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Glaube ist nicht genug?

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Niemand
Themenstarter
Beiträge : 3

Hallo, 

Seit einiger Zeit stecke ich tief in einer Glaubenskrise. Als christlich erzogene Frau bin ich mein ganzes Leben lang Christin gewesen, mal mehr, mal weniger intensiv. 

Vor einigen Jahren habe ich meinen Glauben neu entdeckt und mich bewusst für Jesus entschieden. 

Jetzt rutsche ich allerdings in ein gewisses Leistungsdenken ab. Ich habe seit Wochen das Gefühl, dass ich tun muss, um in den Himmel zu kommen. Jeden Tag, vor allem abends kommen mir diese Gedanken: Du wirst niemals mit Jesus in der Ewigkeit sein. 

Ich zwinge mich dazu, jeden Tag Bibel zu lesen, da die Freude am Lesen nicht von selbst kommt. Ich bin zunehmend unglücklicher in meiner Situation. Die Liebe, von der alle sprechen, fühle ich nicht und obwohl ich über den Tag mit Gott spreche, als stünde er neben mir, fühle ich mich fern. 

Ich habe immer das Gefühl, dass ich Dinge machen muss und dass ich meinen Lebensstil ändern muss und ich versuch es und falle noch tiefer. 

Ich weiß, dass mein Verhalten etwas übertrieben ist, jedoch komme ich nicht aus dieser Spirale heraus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass allein Glaube ausreicht. Und dann kommt wieder die Frage auf: Wie sieht denn dann Glaube aus? 

Ist Glaube genug? Und wie lebe ich so, dass ich am Ende im Himmel bin?

Denn ich möchte gerne mit Jesus im Himmel sein und keine Angst mehr vor seiner Wiederkunft haben. 

Vielen Dank und Liebe Grüße! 

Antwort
18 Antworten
Gottsucher
Beiträge : 84

Moin "Niemand"Jemand,

ich habe den Eindruck, dass der "Feind" hier mal wieder versucht, das zu tun, was seinem Namen entspricht: Dich bei Gott zu verklagen und dir einzureden, Du seist gar nicht errettet, wenn du nicht "dies oder das" tust. Er will uns immerzu einreden: "So einfach kann es doch nicht sein!" Aber Gott hat es uns Menschen bewusst so einfach wie möglich gemacht, weil Er uns liebt. Er will uns nicht "aussieben", indem Er auf unsere Taten sieht (obwohl Ihn als Vater liebloses Verhalten Seiner Kinder natürlich schon schmerzt), sondern Er hat alles dafür getan, dass wir so einfach und sicher wie möglich zu Ihm kommen können. Am besten finde ich, sich bei solchen Fragen die Zusagen Gottes hierzu anzuschauen und zu verinnerlichen (hierzu hatte auch mal etwas geschrieben). Fazit: Deine Errettung hängt nicht von Dir ab, sondern allein von Jesus (so wie in dem Lied "Stern, auf den ich schaue" aus dem Evangelischen Gesangbuch, wo es ganz am Ende heißt: "Nichts hab ich zu bringen; alles, Herr, bist du!") Wenn Du einmal ein Kind Gottes geworden bist durch die geistliche Neugeburt, kannst Du nie wieder "ungeboren" werden. Das Heil ist Dir absolut sicher. Du darfst Dich darüber freuen und jubeln und kannst dem "Feind" den gewissen Finger zeigen.😉

gottsucher antworten


CredoGer
Beiträge : 143

Moin, 

Was ich bei deinem Anfangsposting herauslese, ist der unheimliche Druck, dem du dich ausgesetzt fühlst.

Was oder wer sagt dir denn, dass du noch das oder das machen musst?

Ich kenne das von mir auch.

Wenn man an die Quelle des Ganzen gelangt, kann man sehen was einen da Treibt.

Gottes Liebe und Gnade sind durch Jesus schon gegeben. 

Glaube an den Herrn Jesus und alles ist gut.

Gruß Rüdiger

 

 

rudi antworten
Jascha
 Jascha
Beiträge : 23

@niemand 

Als Vater habe ich meinen Sohn mal herausgefordert sich rückwärts mit geschlossenen Augen in meine Arme fallen zu lassen. Er hatte Angst und traute sich nicht. Ich sagte ihm, das er mit offenen Augen, sehend wohin er fällt, den Versuch wagen kann. Das hat er zögerlich auch ausprobiert. Das probierten wir paar mal und dann hatte er es auch mit geschlossenen Augen gemacht. Jetzt kommt er selbst zu mir und sagt, ich will mich in deine Arme fallen lassen, halte sie tiefer, damit ich länger falle...

Es gibt als Vater kaum ein besseres Gefühl, als wenn dein Kind dir bedingungslos vertraut.

Unser himmlischer Vater wünscht sich nichts anderes mehr, als das wir ihm bedingungslos vertrauen. 

Weil du an Jesus glaubst, und an das was er für dich getan hat, bist du gerecht gesprochen und mit Gott versöhnt. Du hast jetzt eine neue Identität, du bist eine Tochter des himmlischen Vaters. Er hat dir seinen Geist gegeben und der Heilige Geist wird dich verändern und Jesu ähnlicher machen. 

Wenn du aus deiner Kraft (Leistung) zu einem besserem Menschen wirst, wo kann Gott geehrt werden? Aber wenn du ihn machen lässt, dann wird etwas neu und es gibt keinen der den Lob bekommen kann, als Gott allein.

Ich bin da auch auf den Weg und das war so befreiend zu wissen und zu erfahren, ich kann gar nichts machen oder beitragen, dass sich was bei mir ändert. Ich musste mich einfach fallen lassen/loslassen. Ich war erst zögerlich und jetzt bin ich immer mutiger. 

Konkret halte ich mich an die Zusagen (in Danksagung):

Danke Vater, dass du mich angenommen hast und ich jetzt dein Kind bin. Danke das du mich liebst, danke das du mir deinen Geist geschenkt hast, der mich Jesus ähnlicher macht. Danke das ich nicht mehr der Alte bin, ich habe ihn mit Jesus gekreuzigt.

Wenn wieder was schief gegangen ist: danke das das Thema nicht mehr zu mir gehört und das dein Geist an mir arbeitet und es abgeschlossen wird.

Immer und immer wieder: auf Jesus schauen und die Verheißung annehmen. Bibelstellen aufschreiben und im Glauben und Danksagung persönlich nehmen.

 

Lass dich in seine Hände fallen, liebe Schwester! Den du bist Wertvoll in seinen Augen!

 

Liebe Grüße

Jascha

 

jascha antworten


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