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Enttäuschte Erwartungen?

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THOW42
 THOW42
Themenstarter
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Als ich Christ wurde, war gerade eine große Welle von Hoffnung und Erwartung im Leib Christi spürbar – zumindest im freikirchlichen Umfeld der späten 80er und frühen 90er Jahre. Bewegungen wie „Durchbruch für Deutschland“ riefen zum geistlichen Aufbruch, und auch Reinhard Bonnke rückte Deutschland erneut als Missionsland in den Fokus.

Das Christenleben sollte vor allem eines sein: erfolgreich.
War nicht geschrieben, dass Jesus alle Krankheiten ans Kreuz nahm? Also müsse man nur „den Dreh rauskriegen“, dann würden sich viele Probleme fast automatisch lösen.
Auch die Kirchen sollten wieder vor allem eines ausstrahlen: Exzellenz. Nur das Beste sei gut genug für Gott. Und je charismatischer desto besser – das Umfallen im Heiligen Geist gehörte damals fast schon zum guten Ton.

Diese Atmosphäre weckte viele Erwartungen – auch in mir:

  • Erwartungen an mich selbst

  • Erwartungen an den Leib Christi

  • Erwartungen an meinen Glauben

  • Erwartungen an den Glauben

Doch das Leben verlief in vielen Bereichen anders als erwartet.
Die – damals durchaus schlüssig dargelegte – nahe Entrückung etwa? Bis heute auf „pending“.
Mein Glaube an Gott selbst geriet dabei nie ins Wanken. Aber ich musste durch manches hindurch. Musste Bilder loslassen. Vorstellungen neu sortieren. Und auch meinen Glauben in wesentlichen Punkten neu bedenken und justieren.

Wie war das bei euch?
Was hat euch am Glauben – oder an dem, was man euch versprach – enttäuscht?
Und welche Lehren habt ihr daraus gezogen?

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neubaugoere
Beiträge : 19188

@thow42 

Eine wirklich gute Frage. Danke dafür. Ich versuche mal, meine Gedanken zu verschriftlichen (ungeordnet, unsortiert):

Ich bin in einer anderen Zeit zu Jesus gekommen oder er zu mir. - in den 80ern und 90ern kannte ich Gott noch nicht. Gelesen hab ich nicht so viel über diese Zeit.

Und doch, auch ich bin ein Mensch und hatte Erwartungen, wenn ich etwas von diesem Jesus las oder hörte. Na klar. Wer hat die nicht? Erwartungen, dass, wenn ich etwas so tue, wie ich es in der Schrift lese, dass sich das dann auch so einstellt. Tat es aber nicht immer. Diese Dinge "verbuchte" ich sehr schnell in die "Kategorie": Ist mir unklar, muss Jesus mir erklären und das tut er, wenn es für mich Zeit dafür ist. (war auch bisher immer so)

Enttäuscht - also von Täuschungen befreit - war ich immer und bin ich wohl auch heute noch von Menschen ... weil ich eine bestimmte Vorstellung im Kopf habe oder bestimmte Dinge auf eine bestimmte Weise kennengelernt habe, annehme, das ist immer und/oder bei allen so und dann ist es eben nicht so und ent-täuscht mich. Auch das habe ich recht schnell in eine "Kategorie": Erklär es mir (Jesus) oder lass es mich "vergessen", stufe es als "nicht so wichtig" ein, damit ich es dann auch nicht "so wichtig" finde und damit leben kann. (war auch bisher immer so)

An Jesus, Gott oder dem Heiligen Geist hat mich irgendwie noch nie etwas ent-täuscht. Weshalb ich feststelle, ich war offenbar nie einer Täuschung aufgesessen. Er hat mich nie enttäuscht. Ich habe vieles nicht verstanden und verstehe heute auch vieles nicht. Aber das bleibt eben so stehen, vielleicht weil ich weiß, dass es zum einen nicht so wichtig ist und zum anderen es mir Jesus erklären wird, wenn die Zeit reif ist (für mich; weil es seine Welt ist, sein Plan, sein Vorgehen, sein Weitblick, seine Gnade, sein Leben, das er gegeben hat).

Ja, ich "hadere" auch heute manchmal mit "glaube ich zu wenig" oder "nicht gut genug", kann dann - Gott sei Dank!!! - diese Dinge immer als versuchte Beeinflussung/Lüge entlarven, denen ich einfach ihre "Macht" entziehe.

Veröffentlicht von: @thow42

Mein Glaube an Gott selbst geriet dabei nie ins Wanken. Aber ich musste durch manches hindurch. Musste Bilder loslassen. Vorstellungen neu sortieren. Und auch meinen Glauben in wesentlichen Punkten neu bedenken und justieren.

Momentan erlebe ich das mit meinem Leben. Ganz ohne Spirituelles, ohne Gott, ohne ... ich stelle mein Leben um (gesundheitlich), und das stellt mein Leben oft in Frage (also meine Sicht, meine Entscheidungen, meine Überzeugungen) und gerne mal auf den Kopf.

Wie oft hab ich Jesus über Jahre angefleht, er möge doch endlich etwas tun in einer bestimmten Sache. Ich wähnte mich zwischendurch sogar so 'oh, er hat mich erhört' und dann war es das doch nicht. - Und dann kommt Jesus - eigentlich wie ich ihn kenne, wie wir ihn alle kennen müssten - um die Ecke als einer, der so ganz anders ist, als er in meinen Vorstellungen war (bezüglich dieser Sache). Ich wähnte ihn anders handeln. Tat er aber nicht. Dafür stellt er jetzt mein Leben auf den Kopf. Und es tut soooo gut. Es macht so viel mehr aus und mit mir, als ich mir hätte vorstellen können. Dass er so handelt und nicht separiert, wie ich mir das vorgestellt hatte, auch wenn ich ja nicht wirklich eine Ahnung haben kann ... 

Ich muss Bilder loslassen ... Vorstellungen loslassen, neu sortieren ... erkunden ... erforschen ... neu denken lernen, neu handeln lernen im "Glauben" und im Leben. (Ich mag das Wort "Glauben" als Substantiv im Zusammenhang mit Gott nicht wirklich, aber die Allgemeinheit nutzt es eben so.)

Es ist alles neu. Und ich bin ohne Furcht. <-- auch das ist neu

Veröffentlicht von: @thow42

Als ich Christ wurde, war gerade eine große Welle von Hoffnung und Erwartung im Leib Christi spürbar – zumindest im freikirchlichen Umfeld der späten 80er und frühen 90er Jahre. Bewegungen wie „Durchbruch für Deutschland“ riefen zum geistlichen Aufbruch, und auch Reinhard Bonnke rückte Deutschland erneut als Missionsland in den Fokus.

Das Christenleben sollte vor allem eines sein: erfolgreich.
War nicht geschrieben, dass Jesus alle Krankheiten ans Kreuz nahm? Also müsse man nur „den Dreh rauskriegen“, dann würden sich viele Probleme fast automatisch lösen.
Auch die Kirchen sollten wieder vor allem eines ausstrahlen: Exzellenz. Nur das Beste sei gut genug für Gott. Und je charismatischer desto besser – das Umfallen im Heiligen Geist gehörte damals fast schon zum guten Ton.

Hab ich nur am Rande mitbekommen ... Bonnke selbst war mir auch nicht sonderlich sympathisch, obwohl ich ihn ja nie persönlich kennengelernt hatte, ich mag seinen Nachfolger. 😀 Ich merke, ich "sortiere" heute viele Dinge "anders ein" als früher. (Ich kann eine Gabe für die dritte Welt nicht in die Industrienationen "übersetzen".) Ich lernte einige Menschen kennen, die ihn mögen und von denen ich mehr erfuhr. Ich konnte ihn und mein Empfinden dann so stehenlassen.

Ich hab einige Bücher gelesen am Anfang meines Weges mit Christus, die von ähnlichen Dingen einen Eindruck vermittelten ... So wie du es wahrgenommen hast, hab ich es allerdings nicht wirklich wahrgenommen. Wenn ein Christenleben "erfolgreich" sein soll, habe ich damals schon und hinterfrage ich heute noch: Was ist "erfolgreich" für dich? Wie meint derjenige, der dieses Wort nutzt, genau dieses Wort? Für mich (!) ist "Erfolg", wenn etwas erfolgt (ist). So einfach. Wenn also Handlungen Veränderungen nach sich ziehen. Im schönsten Fall natürlich in die "gute Richtung". 😉

Mir kommt der Gedanke, ob das nicht irgendwie mit "magischem Denken" etwas gemeinsam hat ... wenn ich nur die Hände auflege und bete, dann wird Gott heilen. Heilung ist echt so ein Thema ... vor Jahren noch: Mist, doof, "passiert" ja nie was. Na klar, macht das was mit einem. Wir sind Menschen. Und dann durfte ich erfahren, dass alle Gaben auch trainiert werden dürfen, wie ich eben in einer Tischlerausbildung auch Handgriffe erlerne (ich lese ja auch nicht nur über Dinge und kann sie dann automatisch). So ist es mit den Gaben, die Gott gegeben hat, auch. So glaube ich jedenfalls. Ist es das, was du mit "Enttäuschung" meinst? - Ich habe sie nie trainiert, mir ist dennoch seit Jahren gegenwärtig, dass ich es sollte. 

Vom "Ruhen im Geist" hab ich mal ein Buch angefangen zu lesen. Damals war es mir zu suspekt 😀 und ich legte es wieder weg. Ich denke aber, verstanden zu haben, was im Großen und Ganzen gemeint ist. Auch hier hat mich Gott schnell darauf aufmerksam gemacht, mir den "Kontext" anzuschauen. Ich hab auch Menschen erlebt, die stundenlang lobpreisen ... eher soaken (so nennt sich das wohl) ... und klar, war ich - beurteilend wie wir Menschen so sind (vielleicht aus Angst??) - zuerst eher abgestoßen ... beschäftigte mich damit und erkannte, denke ich. Der Kontext ist wichtig. Das "passiert" ja nicht überall gleichermaßen, ich muss mehr Dinge anschauen, um ein vollständiges Bild zu erhalten. - Sorry, wenn ich abschweife, ich bin an so vieles erinnert grad.

So einen "man muss nur"-Drang kenne ich auch. Das - ich wiederhole - geht aus meiner heutigen Sicht dann doch eher in Richtung "magisches Denken" und hat nichts mit einer lebendigen Beziehung zu unserem Gott zu tun. Aus der Beziehung heraus lebt es sich anders. Aus der Beziehung heraus sind nie alle Situationen gleich (auch wenn ich es manchmal gern so sehen würde). 

Etwas zu meiner "Geschichte":

Mit der Jahrtausendwende - ich heftete einige Hoffnungen an diese Wende, konnte aber nicht sagen, in welche Richtung oder wofür - sollte sich mein Leben komplett verändern. Ich war nach 16.000DM Schulden, die mir mein geschiedener Mann hinterließ, endlich schuldenfrei. Und ich lernte diese etwas "anderen Leute" kennen, wovon einer mir von diesem Jesus erzählte. Dem schloss sich ein "Weg" an (Keiner kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir bringt. Und alle diese Menschen, die er mir gibt, werde ich am letzten Tag vom Tod auferwecken. Joh 6,44 - wow, berührt mich gerade vollumfänglich), der vier Jahre dauern sollte. 2004 kam der Tag, an dem es konkret wurde zwischen uns beiden und ich seit September in eine Gemeinde ging, in die er mich führte. Ich lernte viel über ihn und von ihm, über Menschen und von Menschen, über mich.

Ein Pastor, ich weiß nicht mehr genau, woher er kam, aus Indien oder Pakistan oder eines der Länder in der "Gegend", entgegnete auf die Situation der physischen Verfolgung in seinen Breitengrade angesprochen mit: bei euch ist es doch viel schlimmer, ihr werdet verführt, ihr erleidet psychische Verfolgung (sinngemäß). - Ich kann verstehen, dass Deutschland ein Missionsland geworden ist. Man muss es mit anderen Augen betrachten, nicht mit "deutschen Augen". 

Veröffentlicht von: @thow42

Mein Glaube an Gott selbst geriet dabei nie ins Wanken.

⬇️

1. Kor. 12,4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 7 Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. 8 Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist;

[Gute Nachricht: 9 Derselbe Geist gibt den einen besondere Glaubenskraft]

einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will. (Luther)

Hallelujah! Gelobt sei der Herr.

Oh, ich bin wohl ins Erzählen gekommen ... *schmunzel* ...

neubaugoere antworten
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THOW42
 THOW42
(@thow42)
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@neubaugoere wow, was für ein Zeugnis!

thow42 antworten


Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 2055

@thow42 

Als ich Christ wurde, war gerade eine große Welle von Hoffnung und Erwartung im Leib Christi spürbar – zumindest im freikirchlichen Umfeld der späten 80er und frühen 90er Jahre.

Was ich interessant finde: in der Schweiz hatten wir das auch - zu genau jener Zeit. Bei uns hiess diese Welle "Aktion neues Leben".

Meine Vermutung: Damals gab es gewisse Umwälzungen in der christlichen Landschaft. Bei den Landeskirchen, insbesondere der reformierten, begann wohl schon mit dem Einfluss der 68er-Kulturrevolution ab den späten 60er Jahren ein Besucherschwund, ganz besonders bei der jungen Generation. Der (kleinere) Teil dieser Altersgruppe, der weiterhin an Kirche, Glaube usw. interessiert war, frequentierte nun eher eine Freikirche. Zeitgleich wurden dort vermehrt Gottesdienste mit zeitgemässer Musik (Praise, Christian Contemporary) angeboten und generell Formate, die an ein eher junges Publikum adressiert waren und es herrschten, oberflächlich betrachtet, vielleicht eher 68er-konforme Umgangsformen (ausser natürlich bei der Sexualethik). Die Jesus People-Bewegung hatte da wohl auch einen gewissen Einfluss.

Im Hinblick auf die Jahrtausendwende entstand da eine Bewegung mit einer ganz besonderen Dynamik.

 

Doch das Leben verlief in vielen Bereichen anders als erwartet.

Grossen Einfluss, der diese Dynamik zu bremsen vermochte, hatte mE das Aufkommen des Internets.

 

Mein Glaube an Gott selbst geriet dabei nie ins Wanken.

Meiner auch nicht wirklich, auch wenn bei einigen Themen ein starkes Reflektieren nötig war.

 

Was hat euch am Glauben – oder an dem, was man euch versprach – enttäuscht?

Als ein in der reformierten Landeskirche aufgewachsener, war ich vor allem dadurch enttäuscht, dass ich erwartet hätte, in christlichen Kreisen müsste man doch überall gut aufgenommen werden, man fühle sich wie in einer grossen Familie und gute, zuverlässige Freundschaften zu finden wäre kein Problem.

Dass mir etwas versprochen worden wäre, hätte ich so jetzt nicht erlebt. Ausser die grossspurigen Ansagen, Visionen und Pläne, wie etwa, dass wir in der Schweiz wohl bald Mega-Churches wie in den USA à la Willow Creek haben werden. Aber solche Sprüche waren mir immer suspekt und ich bin immer klar dazu gestanden, dass ich mich in einer solchen Mega-Church nicht wohl fühlen würde. Ich achtete darauf, dass mein Glaube geerdet, authentisch und natürlich bleibt, deshalb hatte ich in meiner letzten Freikirche, in der ich war auch einen eher schweren Stand. Waren Aufforderungen da wie, jetzt erheben wir alle die Hände, jetzt beten wir alle dies oder das, jetzt beten wir alle zum Heiligen Geist - sträubte ich mich dagegen und machte nicht mit.

Einmal mussten alle, die sich zu irgendwas bekennen sollten nach vorne auf die Bühne. Von 120 Gottesdienstbesuchern blieben wir nur zwei, die den Zirkus nicht mitmachten. Ein paar wenig hatten plötzlich einen dringenden Termin, ich glaube es war ein Formel 1-Rennen mit Michael Schumacher in der Pole-Position.

 

tamaro antworten
THOW42
 THOW42
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Vorweg: Mega Diskussion!
Ein Thema, das offensichtlich einige bewegt. Was mich etwas überrascht hat, ist, dass sich die Beiträge doch stark auf zwei Hauptstränge konzentrierten:

  • a) die Enttäuschung bzw. Desillusionierung durch Lebenszeugnisse – besonders von der Bühne oder aus Büchern

  • b) das Fehlen von einfachen Zeugnissen aus dem Alltag

Beides scheint miteinander verbunden:
Wenn einzelne Glaubenserfahrungen überhöht dargestellt werden, wirkt das alltägliche Zeugnis uns schnell „zu klein“, um es zu erzählen. Umgekehrt scheinen wir an Zeugnisse selbst oft überhöhte Erwartungen zu knüpfen – fast so, als müssten sie dauerhaft belegbar oder beweisbar sein, bevor wir sie als „wahr“ gelten lassen.

Das beißt sich.
Einerseits sollen wir spontan und begeistert erzählen, was Gott tut.
Andererseits wird man schnell vorsichtig: „Nicht zu früh freuen – wer weiß, wie’s morgen ist...“

Ich glaube, es gibt hier keine einfache Antwort.
Aber: Wir sind berufen, Zeugnis zu geben – auch wenn es nur scheinbar kleine Alltagsmomente sind.

Und es war nicht falsch, Zeugnis gegeben zu haben, selbst wenn am nächsten Tag:

  • die Krankheit zurückkehrte,

  • der „tolle Job“ doch platzte,

  • oder die Versöhnung wieder in Streit mündete.

Wichtig ist für mich die Frage der Erhöhung oder Überhöhung.
Ich darf Zeugnis geben, ohne daraus gleich ein Glaubensprinzip oder universellen Leitsatz abzuleiten.
„Ich wurde geheilt, weil ich xyz gemacht habe – also musst du auch xyz tun.“
Das ist oft gut gemeint, aber kann andere unter Druck setzen oder in die Irre führen.

Manches geschieht nur für den Moment. Und gerade dieser Moment kann jemand anderem Mut machen.
Wenn wir anfangen, miteinander ehrlich zu teilen – Höhen wie Tiefen – dann entsteht ein Raum, in dem wir Gottes Wirken besser einordnen können. Selbst wenn das Leben kein Ponyhof ist und morgen schon die nächste Herausforderung wartet.

Aber mal ehrlich:
Hat Gott uns denn jemals etwas anderes versprochen als:

„Ich bin bei euch alle Tage“?

thow42 antworten
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Adjutante
(@adjutante)
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@thow42 

Hat Gott uns denn jemals etwas anderes versprochen als:

„Ich bin bei euch alle Tage“?

Ja, mir schon. Wie z.B.: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. Oder: ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen ...

 

 

adjutante antworten
THOW42
 THOW42
(@thow42)
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@adjutante Ich denke das widerspricht sich nicht 🤗

thow42 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3438

@thow42 

Ich denke das widerspricht sich nicht

Nein, das nicht. Ist aber manchmal schwer, doch Freude.

 

adjutante antworten
Stern
 Stern
(@stern)
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Beiträge : 3214

@thow42 

Hat Gott uns denn jemals etwas anderes versprochen als:

„Ich bin bei euch alle Tage“?

Ja, schon….

….obwohl das sicherlich die grösste Zusicherung ist. 🙂

Aber wie ist es mit:

- wer mich sieht, sieht den Vater

- wer an mich glaubt, wird den Tod   nicht schmecken

- wird leben auch wenn er stirbt

- wird noch grössere Wunder als ich tun

- ich will euch erquicken

- ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben

usw.

 

Ich denke, dass wir durchaus alle diese Erwartungen haben dürfen, die uns von Jesus verheissen werden. Sie sollen uns ja im Leben helfen, und Hoffnung geben usw. Enttäuscht zu sein brauchen wir nicht, denn stets ist Gott sehr individuell in einem Leben präsent. Eigentlich kann man das auch nur selbst (oder sehr Nahestehende) beurteilen, was sich verändert hat, seit man beschlossen hat, sein Leben im Vertrauen auf Gott zu leben.. und vieles ist auch zu subtil, um als Zeugnis dienen zu können. Aber einem selbst ist es ja trotzdem ein Zeugnis.

Ich habe mich jahrelang geärgert, dass keine äusseren Zeichen sichtbar an mir waren für andere…bis ich gemerkt habe, dass der viel grössere Schatz die innere Veränderung ist und ich damit ja in der Welt wirke!

Das ist, denke ich, ein kontinuierliches Wachstum und jeder Zustand in diesem Wachstum ist willkommen - auch wenn man gerade erst das Krabbeln gelernt hat. 

 

 

stern antworten
THOW42
 THOW42
(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 139

@stern unbedingt! und ich merke, hier muss man wirklich auf seine Worte achten 😀 

Wenn ich „Ich bin bei euch alle Tage“? so erwähne, meine ich das mit allergrößter Wertschätzung. Denn mit Jesus unterwegs sein alle Tage und uns seiner Präsenz bewusst zu sein, verändert alles. Und doch ist es nicht das, was manche sich erwarteten, eben kein Leben "frei von Sorgen" sondern ein beständiges "werfet die Sorgen auf mich". Das ist ein großer Unterschied für mich und mein Denken geworden.

thow42 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@thow42 

Ich bin bei euch alle Tage“? so erwähne, meine ich das mit allergrößter Wertschätzung. Denn mit Jesus unterwegs sein alle Tage und uns seiner Präsenz bewusst zu sein, verändert alles.

Das ist ein großer Unterschied für mich und mein Denken geworden.

Ja, das kann ich nur bestätigen. Ein Leben, das ihn in alle Aspekte mit einbezieht zu jeder Tages - und Nachtzeit, ist ein anderes Leben.

 

 

stern antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3214

@thow42 

und ich merke, hier muss man wirklich auf seine Worte achten 😀

Präzision ist eine Tugend 🙂

stern antworten
THOW42
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(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 139

@stern Sie kann aber auch zur Plage werden. Und wenn zu viel Präsizion eingefordert wird, werden die Stillen und Vorsichtigen noch leiser. So meine Erfahrung.

thow42 antworten
Stern
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(@stern)
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Beiträge : 3214

@thow42 

Ja 🥰…es ist mir im Nachhinein auch aufgefallen, dass es  auch nicht aus der Bibel kommt……

Ich meinte es nicht in dem Sinne, dass es „perfekt“ sein muss, aber hier im Forum (und nicht nur hier) ist Sprache  leider missverständlich, umso mehr, da man sich nicht sieht, deshalb hilft es mir so präzise wie möglich zu sein - aber man kann alles falsch verstehen - wenn man nur will 😂

(es war nur ein zitierter Satz aus dem Rätsel-Spiel „Professor Layton“ von Nintendo und war gar nicht so todernst gemeint)

Und wenn zu viel Präsizion eingefordert wird, werden die Stillen und Vorsichtigen noch leiser

🙏🏼 sorry, daran habe ich nicht gedacht…und auch nicht gemeint. Aber du hast völlig recht.

 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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Beiträge : 4814

@stern Und egal, wie Du formulierst - Du hast k(aum)einen Einfluss darauf, mit welchen Augen Dein Beitrag gelesen wird.

chai antworten
Adjutante
(@adjutante)
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@thow42 

ich merke, hier muss man wirklich auf seine Worte achten

Nur hier?

adjutante antworten
THOW42
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(@thow42)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@adjutante Im vertrauten Umfeld unter Freunden sollte nicht jedes Wort auf der Goldwaage liegen. Diskurs bedeutet ja auch, dass man nicht Für und Wider jeder Aussage ringt, sondern jeder seine Sicht darlegt und die Summe ein Bild ergibt. Vieles erschließt sich auch erst im Kontext oder würde zu viel Erklärung erfordern. Daher mag ich den Diskurs lieber als die Wortgefechte aka Diskussion.

thow42 antworten


Stern
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@thow42 

Ich bin mit der Erwartung gestartet, ebenso wie Jesus übernatürlich wirken zu können. Dass ich das schnell wieder vergessen konnte, ist wohl jedem hier klar, oder?

Es kamen viele frustrierte Jahre, in denen ich zwar den Glauben nicht verloren hatte, aber mich nur theoretisch damit auseinander gesetzt habe. 
In den richtig harten Zeiten habe ich oft nicht beten können - aber nicht, weil ich wütend auf Gott war, oder so, sondern weil ein Warnschild in mir aufgeploppt ist: bete nicht - denn wenn du jetzt betest und Gott handelt nicht so wie du es willst, dann ist dein Glaube für immer verloren.

Dann kam die Zeit, in der ich gezweifelt habe, ob es das überhaupt alles gibt: ein Leben nach dem Tod, Himmel, Gott…das war der Punkt, als ich meinen Anker fest gemacht habe und mich entschlossen habe trotz allem an die Existenz Gottes zu glauben, denn ich konnte nicht länger im Zweifelmodus leben, das war nichts für mich. Entweder -oder…aber nicht schwankend dazwischen.

Und seit dem habe ich keine enttäuschten Erwartungen mehr. Manchmal, wenn ich um was bitte, kommt die Erfüllung noch bevor ich zu Ende geredet habe und ich wundere mich…
Deshalb babe ich beschlossen, nie wieder zu zweifeln und ihn stattdessen bei allem was er sagt beim Wort zu nehmen.

Was meine Erwartungen vom Start angeht bin ich auch ganz entspannt. Das wird alles kommen. Warum sollte ich zweifeln?

 

stern antworten
ichsen
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Veröffentlicht von: @chai

Ent-täuschend fand ich viele fromme Literatur, wo dann so Geschichten standen, dass XY zum Glauben gekommen war und sich dadurch sein ganzes Leben verbessert hätte. Das waren nach meinen jungen Erfahrungen und auch später meistens leere Versprechen. 

Da gehst Du aber mild ran.

Ich bin inzwischen an dem Punkt, dass ich bei derartigen "Zeugnissen" das Erfunden worden sein nicht mehr ignorieren kann und will.

ichsen antworten
6 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @ichsen
Veröffentlicht von: @chai

Ent-täuschend fand ich viele fromme Literatur, wo dann so Geschichten standen, dass XY zum Glauben gekommen war und sich dadurch sein ganzes Leben verbessert hätte. Das waren nach meinen jungen Erfahrungen und auch später meistens leere Versprechen. 

Da gehst Du aber mild ran.

Ich bin inzwischen an dem Punkt, dass ich bei derartigen "Zeugnissen" das Erfunden worden sein nicht mehr ignorieren kann und will.

Vielleicht nicht 'frei erfunden', aber ganz sicher stark verkürzt und schöngedacht.

Es mag sein, dass (z.B.) ein alkoholkranker Mensch zum Glauben kam und danach nie wieder einen Tropfen Alkohol angerührt hat. So als ob ein Schalter umgelegt wurde. 
Es ist aber auch nicht unwahrscheinlich, dass es da trotzdem noch innere Kämpfe (Anfechtungen) und auch Rückfälle gab. 
Und das sollte eben auch nicht verschwiegen werden - gerade für die, bei denen eben kein 'Schalter umgelegt' wurde. 
Und es ist eben ganz sicher kein Zeichen von fehlendem oder schwachen Glauben, wenn ein Mensch da strauchelt oder fällt. 
Es steht nämlich nirgends geschrieben, dass ab der Bekehrung alles glatt läuft.

chai antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

Und bitte - ich sag nicht, dass es das nicht gibt. 
Aber es geht um Erwartungen und da ist dann auch die Gefahr einer Ent-Täuschung recht groß.

chai antworten
ichsen
 ichsen
(@ichsen)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 339

@chai Natürlich wird es das alles geben. Nur habe ich eben eine Lebensgeschichte, durch die es mir schwer fällt, Gott überhaupt zu vertrauen. In den 12 Jahren, die ich mit meiner Frau zusammen bzw. verheiratet war, starben in meinem Familienverbund insgesamt 6 Menschen, zuletzt meine Frau.

Da gehst Du mit diesen Heilungszeugnissen schon aus Selbstschutz anders um. Auch, weil es Situationen gibt, wo ich getriggert bin (bspw. Desinfektionsmittelgerüche, ebenso während Corona die Maske).

ichsen antworten
Simba
 Simba
(@simba)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 389

@ichsen mein herzliches Beileid zu dem Verlust so vieler lieber Menschen.

Es ist bei diesem Fokus auf Heilungen vor allem so, dass nur sie als Zeugnisse betrachtet werden: die erfolgreiche Heilung als Zeugnis für Gottes Kraft und Wirken.

Aber du oder andere, bei denen es nicht "hat sollen sein", können auch ein Zeugnis sein, ein sehr wichtiges sogar. Was wären die Psalmen ohne die dunklen Täler, durch die der Sänger hindurch musste? Was wären sie ohne das, was der Psalmist nicht bekommen hat? Deshalb finden Menschen bis heute Trost darin. Nicht, weil da alles "full gospel" erfolgreich gelaufen ist, sondern wegen der Tiefe, der Klage und der Tatsache, dass man das, was man wünscht, nicht bekommt. Denn so ist das Leben.

Es gibt Menschen, die wollen nicht betrogen und belogen werden. Die sagen: erzähl mir nichts von den wunderbaren Wunderwerken, sondern sage mir bitte die Wahrheit, erzähl mir von Verlust, Zweifel, von den Tränen und den unbeantworteten Fragen...

Auch das ist ein Zeugnis. Macht sich zwar auf der großen Bühne nicht so gut und will keiner hören, aber auch das sind Zeugnisse, in denen Gott den Menschen nahe war, denen er es nicht leicht gemacht hat und ihren Bitten nicht nachgekommen ist, sondern sagte: Da musst du durch. Aber ich bin an deiner Seite und bei mir ist kein Leben verloren, selbst wenn es hier getrennt wurde.

Gottes Segen dir 

simba antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@simba Eine schöne Antwort! Leider wird auch durch Hillsong oft übersehen, dass die Hälfte der Psalme Klagen sind, die voller Zweifel und Verzweiflung sind. Laut sind die schönen Klänge. Das andere wird m.M. heute oft unter den Teppich gekehrt. Aber sie gehören unweigerlich dazu und prägen das Christentum. Es sagt klar, dass das Leben auf Erden nicht immer fair ist (siehe Hiob oder der Arbeiter, der vom Turm fällt und Jesus sagt, dass er schuldlos ist). Es wäre schön, wenn es zu diesen Themen auch poppige, laute Musik gäbe, die junge Leute singen...

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@ichsen 

Und Menschen wie du, denen es genauso geht wie dir, sind so unendlich wertvoll, gerade weil sie andere Kämpfe kämpfen, wovon wieder andere profitieren. Es ist so unendlich wertvoll, wenn "es bei jemandem eben nicht so gut läuft" (so will ich es mal ausdrücken) und er dennoch an Gott festhält. Das ist eine gigantische Kraft, die zu anderen fließen kann.

Danke, dass du deine Gedanken mit uns teilst.

neubaugoere antworten


Anna
 Anna
Beiträge : 9
Veröffentlicht von: @thow42

Diese Atmosphäre weckte viele Erwartungen – auch in mir:

  • Erwartungen an mich selbst

Eine Gemeinde sollte stützen, unterstützen im Glauben. Kann nicht eine christliche Gemeinde schon ab zwei Personen sein? Christliche Gemeinde beschreibt doch nur die Gemeinschaft, der Gläubigen, die sich im Glauben an Jesus verbunden fühlen. Ich sehe hier keine Bedingung an eine festgelegte Mindestanzahlt, sondern eher, dass zwei schon eins sein können. So wie die Ehe ein Bündnis ist. So sind zwei auch schon ein Bündnis im Glauben.

In Amerika ist das nichts besonders, dass da eine Gemeinde nur aus fünf Mitgliedern bestehen kann.

Auch will ich dazu an diese Bibelverse verweisen:

Matthäus 18, 19-20, Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden Übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinen Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

Im Grunde fängt es schon in einer kleinen Gemeinschaft an. Ab zwei.

Das sehe ich auch bei den Fürbitten. Denn umso größer die Gemeinschaft ist, umso weniger ist da wahrscheinlich ein Austausch, ein Übereinkommen möglich. Oft kannte ich nicht mal die Personen für die betet wurde in der Gemeinschaft. Hauptsache gebetet.

Es geht nicht nur um das Gebet, die Bitte, sondern auch um die innere Einstellung, um den Glauben, das Vertrauen, dass das eingetreten ist. Auch die Voraussetzungen hierfür. Der eine beachtet diese und der andere nicht. Die Vergebung der Verfehlungen anderer.

Markus 11,24-26, Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden! Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch euere Verfehlungen vergibt. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel euere Verfehlungen nicht vergeben.

Persönlich finde ich, umso größer die Gemeinde ist, umso schwieriger ist es sich auszutauschen. Auch umso mehr reden mit, umso unterschiedliche Auffassungen gibt es. 

anna antworten
2 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@anna Wir sind hier beim Thema 'Erwartungen'. 
Aus meiner Sicht sind das schon große Erwartungen an eine Gemeinde.

chai antworten
Anna
 Anna
(@anna)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 9
Veröffentlicht von: @chai

@anna Wir sind hier beim Thema 'Erwartungen'. 
Aus meiner Sicht sind das schon große Erwartungen an eine Gemeinde.

Mir ist schon klar, dass wir bei dem Thema "Erwartungen" sind. Doch die Verkündigung vom Wort Gottes kennen wohl die meisten nur von Gemeinden, Religionen, Kirchen. Daher kommen dann auch die Erwartungen. Das eine bedingt das andere.

Wenn ich nichts erwarte, dann brauche ich auch erst nicht zu beten oder zu bitten oder mich damit beschäftigen.

Die Bibel enthält zahlreiche Zusagen und Verheißungen, auf die Gläubige hoffen dürfen. Versprechung Gottes. 

Wenn ich die Bibel lese steht das so drin. Es liegt wohl nur an uns. Vielleicht gingen wir bisher die Dinge falsch an.

Auch der Bibelvers: 1. Johannes 5, 4-5, Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Johannes 5,14, Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden, sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt!

Ich sehe nur, dass wir wesentliche Dinge bei Seite stellen und nicht beachten.

Wen dienen wir, wenn wir nicht umkehren, von all der Sünde? Jesus sagt doch in dem Bibelvers, ... sündige nicht hinfort, dass dir nichts Schlimmeres widerfährt. Viele sehen nur die Hilfe, die Erwartungen, aber nicht die Voraussetzungen.

Das eine sehe ich als Zusage, mit bestimmten Voraussetzungen und das andere als Gnade. Viele denken, einmal Christ und alles ist gut auf immer. Doch ist es nicht so, dass wir tätlich, ständig, in jeder Minute unseres Lebens mit Gott wandeln sollen.

Die Gnade, darf man nicht erwarten. Nur darauf hoffen. Doch die Verheißungen und Zusagen, darauf schon.

anna antworten
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