Gottes Reich in uns
Guten Morgen Community,
die Botschaft vom Reich Gottes war die zentrale Verkündigung von Jesus.
Laut ihm ist dieses Reich in uns.
Und es ist das, wonach wir als erstes trachten sollen, vor allem anderen.
Das bedeutet ja, dass wir nach keinen äusseren Umständen oder Ereignissen suchen brauchen, so gut sie auch sein mögen, sondern allein in der Innenwelt fündig werden.
Also so verstehe ich das zumindest. Wie versteht ihr das?
Und was für einen Unterschied macht das für euer Leben?
Liebe Grüße,
⭐️
Veröffentlicht von: @sternGuten Morgen Community,
die Botschaft vom Reich Gottes war die zentrale Verkündigung von Jesus.
Laut ihm ist dieses Reich in uns.
Gutes Thema, das "Reich Gottes" - und was uns dazu einfällt.
Hier meine Rückmeldung:
Zunächst finde ich es wichtig, dass das REICH GOTTES (anknüpfend an das hebräische *Malkuth Jahwe", die "Königsherrschaft Gottes") laut Markus 1,14f. (dem ältesten Evangelium) die programmatische "Antritts-Ansage" Jesu zu Beginn seines Auftretens war. Also keine individuelle "Seelenrettung", um nach dem Tod "in den Himmel zu kommen." war seine Mission ---- Hier sehe ich schon eine erste Anfrage an eine evangelikale Soteriologie (Heilslehre), die als oberstes missionarisches Anliegen eben die Bekehrung Einzelner sieht, um "errettet" zu werden und das Evangelium damit u.U. verkürzt und auch verzerrt mit einer zu starken "Jenseits-Seligkeits-Message".
Das zu sehen ist wichtig, weil gerade die Diesseitigkeit & Weltbezogenheit hebräischen Denkens und jüdischen Glaubens ein Erbe ist, an das Jesus anknüpft. Oft wird ja von "frommer Seite" kritisiert, dass in den Kírchen und in der Ökmene viel zusehr darauf fokussiert wird, sich "weltlich" für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen (d..h. sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren) ... Wenn wir aber als Christen das "Reich Gottes" zu sehr oder ausschließlich ins Individuelle und Jenseitige verschieben oder es nur in der Gemeinschaft der Gläubigen gegenwärtig sehen, denken wir mMn nicht biblisch.
Und schließlich, nochmal in die andere Richtung gedacht: Gerade die Mystiker haben das "Reich Gottes IN UNS" immer als Gottespräsenz & Gottes Nähe IN unseren Herzen & Seelen verstanden und gesucht. Dies berührt dann den ein oder anderen Thread auch hier auf Jesus.de, wo Mystik, Meditation & christliche Kontemplation so kontrovers thematisiert wurden .... Und auch in der Kirchengeschichte waren die, die das Reich Gottes IN SICH / IN UNS gesucht haben (die Kontemplativen) oft die Ketzer, weil sie Rechtgläubigkeit nicht als das Entschiedende betrachtet haben und damit oft außerhalb der Kontrollinstanzen der Kirche anzutreffen waren.
Ein durchaus brisantes Stichwort also.
L'Chaim
Hier sehe ich schon eine erste Anfrage an eine evangelikale Soteriologie (Heilslehre), die als oberstes missionarisches Anliegen eben die Bekehrung Einzelner sieht, um "errettet" zu werden und das Evangelium damit u.U. verkürzt und auch verzerrt mit einer zu starken "Jenseits-Seligkeits-Message".
Jesus begegnete den Jüngern persönlich und wählte sie einzeln aus.
An Pfingsten ging die Botschaft durch die Kraft des Heiligen Geistes jedem einzelnen der 3000 durchs Herz.
Petrus wurde zu Hauptmann Kornelius gerufen.... und jeder einzelne des Haushaltes wurde dann berührt.
Jesus sagte: ich gehe hin, euch einen Stätte zu bereiten
Jesus sagte auch: Siehe, ich sende euch wie Schafe unter Wölfe....
Jesus sagte in den Sendungsbefehlen, dass sie Shalom predigen, Heilen und Befreien sollten im hier und jetzt; auch die gejüngerten Nationen bestehen aus Einzelpersonen, die Jesus nachfolgen...
Nicht alle evangelikale Christen haben sich hinter ihren Gemeindetüren abgeschottet vor der "pösen" Welt und warten auf die Entrückung. Ich finde deine Darstellung im Zitat oben eine verkürzte Darstellung aus der evangelikalen Spannbreite.
Zunächst finde ich es wichtig, dass das REICH GOTTES (anknüpfend an das hebräische *Malkuth Jahwe", die "Königsherrschaft Gottes") laut Markus 1,14f. (dem ältesten Evangelium) die programmatische "Antritts-Ansage" Jesu zu Beginn seines Auftretens war. Also keine individuelle "Seelenrettung", um nach dem Tod "in den Himmel zu kommen." war seine Mission.
Ja, da sprichst du mir aus der Seele, das sehe ich genauso….ABER: sein Kommen, seine Botschaft, seine Lehre führt zur Seelenrettung, wenn man sie annimmt. Insofern ist es nicht falsch, es damit zu verknüpfen, denn es ist die Konsequenz der Annahme!
Wenn wir aber als Christen das "Reich Gottes" zu sehr oder ausschließlich ins Individuelle und Jenseitige verschieben oder es nur in der Gemeinschaft der Gläubigen gegenwärtig sehen, denken wir mMn nicht biblisch.
Ich denke, das Reich Gottes ist sowohl individuell, als auch jenseitig als auch diesseitig als auch gemeinschaftlich.
Es macht keinen Sinn das zu trennen, man sollte das als Ganzes betrachten, weil es sich gegenseitig beeinflusst. Wobei ich allerdings zu der Sichtweise tendiere, es erst als Individuum verwirklichen zu müssen, bevor es im Aussen wirken kann. Aber vielleicht stimmt dieses erst-dann Prinzip gar nicht und es ist ein „gleichzeitig“.
Gerade die Mystiker haben das "Reich Gottes IN UNS" immer als Gottespräsenz & Gottes Nähe IN unseren Herzen & Seelen verstanden und gesucht.
Dann bin ich wohl ein Mystiker …🙂
Ich finde das schlüssig. Wo soll es denn sonst sein, da doch die Wahrnehmung der Aussenwelt in uns stattfindet.
Wobei ich allerdings zu der Sichtweise tendiere, es erst als Individuum verwirklichen zu müssen, bevor es im Aussen wirken kann. Aber vielleicht stimmt dieses erst-dann Prinzip gar nicht und es ist ein „gleichzeitig“.
Ich denke, daß das eine totale Typfrage ist. Für manche Menschen funktioniert das so und für manche andersrum.
Markus 1,14f. (dem ältesten Evangelium) die programmatische "Antritts-Ansage" Jesu zu Beginn seines Auftretens war. Also keine individuelle "Seelenrettung", um nach dem Tod "in den Himmel zu kommen."
Da musst du mir helfen, wie du aufgrund dieser wenigen Worte darauf schliesst, dass es nicht um individuelle Rettung und ein Himmelsreich Gottes geht. Wenn man sich auf eine programmatische Antrittsrede Jesu berufen will, dann ist Lukas 4,18 wesentlich besser geeignet, immerhin spezifiziert Jesus hier seinen Auftrag und das im Alt Testamentlichen Kontext.
Das zu sehen ist wichtig, weil gerade die Diesseitigkeit & Weltbezogenheit hebräischen Denkens und jüdischen Glaubens ein Erbe ist, an das Jesus anknüpft.
Also erst einmal DAS hebräische Denken und DEN jüdischen Glauben, gab es nicht. Die rein Diesseitige und Weltbezogene Sicht, ist die einer bestimmten jüdischen Sekte. Die Evangelien machen klar, dass Jesus nicht an dieses Erbe anknüpft. Seine eschatologischen Aussagen zu einem kommenden Reich Gottes in einer neuen Schöpfung sind dazu zu offensichtlich, und in der Tradition des AT verankert.
Oft wird ja von "frommer Seite" kritisiert, dass in den Kírchen und in der Ökmene viel zusehr darauf fokussiert wird, sich "weltlich" für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen (d..h. sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren) ...
Diese Diskussion ist leider etwas aufgeladen und beide Seiten sind da ziemlich betriebsblind. Die Welt wird nie ein gerechter Ort sein, an dem Frieden herrscht, jede Vision, die sich dies zum Ziel setzt, ist naiver Utopismus. Was aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass man sich deshalb nicht für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen soll. Ein Problem entsteht, wenn der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit, das zentrale Element christlicher Aktivität wird und nicht das Himmelreich Gottes, dass bereits da ist und noch kommen wird.
Und auch in der Kirchengeschichte waren die, die das Reich Gottes IN SICH / IN UNS gesucht haben (die Kontemplativen) oft die Ketzer, weil sie Rechtgläubigkeit nicht als das Entschiedende betrachtet haben und damit oft außerhalb der Kontrollinstanzen der Kirche anzutreffen waren.
Es ist eine feine Linie, wann aus dem Kontemplativen suchen GOTTES in mir, ein Kontemplatives suchen nach dem göttlichen in MIR wird. Auch ist das Kontemplative kein Qualitätsmerkmal, bei Ignatius von Loyola und den Jesuiten nimmt Kontemplation eine zentrale Rolle ein, und dieser Orden ist die Verkörperung der Rechtgläubigkeit.
Wenn wir aber als Christen das "Reich Gottes" zu sehr oder ausschließlich ins Individuelle und Jenseitige verschieben oder es nur in der Gemeinschaft der Gläubigen gegenwärtig sehen, denken wir mMn nicht biblisch.
Diesen Satz möchte ich zuletzt kommentieren.
Alles andere als eine Individuelle und jenseitige Sicht des Reiches Gottes, welches schon jetzt in der Gemeinschaft der Gläubigen gegenwärtig ist, ist eine Sicht, welche Aussagen aus der Bibel als irrelevant abtut oder entgegen ihrem expliziten Wortlaut umdeuten muss.
Veröffentlicht von: @arcangelOft wird ja von "frommer Seite" kritisiert, dass in den Kírchen und in der Ökmene viel zusehr darauf fokussiert wird, sich "weltlich" für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen (d..h. sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren) ...
Diese Diskussion ist leider etwas aufgeladen und beide Seiten sind da ziemlich betriebsblind. Die Welt wird nie ein gerechter Ort sein, an dem Frieden herrscht, jede Vision, die sich dies zum Ziel setzt, ist naiver Utopismus. Was aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass man sich deshalb nicht für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen soll. Ein Problem entsteht, wenn der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit, das zentrale Element christlicher Aktivität wird und nicht das Himmelreich Gottes, dass bereits da ist und noch kommen wird.
Wobei das nicht gern gehört wird.
Klar wird sowas nicht gerne gehört. Wer eine Theologie hat, nach der Gott aus Liebe alle Menschen wieder herstellen wird, es keine Verdammnis gibt, jeder Religion ihren ureigenen Zugang zum gleichen Gott hat, dessen Essenz sowieso in jedem Menschen steckt. Dann ist das Evangelium nicht nur lästig, dann wird es zum Ärgernis. Dann kann man allen Ernstes glauben, man sei Christ und glaube an Jesus, während man das Gegenteil von dem predigt und tut, was Jesus gepredigt und getan hat.
Erstmal ein Daumen-hoch von mir für die "Überschrift"! Danke! 🙂 😘
Ja, zuallererst zählt die Beziehung meinerselbst zu Gott. Vor allem anderen. Und eben auch nicht losgelöst von allem anderen, weil das danach und aus dieser Beziehung hervorgeht/kommt.
Ich hab das "Bild" von dem Kind im Kopf, dass bei - nennen wir es - "Rechenschaftslegung" sagt: Aber der hat das auch gemacht. Wir sind zwar Kinder dem Herzen nach, haben aber einen Verstand und dürfen den auch benutzen (is keine Seife, die weniger wird). 😉 Unsere eigene Beziehung ist wichtig. Mir kommt ein "Sprichwort" in den Sinn: In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst!
Wir dürfen verstehen, wer Gott ist und wer wir sind in Gott. Wir sind nicht nur seine Kinder (so wir uns zu ihm zählen), wir sind Verwalter, wir sind Botschafter (an Christi Statt - sagen wir oft, aber wissen wir auch, was das meint?) ... WIR sind die, die das Licht in die Dunkelheit bringen: Die Botschaft vom Reich Gottes und seinem Sohn, der den Weg dahin zurück bereitet hat. Wir. Gemeinsam mit Gott. Weil er es so wollte. Er WILL mit uns oder nicht ohne uns. Er braucht uns nicht, er WILL (mit) uns.
Und diese Liebe, diese Beziehung hat Folgen, weil Liebe tätig werden will und wird. Hier fällt mir das Bild vom Töpfer und dem Ton ein. Der Töpfer formt den Ton (muss ich erwähnen, dass wir das sind? Nee, oder?) und er füllt das Gefäß mit Liebe ... seiner Liebe ... und was ist, wenn das Gefäß voll ist? Korrekt, es läuft über, denn er hört nicht auf, zu lieben. Und dieses "Überlaufen" - um in deinem Wortbild zu bleiben - ist dann aus der Innenwelt in die Außenwelt ... Was in der Innenwelt lebt und "groß wird", hat immer auch Auswirkungen in die oder in der Außenwelt. Weil Liebe Frucht bringt ...
Unsere eigene Beziehung ist wichtig. Mir kommt ein "Sprichwort" in den Sinn: In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst!
Ja…so ist das wohl. Auch ganz unspirituell betrachtet, kann man das wohl am besten weitergeben, das man selbst verinnerlicht hat.
Was in der Innenwelt lebt und "groß wird", hat immer auch Auswirkungen in die oder in der Außenwelt. Weil Liebe Frucht bringt ...
Ich hab das noch nie mit dem „Fruchtbringen“ in Verbindung gebracht, aber jetzt wo du es sagst…ja, das ist stimmig.
Mit der Betonung darauf, dass ich keinen Einfluss darauf habe, wer von dieser Frucht isst.
Ja, wovon du selbst überzeugt bist, überzeugst du andere (weil es in dir lebt).
Keinen Einfluss ... ich tät es anders formulieren: Es ist spannend, zu erleben und/oder zu erkennen, wie Gott diese Wege führt, wen er mir vor die Füße stellt. Und ja, es ist meine Verantwortung, zu verkündigen (auf welche Art auch immer), alle anderen Wege sind Gottes Wege. Und ich trau ihm nicht nur ne Menge, sondern tatsächlich alles zu. 😉 😀
Keinen Einfluss ... ich tät es anders formulieren
Nun, ich meine, manchmal will man ja unbedingt jemand bestimmten bekehren/ retten/ zu Jesus führen.
Veröffentlicht von: @neubaugoereWir. Gemeinsam mit Gott. Weil er es so wollte.
Er WILL mit uns oder nicht ohne uns. Er braucht uns nicht, er WILL (mit) uns.
👍
Genau.
Das ist so ein bisschen ein Geheimnis, aber es nimmt auch einen Druck raus.
Wenn ich nämlich nicht kann (es gibt da grad so einen Thread, wo's ums Kämpfen geht), sind Gottes Fähigkeiten und Möglichkeiten noch lange nicht zu Ende.
Ich finde das entlastend.
Erstmal ein Daumen-hoch von mir für die "Überschrift"! Danke!
Interessant es ist genau die Überschrift, die mich bedenklich stimmt, gekoppelt mit aussagen aus dem Text befinden wir uns auf dünnen Eis.
Gott in uns. Ja! Gottes Reich in uns. ? Wo hat das Jesus jemals gesagt. All die Parabeln, in denen wir in das Reich Gottes eintreten können, oder wie man teil davon wird, oder wie es sich verhält.
Veröffentlicht von: @arcangelGott in uns. Ja! Gottes Reich in uns. ? Wo hat das Jesus jemals gesagt. All die Parabeln, in denen wir in das Reich Gottes eintreten können, oder wie man teil davon wird, oder wie es sich verhält.
Hab ich nicht wirklich im Kopf, muss ich suchen ... Lukas 17,21
Luther: 20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; 21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. [Luther übersetzt mit: Das Reich Gottes ist inwendig in euch]
Gute Nachricht: 20 Einige Pharisäer fragten Jesus, wann die Herrschaft Gottes anbrechen werde. Jesus antwortete: »Ihr dürft nicht nach Vorzeichen ausschauen 21 und an allen möglichen Orten nach ihr suchen! Denn schon jetzt, mitten unter euch, richtet Gott seine Herrschaft auf!«
Der Heilige Geist - Gott - wohnt in uns - Tempel -. Das IST ebenso Gott, wie Gottes Reich. Gottes Herrschaft IST sein Reich.
Ja ich habe diese Stelle gerade mit Stern diskutiert, es ist der einzige Ort an dem "mitten unter euch" nicht mit dem üblichen "en meso auton" beschrieben wird, sondern Lukas verwendet hier "entos hymon"
Aber ich bin mal die Stellen durchgegangen, die vom Reich Gottes sprechen, und das ist tatsächlich die einzige, die von mitten unter euch oder inwendig (je nach Übersetzung) spricht.
Wenn in den Evangelien vom Reich Gottes gesprochen wird, dann entweder das es nahe gekommen ist, oder wie man hineinkommt, oder das es etwas Zukünftiges ist und last but not least, wie das Reich Gottes funktioniert. All dies spricht eine externe Sprache.
Lukas 17,21 ist also tatsächlich die einzige Stelle, die man so wie Luther übersetzte, so verstehen könnte, dass das Reich Gottes inwendiger Natur ist.
Doch gerade mit dem Aspekt des "bereits jetzt und doch zukünftigen" und dass wir hineinkommen können, ist das Reich Gottes nicht etwas, das in uns passiert, sondern zu dem wir hinzugefügt werden.
Warum nicht beides? Mein erster Pastor fragte oft so ... er wies mich darauf hin, dass in Gottes Reich nicht das menschliche "entweder/oder" vorherrscht, sondern eher: "sowohl/als auch".
Das Reich Gottes passiert in uns UND wir wurden hinzugefügt. Beides. So erlebte ich es auch. Ich wurde hinzugefügt UND es passiert in mir.
Mir fällt auch grad noch ein, dass wir oft über die "inwendigen Veränderungen" sprachen ... denn Gott, der IN uns wohnt, verändert uns von innen ... so wie Jesus auch von außen ins Innen kommen musste, weil von innen keine Veränderung möglich ist/war.
kann man durchaus so sehen.
Ich ziehe aber gerne eine Analogie zur Staatsbürgerschaft. Ich bin als Schweizer geboren (also dem Land hinzugefügt worden) und habe dessen Kultur, weil ich darin aufgewachsen bin, verinnerlicht. Wer sich nun aber als erwachsener Einbürgern lässt, der wird zwar auch dem Land hinzugefügt, aber hat dessen Kultur aber noch nicht verinnerlicht.
Ich sehe das Königreich Gottes genauso, wir werden hinzugefügt, aber damit wir die Kultur des Himmels zu Eingen machen können, müssen wir uns in diese hineingeben. Das Himmelsreich Gottes ist nicht einfach da in uns, sondern wir müssen die himmlische Kultur, die unserer Natur fremd ist, erst lernen.
Wir sind heilig, müssen uns aber noch heiligen, wir sind gerettet, müssen aber noch an unserer Rettung arbeiten, wir gehören zum Himmelsreich Gottes, müssen dieses noch in und um uns Wirklichkeit werden lassen.
Sehe ich anders. Ich sehe nicht, dass ich mich "in etwas hineinbegeben muss", wenn ich schon drin bin; ich darf es zulassen, dass Gott mich von innen verändert, also meine Persönlichkeit; denn er möchte es ... und so ich das auch möchte, darf Gott in/an mir arbeiten. Es ist SEIN Werk in/an uns; nicht "unser Werk", weil wir uns in etwas hineinbegeben könnten. Alles ist sein Werk. Alles. Ganz sicher möchte er sein Werk mit uns vollenden/verrichten. Dazu bedarf es eben meiner Zustimmung, mal so gesagt. Aber "tun" - und wenn es das "mich in etwas hineinbegeben" sein soll - "muss" ich gar nichts.
Es ist ein hauchdünnes Ding, ein superschmaler Grat zwischen "es ist mein Werk" und "es ist sein Werk" ... und ich denke, wir tun gut daran, aufzupassen, dass wir eben nicht in die Denke verfallen, wir könnten irgendwas beisteuern oder dazutun ... es ist und bleibt sein Werk, von Anfang bis zum Ende. Sicher mit uns, aber nicht, weil wir etwas beisteuern könnten. Auch dazu gibt er seine Kraft, seine Stärke, seinen Segen ... (wenn wir die von ihm vorbereiteten Werke tun).
Nicht WIR heiligen uns. ER heiligt uns.
😀
Ich bin da nicht deiner Meinung, ich denke, es "brauch" mein Werk. Nicht um gerettet zu werden oder Gnade zu erhalten, sondern um zu wachsen. Das Dranbleiben am Weinstock ist nichts Passives. Es ist ein sowohl als auch.
Ich finde dafür Philipper 2,12-13 spannend
12 Darum, meine Geliebten, - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: Wirkt mit Furcht und Zittern euer Heil! 13 Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt zu seinem Wohlgefallen.
Wir geben alles, was wir haben, und er bewirkt das Wollen und Wollbringen.
Man kann nun auf beiden Seiten des Pferdes herunterfallen. Also ich muss an meiner Erlösung arbeiten, oder ich muss mich nicht bemühen und einfach alles Gott überlassen. Beides ist falsch.
Gott arbeitet mit uns an unserer Erlösung. Es macht es möglich, er schenkt die Kraft und er schenkt das Gelingen, aber ohne uns macht er es nicht.
Veröffentlicht von: @arcangelWir geben alles, was wir haben, und er bewirkt das Wollen und Wollbringen.
Reihenfolge - kommt mir in den Sinn.
Wir geben alles, WEIL er das Wollen und das Vollbringen wirkt in uns.
Erlöst sind wir ab dem Moment, wo wir Ja zu Jesus sagen.
Deshalb steht ja auch das "Denn" dort. Vers 12 bedingt Vers 13, aber Vers 12 ist keine automatische Folge von 13. genauso wie in der Stelle im 2 Petrus welche ich weiter unten zitiere. Das Geschenk Gottes geht voraus, und ermöglicht, aber die eigene Tat daraus ist das, was wir aus diesem Geschenk machen.
Gott arbeitet mituns an unserer Erlösung. Es macht es möglich, er schenkt die Kraft und er schenkt das Gelingen, aber ohne uns macht er es nicht.
Das hast du sehr treffend geschrieben…
Ich finde es tatsächlich schwierig, mich darauf einzulassen, dass mit mir etwas geschieht…ich mache sehr gern selber.
Doch, ich denke schon: du bist eingepfropft in den neuen Weinstock - und der wird vom Gärtner versorgt, gepflegt, beschnitten. Er tut selbst nichts, um Frucht zu bringen. Die Frucht entsteht oder wird gewirkt vom Gärtner, der sich um den Weinstock kümmert.
Maximal - das empfinde ich eher als Korinthenkackerei - dass du ein "du musst dem Gärtner gestatten ..." als "Arbeit, Tun, Werk" ansiehst.
Jede Pflanze tut nichts zu ihrem Wachstum bei, weder das Korn noch der Weinstock. Sie lässt sich sozusagen nur pflegen. Und das ist es, was wir tun: wir lassen uns pflegen, füllen mit der Liebe als Gefäß, das dann überläuft - das ist die Frucht.
Maximal - das empfinde ich eher als Korinthenkackerei - dass du ein "du musst dem Gärtner gestatten ..." als "Arbeit, Tun, Werk" ansiehst.
Ich denke, es ist kein Gestatten, sondern eine Zusammenarbeit. Wie ich oben zitiert habe, gehört das, mit Furcht und Zittern handeln, mit dem Wollen und Vollbringen, welches Gott gibt, gehört Hand in Hand.
Die Wahrnehmung dieses Prozesses mag sehr unterschiedlich sein. Und deshalb auch das unterschiedliche Vokabular. Doch ich halte mich da an Petrus.
2.Petrus 1
5 Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, 6 mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, 7 mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe! 8 Wenn dies nämlich bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. 9 Wem dies nämlich fehlt, der ist blind und kurzsichtig; er hat vergessen, dass er gereinigt worden ist von seinen früheren Sünden.
Ich kann mit besten willen nicht behaupten, dass diese Stelle in irgendeiner Weise davon spricht, dass Gott Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausdauer, Frömmigkeit, Brüderlichkeit (Bruderliebe) und Liebe einfach in uns ohne unsere Mitarbeit bewirkt.
Denn dieser Eifer ist ein Resultat dessen, was uns Gott geschenkt hat
3 Alles, was für unser Leben und unsere Frömmigkeit gut ist, hat seine göttliche Macht uns geschenkt; sie hat uns den erkennen lassen, der uns durch seine Herrlichkeit und Kraft berufen hat. 4 Durch sie sind uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Anteil an der göttlichen Natur erhaltet und dem Verderben entflieht, das durch die Begierde in der Welt herrscht.
Ja, seufz ... Vokabular ... da sagste was ... wir sind schon auf derselben Welle, denke ich. 👍
so wie Jesus auch von außen ins Innen kommen musste, weil von innen keine Veränderung möglich ist/war.
Das ist ein wichtiger Aspekt!
Er stimmt zwar nicht für alle Menschen (Gott kommt ja doch auch als mal unangekündigt vorbei), aber grundsätzlich ja.
Oh, damit meinte ich die Sicht auf "die Welt" etwas pauschaler sozusagen ... denn "die Welt" ist ohne Gott und kann sich nicht auf den Weg zu Gott machen, weil sie ihn gar nicht kennt. Deshalb gibt es "uns" als Botschafter, auf diesem Weg gelangt die Gute Nachricht (das Evangelium) in die Dunkelheit (die Welt ohne Gott).
Also Gott kam zu uns in die Dunkelheit ... (Gott = (von) draußen + "wir" = (in die) Dunkelheit/innen).
Die machen das nicht, weil sie einfach an dem Tag mit dem andern Bein aufgestanden sind.
Ja, das stimmt.
Aber es sind doch zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen und bei der einen muss ich nach innen schauen und bei der anderen nach aussen….🤷♀️🤔?
Ja und manchmal ist der Blick nach innen angesagt und manchmal der Blick nach aussen. Lukas war ein sehr sprachgewandter Schreiber, kann sein, dass er beides zum Ausdruck bringen wollte. Mir jedenfalls hat diese Diskussion einen neuen Blick auf die Stelle werfen lassen. Danke dafür.
Lukas war ein sehr sprachgewandter Schreiber, kann sein, dass er beides zum Ausdruck bringen wollte
Denkbar ist es…
aber:
entos hymon übersetzt mein Sprachgefühl am ehesten mit „eurem Inneren“. Dann stimmt auch der Genitiv. 😉
Also, nur mal so, abschließend betrachtet (nicht um die Diskussion weiterzuführen, die ich auch sehr gut fand)
Feines Thema 🙂
Du denkst an Mt 6,33?
Das Reich = die Königsherrschaft Gottes ist in uns. Lasse ich Ihn regieren, hilft ER die Sorgengewohnheit zu verlieren und der innere Friede wird größer.
Die Königsherrschaft entfaltet sich auch in der Frucht des Geistes... Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Diese Königsherrschaft Gottes in mir beeinflusst meine Ausstrahlung, ich sag mal: mein emotionales Wetter, das mich umgibt. Andere können das mehr oder weniger deutlich wahrnehmen.
Röm 14,17 Denn das Reich/die Königsherrschaft Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
Baut sich Verdammnisgefühl auf, schwinden Friede und Freude, dann sind das Hinweise, dass der Dieb am Werk ist und ich etwas zugelassen habe, das die Königsherrschaft Gottes in mir verringern will, mich aus dem inneren Frieden schubsen will. Dagegen muss ich dann was unternehmen.
Du denkst an Mt 6,33?
Ich habe an Luk 17,20-21 gedacht und hatte Mt 6,33 dazu inhaltlich fortgesetzt.
Diese Königsherrschaft Gottes in mir beeinflusst meine Ausstrahlung, ich sag mal: mein emotionales Wetter, das mich umgibt. Andere können das mehr oder weniger deutlich wahrnehmen.
Ja, das denke ich auch. Da habe ich auch keinen Einfluss darauf, wer das „sieht“.
ah..Lk 17,20-21.... spontan fiel mir dazu ein, dass Jesus in seinen Gesprächen mit den Pharisäern immer wieder auf das Herz zielt, die Herzenshaltung und die Motivation.
Sie haben Ihn ja nicht in ihr Herz gelassen bzw sich dort nicht berühren lassen.
spontan fiel mir dazu ein, dass Jesus in seinen Gesprächen mit den Pharisäern immer wieder auf das Herz zielt, die Herzenshaltung und die Motivation.
Auf jeden Fall.
“Hast du die Liebe nicht, bist du nur tönendes Erz…“ Auch wenn du alles andere kannst…
Ein schöner Gedanke. An welchen Bibelvers denkst du dabei? Ich denke mit dem heiligen Geist haben wir auf jeden Fall ein Teil von Gottes Reich "in uns". Bzw. sind wir ja Teil von Gottes Reich, wenn wir Gott als König anerkennen. Und so ist das Reich Gottes mitten unter uns und entfalten seinen Kraft.
Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. - Lukas 17, 20b
Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.- 1. Korinther 4, 20
Die Basis Bibel hat auch ein Artikel zu dem Begriff und beinhaltet diesen schönen Satz:
Wo Menschen Gott als Herrn erkennen und anerkennen und einander nach seinem Willen lieben, dort beginnt das Reich Gottes.
https://www.die-bibel.de/ressourcen/basisbibel/glaube-und-religion/reich-gottes
Das bedeutet ja, dass wir nach keinen äusseren Umständen oder Ereignissen suchen brauchen, so gut sie auch sein mögen, sondern allein in der Innenwelt fündig werden.
Wichtig wäre aber diese Innenwelt nach außen zu tragen.
20Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden;21man wird auch nicht sagen: Siehe, hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.
Ich habe an diesen Vers gedacht, Luk 17, 20-21.
Er ist also der gleiche wie bei dir, aber Luther hat es hier anders übersetzt. Und diese Übersetzung war für mich persönlich immer schon schlüssiger, ich weiss allerdings nicht, ob sie auch tatsächlich „besser“ übersetzt.
Wichtig wäre aber diese Innenwelt nach außen zu tragen.
Ich nehme an, dass sie im Aussen für die Menschen sichtbar bzw. attraktiv ist, die von Gott auch zu Jesus gezogen werden (sollen).
Und ich verstehe es so, dass der „Rest des Lebens“ sich dann zwangsläufig anpasst an diese innere Wahrheit.…..“alles andere wird euch dazugegeben“.
Er ist also der gleiche wie bei dir, aber Luther hat es hier anders übersetzt. Und diese Übersetzung war für mich persönlich immer schon schlüssiger, ich weiss allerdings nicht, ob sie auch tatsächlich „besser“ übersetzt.
In Luther 2017 steht auch "unter euch". Ob das nun "besser" ist, als die ursprüngliche Übersetzung von Luther, weiß ich nicht. Aber da alle anderen es auch so übersetzt, wird es wohl gut begründet sein.
Und ich verstehe es so, dass der „Rest des Lebens“ sich dann zwangsläufig anpasst an diese innere Wahrheit.…..“alles andere wird euch dazugegeben“.
Wenn man es zulässt und sein Handeln an der Nächstenliebe ausrichtet, sicherlich. Ein Automatismus ist es aber nicht, denke ich. Wie schwer das ganze ist, zeigen ja die diversen Konflikte in Kirchen, unter Freunden und in Familien.
In Luther 2017 steht auch "unter euch". Ob das nun "besser" ist, als die ursprüngliche Übersetzung von Luther, weiß ich nicht. Aber da alle anderen es auch so übersetzt, wird es wohl gut begründet sein.
Ja, wie immer man es auch versteht- wir sollen zuerst danach trachten. Es hat also Prio eins in unserem Leben. Das finde ich beachtenswert- weil es ein nicht sichtbares Gut ist, worum wir uns bemühen sollen.
Wenn man es zulässt und sein Handeln an der Nächstenliebe ausrichtet, sicherlich.
Ein Automatismus ist es aber nicht, denke ich. Wie schwer das ganze ist, zeigen ja die diversen Konflikte in Kirchen, unter Freunden und in Familien.
Ja, das scheint alles weit entfernt zu sein vom Reich Gottes… 🤔
b
Wenn man es zulässt und sein Handeln an der Nächstenliebe ausrichtet, sicherlich.
Ein Automatismus ist es aber nicht, denke ich. Wie schwer das ganze ist, zeigen ja die diversen Konflikte in Kirchen, unter Freunden und in Familien.
Ja, das scheint alles weit entfernt zu sein vom Reich Gottes…
Das sehe ich gar nicht so. Erstens sind wir keine Engel, sondern Menschen, und als solche zu Konflikten neigend, Gott weiß das auch, er hat uns sogar so geschaffen. Zweitens sind Konflikte wichtig für unsere Entwicklung und sogar ein Zeichen für Liebe. Gerade Menschen, die sehr sich lieben, haben konfliktreiche Beziehungen. Die Frage ist, wie man mit Konflikten umgeht, ob man andere für Verletzungen "bestrafen" will, ob man auf Rache aus ist, generell ob man gleich verletzt ist, weil der andere eine andere Meinung hat. Aber auch das sind Lernerfahrungen.
Ein Mensch, der weiß, dass er Teil von Gottes Reich ist und Gottes Reich in ihm selbst ist, der ist allerdings eher bereit seine schmerzhaften Erfahrungen loszulassen. Er braucht sie nicht mehr.
Grundsätzlich ja, Konflikte haben ein Potenzial in sich, das gut ist.
Ein Mensch, der weiß, dass er Teil von Gottes Reich ist und Gottes Reich in ihm selbst ist, der ist allerdings eher bereit seine schmerzhaften Erfahrungen loszulassen. Er braucht sie nicht mehr.
Das heisst aber, dass er auch seine Konflikte nicht mehr will und ihnen dann auch bewusst aus dem Weg geht.
Damit hätte er auch das Potential nicht ausgeschöpft.
@stern Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Das eine sind Konflikte, die nun mal dazu gehören. Das andere ist der destruktive Umgang damit aufgrund von schmerzhaften Erfahrungen. Wenn einem eine böse innere Stimme zum Beispiel sagt, der andere werde sich doch nie ändern, man sollte ihn lieber gleich auf den Mond schießen. Konstruktiv wäre es, dem anderen eine Chance zu geben. Das gilt natürlich nicht für destruktive Beziehungen, wobei man Schaden nehmen könnte.
Das eine sind Konflikte, die nun mal dazu gehören. Das andere ist der destruktive Umgang damit aufgrund von schmerzhaften Erfahrungen.
Was wäre ein destruktiver Umgang mit Konflikten?
@stern Da gibt es viel: Rachegelüste, Gewalt, Vorwürfe und Selbstvorwürfe, Rechthaberei und und und
Da gibt es viel: Rachegelüste, Gewalt, Vorwürfe und Selbstvorwürfe, Rechthaberei und und und
Oh, das kommt mir bekannt vor…und du meinst, das kann man in einen konstruktiven Umgang umwandeln?
Oh, das kommt mir bekannt vor…und du meinst, das kann man in einen konstruktiven Umgang umwandeln?
Umwandeln ist nicht das richtige Wort. Dieses destruktive Verhalten entsteht, glaube ich, durch Haltungen, die verinnerlicht wurden, weil sie in der Vergangenheit mal nützlich waren und nun nicht mehr hinterfragt werden. Wenn man sich in Gottes Arme fallen lassen kann, dann muss man sich nicht mehr an Haltungen halten und kann sie loslassen, und das ohne bewusstes Zutun.
Wenn man sich in Gottes Arme fallen lassen kann, dann muss man sich nicht mehr an Haltungen halten und kann sie loslassen, und das ohne bewusstes Zutun.
Ja, verstehe… alles andere hätte ich jetzt auch unglaubwürdig gefunden, glaube ich.🙂
Genau! Auf die Haltungen verweist die Bergpredigt. Demut und Friedenswille etc. die den Umgang mit destruktiven Konfliktpartnern erleichtern.
hallo zusammen,
Im Reiche Gottes kann man auch Schätze sammeln (Mt.6,19-21) hier ist meine Meinung und Erfahrung zu diesem Thema:
5.Mose 30,6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. (um Leben und Lieben zu können brauchen wir diese Beschneidung)
Kolosser 2,11 In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, durch Ablegen des sterblichen Leibes, in der Beschneidung durch Christus. 12 Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und Gott hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. (in ihm ist Leben, geschieht sterben und Auferstehung)
Römer 2,29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Dessen Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott. (=die rede ist hier von Christus. Der Vater lobt den Sohn! = Das Reich Gottes ist inwendig in euch)
Jeremia 31,22 Wie lang willst du in der Irre gehen, du abtrünnige Tochter? Denn der HERR wird ein Neues im Lande schaffen: Die Frau wird den Mann(H1397) umgeben. (=in Christus stirbt die abtrünnige Tochter und auferweckt wird mit ihm die Frau. Christus ist der Mann/H1397 גֶּבֶר geber=stärke,Kraft)
Matthäus 25,1 Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleich werden, die ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. (=hier ist wieder die „abtrünnige Tochter die mit Christus stirbt und vergeben wurde = ihre Sünden nicht mehr gedenken. Und die Frau die mit ihm Auferweckt worden ist/wird = die klugen Jungfrauen)
Philipper 3,3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns nicht verlassen auf Fleisch,
Jede Identität ist wichtig, sei es im Geist oder im Fleisch,alt oder neu, in Christus wird es zusammengefasst und in ihrer Ordnung gebracht. Das Fleisch kommt nicht zu ruhe, wenn es nicht weißt, dass es allein mit Christus sterben darf. Teilhaftig werden, dem Schlachtopfer.
Die suche nach dem Reiche Gottes ist verknüpft mit der Heiligtumssprache und was der Heilige Geist lehrt. Und nicht, ob jemand ein Christ oder Namenschrist ist. Sondern „Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen“.
Nicht wir sondern Christus hat es getan. Die Geschichte von den Schafen und den Böcken.
Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott
unter denen, die gerettet werden,
und unter denen, die verloren gehen;
den einen ein Geruch vom Tod zum Tod,
den anderen ein Geruch vom Leben zum Leben. (2Kor 2,15–16)
Deswegen finde ich es auch gut, wenn Christus auch zu mir sagt „ich kenne dich nicht“. LG
Deswegen finde ich es auch gut, wenn Christus auch zu mir sagt „ich kenne dich nicht“. LG
Wieso? Das hab ich jetzt nicht verstanden…
Das Kennen sollte doch auf beide Seiten sein?
@stern das bedeutet, das er meine Sünden (meine alte Identität) nicht mehr Gedenkt! Er bestätigt, dass er diesen nicht mehr kennt. Meine alte Identität aus Fleisch und Blut, wird das reich Gottes nicht erben. Aber ich weiß, dass Christus auch in mir(kluge Jungfrau) wohnt.
Es geht um die Hebräische Denkweise von „erkennen“ der zugehörigkeit.
Bisher wurde fast immer diese „törichten Jungfrauen“ als sogenannte Namenschristen in Predigten/lehren identifiziert, fern der lehre von Schlachtopfer, die Christus repräsentiert.
Frage: bist du nicht auch rein geworden, durch Christus?
lg
das bedeutet, das er meine Sünden (meine alte Identität) nicht mehr Gedenkt! Er bestätigt, dass er diesen nicht mehr kennt
Ach so…so verstehst du das.
Für mich war das immer was negatives, wenn er mich nicht kennt…
Frage: bist du nicht auch rein geworden, durch Christus?
gute Frage….ich denke schon…also ich bin anders geworden und habe einen Zugang zu Gott gefunden…ob das nun „rein“ ist, weiss ich nicht
… da ist halt nicht nur Licht. Und ich halte „Fleisch und Blut“ jetzt auch für nichts Verwerfliches, schließlich ermöglicht das uns dieses Leben hier
und habe einen Zugang zu Gott gefunden…ob das nun „rein“ ist, weiss ich nicht
… da ist halt nicht nur Licht. Und ich halte „Fleisch und Blut“ jetzt auch für nichts Verwerfliches, schließlich ermöglicht das uns dieses Leben hier
hi, ich glaube schon, dass du rein bist! du sagst du hast einen Zugang zu Gott gefunden, nehme ich stark an, dass du Jesus Christus meinst, der alle deine Sünden auf sich genommen hat, weggenommen hat und dich mit ihm auferweckt hat.
„Du bist rein durch Christus“ - Nichts anderes wird angegriffen als diese aussage.
Fleisch und Blut, das Natürliche ist genauso gleichwertig wie das Geistige. Ohne das eine kann es das andere nicht geben. Das sind ja Gottes Werke/Ordnung.
das was du mit „da ist nicht nur licht“ meinst; würde „ich“ bspw. einordnen in [Röm 7,15-17] Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; 15 denn was ich vollbringe,
erkenne ich nicht;
denn nicht das,
was ich will,
tue ich,
sondern was ich hasse, das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es recht ist. 17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich es,
sondern die in mir wohnende Sünde.
*Jeder darf sein Kreuz auf sich nehmen! Wenn man diese Versen verinnerlicht hat und gemerkt hat, dass es sich so verhält, dann darf man davon ausgehen, dass „ich aber bin fleischlich“ geboren wurde, um diese Sünde zu tragen (teilhaftig geworden, am Kreuz getilgt). In der art „einer trage die last des anderen“ sowie auch „ein jeder achte den anderen höher“ in ein und derselben Person. Der Tot ist und durch Christus Lebendig geworden ist. Christus herrscht über euch beide (den Toten und den Lebendigen) = ein Herr.
ok, heißt jetzt nicht, dass ich keine kämpfe hätte (Endziel ist Frieden). Aber es hilft, Gottes Werke in ihrer Ordnung stückweise sehen zu dürfen.
ich würde keinen Menschen unrein nennen; auch wenn ich dazu versucht werde. Fleisch gut, Geist gut alles gut, alles rein 👍🏼, easy.
lg
das gleiche was Christus sagt „das reich Gottes ist inwendig in dir/euch“.
Nicht nur emotional, Primär auch räumlich und gegenwärtig, so real wie unser sichtbarer Körper aus Fleisch. Das andere ist nur unsichtbar. Den wie kann ein gläubiger, Gott lieben von ganzen Herzen und ganzer Seele, wenn er nicht beschnitten wurde? Und da er glaubt wird er auch am Herz beschnitten. Wie Abraham.
schau dir gerne alles an was mit dieser Beschneidung zu tun hat. Lg
Wie geht es dir denn mit dem Gleichnis vom Vater, der Weingärtner und Jesus, der Weinstock?
Als Hobbygärtnerin ist mir dieses Bild näher.
@deborah71 hi,
Wie geht es dir denn mit dem Gleichnis vom Vater, der Weingärtner und Jesus, der Weinstock?
Als Hobbygärtnerin ist mir dieses Bild näher.
In Anlehnung an das Reich Gottes? Wenn ja dann würde ich sagen, dass der wahre Weinstock (Christus) nicht von dieser Welt ist.
[Joh 15,1-8] (die meisten Bibelstellen sind aus csv-bibel.de)
= Christus spricht hier von Teilhaftigkeit, Zugehörigkeit, Sohnschaft/Kindschaft, Gerichtliche Ordnung und reinigung. Heiligtumssprache und Bundessprache.
Jede Rebe entspringt aus dem Weinstock, Rebe ist wie ein Glied = Arm/Hand , Wirken und Kraft beides gehört zu ihm unabhängig ob es Frucht bringt oder nicht. = Christus ist die Quelle und Ursprung von Wirken und Wollen der Rebe.
Keine eigene Werksgerechtigkeit =es kann sich niemand von selbst einpfropfen. Eher wäre es wichtiger, Gottes Werke zu beobachten weil es formgebend wirkt.
„Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht,“ = „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
bleibt in mir und ich in ihm. *Beides sind Bundessprache und wird erst wirksam durch Hebr. 9,16-17(Testament, Tod muss zuvor eintreten..).
Was also aus diesem Weinstock wächst ist nicht von dieser Welt. Also auch Teilhaftigkeit seines Fleisches. Jesus sagt „ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“ Sünden und Schulden werden nicht aufgedeckt, sondern sind schon bedeckt. Alle Versen beinhaltet keine Anklagen sondern Reinigungsprozess.
Die Rebe die keine Frucht bringt steht für die, die äußere alte Hülle des Menschen der auch zu Christus gehört also unser Fleisch, das untergeordnet ist dem Fleisch und Blut Christi der am Kreuz draußen vor den Toren stirbt. = „Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.“ = hinausgeworfen/Draussen ist Heiligtumssprache und im Wirkkreis des wahren Sündenbock der in seiner Funktion keinen Namen trägt (erfüllt auch Christus) der die Sünden Trägt.
Lamm Gottes bleibt erhalten auch wenn es stirbt, so auch die Schafe in ihm bleiben. Und durch ihn auferstehen. Alles was am Weinstock erhalten bleibt steht unter dem Banner des Lammes.
Wann bringt die Rebe (Lebendige) Frucht ? Nicht weil es Fleischlich ist, sondern weil es Geistlich ist. Geistlich geschieht erst durch die Auferweckung. = „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt,
der Erstling der Entschlafenen.“ 1.Kor.15,20 =Erstlingsfrucht! Es heißt ja die Frucht des Geistes ist …. Geschieht nicht im Fleisch.
Wie und Warum Reinigt der Vater dennoch die Rebe die Frucht bringt um noch mehr Frucht zu bringen, obwohl sie schon rein ist? Indem die Rebe die keine Frucht bringt weggenommen wird. Das äußere (Leib) wird ja auch gehalten durch Christus. Es wird von innen nach außen gereinigt. Die Kleider müssen auch gewaschen werden. Jesus ist ja auch Vollständig Auferstanden mit einem neuen Leib.
= Vers 8 Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt, und ihr werdet meine Jünger werden. *der Weingärtner handelt in allen Aspekten als Vater, die Reben sind als Kinder Anerkannt. Die Reben die Frucht bringt, setzt voraus, das der Tod zuvor geschehen ist. Deswegen gehört das Beschneiden/wegnehmen zur Vervollständigung der Reinigung.
Das bedeutet für unser Leben, soviel wie, die Pflege der Reben (so wie sie sind) geschieht Täglich, Leben wird Täglich gegeben. Aber nur einmal findet die Beschneidung der Reben statt. Das wegnehmen der Reben die keine Frucht bringen, gehört zum Heilungsprozess, das ist fern von „nicht gut genug“.
Also keine drohpredigt oder moralische Leistungslehre. Es ist eine Abschiedsrede Jesu an seine Jünger. Wie die Beziehung vom Vater gepflegt wird. Das Reich Gottes ist nicht nur Geistlich, sie „war“ durch Christus auch Fleischlich „ich bin der wahre Weinstock“!
lg
Joh 15, 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg*; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe.
*nimmt er weg; schau mal im Griechischen nach, welch unterschiedlichen Bedeutungen airó hat. Das geht von hochbinden bis wegnehmen, von metaphorisch ermutigen bis geht so nicht mehr.
Eine Rebe, die nicht nach oben gebunden ist, sondern flach liegt, verholzt und bringt selbst keine Frucht. Sie kann aber dann immer noch Fruchtreben schieben, die man dann wieder hochbinden kann, damit sie Frucht bringen.
Verändert sich für dich die Stimmung, wenn du bei der ersten Pflege in Vers 2 hochbinden liest und erst später, wenn nichts ankommt, das Wegnehmen erfolgt? Es ist ja eine Zeitspanne zwischen frischem Trieb und dem erkennen können, ob es ein Fruchttrieb wird.
moin, ja das Wort G142 – αἴρω – airo, beinhaltet die Wortbedeutungen, wie du es beschreibst.
Wortbedeutung darf auch im Kontext der aussagen in den Versen 1-8 betrachtet werden.
Natürlich ändert sich die Stimmung, wenn man das mit dem hochbinden und warten bis die Rebe Frucht bringt. man wartet Geduldig und hofft auf die Frucht. Das gibt der Kontext „meiner Meinung“ nicht wieder, es baut nicht darauf.
Es ändert die Stimmung dahin, das von einer Rebe erwartet wird, Frucht zu bringen und wenn sie am ende doch keine Frucht bringt, dann wird es dennoch weggenommen.
Was bedeutet das? Wenn mich jemand hochbindet und Frucht von mir einfordert und am ende doch keine Frucht bringe, welche innere erwartung habe ich dann durchlebt?
Jesus fasst alles zusammen mit „ihr seid schon rein“. Beschreibt die Beziehung zum Weinstock, des Fleisches und des Geistes, dass jeder mit sich trägt. Mit dem wir vor Gott stehen. Gott ernährt beides. Fleisch darf Fleisch bleiben und Geist darf Geist sein. Ich sehe es Ontologisch nicht pädagogisch.
Ontologisch wäre es auch hilfreich, das Wort „Wenn“ in John 15,1-8 in betracht zu ziehen.
Johannes benutzt G1437 – ἐάν – ean = Wenn. Es beschreibt einen zustand, es ist keine Werksbedingung also nicht moralisch gesetzt. Das griechische „Wenn“ ist wie ein Anker der Ontologischen aussage und im Kontext gegeben.
aber das wichtigste ist Jesu aussage „Ihr seid schon rein“. Was auch immer im Reinigungsprozess statt findet „Ihr seid schon rein“ bleibt ungebrochen. Und darf in der Lesart eingebunden sein. ✌🏽
LG
Ich habe einen Weinstock, mit dem ich so einige Pflanzeneigenheiten erfahren habe.
John 15,2 und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe.
Ein neuer Trieb zeigt relativ bald, ob er eine Frucht hervorbringt. Die Rebe wächst dann hoch und wird angebunden, denn die fertige Frucht ist normalerweise sehr schwer und würde die Rebe nach unten ziehen.
Die Rebe wächst nach oben weiter und kann Seitentriebe (sog. Geiztriebe wie bei den Tomaten) und lange Peitschen schieben. Das würde die Kraft verbrauchen, die in die Trauben sollte. Also wird die Fruchtrebe ausgegeizt und eingekürzt. Das steckt wohl hinter dem Begriff Reinigen in Vers 2.
Die entfernten Geiztriebe und die Peitschen trocknen dann und werden später verbrannt.
Übertragen gesehen: Wildwuchs kosten dem geistlichen Leben unnötig Kraft.
das kann natürlich sein mit dem Geiztrieb, wenn es deiner Erfahrung oder Blickwinkel entspricht. Kann ich nicht direkt verneinen. Ich weiß nicht, was Gott dir zeigt.
Für mich stehen alle Reben für die Jünger = Ihr seid rein + Ihr seid die Reben. Vers 2 ist nicht komplett mit Komma verbunden.
beide Reben sind. = Die Rebe die keine frucht bringt und die frucht bringt. Die sind in ihm, direkt angeschlossen bzw. wachsen direkt aus ihm heraus. Deshalb schließe ich die Geiztriebe raus, weil die aus einer Rebe und nicht direkt aus dem Weinstock kommen. Auch andere triebe aus dem Weinstock sind nicht gemeint, sondern Hauptreben (in mir)
Im Übertragenen sinn = irgendwann habe ich an Jesus geglaubt, habe Abendmahl gehalten (sein Fleisch und Blut gegessen) dadurch bin ich in ihm und er in mir, in dem zustand wo ich teilhaftig werde, an seinem sterben, meine sterbliche Seite. Durch ihn ist es rein! Das ist die erste Rebe, die keine Frucht bringt und auch keine bringen kann (ich meine jetzt nicht Kinder bekommen).
Dann kommt das zweite, der Heilige Geist kommt , wohnt in mir und kümmert sich um meinen neuen Geist. Das ist die Rebe die Frucht bringt. Die Frucht des Geistes ist….
Wenn ich dann irgendwann Tot bin und Jesus kommt mit den Wolken… dann geht der „verstorbene Leib“ durchs feuer (keine Ahnung wie/wann das alles passiert), wird gereinigt und da es auch teilhaftig war im sterben Jesu, besteht es die Prüfung durch das Feuer und es wird quasi an anderer stelle „Kleider gewaschen“. Es besteht durch das was ich zu mir genommen habe (im glauben) = Das Wort ward Fleisch. Das besteht jede Feuerprobe. Seine Glieder.
So bekommt auch mein Geist für die Auferstehung einen neuen Leib und wird noch mehr Frucht bringen, es ist Vollendet. Also der Geist den ich habe, hat noch keine Beine und Füße wie Er es hat. lol. (Dies sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen…)
Jesus spricht von Hauptreben die direkt an ihm dem Weinstock angeschlossen ist. Er spricht von sich, beinhaltet Sterben und Auferstehung. Das geschieht auch mit dem Weinstock. (Ich bin) Der Weinstock stirbt (draußen) und wird Auferweckt. (Der Herr ist ein verzehrendes Feuer!)
13 Größere Liebe hat niemand als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde. = 6 Wenn jemand nicht in mir bleibt. das ist, weil er stirbt. Dadurch ist diese erste Einheit erstmal aufgelöst/er bricht es ab und richtet es nach 3 Tagen wieder auf! Der neue Weinstock mit neuen Reben.
Aus ihn kann nichts falsches kommen. Er ist ein Perfekter Weinstock. Und weil dieser Weinstock aus seinem Reicht ist und niemand kann unbefugt dort rein, der nicht durch ihn gegangen ist. Er spricht von einer neuen Frucht = Mt 26,29 Ich sage euch aber: Ich werde von jetzt an nicht von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, wenn ich es neu mit euch trinke in dem Reich meines Vaters.
Lg
beide Reben sind. = Die Rebe die keine frucht bringt und die frucht bringt. Die sind in ihm, direkt angeschlossen bzw. wachsen direkt aus ihm heraus. Deshalb schließe ich die Geiztriebe raus, weil die aus einer Rebe und nicht direkt aus dem Weinstock kommen.
Genau deshalb spricht der Text in Vers 2 von der Reinigung (Geiztriebe entfernen), damit die Rebe mehr Frucht bringt. Darum zu bitten kann sehr weh tun.
das kann natürlich sein mit dem Geiztrieb, wenn es deiner Erfahrung oder Blickwinkel entspricht. Kann ich nicht direkt verneinen. Ich weiß nicht, was Gott dir zeigt.
Ich schrieb davon, dass ich einen Weinstock im Garten habe. Das spricht von Beobachtung und Erfahrung und Information aus dem Weinbau.
In Israel wurde schon früh Wein angebaut und sie wussten genau, was Jesus meinte. Heute haben weniger Menschen Erfahrung mit Weinstöcken und ihren Belangen. Es ist hilfreich, sich mal bei wikipedia und auf you tube über Rebschnitt zu informieren, um mehr von diesem Gleichnis zu verstehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Reberziehung
Gott ist für mich ein liebevoller Weingärtner und das beeinflusst meine Sichtweise auf dies Gleichnis zusammen mit den Erfahrungen durch den Weinstock im Garten.
Natürlich ist aus einem Gleichnis nicht alles 1:1 übertragbar, aber vieles.
ja war bewusst. Deswegen meinte ich ja vorab, dass es deine Erfahrung entspricht, was doch in Ordnung ist! Ich habe auch nur aus meiner Erfahrung geschrieben. Ich arbeite zwar nicht im Weinbau aber kenne mich einigermaßen in der Naturheilkunde aus und beziehe auch oft Natürliche Vorgänge mit den gleichnissen.
Ich wollte nur sagen, dass dieser Weinstock stirbt und wieder aufersteht. Und „Meine Leseart“ ontologisch in dem fall ist. [Joh 15,13] Größere Liebe hat niemand als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde.
Mein Focus ist , dass die Frucht bleibt und nicht, dass die Rebe, die keine Frucht bringt, entfernt wird. Ich beschreibe nur meinen Blickwinkel.
[Joh 15,6] Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, damit, um was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.
Lg Weissdorn
Danke für deine nähere Erklärung. Dein Sprachgebrauch ist ungewohnt für mich. Da werde ich wohl noch einige Male nachfragen müssen.
Interessanter Austausch. Danke dafür. 😊 👍
Mir ist noch etwas eingefallen in diesem Zusammenhang:
Denn nicht in Worten erweist sich die Herrschaft Gottes, sondern in der Kraft. (1Kor 2,4)
Also alles in allem: selbst wenn wir davon ausgehen, dass „mitten unter euch“ die korrektere Übersetzung ist und nicht unsere Innenwelt gemeint ist, dann ist es doch so, dass wir seine Kraft an uns/durch uns/in uns bemerken müssten. Oder?