Du kannst mir getrost folgen. - Gott. -> ein provozierender Autoaufkleber?
Hallo Community!
Viele kennen die Stiftung Marburger Medien. Die haben oft nette Kleinigkeiten, die alle ein Ziel verfolgen: auf Gott aufmerksam machen, zum Glauben einladen. Da gibt es alles mögliche - oft besonders schöne oder aber auch geniale Karten oder Aufkleber.
Meine Frau bestellt da manchmal Sachen und neulich war ein Magnetaufkleber für das Auto dabei:
"Du kannst mir getrost folgen. - Gott."
Soll ich mir das aufs Auto tun? Ich hatte da so meine Hemmungen. Ich bin doch nicht Gott! Klar, dass das nicht gemeint ist. Aber ich hatte doch den Eindruck, dass das manche für übergriffig und missverständlich halten würden. Und so fristetet der Magnet zunächst seine Zeit an der Heizung statt auf dem Auto.
Neulich wurde ich dann in einer Zone 30 von einem Kampfradler regelrecht verfolgt. Der Typ klebte mir förmlich am Heck. Da erinnerte ich mich an den Magneten und nun ist der hinten auf dem Auto drauf. Wenn er denn schon bei einem plötzlichen Bremsmanöver meinerseits gut Chancen hat vor dem Thron Gottes zu landen, dann soll er doch zumindest zuvor von ihm gelesen haben ...
Aber nun fahre ich mit dem Aufkleber rum und habe den Eindruck, dass es da Menschen gibt, die den nicht wirklich Klasse finden.
Ach ja - der Aufkleber ist kein Selbstzweck. Klein steht der Verweis einer Webseite: Gott.net drauf. Der Aufkleber soll also einladen diese Webseite mit missionarischem Inhalt zu besuchen ...
Würdet Ihr Euch so ein Magnet ans Auto tun? Oder findet ihr den vielleicht sogar anstößig oder einfach nur nicht gut?
Liebe Grüße
GoodFruit
@goodfruit Wenn Du zu Deinem Glauben und Gott stehst, was Du tust, hältst Du die Reaktionen darauf auch aus. Man muss immer damit rechnen, auf Botschaften am und im Auto angequatscht zu werden. Manche Begegnungen werden blöd bis unangenehm, aber es wird auch nette Gespräche geben!
Nein, Du schwingst Dich damit nicht zu Gott auf, sondern bist halt sein Botschafter. 😇
@millie49 Du schwingst Dich damit nicht zu Gott auf, sondern bist halt sein Botschafter.
Sein selbsternannter Botschafter.
äääähm ... 🤔 🧐
2. Kor 5,20 Uns Aposteln hat Christus den Auftrag und die Vollmacht gegeben, diese Botschaft überall bekannt zu machen. Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die Menschen ruft. So bitten wir im Auftrag von Christus: »Bleibt nicht Gottes Feinde! Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!« (Gute Nachricht)
So sind wir Botschafter 😉 von Christus, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so, als würde Christus es persönlich tun: »Lasst euch mit Gott versöhnen!« (Neues Leben Bibel)
@neubaugoere Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die Menschen ruft.
Ja, das ist Eure Binnenperspektive.
@jack-black ... mit der auch du dich inzwischen ganz gut auskennen dürftest. Schwimmst zumindest hier im Pool ganz gut mit - wenn auch gegen den Strom. 😉😎
Sind nicht meine Worte. 🙂 Das sagt die Bibel. Wärst du gern dabei?
2. Kor 5,20 Uns Aposteln hat Christus den Auftrag und die Vollmacht gegeben, diese Botschaft überall bekannt zu machen. Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die Menschen ruft. So bitten wir im Auftrag von Christus: »Bleibt nicht Gottes Feinde! Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!« (Gute Nachricht)
So sind wir Botschafter
von Christus
"Uns Aposteln..."
Ist denn jeder Christ ein Apostel?
Ich weiß nicht, ob ich's mich trauen würde. Es würde sich wohl erst herausstellen, wenn ich a) ein Auto hätte 😀 und b) das Schild in der Hand halte ...
Ich habe von gott.net ein A3-Plakat (laminiert) an meiner Küchentür, die genau gegenüber der Eingangstür liegt und von jedem gesehen werden kann, der einen Blick wirft, wenn ich die Wohnungstür auf habe:
Große dicke Buchstaben:
MUS
STDU
WISS
EN --- und etwas kleiner drunter: Ich liebe dich. - Gott.
Drauf hab ich noch eine Postkarte geheftet (andere Farbe): Ich wollte dich. - Gott.
In erster Linie für mich, in zweiter Linie für meine (noch ungläubigen) Eltern, die mich ja öfter besuchen kommen und für alle, die mit mir zu tun haben, weil es eine tolle Botschaft ist. Und ich weiß, wie Dinge wirken, wenn man sie nur oft genug hört ... oft genug liest ... immer und immer wieder ... die Hoffnung ist, dass es sich ins Unterbewusstsein "gräbt" ... Gott liebt dich. Gott wollte dich. (frei nach: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls.)
Ich hab schon tolle Sprüche von gott.net gefunden.
Ein Gedanke kommt mir noch. Deine Frau hat das ausgesucht. Ist es möglich, dass es genau die "Sprache" deiner Frau ist und im Grunde sie mit dem Spruch durch die Gegend fahren sollte? Es hat sie angesprochen, irgendwie. Möglicherweise ist das ihre Sprache, ihre "Gabe", ihr Weg, ihr "Kanal"? Einfach mal reflektieren ... (muss nicht hier sein).
Aber nun fahre ich mit dem Aufkleber rum und habe den Eindruck, dass es da Menschen gibt, die den nicht wirklich Klasse finden.
Stimmt... ich finde den auch nicht "wirklich Klasse", dazu sehe ich auch keinen Grund. Stört mich aber auch nicht, ist halt Ausdruck unserer Meinungsfreiheit, und die ist ein hohes Gut.
Botschaften über Autoaufkleber sagen inhaltlich meist nicht viel, aber manches über den Besitzer aus... und so würde ich das in diesem Fall auch sehen. Ich würde also nicht über Gott nachdenken, sondern über den Typen, der sich so etwas ans Auto pappt... und warum. Wenn man meint, das Auto könnte besser missionieren und sei überzeugender als man selbst... na ja, bitte... 😋
Botschaften über Autoaufkleber werden meines Eindrucks nach eher von Leuten verbreitet, die sich jenseits des Mainstreams verorten und Wert darauf legen, dass das auch irgendwo zum Ausdruck kommt. Früher wares es oft Atomkraftgegner, heute sind in unserer Gegend öfter mal Klimawandelleugner präsent, die ihre eigene Beschränktheit mit entsprechenden Sprüchen unterstreichen müssen... bitte sehr, man weiß ja gerne woran man ist...
. Wenn man meint, das Auto könnte besser missionieren und sei überzeugender als man selbst... na ja, bitte...
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Ich finde das einer ziemlich miese Unterstellung. Nur weil jemand sich einen frommen Aufkleber ans Auto bappt, heißt es noch lange nicht, dass man nicht selbst Zeugnis ist.
Botschaften über Autoaufkleber werden meines Eindrucks nach eher von Leuten verbreitet, die sich jenseits des Mainstreams verorten und Wert darauf legen, dass das auch irgendwo zum Ausdruck kommt. Früher wares es oft Atomkraftgegner, heute sind in unserer Gegend öfter mal Klimawandelleugner präsent, die ihre eigene Beschränktheit mit entsprechenden Sprüchen unterstreichen müssen... bitte sehr, man weiß ja gerne woran man ist...
Und schon wieder ein Vorurteil. Es gibt ziemlich viel beklebte Autos. Wacken, Kindernamen, Urlaubsorte, Werbung, etc. Nicht jeder, der sich durch einen Aufkleber äußert ist "beschränkt" oder "verortet sich jenseits des Mainstreams". 🙄
Ich finde das einer ziemlich miese Unterstellung. Nur weil jemand sich einen frommen Aufkleber ans Auto bappt, heißt es noch lange nicht, dass man nicht selbst Zeugnis ist.
Das ist ja auch als nicht ganz ernstgemeint gekennzeichnet... zumindest wollte ich es so verstanden wissen.
Dennoch hat es seinen Grund... GoodFruit hatte ja (auch nicht ganz ernst gemeint) angedeutet, dass sich ein Radfahrer, der ihm hinten auffährt, auf diese Weise ja noch in letzter Sekunde bekehren könnte.
Auch wenn das natürlich völlig überzogen ist lässt es sich nicht bestreiten, dass es hier eine klare Botschaft gibt. Und da kann man natürlich mal überlegen, was das soll... an wen ist die denn überhaupt gerichtet? An fromme Christen, zur Bestätigung? Möglich... aber da tut es auch der Fisch-Aufkleber, um sich zu erkennen zu geben.
Ich verstehe den Spruch klar als eine Art Missionierung. Zwar nicht so, dass man dabei augenblicklich zum Christen wird, aber doch nach dem Motto: "Hey... denk' mal drüber nach!"
Und da frage ich mich, ganz frech, schon ein wenig, ob man mit so etwas nicht auch das eigene Gewissen beruhigen will. Weil, man verbreitet ja irgendwie Gottes Botschaft in der Welt. Und denkt sich womöglich noch: "Vielleicht bringt es ja sogar was.".
Und spätestens an der Stelle sage ich mir: Nein, die eigentliche Botschaft sollte man doch selber sein... solche Sprüche an Autos sind genau so wirkungslos wie irgendwelche Parteien Aufkleber. Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.
Und schon wieder ein Vorurteil. Es gibt ziemlich viel beklebte Autos. Wacken, Kindernamen, Urlaubsorte, Werbung, etc. Nicht jeder, der sich durch einen Aufkleber äußert ist "beschränkt" oder "verortet sich jenseits des Mainstreams".
Wir haben selber Aufkleber auf unserem Auto... identitätsstiftend und damit wir das Auto auf großen Parkplätzen schnell wiederfinden. Aber ohne Botschaft, und das ist der Unterschied.
Was Kindernamen auf Autos verloren haben weiß ich wirklich nicht. Firmen schreiben einfach ihre Adresse und Telefonnummer hin und werben mit irgendeinem Spruch, das ist Information und bringt vielleicht Aufträge.
Aber irgendwelche Leute, die zufällig hinter einem fahren, auf Gott aufmerksam machen wollen? Da denke ich keine Sekunde über die Botschaft nach, sondern nur darüber, was da wohl für Leute vor mir im Auto sitzen. So wie bei etlichen anderen Botschaften auch, die nicht wie etwa Fußballvereine identitätsstiftend sind, sondern ihre Botschaften ausdrücklich an Leute außerhalb der eigenen Blase richten.
@lucan-7 Botschaften über Autoaufkleber werden meines Eindrucks nach eher von Leuten verbreitet, die sich jenseits des Mainstreams verorten und Wert darauf legen, dass das auch irgendwo zum Ausdruck kommt.
Dazu fällt mir'n Beispiel ein, über das ich seit über 30 Jahren immer wieder mal nachsinniere. Mir erzählte damals ein Muckibudenkumpel, er hätte auf der Kö (die "Edelshoppingmeile" in Düsseldorf) einen Ferrari gesehen mit einem Aufkleber, der besagte: "Eure Armut kotzt mich an!" Er fand das voll lustig.
Ich irgendwie auch. Aber ich frag mich halt seit damals, ob es auch stimmte. Und falls ja - ob der Fahrzeughalter womöglich eine spezielle, recht teure Zusatzversicherung für Lackschäden oder sonstige Wandalismusfolgen für seinen Wagen abgeschlossen hätte. Oder ob womöglich jemand anders diesen Aufkleber da platziert hatte mit der klammheimlichen Hoffnung, dass der nächste Punk (damals gab es die noch, auch in der Düsseldorfer Altstadt), der da vorbeikäme, eine ausdrucksvolle Antwort an dem Protzauto hinterlassen würde.
Wie dem auch sein mochte: Wer immer stolz per Sticker und Aufkleber seine Jenseits-des-Mainstreams-Verortung bekundet, muss damit rechnen, dass entsprechende Reaktionen eintrudeln. Beim hier diskutierten Fall, wo mich jemand auffordert, irgendeiner Autorität blind ("getrost" ist ja ein Euphemismus für: denk nicht weiter drüber nach) zu folgen, wäre meine erste Assoziation eine ironische Replik: "Ja okay, Führer befiel, wir folgen dir!" Wäre ich ein Punk und hätte 'nen Edding dabei, würde ich das so drunter schreiben, wenn mir der Aufkleber auf 'nem geparkten Auto auffiele.
Aber ich bin ja kein Punk und überhaupt tut man sowas natürlich nicht...
@jack-black Was die Aufkleber angeht, so sind mir in letzter Zeit einige Greta Aufkleber eingefallen, wie:
"Heul leise, Grets"
"Greata doesn't like that (mit Daumen nach untern"
"Alle reden nur von Greta - ich habe schon Schule geschwänzt, da gab es noch keine Klimaerwärmung"
Oder auch richtig unflätiges Zeugs ...
Das eine oder andere entlockt mir ein Schmunzeln und hatte somit einen guten Zweck.
Was etwas ganz anderes ist, das ist die komplette Folierung eines Autos. Wenn mir Individualität wichtig wäre, dann könnte ich mir so etwas vorstellen. Das kann ein einfaches Auto schon erheblich aufpimpen.
@goodfruit "Heul leise, Grets"
Hhmm... Ich konnte mich letztens, als mal wieder eins der "Flutopfer" in die gierig nach Emotions-Content lechzenden TV-Kameras lamentierte, weil ja nun ihr Auto putt war, nur knapp eines ähnlichen Kommentars enthalten. Und das Geheule wird ja demnächst immer lauter werden, wenn plötzlich - wie nun flugs von den (un-) verantwortlichen Politik-Schlaubergern vorgeschlagen - alle Häuslebesitzer dazu gezwungen werden, Versicherungen für solche Klimawandel-Schäden abzuschließen, Schei** auf das Verursacherprinzip...
Aber na gut, anderes Thema.
@lucan-7 Mit den Autoaufklebern ist das so eine Sache. Die zugepflasterten Autos hatten wir wohl eher in den 70igern, Heute ist das ja meist etwas dezenter. Ich habe hinten nen Fisch drauf und das schon lange. Sonst nichts - bis auf jetzt den für den "Kampfradler".
Ich hätte da auch noch:
"Ich bin Dir näher als Dein Gurt - Gott" zur Auswahl. Den finde ich an sich origineller - aber da Radfahrer keinen Gurt haben ...
Ich gehe mal davon aus, das der Aufkleber bzw. der Magnet nicht so ganz lange auf dem Auto bleiben wird.
"Ich habe hinten nen Fisch drauf "
Wobei ich gestehen muss, das ich bei Autos mit Fisch Aufkleber eine Portion Extraabstand einhalte... 😉
@scylla Wobei ich gestehen muss, das ich bei Autos mit Fisch Aufkleber eine Portion Extraabstand einhalte... 😉
Dann hätte er ja schon eine wichtige Aufgabe erfüllt.
Ich weiß nicht, warum Du da auf Abstand gehst - aber ich kann Dir versichern: dieser Fisch stinkt nicht! 😉
Es ist ehr wie bei niederländischen KFZ..
Da heisst es ja auch
Schwarze Schrift auf gelbemGrund
Halte Abstand, bleib gesund
🤣🤣🤣
@lucan-7 Ein bisschen pauschalisierend sind deine Äußerungen über Autoaufkleber ja schon... aber vielleicht manchmal (!) auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Wobei ich denke, dass sich beispielsweise der Fußballfan mit BVB-Aufkleber nicht unbedingt abseits des Mainstreams verortet - es sei denn, er wohnt in Gelsenkirchen. 😀
Zur Missionierung per christlichem Autoaufkleber: Wenn das Auto mit dem Fisch am Heck mit 5 Metern Abstand bei Tempo 190 über die Autobahn brettert oder so dumm parkt, dass es gleich zwei Parklücken in Beschlag nimmt, ist das für den Missionserfolg wohl auch eher nicht so zuträglich...
Ich verstehe den Spruch nicht so ganz. Wenn jemand hinter mir her fährt, dann folgt er ja mir und nicht Gott. Der Spruch macht für mich als Autoaufkleber kein Sinn. Und wenn ich dann ein Unfall baue, wirkt er auch noch sehr ironisch 🤣
Ansonsten achtet ich bei der Fahrt auf keine Aufkleber. Um die zu lesen müsste man ja auch extrem nah auffahren. Höchstens an der Ampel oder bei parkenden Autos nehme ich solche Aufkleber auch Inhaltlich war. Wenn ich fahre habe ich besseres zu tun.
@lhoovpee Ich kann Deine Kritik nachvollziehen und deshalb war der Aufkleber bislang ja auch nicht auf dem Auto. Andererseits drängt sich die Verbindung zwischen Gott nachfolgen und dem Auto/mir nachfolgen ja nur deshalb auf, weil es hinten auf dem Auto steht. Für sich genommen ist das ja nicht so. Ich könnte es ja auch so sehen: Ich folge hier nur einem Auto. Das bringt mir aber nichts - ich sollte schon Gott folgen.
Und wenn jemand Gott unbedingt mit dem Auto verbinden will, dann ist da ja ein Christ drin - und in dem ist Jesus drin - und damit ist in dem Auto auch Gott.
Ganz unproblematisch finde ich das aber auch nicht.