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Absichtlich "sündigen", um Angst zu verlieren

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Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 997

Hallo!

Ich bin durch verschiedene Irrlehren von der Liebe die ich anfangs durch Gott erfahren hatte in eine 3 Jahre anhaltende Panik gekommen, die immer schlimmer wurde. Ich dachte ich muss die ganze Zeit in Gedanken beten, hatte deshalb nicht mal mehr die Bibel gelesen, weil ich dachte geben ist besser als empfangen und konnte nichts mehr reflektieren oder zur Ruhe kommen und mich entspannen, weil ich ja ständig treu sein wollte im Dienen, nur dass ich das Dienen falsch verstanden hatte. Ich hatte Angst, satt zu sein vom Essen, hab phasenweise wochenlang nur in 1 ner Stunde am Tag was gegessen und jedes Mal geheult, wenn ich soviel gegessen hatte, dass ich kein Hunger mehr hatte und Angst gehabt dafür in die Hölle zu kommen. Phasenweise hatte ich kaum noch geschlafen und mich Nachts gezwungen wach zu sein, um zu jeder Zeit zu beten. Irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten, ich hatte in der Zeit viele mystische Erfahrungen und extreme Gefühlszustände. Im Positiven und im Negativen. Hatte nach einer ganz heftigen Erfahrung, bei der ich die Kontrolle verloren hatte zu Jesus gebetet und ihn angefleht, dass diese Mystik endlich aufhört, weil mir das alles über den Kopf gewachsen war. Hab mir einfach nur noch ein ganz normales Leben gewünscht, bei dem der Mann mir die Schrift erklärt und Kinder und einen ganz normalen Job. 

Dann haben die mystischen Erfahrungen kurze Zeit später aufgehört. Aber nachdem ich den Irrpfad erkannt hatte, hatte ich ständig Zwangsgedanken wie z.B.: "Satan ist dein Herr", "Du kommst in die Hölle" und Panik Attacken und so ziemlich alles was in der Schrift über die steht, die bestraft werden, hab ich durch verschiedene Interpretationen auf mich beziehen können und einen Kampf gehabt das nicht anzunehmen und über den Gedanken, Gefühlen, den Menschen um mich herum und der Welt an meine Rettung zu glauben und Jesus zu vertrauen.

Auf dem Irrpfad hatte ich mich komplett von der Gesellschaft isoliert, weil ich geglaubt hatte, dass Bilder machen Götzendienst ist, konnte ich irgendwann nicht mal mehr technische Geräte benutzen, oder Geld abheben, oder Geld nutzen. Phasenweise habe ich sogar auf Wasser und Strom verzichtet. Meine Seele hat sich dadurch verändert und ich wurde immer schlimmer.

Jetzt versuche ich wieder von der Angst in die Liebe zu kommen und möchte wissen, was ihr davon haltet, wenn ich mir eine bestimmte Zeit festsetze, in der ich absichtlich alles mache was ich will, also mich vollstopfen darf mit Süßigkeiten und essen was ich will, nicht beten muss, überhaupt nichts tun muss und lernen soll mich auch dann geliebt zu fühlen. Weil wenn ich esse frag ich mich ständig ob das jetzt Gier ist, was zuviel ist, wo die Grenze ist zur Sünde und das ganze nachdenken bringt mich zu keinen Antworten, nur zu neuen Fragen und dem Gefühl, dass ich nichts verstehe. 

Meint ihr ein absichtliches nicht anstrengen und sündigen, indem man z.B. mehrere Tafeln Schokolade auf einmal isst, einfach nur rumliegt und sich vom Gefühl leiten lässt, mit dem Glauben, dass das jetzt genau das Richtige ist, also nicht mal bereut, weil man die Absicht hat die Angst loszuwerden, wäre in dem Fall hilfreich und falls ja, wielange darf so ein Zeitraum gehen? 

Oder würde das bedeuten nachzulassen darin Gott zu dienen, mich von IHM zu entfernen und wäre nicht in SEINEM Sinne? 

Was kann ich tun, damit ich wieder aus der Angst raus in die Liebe komme?

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Antwort
84 Antworten
wisefool
Beiträge : 53

@pumuckl97 Übertreib es nicht mit dem Zucker, das kann Nierenschäden begünstigen. Dialyse ist nicht zum Lachen.

wisefool antworten


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