Echt jetzt? - Jesses Maria ...
Gestern landete ich bei K.TV - einem katholischen Sender ... und schaute mir ein Gespräch an (in der Reihe "Unverschämt katholisch").
Uns begegnet in diesem Gespräch Jemand, dessen Lebensgeschichte ihn (vom Schamanismus hin) zu Jesus und zu einer tiefen Bekehrung und Glaubensgewissheit führte ... Soweit, so gut, mag die Reaktion sein ... in einem weiteren Schritt erzählt er dann, warum sein Weg MIT JESUS ihn dann noch weiter führte zu einer (zunächst widerständigen) Hinwendung zur katholischen Kirche und zum katholischen Glauben.
Zweimal erlebte er ein schwer zu schilderndes, ihn überwältigendes Bekehrungserleben - einmal die Präsenz Jesu, dann die Präsenz und den Ruf der Maria.
Ich poste hier den Link und wer es nicht alles schauen mag, den verweise ich auf die letzten Minuten > 45.20 ff
Mich interessiert sehr die Resonanz hier im Forum.
https://www.youtube.com/watch?v=xtTh-7uAPjs&list=PLgZUtBSW9D86nSPA-EMWASQ8QjQUKsOVF&index=5
L'Chaim
@awhler Meines Wissens ist KIV ein gemeinsamer Sender dreier Länder: Schweiz, Deutschland, Österreich, der vorgibt, echt katholisch zu sein. Ein offizielles Sprachrohr der katholischen Kirche ist er nicht. Quelle meiner Informationen ist er auch nicht. Dass Volksfrömmigkeit mitunter ausufert, ist auch bekannt.
Persönlich habe ich keinen Zugang zu einer MarienVEREHRUNG, Hängt vielleicht damit zusammen, dass ich am 8. Dezember Geburtstag habe (in Österreich ein Marienfeiertag, der mitten im Advent zu diskussionen führt wegen verlorenen Einkaufsmöglichkeiten).
Mir gefällt am besten die Bezeichnung: "Maria als Schwester im Glauben".
Mit ' nem Morgernkaffee am PC erinnere ich mich, vor ziemlich genau einem Jahr diesen Thread gestartet zu haben ... vielleicht hat wer Lust, da nochmal reinzuschauen.
https://forum.jesus.de/community/ein-leib-interkonfessionelles/mitte-weite-katholische-beruehrungen/
Und ich poste als Appetizer nochmal mein Eingangsposting:
"Als Christ beschäftigt mich seit meiner Jugendzeit die Frage, wie sich die MITTE (meiner eigenen evangelisch-konfessionellen Glaubensgrundierung in Christus & im Evangelium) verhält zur Frage der WEITE (d.h. der Offenheit & Bereicherung, der interkonfessionellen Ökumene, des inter-religiösen Dialogs).
Der Protestantismus ist oft abgrenzend, evangelikaler Glaube oft ausschließend, leider.
Im Katholizismus - und damit meine ich NICHT die römisch-katholische Doktrin & Institution, sondern den Kat-holos *weltumspannenden* Geist - begegnet mir dagegen (merkwürdiger Widerspruch oft) eine Weite & ein Farbenreichtum des gelebten Glaubens AN und IN CHRISTUS, der mir gut tut.
Ich lese gerade viel von Tomàs Halík, großartig.
Und bin Drewermann, (Glaube & Psychoanalyse), Hugo-Enomiya Lassale (Priester in Japan & Zen-Meister), Bede Griffiths (Priester in einem christlichen Ashram), Richard Rohr & David Steindl-Rast (Christlicher Glaube & Spiritualität), Ernesto Cardenal & Leonardo Boff (Befreiungstheologie), Hans Küng & Anselm Grün ... undundund ... SEHR DANKBAR für die Bereicherungen meines Glaubens und meiner Christus-Beziehung."
L'Chaim
Den Blick von „was trennt“
hin zum Blick „was eint“
(oder „was verbindet“) -
immer wieder ein Gewinn.
Im anderen Christus erkennen,
wie anders sähe unsere Welt aus,
(wenn uns (und allen))
das stets gelingen würde.
Einüben will ich das
Tag für Tag selbst;
Scheitern als Chance -
für mich, das Miteinander.
Im anderen Christus erkennen,
wie anders sähe unsere Welt aus,
(wenn uns (und allen))
das stets gelingen würde.
Im anderen kann man nur dann Christus erkennen, wenn Christus im anderen lebt. Jesus trennt die Menschen in zwei Lager auf, die einen, die den Vater zum Vater haben und die, die den Teufel zum Vater haben. Das ist ein Entweder-oder, Schwarz oder Weiss. Das bedeutet nicht, dass alle Menschen, die den Teufel zum Vater haben, böse sind, oder moralisch verdorben, nein das können auch ganz demütige und anständige Menschen sein. Entweder man glaubt an Gott, dann ist man sein Kind, oder man glaubt nicht an Gott, dann ist man ein Kind der Welt und damit des Teufels.
Ich wünschte mir, ich könnte Christus in mir und anderen mehr erkennen.
@arcangel Gestehst du dem Teufel nicht zu viel (aus meiner Sicht nicht vorhandene) Macht zu, so wie du ihn hier als Vater und Schöpfer zugleich wahrnimmst?
Ich schaue auf mich und meine Mitmenschen gleichermaßen als Geschöpfe Gottes. Ich gehe davon aus, es ist weniger entscheidend, ob wir uns Christen nennen oder in Christus sind. Und das Bekenntnis zu Christus sehe ich stärker in der Liebe (in Haltung und Tat) als in der Benennung/ Klassifizierung.
Ich bin dankbar für alle, mit denen ich Glaube (Erkenntnis und Bekenntnis) im Erleben und Austausch - in unterschiedlicher Intensität und empfundener Einheit - teile. Mir ist der Wert christlicher Gemeinschaft sehr bewusst; diejenigen die dazu (noch oder gar nie) keinen Zugang haben, gehören für mich in einem weiteren Sinne dennoch dazu. Gott schaut auf unser Herz. Wer bin ich zu entscheiden, wer (und warum) nicht zu Ihm gehören solle.
Gestehst du dem Teufel nicht zu viel (aus meiner Sicht nicht vorhandene) Macht zu, so wie du ihn hier als Vater und Schöpfer zugleich wahrnimmst?
Es geht nicht um die Macht des Teufels, sondern darum, wen jemand zum Vater hat. Oder wie es Luther formuliert haben soll: "Jeder wird geritten entweder vom Geist Gottes oder vom Satan?"
In dieser Frage gibt es kein Grau, sondern nur Schwarz oder Weiss.
Dabei gibt es durchaus Bereiche und Positionen die ihre Schattierungen haben und was richtig für den einen ist, muss nicht unbedingt für den anderen ok sein.
Ich schaue auf mich und meine Mitmenschen gleichermaßen als Geschöpfe Gottes.
Sehe ich genauso.
Und das Bekenntnis zu Christus sehe ich stärker in der Liebe (in Haltung und Tat) als in der Benennung/ Klassifizierung.
Das eine Tun und das andere nicht lassen. Aber bei jemand, der Mühe hat sich als Christ zu klassifizieren, stellt sich die Frage nach dem Warum.
Wer bin ich zu entscheiden, wer (und warum) nicht zu Ihm gehören solle.
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Du fährst irgendwie zweigleisig mit Deinen Sätzen.
Einerseits kompromisslos >>> "Gott oder der Teufel/Satan ... kein Grau, sondern nur Schwarz und Weiss".
Andererseits relatvierst Du dich sofort selbst ("Dabei gibt es durchaus Bereiche und Positionen die ihre Schattierungen haben und was richtig für den einen ist, muss nicht unbedingt für den anderen ok sein.") und bist zustimmend auch ganz der Meinung, nicht entscheiden zu können "wer und warum nicht zu ihm gehören solle"
Vielleicht erklärst Du noch mal, was die "Bereiche und Positionen" sind, die dann wohl doch nicht aufgehen in der zuvor so schroff behaupteten Diastase ...
L'Chaim
Da hast du mich falsch verstanden, wer zu Gott gehört und wer nicht, da gibt es kein Grau, sondern nur schwarz weis. Ich kann/muss und darf das zum Glück nicht beurteilen.
Wo es aber Graustufen gibt und es nicht so klar ist, sind bei Fragen über die Eucharistie, Heiligenverehrung, Taufe, oder Heilsgewissheit oder was einem Christen gewiss ist oder nicht, doppelte Prädestination oder Freierwille, usw. all das sind Themen, die sind in der Bibel nicht so scharf umrissen. Und da kann ich andere Sichtweisen nachvollziehen und auch wenn ich anderer Meinung bin, als berechtigt stehen lassen.
Gestehst du dem Teufel nicht zu viel (aus meiner Sicht nicht vorhandene) Macht zu, so wie du ihn hier als Vater und Schöpfer zugleich wahrnimmst?
Liest du eine Gleichsetzung aus seinem Text? Und das Attribut Schöpfer bzgl Teufel kann ich nicht finden in seinem Post.
@deborah71 Auf mich hat das so gewirkt. Arcangel hat das ja bereits in Teilen klargestellt.
Im Katholizismus - und damit meine ich NICHT die römisch-katholische Doktrin & Institution, sondern den Kat-holos *weltumspannenden* Geist - begegnet mir dagegen (merkwürdiger Widerspruch oft) eine Weite & ein Farbenreichtum des gelebten Glaubens AN und IN CHRISTUS, der mir gut tut.
Solange dies der Fall ist, bin ich ganz bei dir, nur wenn glaube an und in Christus, substituiert oder relegiert wird. Hört jemand auf, Christ zu sein. Während ich dies bei der normalen Heiligenverehrung nicht als gegeben sehe. Sieht dies beim Marienkult definitiv anders aus. Und das oben von dir verlinkte Video ist ein Paradebeispiel. Da nimmt Maria die Rolle und den Platz ein, die der Geist hat und den Jesus einnehmen sollte.
Glaube darf weit und farbenreich sein. Und gleichzeitig ist er ganz eng, starr und kompromisslos.
Höre Israel: Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein!
Es gibt nur einen Menschen, der Gott ist.
Wie kommst du mit der Fülle an verschiedenen philosophischen Einflüssen der Autoren klar?
Neuplatonismus, Perennialismus, Hinduismus, Buddhismus, ...... ein wenig Christliche Traditionen.....
Teils widersprechen sich doch die einzelnen Strömungen. Alles in einen Topf und kräftig umrühren finde ich eher ungenießbar.
Ich denke nicht, dass Paulus das so gemeint hat, als er schrieb: Ein jeder habe etwas! als Gottesdienstanweisung.
Ich muss nicht "damit klarkommen", dass der christliche Glaube sich in dieser Welt und in der Kirchengeschichte so BUNT entfaltet - ich nehme es als ein wunderbares Phänomen, dass Gottes Garten (geist-gewirkt) bunt ist und bunt sein darf.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Es ist auch für mich kein "everything goes", aber alle von mir Genannten haben Anteil an Christus-Erkenntnis und an Christus-Verbundenheit - in ihrem jeweiligen Kontext und in ihrer jeweiligen Berufung.
Was mich betrifft (deine Frage, wie ich "damit klarkomme?") beziehe ich einfach immer wieder Bereicherung, Inspiration, Weitung und Vertiefung aus diesen verschiedenen Spektral-Farben von Wahrheit und Weisheit.
Es ist natürlich auch ein Weg, den ich selbst seit meiner Jugendzeit bis in die Gegenwart gegangen bin.
Und es macht mich bescheidener und demütiger im Blick auf das, was ich im Glauben gelernt habe, mein eigen nenne und worin ich zu Hause bin als Christ.
L'Chaim
Ach, Deborah71 😉
Lass es doch einfach mal so stehen, was ich schreibe ...
Es geht doch nicht darum, ob sich etwas "gut anfühlt" ... und "alle Philosophien so genau zu kennen", muss und kann ich doch nicht - genauso wie Du und jedermann/frau nicht.
Ich habe doch geschrieben, worin meine Bezüge und Bereicherungen bestehen ... und wofür ich - als Christ mit geschenkten Bereicherungen - einfach dankbar bin ...
Viel Weizen, um im Bild zu bleiben, gibt es zu ernten - und andere nährende Getreidesorten auch ... und "Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand" 🙂 (EG 508)
L'Chaim
Wenn Du für Dich ein Überforderungsgefühl gespürt hast und das unangenehm war, tut mir das leid.
Aber ich habe doch von meinen Bezügen und Einsichten geredet, die Du doch einfach akzeptieren und wahrnehmen kannst, ohne selbst davon irgendwie belastet zu sein.
L'Chaim
Nun ja, die Frage ist, ob Du nicht doch über Unterscheidungen, Richtigkeiten und Stopp-Schilder postest, die Du als allgmeingültig ansiehst (auch für mich) und (über Deinen eigenen Horizont hinaus) vertrittst (?)
Was DU selbst unterscheiden möchtest, das tust Du FÜR DICH ... und ich tue es für mich.
Unsere Grundhaltungen unterscheiden sich wohl in der Frage von Offenheit und Abgrenzung, der Bereitschaft, sich auf christliche Glaubens-Vielfaltigkeiten einzulassen oder eher davon Abstand zu nehmen.
L'Chaim
Natürlich tut es jeder für sich. Das Wie ist immer wieder ein Lern- bzw Erfahrungsbereich.
Du hast mein Zeugnis gelesen und evtl erahnt, in welchen Bereichen aus der Vielfalt heraus durch Erfahrungen ein Abstand für mich geraten erscheint. Und im Bereich Philosophien habe ich wenig Erfahrungen sondern eher weiße Flecken auf der Landkarte.
@awhler Deine Erfahrungen kann ich bestätigen. Mir ging es ähnlich. Als ich vor 23 Jahren hier zu Je.de kam, brachte ich meine freikirchliche Prägung mit. Hier begegneten mir dann Menschen mit kath. Background. Das hat mich neugierig gemacht. Ich denke da noch an Wrzl, ein kath. Theologe und Lehrer, wenn ich recht entsinne. Als ich seine Texte las, berührte das etwas in mir, was vermutlich schon immer da war, aber in einer freikirchlichen Welt nicht sein durfte. Bibelweltbürger fällt mir da auch noch ein. Diese Beiden vertraten ein spirituelles Verständnis, das ich mit Weite mit Tiefe und unendlicher Weisheit beschreiben würde. Sie eröffneten mir eine Raum, Neues kennen zu lernen. Drewermann, D. Sölle, A. Grün usw. zogen mit mein Bücherregal ein. Mich zog es dann ins Kloster und ich und entdeckte eine unheimliche Weite und Tiefe. Meine Reise begann, als ich über meinen Tellerrand schaute. Doch es war ein einsamer Weg und brauchte sehr viel Mut. Schaue ich heute zurück, dann bin ich dankbar dafür, denn es hat mein Leben reich gemacht.
Für mich liegt der Kern des Problems, bei dem, was er in 46.18 sagt. "Man kommt irgendwann an einen Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht." und dann lernt er Maria kennen und erlebt etwas viel Tieferes.
Maria gibt ihm also etwas, der bei Gott nicht bekommen kann. Ist für mich die Definition von Götzendienst.
Veröffentlicht von: @arcangelMaria gibt ihm also etwas, der bei Gott nicht bekommen kann. Ist für mich die Definition von Götzendienst.
Das versuche ich, zu verstehen.
Maria steht für ihn doch nicht als Ersatz oder Konkurrenz zu Gott, wie sollte sie? Im Gegenteil ist sein Erleben ja gerade, dass Gott selbst ihm in Maria nocheinmal nahe und bereichernd begegnet (zum Verständnis: Ich verteidige damit nicht seine Sichtweise und sein Erleben, aber ich finde, dass Du ihn selbst damit nicht gut verstehst und interpretierst).
Und willst Du tatsächlich - auch wenn es Dir fremd und offensichtlich zuwider ist - die katholische Sicht auf Maria als "Götzendienst" bezeichnen??? Das ist schon eine Hybris, die sich im Besitz von Erkenntnis und Rechtgläubigkeit outet, die ich für unakzeptabel halte ... Warum? Weil ich gerade bei katholischen Christen, die Maria verehren, eine tiefe Jesus- und Gottesliebe kennengelernt habe, die ihnen IN und MIT MARIA sehr lebendig ist.
L'Chaim
Das versuche ich, zu verstehen.
Das glaube ich dir sogar, und dass du den Zusammenhang nicht erkennst, sieht man aus deinem weiteren Text.
Eden ist der Zustand, für den wir geschaffen wurden und nach dem wir uns sehen, den unmittelbaren und ungefilterten Zugang zu Jahwe.
Was machen aber Menschen immer und immer wieder, sie stellen einen Mittler zwischen sich und Gott. Dies ist eines der Themen, das sich durchs ganze alte Testament zieht und auch im neuen an einigen Stellen durchdrückt. Und genau dies klagt Gott immer und immer wieder an, warum bedient ihr euch all diesen Faksimile, kommt direkt zu mir und zu mir allein.
Und Maria ist so ein Faksimile. Wir sollen das Original den Vater anbeten, ihn als Vater erleben und seine Nähe suchen und die nicht die mütterliche Wärme von Maria.
Maria steht für ihn doch nicht als Ersatz oder Konkurrenz zu Gott
Aber genau das tut sie im katholischen Marienkult. Sie wird mit Mutter beschrieben, sie ist Teil der Heilsökonomie, sie ist die Mutter der Kirche. Maria war ein besonderer, aber kein besserer Mensch, genauso sündhaft und genauso gefallen wie jeder andere auch. Maria wird in diesem Kult ein Status und eine Position zugeschrieben, die nur Jesus gebührt und sie übernimmt eine Rolle, die nur Jesus erfüllen kann.
die katholische Sicht auf Maria als "Götzendienst" bezeichnen???
Ja und zwar unmissverständlich.
Weil ich gerade bei katholischen Christen, die Maria verehren, eine tiefe Jesus- und Gottesliebe kennengelernt habe, die ihnen IN und MIT MARIA sehr lebendig ist.
Was genau nichts sagend ist. Ich habe einige Jahre im katholischen Umfeld verbracht und ich habe das ganze Spektrum der Menschlichkeit in sehr marienfrömmigen Menschen kennengelernt. Ich, kann also nicht bestätigen, dass sich die Gruppe der marienfrömmigen in irgendeiner Form, Positiv vom Rest unterscheiden.
Was ich aber bestätigen kann, ist die beobachtbare religiösitat der marienfrömmigen Katholiken ihren Dreh- und Angelpunkt nicht bei in Jesus befand, sondern in Maria. Der einzige Ort, wo diese Menschen mit Jesus in Kontakt kamen, war die Eucharistie. Rational wurde klargestellt, dem drei Einen Gott allein alle Ehre gebührt. In der beobachtbaren alltäglichen Frömmigkeit hingegen war Jesus der grosse Abwesende.
Ich betrachte sowas als Lippenbekenntnis.
Ok, nun hast Du ja nochmal nachgelegt und gezeigt, was Du denkst und für richtig hältst.
Abgesehen davon, dass ich den Anfang Deiner Antwort sehr herablassend finde
Das versuche ich, zu verstehen. >>> Das glaube ich dir sogar, und dass du den Zusammenhang nicht erkennst, sieht man aus deinem weiteren Text.
erschreckt mich Deine schroffe und beschämende "Basta"-Haltung, die für unzählige katholische Christen, die katholische Kirche und Tradition eine völlig unangebrachte Beurteilung und Haltung ist. Das Herz Jesu und die Liebe Gottes ist m.E. viel weiter als Dein "Kehrbesen", mit dem Du da wegfegst ...
L'Chaimi
die für unzählige katholische Christen
Weshalb ich stets von marienfrömmig und marienfrömmigen Katholiken gesprochen habe und nicht generell von Katholiken.
Was das herablassend betrifft, da muss, ich mich entschuldigen, wenn das so bei dir angekommen ist, war nicht meine Intention. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass ich dein Versuchen zu verstehen in deinem Text sehe.
Das Herz Jesu und die Liebe Gottes ist m.E. viel weiter als Dein "Kehrbesen", mit dem Du da wegfegst ...
Das ist es definitiv, aber es wird einen Tag des Herrn geben und alle, die nicht im Buch des Lebens geschrieben stehen, werden dem zweiten Tod übergeben. Der Kehrbesen wird dann einiges wegefegen... die Beurteilung darüber überlasse ich aber Gott.
Ok ... tatsächlich gibt es im Bereich katholischer Frömmigkeit und Spiritualität ein breites Spektrum im Verhältnis zu Maria und Extreme & Auswüchse, die für mich nicht der Maßstab sind.
Ich finde es aber angemessener und fairer, zur Kenntnis zu nehmen, wo und wie Maria im katholischen Glauben Gott & Christus nicht die Ehre wegnimmt, sondern zu ihm hinführt und wo Menschen das als Hilfe und Segen erfahren.
Und bis zum Tag des Herrn sollten wir selbst in manchen Räumen und auf manchen Wegen vorsichtiger sein mit unseren Kehrbesen und Wischbewegungen ... 😉
L'Chaim
Ich finde es aber angemessener und fairer, zur Kenntnis zu nehmen, wo und wie Maria im katholischen Glauben Gott & Christus nicht die Ehre wegnimmt, sondern zu ihm hinführt und wo Menschen das als Hilfe und Segen erfahren.
Für mich gibt es da einen ganz einfachen Gradmesser, und zwar das, was Johannes der Täufer gesagt hat.
Johannes 3,30-31 "Er(Jesus) muss immer größer werden, ich(Johannes) dagegen geringer.“ Ja, er ist von oben gekommen und größer als alle anderen. Wer von der Erde stammt, redet aus irdischer Sicht. Der vom Himmel kommt, steht über allen."
Wenn eine Marienverehrung dazu führt, dass sie immer unbedeutender und Jesus immer grösser wird, dann ist dies tatsächlich etwas Gutes und förderungswürdig. Nur sehe ich das Gegenteil. Hier ein Bild der Katholische Kirche bei mir ums Eck.

Die visuell dominante Figur in der Kuppel ist Maria, und in der Szene verbeugen sich der Himmel (Bischöfe und Heilige) und die Erde (Engel) vor Ihr, während sie auf der Wolke daher kommt.
Wer eine Ahnung von biblischer Ikonografie hat, erkennt den unmissverständlichen Bezug. Die Bibel macht klar, es gibt nur einen, der auf der Wolke daher kommt, das ist eine Bild, das alleine YHWH gebührt. Und es gibt auch nur einen, vor dem sich alles im Himmel und auf Erden verbeugt, und das ist der, der auf dem Thron sitzt und seinem Lamm, dem Löwen Juda.
Die Ikonografie in dieser Kirche ist für mich genauso abgöttisch wie eine Krishna Darstellung in einem Hindu Tempel.
Das ist die St.Maria Neudorf Kirche in St.Gallen, eigentlich eine ganz normale katholische Kirchgemeinde.
Falls du Englisch kannst, gibt es hier eine Episode einer Dokuserie, welche die ikonografische Entwicklung von der Antike ins Mittelalter betrachtet.
Ganz kurz und überspitzt zusammengefasst, in den ersten Darstellungen von Jesus wurde er als Jüngling, der mitten unter den Menschen war und Wunder vollbrachte dargestellt. Bis irgendwann die Christen anfingen, die Isis Ikonografie auf Maria zu münzen, damit wurde Maria in den nahbaren Vordergrund gerückt, während Jesus Ikonografie unnahbar in den Himmel gerückt wurde.
Und das ist es, was ich emotional bei vielen sehe, für sie ist Jesus zwar Gott und Erlöser, aber distanziert und unnahbar. Maria springt hier als Mittler in die Bresche. Evangelikale machen, zum Teil, denselben emotionalen Prozess. Wenn sie jemanden bitten, der ihn ihren Augen einen besseren Zugang zu Gott hat, sie selbst, für ihr Anliegen zu beten.
Dahinter liegt eine grundsätzlich ungesundes Verständnis der Gottesbeziehung. Warum sollte Gott meinem Anliegen mehr Beachtung schenken, nur, weil es von jemand anderen vorgetragen wurde. So quasi, 'ich bin die Aufmerksamkeit Gottes nicht würdig'.
Da hat jemand nicht verstanden, was es bedeutet Kind Gottes zu sein.
Maria ist meine Schwester, die neben mir vor Gott steht, nicht meine Mutter.
Danke für das Quellenvideo.
In der Hagia Sophia ist Maria auch dominant in einer Kuppel. Sie hat noch das Jesus Kind auf dem Schoß, ihre Hand auf seiner Schulter drückt ihn nach unten hin fest. Suchwort Apsismosaik
Nachdem Erdogan das Museum wieder in einen islamischen Gebetsraum umgewandelt hat, sind Stoffbahnen vor dem Maria+Jesus Bild während der Gebetszeiten. Sie ist aber immer noch über den Kalligrafien von Allah und Mohammed.
Als ich dort war noch zu Museumszeiten, stand ich auf der Galerie gegenüber und es ging eine drückende wie dominante Energie von dem Bild aus.
Veröffentlicht von: @awhlerMich interessiert sehr die Resonanz hier im Forum.
Finde es gut.
Veröffentlicht von: @arcangelWas machen aber Menschen immer und immer wieder, sie stellen einen Mittler zwischen sich und Gott. Dies ist eines der Themen, das sich durchs ganze alte Testament zieht und auch im neuen an einigen Stellen durchdrückt. Und genau dies klagt Gott immer und immer wieder an, warum bedient ihr euch all diesen Faksimile, kommt direkt zu mir und zu mir allein.
Gott selbst setzt im alten und im neuen Bund immer wieder Menschen als Mittler ein.
Im alten Bund ja. Diese wurden aber durch den ultimativen Mittler Jesus ersetzt. Wer wurde im neuen Bund als Mittler eingesetzt, da bin ich jetzt wirklich gespannt.