Gute Christen/Schlechte Christen
Hallo zusammen,
eine gute Freundin liest jeden Tag die Bibel, hört Lobpreislieder, sieht sich Predigten auf Youtube an und besucht regelmäßig den Gottesdienst! Ich tue das alles nicht und zweifle ich langsam an mir, ob ich deshalb ein schlechter Christ bin. Sie ließ so etwas in der Art auch durchblicken. Wie empfindet ihr das? Kann man nicht an Gott glauben und mit Jesus sein, ohne viel "Tamtam"?
Danke!
Christsein ist eine Existenz- und keine Wertebeschreibung. D.h. für mich, dass die existenzielle Dimension des Christseins (Gottesbeziehung, die persönliche Berufung) gegenüber einer reinen Fokussierung auf moralische Normen und Werte, oder einem Regelkatalog wichtiger wird. Die Existenz steht vor der Ethik. Die Gottesbeziehung ist die Grundlage für ethisches Handeln, nicht umgekehrt. Es geht darum, wer man ist (Christsein als Seinszustand), nicht nur darum, was man tut (Werte und Regeln zu befolgen). Glaube verstehe ich als eine Haltung, die das gesamte Leben durchdringt, anstatt nur eine Reihe von Werten zu übernehmen, oder Regeln zu befolgen.