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Halloween - kommerzialisierter Unfug oder Okkultismus?

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Themenstarter
Beiträge : 30188

Diese Frage beschäftigt mich, und ich gebe sie einfach mal weiter.

Schwesting

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74 Antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1626

@schwesting 

Was mir heute Abend noch aufgefallen ist - mein Sohn war wie ein Skelett geschminkt. Viele andere auch.

Wenn es das Fest nicht gäbe...und das ist nicht lange her, da gab es das nicht in Deutschland... hätte man es als schlimm gefunden das Kinder (welche der Inbegriff von sprühendem Leben sein sollten) wie eine Leiche verkleidet sind.

Ich finde es ist einfach ein pervertiertes Fest- wieviel hat man im Leben mit seinen Kindern oft gelitten, das fängt schon bei der Geburt an, war zumindest bei uns so. Damals setzten laut EKG die Herztöne aus, ich bin damals, von Gott entfernt auf die Knie und habe gebetet, es wurde erhört, Gott sei Dank. Dann will ich das Kind aber nicht als Zombie oder sowas sehen. Das beisst sich meiner Meinung nach.

Geschmacklos und Widerlich. 

kappa antworten
4 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@kappa Geschmacklos und Widerlich. 

Ja, micht widert's auch an, wenn andere Leute sich amüsieren. Fröhlich kreischende Kinder, irgendwelche Typen die sich verkleiden oder sonstwie Spass anne Backen haben. Das geht mal so gar nicht, das ist pervertiert, schließlich ist das Leben ein Jammertal, das fängt ja schon mit der Geburt an und wird am Ende nicht besser!

 

das ist nicht lange her, da gab es das nicht in Deutschland...

Genau! Unter Kaiserns hätte es solchen Onfog nicht gegeben, da herrrrschte noch Zocht und Orrrdnong ond wärr onbedingt lachen wollte, gäng gefälligst in dän Källa!

jack-black antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@jack-black 

nu mal halblang. In eine unerledigte seelische Vaterwunde reinzuspotten... keine gute Idee.

deborah71 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1626

@jack-black 

Ja genau - bis vor dem ersten Weltkrieg hatten wir zumindest noch eine eigene Kultur, weder durch Sozialismus noch Nationalsozialismus ganz so in die Extreme Verzerrt. Aber egal, anderes Thema.

Unabhängig von dem was man Eltern damit antut, die vielleicht Kinder auch verloren haben (Das ist eine Minderheit, die der Öffentlichkeit bezüglich dem Fest scheinbar noch nicht einmal einen Gedanken Wert ist), spielt natürlich der Religiöse Aspekt auch eine Rolle in der Ablehnung vieler Christen.

Die Hintergründe und die Bedeutung welches dieses Fest wie von Goodfruit transparent dargelegt mit sich bringt, stehen Diametral gegen das Weltbild des Christentums und Brechen damit die Anweisung von Paulus, nicht am Tisch des Herrn und der finsteren Mächte gleichzeitig zu sitzen.

Da wir Christen Gott über alles lieben sollen und die Finsternis hassen, ist das emotional - für einen Atheisten - in etwa so vergleichbar als wenn Deine eigenen Kinder sich als eine Person Verkleiden, die deinen Vater umgebracht hat, als der Mann der die deine Frau ausgespannt hat - und das ganze dabei toll und witzig finden, ja sogar Geschenke bekommen weil Sie sich als derartige Lumpen verkleidet haben, also von den Missetaten welche deine Familie zerstört haben, noch profitieren. Wie ein Schlag in die Fresse auf Deutsch gesagt fühlt sich das an.

Zugegeben ein zurechtgesponnener Vergleich, aber wie soll man jemanden der nicht Gläubig ist (ich Glaube du bist Agnostiker - wenn ich mich jetzt vertue bitte ich um Entschuldigung) es erklären wie man das als Christ empfinden kann was da abgeht? Wenn dann die eigenen Kinder zu diesem Dreck verführt werden?

kappa antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2444

@kappa 

Ja genau - bis vor dem ersten Weltkrieg hatten wir zumindest noch eine eigene Kultur

Deren Bestandteil zum Beispiel das Klausentreiben war. Wenn damals möglichst furchterregend verkleidete junge Burschen mit viel Lärm des Nachts um die Häuser der Dörfer zogen (die Straßenlaterne war noch nicht erfunden), dürfte das erheblich 'schrecklicher' gewesen sein, als ein paar verkleidete Kinder. 
Das Spiel mit dem Grusel und der Angst vor dem unbekannten Bösen 'draußen vor der Tür' wird sich vermutlich kulturübergreifend überall finden lassen, wo es Menschen gibt. 

mrorleander antworten


Chai
 Chai
Beiträge : 4814

Ich war heut in den umliegenden Dörfern unterwegs. Und ich hab gestaunt, was da abging. 
Da war in der einen Wohngasse ein Nachbarschaftsfest mit mehreren Feuerkörben, da waren die Garagen dekoriert - es sah aus wie eine vorweggenommene Weihnachtsdekoration. Und überall kleine Kinder, die fröhlich ihre Tüten mit 'Beute' heimtrugen. 
Und so sehr ich dieses 'Fest' ablehne - ich fand's nett, wie die Menschen einfach gefeiert haben. 
Das ist in einer Großstadt mit organisierten Halloween- und Grusel-Partys sicher anders, aber das, was ich sah, war halt nicht gruselig. 

Gruselig fand ich einen Bericht im Radio über Halloween-Partys in New York, wo mehrere 100.000 Menschen zusammenkommen.
Da hätte ich Angst, was da im Fahrwasser von solchen Veranstaltungen noch alles angestellt werden kann. 

chai antworten
11 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chai Gruselig fand ich einen Bericht im Radio über Halloween-Partys in New York, wo mehrere 100.000 Menschen zusammenkommen.
Da hätte ich Angst, was da im Fahrwasser von solchen Veranstaltungen noch alles angestellt werden kann. 

Jup. Zustände wie zum Kirchentag...

Aber hey - es soll ja gruselig sein! 🙂

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @jack-black

@chai Gruselig fand ich einen Bericht im Radio über Halloween-Partys in New York, wo mehrere 100.000 Menschen zusammenkommen.
Da hätte ich Angst, was da im Fahrwasser von solchen Veranstaltungen noch alles angestellt werden kann. 

Jup. Zustände wie zum Kirchentag...

Waren die Gäste da auch bis zur Unkenntlichkeit verkleidet?

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chai Waren die Gäste da auch bis zur Unkenntlichkeit verkleidet?

Das stimmt, in Hinsicht der Kostümierung sind die Leute, die sich zu den Halloween-Parties versammeln, deutlich einfallsreicher. Aber in der Begeisterung, sich selbst und den Umstand, dass man so viele ist, zu feiern, in der wochenlangen Vorfreude auf das Event und vermutlich auch in den Nachwehen*... Da sind doch offensichtliche Parallelen.

Und dann gibt's halt stets auch jene, die diffuse Ängste darüber ventilieren, was "im Fahrwasser solcher Veranstaltungen" Übles geschehen könne.

Falls dann nix Übles geschieht, fragt auch niemand mehr danach, das ist der Trick bei negativen Prophezeihungen: man wird selten für sie "zur Verantwortung" gezogen, weil sich niemand wirklich darüber beschwert, wenn vorhergesagtes Schlimmes am Ende doch nicht eingetreten ist. (Ich meine, "der Seher" im entsprechenden Asterix-Band war es, der dieses Geheimnis erfolgreicher Propheten mal ausgeplauderte: immer schön vor dem, gern unspezifischen, Unheil warnen, nicht etwa etwas, womöglich sogar noch konkretes, Positives ankündigen. Denn wenn man falsch liegt, was bei einer fifty-fifty-Wahrscheinlichkeit ja nicht so selten vorkommt, reagiert die Kundschaft da völlig unterschiedlich...)

 

 

* Neun Monate später.

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@jack-black Jo. 

Aber Du musst schon zugeben, dass es keine große Kunst ist, mit einer Maske vorm Gesicht und in einer Masse von Menschen Dinge zu tun, die man besser nicht macht. Noch dazu in Zeiten von Terror, wo man insgesamt mit Dingen rechnet, an die man früher nie im Leben gedacht hätte. 

Wie gesagt, es ging mir um Groß-Events, nicht um die Süßigkeiten erbettelnden Kinder in Kleinkleckersdorf.

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chai Aber Du musst schon zugeben, dass es keine große Kunst ist, mit einer Maske vorm Gesicht und in einer Masse von Menschen Dinge zu tun, die man besser nicht macht.

Ja, das muss ich schon zugeben. Also am besten alle Großveranstaltungen absagen. Straßenkarneval in Rio, Silvesterparty auf der Champs Elysee, Christkindl-Markt in Nürnberg, Fußball- und Olympiastadien, Urbi et Orbi in Rom, Taylor-Swift-Konzerte und Ostermärsche für den Frieden: da kann doch überall was passieren, so in Zeiten von Terror. Ausser in Kleinkleckersdorf sollten die Leute nicht mehr feiern oder sich unter Feiervorwand zusammenrotten dürfen, um Dinge zu tun, die man besser nicht macht (z.B. schief singen).

Sobald Ihr mich zum Diktator auf Lebenszeit erwählt, kümmere ich mich drum, versprochen! 🙂

 

jack-black antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@jack-black Manchmal find ich Deine Antworten lustig, hier schießt Du einfach übers Ziel raus. 

Wie gesagt - das sind alles Veranstaltungen, wo's mich nicht hinzieht. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@chai 

Zum Beitrag

Wenn du dich sorgst um die Menschen bei Großveranstaltungen, was würdest du dagegen machen  können durch Sorge tausende Kilometer weit weg? 

Hast du eine Idee, anders damit umzugehen, statt in Sorge herumzupaddeln?

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@deborah71 Ich paddle nicht in Sorge rum - das sind nur so Gedanken, die mir in den Kopf schießen, wenn ich von solchen Veranstaltungen höre. Und mich betrifft's insoweit nicht, weil ich noch nie ein Mensch für Großveranstaltungen war. 

Allerdings wollte ich auch nicht für die Sicherheit solcher Veranstaltungen verantwortlich sein. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@chai 

Diese "nur so Gedanken" klingen sehr nach Sorge. Es war dir immerhin so wichtig, das hier anzusprechen.

Eine kleine hilfreiche Tat wie z.B. eine kurze Bitte um Schutz der Menschen auf der Veranstaltung empfinde ich da persönlich als entlastend.

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@deborah71 Ich hab einen Gedanken wiedergegeben, der mir in diesem Moment in den Kopf kam. 
Und ja - diese Gedanken kommen mir u.U. auch bei Nachrichten von anderen Großveranstaltungen. 
Und ab und zu denk ich dann schon mal 'Gott, lass das gutgehen'. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@chai 

Und ab und zu denk ich dann schon mal 'Gott, lass das gutgehen'.

Finde ich klasse!

deborah71 antworten
GoodFruit
Beiträge : 4219

@schwesting Auch wenn es schon für dieses Jahr alles rum ist - hier ein Beispiel, wie dieses Fest zu Kreativität anregen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=qIL58B0V1zY

Titel: "Kinder traumatisieren für Einsteiger".

Dort werden alle Register der Home-Automation gezogen, um ein gruseliges Erlebnis zu garantieren.

goodfruit antworten


Millie49
Beiträge : 356

Ich stelle Halloween meine Deko auf, gehe Allerheiligen auf den Friedhof und gedenke an Allerseelen "meiner" Toten. 

Meines Wissens haben die Iren, die in die USA einwanderten, Halloween auch nicht mit Okkultismus in Zusammenhang gebracht, sondern mit keltischem Erbe. Zudem geht bei Halloween doch genauso um die Seelen der Verstorbenen wie an Allerseelen.    

millie49 antworten
MrOrleander
Beiträge : 2444

@schwesting 

Das ist ein vollkommen  durchkommerzialisiertes Fest, von dessen 'tieferer' Bedeutung kaum jemand (noch) etwas weiß. Halt ein Anlaß zum Feiern - und für die Kinder, sich zu verkleiden und um die Häuser zu ziehen; die Konsumgüterindustrie freut sich auch. 

Ob sich eine religionskritische Betrachtung lohnt? Ich hege Zweifel. Man könnte sich höchstens wieder mal über den kulturimperialistischen Einfluß der USA ärgern, die mit ihren Kürbissen das gute alte Martinssingen  verdrängt haben, aber damit, also dem Einfluß, ist ja eh bald Schluß. Angesichts der Sehnsüchte weiter Teile der deutschen Bevölkerung könnte man sich schon mal fragen, was denn der Russe zu diesen Zeiten feiert? 😀 

 

mrorleander antworten
1 Antwort
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814
Veröffentlicht von: @mrorleander

@schwesting 

Das ist ein vollkommen  durchkommerzialisiertes Fest, von dessen 'tieferer' Bedeutung kaum jemand (noch) etwas weiß. Halt ein Anlaß zum Feiern - und für die Kinder, sich zu verkleiden und um die Häuser zu ziehen; die Konsumgüterindustrie freut sich auch. 

Ob sich eine religionskritische Betrachtung lohnt? Ich hege Zweifel. ... 

Genau. 

Und christliche Verlage können auch Papier füllen ...

chai antworten


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