Abergläubische Christen?
Der aufgezeigte, und zweifellos wissenschaftlich belegte, Zusammenhang „Aberglaube-Frau-rechtskonservativ-religiös“ erstaunt nicht (ausser „Frau“ 😉), macht für mich aber keinen Sinn.
Je nachdem wie man Aberglaube definiert, könnte man auch religiöse Praktiken als solche Bezeichnen, Gebet oder Segen als positiven Einfluss auf den Alltag, muss für einen nicht gläubigen wie Aberglaube vorkommen.
Aber ganz grundsätzlich sehe ich eine fromme Form des Aberglaubens, à la; ich habe heute keine Stille-zeit gemacht, darum gelingt mir heute nichts und es liegt kein Segen auf mir.
Aber ganz grundsätzlich sehe ich eine fromme Form des Aberglaubens, à la; ich habe heute keine Stille-zeit gemacht, darum gelingt mir heute nichts und es liegt kein Segen auf mir.
Ganz ausgezeichneter Hinweis, wie subtil sich Aberglaube und magisches Denken reinschleichen kann.
Der aufgezeigte, und zweifellos wissenschaftlich belegte, Zusammenhang „Aberglaube-Frau-rechtskonservativ-religiös“ erstaunt nicht (ausser „Frau“
), macht für mich aber keinen Sinn
Es ist von einer Studie die Rede. Ist dieser Zusammenhang nun deshalb wirklich "zweifellos wissenschaftlich" belegt?
Macht mir, als christliche, politisch neutrale, nicht-abergläubische, bekennende Frau weiblichen Geschlechtes sogar grosse Sorgen.
Dann hat die Süddeutsche Zeitung ja wohl ihr Ziel erreicht, wenn du dir deswegen grosse Sorgen machst. 🙂
Und wenn die Begriffe „christlich“ und „Aberglaube“ und sogar „rechts-konservativ“ im gleichen Satz genannt werden
Es erschliesst sich für mich nicht, welcher Mehrwert die Erkenntnis einer solchen Korrelation (es ist aber ja doch bloss vom Resultat einer Studie die Rede) nun haben soll. Rechts-konservative tendieren eher dazu abergläubisch zu sein - und nun?
Gestern las ich in der Gratiszeitung 20min.ch, dass Männer, bei denen der Ringfinger länger ist als der Zeigefinger, eher von Haarausfall betroffen seien. (Da haben wir wohl wieder so einen wissenschaftlichen Beleg!). 🙂 ... oder: und täglich grüsst eine neue "wissenschaftliche" Studie aus den USA.
Das Narrativ der westlichen Massenmedien ist derzeit ja das: christlich und rechts-konservativ (aus ihrer Sicht beides etwa dasselbe) gleich eher nicht so gut. Frauen passen da wirklich nicht ins gewohnte Schema. Vielleicht eine implizite Aufforderung an Frauen, in Zukunft weniger abergläubisch zu sein, wenn sie nicht zu dieser "unrühmlichen" Gesellschaft dazugezählt werden wollen?
Wer Gott als genialer Schöpfer sieht, der hat doch Urvertrauen und eine klare Sicht … und braucht doch gerade KEINEN Aberglauben?
Da gebe ich dir recht, das sollte so sein. Aber in der Praxis ist es womöglich so, dass Religiöse eher zu Aberglauben neigen, weil sie von der Vorstellung geprägt sind, dass externe Kräfte, Mächte oder Konstellationen auf den Menschen Einfluss haben können. Aber eine Funktion des christlichen Glaubens wäre ja gerade die, Menschen von solch unbegründeten Ängsten zu befreien.
Natürlich ist der besagte Artikel nur der Aufhänger für diese Diskussion, und die USA ein aktuelles Beispiel der Gefahren einer blinden Nachfolge aus christlicher Sicht zweifelhafter „Glauben“. Die Thematik ist alt und es wurde viel darüber geforscht. Es ist nicht an mir, hier alle möglichen Studien zu erwähnen. Ein kleiner Überblick: (Achtung, die Formatierung wird wohl wieder unübersichtlich:)
- Patrick Hersperger: Kirche, Magie und „Aberglaube“. Superstitio in der Kanonistik des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Forschungen zur kirchlichen Rechtsgeschichte und zum Kirchenrecht. Band 31. Böhlau, Köln 2010, ISBN 978-3-412-20397-9.
- Dieter Harmening: Superstitio. Überlieferungs- und theoriegeschichtliche Untersuchungen zur kirchlich-theologischen Aberglaubensliteratur des Mittelalters. Schmidt, Berlin 1979, ISBN 3-503-01291-5. Zugleich Philosophische Habilitationsschrift Würzburg.
- Plutarch von Chaironeia: Über den Aberglauben. Nach Hans-Josef Klauck: Religion und Gesellschaft im frühen Christentum. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2003, ISBN 3-16-147899-1, S. 15 ff.
- WELT: Psychologie: Aberglaube bald stärker als Gottesglaube. In: Die Welt. 11. März 2009 (welt.de [abgerufen am 29. Oktober 2022]).
- Prüller-Jagenteufel, G. (2021). Glaube und Aberglaube in der Corona-Krise. Religion betrifft uns, 2021(3), 9-10.
- , 9-10.
@Rossane
Nicht meine Worte, sondern, die des Herrn, das Wort Gottes.
Genau das erkannte ich erst, als ich die Bibel las. Dass wir hier nicht gegen Menschen kämpfen, sondern, dass es dämonische Mächte und Gewalten sind. Die, die Menschen zu dem verführen. Egal auf welche Art und Weise. Gott hasst nicht den Menschen, sondern die Sünde. Egal welche.
Auch Christen werden immer mit Widerstand zu kämpfen haben. Jesus "kämpfte" auch nicht gegen seine Widersacher an. Er klärte auf, ruhig, demütig, manchmal auch forsch, wie in dem Tempel, wo er alle Tische umstieß. Doch in erster Linie sollte das Gebet unsere Waffe sein. Dankgebete, Lobpreis, Bittgebete. Das Gebet ist eine Verbindung zu Gott. Uns mangelt es an Vertrauen. Das wollten wir stärken, das Vertrauen in unsere Gebete und die Zusagen, die Gott uns gab. Bei allem dürfen wir nicht den freien Willen der anderen vergessen.
1. Thessalonicher 17-22: "Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Den Geist dämpft nicht! Die Weissagungen verachtet nicht! Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!", "Alles, was ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteilwerden." Markus 11,24.
Sicherlich sind wir hier auf Erden Menschen, doch wir sind auch die Ebenbilder Gottes und somit auch göttlich. 1. Mose 1,27: "So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild, und er schuf sie als Mann und Frau.
Es mag schon sein, dass die Menschen in den USA, da besonders "anfällig" sind. Doch schaue dich bei uns um, der Glaube wird immer kleiner, statt größer. Das ist anders, bestimmt nicht besser.
Auch bei uns gibt es Christen, die in die Kirche gehen und für Sünde anfällig sind, Aberglaube oder Irrglaube. Da ist ein Kind krank, geht aber trotzdem zu einem Gesundbeter, Heiler. Das ist genauso ein Aberglaube. Sie glauben nicht, dass Gott ihnen helfen kann, doch ein Mensch oder wer auch immer hinter dieser Kraft steht. Einmal las ich vom christlichen Yoga, da musste ich fast lachen, obwohl das nicht zum Lachen ist, sondern eine traurige Sache.
Denke, die in Amerika machen das offener und bei uns wird vieles im Geheimen gemacht. Deshalb ist es nicht weniger da, als bei ihnen. Auch hier wurden Menschen ausgegrenzt, wenn sie einer bestimmten Religion nicht angehörten. Das ist noch nicht so lange her. Vielleicht 50 Jahre. Auch heute sehen viele sich ausgegrenzt und bestehen auf Segnungen und Eheschließungen, die so in der Bibel nicht vorkommen, sogar abgelehnt werden.
Ich denke, dass es so kommen kann, wie in Amerika. Wo in einer Straße dann 25 Kirchen existieren mit verschiedenen Glaubensrichtungen, wo manchmal eine Gemeinde aus fünf Mitgliedern besteht.
Die Bibel zu kennen ist eine Sache, wie sie jeder auslegt noch eine ganz andere. Wo ich das erste Mal die Bibel las, fragt ich mich, wieso habe ich bei den Katholiken nie eine Bibel gehabt bzw. wurde nie vollständig gelesen. Weil halt, das was in der Bibel steht und das wo zum Teil die katholische Kirche vertritt, nicht gleich sind. Das war sehr ernüchtern, das zu erkennen. Niemand hat mich darauf hingewiesen. Weder meine Eltern, noch der Pfarrer, noch sonst wer.
Doch ich habe meinen Frieden damit geschlossen und lasse jedem seinen Glauben. Wie ich sagte, es ist besser zu beten, die Worte aus der Bibel, als sich jemand blind anzuschließen. Viele denken, ihre Religion, etc. ist die wahre. Nicht nur in Amerika, sondern überall. Doch in der Bibel las ich nichts von Religion und Kirche. Die Gemeinde, also alle Christen, nicht ein Gebäude oder sonst was.
Mir sagte jemand, weil die und jene Person ihre Religionszugehörigkeit abgelehnt haben, wäre ihre Seele verloren. Andere tief Gläubige, zogen an einer Beerdigung über einen Verstorbenen her. Jemand wo sehr viel Wert legte in die Kirche sonntags zu gehen, verheiratet war, bekam ich sexuelle Angebote. Ich sehe hier nur menschliches Verhalten, verleitet vom Unguten und sie alle nannten sich Christen, gläubige Christen. Doch sind wir nicht alle schon in so Situationen gewesen?
In der Bibel steht Ehebruch ist eine Sünde. Als ich die Bibel weiterlas, las ich, dass nicht nur die Tat eine Sünde ist, sondern schon alleine der Gedanke daran. Also das gilt für alle Gebote. Wer soll da noch bestehen? Niemand! Darum kam Jesus und nahm für uns am Kreuz, alle Sünden auf sich, weil Gott sah, wir schaffen es nicht alleine, wir sind alleine zu schwach. Denn vor Gott kann nur jemand bestehen, der ohne Sünde ist und durch Jesus Christus sind wir von der Sünde befreit. Matthäus 5:28 "Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen."
Ich kannte auch lange die Bibel nicht und dachte, ich bin ein guter Christ. Heute wundert mich nichts mehr. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass viele da hineingeboren werden oder sie unter Gemeinschafts"zwang" stehen durch andere. Nicht jeder hat die Kraft und den Mut, dem entgegen zu treten.
Ja, Christen können abergläubisch sein. Was ihnen fehlt. Denke, Erkenntnis, vielleicht auch Vertrauen und Glauben. Viele sind vielleicht einsam und möchten ihr Umfeld nicht missen und so geraten sie da rein oder laufen mit. Viele suchen Halt und finden ihn dort. Fürbitten. Sehe ich auch bei anderen Religionen, Glaubensrichtungen. Alles schon dagewesen. Hier vermischen sich auch viele Glaubensrichtungen, sie treten gemeinsam auf, glauben jedoch an etwas anderem. Sollten wir nicht erst bei uns schauen, bevor wir nach dort schauen?
Wie gesagt, der beste Kampf ist wohl nur das Gebet, die Bibel zu lesen und sich so mit Gott zu verbinden. Das Christsein ist schon lange ins falsche Licht gerückt. Die Glaubenskriege im Namen Gottes und vieles mehr. Nicht nur dort, sondern auch bei uns.
Schaue dir hier mal die Liste an und denke mal darüber nach, wie da ein Suchender die richtige Entscheidung trifft?
https://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland
Hier fällt mir Matthäus 7,3 ein: "Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr, den Balken in deinem Auge? Das nicht auf dich bezogen, sondern wir haben hier in unserem Land genug eigene Probleme, was dieser "Aberglaube" bei Christen anbelangt.
Laut Studien sind insbesondere Frauen, religiöse Menschen sowie solche mit eher rechts-konservativen Ansichten anfällig. Auch Ängstlichkeit, Intoleranz gegenüber Ungewissheit und ein intuitiver statt analytischer Denkstil korrelieren laut Studien mit einem Hang zu übersinnlichen Praktiken und Überzeugungen.“
Ich denke nicht, dass die Studie „nur“ den Aberglauben betrifft.
Ich weise alle Merkmale bis auf die rechts-konservative Ansicht auf (und dass ich von mir denke, auch analytisch und nicht nur intuitiv zu denken….aber das kann ja auch falsch sein). Aber ich finde, da muss man „Glauben“ auch dazu zählen und nicht nur den Aberglauben. Auch beim Glauben an Gott geht es mEn eben um den Glauben an etwas Übernatürliches, Übersinnliches, Transzendentes, an Gott eben. Und ein Gebet um Beistand, Hilfe, Rat, Bewahrung oder Kraft/Gelingen ist ja eindeutig das Vertrauen in eine andere Autorität als meine eigene. Aber das tut die Studie ja schon dadurch, dass sie religiöse Menschen auch als „anfälliger “ ausweist.
Ich muss Lucan7 insofern recht geben, dass es unerheblich ist, ob man an die „Kraft des vierblättrigen Kleeblattes“ glaubt oder an Gott - es soll ja im Prinzip beides das Gleiche bewirken. Als gläubiger Mensch ist es aber so unverständlich, warum ich das tun sollte.
Wenn ich an die Existenz Gottes glaube, dann kann ich einfach an nichts anders glauben, denn alles andere ist ja „Geschaffenes“ und nicht der Schöpfer….wieso sollte ich das also tun? Das ist als würde ich bei einem Buch die Buchstaben verehren und nicht den Autor, der es geschrieben hat…ein völlig absurder Gedanke.
ob das Ergebnis ein anderes wäre, wenn es nicht christliche, sondern von mir aus muslimische oder jüdische oder anderswie gläubige Menschen wären.
Apg 10,34-35
Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.
Ich würde sagen: das ist egal. Da steht „aus jedem Volk“. Also könnte der Glauben überall der gleiche sein.
(Ich weiss nur nicht wie das zusammengeht mit:
„Es kommt keiner zum Vater denn durch mich.“)Joh 14,6
Aber darüber mach ich mir heute keine Gedanken mehr…🥱😌
@stern Ich meinte, ob es in anderen Religionen weniger von dem gibt, was wir als 'Aberglauben' bezeichnen.
Z.B. ob man da nicht auch ein Glaubenssymbol trägt, das vor Unglück bewahren soll oder bestimmte Zahlen- und Zeichenkombinationen als Autokennzeichen haben will, weil das 'gute' Zahlen sind ...
Solche Dinge sind doch nicht christlich-gläubigen Personen vorbehalten.
hm, also was ich dazu sagen kann, ist dass sowohl in der islamischen als auch in der jüdischen Mystik Zahlen eine Rolle spielen, jedem Buchstaben wird ein Zahlenwert zugeordnet, um dann aus deinem Namen eine abgeleitete Bedeutung? Omen? was auch immer herauszulesen. In der Bibel gibt es wiederkehrende Zahlen mit bestimmter Bedeutung, die Abmessungen des neuen Jerusalems nicht zu vergessen…ich kenne ihre Bedeutung nicht, aber das ist schon sehr bewusst gestaltet -ob man dazu jetzt „Aberglauben“ sagen kann? Eher nicht, denn ich vermute da wird einfach nur probiert die göttliche Ordnung in Zahlen zu transportieren. Dann kenne ich noch das „Kaffesatzlesen“ aus dem arabischen Raum, das nach meiner Beobachtung fester Bestandteil dieser Kultur ist. Insgesamt würde ich sagen, scheint es als würden andere Religionen da entspannter damit umgehen.
Ein Prophet war zumindest im Judentum ein „Mann Gottes“, bei uns würde so ein Mensch einen sehr schweren Stand haben, um es mal vorsichtig zu formulieren. Wir sind sehr verschlossen, denke ich, allem „Unerklärlichen“ gegenüber.
„Der Islam lehrt, dass es streng verboten ist, sich auf Aberglauben zu verlassen oder jemand anderem als Allah Macht zuzuschreiben. Der Koran und die Hadithe betonen, dass nur Allah die Kontrolle über Ereignisse und deren Ausgang hat. Andere mit Allahs Macht in Verbindung zu bringen, gilt als Schirk (Allah Partner zur Seite stellen), was eine schwere Sünde ist.“
Al-Imran (3 „Wenn Allah euch hilft, kann euch niemand besiegen. Und wenn Er euch verlässt, wer kann euch nach Ihm helfen? Und auf Allah (allein) sollen die Gläubigen vertrauen.“
Sahih Muslim (Hadith 2225): „Wer ein Amulett trägt, dessen Bedürfnisse möge Allah nicht erfüllen.“
Uiii, das tönt alles nicht so entspannt. Verboten sind offenbar:
- Feng Shui
- Astrologie
- Numerologie
- Omendeutung : Der Glaube, dass bestimmte Tiere, Gegenstände oder Ereignisse Glück oder Unglück bringen können. Zum Beispiel eine schwarze Katze sehen oder einen Spiegel zerbrechen. Der Islam lehrt, dass nichts ohne den Willen Allahs geschieht, und das Vertrauen auf solche Zeichen ist unbegründet.
- Amulette und Talismane : Verwendung von Gegenständen, denen magische Kräfte zugeschrieben werden, um vor Schaden zu schützen oder Glück zu bringen. Der Islam verbietet die Verwendung von Amuletten streng, da sie das Vertrauen von Allah ablenken.
- Wahrsagen
- Glaube an die unabhängige Macht von Dschinn und Geistern
- Reiki
Das ist klare Sprache. In der Bibel gibt es gewiss ähnliche Richtlinien. Ich mache mich mal auf die Suche. Oder kennt hier jemand entsprechende Bibelstellen?
Vielen Dank erstmal dafür.
Ja, für uns gibt es da in der Bibel auch einiges. Was, müsste ich auch erstmal nachschauen…einfallen tut mir
-keine Zeichen (zB Tatoos) für Verstorbene einritzen -keine Wahrsagerei
Bei uns gibt es ja das Handauflegen…das könnte man ja auch als „Reiki“ interpretieren, oder?
Nein. Bei Reiki wird eine "kosmische Kraft" per Handauflegen vermittelt, so die Vorstellung. Im Christentum wird die Wirkung der Auferstehungskraft des Heiligen Geistes beim Handauflegen erwartet.
Das sind zwei verschiedene Quellen.
@rosanne Gott ist die Realität, alles was sich in der Wirklichkeit abspielt, hat Gott erschaffen, auch Ereignisse, die wir nicht wahrnehmen können, und sich unter Umständen jenseits unserer Wahrnehmungsfähigkeit abspielen. Das zu trennen von esoterischem Gedöns oder kulturell verwurzeltem Aberglauben, ist nicht so einfach.
Ich persönlich habe Nachsicht mit Menschen, die z.B. in der Kirche eine Kerze anzünden, um Gott dazu zu bewegen, einen bestimmten Wunsch zu erfüllen. Gott ist allerdings kein Wunscherfüllungsautomat. Wahrscheinlich glauben die meisten Leute nicht wirklich daran, aber man kann es ja mal versuchen.
Wenn der Aberglaube dazu benutzt wird, Menschen zu manipulieren, z.B. ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ärgert mich das schon mehr. Und ab einem gewissen Punkt wird es gefährlich. Ich würde niemals Tarotkarten anrühren, geschweige denn, daran glauben.
Ich sehe auch einen gewissen Unterschied zwischen Aberglaube, Esoterik und Okkultismus. Normaler Aberglaube ist tief verwurzelt. Ehrlich gesagt, vermeiden ich es auch beispielsweise, unter einer Leiter durchzugehen, und ich mache mir sogar Gedanken um die Charaktereigenschaften bestimmter Sternzeichen 🫢. Es ist auch für uns Christen schwer, davon loszukommen.
@mariposa22 Und ich hab von von vielen Dingen, von denen der Volks-/Aberglaube sagt, dass man sie nicht machen soll, gar keine Ahnung.
Und mit Sternzeichen hab ich mich auch noch nie beschäftigt - wozu auch?
Verstehe. Ja, vielleicht hätte ich dann auch nicht geschaut. Ich kann gut nachvollziehen, dass die, die Gott nicht kennen (von Kindesbeinen an), dass sie ihre Leere - ich sag gern, das Loch im Innern, in das hinein eben Gott passt (ausfüllt) - mit solchen Dingen füllen wollen ... weil Menschen, die Gott nicht kennen, überall suchen ...
Veröffentlicht von: @neubaugoereVerstehe. Ja, vielleicht hätte ich dann auch nicht geschaut. Ich kann gut nachvollziehen, dass die, die Gott nicht kennen (von Kindesbeinen an), dass sie ihre Leere - ich sag gern, das Loch im Innern, in das hinein eben Gott passt (ausfüllt) - mit solchen Dingen füllen wollen ... weil Menschen, die Gott nicht kennen, überall suchen ...
Dieses 'Loch im Innern' kennen fromm aufgewachsene Kinder möglicherweise auch.
Ich hab's an anderer Stelle erzählt - ein Mann, dessen Eltern bei der 'Bekennenden Kirche' waren, hat sich auch vom Glauben abgewandt.
Das ist übrigens einer meiner Knackpunkte - ich kenne etliche Kinder frommer Eltern, bei denen man ja denken würde, sie hätten den Glauben mit der Muttermilch aufgenommen, die dann irgendwann nichts mehr mit dem Glauben ihrer Eltern anfangen konnten.
Denen ist doch nur zu wünschen, dass sie nur den Anschluss an die Gemeinde der Eltern, aber nicht den Anschluss an Gott verlieren.
Ja, *seufz* "schlechte Geschichten" kennen wir wohl alle zuhauf. Aber die sollen uns nicht leiten. 🙂
Ja, meine vorherige Gemeinde hatte nur von 2 Ehepaaren die Kinder als Erwachsene noch anwesend sozusagen und nun mit Enkeln (und 1 Paar davon nicht alle Kinder). Mir war klar, warum (darüber möchte ich aber nicht reden). Was haben die Eltern ihnen nur vorgelebt? (Kinder lernen doch nicht aus den Worten, sondern aus den Taten, die sinds auch immer schon gewesen, die die Bibel erwähnt) - Möge Gott es ihnen offenbaren und die Familien segnen.
Ja, die Geschichte habe ich gelesen. Krass.
Ich kenne solche und solche sozusagen ...
@mariposa22 Du hast sicher recht, dass bestimmte Formen des Aberglaubens in unserem Alltag als „normal“ und „einleuchtend“ betrachtet werden. Ich kenne zum Beispiel unzählige Leute, auch Christen, die Holz abklopfen, um die Eintretenswahrscheinlichkeit eines unerwünschten Ereignisses doch noch ein wenig zu verkleinern. Ist es Gewohnheit, um seinem Wunsch noch etwas mehr Ausdruckskraft zu verleihen, oder glauben sie wirklich daran?
Schwierig zu sagen. Ich empfinde hier gleich wie @Chai, ich habe gar kein Bedürfnis nach solchen Ausdrucksformen, habe teilweise gar keine Kenntnis der abergläubischen Praktiken, weil ich diese auch gar nicht brauche. Für was auch?
... was eben auch gern (von anderen) hinterfragt werden kann. 😀 Ich selbst hörte in meinem Umfeld damals (atheistisch) oft den Satz "oh, Gott sei Dank (ist nichts weiter passiert)" - ohne, dass die Menschen überhaupt an Gott glaubten ... weil es "Gewohnheit" war ...
Ich hinterfrage das gern. Ich hab mich auch hinterfragt. 😉
Ich möchte zu der Gewohnheit auch etwas sagen. Als ehemaliger Katholik, war ich auch dessen unterlegen. Mir war nicht bewusst, was ich da tue. Es sind viele Dinge, die bei uns nicht wirklich als Aberglaube gelten, sondern eher als eine Form des Irrglaubens. Sehe den Aberglauben, als eine Art vom Irrglauben an.
Denn wie heißt es in dem Bibelvers:
Johannes 4, 23-24, Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter, den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden, denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Habe lange über diesen Bibelvers nachgesinnt. Denn auch ich war der Auffassung unterlegen, dass Gott da in der Kirche mich eher erhört, als zuhause in meinem stillen Kämmerlein. Mit Kreuz an der Wand, mit Weihwasser, bestimmten Gebeten usw.
Matthäus 6, 5-6, Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.
Auch so Dinge, wie Kreuze, sich hinknien, Gebete in einer bestimmten Reihenfolge zu sprechen und anderes. In dem Moment wo jemand selber davon überzeugt ist, dass mit Kreuz zu beten eher erhört wird, als nur ein gesprochenes, in Gedanken gesagtes Gebet mehr Wirkung hat und sich daran klammert ... Ich ermahnte mich selber jedes Mal dann und lies davon ab. Heute bete ich einfach und lese die Bibel, egal was. Ich halte mich nicht mehr an irgendwelche Regeln.
Aus Geist wurde Fleisch. Ich betete damals nicht mehr im Geist, sondern dachte, ich könnte das mit bestimmten Dingen bekräftigen, das Gebet, Kreuz, Weihwasser, Bekreuzigen, etc.
Die Anbetung Gottes ist nicht an äußere Formen, ritualisierte Abläufe gebunden. Sondern von einer inneren Überzeugung. Gott mit den Herzen verehren, nicht nur mit Worten. Ein lebendiger Glaube hängt von der persönlichen Beziehung ab, Jesus folgen zu wollen, nicht aus Gewohnheit und nicht wegen äußeren Druckes.
Es ist egal, wo wir Gott anbeten, Ort. Früher war es der Tempel, bis Jesus kam. Da wurde die Trennung aufgehoben, zwischen Juden und Heiden. Ebenso, wie der Tempel als zentraler Ort der Anbetung. Die Kinder Gottes erhielten alle den gleichen Zugang zu Gott - durch Jesus. Keine Zeremonien, äußere Aktionen - es wurde zur Herzenssache - Anbetung eine Sache des Herzens.
@anna Es ist halt unglaublich schwer (bis unmöglich), den Menschen hinter die Stirn zu gucken.
Ich bin mit frei gesprochenen Gebeten aufgewachsen, fand aber recht bald heraus, dass es da auch gewisse 'Vorlagen' gibt.
D.h. auch da wird das Rad nicht neu erfunden und auch in 'freien Gebeten' wiederholen sich die Worte.
Und weil ich ja weiß, was und wie 'man' so betet, könnte ich das theoretisch auch - tu mich aber selber sehr schwer mit öffentlichen Gebeten. Wer diese Scheu nicht hat, kann mit Sicherheit auch 'schön' beten, wenn er grad mit dem Herzen nicht dabei ist.
Und manchen Menschen helfen bestimmte Haltungen und Abläufe wirklich bei der Konzentration aufs Beten und es lässt sich auch nicht vermeiden, dass sich da im Lauf der Zeit halt auch bestimmte Haltungen in Gottesdiensten eingebürgert haben.
Man geht ja auch davon aus, dass der Mensch sich bestimmte Verhaltensweisen angewöhnen muss, bevor sie dann zum Selbstläufer werden. So ging's mir anfangs mit der 'Stillen Zeit' am Morgen - man soll den Tag ja mit Gott beginnen. Also hab ich mich aus dem Bett gequält und mich mit der Bibel aufs Sofa gesetzt. Was soll ich sagen? Die 'Stille Zeit' war tatsächlich still - den Seinen gibt's der Herr im Schlaf - ich hab nämlich einfach auf dem Sofa weitergeschlafen ... Aber offensichtlich gibt es ja Menschen, bei denen das mit der 'Stillen Zeit' besser funktioniert als bei mir - oder die schlafen auch (wer gibt das schon freiwillig zu?) 😉
Und so ist es doch auch mit den Gottesdiensten. Manche gehen hin, um zu sehen und gesehen zu werden; manche gehen hin, um Gott zu begegnen und von ihm gesehen zu werden. Vermutlich ist es bei vielen eine Mischung aus Menschlichem und Göttlichem.
Und weil ich jetzt gleich weiter muss, schick ich's mal ab - in dem Wissen, dass mir gleich noch viel mehr einfällt 😉