet, die genau das glauben. 

Es gibt auch Nicht-so-Christen, die das nicht für komplett ausgeschlossen halten.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@lucan-7 

Ich denke, wir können da "einfach" denken. Glaube mit einem Aber versehen, ist Aberglaube (Aber-Glaube). 

Ich glaube, aber nicht alles, was so erzählt wird - auch nicht im frommen Bereich. 

Und der Traumfänger ist sicher abergläubisch - aber ich glaube nicht, dass er mir schaden würde. 

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@chai 

Fehlen da die Smileys? Nicht, dass ich deinen Beitrag falsch verstehe. - Wenn du an den Traumfänger nichts "hängst", also ihn aufhängst, damit er dich vor bösen Träumen beschützt ... 🤷‍♀️

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@chai 

Fehlen da die Smileys? Nicht, dass ich deinen Beitrag falsch verstehe. -

Das liegt an Dir. 

Wenn du an den Traumfänger nichts "hängst", also ihn aufhängst, damit er dich vor bösen Träumen beschützt ... 🤷‍♀️

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen - ich hab keinen Traumfänger, aber meine Töchter fanden diesen 'Indianerschmuck' eine Zeitlang ganz schön. 
Und ich glaube, wenn man diesen Dingen nicht glaubt (oder gar nichts von ihrer Bedeutung weiß), dass sie auch keinen großen Schaden anrichten können. Es sind Dinge.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@chai 

Ja, davon rede ich ja, offenbar nur mit anderen Worten. Danke.

neubaugoere antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 5736

@neubaugoere Ich denke, wir können da "einfach" denken. Glaube mit einem Aber versehen, ist Aberglaube (Aber-Glaube).

(...)

Sie: Glaubst du wirklich, ich könnte sowas tun; ich wäre das gewesen?
Er: Nein. Natürlich nicht, nein. Nein. - Aber es hätte ja sein können.
Sie: Wie jetzt? Traust du es mir nun zu oder nicht?
Er: Nein. - Aber es hätte ja sein können.

Beispiele hinken immer, das ist uns beiden bewusst. Ich hoffe, es wird deutlich, was ich aussagen will.

Mal frank und frei gesagt: Nein, es wird nicht deutlich. Insbesondere ist, falls Dein Beispiel exemplarisch sein soll, Aberglaube, wie Du ihn verstehst, nicht das, was üblicherweise darunter verstanden wird, und sich ja rasch ergoogeln lässt:

Wiki-Eintrag zum Stichwort Aberglaube

Was Du hier lieferst, ist nicht so ganz selten und mitunter unterhaltsam, witzig oder kommod frei von Rechercheaufwand: Man hört einen Begriff (hier: das Wort aber) und beginnt dann mit etymologischem Spekulieren. Wenn dessen Ergebnisse einem dann selbst nicht so recht durchschaubar erscheinen, sucht man noch nach einem veranschaulichenden Beispiel oder bastelt es sich zusammen. (Mache ich selbst öfter so. 🙂 )

Probiere mal, Dein Beispiel und das, was Du mit ihm aussagen willst, mit dem in Übereinstimmung zu bringen, was gemäß dem Wiki-Artikel Aberglaube sei. Ist das deckungsgleich?

In meinen Augen nicht. In Deinem Beispiel haben wir schon gleich am Anfang eine emotional aufgeladene Situation. Er hatte wohl angenommen, Sie habe XYZ getan. Sie ist empört, dass Er überhaupt auf die Idee verfiel, Sie könne XYZ getan haben (XYZ ist also etwas, das sie vermutlich moralisch oder ästhetisch* ablehnt) und sieht in seiner Annahme einen persönlichen Angriff auf ihre charakterliche Integrität, sowas wie eine Unterstellung. Ihre Frage, ob er wirklich glaube, was er eben vermutlich zu glauben erklärte, ist eine rhetorische: Er soll das Erklärte, am besten noch unter Bekundung von Bedauern und Reue, zurücknehmen.

Seine Antwort ergibt sachlich betrachtet keinen Sinn. Allerdings schon unter der Voraussetzung, dass es ihm nicht darum geht, die Frage sachlich zu beantworten, sondern das Verhältnis zu ihr wieder in konfliktfreiere Bereiche zu steuern, ohne sich ihr vollständig zu unterwerfen.

Wäre er mutiger in ihrer Beziehung, so würde seine Antwort lauten: "Ja, ich kann mir durchaus vorstellen, du wärest das gewesen." Das "Aber" braucht er, weil er ihr gegenüber in einer Zwickmühle steckt: Er will, dass sie ihn mag, aber er will, eigentlich schon in den Seilen hängend, doch immer noch auch, dass man den Himmel als blau und Regen als nass bezeichnen, kurz: Selbstverständlichkeiten frei äußern dürfe.

Ihre Nachfrage hätte sie sich schenken können, wenn's ihr um die Sachebene ginge. Er traut "es" ihr zu, aber er hat Angst, es deutlich zu sagen. Er hat in diesem Fall vor ihr Angst, bzw. vor den Konsequenzen für ihr Verhältnis zueinander, wenn er frei heraus spricht. (Sie ist übrigens - so ganz unter uns Beziehungsgeschädigten gesagt 😉 - jemand, mit der ich keine Beziehung haben wollte. Er wiederum ist ein jämmerlich-ängstliches Würstchen, und ich kann nachvollziehen, dass sie ihn verachtet und sich mit ihrer Nachfage an seinem Unwohlsein labt. Die beiden verdienen einander. 😀 )

Mit Aberglaube - zumindest, wenn wir mal den verlinkten Wiki-Artikel als Grundlage heranziehen, hat diese Inquisitionssituation freilich nichts zu tun. 

Allerdings gab und gibt es vermutlich ähnlich verlaufende Inquisitionssituationen hinsichtlich tatsächlichen und unterstellten Aberglaubens: Wenn die Mächtigen, deren Ideologie herrscht, Ohnmächtige inquirieren, die von der Ideologie abweichende Behauptungen vertreten:

Sie (die Kirche): "Glaubst du wirklich, die Erde würde um die Sonne kreisen?"

Er (der empirisch arbeitende Astronom): "Naja, ich kann's nicht beweisen und es erscheint zugegebenermaßen beim ersten Überdenken kontraintuitiv und ich will daher nicht nicht mit absoluter Bestimmtheit ohne Irrtumsvorbehalt behaupten, es sei so... Aber es könnte ja sein (denn irgendwie belegen keine Beobachtungen des Gegenteil)..."

Sie: "Wie jetzt? Steht nicht geschrieben XYZ? Bezichtigst du kleiner Wicht ernsthaft GOTT, beziehungsweise, was ja auf dasselbe hinausliefe, UNS, die Stellvertreter GOTTES auf Erden der Lüge ?"

Er: "Nein. Aber es könnte ja sein, dass er, ... oh, sorry, also ER mit dem Geschriebenen etwas anderes meinte oder dass das, was da geschrieben ist, gar nicht direkt sein-... - äh - SEINER Feder entsprang, oder..."

Sie: "Schweig Unwürdiger! Das ist gefährlicher Irr- und Aberglaube. Ab mit dir auf den Scheiterhaufen, WIR brauchen wohl wieder mal ein Exempel für UNSERE Schäfchen, wohin sowas führt!"

 

 

 

 * Nicht Ihr Style - ganz gewiß nicht ihr Style! - vor dem roten Bettbezug orangene Bettvorleger zu drappieren. Ein Wahnsinn sowas. Das kann nur die Putzfrau gewesen sein, wer käme auf die abenteuerliche Idee, Ihr so eine Sünde wider den guten Geschmack zuzutrauen? Letzte Woche noch hatte sie doch in seinem Beisein erklärt, dass ihre Ex-Freundin deutliche Anzeichen von Geisteskrankheit und Verwahrlosung zeige, zu ihren rotblonden Haaren ein Rotes Tuch zu tragen. Geht gar nicht! Da sieht man mal, wie wenig Er zuhört, wenn Sie wichtige Informationen teilt! Woraus sich messerscharf folgern lässt, dass seine Wertschätzung ihrer Person nichts als hohle Pose sein kann!

jack-black antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@jack-black 

Danke, dass du mir deine Zeit gewidmet hast. 🙂

neubaugoere antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@lucan-7 

„Aber“-Glaube, was heisst aber?
„Aber-„ bezeichnet,
ausgehend von der wiederholenden Funktion, das Gegenteil oder unechte Gegenstück des im Grundwort genannten Begriffs.

Also, aus christlicher Sicht, und so schreibe ich hier, ein unechter Glauben. Schwarze Katzen bringen Elend, ich schlafe im Hotel nicht in Zimmer 13 und ich handle nach meinem Tageshoroskop aus der Regionalzeitung.

rosanne antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@rosanne 

Also, aus christlicher Sicht, und so schreibe ich hier, ein unechter Glauben. Schwarze Katzen bringen Elend, ich schlafe im Hotel nicht in Zimmer 13 und ich handle nach meinem Tageshoroskop aus der Regionalzeitung.

Es gibt aber wohl tatsächlich Leute, die ernsthaft an so etwas glauben. Mir sind da Leute begegnet, die sich ernsthaft mit Horoskopen und Tarotkarten beschäftigen.

Das ist ja dann auch ein "echter Glaube".

lucan-7 antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@lucan-7 Genau. Aus ihrer Sicht ist es das. Wenn sie sich selbst nicht als christlich betrachten. 

Und aus christlicher Sicht, aus der ich hier schreibe, ist es ein Aber-Glaube.

rosanne antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667

@rosanne Wobei die Sache mit der schwarzen Katze (die ja tatsächlich Unglück bringen kann - z.B. wenn man eine Maus ist) und der Nummer 13 ja auch offiziell als 'Aberglaube' betrachtet wird.

chai antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@chai

Arme Maus …. hoffentlich glaubt sie nicht, dass nur schwarze Katzen Unglück bringen.

😆

 

rosanne antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667

@rosanne Oder nur, wenn sie von links nach rechts laufen - oder umgekehrt, was weiß ich.

chai antworten
Anna
 Anna
Beiträge : 9

@Rosanne

Viele Dinge kommen wohl von unterschiedlichen Glaubensausrichtungen. Untergruppen jeglicher Art. Als ich mich auf die Suche begann, das verstehen zu wollen, sah ich erst mal, wer und was sich alles Christ nennt. Fängt schon damit an, dass viele die Bibel anders deuten, zum Teil nicht mal richtig kennen.

Bei so einigen Christen frage ich mich, wie ist das mit der Bibel vereinbar? Mir ist nur eines klar geworden, nicht da wo Christ draufsteht, ist auch ein Christ drin und jeder hat ein völlig anderes Bild. Für mich sind viele Dinge einfach nur menschlicher Natur, nicht mehr.

Es ist nicht nur der Aberglaube, es fängt schon damit an, dass die Existenz Gottes nicht wissenschaftlich bestätigt, noch widerlegt werden kann.

Für mich hat Gott nur was mit der Bibel zu tun und mit sonst nichts. Doch das sieht wohl auch jeder anders. Fragen wir und doch mal, woher kennen wir Gott, Jesus?

Ich mache mir da keine Sorgen, denn der Aberglaube ist nur eine Form von dem was ich in dieser Welt sehe, wo bei mir ein großes ? aufkommt. Mir stehen bei vielen Dingen die Haare zu Berge.

Die Grenze in allem ist sehr schmal, der Unterschied liegt oft darin, dass das eine akzeptiert wird, während das andere abgewertet betrachtet wird.

anna antworten
1 Antwort
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@anna Es stimmt, dass es Christen in verschiedenster Ausprägung gibt, von vielen kann man etwas lernen und andere müssen noch viel lernen.

Ich wage mich nicht an eine Definition von „Christen“.
Aber ein paar Sachen sollten sie doch gemein haben (meine Auflistung ist gewiss nicht komplett):

1) Sie wissen nicht, sondern sie glauben.
2) Sie glauben an einem Gott als Schöpfer.
3) Sie glauben, dass dieser Gott uns liebt und unser Tun hier auf Erde verfolgt.
4) Sie glauben, dass Jesus derjenige war und ist, der von Gott zu uns Menschen geschickt wurde um uns von Sünden zu befreien, und so ein freies Leben zu ermöglichen.
5) Sie glauben, dass Jesus uns ganz klare Anweisungen für unser Zusammenleben mit Gott und unseren Mitmenschen gegeben hat
6) Und sie glauben, dass diese Anweisungen grossartig und umfassend (genug) sind, damit wir unsere Lebensentscheidungen, klein oder gross, in seinem Sinne treffen können.

Beim Letzten hapert‘s denn wohl, wenn Aber-Glaube eine Chance oder gar Überhand bekommt.

Aber auch wenn‘s bei einigen Punkten nicht ganz klappt, also man das alles doch nicht so recht glaubt, dann darf man sich doch zumindest Christ-Azubi nennen?

Also, angenommen wir alle, die sich Christ nennen, sind Christ-Azubi‘s. Darf man sich selbst dann noch Christ-Azubi nennen, wenn man glaubt, dass es gut ist, Menschenleben zu verachten und zerstören, Fremde zu verjagen und zu verteufeln, Sektenführer zu gehorchen anstatt Jesus zu folgen? Oder wenn man das alles sogar aktiv mitmacht?

Jetzt melde ich mich kurz ab, muss meine Tochter abholen.

rosanne antworten


Anna
 Anna
Beiträge : 9

@Rosanne

Wage mich auch nicht eine Definition von Christen abzugeben. Doch das ist doch der Grund, warum es so ist, wie es ist. Weil jeder für sich glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben. Wie ich schon sagte, viele kennen nicht mal die Bibel oder verstehen sie nicht. 

"Du sollst nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen". 5. Mose 4:2. Somit gibt es für mich kein "gemein" sondern, die Betonung darauf, dass das Wort Gottes vollständig zu akzeptieren und zu befolgen ist. Doch dazu muss ein jeder diese erst gelesen haben.

Glauben alleine ist die Voraussetzung, doch ohne Vertrauen, bringt der ganze Glaube nichts. Es bedeutet, sich bewusst zu sein, darauf, dass Gott hält, was er verspricht. Seine Zusagen in der Bibel für uns. Sicher, denn sonst würde es keinen Sinn machen, jemand zu bitten, an dessen Existenz jemand nicht glaubt.

Wenn Gott liebt, dann vergibt er auch allen, egal was sie tun. Im Grunde ist das schon an Golgatha geschehen. Es liegt nur an uns, diese Gnade, Geschenk anzunehmen. Der freie Wille! Es gibt nur eine Sünde die nicht vergeben wird. Alle Sünde und Lästerung werden den Menschen vergeben, aber die Lästerung gegen den Heiligen Geist wird nicht vergeben. Matthäus 12,31.

Frei, auch da habe ich schon gesehen, dass das missverstanden wurde. Frei von Sünde, die jedoch erst möglich ist, wenn wir Jesus annehmen, unsere Sünden bereuen und umkehren und nicht so weiter machen wie bisher. Oft bekennen sich welche zu Jesus ohne sich dessen bewusst zu sein um was es geht. Sie sind mit dem Mund dabei, jedoch nicht mit ihrem Herzen.

Die Bibel, doch wer wird dem gerecht? Der eine Abergläubische oder ein anderer mit einer anderen Sünde? Gott ist so groß, dass ich mir nicht anmaßen würde, das alles zu verstehen.

Nicht nur da hapert´s. "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" Johannes 8,7. Römerbrief 3 "Es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Eine klare Aussage, der allgemeinen Sündhaftigkeit der Menschheit, die hier beschrieben wird. Welche Sünde wiegt schwerer? Wer will das beurteilen? Wir, die Sünder? "Urteilt nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." Matthäus 7,1.

Vielleicht einfach in Geduld aufklären, ggf. davon Abstand nehmen und nicht ins Urteilen kommen. Lukas 5:32, "Ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr zu Gott zu rufen und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten." Matthäus 6,14-15, "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater euere Verfehlung auch nicht vergeben." 

Hebräer 10 "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein Schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifers des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird." 

Hier ist klar ersichtlich, dass ihnen die Wahrheit wohl nicht klar war, also nicht wiedergeboren waren, denn sonst würden sie das nicht mehr tun oder wissentlich nicht mehr tun. Gottes Geduld ist unendlich und seine Gnade groß. Doch wie ist das bei Menschen? Liebe, Geduld, Vergebungsbereitschaft, Aufklärung - all das ist recht begrenzt bei uns.

Ich sehe es so, dass wir nicht in die Hölle fahren, wenn wir Jesus Christus annehmen, das ewige Leben haben. Doch das Gericht Gottes uns trotzdem erwartet. Das ist meine persönliche Meinung. Denn sonst wäre Jesus umsonst gestorben unserer Übertretungen wegen - denn ich kann mir nicht vorstellen, wer nachdem er die Wahrheit erfahren hat wirklich sündenfrei bleibt. Wir waren alle Sünder und werden immer Sünder bleiben. Bewusst oder unbewusst. 

Doch Gott ist nicht nur Liebe, sondern auch Gerechtigkeit. 

Veröffentlicht von: @rosanne

Also, angenommen wir alle, die sich Christ nennen, sind Christ-Azubi‘s. Darf man sich selbst dann noch Christ-Azubi nennen, wenn man glaubt, dass es gut ist, Menschenleben zu verachten und zerstören, Fremde zu verjagen und zu verteufeln, Sektenführer zu gehorchen anstatt Jesus zu folgen? Oder wenn man das alles sogar aktiv mitmacht?

Denkst du, diese Regeln gelten nur für Christen? Welches Land meinst du? Unseres oder andere? Das gibt es auf der ganzen Welt im Kleinen wie im Großen. Auf dieser Welt gelten weltliche Gesetze. Ich kann auch nicht tun und lassen was ich will. 

Wenn jemand einem Sektenführer gehorcht, ist es seine Sache. Der freie Wille. Gott zwingt niemand, der wartet geduldig Für dich ist es wahrscheinlich falsch. Kenne auch so Fälle, es ist besser zu beten und die Menschen zu segnen. Du denkst sehr menschlich, weniger göttlich. 

Epheser 6:12-17, "Wir kämpfen ja nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen dämonische Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis, gegen die bösartigen Geistwesen in der unsichtbaren Welt. Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht! Steht also bereit: die Hüften umgürtet mit Wahrheit, den Brustpanzer der Gerechtigkeit angelegt, die Füße mit der Bereitschaft beschuht, die gute Botschaft vom Frieden mit Gott weiterzutragen. Greift vor allem zum Großschild des Glaubens, mit dem ihr alle Brandpfeile des Bösen auslöschen könnt. Setzt auch den Helm der Gewissheit eures Heils auf und nehmt das Schwert des Geistes, das Wort Gottes, in die Hand!"

anna antworten
3 Antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@anna 

Du schreibst sehr wahre und schöne Sachen. 
Wir haben es in dieser Welt mit bösen Kräften zu tun. Wir dürfen und müssen mit Gottes’ Grosschild des Glaubens immer wieder dagegen kämpfen, wir werden Fehler machen, jeden Tag wieder, und wenn wir in Jesus‘ Namen umkehren und um Vergebung bitten, dürfen wir auf Vergebung hoffen. Immer wieder.

Ja, ich denke menschlich, weil ich nunmal nicht göttlich bin. Wir bemühen uns, zumindest Jesus-ähnlich zu werden, das ist aber ein sehr schmaler und anspruchsvoller Weg, auf dem wir immer wieder stolpern.

Der Artikel von dem ich anfänglich sprach, handelte mitunter von der überdurchschnittlichen Abergläubigkeit religiöser Christen, es war von mehreren Ländern die Rede, insbesondere aber von den USA. Diese Menschen seien gemäss der Studie signifikant „anfällig“ für Aberglauben. 
Da ist der Sprung zu den sogenannten Evangelikalen, mit ihrer blinden Nachfolge eines menschenverachtenden „Führers“ und mit ihrer Unterstützung von lebenszerstörender Ausgrenzung unschuldiger Menschen, nicht gross.

Und ich bin irritiert, dass diese Menschen sich  damit brüsten, aufrichtige und wohlerschaffene Christen zu sein, obwohl sie ganz offensichtlich derzeit das Gegenteil tun von dem, was Jesus uns vorgelebt hat. Sie sind geblendet, glauben an etwas, dass nicht dem christlichen Glauben entspricht, ja, sie sind abergläubig. Und kennen, wie du sagst, @Anna, die Bibel offenbar nicht, oder nur selektiv.

Ich habe nicht gesagt, dass diese Menschen nicht eines Tages zur Einsicht kommen, ihre Fehler eingestehen, um Vergebung bitten, und diese auch erhalten. Das ist zu wünschen und hoffen, darum können wir beten, das alles liegt nur in Gottes Hand. 

Meine Frage war, ob Christen abergläubisch sein können… was fehlt ihnen, dass sie das brauchen? Aus meiner Sicht gilt es, dagegen zu kämpfen. Mit Gottes Hilfe. Da ansonsten aus meiner Sicht das Christsein ins falsche Licht gerückt wird, gefälscht wird. Und das betrachte ich als Ungut.

Gute Nacht.

 

rosanne antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2145

@rosanne 

Der Artikel von dem ich anfänglich sprach, handelte mitunter von der überdurchschnittlichen Abergläubigkeit religiöser Christen, es war von mehreren Ländern die Rede, insbesondere aber von den USA. Diese Menschen seien gemäss der Studie signifikant „anfällig“ für Aberglauben.
Da ist der Sprung zu den sogenannten Evangelikalen, mit ihrer blinden Nachfolge eines menschenverachtenden „Führers“ und mit ihrer Unterstützung von lebenszerstörender Ausgrenzung unschuldiger Menschen, nicht gross.

Das sind zunächst mal deine ganz persönlichen Schlussfolgerungen und Vermutungen. So steht das in dem Artikel nicht direkt drin.

Dort geht es um zwei Länder, nämlich Israel und die USA.

Über Israel heißt es:

In Israel waren zudem Frauen offener für solche Praktiken und Überzeugungen. Zudem zeigte sich hier ein Zusammenhang mit Religiosität und eher rechts-konservativen Ansichten, während höhere Bildung eher vor Aberglaube bewahrte.

Und über die USA:

In den Daten aus den USA fanden sich hingegen keine Hinweise auf einen Geschlechtereffekt. Auch die politischen Überzeugungen sowie der Bildungsgrad standen in keinem Zusammenhang mit dem Glauben an übersinnliche Kräfte – anders als Religiosität, die auch in den USA ein relevanter Faktor war.

Du machst daraus rechts-konservative US-evangelikale Trump-Wähler, die besonders abergläubisch seien. Das ist ein bisschen weit hergeholt.

miss-piggy antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

 

Veröffentlicht von: @miss-piggy
 

Da ist der Sprung zu den sogenannten Evangelikalen, mit ihrer blinden Nachfolge eines menschenverachtenden „Führers“ und mit ihrer Unterstützung von lebenszerstörender Ausgrenzung unschuldiger Menschen, nicht gross.

Das sind zunächst mal deine ganz persönlichen Schlussfolgerungen und Vermutungen. So steht das in dem Artikel nicht direkt.

Veröffentlicht von: @miss-piggy
Du machst daraus rechts-konservative US-evangelikale Trump-Wähler, die besonders abergläubisch seien. Das ist ein bisschen weit hergeholt.

Ich behaupte auch nicht, dass dies direkt so im Artikel steht.  Ich schreibe ja, wie hier fettgedruckt: „Da ist der Sprung (…) nicht gross“.

Ausserdem behaupte ich auch nicht, dass es im Artikel um Christen geht. Das leite ich ja deutlich selber ab, wenn ich schreibe:
 
“Religiös (egal welche Religion) ist nicht zwingend gläubig. Da insbesondere in den USA der Aberglaube gemäss erwähnter Studie eindeutig mit Religiosität zusammenhängt, ist da wohl von „Christen“ die Rede.
 
Ja, selber abgleitet, aber nicht aus der Luft gegriffen. Denn das Thema „Aberglaube unter Christen“ ist überhaupt nicht neu, es gibt dazu jede Menge Literatur. Wie ich hier auch bereits in einer Antwort schrieb.
Ich werde anschliessend nochmal den Link dazu geben. Es ist ab und zu etwas unübersichtlich, was wo steht und wer wann antwortet.
 
Der Artikel ist klar ein Aufhänger, ein Auslöser, ein Türöffner für eine Diskussion über ein Thema, das mich und offenbar auch andere interessiert. Ich finde die Beiträge hier toll, danke euch allen!
rosanne antworten
lhoovpee
Beiträge : 3485

@rosanne

Geht der Link nur bei mir nicht? Ich komme nur auf die Startseite von der SZ. 

 

 

Edit: Ah, die Software hat die Klammer und den Doppelpunkt versehentliche mit rein gepackt; hier die korrekte Link: https://sz.de/li.3292766  

lhoovpee antworten
1 Antwort
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 84

@lhoovpee 

Danke für die Korrektur!

rosanne antworten


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