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Hat Gottes Barmherzigkeit Grenzen? Oder ziehen wir diese?

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mmieks
 mmieks
Themenstarter
Beiträge : 1196

Ich bin eher eine Mitleserin als -schreiberin. Wenn ich durch die Foren lese, stellt sich mir oft diese Frage: Hat Gottes Barmherzigkeit Grenzen? Wenn nein: Warum die Höllenlehre? Wenn ja: wer zieht diese Grenzen?

Können wir uns darüber austauschen?

lg - mmieks

Antwort
80 Antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 1801

@mmieks 

Hallo! Absolut berechtigte Frage.

Ich persönlich glaube nicht, dass Gottes Barmherzigkeit Grenzen hat. Wenn in der Bibel steht, dass Gott möchte, dass alle gerettet werden, dann glaube ich das.

Warum dann die Höllenlehre?

Im AT lesen wir von negativen Konsequenzen bei Nichteinhalten der Gesetze bezogen auf die Lebenszeit der einzelnen Menschen. Das gibt es so im NT nicht mehr, dafür haben sich die negativen Konsequenzen ins Jenseits verschoben.

Eigentlich können wir davon ausgehen, dass Gott seinen Plan vollbringt und nicht scheitert. Wie, wissen wir nicht im Detail sondern nur grob.

Ob die Hölle ein Bestandteil des Jenseits ist (und wie sie dann beschaffen ist) ist mir persönlich nicht klar. Aber ich kann mir vorstellen, dass es eine Existenz ausserhalb Gottes ist, wie auch immer, und davor werden wir gewarnt.

 

stern antworten
35 Antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@stern 

Vielleicht gibt es ja auch Leute, die gar nicht in den Himmel wollen? Weil sie meinen, in der Hölle hätten sie mehr Spaß und dort seien die interessanteren Leute?

Willst du, dass Gott die gegen ihren Willen in die Ewigkeit mit Jesus verfrachtet?

ga2 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@ga2 

Willst du, dass Gott die gegen ihren Willen in die Ewigkeit mit Jesus verfrachtet?

So hab ich das noch gar nicht gesehen. 😀 

Na gut. Ergibt Sinn. Aber es erinnert mich irgendwie doch leicht an ein Elternteil, der sein Kind im Trotzen lässt.

stern antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@stern 

Naja, sind ja nicht mehr unbedingt so kleine Kinder, wir Menschen.

Erwachsene Kinder kannst du schlecht zwingen.

Der Vater ließ den Sohn gehen. Gut, dass der einsichtig wurde im Leid und rechtzeitig zurückkehren konnte und nicht vorher starb.

Aber genauso gut hätte der Sohn auch denken können, dass der Vater und der Bruder ihn verächtlich ansehen würden und sein Stolz das nicht aushalten würde und er darum versucht in der Fremde zu überleben.

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Vielleicht gibt es ja auch Leute, die gar nicht in den Himmel wollen? Weil sie meinen, in der Hölle hätten sie mehr Spaß und dort seien die interessanteren Leute?

Wissen diese Leute denn auch ganz genau, wie es in der Hölle sein wird? Und haben die dann dort wirklich Spaß?

Wenn nicht... dann kann wohl kaum davon die Rede, dass die das wirklich "wollen".

Und das gilt für alle Menschen, die sich angeblich von Gott lossagen...

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@lucan-7 

Dem zugrunde liegt ja eher häufig dieses Bild, Christsein bestünde hauptsächlich aus Verboten und alles das was Spaß machen würde, gäbe es im Himmel nicht. Vor einigen Jahren sagte man noch yolo. Nach dem Motto, nimm mit was du kriegen kannst und nach uns die Sintflut.

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Dem zugrunde liegt ja eher häufig dieses Bild, Christsein bestünde hauptsächlich aus Verboten und alles das was Spaß machen würde, gäbe es im Himmel nicht.

Mag sein. In jedem Fall kann man sich nur wirklich für oder gegen etwas entscheiden, wenn man genau weiss, worüber man da eigentlich spricht. Und über Gott und Glauben weiss niemand wirklich etwas genaues.

Deshalb sagt Jesus ja auch: "Vergib' ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"

Womöglich gilt Gottes Barmherzigkeit ja den Ahnungslosen, denn die haben es nötig...

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3668
Veröffentlicht von: @lucan-7

Womöglich gilt Gottes Barmherzigkeit ja den Ahnungslosen, denn die haben es nötig...

Der Gedanke gefällt mir. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@lucan-7 

Mag sein. In jedem Fall kann man sich nur wirklich für oder gegen etwas entscheiden, wenn man genau weiss, worüber man da eigentlich spricht. Und über Gott und Glauben weiss niemand wirklich etwas genaues.

Deshalb sagt Jesus ja auch: "Vergib' ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"

Das gilt nur, wenn man nicht an Jesus glaubt, der uns Gott gezeigt hat.

Wenn du Jesus glaubst, glaubst du an den Vater, der ihn gesandt hat und lernst etwas über Gott und Glauben.

Vorher natürlich nicht.

und in dem Sinn 

Womöglich gilt Gottes Barmherzigkeit ja den Ahnungslosen, denn die haben es nötig...

stimmt das ja auch.

Aber grundsätzlich haben alle Menschen Gottes Barmherzigkeit nötig. Von den Gläubigen wird aber mehr erwartet, weil sie mehr wissen.

stern antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@lucan-7

Da müsste man aber erstmal Interesse daran haben, wie es sein könnte. Und es gibt eben auch Menschen, die wollen sich mit solchen Themen nicht wirklich auseinandersetzen, verdrängen und übernehmen irgendwelche Floskeln, bleiben an der Oberfläche und wenn man nachfragt, bekommt man das auch so gesagt. Die Popkultur befeuert sowas ja auch seit Jahrzehnten. 
Ich erinnere mich an Zanders „Wenn wir alle Englein wären, dann wär die  Welt nur halb so schön“

 

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Da müsste man aber erstmal Interesse daran haben, wie es sein könnte. Und es gibt eben auch Menschen, die wollen sich mit solchen Themen nicht wirklich auseinandersetzen, verdrängen und übernehmen irgendwelche Floskeln, bleiben an der Oberfläche und wenn man nachfragt, bekommt man das auch so gesagt.

Dafür gibt es dann ja auch meistens Gründe. Beispielsweise, wenn man den Glauben als oberflächlich oder verlogen erlebt hat. Oder es halt generell unglaubwürdig findet, aus welchen Gründen auch immer.

Und wenn die Sache klar scheint, dann gibt es auch nicht mehr viele Gründe, sich damit auseinander zu setzen.

lucan-7 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@lucan-7 na ja ... ich kann mich auf die Oberflächlichkeit und Verlogenheit dauernd ausreden ... meistens tun wir das bei den anderen und nehmen uns selbst nicht an der Nase.

Unser Glaube ist Stückwerk. Was wir von Gott und über ihn reden, ist subjektiv und wir " vermenschlichen" Gott, weil wir es oft gar nicht anders können, als ihn so wahrzunehmen. Das Problem ist: Wir können einander nicht stehen lassen, sondern pochen auf's Rechthaben.

Bei Roger Schutz, dem Gründer von Taize, habe ich gelesen: Lebe das, was DU vom Evangelium begriffen hast. Das aber lebe ganz.

Und ich weiß, dass ich noch nicht alles begriffen habe und lernend unterwegs bin.

mmieks antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@mmieks 

na ja ... ich kann mich auf die Oberflächlichkeit und Verlogenheit dauernd ausreden ... meistens tun wir das bei den anderen und nehmen uns selbst nicht an der Nase.

Wenn man Menschen in seiner nahen Umgebung erlebt hat, die einen verlogenen Glauben leben, dann verspürt man anschließend wenig Bedürfnis, sich damit näher zu befassen. Und dafür kenne ich ganz konkrete Beispiele von Menschen, die "fromm" in die Kirche gingen, deren Familie aber von Gewalt und Missbrauch geprägt war... und die Kirche auf Seiten der Täter stand.

Und ich selber habe mich ja nun auch recht intensiv mit dem Glauben befasst, und bin zu dem Schluss gekommen, dass dahinter nicht viel steckt. Und das kann ich ja auch nicht einfach ändern, sondern nur zur Kenntnis nehmen.

lucan-7 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3256

@lucan-7 

Wenn man Menschen in seiner nahen Umgebung erlebt hat, die einen verlogenen Glauben leben, dann verspürt man anschließend wenig Bedürfnis, sich damit näher zu befassen. Und dafür kenne ich ganz konkrete Beispiele von Menschen, die "fromm" in die Kirche gingen, deren Familie aber von Gewalt und Missbrauch geprägt war... und die Kirche auf Seiten der Täter stand.

Und ich selber habe mich ja nun auch recht intensiv mit dem Glauben befasst, und bin zu dem Schluss gekommen, dass dahinter nicht viel steckt. Und das kann ich ja auch nicht einfach ändern, sondern nur zur Kenntnis nehmen.

 

Wenn ich "Glaube" von Menschen abhängig mache, werde ich immer enttäuscht sein.

adjutante antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@adjutante 

Wenn ich "Glaube" von Menschen abhängig mache, werde ich immer enttäuscht sein.

Man wird den Glauben aber kaum von Menschen loslösen können. Es macht etwas aus, ob man gläubige Menschen als gute Menschen positiv erlebt - oder negativ als verlogene Verbrecher.

Sich davon zu trennen muss man auch erst mal schaffen... und auch dafür braucht man erst mal einen Anlass.

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@lucan-7 

Ich ahne, auf welche „Verbrecher“ du hinauswillst.

Ignorierst  dabei aber, dass Menschen auch stolz sein können und sich unter nichts und niemanden beugen wollen, ihr eigenes Ding machen wollen. Und das ist keineswegs eine Erscheinung der letzten Jahre.

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Ich ahne, auf welche „Verbrecher“ du hinauswillst.

Ignorierst  dabei aber, dass Menschen auch stolz sein können und sich unter nichts und niemanden beugen wollen, ihr eigenes Ding machen wollen. Und das ist keineswegs eine Erscheinung der letzten Jahre.

Auch das mag es geben.

Oder sie wurden ganz im Gegenteil gebrochen und halten sich für wertlos... möglicherweise sogar aufgrund eben jener Verbrecher, die ich hier meinte.

Und wenn wir dann über Gottes Barmherzigkeit sprechen, so meine ich, dass bei einem gerechten Gott eben diese Menschen im Fokus stehen müssten. Auch wenn das natürlich meine eigene Vorstellung ist, aber eine andere Vorstellung ist mir hier nicht möglich.

 

 

lucan-7 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

Christen als verlogene Verbrecher. Die gab und gibt es sicher. Irgendwie erinnert mich das an die Frage von Jünger an Jesus, wer zu seinen Rechten sitzen darf .

 

mmieks antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3256

@lucan-7 

Man wird den Glauben aber kaum von Menschen loslösen können. Es macht etwas aus, ob man gläubige Menschen als gute Menschen positiv erlebt - oder negativ als verlogene Verbrecher.

Sich davon zu trennen muss man auch erst mal schaffen... und auch dafür braucht man erst mal einen Anlass.

Wieso? Die Frage ist doch, was will ich. Geht es mir um den Glauben, also will ich Jesus -  oder gehts mir um Menschen. Dann macht es einfach mal "Klick" in de Kopf, egal wie alt ich da grad bin ... Und als Erwachsener doch dann sowieso. Eigentlich.

adjutante antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@adjutante 

Wieso? Die Frage ist doch, was will ich. Geht es mir um den Glauben, also will ich Jesus -  oder gehts mir um Menschen. Dann macht es einfach mal "Klick" in de Kopf, egal wie alt ich da grad bin ... Und als Erwachsener doch dann sowieso. Eigentlich.

Warum sollte es mir um Jesus gehen wollen, wenn ich damit ausschließlich negative Erfahrungen gemacht habe?

Wie gesagt, bei mir selbst war es ja nicht so, aber bei anderen Menschen schon. Die hören dann "Jesus" und sagen: "Lass' mich bloß in Ruhe damit!", weil die damit etwas Negatives assoziieren.

Bei dir (und vielen anderen Gläubigen) klingt es so, als würdest du annehmen, dass jeder Mensch irgendwie einen Ruf oder ein Bedürfnis nach Gott verspürt, und dann selbst dafür verantwortlich ist, ob man diesem Ruf folgt. 

Das mag bei manchen Menschen so sein... aber sicher nicht bei allen. Viele sehen überhaupt keinen Anlass dazu, sich näher mit dem Glauben zu befassen.

lucan-7 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3256

@lucan-7 

.......... Viele sehen überhaupt keinen Anlass dazu, sich näher mit dem Glauben zu befassen.

Das ist auch eine Entscheidung.

adjutante antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@adjutante 

Das ist auch eine Entscheidung.

Ja, aber dafür gibt es ja gute Gründe. Warum sollte ich mich etwas zuwenden, von dem ich nichts Gutes erwarte?

 

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3668
Veröffentlicht von: @lucan-7

@adjutante 

Wenn ich "Glaube" von Menschen abhängig mache, werde ich immer enttäuscht sein.

Man wird den Glauben aber kaum von Menschen loslösen können. Es macht etwas aus, ob man gläubige Menschen als gute Menschen positiv erlebt - oder negativ als verlogene Verbrecher.

Sich davon zu trennen muss man auch erst mal schaffen... und auch dafür braucht man erst mal einen Anlass.

Ich weiß nicht, ob diese Argumentation vor Gott zählt. Dazu steht mir auch kein Urteil zu. 

Aber vom menschlichen Standpunkt her verstehe ich Dich total. 
Je nachdem, wen vom Bodenpersonal man halt so erlebt hat, drängt sich möglicherweise der Wunsch auf, damit nichts zu tun haben zu wollen. 

 

chai antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3256

@chai 

Aber vom menschlichen Standpunkt her verstehe ich Dich total.

Klar, versteh ich auch.

Je nachdem, wen vom Bodenpersonal man halt so erlebt hat, drängt sich möglicherweise der Wunsch auf, damit nichts zu tun haben zu wollen.

Und doch klingt es für mich vorgeschoben, wenn ich das Bodenpersonal verantwortlich mache.

adjutante antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3668
Veröffentlicht von: @adjutante

Je nachdem, wen vom Bodenpersonal man halt so erlebt hat, drängt sich möglicherweise der Wunsch auf, damit nichts zu tun haben zu wollen.

Und doch klingt es für mich vorgeschoben, wenn ich das Bodenpersonal verantwortlich mache.

Für mich nicht. 
Wenn das Bodenpersonal nur 'negativ' wirkt, ist das nun mal schlechte Reklame für die gute Sache. 

chai antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3256

@chai 

Wenn das Bodenpersonal nur 'negativ' wirkt, ist das nun mal schlechte Reklame für die gute Sache.

Klar, das weiß ich auch.

adjutante antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

Ach @lucan-7 Ich habe das, was du  beschreibst, in meiner Kindheit und Jugend konkret erlebt. Kirchliche Internate in Schule und Berufsausbildung. Ich könnte natürlich alles entschuldigen mit "Ich war Kind meiner Zeit". Das tue ich nicht. Ich weiß, was mich da geprägt hat. Aber: ich will in dieser Spirale nicht stecken bleiben. Ich will das auch nicht religiös verbrämen.

Ich habe vieles aufgearbeitet, mit Therapien, mit Büchern, mit meiner eigenen Ausbildung in katholischer Theologie, mit der Erfahrung, dass es auch gutes Bodenpersonal Gottes gibt. Auch Bodenpersonal, was mich in meinem Unterwegs-sein unterstützt, Bodenpersonal, das diese Erfahrungen selbst gemacht hat und sich gesagt hat: Ich muss so nicht weitermachen.

Ich konnte mich so entwickeln, dass ich - als Erwachsene - Wurzeln und Flügel bekommen habe, die mir eine Weite im Denken ermöglicht. Hier ist in vielen Punkten Heilung geschehen.

In einer lyrischen Sprache gesprochen: Wunden und Wunder. Das Wunder kann geschehen, wenn ich es zulasse, zu diesen Wunden zu stehen und über mich hinauszuwachsen. Auch wenn mich mein Alltag mitunter in enge Rahmenbedingungen zwingt.

Ich will dich - nach Möglichkeit - dort abholen, wo du stehst. Also bewusst kein frommes Gerede. 

Ich kann es trotzdem nicht bleiben lassen.  1.Petr. 3,14: Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach dem Grund eurer Hoffnung fragt. Ich frage mich aber schon, ob du wirklich nach Antworten suchst. Ist deine Erwartungshaltung offen oder immer sofort mit Vorurteilen versperrt?

Was ist übrigens aus deinem Vorhaben, nach Rom zu pilgern, geworden? 

Zu guter Letzt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

mmieks antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@mmieks 

Ich habe vieles aufgearbeitet, mit Therapien, mit Büchern, mit meiner eigenen Ausbildung in katholischer Theologie, mit der Erfahrung, dass es auch gutes Bodenpersonal Gottes gibt. Auch Bodenpersonal, was mich in meinem Unterwegs-sein unterstützt, Bodenpersonal, das diese Erfahrungen selbst gemacht hat und sich gesagt hat: Ich muss so nicht weitermachen.

Das ist ja auch gut und richtig so, und da bist du auch nicht die Einzige. Aber das ist eben ein Weg, den nicht jeder geht. Manche halten sich da lieber fern.

Was hat dich denn dazu veranlasst, dich trotz schlechter Erfahrungen dem Glauben zuzuwenden?

Was ist übrigens aus deinem Vorhaben, nach Rom zu pilgern, geworden?

Mein Vorhaben nach Rom zu pilgern...?

 

 

lucan-7 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@lucan-7 

Zum Beispiel das Buch von Tilman Moser "Von der Gottesvergiftung zu einem gnädigen Gott" hat mir sehr geholfen.

Ich kann nicht von einem Bekehrungserlebnis wie viele User hier sprechen, eher so: von der Tradition ins "Lebendige" gekommen. Nach und nach auf meiner Spurensuche und -fragen Antworten bekommen. Geprägt hat mich das 2. Vatikanische Konzil, das ich als Teenager wahrgenommen habe (vom Bibelleseverbot für Laien zur offenen Bibelarbeit, vom Hochaltar zum Volksaltar etc.), von der ausdrücklichen Erwähnung, dass der Klerus nicht ohne dem Volk kann. Die Hervorhebung der Laienarbeit, zu der ich ja dann gefunden habe. Vom Glauben ins Tun, vom Tun zum Glauben - mit Um- und Irrwegen, mit Zurückfinden und Neuanfängen, ein Weg mit Stolpersteinen. Und noch immer einige Fragen. Ich bin noch nicht fertig. Es ist so und darf so sein.

mmieks antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3668
Veröffentlicht von: @mmieks

Unser Glaube ist Stückwerk. Was wir von Gott und über ihn reden, ist subjektiv und wir "vermenschlichen" Gott, weil wir es oft gar nicht anders können, als ihn so wahrzunehmen. Das Problem ist: Wir können einander nicht stehen lassen, sondern pochen auf's Rechthaben.

Ich denke, das ist normal. 
Ich 'vermenschliche' Gott auch, wenn ich ihn mir vorstelle wie einen guten Vater. 
Das ist aber 'besser', wie wenn man ihn als schlechten Vater 'vermenschlicht'. 
Aber wir bringen eben alle unsere Vorstellungen und Erfahrungen mit.

Bei Roger Schutz, dem Gründer von Taize, habe ich gelesen: Lebe das, was DU vom Evangelium begriffen hast. Das aber lebe ganz.

Und ich weiß, dass ich noch nicht alles begriffen habe und lernend unterwegs bin.

👍

chai antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 okj   "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen ..."

Viellicht werden wir einst  staunen, wer da unsere Nachbarn sein werden 😎 🤨 🤨 

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks 

Viellicht werden wir einst  staunen, wer da unsere Nachbarn sein werden

Darum macht es ja auch Sinn, jetzt schon untereinander Frieden zu suchen. 

Wie ist es dir jetzt in Sachen Botox und Therapie ergangen? Oder war der Termin noch nicht?

ga2 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Ich habe erst am 4. Dezember einen Termin.

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks

ok, danke. 🙏

Wie geht es dir zur Zeit?

ga2 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@ga2 

Darum macht es ja auch Sinn, jetzt schon untereinander Frieden zu suchen. 

👍🏻👏

stern antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7428

@mmieks 

"Viellicht werden wir einst  staunen, wer da unsere Nachbarn sein werden"

Und wer nicht.

queequeg antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 29979

@mmieks Natürlich hat Gottes Barmherzigkeit Grenzen. Sehr enge sogar. Es ist sogar für seine Freunde schwierig, gerettet zu werden, denn weit und breit ist der Weg zur Verdammnis, aber eng und schmal der Weg zum Leben, den zudem auch nur ganz wenige finden (vgl. Mt 7,13.14). Wenn er nicht sein Blut an uns findet, so ist es schon gar aus mit uns.

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24 Antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@plueschmors  Wir könnten jetzt den bibabo-Bastelbogen spielen.

Für mich ist es eine der wichtigsten Verheißungen, wo Jesus sagt: "Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen." (Johannesevangelium). Können, dürfen wir dieses "alle" hinterfragen?

mmieks antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@mmieks Errettet werden nur die, die glauben. Da sind wir uns doch sicher einig? Dass Jesus - oder vielmehr der Vater (vgl. Joh 6,44) - alle zum Kreuz hin "zieht", ist ja noch nicht die Errettung, sondern das Angebot. Die Errettung ist es, an diesem seinem Kreuz sein Blut zu empfangen und zu bewahren.

Wichtig ist m.E. auch in Joh 12,20 im selben Abschnitt, dass "einige Griechen" kamen anzubeten. Darauf sagt Jesus, er werde alle zu sich ziehen, also Juden wie Heiden. Und so ist es ja auch gekommen.

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mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@plueschmors Das setzt voraus, das alle Welt von Jesu Botschaft gehört hat. Hat sie das? Gibt es überall auf dieser Welt das Angebot? Was ist mit denen, die keine Chance hatten? Alle verdammt?

Ist das  "Ziehen" nun eine Aktivität Gottes - die uns Gottes Weite eröffnet - die Liebe hört niemals auf.

Ich denke, Gott ist größer als alle unsere menschlichen Vorstellungen und Begrifflichkeiten die wir uns von ihm machen. Wir machen uns Bilder von ihm und legen sogar die Rahmebestimmungen fest,, wer errettet wird (und wer nicht).

Die Offenbarung endet mit dem Satz: "Und siehe, ich mache alles neu!" Und auch hier steht wieder dieses  "alle(s)"

 

mmieks antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@mmieks Gott hat offenbar seine geheimen Wege, allenthalben Glauben zu machen, auch ohne unser Zutun, siehe Lk 13,29. Wir dagegen haben "nur" das klare Wort, das wir glauben und halten sollen mit sehr konkreten "Vorstellungen und Begrifflichkeiten". Ich bin kein Freund des abseits Herumschwärmens.

Und ja, Gott macht alles neu. Eine ganz neue Schöpfung ohne Sünde, Böses, Leid und Tod. "Alles neu" heißt aber auch, das alles Alte wegkommt und beseitigt wird. Und zwar an einem gewissen Ort, "wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht" (Mk 9,48).

 

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Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3668
Veröffentlicht von: @mmieks

Ich denke, Gott ist größer als alle unsere menschlichen Vorstellungen und Begrifflichkeiten die wir uns von ihm machen.
Wir machen uns Bilder von ihm und legen sogar die Rahmenbestimmungen fest,, wer errettet wird (und wer nicht).

👍

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1413

@mmieks 

Du setzt einen Satz über viele andere.

Was denkst du über die Warnungen von Jesus? Oder das mit den Böcken und Lämmern?

kappa antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@plueschmors 

Aber meinst du nicht, dass Gott seine Ziele auch erreicht?

Dazu hätte er den Weg breiter machen können - oder aber er verlängert die Zeit, um ihn zu finden. 

Ich akzeptiere eine Gefahr der Verdammnis - aber ich verweigere mich zu denken, dass Gott Menschen in der Verdammnis lässt. Oder sie davor nicht retten kann.

stern antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@stern Das steht so nicht im Wort, also will ich darüber auch nicht spekulieren. Es ist der Schrift furchtbarer Ernst mit der Verdammnis. Ans ewige Leben zu glauben nimmt jeder gern an, zugleich verneinen viele grundlos die ewige Verdammnis, die die Schrift in gleicher Weise bezeugt. Also kein Grund, da irgendwas abzuschwächen oder zu relativieren.

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Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@plueschmors 

Ans ewige Leben zu glauben nimmt jeder gern an, zugleich verneinen viele grundlos die ewige Verdammnis, die die Schrift in gleicher Weise bezeugt. Also kein Grund, da irgendwas abzuschwächen oder zu relativieren.

Ich sehe das schon auch so, dass es diesen Graben gibt, also die Verdammnis.

Und dass es Kriterien gibt, um „hüben oder drüben“ zu sein. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass Gott sehr geduldig ist mit seinen Schafen. Klar, es gibt auch Böcke…

Aber wenn ich als Mensch es schaffe, meine Kinder anzunehmen, um wieviel mehr wird er das dann hinkriegen?

Wenn du sagst, das Empfangen des Blutes ist das Zeichen (wie am Türpfosten) für die Errettung -ok, dann kann es aber trotzdem immer noch sein, dass Gott so lange wartet, bis alle sich besprenkelt haben. Auch die Böcke, die dann hoffentlich zu Schafen werden.

stern antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@stern Wer sind denn Gottes Kinder? "Die an seinen Namen glauben" (Joh 1,12). Wer aber nicht glaubt, hat nichts als Gottes bleibenden Zorn (Joh 3,36),

Und was meinst Du mit "so lange warten"? Meinst Du, Gott sieht in die Gräber und wartet, dass die Toten sich bekehren?

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Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@plueschmors 

Und was meinst Du mit "so lange warten"? Meinst Du, Gott sieht in die Gräber und wartet, dass die Toten sich bekehren?

Nein…ich meinte, vielleicht dürfen  die, die es noch nicht für sich in Anspruch genommen haben nochmals auf die Erde kommen aus so einem „Zwischenbereich“…oder dürfen dann dort Jesus begegnen…wer weiss.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27703

@stern 

Die Bibel weiß: Hebr 9,  27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten. 

Die Bibel lehrt keine östliche Re-Inkarnation des Menschen. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@deborah71 

Die Bibel lehrt keine östliche Re-Inkarnation des Menschen. 

Ich weiss. Es fällt mir nur sehr schwer zu akzeptieren, dass nicht alle gerettet werden.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27703

@stern 

Solange du um diesen Punkt und die anderen kreist, wirst du wahrscheinlich zu dir selbst hin blockiert und auch zur Evangelisation hin. 

 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@deborah71 

Wie kommt es, dass du damit keine Schwierigkeiten hast?

Also ich meine mit der Akzeptanz dass Gott nicht alle rettet.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27703

@stern 

Weil ER Gott ist und ich nicht. ER ist ein gerechter Richter und deswegen mache ich mir keinen Kopf drüber und ich bin nicht für Seine Entscheidungen verantwortlich. Meine Verantwortung ist, Sein Zeuge zu sein, damit viele von der Möglichkeit der Rettung und Seiner Liebe erfahren. 

Gott hat alle bereits gerettet am Kreuz, aber sie wollen es nicht annehmen und nicht wahrhaben. 

In den Genuß eines Geschenkes kommt man nur, wenn man es annimmt und auspackt. 

Mir ist aufgefallen, dass du auf meine Erwähnung von Offb 3,20 nicht eingegangen bist.Du bist auf das Thema 'die anderen' ausgewichen. 

Der Himmel beginnt hier, wenn wir in das Reich des Sohnes Seiner Liebe versetzt werden. 

 

 

 

deborah71 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@stern Also, an Reinkarnation glaube ich jetzt auch nicht.

Nur: Ich glaube an keine Hölle, keine ewige Verdammnis.

Denn warum ist dieses "Bekenntnis" nicht in das apostolische Glaubensbekenntnis eingeflossen? Wenn das so primär wäre, müsste es der Kirche so wichtig sein, dass es drinnen steht.

Ich glaube allerdings, dass es eine (menschengemachte) Hölle auf Erden gibt. Die habe ich auch zeitweise erfahren. Ich glaube aber, dass Gott das Heil der Welt will  und es auch durchsetzen wird.

 

mmieks antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 1801

@mmieks 

Ich glaube aber, dass Gott das Heil der Welt will  und es auch durchsetzen wird.

Ja, das glaube ich auch. Ich tue mich nur schwer mit der Vorstellung, dass er welche „verloren“ lässt.

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@stern 

Er wird es richtig gemacht haben. Denn es ist alles schon vollendet und geschehen. Nur wir leben sozusagen noch in der Zeit. Es ist vollbracht. Und alles, was Er jemals gemacht hat, war gut. - Daran halte ich fest.

neubaugoere antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

Ich weiß nicht, ob du schon mal so weit unten gewesen  bist, dass du meinst, es gibt keine Hilfe mehr. Ich kenne solche Lebensphasen. Wenn ich in dieser Situation solche " Predigten " gehört hätte, wäre ich heute wahrscheinlich tot. Zum Glück war das nicht der Fall.

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@mmieks Leider weiß ich wegen der komischen Übersicht hier nicht, worauf Du Dich genau beziehst. Kannst Du mir da bitte einmal aushelfen? Dein Beitrag steht irgendwo im Nirgendwo. Ich kann ihn nicht zuordnen. Von welcher "Predigt" redest Du?

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mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@plueschmors Diese komische Übersicht stört mich auch, ist mir schon beim Lesen meines Postings als Antwort an dich aufgefallen.

Ich beziehe mich auf verschiedene Einwände deiner-eurerseits. Mit diesen genannten Bibelstellen hätte ich mich vor 20 Jahren in einer akuten Depression erschlagen gefühlt.

mmieks antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 29979

@mmieks So ist das eben: Die einen richtet die Botschaft auf, die anderen gehen daran zugrunde: 2.Kor 2,16. Mich persönlich hat Gottes klares und zuverlässiges Wort immer aufgerichtet.

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mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@plueschmors  Ich denke, es ist wichtig, den Kairus zu erkennen: den rechten Zeitpunkt in begegnenden Situationen. Wann sage ich was, und wie? Ich bin mir z.B. nicht immer sicher, ob mir mein Gegenüber gerade zuhören kann.

"Sprich' mir schweigend von Gott - dieses Zitat von Simone Weil (Quelle ist mir unbekannt) habe ich auch schon manchmal geäußert. Und gedanklich hinzugefügt: durch ein stilles Gebet.

mmieks antworten
lhoovpee
Beiträge : 3485

@mmieks

Wenn ja: wer zieht diese Grenzen?

Die später wichtigen Grenzen setzt Gott allein. Heute können wir nur über die von Menschen gedachten Grenzen reden. 

 

lhoovpee antworten


Goldapfel
Beiträge : 1403

@mmieks 

Gottes Barmherzigkeit scheitert höchstens am freien Willen der Menschen.
Leider.

Jeder Mensch bekommt in seinem Leben mehrere Chancen zu Gott zu finden.

Wie er das im Einzelnen macht, weiß ich nicht, aber ich vertraue da auf seine Möglichkeiten.

Dann ist es am Menschen, darauf zu reagieren. Und damit liegt der Ball auf dessen Seite.

Wir Christen dürfen und sollen Gott insoweit unterstützen, dass wir auf ihn und seine Liebe, sein Angebot der Erlösung durch Jesus, hinweisen.

Für die Juden war es klar, dass es ein ewiges Feuer gibt und Höllenqualen. Und Jesus bindet das in seinen Reden mit ein und bestätigt es. 
Erst wir „aufgeklärten“ Westler stellen die Hölle in Frage und alles muss für alle immer „gut“ ausgehen, nichts soll wehtun oder stören.

Die Frage ist, ob das Gerechtigkeit ist? Warum sollte Jesus sich opfern, wenn sowieso alle einfach so in den Himmel kommen können? 

Dieses Opfer hat Gott sehr viel gekostet. Und dann sollen Menschen dadurch gerettet werden, die das Zeit ihres Lebens geleugnet oder verneint haben? Es nicht für nötig hielten?
Ich weiß nicht, wie es am Ende genau wird. Aber es wird ein Gericht geben und eine Trennung.

Und wenn dir das unwahrscheinlich hart vorkommt, könnte das vielleicht, aber nur vielleicht daran liegen, dass du dir deiner eigenen Erlösung nicht so ganz sicher bist und Angst hast, dass du irgendwann nicht mehr oder nicht richtig genug glaubst? Ich will dir da nichts unterstellen, aber ich kenne das von mir früher.

Wenn du das für dich geklärt hast, hast du vielleicht die Aufgabe, die „weit entfernten“ zu rufen oder für sie zu beten. Du könntest Gott fragen, was du in der Hinsicht tun kannst.

Liebe Grüße 

ga2 antworten
9 Antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Ich bin mir meiner Erlösung sicher.

Aber ich bin ein dauerschmerz geplagte Mensch Wegen Arthrose an beiden Schultergelenken, was nicht operiert werden kann aufgrund meiner Spastizität. Die medikamentöse Schmerztherapie haut nicht hin. Und die Wartezeit auf einen Ambulanztermin - ein halbes Jahr, jetzt halt noch drei Monate.

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks 

Aber ich bin ein dauerschmerz geplagte Mensch

Das tut mir so! Leid…😢🙏

Dauerhafte Schmerzen können so fies sein und manchmal weiß man dann echt nicht mehr weiter.

Dieser Ambulanz Termin, kann da denn etwas gemacht werden, was dir helfen kann?

Ich hoffe und bete, dass die Schmerzen zurückgehen und weniger Macht haben. Und dass du Erleichterung erfährst.

Ich habe mich übrigens sehr gefreut, dich wieder hier zu lesen. 🧡☺️

ga2 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Es geht um Botox-Spritzen. Mein Neurologe sagt nein, meine Ergotherapeutin, mein Hausarzt empfehlen es. Und ich sitze zwischen allen Stühlen.

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks 

Welche Bedenken hat dein Neurologe? Welche Risiken sieht er?

ga2 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2  Botox macht nur Sinn, wenn ein überschaubarer Muskel betroffen ist. Bei mir geht es um Schmerzen vom Schultergelenk über Bizep bis zum Ellbogen. Schmerz löst Spasmus aus und umgekehrt

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks 

also meint dein Neurologe, das wären zuviele Muskeln?

Dass es nicht wirkt?

Oder kann für dich dabei Schaden entstehen?

Wenn Botox doch den oder sogar die Muskeln entspannt? 

ga2 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Botox kriegst du bei uns (in Österreich), wenn ein Neurologe sie verordnet, bzw. empfiehlt. Dann darf der Hausarzt ...

Unser Gesundheitssystem ist ja ziemlich unübersichtlich, seitdem die ÖGK in Wien zentriert ist und die chronisch kranken auf der Strecke bleiben. Stichwort Einsparungen.

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks 

Einsparungen gibt es ja überall. MWn muss man in D Botox grundsätzlich selbst bezahlen.

Also müsste dein Hausarzt deinen Neurologen überzeugen, dass…
Oder du brauchst einen anderen Neurologen (sicher auch bei euch nicht so leicht)

Oder Gott überzeugt deinen Arzt…

ga2 antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Bei Neurologen bin ich wählerisch, Da leiste ich mir einen Wahlarzt, der sich 45 min Zeit für mich nimmt. auch wenn er eine schöne Summe Geld kostet.- Kassenärzte gibt es in dieser Branche eh nicht viele.

Die Schmerzen begannen, weil ich ein bestimmtes Medi nicht mehr bekomme. Es fiel dem Engpass zum Opfer und wird inzwischen nicht mehr erzeugt. Und es gibt keine Alternative für diesen Bestandteil. Ich weiß, ich schlage mich nicht alleine damit herum.

 

mmieks antworten
Goldapfel
Beiträge : 1403

@mmieks 

Ich möchte noch einmal auf die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes eingehen.

Sie ist grenzenlos, weil sie nicht nach Schwere der Schuld unterscheidet, nicht nach politischer Gesinnung, nach Haltung zur Impfung, zum Klimawandel, nach sexuellen Vorlieben etc.

Sie gilt zunächst jedem Menschen.

Wer vertrauensvoll zu Jesus kommt, wird angenommen. Siehe den Schächer am Kreuz.
Und Gott ist für die Menschheit sozusagen in Vorleistung gegangen.

Es gibt so einen blöden Spruch „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort“

Aber so ist Gott nicht zu seinen Kindern. Er ist barmherzig und gnädig. Seine Güte will zur Umkehr führen.

ga2 antworten
2 Antworten
mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1196

@ga2 Danke dir für deine Worte. Genau diese Aussage, dass es Gottes Güte ist, die zur Umkehr führt, hatte ich während der Diskussion hier als Ohrwurm in mir.

mmieks antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1403

@mmieks

Ja, Gott droht uns nicht mit der Hölle, auf dass wir uns zu ihm wenden.

Allerdings hat Johannes für Jesus den Weg bereitet, indem er klar gesagt hat, die Menschen sollten umkehren, ihren Sinn, ihre Einstellung ändern und sich zur Vergebung der Sünden taufen lassen. Weil Gottes Herrschaft nahe war.

Also gehört zumindest Einsicht in die eigene Sündhaftigkeit vor Gott, dazu. Die Einsicht, vor Gott so nicht bestehen zu können.

Jesus selbst erwähnt die Hölle  und macht klar, dass es darum geht, sich nicht zum bösen verführen zu lassen weil  man sonst schnell in ebendieser Hölle landen kann. 

Es geht nicht nur darum, „ein bisschen“ zu glauben, sondern dass Glaube auch mal harte und schmerzhafte Entscheidungen fordert und man sich vielleicht besser von etwas trennt, bevor man abfällt und im Ganzen leidet als nur unter einem Verlust einer nicht so guten Gewohnheit zB.

ga2 antworten


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