Christ vs Nichtchrist - sinnvolle Trennung?
Hallo zusammen,
da mich eure Ansichten dazu interessieren hier eine Frage, die sich im Evangelikal- Thread ergeben hat (den ja vielleicht nicht jeder liest):
Macht es Sinn, in Christen und Nicht-Christen zu unterteilen? Schafft man da nicht Trennung wo keine ist - es sind doch alles Menschen…
Macht es auch nicht.....diese Unterscheidung.
In der Apostelgeschichte hies es:
Apostelgeschichte Kapitel 11, Vers 26
26 Er traf ihn und nahm ihn dann mit nach Antiochia zurück. Dort blieben die beiden ein ganzes Jahr lang in der Gemeinde, um viele Menschen im Glauben zu unterweisen. In Antiochia wurden die Jünger zum ersten Mal Christen genannt.
Migranten bleiben Migranten und bleiben und sind auch doch auch Menschen.
Für mich eine Art "Identifizierung
In meiner Denkweise: Ja, denn mit einem Nichtchristen rede ich anders über Gott als mit einem Bruder/einer Schwester. Die einen kennen Gott. Die anderen nicht. Ebenso unterteile ich bei anderen Dingen, muss ja immer schauen, was der einzelne weiß/kennt, um mit ihm über etwas reden zu können.
Dazu fällt mir ein Kollege ein. Er verwendete "Hallelujah" als Kraftausdruck bei Erstaunen, Irritation usw..... Es passt einfach nicht.
Ich habe mich dann herangefragt und es stellte sich heraus, dass er mit Jesus und Gott überhaupt nichts am Hut hatte. Da er die Übersetzung des hebräischen Ausdruckes nicht kannte, war ihm keineswegs bewusst, dass er unwissend von sich gab: "Lasst uns Gott loben!"
@deborah71 😀 🤣
Ja. Ist wie mit dem "Gott sei Dank", das so viele Leute im Mund haben, aber gar nicht an Gott glauben ... sie verstehen es als "Floskel", haben nie reflektiert oder nachgedacht ... 😉
Oder der Zuhälter mit Kreuzkette der Frauen verprügelt und zwingt.
Letztens habe ich einen Aggro getroffen, mit riesigen Kreuz am Arm.
Das Kreuz Jesus verkommt langsam zu einem Verbrecher- und Gangstersymbol. Mit denen das mal ansprechen würde wahrscheinlich entweder Krankenhaus oder Friedhof bedeuten.
@neubaugoere @Meriadoc brachte zum Ausdruck, dass nicht jeder mit einem Kreuz um den Hals oder auf dem Arm als Christ zu identifizieren ist.
Das ist ätzend, liegt aber nicht an @meriadoc, der es ausgesprochen bzw. getippt hat.
Ja, ich denke auch, dass man als Christ anfänglich anders, offener und mit mehr Bibeldetail mit Menschen spricht, die als Christ gelten bzw. von denen man christliches Verständnis erwartet. Es kann sich auch sehr vertraut anfühlen, sich mit „Mitchristen“ zu treffen. Als wir im Frühling mit der Familie in New York waren, war der Rückflug am Ostersonntag geplant. Sollen wir, sollen wir nicht, reicht die Zeit vor der Abreise noch, finden wir vielleicht irgendeine Kirche in der Nähe des Hotels? Und so ging ich mit meinem Mann „noch schnell vor dem Abflug“ zum Ostergottesdienst bei einer uns völlig unbekannten christlichen Gemeinde. Diese Erfahrung hätte ich nicht vermissen wollen, diese Freundlichkeit schon beim Eingang des Gebäudes, den tollen, lebensnahen Predigt, die herzliche Verabschiedung als es zum Kirchenkaffee nicht mehr reichte („das nächste Mal bleibt ihr doch bitte etwas länger“). Herzlich und herzerwärmend. Alsob man sich kannte. So sollte es sein.
Man merkt aber schnell genug, ob man wirklich mit „Mitchristen“ auf der „gleichen Linie“ ist. So hatte ich eine Nachbarin, mit der ich sehr viel über den Glauben gesprochen hatte, ihre Bibelkenntnisse waren beeindruckend, für mich manchmal vielleicht ein bisschen too much, wir beteten manchmal zusammen, hatten aber auch sehr viel „weltlichen“ Spass und haben auch manch eine Party gefeiert. Mit der Zeit offenbarte sie dann ihre Überzeugung. Dass es ihr materiell so blendend gehe (konnte ich nicht verneinen), wäre „eine direkte Folge ihrer konsequenten Nachfolge von Jesus, ihrem vielen Beten, ihrem direkten Draht zu Gott, ihres Lobpreises, …. etc.“ Okay??? Doch nicht? Und dann kam noch: „Arme Menschen sind doch auch selber mitschuldig an ihrer Armut, es könnte ihnen viel besser gehen, wenn sie sich doch mehr Mühe geben würden, nicht mehr zu sündigen, vielmehr zu beten, wenn sie den Glauben mehr Aufmerksamkeit schenken würden ….“
Okay??? Nein, nicht okay!!!
Sie wohnt seit einem Jahr in Dubai.
Kein Witz.
Wohlstandschristentum ist nicht mein Christentum, auch wenn ich weiss, dass man verschiedene Interpretationen haben darf. Das hier ist doch aber nicht nur eine andere Interpretation sondern ein regelrechter Widerspruch? Lieber Jesus, was sagst du denn dazu? Viele Letzten werden die Ersten sein, hiess es doch? Wie war es mit der armen Frau, die ihren letzten Pfennig opferte und als selig galt? Wie war es mit dem reichen Mann, der zuerst seinen ganzen Reichtum verschenken sollte, bevor er sich Hoffnung auf einen Zutritt zum Himmel machen konnte?
Und dann meine Schwiegermutter selig, eine äusserst fromme Katholikin aus dem Berggebiet, die es bis zu ihrem Tod nicht akzeptieren konnte, dass ich als flachländerische, protestantische und dann noch ausländische Frau auch so etwas wie eine Christin sein könnte …. Christen und Protestanten (Heiden) sind nicht das Gleiche… Ich hoffe, Gott hat es ihr mittlerweile erklären können.
Ach Jesus …. Es ist vielleicht so einfach? Jesus löschte am Brunnen den Durst einer gesellschaftlich geächteten, „ungläubigen“, „heidnischen“ Samariterin, weil ihr Herz für Jesus und seine Lehre offen war. SIE hatte verstanden und verhielt sich folglich entsprechend!
Mit dem Gleichnis vom barmherzigen (schon wieder) Samariter wollte Jesus doch nichts anderes sagen, als dass das tatsächliche Verhalten und die guten, ehrlich gemeinten Taten in seinem Sinne ausschlaggebend sind. Und nicht das äusserlich korrekt-religiöse Verhalten und das wortliche Bekenntnis. Wer es verstanden hat, handelt entsprechend!
„An die Früchte erkennt man….“
So erkennen wir Menschen, die „auf der Linie von Jesus“ sind. Und das sind „äusserlich christliche Menschen“ manchmal wirklich nicht. Und das sind „äusserlich unchristliche Menschen“ manchmal sehr wohl.
Somit sollten wir uns im Umgang mit jedem Menschen, „offizieller Christ oder nicht“, immer davon bewusst sein, dass unser Gegenüber möglicherweise der bessere Christ in sich trägt als wir vermuten, und möglicherweise auch der bessere als wir selber in uns tragen.
Hier einmal beiseite gelassen, dass es aus unserer christlichen Sicht ein Unterschied macht, ob das richtige Verhalten aus allgemein menschenfreundlicher/ /humaner/humanistischer Überzeugung erfolgt oder ganz im Sinne von Jesus auch wirklich bewusst in der Nachfolge und zu Ehren von Jesus, zu Ehren von Gott gelebt wird. Für unser Christsein macht das schon etwas aus. Das ist aber wieder eine andere Diskussion.
Und ob Gott dort selber einen Unterschied macht, darüber können WIR doch nicht entscheiden? Eigentlich dürften wir uns nicht mal anmassen, darüber eine Meinung zu haben. ER alleine sieht in alle Herzen hinein, noch bevor wir geboren wurden. ER alleine ist hier urteilsbetechtigt.
Ja, das geht mir natürlich auch so, dass ich mit einem Christen eine andere Gesprächs-Grundlage habe…obwohl mir es auch Spaß macht mich Diskussionen zu öffnen mit Nicht-Christen, zumindest hier im Forum.
Aber im „echten Leben“ merke ich, dass ich zurückhaltender und vorsichtiger geworden bin.
Eigentlich schmerzt es mich auch, zu denken, dass eben nur die Christen gerettet sind. Das ist mein eigentliches Problem.
Und hast du mal mit anderen Geschwistern darüber sprechen können? Möglicherweise ist da eine "Berufung" dahinter ...
Was meinst du damit?
Ich gehe hauptsächlich nur in die Landeskirche, da wird über Berufung nicht so gesprochen…da heisst es eher nur, ob man ein paar Mirabellen aus dem Garten möchte 🙂🥰
"Berufung" <- in Anführungszeichen ...
Veröffentlicht von: @sternEigentlich schmerzt es mich auch, zu denken, dass eben nur die Christen gerettet sind. Das ist mein eigentliches Problem.
Es schmerzt dich jeder, der evtl. nicht gerettet ist - tät ich jetzt sagen. Für mich geht da ein Gedanke schon in Richtung der Gaben, die Gott uns gegeben hat, also die des Geistes ... 1. Kor 12 ...
Mööööglicherweise - musst du eh alles prüfen und bitte nicht als Schubladendenke betrachten - ist ein Wunsch in dir, zu dem Gott dann die nötigen Gaben gibt ... schließlich gibt es noch so viele Verlorene, die gerettet gehören sozusagen.
Ja, ich tue mich auch etwas schwieriger mit dem Gedanken, ob Gott wirklich so is ... wir wissen es nicht wirklich und Gott hat sich in seinem Wort/Sohn geoffenbart.
Veröffentlicht von: @sternEigentlich schmerzt es mich auch, zu denken, dass eben nur die Christen gerettet sind. Das ist mein eigentliches Problem.
Moment mal ... (Ironie-Modus an): Nicht "nur die Christen", sondern bitteschön korrekterweise die "richtigen, rechtgläubigen, wiedergeborenen bibelgläubigen Christen" (Ironie-Modus) aus.
Aber im Ernst:
Denken wir an unsere Eltern, Geschwister, Kinder, Freunde, Nachbarn, und alle, mit denen wir verbunden sind und die wir lieben und wertschätzen ... Sie alle sollen "nicht gerettet/verloren" und von Gott fallengelassen "in Ewigkeit" sein - nach diesem kleinen beschränkten Erdendasein , wenn und weil sie es in ihrem Leben nicht gehört, vermocht, kapiert, verstanden haben "Jesus als ihren Herrn und Heiland" anzunehmen und in eine richtige/rechtgläubige Gemeinde zu finden?
Denken wir an all die Milliarden Menschenwesen, die (seit Menschengedenken, in Geschichte und Gegenwart) in anderen Weltregionen und Systemen, geistesgeschichtlichen Kontexten, Glaubensweisen, Kulturen & Religionen gelebt haben - und ohne Berührung und ohne Bezüge zum christlichen Glauben ihr Dasein gelebt haben.
Denken wir an alle großartigen Geister, Denker, Lebenskünstler, Menschendiener der Welt - die "ohne Christus-Bezug" aufrichtig und gut leben und gelebt haben.
Und denken wir an alle, die - trotz Suchens, Bemühend und ehrlichen Ringens - nicht "zum Glauben finden KONNTEN (!) - weil
Auch neutestamentlich tun sich Fragen auf: Allein in Matthäus 24,44f sind es keine Menschen mit Jesus-Bezug, die selig gesprochen werden. ...
Mein Ansatz des Glaubens ist der: Dass Gott in Christus DIE WELT mit sich versöhnt HAT - ohne dass wir dieses Heil erst gültig machen müssen oder könnten. Es ist vollbracht. Wir dürfen es annehmen, erkennen, teilen, darin leben. Und Verkündigung bedeutet, Andere zu dieser Erkenntnis einzuladen - um schon jetzt und hier "das Leben zu haben" und selig zu werden.
L'Chaim
Mein Ansatz des Glaubens ist der: Dass Gott in Christus DIE WELT mit sich versöhnt HAT - ohne dass wir dieses Heil erst gültig machen müssen oder könnten. Es ist vollbracht. Wir dürfen es annehmen, erkennen, teilen, darin leben. Und Verkündigung bedeutet, Andere zu dieser Erkenntnis einzuladen - um schon jetzt und hier "das Leben zu haben" und selig zu werden.
OMG,
das war das Wort zum Montag das ich gebraucht habe…dh ALLE sind safe?
Veröffentlicht von: @awhlerVeröffentlicht von: @sternEigentlich schmerzt es mich auch, zu denken, dass eben nur die Christen gerettet sind. Das ist mein eigentliches Problem.
Moment mal ... (Ironie-Modus an): Nicht "nur die Christen", sondern bitteschön korrekterweise die "richtigen, rechtgläubigen, wiedergeborenen bibelgläubigen Christen" (Ironie-Modus) aus.
Ein ernsthaftes Problem, wenn man entsprechend christlich sozialisiert ist.
Aber im Ernst:
Denken wir an unsere Eltern, Geschwister, Kinder, Freunde, Nachbarn, und alle, mit denen wir verbunden sind und die wir lieben und wertschätzen ... Sie alle sollen "nicht gerettet/verloren" und von Gott fallengelassen "in Ewigkeit" sein - nach diesem kleinen beschränkten Erdendasein , wenn und weil sie es in ihrem Leben nicht gehört, vermocht, kapiert, verstanden haben "Jesus als ihren Herrn und Heiland" anzunehmen und in eine richtige/rechtgläubige Gemeinde zu finden?
...
Und denken wir an alle, die - trotz Suchens, Bemühend und ehrlichen Ringens - nicht "zum Glauben finden KONNTEN (!)
... und an die, die dabei waren und aus irgendwelchen Gründen (es gibt viele) nicht mehr glauben können.
Mt. 24, 36-51 ... Ist da von "geretteten Christen" die Rede???
Es ging um *sterns* fragenden Schmerz, ob "nur Christen gerettet" werden
L'Chaim
Der Spannungsbogen reicht ja von der einen Seite:
A- alle Knie werden sich vor Jesus gebeugt haben
bis zur anderen:
B- es wird Heulen und Zähneklappern geben für ein paar Nichtsnutze/Ungehorsame…
B macht keinen Sinn, wenn A stimmt
Nur wenn A nicht stimmt, wird es B geben.
Oder es ist alles ganz anders…denn jede Aussage für sich kann für eine bestimmte Bewegung der Seele hilfreich sein, je nachdem was sie brauch…Strafandrohung zur Bekehrung…Kuscheldecke als hoffnungsvoller Ausblick auf das Ende aller Dinge für zartbesaitete Menschen…
das ist ein bisschen so, wie wenn ein Vater zu seinem Kind sagen würde:
Na, weil du nicht gehört hast, musst du jetzt fühlen.
🤔
obwohl das schon seinem Wesen entspricht , uns machen zu lassen, kann ich mir nicht vorstellen, dass er uns „lost“, also „verloren“ lässt…nur weil wir uns verirrt haben…das ist aus menschlicher Perspektive lieblos und aus der göttlichen vermutlich auch, schliesslich sucht der Vater uns, wie viele Gleichnisse verdeutlichen, wenn wir verloren sind
Ich finde auch, dass die Deutungsmuster oft sehr verquer gehen 😉
In der Frage von "Gerettet werden" und "in Ewigkeit verloren" gehen, reden wir ja über die Frage der Soteriologie (des Heils) und eine bestimmte Heilslehre (die im evangelikal-freikirchlichen Bereich ´vertreten wird) sagt: Gerettet wird nur, wer in diesem Leben den Herrn Jesus Christus als Heiland angenommen und sich damit bekehrt hat.
Hier (in der Rückfrage von deborah71) geht aber angefragt in Mt. 24,36 ff. um eine Gleichniserzählung Jesu, die ihren "Sitz im Leben" darin hat, dass die Gemeinde Jesu ermahnt wird, bleibend gute verantwortungsvolle und wache "Haushalter" im Glauben zu sein ----- Im Kontext der Entstehung des Matthäusevangeliums geht es auch schon um die Tatsache, dass die Naherwartung der ersten Christen enttäuscht wurde und Durchhaltevermögen und bleibende Treue angesagt ist ...
Der Text hat also nichts mit der Frage zu tun, ob Menschen, die der evangelikalen Heilslehre von Bekehrung nicht entsprechen, "nicht gerettet werden".
L'Chaim
Ganz wie ich schrieb, dass Jesus der HERR ist in diesem Gleichnis. In anderen ist er der Retter und Heilbringer. Aber...es geht nicht am Kreuz vorbei in die Nachfolge.
Veröffentlicht von: @deborah71Ganz wie ich schrieb, dass Jesus der HERR ist in diesem Gleichnis. In anderen ist er der Retter und Heilbringer. Aber...es geht nicht am Kreuz vorbei in die Nachfolge.
Versteh ich nicht ... sorry 😉 ... Hat auch wenig mit dem zu tun, was ich geschrieben habe.
L'Chaim
Die Gemeinde Jesu hat Jesus als Herrn. Er ist aber seit der Himmelfahrt nicht mehr körperlich unter seiner Gemeinde/seinen Nachfolgern. Trotzdem ist er ihr Herr.
Da sehe ich doch einen deutlichen Zusammenhang.
Hab ich was dagegen geschrieben??? Hab ich doch garnicht. 😉
Ich denke sogar in einem umfassenden Sinn, dass "Jesus der Herr" (d.h. der Christus) ist. Er ist es für mein Verständnis weit über die Kirche und unsere Dogmatiken & Glaubensvorstellungen hinaus. Er ist es - wie die Christushymnen im Philipper - und Kolosserbrief (zutiefst universal & mystisch) preisen und benennen über all das hinaus, was wir sehen und erkennen.
Dies - Gott in Christus - zu erkennen, anzunehmen, da hinein zu wachsen ist die Berufung für alle Menschen und für die Welt. Darin hat die Kirche und haben die Christen auch ihre bleibende Berufung, sind zur Treue und Wachsamkeit berufen (Mt 24, 36ff.) und dürfen es der Welt und den Menschen gewinnend sagen und vorleben ...
Aber Christus ist und bleibt auch der Herr über alle Welt, wo er (noch) nicht erkannt, geglaubt und als Herr gesehen wird.
L'Chaim
Entschuldigung ... DASS sie es wissen will, lese ich ja ... Meine Frage war WARUM?
Und vorallem: Im inhaltlichen Zusammenhang ... Aber gerne darf deborah71 mir selbst antworten 😉
L'Chaim
Ja natürlich, ich konnte nicht widerstehen, die Steilvorlage war zu gut. 😀 😉
😉 ... Versteh ich ... bin nun gespannt, wie das Dribbling auf'm Spielfeld hier weitergeht 🙂
Ich selbst erlebe öfter die manifeste Gegenwart Jesu und es hat meine Beziehung zu Ihm nachhaltig geprägt, seit dem ersten Mal.
Kennst du es, finde ich es aufbauend und ermutigend... kennst du es nicht, regt es dich vllt an, Jesus um seine spürbare Gegenwart zu bitten. Ich weiß ja kaum etwas von dir, also muss ich fragen.
Im Hintergrund hängt es auch mit der Tour de France und Sacré Coeur zusammen. Ich hatte den Eindruck um die manifeste Gegenwart Jesu zu bitten, statt sich an Reliquien zu orientieren.
Da frag ich jetzt mal - weil ich es wissen will 😉 (Ball zurück an neubaugoere)
Was ist das denn konkret, was Du "öfter" erlebst und was Du mit "die manifeste Gegenwart Jesu" beschreibst???
Haste was gesehen, gehört ...?
Interessant finde ich auch den Satz: "Ich weiß ja kaum etwsas von dir, also muss ich fragen." - Warum musst du?
Bin gespannt
L'Chaim
*winktvonFerne*
Also ich frage für gewöhnlich, um andere kennenzulernen. Ich weiß ja nicht, wie du andere kennenlernst - beobachten? 😉
Gehört und gespürt.
z.b. Ich las in Joh 19,18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. In dem Moment spürte ich eine Gegenwart nahe bei mir und eine absolut reine Liebe umgab mich. Dazu kam ein starker Gedanke, als ob jemand direkt neben mir sprach: Das bin ICH. Ich antwortete spontan: "Ja, HERR." Das war der Beginn der lebendigen Beziehung.
Interessant finde ich auch den Satz: "Ich weiß ja kaum etwsas von dir, also muss ich fragen." - Warum musst du?
Logisches Muss.... sonst weißt du doch nicht, was mich interessiert und ich verhindere eine Antwort. Jetzt hab ich das Sesamstraßenlied als Ohrwurm. 🤣
Das ist jetzt interessant. Die Tage konnte ich jemandem den Unterschied zwischen logischem Muss und Zwangsmuss erklären. Das half ihm weiter.
Danke ...
Nein, solches Erleben kenne ich nicht ... klingt seht sensitiv und emotional und freut mich für Dich.
Und zum Thema "Müssen" (auch das wieder ne Steilvorlage) bringt mich zur Vorabendwerbung bzgl. nächtlicher Harndrang, mit dem Slogan: "Weniger müssen müssen ..." 😉
L'Chaim
Wow, dann zu glauben und am Glauben festzuhalten - alle Achtung. Ich ziehe meinen Hut. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Bei mir isses ähnlich wie bei deborah, ich erlebe Jesus, habe den Vater einmal gehört und erlebe, wie der Geist mich führt.
@neubaugoere Ich weiß nicht, ob das die 'Norm' ist.
In jüngeren Jahren hätte es mich unter einen 'frommen Druck' gesetzt, weil ich solche Erlebnisse nicht hatte.
Jesus spricht davon, dass er gehört werden kann. Wenn niemand davon berichtet, bleiben es Buchstaben der Bibel und es wird keine Erwartung eröffnet.
Wann, wie, wo und wozu Jesus spricht, das ist individuell auf den Gläubigen dann von ihm ausgerichtet. Das kann durch ein ansprechendes Bibelwort sein, das kann durch einen Satz sogar eines Nicht-Christen geschehen, der einen ins Herz trifft.... das kann direkt in die Gedanken gehen, es kann in einem Traum sein. Man kann es nicht leisten und nicht produzieren.
Ich denke eher, dass wir Menschen unterschiedlich unterwegs sind in der Art, wie wir denken und erleben, welche Zugänge wir zu etwas haben, was uns wie erreicht ...
Ein wunderbares Buch (schon älter) hat den Titel "Neun Wege Gott zu lieben". Darin heißt es: Gute geistliche Leiter haben Verständnis dafür, dass die Menschen verschiedene geistliche Temperamente haben. Sie wissen, dass gute Nahrung für den einen nicht auch gleich gute Nahrung für alle anderen sein muss ... Denn es gibt verschiedene Wege, auf denen Menschen Gottes Nähe erfahren können, denn unsere geistlichen Temperamente sind nicht unbedingt gleich ..."
Der Autor unterscheidet: den Natur-Typ - den sinnlichen Typ - den traditionalistischen Typ - den asketischen Typ - den aktivistischen Typ - den fürsorglichen Typ - den enthusiastischen Typ - den kontemplativen Typ - den intellektuellen Typ." - Sie alle (wir alle) erleben Gottes Nähe, Gottes Zugang zu uns und unsere Verbindung mit Gott auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Dimensionen.
Klar ist, dass Typenlehren ihre Grenze darin haben, dass es Überschneidungen gibt oder Fluktuationen und dass man für sich damit umgehen sollte und nicht Andere damit in Schubladen stecken sollte.
Mir geht es nur darum, dass ich auch ohne Dein Erleben oder die Art Deines Erlebens mich als gut unterwegs erleben darf ...
L'Chaim
Das ist eine schöne Erklärung, die auch eine Erwartung eröffnen kann, Gott mehr und persönlicher zu erleben.
Warum "mehr und persönlicher" 😉 ?
Das klingt nach: Wenn du DAS nicht erfährst/erfahren hast, fehlt dir etwas.
Aber genau das ist ja der Sinn der Unterscheidung (von "geistlichen" Zugängen, Erfahrungen & Temperamenten) , dass so eine Abstufung, Wertung und Beurteilung dem Glauben und uns Menschen nicht gerecht wird.
L'Chaim
"mehr", weil wir uns nach mehr ausstrecken dürfen und sollen ... mehr von Gott. Mir ist egal, was ich bekomme, nur mehr von Gott. ER weiß das und ER kennt mich. ER bestimmt doch das Tempo und weiß, was mich fordert, fördert und überfordert. Ich vertraue ihm, dass ER mir gibt, wann und was ich brauche. Ich strecke mich immer nach mehr aus, weil ich gar nicht genug kriegen kann.
😉
Das klingt nach: Wenn du DAS nicht erfährst/erfahren hast, fehlt dir etwas.
Interessant, wie du das hörst.
Glaubensleben sehe ich als ein permanentes Wachstum. Und es ist Gott, der in uns wirkt und alles schenkt, was der einzelne braucht.
Ich wusste nicht, dass mir ein Hauskreis fehlte in einer Umgebung die meinen Glauben ablehnte. Meine Kollegin lud mich immer wieder ein, bis ich ihre Wertschätzung für die Gemeinschaft sah, die sie über andere Freizeitgestaltung stellte. Das hat mich beeindruckt. Ich entschied mich, mit zu gehen. Dann fingen die Kopfschmerzen an. An jedem Hauskreistermin bekam ich Kopfschmerzen, die ich sonst nie Kopfschmerzen hatte und habe. Und so blieb ich zu Hause. Bis es meiner Kollegin zu bunt wurde und sie betete, dass die Kopfschmerzen mich nicht mehr von der Gemeinschaft mit anderen Christen abhalten sollten. Sie blieben aus und ab da konnte ich die Treffen im CVJM besuchen, was mir gut tat und mich stärkte. Nun wusste ich, was mir gefehlt hatte, ich aber nicht erkannte, weil ich es bis dahin nie erlebt hatte.
Veröffentlicht von: @deborah71Das ist eine schöne Erklärung, die auch eine Erwartung eröffnen kann, Gott mehr und persönlicher zu erleben.
Ich stehe den Begriffen 'Erwartung' oder 'Erwartungshaltung' etwas skeptisch gegenüber.
Was macht 'christ', wenn die Erwartungen nicht (so wie vorgestellt) erfüllt werden?
Ich hab schon einige Menschen getroffen, die auch sagten, sie würden Gott nicht "hören". Sie berichteten dann (über die Wochen, Monate ...) von Dingen, die sie nur anders beschrieben, gar nicht so wahrnahmen als Gottes Stimme ... eine Schwester meines Hauskreises schaute oft ein bisschen neidisch auf die anderen, weil sie nie "Bilder" bekam ... und berichtete Wochen später von einem Bild, dass sie nur in ihrem Geist/Kopf/Fantasie sah ... ja, da war es ... und sie nahm es gar nicht als Hinweis wahr ...
Auch das will gelernt sein.
Ich persönlich plädiere für: weniger Bücher/Filme/Videos, mehr reden mit Menschen über Gott. 👍 😊
Natürlich haben wir alle einen anderen Zugang. Der hier leider schon verstorbene User (dessen Name mir grad nicht einfiel) hat Gott ganz anders kennengelernt als ich. Ich hab Gott ganz anders kennengelernt als deborah. Und doch sehnen und sehnten wir uns nach Ihm und nach mehr von Ihm. Jeder auf seine Weise. Das und der Austausch genau darüber macht den Leib aus.
Na klar, darfst du so unterwegs sein, wie du unterwegs bist.
Wir können gar nicht wirklich abschätzen, wie viel es von Gott gibt. Ein "Mehr" ist ja nicht schädlich. Also hab ich Gott gesagt: immer her damit. 😀 😉
Ah, ich glaube jetzt verstehe ich es.
Du unterscheidest zwischen geistig toten und lebendigen Menschen, oder?
Aber genau da ist mein Problem verortet, dass ich nicht unterscheiden kann, wer geistig tot ist und wer nicht. Ich meine jerzt nicht „theologisch theoretisch“ sonder ganz praktisch sind das erstmal alles nur Menschen.
ein Christ ist ein wiedergeborenes Kind Gottes, alle anderen sind immer noch in ihrem natürlichen zustand.
Oder wie heisst es so schön; entweder man wird zweimal geboren und stirbt einmal oder man ist einmal geboren und stirbt zweimal.
ein Christ ist ein wiedergeborenes Kind Gottes, alle anderen sind immer noch in ihrem natürlichen zustand
Ja, theoretisch kann ich das unterscheiden, im praktischen Leben sehe ich das nicht von aussen…dazu muss ich den Menschen erst kennenlernen…und auch dann:
-sind Menschen, die als Baby getauft worden sind gerettet, auch wenn sie später eher atheistisch unterwegs sind? Vermutlich schon…
-was ist mit den Menschen, die durch Elternteil oder Ehepartner mit im Boot sind…eigentlich sind sie nicht wiedergeboren, aber laut Bibel geheiligt
Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig
dh, sie müssen nicht glauben, nichtmal getauft sein, gar nix…
Ich finde eben diese Unterteilung für mein Leben hier nicht hilfreich. Jemand sagte hier diesbezüglich (goodfruit? ich weiss nicht mehr..) „Gott würde ins Herz sehen“ - aber ich kann das ja nicht so ohne weiteres…für mich sind das erstmal Menschen ohne Unterschied und damit auch unterschiedlos zu behandeln. Ob sie gerettet werden oder nicht, kann ich eigentlich gar nicht wissen, denn ich kenne ihre Zukunft nicht.
-sind Menschen, die als Baby getauft worden sind gerettet, auch wenn sie später eher atheistisch unterwegs sind? Vermutlich schon…
Nein, die Taufe rettet nicht. Für mich bedeutet die Taufe, Gott sagt JA zu dem Kind. Die Eltern übernehmen mit dem Taufgelübde eine Mitverantwortung, das Kind christlich zu erziehen. Aber auch die Erziehung kann keinen Gläubigen aus dem Kind machen.
-was ist mit den Menschen, die durch Elternteil oder Ehepartner mit im Boot sind…eigentlich sind sie nicht wiedergeboren, aber laut Bibel geheiligt
Nein, so auch nicht. Sie sind geheiligt, aber nicht wiedergeboren.
dh, sie müssen nicht glauben, nichtmal getauft sein, gar nix…
Doch. Jeder Mensch trifft seine Entscheidung für sich selbst. Kein anderer. Das kann man z.B. mit einem Eheversprechen vergleichen. Jemand kommt, fragt "willst du mich heiraten?" oder so und erwartet eine Antwort.
Sie sind geheiligt, aber nicht wiedergeboren.
„geheiligt“ ist ja als Prädikat auch schon „ besonders wertvoll“…
Das sehe ich ähnlich wie die Adjutante. Die Taufe allein ... da liegt der kasus knaxus oder wie der heißt. Die Bibel spricht auch nicht separat von einer Taufe, sondern in einem Zusammenhang:
Matth.28,19
Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen! [dann] Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.(Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«)
(eckige Klammer = Einschub von mir)
Wir haben einen missionalen, also einen sendenden Gott ... Der Vater sandte seinen Sohn ... Der Sohn sandte seinen Geist ... nun sind wir gesandt ...
Viele Menschen wollen einfach mal "nur gerettet sein" ... eher aus Angst ... gehen dem, der sie da rettet/gerettet hat aber nicht nach ... das ist dann ein anderes Thema, gehört hier wohl nicht so rein. Die Bibel zeigt deutlich einen Zusammenhang auf. Immer und überall.
Wir haben einen missionalen, also einen sendenden Gott ... Der Vater sandte seinen Sohn ... Der Sohn sandte seinen Geist ... nun sind wir gesandt ...
Ja, sehe ich auch so,
aber nicht ausschließlich, denn
Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
das ist schon auch ein zentrales Thema. Ganz ohne Mission.
"ganz ohne Mission" <-- wieder einer dieser "Phrasen" ... der Vater zog auch mich ... ich selbst habe das währenddessen natürlich nicht gemerkt oder gewusst. Im Nachhinein fiel mir ein, von wie vielen Seiten ich überall Gedanken mitbekam, das Wort (Evangelium) mitbekam ... das zog sich über Jahre ... bis ich Gott dann "in echt" kennenlernte.
Wir haben einen sendenden Gott. Er sendet uns, die Dinge zu tun, die Er vorbereitet hat. Er is ja nich wie die Mama, die auf ihrem Stuhl sitzt und sagt, bring mal 'n Müll raus und dir zuguckt, weil sie den Müll gänzlich zugestopft hat und sich dann nach hinten lehnt.
Es ist immer eine "Zusammenarbeit" ...
Eph 2,10
Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen. (Neue Genfer)
ich ergänze mich selbst:
Das "Bild" wird immer runder ... Er und wir gemeinsam ... Er, dem alle Macht gegeben ist, Er, der von Anfang an dabei war und und und ... Er hat alles vorbereitet ... Er hat alles vollbracht ... missional ... sendend ... ist immer Zusammenarbeit - ein Sender, einer, der gesendet wird ...
Bei Gott gibt es sowas wie "allein" und "einsam" und "Ego" nicht ... wir dürfen in Zusammenhängen denken, in Beziehung denken ...
Die Bibelstelle, die du zitierst, wird leider sehr oft missverstanden, so auch von dir. Geheiligt, oder erwählt sind nicht synonym für erlöst oder gerettet.
Und du musst auch nicht in die Herzen der Menschen sehen, um zu beurteilen, wo sie stehen. Das ist alleinige Aufgabe Gottes. In dem Sinne kannst nur das beurteilen, was Menschen tun. Handelt ein Mensch nach den zwei wichtigsten Geboten (auch wenn dieser bei der Umsetzung des öfteres scheitert) oder sind diese Gebote einem Menschen egal. Im ersten fall ist es keine Garantie, dass dieser Mensch in Kind Gottes ist, beim zweiten fall ist es ausgeschlossen, dass dieser ein Kind Gottes ist.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass nicht der Ist-zustand entschieden ist, sondern die Richtung in die Sich jemand entwickelt. Ein Kind Gottes weist Wachstum in Richtung Liebe auf, jeder in seiner Geschwindigkeit und jeder von einem anderen Starpunkt aus. Jemand, der dieses Wachstum nicht aufweist, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit kein Kind Gottes.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass nicht der Ist-zustand entschieden ist, sondern die Richtung in die Sich jemand entwickelt. Ein Kind Gottes weist Wachstum in Richtung Liebe auf, jeder in seiner Geschwindigkeit und jeder von einem anderen Starpunkt aus. Jemand, der dieses Wachstum nicht aufweist, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit kein Kind Gottes.
ich bin im Prinzip damit völlig einverstanden und finde dass du das sehr gut wiedergibst, ausser dass ich sagen würde „noch“ kein Kind Gottes (der das Wachstum in Richtung Liebe nicht aufweist) bzw. ein verlorenes Kind, das eben gesucht werden muss.
Geheiligt, oder erwählt sind nicht synonym für erlöst oder gerettet.
das weiss ich nicht, also kann ich nichts dazu sagen, aber was ich sagen kann, ist dass die Bibel an der Stelle statt „geheiligt“ auch „rein“ sagt (wenn es um den ungläubigen Teil geht)
@alle
Vielen Dank an alle für eure Antworten und Ansichten!
Bei mir konnte sich dadurch etwas klären, was mir schon länger auf der Seele lag.
Trotz all der „Heulen und Zähneklappern“ -Stellen sucht uns Gott und will uns finden und will dass alle gerettet werden. Darauf darf ich vertrauen.
Für mein Seelenheil ist das wichtig. 🙂
@stern 👍
Ja, Gott sucht, geht uns immer noch nach ... und "1.Tim.2,4 (Er) will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden."
Ja, darauf dürfen wir vertrauen. Was ist Glauben/zu glauben anderes? 😉
Ja, darauf dürfen wir vertrauen. Was ist Glauben/zu glauben anderes?
Ja, leider gibt es in der Bibel so Angstmacher- Stellen, die das in Frage stellen, indem sie suggerieren oder besser androhen, dass man bei Nicht-Glauben schlimme Konsequenzen zu ertragen hätte.
zB. Markus 16,16
Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden
Gäbe es nur die „netten“ Stellen, wäre es (für mich) einfacher zu glauben.
Und doch - nicht zu vergessen - hängen die Dinge immer zusammen ... das eine nicht ohne das andere ... Dinge stehen niemals allein da. Es gibt immer Anfang und Ende, Ein- und Ausgang, Ursache und Wirkung ...
Könnte dies:
Johannes 3
36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam [hören+gehorchen means: ihn hört und ihm folgt] ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. (Luther)
ein "Bild" erstellen, dass die Welt, wie sie jetzt ist, bereits unter dem Zorn Gottes ist, Gott aber immer noch da ist und uns ruft, uns nachgeht?
Er wird es nicht sehen und [dann] bleibt der Zorn auf ihm ... es ist schon so in dieser Welt.
Mir ergibt sich dieses Bild - es zeigt etwas Größeres, Ganzes ... noch dazu habe ich den Gedanken im Kopf (woher auch immer ich ihn habe), dass Gott sich aus dieser Welt eines Tages "zurückzieht". Gott ist die Liebe. Liebe hat Auswirkungen. Auch die sind beschrieben. Aber noch ist es nicht so. Sein Herz sehnt sich nach seiner Schöpfung, nach jedem einzelnen. So wenige wollen mit ihm zusammenarbeiten (Arbeiter, Ernte).
In diese Situation spielt für mich auch immer die Schöpfungsgeschichte mit rein, denn es war ursprünglich eben anders als das, was und wie wir die "Welt" heute wahrnehmen. Der Ursprung ist eine Welt, in der Mensch und Gott gemeinsam leben, nebeneinander ... dazu sind wir geschaffen; geschaffen dazu: Teil seiner (überirdischen) Familie zu sein - dazu sind wir berufen ... e-i-n-s zu sein mit Ihm ... DAS ist die gute Nachricht, dass das so ist und dass wir geliebt sind, nicht allein und etwas in der Hand haben gegen das, was uns niederdrückt, was uns Angst macht, was uns so viel Unfug weismachen will ...
dass die Welt, wie sie jetzt ist, bereits unter dem Zorn Gottes ist, Gott aber immer noch da ist und uns ruft, uns nachgeht?
ja, das ist eine gute Erklärung, danke!
dass Gott sich aus dieser Welt eines Tages "zurückzieht".
Wenn Jesus sagt er ist bei uns bis ans Ende aller Tage, dNn wohl eher nicht…
Es gibt einen Zeitpunkt, da wird sich Gott aus dieser Welt zurückziehen ... ich glaub, wir sind da schon entrückt.
@stern Nun in einem christlichen Forum macht es Sinn.
Über die Frage der Kindertaufe gibt es sehr viel Streit. Für mich gilt sie. Martin Luther wurde auf den Namen Martin getauft da er am 11. November getauft wurde. Das war der 1. Tag nach der Geburt. Wenn er Angriffe des Widersachers hatte, dann schrieb er sich auf Latein auf den Tisch. Ich bin getauft. Er war sich sicher durch die Taufe vor dem Widersacher geschützt zu sein.
Ich bin getauft.
Das ist eine perfekte Methode. Das mache ich manchmal auch, wenn ich mir unsicher bin, dann wiederhole ich geistige Wahrheiten aus der Bibel, die Jesus uns zugesichert hat. Das bringt den Geist wieder auf Spur.
Das mache ich manchmal auch, wenn ich mir unsicher bin, dann wiederhole ich geistige Wahrheiten aus der Bibel, die Jesus uns zugesichert hat. Das bringt den Geist wieder auf Spur.
In Römer 8, 16 sagt Paulus "Gottes Geist gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind". Das ist eine ganz tiefe innere Gewißheit ...
In Anlehnung an David "er stärkte sich im HERRN" habe ich die erste Strophe dieses Liedes verankert
Ich bin erlöst durch des Lammes Blut / Projektchor unter Leitung von Oleg Gerhardt, Dinslaken 2023